Generalisierung / Grid / Gedankenkarussel

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Generalisierung / Grid / Gedankenkarussel

Beitragvon Gaviota » 13. Jul 2013, 08:57

Hallo Zusammen

Ich habe eine Verständnisfrage zu oben erwähnten Begriffen. Ich habe in den Beitragen und Workshops viel über die Generalisierung gelesen und bin auf folgenden Beitrag von Loa gestossen:

Diese Generalisierungen sind nichts, was Du ad hoc in einer Stress-Situation suchst und findest. Daher schrieb ich doch und habe es schon des öfteren erklärt: Die negative Situation hat so viel Momentum, hat so viel Schwung, dass Du das erst einmal abebben lassen musst - aussitzen. Direkt aus der Situation heraus ist kein "Reparieren" möglich.

Aus einer akuten Situation heraus hilft Dir nur abwarten - so wie Abraham sagen, wenn jemand mitten im Sprung feststellt, dass sich sein Fallschirm nicht öffnet "keine Sorge, es ist bald vorbei". Es hat gar keinen Sinn, aus der akuten Situation heraus anzufangen zu reparieren. Daher die Grid-Vorbereitung.

In einer ruhigen Stunde fängst Du an, Deinen positiven Grid zu bereiten. Überlegst, wie Du Dich fühlen willst, wenn das nächste Mal x passiert. Und je nach Gefühlsreaktion testest Du, wie weit Du allgemein bleiben musst und wie weit Du auch bereits Details einschliessen kann, ohne dass es Dich wieder aus der Bahn wirft.

Der Grid ist Dein Auffangnetz, nämlich dann, wenn er bereits das enthält, was Du gerne fühlen möchtest, wenn es wieder zu x kommen könnte. Ist er firm installiert, entschärft sich die Situation sofort. Dann stellt er den positiven Anziehungspunkt dar für das, was das LoA Dir bringt. Ist er wobbelig, bringt er Dir das Gegenteil - er ist immer der Anziehungspunkt, in das das LoA das Entsprechende einfüllt.



Das hat bei mir nun wieder die Frage aufgeworfen ob ich die Generalisierung falsch anwende? Nehmen wir ein Beispiel:
Eine Freundin schreibt mir wie schön sie es hat mir ihrem Freund, wie glücklich sie ist, dass sie sich andauernd mit Freunden trifft, immer unterwegs ist und es toll hat.
Das erzeugt in mir ein negatives Gefühl von Neid, das ich aus folgenden Gründen nicht haben möchte: 1. Ich möchte dieses Gefühl nicht weil es mir damit nicht gut geht, 2. Ich möchte mich für meine Freundin freuen weil ich es ihr gönne und 3. Halte ich mich mit diesem Gefühl (Neid) von meinen Wünschen ab.
Nun habe ich versucht in so einer Situation allgemein zu werden und einfach mal zu sagen "Ich bin neidisch". Danach kamen die anderen sich besser anfühlenden Gedanken automatisch. Das heisst, die Situation war für den Moment gebannt. ABER sie tritt jeden Tag wieder von neuem auf, was mich auch skeptisch macht ob ich das richtig mache so mit der Generalisierung.
Ausserdem schrieb Loa, dass man Generalisierungen in Stress-Situationen nicht anwenden sollte. Heisst das in dem Fall, dass ich dieses Gefühl aussitzen sollte und später dann (am Mittag oder auf der Heimfahrt im Zug) mich auf das Gefühl konzentriere, das ich haben möchte? In diesem Fall also Freude für meine Freundin? Oder Vorfreude auf meine nächste Beziehung?
Wenn ich aber in einer solchen Situation wo ich dieses Gefühl empfinde nichts tue, entwickelt sich bei mir ein Gedankenkarussel, das mich runterzieht: Wieso sind alle glücklich nur ich nicht, ich werde als alte Jungfrau sterben, mich will keiner, ich habe keine Freunde, niemand interessiert sich für mich etc. (ist jetzt alles etwas übertrieben aber so ähnlich würde das ablaufen). Danach fühle ich mich so mies, dass es umso schwieriger wird wieder sich gut zu fühlen. Müsste man also beim Aufkommen des Gefühls nicht gleich die Notbremse ziehen?

