große Angst vor Menschen und Arbeit - wie komme ich weiter?

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

große Angst vor Menschen und Arbeit - wie komme ich weiter?

Beitragvon Dunkelelfe » 24. Apr 2015, 12:03

Hallo zusammen,

vielleicht habt ihr noch Einfälle und Sichtweisen, die mir weiterhelfen könnten.

Derzeit empfinde ich meine Ängste vor Menschen als immer noch so groß, dass mich das blockiert, eine Arbeit zu suchen und zu finden. Ich habe das Thema Arbeit angeschaut, habe regelmäßig positive Aspekte gesucht, Aufmerksamkeitsräder gemacht, mich immer wieder probiert in positive Schwingung zu versetzen. Ich war guter Dinge und bekam Unterstützung in Form einer Maßnahme, bei der es darum geht, in den Beruf zu gelangen.

Meine negativen Glaubenssätze sind aber anscheinend noch immer zu stark. Das war schon die zweite Maßnahme gewesen, habe auch Reha und Klinikaufenthalt hinter mir. Aber durch die Beschäftigung mit Abraham und dem Positiven war die Hoffnung da, dass es jetzt klappt. Die Rückschläge und am Ende der Maßnahme wieder quasi da zu stehen, wo ich schon so lange bin, machen es mir gerade schwer, die kleinen Erfolge wahrzunehmen, die es sicherlich auch gab.

Ich mache erneut eine Psychotherapie und bin so dankbar und froh darüber, dass es mittlerweile Therapieformen gibt, die mit den Lehren von Abraham im Gleichklang sind! :gvibes:
Ich bin dabei zu üben, die "negativen" Gefühle anzunehmen. Ich wollte schon die ganze Zeit das mit dem "Go General" hinbekommen. Ich habe mir diverse Videos von Abraham zu meinen Themen angeschaut, mich dann aber gewundert, wie ich das hinbekommen soll, wenn da generell noch so ein Widerstand bei Positivem auftaucht.
Das GdA hat einen Weg gefunden, mir nun eine Version von "Go General" zukommen zu lassen, mit der ich spürbare Erfolge erziele. Ich fange an, meine Ängste anzuschauen, statt davor wegzulaufen und mache mir bewusst, dass sie nur Ausdruck von Kontrast sind. Ich fange an, Dinge zu tun, die ich mich vorher nicht getraut hatte und stolz auf mich zu sein.

Auch die Angst vor Menschen schaue ich an und frage mich, was ich stattdessen will. Manchmal spüre ich dann für die Menschen einfach nur Liebe, kann innerlich liebevoll über ihre grimmigen Gesichter lachen oder entdecke, wie hilfsbereit und wundervoll sie sind.

Und ein weiterer großer Erfolg für mich ist, dass ich mir beibringe, wieder Spaß am Kreativen zu haben. Das ist einer meiner großen Wünsche, meine Ideen kreativ umsetzen zu können. Sobald ich dabei mehr Stabilität und Leichtigkeit habe, würde ich gerne versuchen, ob ich das auch beruflich machen kann.

Jetzt sitzt mir aber erst einmal das Arbeitsamt wieder im Nacken. Ich bin zur Zeit krank geschrieben, weil ich mich überfordert fühle, Bewerbungen rauszuhauen. Wenn ich mich bewerbe, dann möchte ich das auch mit dem Wunsch tun, in Arbeit zu kommen. Ich weiß nur nicht, was das für eine Arbeit sein könnte. Und die mich weder über- noch unterfordert. Ich habe versucht mir vorzustellen, wie sich so ein Beruf anfühlen würde, in dem ich mich wohlfühle - habe mich in dieser Vorstellung mit meinen Kollegen, mit der Arbeit glücklich gefühlt. Ich hoffe immer noch darauf, dass ich dahingehend mehr Klarheit bekomme und sich etwas ergibt.
Ansonsten spiele ich auch mit der Vorstellung von finanziellem Reichtum herum, wie befreiend und schön es wäre. :mrgreen: (im ellenlangen Reichtum-Thread will ich definitv noch weiterlesen...)

