Graf von Monte Christo

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Graf von Monte Christo

Beitragvon Daisy » 30. Mär 2010, 19:43

Eine Freundin sagte neulich zu mir:

Die beste Rache, die man an anderen nehmen kann, ist, ein großartiges Leben zu führen.

Das hat mich an den Grafen von Monte Christo erinnert, der ja nach seiner Flucht aus dem Gefängnis auch dafür gelebt hat, Rache an denen zu nehmen, die ihm das eingebrockt hatten, indem er ein pompöses Leben geführt hat.

Ich finde die Story interessant, da sie in meinen Augen einen Widerspruch darstellt - jemand, der Rache nimmt, tut das ja nicht aus Spaß, sondern aus Neid oder weil er verletzt wurde. Von daher hat er ja gar nichts von dem "großartigen Leben". Es ist nur Mittel zum Zweck, er genießt es ja nicht.

Und nun interessiert mich das Ganze auch aus Abraham'scher Sicht. Wie ist das: Kommt das so hin? Hat ER denn selbst was von seiner Rache, von dem tollen Leben, wenn er es doch nur tut, um im AUSSEN etwas zu erreichen?

Kann es sich wirklich gut anfühlen, oder manifestiert er sich mit dem Neid, der hinter der Rache steckt, nicht eher negative Sachen, wie z.B. Krebs, da er sich selbst die Anbindung abklemmt?

Kurz: Arbeitet die Rache-Nummer für ihn oder am Ende gegen ihn?

:nachdenk:
Daisy
 

Re: Graf von Monte Christo

Beitragvon LillyB » 30. Mär 2010, 20:15

Daisy hat geschrieben:Eine Freundin sagte neulich zu mir:

Die beste Rache, die man an anderen nehmen kann, ist, ein großartiges Leben zu führen.



Es gibt überhaupt nichts Besseres. Aus welchen Gründen auch immer :loveshower:

ALOHA
Lilly

In Abrahamish hat er natürlich diese Person(en) benutzt um richtig deftige Wunschrakten abzuschicken :bussi:
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Re: Graf von Monte Christo

Beitragvon Naike » 31. Mär 2010, 11:06

Wer sagt, dass er seine Rache nicht genossen hat? Könnte mir das schon vorstellen.
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Re: Graf von Monte Christo

Beitragvon Lemuria » 31. Mär 2010, 11:41

Der sog. Graf von Monte Christo hat ja nicht nur „Rache geübt“ durch ein luxuriösen Leben, sondern auch mittels dieser unfeinen Sachen. ;-)

http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Graf_von_Monte_Christo

Ich glaube nicht, dass Rache üben durch ein tolles Leben insgesamt möglich ist, nämlich weil ich dann ja mit meinem Focus mehr oder weniger fortgesetzt wäre bei „ich mache das, damit die anderen sich schlecht/er fühlen, ich kontrolliere mal regelmäßig, ob und ggf. wie schlecht es ihnen gerade geht“.

Vielmehr glaube ich, dass man vielleicht am Anfang nach einem Konflikt kurz die Idee haben kann, ich übe jetzt Rache durch ein tolles Leben führen, und dann wird es wirklich völlig egal, weil mein Fokus dann auf „ich führe / erfahre ein tolles Leben“ ist. Und damit bin ich dann gut beschäftigt. „Die Anderen“ oder „Rache“ ist dann völlig uninteressant.

Ich finde das Abraham-Zitat von gestern 30.03.2010 dazu sehr passend.

Und als Aufhänger, um zu beginnen ein tolles Leben zu führen, benötige ich noch nicht einmal Rache. Ich kann es einfach tun / sein / haben. Also kann ich und jede/r andere ebenso, so er/sie mag, jetzt sofort damit anfangen. :-)
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Re: Graf von Monte Christo

Beitragvon Daisy » 31. Mär 2010, 14:51

Naike hat geschrieben:Wer sagt, dass er seine Rache nicht genossen hat? Könnte mir das schon vorstellen.

Genau das is ja die Frage, und der Ausgangspunkt für meine Gedanken. Wenn man die Rache genießt, warum nich, aber wenn man das alles nur macht, um dem Außen zu schaden, dann tut man sich selbst ja sicher keinen Gefallen.
Aus Abe-Sicht ist Rache ja auch eher unten anne EGS, und sollte sicher auch kein Dauerzustand sein.
Ich kanns mir zumindest nicht vorstellen, darum haben mich mal andere Meinungen interessiert.

