Gegenteilige Wirkung bei falscher Abraham Beschäftigung?

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Gegenteilige Wirkung bei falscher Abraham Beschäftigung?

Beitragvon Malea » 28. Dez 2013, 16:16

Hallo zusammen,

ich habe derzeit das Gefühl, mit meiner ganzen Abraham Beschäftigung der letzten Jahre das Gegenteil von dem erreicht zu haben, woran ich gearbeitet habe.
Es spitzte sich in der letzten Zeit schon so zu, dass ich mehrfach sehr enttäuscht wurde, wenn ich jemandem vertraut habe. Dinge, die ich so nie erwartet hätte. Zuletzt kam noch eine große Lbenslüge raus.

Wenn ich darüber nachdenke, was ich in den letzten Jahren getan habe, so fühlt es sich so an, als wäre es genau dann schlimm geworden, als ich mich bemüht habe, mich auf die positiven Eigenchaften von Menschen zu konzentrieren, blind vertraut habe.

Ich kann mir das gar nicht richtig erklären, also sicher mag es irgenwie mit sich selbst trauen zu tun haben, genau das sind jetzt meine ständigen Fragen, wie soll ich das noch können, andereseits war ich immer ein besonders ehrlicher Mensch zu anderen, ich meinte auch zu mir selbst, immer wieder war die erste Antwort, wenn mich jemand fragte, was mir im Lbeen wichtig ist, Ehrlichkeit.

Ich hab das gefühl, alles genau falsch gemacht zu haben. Zumindest ist es mir vor der Abraham Beschäftigung selten passiert, dass ich belogen wurde, evtl ist es mir auch nur nicht aufgefallen.

Wie soll ich jetzt mit mir umgehen?
Malea
 
Beiträge: 178
Registriert: 08.2010
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Gegenteilige Wirkung bei falscher Abraham Beschäftigung?

Beitragvon labelle » 28. Dez 2013, 16:57

Hallo liebe Malea,

Malea hat geschrieben,
Wenn ich darüber nachdenke, was ich in den letzten Jahren getan habe, so fühlt es sich so an, als wäre es genau dann schlimm geworden, als ich mich bemüht habe, mich auf die positiven Eigenchaften von Menschen zu konzentrieren, blind vertraut habe.

Ich finde, hier steht die Antwort schon geschrieben,
es kann ja nur etwas zum Vorschein kommen was schon immer in der gewesen ist.
Und wieder geht es dann um alte Muster.......
nichts anderes wurde Dir gespiegelt.
Du hast Dich bemüht Dich auf die positiven Eigenschaften konzentriert,
ich glaube, dass kann man noch so häufig tun, wenn aber eine alte Energie noch aktiv ist,
dann ist das konzentrieren auf das Positive eine gute Sache, aber in der war die Angst - anscheinend-
da werde ich dann wieder belogen, und irgendwann ist doch misstrauen angesagt, weil die Anderen mich belügen.

Ich finde es immer einfacher Dinge zu erkennen,
es präsentiert sich immer so wie Du in Dir oder es tief in Dir ist............

Alles ist richtig , auch wenn es sich furchtbar anfühlt.......
Du hast nichts falsch gemacht.......... :bussi:

fühl Dich umarmt :loveshower:
labelle
sich LEBENDIG fühlen- und sein- ist alles was zählt
Benutzeravatar
labelle
 
Beiträge: 232
Registriert: 10.2010
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Gegenteilige Wirkung bei falscher Abraham Beschäftigung?

Beitragvon Malea » 28. Dez 2013, 17:23

Na ja klar war ich nie ganz unbefangen, weiß zwar auch nicht genau, was da alles für alte Muster reinspielen, bzw. welche Erfahrungen, aber eigentlich kann ich behaupten, keine großen Erfahrungen von Unehrlichkeit gemacht zu haben, also nicht so krass, und nicht bewußt. Klar wurde ich mal schlecht behandelt oder hab mich fallen gelassen gefühlt, das habe ich jedoch nie mit bewußten Lügen verknüpft.

Wenn ich es im Nachhinein betrachte, war ich schon mal misstrauisch, wohl auch berechtigt, hab dann jedoch immer eher gedacht, du redest dir was ein,wenn du schon so heran gehst, ohne dass es eiune Begründung dafür gibt, im Grunde meiens Herzens habe ich schon vertraut, ich denke auf jeden Fall mehr vertraut, als dass ich mir anderes ausgemalt hätte, ansonsten wäre ich doch nicht so überrascht gewesen, sondern hätte gesagt, habe eh mit nichts anderem gerechnet.

Jedes Mal in den vergangenen Monaten, wenn mir das passiert ist, bin ich aus allen Wolken gefangen, weil ich den Menschen das nicht zugetraut hätte, sie anders eingeschätzt habe.

Nun denke ich natürlich, ich kann mir nicht mehr trauen, das ist das Allerschlimmste. Alles, woran ich geglaubt habe, Werte, Erfahrungen, Methoden, ist weg.
Malea
 
Beiträge: 178
Registriert: 08.2010
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Gegenteilige Wirkung bei falscher Abraham Beschäftigung?

Beitragvon Malea » 28. Dez 2013, 17:31

Genauso wie mit dem auf positive Eigenschaften konzentrieren, hätte ich von Natur aus imer nur das Gute in Menschen gesehen, hätte ich mir wahrscheinlich nie ein Abraham Buch gekauft oder neue Dinge ausprobiert, weil es mir ja chon von Natur aus zugeflogen wäre...
Malea
 
Beiträge: 178
Registriert: 08.2010
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Gegenteilige Wirkung bei falscher Abraham Beschäftigung?

Beitragvon ZaWo » 28. Dez 2013, 17:56

Hallo Malea,

mich würde interessieren, wie du dir das blinde Vertrauen verabreicht hast. Also, wie hast du dich zum blind vertrauen gebracht. Aus meiner Erfahrung ist das nämlich kein aktiver Prozess und bezüglich anderer eh Humbug, es überhaupt zu versuchen.