Die Ärzte raten mir, dass ich es nochmal mit Medikamenten versuchen soll, die die Angst dämpfen sollen. Darüber habe ich hier auch einen hilfreichen Thread gefunden. Bei diesen Medikamenten glaube ich leider zu sehr an die Nebenwirkungen und nicht an hilfreiche Wirkungen, was bei meinem ersten Versuch dann natürlich genau so eingetreten ist. Wobei da auch das Wissen mitschwingt, dass ich mich "nur" mit meinem IB in Einklang zu bringen brauche und dann doch alles gut wird. Nur ist diese Starrköpfigkeit nicht immer hilfreich, vor allem, wenn es darum geht, sich dann doch mal von anderen helfen zu lassen. Daher bin ich gerade sehr zwiegespalten.

Im Moment spüre ich also diesen Druck von außen. Habe Angst, dass ich dahingehend gezwungen, bzw. beeinflusst werde, mich für etwas zu entscheiden, das ich als negativ empfinde. Ich möchte doch eigentlich nur weiter üben, die Kontrolle über mein Leben zu übernehmen. Und meine bisherigen positiven Erfolge weiter ausbauen, anstatt mich kirre machen zu lassen.
- Als ich das hier alles jetzt geschrieben habe, ist mir wieder bewusst geworden, dass sich wirklich was in meinem Leben bewegt. :-) -

Mein Halt sind gerade diverse Termine bei sozialen Organisationen, um meine Möglichkeiten auszuloten. Ich weiß, dass mein Fall recht speziell ist (aber auch dass ich nicht die einzige bin und in manchen Dingen schon viel weitergekommen bin.). Und die Devise lautet, anzunehmen was ist und jetzt erstmal wieder auf Positiveres konzentrieren. Dann erst können die Lösungen kommen.

Für jeden Gedanken, Tipp und wo ich evtl. an meiner Denkweise was verbessern kann oder welche Threads noch empfehlenswert sind (die ich jetzt in meiner Überwätligung übersehen habe... :oops: ) , bin ich dankbar.

Vielen Dank fürs Lesen meines langen Textes. :-)
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Re: große Angst vor Menschen und Arbeit - wie komme ich weiter?

Beitragvon labelle » 24. Apr 2015, 12:34

Hallo liebe Dunkelelfe,

erst einmal finde ich es toll, wie Du Dich mit Deinen Ängsten auseinandersetzt............
Super :stimmt:
Ich hatte so etwas ähnliches, und jeder findet ja so seinen Weg aus solchen Dingen herauszukommen,
und auch gute Therapeuten zu finden, zu wissen woher dieses kommt.

Ich kann Dir als weiteren Tipp mitgeben, es gibt eine wunderbare Achtsamkeits- Meditations - CD von dr. Hölzel,
die bewirkt dass das Gehirn, was durch so soziale Phobien einfach sehr
gestresst ist, es " entstresst" .........
Ich gebe einfach mal die Info weiter, die ich brauchte um überhaupt mit der Meditation zu beginnen.
Es heisst, dass der Präfrontale Cortex , in dem die Konzentrationsfähigkeit sitzt und Bewusstsein, und
noch ein paar andere Sachen, das der dicker wird, und die Amygdala , wo die Ängste sitzen
beruhigter wird.
Vielleicht fühlst Du Dich ja auch dadurch angesprochen, ich wurde dadurch ruhiger und mutiger .......

Das ist ein Puzzlestück von vielen anderen Dingen, die man noch machen kann.

Okay viel Glück weiterhin, Du schaffst das ganz bestimmt..............

Liebe Grüße
labelle
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Re: große Angst vor Menschen und Arbeit - wie komme ich weiter?

Beitragvon shaoli » 24. Apr 2015, 13:58

Hallo liebe Dunkelelfe ,



nimm es mir nicht übel , aber ich finde , es ist das verkehrteste ,
bedrohlich wirkende Situationen zu meiden . Da ich mittags immer
ein wenig in Eile bin , schreibe ich nur schnell meine Erfahrungen auf .

Ich hatte immer mal wieder mit Angst - und Panikattacken zu tun und hätte die
Wohnung , in ganz schlimmen Phasen mein Bett , am liebsten gar nicht mehr
verlassen . Aber das ging nicht , insbesondere nach der Trennung von meinem
Mann gab es keine Möglichkeit , mich mal kurz auszuklinken . Ich mußte den Alltag
abwickeln , die Kinder fahren , einkaufen und habe mich während dieser Zeit
selbstständig gemacht . Auf Behördenfluren , im Auto , im Supermarkt , dem
Elternsprechtag ... überall habe ich mit Herzrasen , Schweißausbrüchen , der
Angst , mir in die Hose zu machen und/oder tot oder wenigstens ohnmächtig
umzukippen , gekämpft .
Manchmal habe ich nur Erleichterung in dem Gedanken gefunden ,
mein Leben jederzeit beenden zu können .