Was ich auf jeden Fall schon schätze und als Fortschritt sehe ist, dass ich meine Gefühle wahrnehme. Merke wenn ein solches negatives Gedankenkarussel beginnt und es stoppen kann. Nur bin ich jetzt verunsichert ob das im Sinne der Abraham-Lehren richtig ist, es zu stoppen?

Vielen Dank jetzt schon für eure Antworten!
Liebe Grüsse
Gaviota
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Re: Generalisierung / Grid / Gedankenkarussel

Beitragvon ZaWo » 13. Jul 2013, 10:45

Hallo Gaviota,

ich finde schon, dass du das richtig machst. Ich kenne das gut, da ich auch meine Neidecken habe. Und ich glaube auch, dass nach dem generellen Eingeständnis, dass man sich neidisch fühlt, irgendwann ein weiterer Schritt ansteht.

Heisst das in dem Fall, dass ich dieses Gefühl aussitzen sollte und später dann (am Mittag oder auf der Heimfahrt im Zug) mich auf das Gefühl konzentriere, das ich haben möchte? In diesem Fall also Freude für meine Freundin? Oder Vorfreude auf meine nächste Beziehung?


Ich glaube nicht, dass mit der von dir zitierten Passage (widerwilliges) Aussitzen gemeint ist, sondern eher akzeptieren und geschehen lassen. "Shit happens und geht vorbei" :lol:, was ja im Grunde ebenfalls schon eine Generalisierung ist.

Ich finde auch, dass dein Vorhaben, sich für deine Freundin freuen zu können und ähnliches von Neid zu weit weg ist. Zumindest ich kann das nicht und es erscheint mir aus der jetzigen Warte heraus auch zu gutmenschig. Ich will mich erst mal für mich freuen können. Die anderen haben dann noch Zeit bis nachher. :P Wenn ich bezüglich einer Sache auf der Mangelseite bin und die Erfüllung (bei einer Freundin oder wo auch immer) begutachte, dann fühlt sich das systembedingt schlecht an. Das ist der neutrale Piepton, dass ich noch auf der Mangelseite bin. Das hat mit Freundin und sonstwas gar nichts zu tun, sondern ausschließlich mit meiner Position auf der Mangelseite.

Also kann ich mir auch gleich eingestehen, dass ich das Betrachtete auch will - eine Art Wunschindikator. Ich gucke mir was an: Pieep Neid sticht. Aha, das wünsche ich mir also auch. Wenns schon sonst nichts bringt, dann doch wenigstes Klarheit über meine genauen Wünsche. 8-)

"Ich will das auch.", funktioniert bei mir gerade ganz gut und fühlt sich gut an. Vielleicht ist das auch für dich der nächste Schritt?

Was ich auf jeden Fall schon schätze und als Fortschritt sehe ist, dass ich meine Gefühle wahrnehme. Merke wenn ein solches negatives Gedankenkarussel beginnt und es stoppen kann. Nur bin ich jetzt verunsichert ob das im Sinne der Abraham-Lehren richtig ist, es zu stoppen?


Ja, es ist richtig es zu stoppen, wobei ich mit dem Wort "stoppen" schwer tue. Beruhigen gefällt mir da besser. Abe sagen immer, dass wir frühest möglich neue Gedanken wählen sollten, denn tun wir das nicht, ist das Momentum nicht mehr zu stoppen, da es rasante Fahrt aufgenommen hat und genau da sehe ich auch Loa's Post. Wenn mal eine gewisse Portion Momentum da ist, dann ist es unstoppbar und wir sollen uns deshalb nicht extragrämen, sondern es abebben lassen. Ich empfinde das als ein bisschen Gelassenheit dem Spiel gegenüber.