Abe sagen auch, dass wir andere nicht kontrollieren können, also andere im Grunde nicht "vertrauenswürdig" sind. Ich glaube auch, dass das einzige wahre Vertrauen in Wirklichkeit ein Selbstvertrauen ist - Vertrauen in die eigene Fähigkeit nach und nach die Dinge des Lebens auszubalancieren. Jeden Tag ein bisschen besser.

Wenn ich deinen Post so lese und davon ausgehe, dass dein Außen dein Innen spiegelt, dann sehe ich dich ziemlich weit unten in den Schuld- und Unfähigkeitsgefühlen. Da lag dann wohl auch deine Motivation, es mit blindwütigem Vertrauen zu versuchen. Vielleicht hast du aber eher deine wahren Gefühle ignoriert, runtergeschluckt, negiert? Und deinen Gefühlen zum Trotz das blindwütige Vertrauen (keine Empfehlung von Abraham) eingeschaltet. Gefühle soll man ja gerade nicht ignorieren.....

Liebe Grüße
ZaWo
ZaWo
 

Re: Gegenteilige Wirkung bei falscher Abraham Beschäftigung?

Beitragvon labelle » 28. Dez 2013, 18:01

Hallo Zawo,

Zawo hat geschrieben
es mit blindwütigem Vertrauen zu versuchen

das werde ich übernehmen..........
genial :bussi:
sich LEBENDIG fühlen- und sein- ist alles was zählt
Benutzeravatar
labelle
 
Beiträge: 232
Registriert: 10.2010
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Gegenteilige Wirkung bei falscher Abraham Beschäftigung?

Beitragvon Malea » 28. Dez 2013, 18:18

Hm, eigentlich bin ich ein Typ, der immer schon ziemlich sofort vertraut hat, sobald ich jemanden sympathisch finde. Auch ganz Fremden. So lange, bis ich nicht vom Gegenteil überzeugt werde.

Erinnere mich an ein Erlebnis von vor 5 Jahren, da erfuhr ich im Nachhinein zufällig, dass mich ein Mann einen Abend lang komplett in allem und seiner ganzen Lebensgeschichte angelogen hatte. Ich hatte ihn aber auch nur diesen einen Abend erlebt, er war nicht mein Typ Mann gewesen, doch ich wäre nicht im Traum auf Lügen gekommen, da er sich sogar schlechter dargestellt hatte, als er ist, und fand die Erfahrung ganz ganz schlimm.

Es hat mich dann trotzdem nicht davon abgehalten, weiter so vertrauenswürdig zu sein. Schließlich hatte mir dieser Mann nichts bedeutet, es war eine flüchtige Bekanntschaft.

Bei Leuten, die ich lange kenne, war es so, dass ich schon manchmal das Gefühl hate, mir wird nicht alls bzw. zu spät etwas erzählt. Auch das habe ich dann aber nicht als bewußte Lügen gesehen, sondern, da fällt es jemandem schwer, direkt immer offen zu sein, er hat aber guten Willen, weil es ja nicht ganz verschwiegen wurde, sondern nur einen Ticken zu spät kam. Habe dann klar gestellt, dass mich das verletzt, und ich Offenheit schätze, und gern sofort wichtige Dinge wissen würde. Daraufhin wurde es mich hoch und heilig versprochen, und ich hab nicht an dem Versprechen gezweifelt, zumindest so lange es keine erneuten Anlässe gab.
Habe ich dann doch mal gestutzt, sagte ich mir, das sind jetzt wirklich alte Ängste, ich glaube doch dem Versprechen.
Malea
 
Beiträge: 178
Registriert: 08.2010
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Gegenteilige Wirkung bei falscher Abraham Beschäftigung?

Beitragvon Malea » 28. Dez 2013, 18:25

Mein Selbstwertgefühl war nie so besonders dolle, auch das etwas, was ich mit Abraham zu verbessern versuchte, hatte en Eindruck, es wirkte phasenweise Wunder. Ich habe mir viel mehr zugetraut. Wenn es nicht doch auch immer Rückfälle gegeben hätte...

Momentan ist mein ganzes Selbstwertgefühl natürlich total im Eimer.
Malea
 
Beiträge: 178
Registriert: 08.2010
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Gegenteilige Wirkung bei falscher Abraham Beschäftigung?

Beitragvon Malea » 28. Dez 2013, 18:52

Und ich beschäftige mich mit Lügen, wie ichs noch nie getan habe.
Z.B. kommen mir wieder nächtelange Diskussionen mit meinem Vater in den Sinn, zu dem ich immer ein Urvertrauen hatte und eigentlich auch noch immer habe, weil mich selbst die Lügen nie betrafen.

Er erählte mir vor zig Jahren mal, dass auch er noch immer fest daran glaube, dass Lügen in Ordnung sind, wenn man eine Person schützen will. Ich habe immer gesagt, wie kannst du nur, wie muss sich das für den Belogenen anfühlen, wenn es hintenrum raus kommt, was hat das mit schützen zu tun.

Es ging darum, dass er meiner Mutter den Verdacht einer schlimmen Krankheit verschwiegen hatte, erst im Nachhinein davon erzählte. Oder eine Affäre noch leugnete, als es schon mehr als offensichtlich war, und meine Mutter sogar bereits mit der anderen Frau gesprochen hatte.

Wenn ich mir das alles zusammen reime, komme ich zu dem Schluss, dass ich immer zu vertrauensselig war, vielleicht sogar bei meinem Vater, der ganzen Menschheit.
Malea
 
Beiträge: 178
Registriert: 08.2010
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Gegenteilige Wirkung bei falscher Abraham Beschäftigung?