Aber es ist nie etwas passiert . Es ist anderen Menschen nicht einmal aufgefallen ,
dass ich Todesangst hatte . Mit jeder Situation , die ich ausgehalten habe , habe
ich mich ein klein wenig mehr davon überzeugt , dass auch das nächste Mal nichts
passieren wird . Ich hatte lediglich völlig die Kontrolle über mein Denken , meine
Gefühle und meinen Körper verloren . Das ist unangenehm , aber nicht bedrohlich .

Ich habe mich an einen Heilpraktiker gewandt und eine Konstitutionstherapie gemacht -
und selbst vor der Einnahme der Globulis und Bachblüten hatte ich Angst . Nach einem
Vierteljahr war der Spuk vorbei , dieses Mal endgültig , obwohl ich gar nicht so unbedingt
daran geglaubt habe , insbesondere nicht an Bachblüten-Therapie .
Vor einiger Zeit habe ich bei Kryon gelesen , dass Homöopathie die Körperintelligenz
" antickt " . So in etwa stelle ich mir das seit damals vor :gvibes: .

Mit der Angst ist es wie mit allem anderen auch - man hat sie selber erschaffen und muß
nicht einmal wissen wie oder warum , um sie wieder abzuschaffen .

Du hast schon einiges erreicht . Ich greife jetzt mal das Beispiel mit den Bewerbungen
auf - du fühlst dich überfordert , das ist unangenehm , aber es wird dir nichts schlimmes
passieren , wenn du dich überwindest und eine Bewerbung schreibst und/oder abgibst .
Abraham sagen zwar , erst die Ausrichtung , dann alles andere , aber um Heilung
zu spüren , brauchen wir manchmal eben etwas auf der körperlichen oder verstandesmäßigen
Ebene , wovon wir glauben können , dass es hilft .

Lieben Gruß
shaoli
Wo der Gedanke ist, da ist der Denkende.
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Re: große Angst vor Menschen und Arbeit - wie komme ich weiter?

Beitragvon Dunkelelfe » 24. Apr 2015, 15:06

Danke, labelle, für den Tipp. :-) Hört sich nach einer guten Ergänzung zu meiner "normalen" Abraham-Meditation an.

@shaoli
- Deine Signatur ist einfach klasse! :mrgreen: -

Einerseits ja, Vermeiden bringt definitiv nichts, weshalb ich das mittlerweile übe, meine Gefühle und Gedanken direkt anzuschauen.
Und ja, Überwinden ist anstrengend und es kann nichts wirklich Schlimmes passieren. Wenn ich wüsste, auf was ich mich überhaupt bewerben will, dann weiß, dass ich außer Haus Möglichkeiten habe, mich an einen PC zu setzen. Dort ist die Chance wegzurennen wesentlich geringer, als zu Hause. Und ab und an habe ich es auch mal geschafft, zu Hause Bewerbungen zu verschicken. :gvibes:

Mein Problem mit dem Überwinden und Kämpfen ist, dass ich das lange Zeit genau so gemacht habe. Aber ich konnte die positiven Erfolge nicht annehmen. Habe nur das Negative gesehen und gefühlt. Dadurch wurde alles immer schlimmer und letztendlich meine Gesundheit in Mitleidenschaft gezogen. Diese Erfahrung ist wohl mit ein Grund, warum ich mir einen leichteren und behutsameren Weg wünsche. - So wie ich gerade lerne, mit mir selbst sanfter und liebevoller umzugehen. - Und die Erfolge wahrnehmen, annehmen und mich darüber freuen ist natürlich nun auch ein Punkt auf meiner Wunschliste.

Ich mache mich zumindest mit dem Gedanken vertraut, egal für was für eine Art Beruf oder Weg ich mich entscheide, es immer darum gehen wird, mit dem Kontrast umzugehen und das Beste daraus zu machen. ;-)

Ah, dass die Bachblüten und die Homöopathie bei dir trotzdem gewirkt haben, klingt interssant. Das was Kryon gesagt hat, muss ich gleich mal nachschauen. Vielleicht mindert das meinen Widerstand etwas, den ich bei diesen Hilfsmitteln generell verspüre. Das wäre auf jeden Fall schonmal viel angenehmer, als die Chemiekeule. :stimmt:

Dankeschön. Jetzt bin ich wieder ein bisschen schlauer. :-)
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Re: große Angst vor Menschen und Arbeit - wie komme ich weiter?