Hallo Naike übrigens :clown:
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Re: Graf von Monte Christo

Beitragvon LillyB » 31. Mär 2010, 15:17

Das Wort "Rache" beinhaltet (i.d.R.) ja das Gefühl "Zorn". Nun kann Zorn ja verschieden verwendet werden. Denn das LOA versteht ja rein Gefühlssprache. Was also hat der Graf von Monte Christo dabei gefühlt und ausgestrahlt. Das kommt als Resonanz zurück.

ABE sagen, dass der Konkurrenzgedanke (ich mache es besser z.B.) sehr gut für das Aussenden (Step 1) als Inspiration genutzt werden kann. Dagegen für das Empfangen, Erfüllung ist so ein Gefühl sehr hinderlich.

ALOHA
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Re: Graf von Monte Christo

Beitragvon Naike » 31. Mär 2010, 15:44

LillyB hat geschrieben:Was also hat der Graf von Monte Christo dabei gefühlt und ausgestrahlt. Das kommt als Resonanz zurück.

Jo, das meinte ich. Fragen wir mal Alexandre Dumas? ;)
Überlege gerade, ob ich jemanden kenne, der in der Realität so drauf war/ist, noch fällt mir aber keiner ein.
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Re: Graf von Monte Christo

Beitragvon LillyB » 31. Mär 2010, 17:37

Hallo Naike,

doch ich kenne solche Stories, nur nicht so ganz krass. Ein Ex von mir z.B. wurde in jüngeren Jahren mal von einer (sehr prominenten) Persönlichkeit vor versammelter Mannschaft total herunter gemacht. In dem Moment z.B. hat er sich versprochen, dass genau diese Person ihn irgendwann einmal sehr brauchen würde und sich bei ihm entschuldigt. Und nach ca. 2 Jahren ist eben das passiert. Nur war es keine Rache, doch eine enorme innere Kraft, Wut, Ansporn, die aus der scheinbaren Niederlage gezogen wurde.

Oder Michael Jackson z.B. - der Vater wurde in seinem Testament nicht bedacht. Er hat seinen eigenen Vater überrundet. Dahinter vermute ich eine ähnliche Power.

ALOHA
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Re: Graf von Monte Christo

Beitragvon lawofattraction » 1. Apr 2010, 08:23



Moin Ihr Lieben,

ich denke nicht, dass jemand Rache per se als "gutes" Gefühl empfindet. Rache ist ziemlich am unteren Ende der Emotional Guidance Scale und jemand, der Rache empfindet, ist definitiv von seinem Inner Being getrennt. Er kann sich also garnicht wirklich wohl fühlen. Ein grossartiges Leben als Rache an anderen richtet den Fokus auf die anderen, da bleibt wohl kaum Raum, dass Leben selbst zu geniessen; es hat schliesslich einen anderen Zweck. Würde man die Aufmerksamkeit auf das Innen und die Freude am grossartigen Leben richten, verpasst man die Genugtuung an der Rache, die ja das Ziel dieser Übung ist. Wie man es dreht oder wendet, es bleibt unbefriedigend. Und natürlich zieht diese Energie wieder auch das Gleiche an.

Aber - wenn jemand aus den Gefühlen Hass/Zorn oder Unwürdigkeit oder Ohnmacht oder Hoffnungslosigkeit kommt, dann ist Rache für ihn ein "besseres" Gefühl, schafft Erleichterung und bereitet den Weg für die auf der Skala "höheren" Emotionen wie Wut und Schuldzuweisung vor. Die stehen auf der EGS über der Rache, sind also eine gefühlsmässige Verbesserung. Insofern kann das Ausleben der Rache statt sie zu unterdrücken durchaus ein Sprungbrett sein, um eine Angelegenheit zu bereinigen. Wenn nicht darin stecken geblieben wird.

Lieben Gruss
Loa



*Resistance means feeling Singular instead of Plural* Abraham


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Re: Graf von Monte Christo

Beitragvon Daisy » 1. Apr 2010, 10:33

Genau so war auch mein Empfinden, du hast es nur wieder viel besser ausgedrückt, Loa. Gut erklärt, danke.

LG
Daisy
 


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