Beitragvon ZaWo » 28. Dez 2013, 21:18

Ich glaube schon, dass die Beschäftigung mit der Abrahamlehre zunächst einiges verkomplizieren kann. Zumindest mir ging es so und geht es manchmal immer noch so.

Denke ich an was Blödes, hätte ich früher vielleicht gesagt "Ach was, wird schon nix passieren und falls doch, ich kann es eh nicht ändern." und heute könnte eher dabei rumkommen "Huch Schreck ein mieser Gedanke, jetzt aber nix wie anders denken, bevor sich da was noch Schlimmeres manifestiert. Sofort ablenken, ablenken, ablenken. Wo sind die guten Eigenschaften? ich muss sofort wertschätzen, wertschätzen, wertschätzen" ( :mrgreen: )
ZaWo
 

Re: Gegenteilige Wirkung bei falscher Abraham Beschäftigung?

Beitragvon Malea » 28. Dez 2013, 21:53

Ja stimmt, mir gings das in der Anfangszeit auch ganz besonders so. Dann dachte ich wieder, ist ja normal, weiter machen. So von wegen Stück für Stück wird das besser werden, das Gefühl hatte ich ebenfalls. Auch die Erkenntnis, es wurde besser.
Ich hab den Glauben eigentlich nie aufgegeben all die Jahre, eher so, ich bin noch nicht perfekt, doch ich werde besser. Ich gehe immer wieer anders damit um, manches hat sich erst nach jaren im Unterbewußtsein verfestigt.

Jetzt aber auch wieder die Scham, dass ich zwar immer noch das Gefühl habe, ich muss die Dinge abrahamlike lösen, wie oft habe ich die Erleichterung gespürt, wenn ich das Loslassen und das Positive spürte, gerade nach schlechten Erfahrungn, doch nun habe ich wieder ganz strake rchegefühle. Sowas hatte ich seit 10 jahren nicht, und erst recht nicht seit der Beschäftigung mit braham. ich fühle mich so hilflos, dass es auf meinem bevorzugrten Weg eben doch nicht funktioniert, obwohl ich mir so sehr eine glückliche Lösung ohne Rachegedanken wünsche
Malea
 
Beiträge: 178
Registriert: 08.2010
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Gegenteilige Wirkung bei falscher Abraham Beschäftigung?

Beitragvon Thomas » 29. Dez 2013, 01:09

Liebe Malea,
Danke, dass Du was schreibst, was sicher den einen oder die andere hier bestimmt auch bewegt. Es gibt immer mal wieder Themen, da läuft das Kanu scheinbar dann doch flußaufwärts. Bestimmt paddelt da jemand anders als ich. Oder wie jetzt? - Nee, natürlich, selbstverständlich nich, bei ehrlicher, genauer Betrachtung und sehr genauer Fragestellung (Was für eine Kunst!) paddele ich doch selbst. Und entdecke denn doch Widerstände und Widrigkeiten, von denen ich nie gedacht hätte, dass die mich träfen.
Und ohne die Rückmeldungen hier, hätte ganz sicher kein Forumsmitglied die Möglichkeit bei sich selbst zu einzelnen Fragen zu schauen, wie es denn diesbezüglich mit der Relevanz der jeweiligen Frage, des jeweiligen Themas für sich selbst ausschaut.
Ist doch so, oder?

Es gibt keinen wirklichen Zweifel an Abraham. Wie auch? Denn es geht tatsächlich immer um einen selbst. Du sollst zuerst bei dir gucken. Bei dir selbst. Allein dir soll es gut gehen. Du allein schaffst dir dein Leben. Es geht indirekt erst dann oder dadurch oder so um unsere Mitmenschen.
Die drei universellen Gesetze beziehen sich auf mich, auf dich, auf jede/n einzelne/n - und dann erst in Folge und also indirekt auf die Anderen und das Zusammenleben.

Bestimmt hast auch Du "Wünschen und bekommen - Wie Sie Ihre Sehnsüchte erfüllen" gelesen. Ziemlich weit hinten im Buch (S. 193 f.) stehen diese folgenden sieben Tatsachen - ich möchte sie gerne Abrahamitischen Tatsachen nennen, "...die Du Dir bewusst bist, wenn Du Dich in völliger Harmonie mit der Ur-Kraft befindest...".
Das sind ausschließlich und einzig und allein sieben Tatsachen, die nur für Dich wichtig sind - ohne Deine Mitmenschen.
Liest Du:

Du bist frei.
Du bist mächtig.
Du bist gut.
Du bist Liebe.
Du bist wertvoll.
Dein Leben hat einen Sinn.
Alles ist gut.

Um Dein Leben in Deine Hände nehmen zu können, ist es unabdingbar, dass Du Dich allein mir Dir beschäftigst. Hier im Forum gibt es sehr viele Beschreibungen aus den Leben der jeweiligen Individuen hier. Lass die anderen aus Deiner direkten Umgebung und Deinem Leben da und dort, wo sie sind. Finde zu Dir. Und nur wenn Du einigermaßen bei Dir bist, Dinge etc. pp. für Dich klar hast, dann hast Du auch ne Chance, bei und mit oder wie auch immer anderen Menschen und deren Leben zu bewegen. (Oder zu ändern, zu helfen, oder, oder, oder.)
Aber zuerst Du. Du bist halt der wichtigste Mensch in Deinem Leben.
Wenn es bei Dir nicht stimmt, wie kann es dann bei und mit den anderen Menschen klappen? Welche wichtigen Themen, Fragen hast Du bisher wenig beachtet, die Dich jetzt irgendwie einholen, so dass Du Dir vorkommst wie im Regen zu stehen und auf den Bus in die falsche Richtung oder so zu warten?

Die universellen Gesetze passen. Abraham helfen sie uns zu verstehen. Aber wir sind eben mit eigenen Fragen hier, die wir für uns klären wollten. Und deren Klärung wir wohl vermutlich in unserer hiesigen Existenz in diesem Leben vergessen haben. Hinzu kommt die Beeinflussung durch viele Muster und Meiungen anderer. Hmpf!