Beitragvon Maike » 24. Apr 2015, 15:34

Hallo Dunkelelfe,

ich kann dir nur laienhaft erklären, was mir meine Hypnotherapeutin erklärt hat. Ängste haben eine Funktion, aus Sicht der Psyche und des Unbewussten eine positive. Sie schützen dich vor etwas, beispielsweise vor Erfolg. Das hört sich zunächst überraschend an, denn unser Verstand würde nie glauben, dass wir uns selber vor positiven Dingen schützen, aber in unserem Unbewussten sind die Dinge oftmals anders verwoben.
Das mit dem Erfolg ist ein Beispiel und nichts, was auf dich zutreffen muss.

Aus meiner Warte kann ich dich gerade nur den Tipp geben, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Mich hatten Prüfungsängste im Griff und für mich war es eine gute Wahl, Autosystemhypnose bzw. selbst organisierte Hypnose zu machen. So bekam ich wieder soweit Boden unter den Füßen, dass ich wieder mehr im Alleingang mit Abraham weitermachen kann.

Vielleicht wäre das auch was für dich. Informationen dazu gibt es im Netz viele und je nach Wohngebiet auch viele Therapeuten.

Lieben Gruß
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Re: große Angst vor Menschen und Arbeit - wie komme ich weiter?

Beitragvon Dunkelelfe » 27. Apr 2015, 11:11

Dankeschön, Maike! :gvibes:

Mit der Erklärung kann ich absolut etwas anfangen. In meiner Psychotherapie geht es momentan auch darum, mit der Angst in Kontakt zu treten, sie so zu sehen, wie sie ist. Auch als Schutzfunktionion, wie du es beschrieben hast. Dank Abraham sehe ich sie zudem als Hinweis auf Kontrast - da sind nur Gedanken, die nicht mit denen meines IB übereinstimmen. Zumindest übe ich, sie so zu sehen.

Diese Autosystemhypnose/selbst organisierte Hypnose kannte ich in der Form noch nicht. Das klingt auf jeden Fall sehr hilfreich.


Was mir jetzt noch dank dieses Threads und euren Antworten aufgefallen ist, ist, dass ich schon diverse Therapien und Methoden ausprobiert habe. Aber erst seitdem ich mir nach Abraham meinen Wunsch genauer definiert habe - z.B. was für eine Art Psychotherapeut ich mir wünsche und dass die Therapie für mich hilfreich sein soll - bin ich zu einer Therapie gekommen, die sich nun "richtig" anfühlt. Das sollte ich wohl mal weiter so machen und ein bisschen mehr daran glauben, dass mir sehr gut zu helfen ist.

Eure Vorschläge und Erfahrungsberichte geben mir wieder Hoffnung und machen mir Mut. :danke:
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Re: große Angst vor Menschen und Arbeit - wie komme ich weiter?

Beitragvon Maike » 27. Apr 2015, 13:42

Hallo Dunkelelfe,

ja, ist es nichts daran bei, sich Hilfe von außen zu holen, vorausgesetzt wir bringen uns zuvor in alignment damit. Das heißt nichts anderes, als sich klar darüber zu werden, was ich mit dieser Hilfe erreichen möchte, ob ich der Überzeugung bin, etwas oder mich selbst zu reparieren zu müssen oder lieber doch in die Richtung gehe, dass ich Widerstand abbauen und mehr Wohlgefühl haben will.
Für jede Stufe der EGS gibt die passende Möglichkeit, nach oben zu krabbeln. Ich finde es enorm wichtig, mich immer wieder auszurichten und innezuhalten, um mir klar zu werden, was ich mit diesem Instrumentarium erreichen will.
Manchmal sind Dinge überholt und anderes passt dann besser.

An der Autosystemhypnose gefällt mir besonders, dass der Klient als vollständiges Wesen begriffen wird, das alle Potenziale und alles Wissen bereits in sich trägt.

Es ist aber auch nur eine Möglichkeit von unzähligen anderen. :gvibes:

Lieben Gruß
Maike
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Re: große Angst vor Menschen und Arbeit - wie komme ich weiter?

