Frage zum Gefühl bei der Realitätsgestaltung

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Frage zum Gefühl bei der Realitätsgestaltung

Beitragvon nana » 19. Dez 2016, 22:23

Liebe Leser,

gern würde ich mir oftmals sicherer sein in der Erschaffung/ Gestaltung meiner Realität. Damit meine ich folgendes: wenn ich etwas beobachte, was mir soo nicht gefällt und ich spontan darauf etwas sagen oder fragen möchte, dabei aber ein Schuldgefühl habe oder anders ausgedrückt, mich nicht traue, meine Ansicht zu äußern: wie erkenne ich den Unterschied, ob es passend ist, es zu äussern, dass ich etwas anderes als für mich hier Vorgesehenes von anderen möchte, um mich zu vertreten oder ob es Widerstand meinerseits ist, den ich am besten unterlasse. Woran erkenne ich besser, welche Einflüsse/ Geschehnisse ich zulassen sollte und wo es passend ist zu sagen, dies will ich anders.
Wie erkenne ich leichter den Punkt, wo ich nur beobachten und geschehenlassen sollte und den besten Zeitpunkt, wo Handeln genau richtig ist.

Z.B. wenn jemand anderem nicht gefällt, was zu ihm sage, dies mir aber notwendig erscheint, woran erkenne ich leichter: ist es Widerstand von mir oder ist es einfach richtig für mich, mich so zu vertreten, meine Ansichten zu offenbaren, auch wenn ich Widerstand von der anderen Seite bekomme.
Und wie gehe ich mit dessen Widerstand mir gegenüber um, nachgeben oder an meiner Ansicht festhalten und mich darin üben, mich damit gut und sicher zu fühlen?
Es gibt da also einerseits das Gefühl etwas zu wollen, was sich für mich gut anfühlt und anderseits das Gefühl, das der Mut fehlt, es zu offenbaren, weil es anderen nicht gefallen könnte. Sagt mir mein unangenehmes Gefühl, das es anderen vielleicht nicht gefällt, ich sollte es nicht äussern bzw. es ist Widerstand von mir, lieber still dazu sein aber eben trotzdem nicht glücklich mit der Situation?

Hoffentlich könnt ihr das verstehen, was ich meine. Danke für eure Ratschläge

PS: Irgendwie habe ich ja selbst alles erschaffen, möchte jedoch damit fliessender umgehen lernen

LG nana
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Re: Frage zum Gefühl bei der Realitätsgestaltung

Beitragvon Maike » 20. Dez 2016, 08:40

Hallo Nana,

you can never get it wrong and you can never get it done. Was wäre so schlimm daran, deine Meinung kundzutun und hinterher festzustellen, dass du damit etwas Unangenehmes losgetreten hättest? Ich glaube, man darf viel gelassener mit sich selbst sein.

nana hat geschrieben:Woran erkenne ich besser, welche Einflüsse/ Geschehnisse ich zulassen sollte und wo es passend ist zu sagen, dies will ich anders.
Wie erkenne ich leichter den Punkt, wo ich nur beobachten und geschehenlassen sollte und den besten Zeitpunkt, wo Handeln genau richtig ist.


Es ist immer alles trial and error. Auch sich selbst kennenzulernen und einschätzen zu können, gehört dazu. Abraham sagen, wir sollen erst aligned sein, bevor wir in Aktion treten. Gleichzeitig denke ich aber auch, dass Reaktionen Erleichterung hervorrufen können. Im Laufe der Zeit wird man immer besser darin, bei sich selbst zu bleiben und erst die innere Ruhe zu suchen, bevor man etwas tut.

nana hat geschrieben:Es gibt da also einerseits das Gefühl etwas zu wollen, was sich für mich gut anfühlt und anderseits das Gefühl, das der Mut fehlt, es zu offenbaren, weil es anderen nicht gefallen könnte.


Bei den anderern und ihrer Meinung zu sein, heißt ja schon mal, dass du nicht deinem Wohlgefühl, sondern dem vermuteten Wohlgefühl anderer folgst und befürchtest, von der Sichtweise anderer abhängig zu sein. Vielleicht ist es doch die Angst, die Reaktionen anderer nicht händeln zu können? Andere können einem ja nur das eigene Innere wiederspiegeln.
Da ist dann die Frage, wie aligned du bist mit deiner Haltung und deinem Wunsch. Ich persönlich finde aber nichts "schlimmer", als zu verkrampfen, weil man glaubt, noch nicht die richtige Haltung gefunden zu haben. Es kann einem nichts Schlimmes passieren, denn es ist alles Entwicklung, wie schießen neue Wunschraketen ab und können uns selbst wieder neu einstellen.