Liebe Malea, Abraham sagen (u.a. im oben genannten Buch, S.198), "...es gibt viele Worte, um Emotionen zu beschreiben, aber im Grunde existieren nur zwei Emotionen: ein gutes Gefühl und ein schlechtes Gefühl..."

Du schreibst, "Es spitzte sich in der letzten Zeit schon so zu, dass ich mehrfach sehr enttäuscht wurde, wenn ich jemandem vertraut habe. Dinge, die ich so nie erwartet hätte. Zuletzt kam noch eine große Lbenslüge raus."

Wie is es denn nun, geht es Dir eigentlich gut? Oder geht es Dir eigentlich schlecht?
Genau, es ist alles ausser einfach. Darum Danke für Deine Frage(n).

Frag weiter.
Liebe Grüße
Thomas
Thomas
 
Beiträge: 30
Registriert: 06.2013
Wohnort: NRW
Geschlecht: männlich

Re: Gegenteilige Wirkung bei falscher Abraham Beschäftigung?

Beitragvon Maria » 29. Dez 2013, 13:05

Liebe Malea,

in Deinem Beitrag beschreibst Du wie es Dir mit dem Thema Ehrlichkeit in der letzten Zeit ergangen ist. Ich würde gerne dazu ein paar Zeilen schreiben, denn meine Sicht von Ehrlichkeit ist extrem anders als Deine und vielleicht kann dieses ganz Andere ein kleiner Hinweiß für Dich sein, wie unterschiedlich zwei Menschen auf ein und die gleiche Sache blicken können, ohne, dass dabei einer falsch und der andere richtig liegen müsste. Die Wahrheit liegt in der Vielfalt.

Zunächst möchte ich aber sagen, dass Deine Worte wahrscheinlich nur einen kleinen Ausschnitt des Themas wiedergeben und daher in mir sehr viele Bilder und Spekulationen dazu ablaufen, was Du erlebt hast. Möglicherweise habe ich Dich also gar nicht richtig verstanden, weswegen ich hier in Folge nur von mir und meinen Erfahrungen spreche und nicht direkt auf Deinen Text eingehe.

Ich hatte einmal eine Freundin, der war das Thema Authentisch-Sein sehr wichtig. Ich hingegen wusste nicht einmal genau was sie damit meinte. „Authentisch-Sein“, wie macht man das? Bin ich nicht im nächsten Moment schon eine ganz andere? Ist es nicht besser seine Meinung und seine Sicht der Dinge frei und jederzeit wechseln zu können? Sind wir Menschen nicht in steter Dynamik und Verwandlung begriffen?

Sie sah das anders und hat auf mich massiven Druck aus geübt – ihrer Meinung nach zu meinem Besten – denn dieses „positive Denken“, für das ich mich damals begonnen hatte zu interessieren, kann für einen grundehrlichen Menschen doch nur falsch sein. Sie warf mir Oberflächlichkeit vor, wo ich einfach nur, wie eine Ertrinkende, versuchte endlich glücklicher zu werden. Ich habe mich schließlich ohne Bedauern von ihr getrennt – nach einer langen Zeit des Hin und Hers.

Die Wahrheit hat viele Gesichter und Ansichten. Ich denke die Wahrheit ist, dass Menschen, die bewusst falsche Ansichten weiter geben, nur Wohlbefinden und Harmonie im Augenblick suchen, was später kommt (evtl eine Aufdeckung der Wahrheit) nehmen sie billigend in Kauf. Nicht weil sie den anderen verletzen wollen, oder ihn nicht schätzen. Sie wertschätzen die gemeinsame, harmonische Zeit in diesem Augenblick eben mehr.

Ich hatte einmal eine Beziehung mit einem gütigen und liebevollen Mann, der mir seine Liebe schenken wollte. Ich wusste 4 Monate nichts davon, dass er sich in dieser Zeit noch mit einer anderen Frau zusammen getan hat und in tiefer „Ver-Zweiflung“ darüber war. Heute bin ich froh, dass ich nichts davon wusste, denn es war die schönste Zeit, die ich jemals in einer Beziehung erfahren habe. Die Wahrheit hat viele Ansichten und Worte können das, was im Inneren eines Menschen vorgeht, nur unzureichend beschreiben.

Abraham sagen, wir könnten nie wissen was im Inneren eines anderen vorgeht und die Spekulation darüber lenkt uns nur unnötig von uns selbst ab.

Seit ich mich intensiv mit Abraham beschäftige, wird mir mein Innenleben immer wichtiger und das der anderen immer unwichtiger. Sie schwanken häufig wie Schilf im Wind. Sie suchen eine starke, liebevolle Persönlichkeit um sich zu orientieren und das kann ich sein, solange ich mich ganz um mich, meine Gefühle und Gedanken kümmere.

Letzteres erfordert viel Konzentration und Feingefühl für mein Innenleben und braucht Aufmerksamkeit und Zeit. Ich tue es in erster Linie für mich und merke wie gut es mir tut auf mich zu blicken. :gvibes:



Herzliche Grüße

Maria
Maria
 

Re: Gegenteilige Wirkung bei falscher Abraham Beschäftigung?

Beitragvon Malea » 29. Dez 2013, 13:35

Hallo Thomas,

danke für deinen Text.

Es ist überhaupt nicht so, dass ich an Abraham grundsätzlich zweifle, eher vielleicht an den Methoden.
Ich habe mich immer dran geklammert, wenn nur so und so viel Positives überwiegt, wird das Negative immer weniger.
Hatte aber auch schon mal geschrieben, dass mich die Beschäftigung mit Abraham eher mehr von der Mitte entfernt hat, als ich eh schon immer geween war, oder vielleihct wars auch nur bewußter. Jedenfalls hatte ih entweder unglaubliche Hochphasen oder ganz schlimme Rückfälle, nichts dazwischen.