Mal meine Gedanken dazu. Mich würde auch interessieren, was andere für Erfahrungen haben und was Loa dazu meint.

Liebe Grüße
ZaWo
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Re: Generalisierung / Grid / Gedankenkarussel

Beitragvon ZaWo » 13. Jul 2013, 10:59

Ach und noch Gaviota:
Kannst du bitte einen Link reingeben, aus welchen Thread du Loa zitiert hast. ich kann es nicht finden und der Zusammenhang würde mich da auch interessieren. :lieb:
ZaWo
 

Re: Generalisierung / Grid / Gedankenkarussel

Beitragvon Gaviota » 14. Jul 2013, 01:26

Liebe ZaWo

Ich weiss nicht ob ich das richtig gemacht habe mit dem Link: post43264.html?hilit=generalisierung#p43264
Falls es nicht funktioniert: der Beitrag hiess "Inspiriertes Handeln im Alltag". Den habe ich gefunden als ich im Suchfeld "Generalisierung" eingegeben habe.

Das stimmt auf jeden Fall, dass Mitfreuen mit der Freundin zu weit von Neid entfernt ist. Ich merke auch, dass ich den Momenten des Neid fühlens gar nicht dahin kommen kann mich mit meiner Freundin zu freuen. Aber es ist so quasi mein "End"ziel. Mein Ziel ist auch, dass ich einfach so glücklich sein kann mit dem Jetzt und zufrieden bin mit dem was ich habe. Dann kann ich mich nämlich auch mit meinen Freundinnen mitfreuen. Mir ist schon sehr viel gelungen, aber ich bin noch nicht da. Eben, da kommen zu viele solche Situationen, die mich wieder zurückfallen lassen. Nicht grad auf 0 aber immer noch zu weit zurück.

Das ging mir auch schon durch den Kopf, das mit dem "Das will ich auch". Und tatsächlich fühlt sich das besser an, als der Neid :-). Weil ich dann eher das Gefühl habe, dass ich mich konzentriere auf das was ich will :-)

Wie ist es denn eigentlich, wenn man rundum sieht was man auch möchte? Was sagen Abraham dazu? Ist das ein Zeichen, dass man auf dem richtigen Weg ist? Weil irgendwo habe ich auch schon mal gelesen, dass man in solchen Fällen falsch fokussiert hätte und sich selber nicht miteingebracht habe. Deshalb erfülle sich der eigene Wunsch bei allen anderen nur bei sich selber nicht.
Jedoch habe ich irgendwo hier drin auch mal ein Beispiel gelesen von einem Mann, der ein bestimmtes Auto wollte und dann einen Nachbarn sah mit dem Auto. Und weil er in dieser Situation Neid empfunden habe, sei die Manifestation wieder in die Ferne gerückt. Stattdessen hätte er sich mitfreuen sollen, weil das ein Zeichen war, dass die Manifestation kurz bevor stand. Oder hab ich das falsch verstanden / interpretiert?

Bin ebenfalls gespannt auf andere Meinungen und Antworten.
Aber danke ZaWo, dann weiss ich nun schon mal dass ich schon auf dem richtigen Weg bin. Und ihr habt ja oft geschrieben, dass es nur richtig sein kann, wenn es sich gut anfühlt. Ich glaube man macht sich manchmal einfach zu viele Gedanken ob man es auch wirklich richtig macht. Statt einfach darauf zu hören ob man sich gut fühlt... Gehört halt alles zum Lernprozess.


