Frage zu Panikattacken

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Frage zu Panikattacken

Beitragvon New Energy » 28. Nov 2011, 18:34

Eigentlich wollte ich ja nicht...... meine persönlichen Dinge hier ausbreiten.

Nein, keine Angst, jetzt kommt keine Lebensbeichte. Nur was halbwegs Aktuelles.

Im Mai hatte ich einen Herzinfarkt. Das war schon ein ziemlicher Schock. Aber ich hatte riesiges Glück, denn es ist kein Schaden am Herzmuskel entstanden. Es hatten sich schon natürliche Bypässe gebildet, die einen Schaden verhindert haben. So weit, so gut. Ich bin auch jeden Tag mit unseren Hunden unterwegs. Wir wohnen in der Nähe von Linz am Rhein und die Gegend ist recht hügelig. Für ein regelmässiges Fitnesstraining ist also gesorgt. Es geht mir auch gut. Der Kardiologe sagte beim letzten Termin, ich solle die Sache vergessen. Leicht gesagt.

Es wäre alles wunderbar, wenn nur mein Kopf nicht immer wieder Probleme machen würde. Ende der 80er Jahre hatte ich schon mal arge Probleme mit Panikattacken und jetzt leider auch immer mal wieder.
Klar, theoretisch weiß ich, was zu tun ist - aber in der Praxis - im Alltag.... aber das kennt ihr ja sicher auch.

Am Besten wäre es natürlich, zu sagen: gut, da war was, aber es ist ja noch mal gut gegangen und nichts Schlimmes passiert. Abhaken und gut ist.

Um den Ängsten zu begegnen und mit ihnen umgehen zu können, habe ich in den letzten Jahren diverse Ausbildungen gemacht. So bin ich nicht nur Reikimeisterin, arbeite mit schamanischen Praktiken, habe CQM und EFT gelernt und wende es bei anderen Menschen auch erfolgreich an. Oft sehe ich den eigentlichen Knackpunkt schon nach einem kurzen Gespräch - es taucht ganz einfach ein Bild auf und die Lösungen liegen ganz offen da.
Zudem bin ich auch noch- und jetzt lacht bitte nicht- Anti-Stress-Coach. Leite liebend gerne kleine Gruppen im Autogenen Training an und ich liiiiieeeebe es, die Probleme anderer zu lösen... Wenn ihr mal jemanden sucht, der euch etwas über Mentaltraining erzählt oder mit euch ein entsprechendes Coaching macht..., kein Problem, ich bin sofort dabei. Das ist jetzt keine Werbung!!!

Aber bei mir selber... Ist das nicht verrückt?
Ich wäre unendlich dankbar, wenn es mir, vielleicht mit eurer Hilfe, gelingt, endlich auch bei mir den "Schalter umzulegen" :genau: Denn ich möchte wieder richtig gerne Leben. Jetzt bin ich 55 Jahre jung und ich möchte mindestens 88 Jahre leben und das Leben genießen.

Danke für eure Geduld beim Lesen.

Schönen Abend und liebe Grüße
New Energy
New Energy
 
Beiträge: 11
Registriert: 10.2011
Wohnort: Rheinland-Pfalz
Geschlecht: weiblich

Re: Eigentlich wollte ich ja nicht...

Beitragvon zimtstern » 28. Nov 2011, 19:02

Liebe New Energy,

mir kam eben der Gedanke dass du vielleicht erst mal akzeptieren solltest dass für dich noch nicht alles wieder Ok ist...
Ich meine es ist natürlich alles in Ordnung, aber für dich fühlt es sich nicht so an, und das ist Ok.

Ich weiß nicht ob es sinnvoll ist zu analysieren wie es zu dem Herzinfarkt gekommen ist, darüber hast du dir wahrscheinlich so wie so schon Gedanken gemacht.
Wie fühlt sich das Thema eigentlich für dich an? Also was fühlst du hinter dem Schock und der Angst?
Ich bin in letzter Zeit ein wenig davon abgekommen mir über bestimmte Krankheiten Gedanken zu machen, viel interessanter finde ich welche Bedeutung diese Krankheitserfahrung für mich hatte.
Mit Bedeutung meine ich nicht den Sinn, sondern was für ein Thema dahinter steht und zu diesem "Thema" (im Sinne von Bewußtsein/Glaube zB. "ich bin verletzbar") komme ich immer über die Gefühle die ein bestimmes Geschehnis bei mir ausgelöst haben (und möglicherweise auch immer noch auslösen).