Wenn es nur gut oder schlecht gibt, muss ich jetzt sagen, dass es mir ganz elend geht. Und ich ausschließlich nur noch dieses Gefühl habe. Und wie so oft Angst, wie soll ichs denn jetzt noch in die richtige Richtung biegen, wenn ich selbst bei den angeblichen Hochphasen versagt habe, in denen ich unglaublich das Gefühl hatte, ich bin eins mit mir.
Vielleicht ist das bei mir zu viel an alten Mustern, als dass es Sinn machen würde, bewußt zu versuchen, das in den Griff zu bekommen.
Malea
 
Beiträge: 178
Registriert: 08.2010
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Gegenteilige Wirkung bei falscher Abraham Beschäftigung?

Beitragvon Malea » 29. Dez 2013, 13:47

Hallo Maria,

ich stimme dir schon zu, Menschen verändern sich die ganze Zeit, das ist auch gut so. Schwierig fand ich jedoch immer schon, wenn ich das bei Mitmenschen in Sprüngen erlebt habe, also eine Woche später exakt das Gegenteil kam, was eine Woche zuvor gesagt wurde. Irgendwie fehlte dann das Miterleben der Entwicklung. Sehe ich jemanden nach Jahren wieder, und er hat sich sehr verändert, empfinde ich das nicht als Lüge, dann habe ich das Dazwischen durch die räumliche Trennung nur nicht mitbekommen. Verwirrend wird es, wenn man meint, jemanden durchgängig einigermaßen zu kennen, weil man oft redet, dann zu denken, das kann doch nicht sein, dass ständig solche Widersprüche kommen.

In meinen Hochphasen neigte ich oft auch eher dazu, zu sagen, ich meide Unangenehmes, oder was war, ist nicht mehr wichtig, und manches will ich gar nicht so genau wissen, jedoch in dem Vertrauen, bedeutende Dinge werden mir schon mitgeteilt. Oder das vertrauen, ich kann einen Menchen irgenwie einschätzen und liege nicht komplett daneben mit meiner Menschenkenntnis, und dem Bild, welches mir aus den vielen Bruchstücken zusammen gebastelt habe.
Vielleicht war das irgenwie falsch und ich habe mir dann zu viel schön geredet, obwohl es sich super angefühlt hat.

Im Moment fühle ich mich deshalb elend, weil ich das Gefühl habe, mir wurde durch Lügen meine Macht genommen. Ich hatte nicht die Möglichkeit zu entscheiden, will ich dies und das unter diesen Umständen, im Nachhinein wird man damit konfrontiert, dass man gelebt hat, wie man nicht hätte leben wollen.
Oder auch diese blöden Grübeleien, gab es Anhaltspunkte, denen ich nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt habe, immer einen Sticker drüber geklebt habe, weil ich erwartet habe, dass ich immer ernst genmmen wurde und man ehrlich zu mir wäre. So von wegen, halte dich nicht mit schlechten Gedanken und Hinweisen auf, wenn doch das Grundvertrauen da ist.
Malea
 
Beiträge: 178
Registriert: 08.2010
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Gegenteilige Wirkung bei falscher Abraham Beschäftigung?

Beitragvon Malea » 29. Dez 2013, 13:52

Ja genau, das Grundvertrauen war, jemand will mein Bestes. So habe ich das immer wieder gehört. Und geglaubt.
Nur dass ich selbst nicht die Möglichkeit hatte zu sagen, was andere für mich als das Beste halten, ist für mich persönlich das Schlechteste. Wie kann man einfach so über mich entscheiden.
Malea
 
Beiträge: 178
Registriert: 08.2010
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Gegenteilige Wirkung bei falscher Abraham Beschäftigung?

Beitragvon Beautiful Mind » 29. Dez 2013, 23:18

Hallo Malea,

nun kommt es vielleicht auch ein wenig darauf an, wie man solche Situationen für sich bewertet.

Malea hat geschrieben:Erinnere mich an ein Erlebnis von vor 5 Jahren, da erfuhr ich im Nachhinein zufällig, dass mich ein Mann einen Abend lang komplett in allem und seiner ganzen Lebensgeschichte angelogen hatte. Ich hatte ihn aber auch nur diesen einen Abend erlebt, er war nicht mein Typ Mann gewesen, doch ich wäre nicht im Traum auf Lügen gekommen, da er sich sogar schlechter dargestellt hatte, als er ist, und fand die Erfahrung ganz ganz schlimm.


Ich stelle mir gerade vor, wie das gewesen sein mag. Ich bin auf einer Party, unterhalte mich nett mit einem fremden Mann, gehe dann weiter meiner Wege, es war einfach nur eine belanglose Begegnung. Dann erfahre irgendwann später, dass er Typ mir ein erfundenes Leben erzählt hat.

Ich glaube, ich müsste dann lachen und denken, was für ein verrückter Spinner. Ich könnte das nicht so empfinden, dass dieser Mensch mich persönlich mit seiner Lügengeschichte betrogen hätte. Obwohl er gelogen hat, würde mich das nicht eine Minute belasten. Er wäre nur ein weiterer in meiner Sammlung verrückter Menschen.

Als ich anfing diesen Thread zu lesen, habe ich gedacht, dass das Thema Lügen und Betrügen bzw. kein Vertrauen zu anderen Menschen haben zu können, so gar nicht mein Thema ist, dass ich in dem Bereich einfach gar keine schlechten Erfahrungen aufweisen kann.

Wenn ich aber mal kurz inne halte, fallen mir schon ein paar ganz dicke Klöpse ein, die mir für wahr verkauft wurden oder die verschwiegen wurden. Aber, das belastet mich nicht, bei solchen Erlebnissen empöre ich mich ein Weilchen, dann drehe ich mich um und gehe weiter. Ich glaube, so ist das einfach das Leben.