Liebe Grüße
Maike
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Re: Frage zum Gefühl bei der Realitätsgestaltung

Beitragvon Mik » 20. Dez 2016, 21:13

Hallo Nana,
Ich persönlich finde der wichtigste Punkt ist innere Klarheit zu gewinnen, zunächst für dich. Dann ist es einfacher anderen seine Sichtweise zu verdeutlichen.
Und man sollte sich darüber im Klaren sei , dass das Gegenüber auch unausgesprochene Unstimmigkeiten zumindest unterbewusst wahrnimmt. Also so oder so kommen deine Schwingungen an.
LG Mik
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Re: Frage zum Gefühl bei der Realitätsgestaltung

Beitragvon nana » 21. Dez 2016, 08:19

Guten Morgen liebe Maike und liber Mik,

vielen Dank für eure Antworten. Sie helfen mir, sind zutreffend und hilfreich!

Versuche dabei, mein ganzes Leben zu begreifen, wie eins zum anderen kam. Ich meine auch, dieses wunderbare Abraham-Forum ist als Hilfe für mich in mein Leben getreten. Ich wäre gern stärker beim Fühlen von Klarheit und im Erkennen dabei, Schuldgefühle bzw. unangenehme Gefühle rauszufiltern beim Finden und Umsetzen von Entscheidungen. Seit langem beobachte ich sehr oft bewusst die Folgen meiner Gedanken und Gefühle in dem, was ich erlebe, mir geschieht. Wenn ich manches deutlich begreife, warum etwas so abläuft, versuch ich einzugreifen und den Ablauf aktiv zum Besseren zu wenden, obwohl ich ja vorher selbst die unangenehme Situation "inszeniert" habe, will sagen, vorher in Gedanken nicht besser hinbekommen habe. Ich sollte vielleicht dann nur beobachten und Selbsterschaffenes aushalten (das muss mir noch besser friedvoll gelingen), fühlt sich jedoch nicht gut an.

Aus der Abraham-Lehre hat sich folgendes bei mir sehr eingeprägt: ...nicht jammern, nicht beschuldigen, nicht rechtfertigen. Das Umzusetzen erfordert Meisterschaft, die ich gern hätte, denn ich verstehe den Hintergrund/ die Folgen. Da ich noch oft Entscheidungshilfe suche (habe es als Kind kaum erlebt, meine Eltern waren beide sehr unsicher jeder mit sich selbst, und ich habe sowas leider aufmerksam beoachtet aus vermeintlichem unbewusstem Mitgefühl), fragt sich mein Gegenüber verwundert (irgendwann auch verärgert, genervt von Unklarheit, worum es geht, wenn ich die schiefgelaufenen Dinge nicht beim "Namen" nenne). So bin ich oft in der Zwickmühle, wenn ich in mir die Antwort/ Klarheit nicht finde oder erkenne, und dann lieber nicht andere fragen möchte, um nicht Unangenehmes erzählen zu müssen, um es nicht erneut zu erschaffen.
Manchmal wünsche ich mir so einen praktischen Kurs wie die Fahrschule für die Abraham-Lehre (Anleitung in ganz konkreten Momenten), ohne jeweils ungünstig Gelaufenes zu schildern, Anwendungshilfe nur beim Umsetzen mit dem.
Danke für eure Beiträge und Tipps! Freue mich über jeden Hinweis.

LG nana
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Re: Frage zum Gefühl bei der Realitätsgestaltung

Beitragvon Mik » 21. Dez 2016, 17:39

Liebe Nana,

warum eigentlich dem Gegenüber nicht folgendes sagen:
Weisst du, ich merke gerade, dass ich noch nicht so wirklich weiss, wie ich dazu stehe. Ich kann das im Moment zwar noch gar nicht so richtig benennen warum ich nicht eine klare Meinung dazu habe. Es ist aber tatsächlich so, dass ich irgendwie bauchmässig noch kein richtig gutes Gefühl habe. Mh muss ich mal sacken lassen.

Ich habe eine Freundin, die eine chronische Zweiflerin ist, es aber durch dieses " den anderen in die eigenen Überlegungen einbeziehen" schafft ihn zur kooperativen Komponente zu machen. Und es ist oft erstaunlich wie gut andere bei einem Klarungsprozess durch Fragen und Assoziationen helfen können.

LG Mik
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