Beitragvon Dunkelelfe » 29. Apr 2015, 18:28

Hallo Maike,

genau das ist mir jetzt wieder passiert. Der Glaube daran, dass ich von außen kompetente Unterstützung bekomme, ist anscheinend noch mit viel Zweifel versehen. Aber immerhin merke ich trotzdem eine gewisse Besserung. Ich behaupte mal, dass ich doch schon offener geworden bin. Für die ganzen Tipps hier bin ich auch total dankbar und werde ihnen weiter nachgehen. :gvibes:

Dass ich mich "nur" wohlfühlen brauche, dafür brauche ich anscheinend noch etwas Überredungskunst oder mehr Erfolge dahingehend, damit mir das in den Kopf geht. :hä:

Ich habe ein Video von Abraham auf Youtube gefunden ( Abraham Hicks: Self-Awakening-From Ecstasy to panic attacks Workshop ), wodurch ich einen gewaltigen Aha-Moment hatte und nun begreife, was es mit diesen ständigen Angstattacken wirklich auf sich hat. Dass sie Hinweise darauf sind, dass die Kluft (Gap) zwischen meinen Wünschen und meiner schwingungsmäßigen Ausrichtung viel zu groß ist und erst einmal geschlossen werden will.

Für jede Stufe der EGS gibt die passende Möglichkeit, nach oben zu krabbeln. Ich finde es enorm wichtig, mich immer wieder auszurichten und innezuhalten, um mir klar zu werden, was ich mit diesem Instrumentarium erreichen will.

Oh ja, das Ausrichten übe ich, das finde ich auch am Wichtigsten. - Ich bin momentan über mich selbst erstaunt, wie lange ich dieses Sich-schlecht-fühlen gewohnt war und als normal angesehen hatte. Das ist kein Vergleich zu dem, was ich von meinem Inner Being her spüre.

Wie machst du dir klar, was du mit der EGS (oder anderen Techniken) erreichen willst?
Wenn ich mir sage, dass ich mich gut fühlen will und auf das innere "Warum?" dann antworte, dass dadurch die Kluft zu meinen Wünschen geschlossen wird oder ich dann mehr Kraft habe, leichter Lösungen finde oder Ähnliches denke, spüre ich da trotzdem noch einen Widerstand.
- Heute habe ich dagegen meinen Trotz genutzt, nachdem ich mich auf der EGS von ganz unten hochgearbeitet hatte und beschlossen habe, glücklich zu sein, weil ich das so jetzt will. Und zwischendurch habe ich wieder geschrieben (EGS), wenn Widerstand auftauchte und ihn etwas gelöst.

Das klingt richtig gut, mit der Autosystemhypnose. Auch was ich im Internet gelesen habe, gefällt mir sehr. :gvibes:
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Re: große Angst vor Menschen und Arbeit - wie komme ich weiter?

Beitragvon Maike » 2. Mai 2015, 13:17

Hallo Dunkelelfe,

Dunkelelfe hat geschrieben:Dass ich mich "nur" wohlfühlen brauche, dafür brauche ich anscheinend noch etwas Überredungskunst oder mehr Erfolge dahingehend, damit mir das in den Kopf geht.



Jeder versteht von der Abrahamlehre (oder auch allem anderen, das unsere Kognition und unsere Emotionen anspricht) so viel und in der Weise, wie es dem eigenen emotionalen Setpoint und den aktuellen Verständnismöglichkeiten entspricht. Insofern wäre Überredungskunst doch mit sehr viel Anstrengung und Widerstand auf beiden Seiten verbunden. Erfolge als Beweis dafür, dass dein Wohlgefühl das wichtigste ist, wäre, das Pferd von hinten aufzuzäumen. Mit der Absicht, dich wohlzufühlen, damit x oder y in Erfüllung gehen können, hast du dir selbst eine Stolperfalle gesetzt. Das Bestreben nach der Erfüllung deiner Wünsche hat im Großen und Ganzen nur ein Ziel, nämlich dass du dich besser, gut, glücklich, zufrieden fühlst. Dein Wohlbefinden sollte im Mittelpunkt stehen und dir so wichtig sein, dass alles andere unwichtig wird. Das ist auch das, was ich dank Abraham als Definition eines gesunden Selbstwertgefühls verstehe.
Abraham sprechen viel von Bedingungslosigkeit, feel good regardless of the conditions. In diesem WS post47879.html#p47879 ist das komprimiert erklärt.