Also, ich meine, es kommt immer auch darauf an, welchen Stellenwert wir den Ereignissen geben. Und das ist das, was Abraham damit meinen - einen besser fühlenden Gedanken zu finden.

Wie meine Vorredner schon schrieben - achte auf deine Gefühle, sind sie positiv schwingend oder negativ? Deine Gefühle zeigen dir an, wie du zu dem Thema denkst. Da kannst du dann ansetzen und das Thema aufräumen.

Wahrscheinlich konzentrierst du dich, gerade durch die Beschäftigung mit Abraham, auf das was du los werden willst zu sehr.

Ich habe festgestellt, dass in den Themen, wo bei mir alles nahezu reibungslos läuft, ich GAR NICHT drüber nachdenke. Auch das bewusste ausrichten auf ein erwünschtes Ergebnis impliziert ja die Tatsache, dass es noch nicht vorhanden ist.

Sich selbst in absolute, zu tiefster Überzeugung davon zu bringen, dass das, was man sich wünscht, wirklich wahr und Realität ist, ist sehr diffizil. Wer das richtig beherrscht, kann Wunder erschaffen.

Wunder dauern bei mir auch noch etwas länger. ;-)

Gute Nacht

sagt Beautiful Mind :gvibes:
“Gute Gedanken sind die beste Investition in die Zukunft!” (B.J.W.)
Benutzeravatar
Beautiful Mind
 
Beiträge: 511
Registriert: 07.2011
Geschlecht: weiblich

Re: Gegenteilige Wirkung bei falscher Abraham Beschäftigung?

Beitragvon Malea » 30. Dez 2013, 12:49

Ich hab das damals auch nicht so richtig verstanden, wieso ich mich da so reingesteigert habe. Im Nachhinein dachte ich immer, das wäre mir heute nicht mehr passiert, mich so aufzuregen, wenn es um eine bedeutungslose Person geht, ich habe mich weiter entwickelt.
Ich glaube es ging mir auch damals um das selbst trauen können, was mich getroffen hat, ich hatte mit ihm schon 8 Stunden bis in die Morgenstunden intensiv geredet. Und hatte das Gefühl von Echtheit und Vertrauen gehabt.

Stimmt schon, gerade mit den Methoden konzentriert man sich doch immer darauf, was man eigentlich nicht möchte, zumindest geht es nicht ganz ohne.
Später habe ich sie aus dem Grunde gar nicht mehr angewendet, es fiel mir leichter,mich einfach so auf das Positive zu konzentrieren, und es ging mir immer wieder richtig gut damit. Natürlich wird das Unterbewußte deshalb nicht komplett verschwunden gewesen sein, doch mit zunehmender Übung meinte ich, dass es mich nicht mehr so beeinflusst.

Jetzt ist es so, dass es wirklich ein dicker Klops war. Und ich mir irgendwie zu vergeben wünsche, weil ich Abraham trainiert bin, die negativen Gefühle scheinen sich noch schlimmer anzufühlen. Doch zu vergeben scheint unmöglich.
Vor allem, wenn ich auch noch die Ausreden, Widersprüche der betreffenden Person erlebt habe.
Malea
 
Beiträge: 178
Registriert: 08.2010
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Gegenteilige Wirkung bei falscher Abraham Beschäftigung?

Beitragvon happy » 30. Dez 2013, 13:41

Malea hat geschrieben:Jetzt ist es so, dass es wirklich ein dicker Klops war. Und ich mir irgendwie zu vergeben wünsche, weil ich Abraham trainiert bin, die negativen Gefühle scheinen sich noch schlimmer anzufühlen. Doch zu vergeben scheint unmöglich.


Mein Eindruck ist, dass Du auf der EGS etwas weiter unten "rumturnst" und versuchst, mit einem zierlichen Hüpfer ganz nach oben zu kommen. Ich habe noch nicht erlebt, dass das jemand geschafft hat. Lies mal hier die Tipps für die praktische Anwendung durch - vielleicht kommst Du dann weiter?

Liebe Grüße :hug:
You never get it wrong and you never get it done.
Benutzeravatar
happy
 
Beiträge: 14
Registriert: 11.2011
Geschlecht: weiblich

Re: Gegenteilige Wirkung bei falscher Abraham Beschäftigung?

Beitragvon labelle » 30. Dez 2013, 18:01

Hallo Ihr Lieben,

also ich glaube, dass es schon darum geht einen besser anfühlenden Gedanken für sich zu finden.
Aber ich kann von mir sagen, dass das bei bestimmten Themen nicht wirklich immer oder gerade da,
nicht funktionieren will.
Ich denke, dass es etwas mit dem Ego zu tun hat, welche Identifikation man hat,
welche Rolle man in seinem Leben eingenommen hat.
Und da wir ja alle nicht gerade erst geboren wurden, sondern schon eine Weile auf dieser Welt leben............
Ist es nicht so simpel, man muss den tiefen Grund finden,
auch wenn es oft heisst man muss den tiefen Grund nicht unbedingt wissen,
ich glaube bei tiefsitzenden Themen schon.
Einfach nur besser fühlen, funktioniert bei mir nicht.

Weil ich glaube wenn man eine tiefliegende Verletzung hat, dann kann ich mich noch so gut fühlen ,
ich bzw. mein Körper weiss, dass da eine Verletzung sitzt die nicht aufgespürt wurde ,
nicht angeschaut wurde, und man immer Angst hat , dass ES aus dem Gebüsch springt.

Aber bei leichten einfacheren Dinge, da bin ich auch der Meinung da muss man nicht in jeder Gehirnwindung suchen,
und schauen wo denn noch etwas sitzt,
und analysieren.

Aber es ist Training und im Zwischenmenschlichen Bereich ist es für viele --für mich-- ein schwieriges Terrain.