Liebe Grüsse
Gaviota
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Re: Generalisierung / Grid / Gedankenkarussel

Beitragvon lawofattraction » 14. Jul 2013, 09:09




Moin Ihr Lieben,

das ist schon richtig, liebe ZaWo, was Du vermutest - meine Aussage bezog sich auf Momentum, das nicht gestoppt werden kann, wenn es einmal zu viel Schwung hat. Von einem fahrenden Zug abzuspringen, wenn er gerade anfährt, ist wohl ohne Verletzung möglich, bei 250 Stundenkilometern aber nicht mehr zu empfehlen. :teuflischgut: Wobei mir gerade auffällt, dass die Flugzeug/Fallschirm Analogie insofern keinen Spielraum lässt, dass man auch in der Anfangsphase keine Möglichkeit für das Aufhalten des Momentums hat, es aber bei Bewusstmachen eines Anfangs des Momentums durchaus möglich ist.

Ich habe gerade eine Situation, die mir Momentum sowohl auf der konkreten Ebene als auch auf Ebene der Analogie immer wieder vor Augen führt. Bei warmem Wetter stehen bei uns die Türen zum Garten auf und die Hunde haben freien Eingang und Ausgang. Und da wir das Momentum nicht wahrgenommen und erkannt haben, haben die beiden sich angewöhnt, alles, was sich bewegt - sei es zu Fuss, per Auto, auf zwei oder erst recht auf vier Beinen, angebellt wird. Da wir etwas abgelegen wohnen, ist das zwar nicht häufig der Fall, wäre dann auch kaum zu ertragen, aber ein solches Benehmen ist unnötig und unangenehm. Beide hetzen dann am Zaun entlang und machen einen ziemlichen Spektakel.

Sie in ihrer Bewegung - Momentum - zu stoppen, ist bei grossen Hunden, und erst recht Windhunden, nicht zu empfehlen. :clown: Und das Momentum des Ärgernisses, so stellte ich eines Tages erschreckt fest, hatte so sehr zugenommen, dass mein Liebster und ich oft und ausgiebig darüber sprachen :rleye: , was wir tun könnten, um das wieder umzukehren und uns das Thema ziemlich im Griff hatte.

Also liessen wir erst mal die Erkenntnis sinken, dass wir mitten in der unangenehmen Situation sind und sie aus dem aktuellen Stand gar nicht stoppen können. Wir versuchten, auf ein Niveau zu kommen, das uns die Möglichkeit gibt, konstruktiv mit der Situation umzugehen und Lösungsansätze zu finden, die das Leben im Freien angenehm macht. Also, Grid etablieren, der uns emotional auf einer Ebene festigt, die uns co-operative Komponenten bescheren kann.

Inzwischen geht es schon besser, es ist fast so, als übertrage sich unsere Zuversicht einer Lösung als Ruhe auf die Tiere. Hinter ihnen her hetzen und zu versuchen, sie aufzuhalten, hat sie natürlich nur noch mehr angefeuert. Mehr Momentum. "Das war richtig Spass", haben sie sich sicher gedacht, jetzt machen die beiden auch noch mit bei dem Spiel. :kgrhl:

Gaviota hat geschrieben:Wie ist es denn eigentlich, wenn man rundum sieht was man auch möchte? Was sagen Abraham dazu? Ist das ein Zeichen, dass man auf dem richtigen Weg ist? Weil irgendwo habe ich auch schon mal gelesen, dass man in solchen Fällen falsch fokussiert hätte und sich selber nicht miteingebracht habe. Deshalb erfülle sich der eigene Wunsch bei allen anderen nur bei sich selber nicht.


Hallo Gaviota,

wenn Du Dinge siehst, die Du willst, bedeutet das, das sie Dich inspiriert haben, neue Wunschraketen abzuschiessen. Das geschieht ständig, selbst erfüllte Wünsche inspirieren uns zu immer weiteren Wünschen. You never get it done. "Falsch fokussieren" bedeutet, dass Du Dich auf das Gegenteil des Erwünschten konzentrierst und daher die Manifestation nicht zulässt. Der letzte Satz Deines Zitats erinnert mich übrigens an ein ehemaliges Forumsmitglied, die sehr kreativ war im Erklären, warum das LoA bei allen anderen funktionierte, bei ihr aber nicht und andere Menschen "ihre Wünsche lebten". Nicht alles für bare Münze nehmen, was Du hier liest. :mrgreen:

Gaviota hat geschrieben:Jedoch habe ich irgendwo hier drin auch mal ein Beispiel gelesen von einem Mann, der ein bestimmtes Auto wollte und dann einen Nachbarn sah mit dem Auto. Und weil er in dieser Situation Neid empfunden habe, sei die Manifestation wieder in die Ferne gerückt. Stattdessen hätte er sich mitfreuen sollen, weil das ein Zeichen war, dass die Manifestation kurz bevor stand. Oder hab ich das falsch verstanden / interpretiert?


Die Manifestation rückt in die Ferne, weil in dem Moment die Aufmerksamkeit auf das Nichtvorhandensein gerichtet war. Selbst wenn er keinen Neid empfunden hätte und gesagt hätte "oh, was für ein schönes Auto, will ich auch haben, aber leider kann ich mir das nicht leisten" hätte er trotzdem Widerstand dadurch aufgebaut. Mitfreude bedeutet, keinen Widerstand zu leisten und eigene Manifestation ermöglichen.

Ich würde, wie ZaWo das auch erklärt, diesem Neidfaktor keine grosse Bedeutung geben. Neid inspiriert uns genau so zu neuen Wunschraketen wie andere Dinge, die wir gerne haben möchten. Neid ist das Feststellen, dass andere etwas haben, was wir auch haben möchten - nicht mehr und nicht weniger. Er ist eine Emotion, die wir ob eines Mangels empfinden und die mit der anderen Person nichts zu tun hat.

Allerdings ist das Thema Neid auch angesiedelt in der Nähe eines Gutmensch-Denkens, das weder das Wollen und Besitzen in grossem Umfang noch das Haben-Wollen dessen, was jemand anders auch hat, gutheisst. Es lohnt sich immer, solche Glaubenssätze zu hinterfragen, bevor man sie als Richtschnur für die Angemessenheit der eigenen Wünsche erklärt.

Lieben Gruss
Loa



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Re: Generalisierung / Grid / Gedankenkarussel

Beitragvon Gaviota » 15. Jul 2013, 07:28

Liebe Loa

Vielen Dank für deine Antwort. Das Beispiel mit dem fahrenden Zug finde ich super. Auch fand ich dein Beispiel mit deinen Hunden hilfreich, da man so mal sieht wie es die anderen (resp. in diesem Fall du) handhaben in solchen Situation. Auch wenn man seinen eigenen Weg selber finden muss.

Die Schwierigkeit finde ich einfach noch das aussitzen, loslassen oder wie du es beschrieben hast die Erkenntnis sinken lassen respektive auf das Lösungsansatz-Niveau kommen. Aber ich denke nun, dass man da mit Generalisierungen schon sehr weit kommt, oder? In meinem Fall also, dass ich einfach sage „ich bin neidisch, ok, und ich lass das jetzt einfach mal so stehen“. Und später gehe ich dann in Ruhe den Gefühlen nach, die ich fühlen möchte.

Der Workshop, den du gestern online gestellt hast, ist da auch sehr hilfreich. Nur kann man natürlich nicht in jeder Situation ein Nickerchen machen :-). Im Büro geht das ja gar nicht. Aber jemand hat hier mal geschrieben, dass sie in solchen Momenten tief atmet und sich auf den Atem konzentriert. So kann der Zug abgebremst werden. Oder habe ich das falsch verstanden?

Betreffend dem eigenen Wunsch, der sich im Umfeld erfüllt: Dann ist das ja ein gutes Zeichen, wenn ich mir einen roten Ferrari wünsche und nur noch rote Ferraris auf der Strasse sehe resp. einer nach dem anderen meiner Freunde einen roten Ferrari kauft. Dann heisst das ich konzentriere mich auf meinen Wunsch und nicht auf den Mangel oder? Man müsste also nur noch das negative Gefühl rausnehmen, das aufkommt beim Beobachten der anderen, die den roten Ferrari bereits haben.