Dunkelelfe hat geschrieben:Wie machst du dir klar, was du mit der EGS (oder anderen Techniken) erreichen willst?


Als ich eine Lösung für meine Prüfungsangst gesucht habe, habe ich mich darauf fokussiert, mich besser fühlen zu wollen und "Lösung" anvisiert. "Ich muss dringend was finden, das meine Ängste wegmacht", wäre eine völlig andere Schwingung und hätte mir vermutlich etwas serviert, was immer mehr Dinge zutage befördert hätte, die repariert werden müssen. :P
Es ist der kleine, feine Unterschied des Fokus. Das Wohlgefühl als Antrieb zu nehmen, und zwar ohne daran bestimmte Ergebnisse zu knüpfen, ist etwas anderes, als kaputte Dinge zu suchen.

Liebe Grüße
Maike
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Re: große Angst vor Menschen und Arbeit - wie komme ich weiter?

Beitragvon Dunkelelfe » 5. Mai 2015, 11:05

Insofern wäre Überredungskunst doch mit sehr viel Anstrengung und Widerstand auf beiden Seiten verbunden. Erfolge als Beweis dafür, dass dein Wohlgefühl das wichtigste ist, wäre, das Pferd von hinten aufzuzäumen. Mit der Absicht, dich wohlzufühlen, damit x oder y in Erfüllung gehen können, hast du dir selbst eine Stolperfalle gesetzt. Das Bestreben nach der Erfüllung deiner Wünsche hat im Großen und Ganzen nur ein Ziel, nämlich dass du dich besser, gut, glücklich, zufrieden fühlst. Dein Wohlbefinden sollte im Mittelpunkt stehen und dir so wichtig sein, dass alles andere unwichtig wird.


Das Wort "Überredungskunst" hat sich auch nicht gut angefühlt, als ich es geschrieben hatte. Mir fiel in dem Moment kein besseres ein. ;-)

Das mit der Absichtsfalle ist definitiv etwas, das ich jetzt genauer beobachten werde. Danke für die Erinnerung. :ros:

Ich habe mal etwas nachgespürt. Da ist ein Glaubenssatz, der behauptet, dass ich mich selbst belügen würde, wenn ich mich unabhängig von den äußeren Umständen (die ich als weniger angenehm werte) dazu entscheide, mich glücklich zu fühlen. Und dass ich gar nicht glücklich sein darf, weil sonst alles noch schrecklicher werden würde.

- Ich meine zu wissen, woher das kommt. Hatte mir lange Zeit bewusst angewöhnt, möglichst ernst und unnahbar zu sein, um mich selbst vor anderen Leuten zu schützen. Aber nun möchte ich das hinter mir lassen und mich für mein fröhliches und lebenslustiges Ich öffnen. -

Mit dem "Erfolg" meinte ich das so: Seitdem ich übe, mir meine Gefühle bewusst anzuschauen und nicht mehr zu werten, sehe ich auch, dass ich in niedriger Schwingung nicht in der Lage bin, Lösungen für mich zu finden und zuzulassen.
Stattdessen gelangen Lösungen zu mir, wenn ich in höherer Schwingung bin und ich finde die passenden Unterstützungen, die ich mir gewünscht hatte. Aber genau das musste ich erst einmal erfahren und muss mir das rückblickend bewusst machen, damit ich das auch annehme. Oder damit zumindest die Zweifel etwas an Stärke verlieren. Das sehe ich dann als Erfolg an, den ich mir bewusst mache. Und den kann ich nun anbringen, wenn der alte Glaubenssatz hochkommt und dadurch bessere Gedanken finden.

Bei Methode 11 im Buch "Wunscherfüllung" meine ich, es auch so verstanden zu haben. Wenn man beginnt zu definieren, was man will und dann erste kleine Erfolge damit hat, akzeptiert man auch eher, dass man die Kontrolle über sein Leben hat.

Als ich eine Lösung für meine Prüfungsangst gesucht habe, habe ich mich darauf fokussiert, mich besser fühlen zu wollen und "Lösung" anvisiert. "Ich muss dringend was finden, das meine Ängste wegmacht", wäre eine völlig andere Schwingung und hätte mir vermutlich etwas serviert, was immer mehr Dinge zutage befördert hätte, die repariert werden müssen. :P
Es ist der kleine, feine Unterschied des Fokus. Das Wohlgefühl als Antrieb zu nehmen, und zwar ohne daran bestimmte Ergebnisse zu knüpfen, ist etwas anderes, als kaputte Dinge zu suchen.