Malea hat geschrieben

Und ich mir irgendwie zu vergeben wünsche, weil ich Abraham trainiert bin, die negativen Gefühle scheinen sich noch schlimmer anzufühlen. Doch zu vergeben scheint unmöglich.
Aber es hat ja nichts damit zu tun wieviel Du trainiert bist, dass hört sich ja nach sport an,
ich weiss ja nicht um was es geht, aber ich fühle in diesem Satz sehr viel Traurigkeit,
und darunter Wut,
und ich denke darum geht es, diese Gefühle zu leben,
und nicht eine Methode zu können und dann zu hoffen , dass wir vergeben können.
Ich denke, dass die meisten hier vieles in Ihrem Leben verstehen,
aber es nicht wirklich leben können.- Gründe gibt es ja viele--

Ich finde, Du bist sehr reflektiert und machst das super, ...........
und dann fällt mir noch etwas ein, oft sind diese Dinge wenn Du Abe machst oder andere Methoden wie
Homöopathie , dann wird es erst mal schlimmer.......
weil man dann wieder an Dinge heran geführt wird , die man länger unter Verschluss gehalten hat.


Aber alles ist gut, ............... :loveshower:

Liebe Grüße
labelle
sich LEBENDIG fühlen- und sein- ist alles was zählt
Benutzeravatar
labelle
 
Beiträge: 232
Registriert: 10.2010
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Gegenteilige Wirkung bei falscher Abraham Beschäftigung?

Beitragvon Malea » 30. Dez 2013, 18:47

Hallo Labelle,

ich finde schon, dass solche Dinge eine Art Training sind. Wie geht man mit Frust um, welche Methoden wendet man an, womit hat man die besten Erfahrungen gemacht.
Ich habe die Beschäftigung mit Abraham als Hilfe gesehen. Wenn ich daran denke, wie ich ganz früher mit Frust umgegangen bin, immer in Form von Selbstbestrafung oder ewiger Wut auf den Anderen.
Im Laufe der Abraham Beschäftigung habe ich immer mehr spüren können, wie erleichternd das war, wenn plötzlich wieder dieses alles Eins Gefühl und gar keine Wut auf andere da war. Mal brauchte es länger, mal schien das wirklich auf Knopfdruck zu funktionieren.
Klar gabs auch mal wieder Momente, in denen ich zurück gefallen bin in die seit Kindheit antrainierten Muster, es fühlte sich jedoch schlimmer an, weil ich bewußter war und es auch schon anders kannte.

Ich weiß vieles über mich, scheinbar jedoch noch nicht ganz genau gewisse Knackepunkte, jedenfalls hat sich manches nicht auf Dauer aufgelöst, obwohl ich es zig mal bearbeitet habe, auf unterschiedlichste Weise. Sich eine Weile nur mit schönen Dingen beschäftigen, hat es jedoch genauso wenig aufgelöst.

Deshalb ist nun eine Psychoanalyse geplant, natürlich kam auch die Warnung, es kann erstmal alles viel schlimmer machen, es kann Jahre dauern, bis der positive Aspekt zu spüren ist.
Aber ich brauche eben auch Dinge und Methoden, die mich im Jetzt stabilisieren, weiß noch nicht mal, ob der Psychologe das machen würde unter den jetzigen Umständen.
Denn ich bin in allem zurückgefallen, schlimmer denn je.
Irgendwie kann man sagen, ich bin gar nichts mehr, wegen des mir und anderen nicht trauen können.
Und es ist kein schöns Gefühl, sich nicht sicher zu sein, ob ich irgendwas aus meinem vorherigen Leben so weiter machen kann.
Wenn ich versuche, nur auf den Moment zu schauen, kann ich diese Formen von Entspannung, die mir sonst Abraham gegeben haben, nicht mehr empfinden. Nur Wirrwarr, wie konnte ich mich so täuschen, und viel lieber hätte ich doch ein positives Gefühl, auch dem Täter gegenüber, um mir dann auch selbst zu vergeben.
Malea
 
Beiträge: 178
Registriert: 08.2010
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Gegenteilige Wirkung bei falscher Abraham Beschäftigung?

Beitragvon labelle » 31. Dez 2013, 08:43

Hallo liebe Malea,

ich verstehe nicht so ganz warum Du so wahnsinnig das Gefühl der " Vergebung" haben möchtest.
Du redest ja auch vom Täter und Du bist dann das Opfer ,
ich bin mir sicher, dass Du das bewusst nicht so meinst, aber Dein Gefühl fühlt sich als Opfer.
Und da ist glaube ich immer der Weg, raus aus der Opferhaltung.
---Ich kenne das auch, wenn man die Rolle des Opfers eingenommen hat, ist es Gefühlsmässig schwer da raus zu kommen.----


Mit der Vergebung scheint es ja noch nicht anzustehen, und natürlich wenn man anderen vergeben kann, dann ist man selbst frei.
Aber wenn man da noch nicht ist, dann ist annehmen einfach der Weg.
Und dann kommen andere Gefühle wie eben Traurigkeit und wieder einmal Wut.
Ich glaube, dass Menschen die in der Kindheit sehr verletzt wurden, denen Urvertrauen/ Selbstvertrauen zerstört wurde, da ist es sehr anstrengend dieses aufzubauen, und wenn der Samen gerade gesät wurde noch nicht so stabil ist, dann kann es schnell wieder "im Keim erstickt" werden.

Ich glaube man braucht bei schwierigen Themen Menschen um einen herum die einen helfen , stabiler zu werden.
Eigene Methoden sind gut , aber fremde Menschen sind ebenfalls gut.

Einen schönen Sylvester Tag
labelle :uns:
sich LEBENDIG fühlen- und sein- ist alles was zählt
Benutzeravatar
labelle
 
Beiträge: 232
Registriert: 10.2010
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Gegenteilige Wirkung bei falscher Abraham Beschäftigung?