Wünsche allen einen guten Start in die neue Woche!
Liebe Grüsse
Gaviota
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Re: Generalisierung / Grid / Gedankenkarussel

Beitragvon lawofattraction » 16. Jul 2013, 08:20




Hallo Gaviota,

in einem anderen Post habe ich gerade diesen Satz geschrieben: Ich bin wo ich bin, und wo ich bin, ist richtig. Das ist etwas, nach dem wir viel mehr leben sollten. Wir sind unsere schärfsten Kritiker und fordern immer mehr und weiter und höher. Strafen uns, dass wir neidisch sind, dass wir etwas nicht beherrschen, dass wir Reaktionen haben und Emotionen in den unteren Bereichen. Könnten wir anders handeln, anders reagieren, so würden wir das auch tun.

Statt den augenblicklichen Standpunkt zu akzeptieren als eine vorübergehende Stufe, benehmen wir uns aber manchmal so, als wäre das ein unverrückbares Ergebnis. Dabei würden wir uns besser klar machen, dass es immer eine neue Runde geben wird, immer einen weiteren Versuch, immer ein neues Spiel. Abraham haben dazu eine kleine Analogie, dass wir auch nicht zu einem Kleinkind, das gerade das Laufen lernt, bei jedem Sturz sagen "steh auf, Du Dummkopf".

Das war jetzt übrigens eine Generalisation par excellence. 8-) Generalisierungen haben das Ziel, den Stachel aus etwas heraus zu nehmen, es auf eine Ebene zu heben, die die individuelle Situation aussen vor lässt und ein Thema aus einer neutraleren Position betrachtet.

Gaviota hat geschrieben:Der Workshop, den du gestern online gestellt hast, ist da auch sehr hilfreich. Nur kann man natürlich nicht in jeder Situation ein Nickerchen machen :-). Im Büro geht das ja gar nicht. Aber jemand hat hier mal geschrieben, dass sie in solchen Momenten tief atmet und sich auf den Atem konzentriert. So kann der Zug abgebremst werden. Oder habe ich das falsch verstanden?


Im Angesicht des Hurrikans, sprich vielleicht einer extrem unangenehmen Situation, ist das manchmal auch nicht möglich. Aber auch im Büro kann man sich auf das stille Örtchen verziehen, um sich zu sammeln. Das Nickerchen empfehlen Abraham als vollkommene Unterbrechung des Momentum, da wir im Schlaf oder der Meditation das Momentum unterbrechen und dann frisch wieder anfangen können. Da muss jeder ein wenig rumprobieren und es üben - die reine Theorie hilft da leider nicht weiter.

Zu Deinem Beispiel mit dem Ferrari: Wenn Du Dir dringend etwas wünschst und siehst einen nach dem anderen bereits im Besitz dieses Wunsches, so ist es logisch, dass man dem Mangel dauernd ins Gesicht starrt. Auch hier würde ich generalisieren. Es gibt genug Ferraris für alle, die einen besitzen wollen; das Universum kann jeden Wunsch erfüllen, der einmal geäussert wurde; es gibt keinen Mangel im Universum; ich hatte schon so viele Wünsche im Leben, die erfüllt wurden, obwohl ich meine Zweifel hatte; ich glaube daran, dass das LoA auch mir das Gewünschte bringen kann; etc. etc.

Soothe, wie ZaWo in ihrer Signatur stehen hat - beschwichtigen, besänftigen, mildern, beruhigen. Jedes Mittel und jeder Weg ist angebracht, damit der Schmerz oder das Unbehagen, dass etwas Erwünschtes noch nicht da ist, nachlässt. Und wenn das Neid ist oder mit dem Fuss aufstampfen oder weinen oder schreien, dann ist das auch in Ordnung. Es gibt keinen Weg, der für alle richtig ist.

Lieben Gruss
Loa



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