Ganz lieben Gruß erstmal,

Zimtstern :lieb:
Benutzeravatar
zimtstern
 
Beiträge: 325
Registriert: 12.2010
Geschlecht: weiblich

Re: Frage zu Panikattacken

Beitragvon ZaWo » 28. Nov 2011, 19:35

Hallo New Energy,

ich kenne Panikattacken von früher. Bei mir waren es Ohnmachtsgefühle und ich finde, du hörst dich genau so an.

Da kannst du gut ansetzen. Mein Vorschlag: Erstmal akzeptieren, dass du bzgl. deiner ehemaligen Herzprobleme (noch) sehr weit unten auf der Emotional Guidance Scale bist. (Make Peace with where you are.) Es ist, wie es ist und wie ich finde, nicht besonders absonderlich. Daher kannst du die nächste Stufe (Schuldgefühle) mal gleich überspringe.

Suche dir Verallgemeinerungen, die auf der EGS nicht zu weit oben sind. Gehe den Weg der kleinen Schritte. Ich vermute stark, dass du zu große Schritte auf einmal gehen willst. Weg damit, bringt dir nur mehr davon. Erlaube dir, ungeheuer frustriert über die gemachten Erfahrungen zu sein. Das ist völlig ok. Widerstand zwecklos.

Bei der Frustration und negativen Verallgemeinerungen würde ich erstmal bleiben. Panikattacken entstehen ja, wenn der negativ-Wirbel ununterbrochen weiter gedacht wird. Vielleicht denkst du zu detailliert daran? Könnt ich drauf wetten. :tja:

Ich habe für die unterschiedlichsten Themen meine Standart-Verallgemeinerungen und sage sie mir auf, solange sie sich gut anfühlen. Für meine beinahe tödliche Krebserkrankung hatte ich lange den Spruch " Gott, war das eine Riesenscheiße! Kein Bock da noch eine Sekunde länger drüber nachzudenken. Bäh. Punkt." So ungefähr. 8-) Das tat gut. :P
Du musst nichts "bewältigen" oder dich - Plopp - gut fühlen, sondern dich besser fühlen. Das ist ein großer Unterschied. Vielleicht auch ein Unterschied zu herkömmlichem Mentaltraining? Erfinde es doch einfach neu. :lieb:

Liebe Grüße
ZaWo

PS: Ich habe deinen Threadtitel geändert, so dass er dem Inhalt eher entspricht.
ZaWo
 

Re: Frage zu Panikattacken

Beitragvon New Energy » 29. Nov 2011, 14:38

Danke für den neuen Titel. Jetzt weiß man wenigstens, worum es geht.

Aber das war mal wieder typisch für mich: ich hab mich hinter dem Wischi-Waschi-Titel versteckt.
Es war mir unangenehm, ja nahezu peinlich, mein Problem zu offenbaren. Auch noch so eine Macke von mir. Ich schäme mich nicht nur schnell selber, für irgendwelche Dinge. Wenn meine eigenen Fettnäpfchen nicht reichen, schäme ich mich auch gerne einmal fremd...