Beitragvon Malea » 31. Dez 2013, 13:27

Tja, das Annehmen fällt mir schwer, weil es einfach ein schreckliches Gefühl ist jemandem gegenüber, zu dem man einst ein so positives Gefühl hatte, oder dies zuminest meinte.
Andererseits stimmts, dass es unsinnig ist, ein anderes Gefühl hinzubekommen, wenn es einfach so weit entfernt ist.

Das mit dem Täter Opfer meine ich schon so, auch wenn mir bewußt ist, dass das Opfer sich in die Rolle gefügt hat, den Täter braucht, wie der Täter das Opfer.
Dennoch ist das Resultat, einer fühlt sich schlecht, der andere ganz gut.
Dieses Gefühl ist jetzt nicht ganz neu, ein Grundthema, das ich immer wieder versucht habe zu bearbeiten,mal besser und mal schlechter, aber es ist noch einmal verstärkt raus gekommen durch die neue Sicht, dass durch die Lügen alles in einem anderen Licht steht, ich mich verraten und missbraucht fühle. Und minderwertig, wie man mir das hat antun können, wenn man mich gut kennt, und um die Bedeutung von Offenheit für mich weiß. Weil ich es immer wieder betont habe.

Meine Reaktion war jetzt so derart heftig, dass ich nicht mal weiß, ob ich in mein altes Leben zurück kann. Mit Klinik, Dauerheulen, tausend Schlaf-und Beruhigungsmitteln. Weil ich von mir aus nichts mehr beherrschen kann. Andererseits würde ich mich noch mehr als Opfer fühlen, wenn ich die Stärke nicht ganz schnell wieder entwickeln kann. Sich irgendein Schalter umlegt, der mich wieder in die richtige Richtung bringt, die ganze Zeit ging es in die falsche Richtung, ich habs mit all meinen Versuchen in den letzten Monaten nicht stoppen können :cry:

Aus der Vergangenheit weiß ich, dass es bei jeder Krise irgendwann mal klick gemacht hat oder etwas aus dem Außen neue Impulse gab. Nun warte ich darauf.
Malea
 
Beiträge: 178
Registriert: 08.2010
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Gegenteilige Wirkung bei falscher Abraham Beschäftigung?

Beitragvon labelle » 2. Jan 2014, 13:23

Hallo liebe Malea,

ich wünsche Dir erst einmal ein schönes neues Jahr mit viel Kraft und Energie!!!!!!!!!!!!und natürlich allen Anderern ebenso........... :uns:

Ich erzähl jetzt mal was mir heute passiert ist,
ich bin vielleicht nicht oder nicht mehr so gutgläubig, weil ich unheimlich auf meinen inneres Gefühl achte,
wenn ich Menschen begegne,
ich merke manchmal leider, sehr schnell was da für ein Mensch vor mir steht.

Aber ich habe heute eine gute Erkenntnis bekommen,
ich bin auch nicht jemand die sehr schnell sich wehren kann, und sehr schnell dann alles auf den anderen abwälzen kann, weil ich eben sehr reflektiert bin, und so weiter- brauch ich jetzt auch nicht alles auszuführen, würde einfach zu lange dauern-- :pfeif:
Aber ich war auf der Arbeit und meine Vorgesetzte liebt es an anderen herumzumerkern,
und jedes Mal hab ich gedacht, und nächstes Mal reagiere ich anders.
Weil ich schon versucht habe, ihr zu erklären, warum sie so reagiert, und und und
leider ohne Erfolg, da sie natürlich so weitermachen will.

Na ja und heute , wieder und da ist mir einfach alles so rausgerutscht und sie hat sich entschuldigt,
sie wird sich nicht ändern, und ich hab gedacht eigentlich hätte ich gerne dass sie anders wäre,
aber das ist sie nicht , sie wird sich auch nicht ändern,
aber beim nächsten Mal wird Sie sich überlegen, ob Sie das noch mal bei mir macht.

Also was ich damit sagen wollte, 1. ) es kam einfach so aus mir raus, ich musste gar nicht überlegen.
2.) wehren, ich nenn es einfach mal so
3.) akzeptieren ----leider----aber anders geht es nicht
4.) dann überlegen will mit der Person noch oder die Arbeit


Es heißt einfach änderst Du Dich verändert sich die Welt............
und ich glaube es stimmt.
Die Menschen ändern sich nicht , aber sie werden sich Dir anders zeigen,
und Du wirst schneller erkennen wer und wie sie sind, und dann kann man entscheiden.............

Liebe Grüße :bussi:
labelle
sich LEBENDIG fühlen- und sein- ist alles was zählt
Benutzeravatar
labelle
 
Beiträge: 232
Registriert: 10.2010
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Gegenteilige Wirkung bei falscher Abraham Beschäftigung?

Beitragvon Malea » 2. Jan 2014, 23:46

Ein frohes neues Jahr euch allen.

Nach einem gespräch mit einem Bekannten stelle ich mir gerade die Frage, ob es eine Form von Selbstlüge ist, wenn ich mich in schlechten Phasen hasse. Ich hab mich die ganze Zeit gefragt, was kann der Punkt sein, in dem ich nicht ehrlich zu mir bin, weil ich ein zu anderen unehrlich sein ganz ausschließe. Und so richtig mag mir nichts einfallen.
Auch das scheint mir nicht so sinnig, da ich tief in mir drin irgendwie schon weiß, dass der Selbsthass falsch ist, sonst würde es sich ja nicht schlecht anfühlen. Es sind eher so Gefühle, die manchmal über mich kommen, ist das gleich Lüge?
Malea
 
Beiträge: 178
Registriert: 08.2010
Geschlecht: nicht angegeben


Zurück zu "Erfahrungsaustausch"


 

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste

web tracker