Dankeschön. Das Beispiel finde ich wunderbar anschaulich. :gvibes:
Der kleine feine Unterschied...das werde ich jetzt erst einmal sacken lassen und schauen, was passiert. :clown:
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Re: große Angst vor Menschen und Arbeit - wie komme ich weiter?

Beitragvon Maike » 5. Mai 2015, 20:27

Dunkelelfe hat geschrieben:Wenn man beginnt zu definieren, was man will und dann erste kleine Erfolge damit hat, akzeptiert man auch eher, dass man die Kontrolle über sein Leben hat.


Ja, das ist verständlich, dass das Vertrauen wächst, wenn die Wünsche langsam sichtbare Form annehmen. :gvibes: Es geht aber auch anders, indem man sich die Dinge vergegenwärtigt, die man aufgrund einer Schwingung auf den unteren Stufen der EGS angezogen hat. Das macht auch deutlich, dass man wirklich immer, ausnahmslos sein Leben selber erschafft. Erfolge sind folglich immer zu verzeichnen, wenn man unter Erfolg versteht, dass die Umstände den Schwingungszustand widerspiegeln. 8-)

Somit sind es weniger die Erfolge im Sinne von Wunscherfüllung, die wir suchen, um Vertrauen in unsere Schöpfermacht zu gewinnen. Die Crux liegt aus meiner Sicht eher darin, dass wir uns über die Jahre hinweg schnell daran gewöhnt haben, uns schlecht zu fühlen und es anfangs unvorstellbar ist, dass ein Normalzustand auch völlig anders aussehen kann als traurig, verzweifelt, ängstlich, wütend usw. Wir haben uns daran gewöhnt, dass normalerweise eher durchschnittliche bis schlechte Dinge passieren, und die guten Glückstreffer sind.
Wir haben durchgehend immer Erfolg. Ob nun unten auf der Skala oder oben. Ich habe mir mal den Spaß gemacht und die negativen Dinge, die mir in den letzten Jahren widerfahren sind mit den (damaligen) Überzeugungen abzugleichen. Passt wie die Faust aufs Auge. 8-) Die eigene emotionale und gedankliche Komfortzone zu verlassen, ist die eigentliche Herausforderung. Es uns gut gehen zu lassen, für sich zu beanspruchen, sich gut zu fühlen no matter what ist das Allerwichtigste.

Liebe Grüße
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Re: große Angst vor Menschen und Arbeit - wie komme ich weiter?

Beitragvon Dunkelelfe » 8. Mai 2015, 09:24

Bei mir kommt dann eher der Gedanke, dass ich ja nur erfolgreich wäre, Ungewünschtes anzuziehen. Und ich das mit dem Gewünschten nicht richtig hinbekomme. :102:
Ich finde die Geschichte von Esther so toll, wie sie ihr Leben anschaut und zu allem sagt: "Dich habe ich erschaffen und dich und dich." Egal, ob positiv oder negativ gewichtet. Da spüre ich richtig diese "Erfolgsschwingung".
Die Crux liegt aus meiner Sicht eher darin, dass wir uns über die Jahre hinweg schnell daran gewöhnt haben, uns schlecht zu fühlen und es anfangs unvorstellbar ist, dass ein Normalzustand auch völlig anders aussehen kann als traurig, verzweifelt, ängstlich, wütend usw. Wir haben uns daran gewöhnt, dass normalerweise eher durchschnittliche bis schlechte Dinge passieren, und die guten Glückstreffer sind.

Da triffst du den Nagel auf den Kopf. Hatte so eine Situation in einer Gruppe , in der ich mich sehr unwohl gefühlt habe und in der mir das richtig bewusst wurde, kurz nachdem die Situation vorbei war. Dass ich das doch gar nicht mehr will und eigentlich nicht normal ist, wo ich nun weiß, dass es auch anders geht - also dass ich mich besser fühlen kann und das "normaler" wäre. Also irgendwas bewegt sich da bei mir.
Und lieber hätte ich eine Gruppe, die sich der positiven Aspekte noch ein Stück weit bewusster ist.
- Gibt es so etwas eigentlich? So eine Art Übungsgruppe vor Ort für positives Denken und Fühlen, wäre toll. :gvibes: EDIT: Huch, was habe ich denn da geschrieben? Haha, geben tut es das bestimmt, wenn ich es will und anziehe. Hat ja auch geklappt, Leute in meinem Umfeld anzuziehen, die sich auch mit dem Gesetz der Anziehung beschäftigen. :mrgreen:
Die eigene emotionale und gedankliche Komfortzone zu verlassen, ist die eigentliche Herausforderung. Es uns gut gehen zu lassen, für sich zu beanspruchen, sich gut zu fühlen no matter what ist das Allerwichtigste.