Stimmt, ich mache gerne zu große Schritte - meistens sogar noch den 3. oder 4. Schritt vor dem ersten und wundere mich, wenn ich auf die Schnauze falle.
Und nochmal richtig: ich habe von mir erwartet, dass ich alles sofort abhaken kann. Denn ich darf nicht schwach sein. Ich muss stark sein. Schließlich bin ich doch schlau. Hab alles gelernt, was man wissen muss, um seine Gedanken zu kontrollieren. Das Alles hat viel Geld gekostet - diese Ausbildungen meine ich. Also habe ich es gefälligst auch zu nutzen, anzuwenden und perfekt zu sein. Und zwar sofort. Die Investition muss sich gegelohnt haben. :shock: Ich hoffe, ihr habt die Ironie gespürt...
Aber genau so bin ich mit mir umgegangen. Wie blöd kann man/frau eigentlich sein.
Aber Danke für eure Hinweise, sie habe mir schnell klar gemacht, dass ich schon wieder in meinem alten Muster drinstecke - gesteckt habe. Klar, ich weiß, dass alles, was man verdrängt nur noch stärker wird. Aber genau in die Falle bin ich voll rein getappst.
Aber jetzt weiß ich, dass ich die Angst zulassen darf. Denn sie ist da, keine Frage. Es hätte ja auch alles ganz anders ausgehen könnten. Und nochmal richtig, es war eine Scheißerfahrung und ich sollte nicht mehr darüber grübeln. Heute Morgen habe ich ein Lied im Radio gehlrt, ein Weihnachtslied im rheinischen Dialekt gesungen und dieses Lied hat mich zu Tränen gerührt. Keine Ahnung warum, aber es ist direkt bis an Herz gegangen. Und ich habe es zugelassen - habe mir erlaubt rührselig zu sein und die Tränen einfach kullern zu lassen. Es tut so gut, nicht immer stark sein zu müssen.

Danke Zawo und Zimtstern. :danke:

New Energy
New Energy
 
Beiträge: 11
Registriert: 10.2011
Wohnort: Rheinland-Pfalz
Geschlecht: weiblich

Re: Frage zu Panikattacken

Beitragvon New Energy » 14. Dez 2011, 18:07

Keine Ahnung, ob es jemanden interessiert, aber die Panik ist wieder weg. Genauso schnell, wie sie aufgetaucht íst, war sie auch wieder verschwunden.
Aber ich habe da so eine Ahnung, wieso es dazu gekommen ist. Offensichtlich habe ich da im Unterbewußtsein etwas "angeklickt". Ich habe nämlich das Stricken für mich wieder neu entdeckt... Eigentlich ziemlich unspektakulär, ich weiß. Aber in diesem FAll scheint es mir der Auslöser gewesen zu sein. Ich hatte nämlich in der Zeit, als die Panickattacken zum ersten Mal bei mir auftraten, ein Wollgeschäft und damals habe ich jeden Tag stundenlang gestrickt. In der vergangenen 15 Jahren, konnte ich nicht mehr stricken. Auf jeden Versuch, auch wenn es nur wenige Minuten Stricken waren, hab ich mit mind.3 Tagen heftiger Migräne reagiert.
Jetzt hatte ich aber riesige Lust mir ein schönes Lace-Tuch zu stricken... und hab es gemacht.
Damit hab ich vermutlich eine alte Verknüpfung aktiviert und jetzt, so denke ich aufgelöst. Eine solche Ruhe und Ausgeglichenheit wie in den letzten Tagen, habe ich schon lange nicht mehr gespürt.

Gerade eben habe ich hier im Forum den 40-Tage-Kurs entdeckt und will gleich morgen damit starten.
Hab ich schon gesagt, dass ich sehr happy bin, euch gefunden zu haben? Auch wenn ich nicht jeden Tag reinschaue, und nicht zu jedem Beitrag einen Kommentar schreibe, lese ich hier doch sehr viel und freue mich immer mit euch, über eure Fortschritte.

Liebe Grüße
New Energy
New Energy
 
Beiträge: 11
Registriert: 10.2011
Wohnort: Rheinland-Pfalz
Geschlecht: weiblich

Re: Frage zu Panikattacken

Beitragvon Flower1973 » 14. Dez 2011, 20:44

Hi New Engergie,

Ich habe das auch vor 1-2 Tagen gemerkt. Ich bin einen Weg gegangen der mich an ein früheres Erlebnis erinnert hat und habe mit Angstattacken reagiert. Zuerst wusste ich nicht wieso, ich war total schockiert über meine negativen Gedanken, aber jetzt bin ich heilfroh erkannt zu haben, dass ein früheres Erlebnis diese Reaktion hervorgerufen hat.

So war das auch bei dir und dem Stricken.

Schön, dass es dir besser geht,

Lg Flower
Flower1973
 


Zurück zu "Erfahrungsaustausch"


 

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

web tracker