Oh ja, definitiv.
Das ist wohl der Grund, warum ich gerade lieber hier sitze, als zum nächsten Arzt oder Lebensberater zu rennen. Auch wenn ich gerade nicht weiß, wo das Geld für meinen Lebensunterhalt herkommen soll und wie ich es schaffe, einen Job anzuziehen, in dem ich mich wohl fühle. Im Moment mag ich mich einfach nur besser fühlen. Und mich ein wenig an dem Gedanken erfreuen, dass es in der letzten Zeit auch ein paar schöne Erlebnisse zum Thema Job gab, die mir wohl nur sagen wollten, dass ich doch auf dem richtigen Weg bin. :gvibes:
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Re: große Angst vor Menschen und Arbeit - wie komme ich weiter?

Beitragvon Dunkelelfe » 12. Mai 2015, 11:27

:danke: Was der Austausch hier alles in mir ins Rollen gebracht hat. :loveshower:
Es tut sich gerade sooo viel.

Zum einen weiß ich jetzt, wo ich weiter ansetzen kann und konnte dadurch im Forum nach weiteren hilfreichen Themen schauen. :gvibes: Workshop 170 ist genau mein Thema: http://www.abrahamforum.org/post46491.html#p46491
Und schlägt den Bogen zu dem, auf was du, Maike, mich hingewiesen hast. Wirklich alles ist Erfolg! Durch den Workshop fühle ich das nun und werde mir dessen immer mehr bewusst. :lieb:

Ebenso das Sich-gut-fühlen. Ich komme wieder mehr in die Selbstbestimmung, indem ich mir das immer wieder bewusst mache, wie wichtig das ist. Und ich bekomme es bestätigt in Form von Erfolgen, die so gar nicht der negativen Realität entsprechen, die mir andere prophezeit hatten, hihi. :P

Ich habe nun ein paar Achtsamkeitsübungen bekommen, zu denen es auch kostenlose Audioanleitungen gibt.
Dabei war eine interessante Abbildung und ich hätte nicht gedacht, dass mir eine bildliche Darstellung so sehr weiterhilft. Das Innere Selbst (Inner Being) ist dabei in der Mitte, negative Gedanken und Ängste außen. Dazu noch der Satz von jemanden, dass die Angst nicht ICH bin. Da hat es bei mir Klick gemacht. Ich muss mich damit nicht mehr identifizieren. Und die Angst ist nur ein Hinweis des Inneren Selbst. Die Gedanken sind da außen. Ich kann mich einfach wieder auf mein Inneres konzentrieren, indem ich nun dieses Bild nutze. :gvibes:

In einem anderen Thread wurden die Meditations-CDs von Abraham erwähnt. Bei den Achtsamkeitsübungen habe ich einen intensiveren Bezug zum Gefühl und zum Inneren Selbst vermisst. Dank Youtube habe ich eine englische Abraham-Meditation ausprobiert und obwohl ich anfangs etwas Widerstand bemerkte, kamen mir dann am Ende die Tränen, als ob sich etwas gelöst hätte. :hregen:

An der Hypnosetherapie bin ich dran, wobei ich auch Coaching miteinbeziehe und ich habe bald meinen ersten Gesprächstermin. Auch habe ich jemanden gefunden, der mich zu meiner finanziellen Lage beraten kann.
Und mein Gefühl sagt mir, wenn ich so weitermache, dann ist der Einstieg in den Beruf gar nicht mehr so weit. Ich kann schon erste Bilder von mir vor meinem geistigen Auge dort sehen. Und ich bekomme Lust, mich mit Leuten zu treffen und mehr Leute in meiner Umgebung zu finden, die sich mit positiven Themen beschäftigen. :hug:
Das ist so toll, wie sich alles ineinanderfügt und ergänzt.

Das wolte ich euch gerne berichten. Ihr seid spitze! :stimmt:
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