Fokus ändern - schwierig bei Schmerzen?

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Fokus ändern - schwierig bei Schmerzen?

Beitragvon Summersun » 9. Okt 2011, 22:02

Hallo ihr Lieben,

ich möchte Euch mal gerne interviewen über Eure Erfahrungen, wenn es um (körperliche) Schmerzen geht.

Ich finde es momentan so verdammt schwierig, einen Fokuswechsel vorzunehmen, wenn ich Schmerzen habe. Die drängen sich ja so frech in den Vordergrund meiner Aufmerksamkeit. :cry:

Natürlich ist es einfach innezuhalten und zu denken: "Aha, das ist es also was ich nicht will. Was will ich? Ich will gesunde Füße, die sich gut fühlen und mit Leichtigkeit und Wohlsein durch meinen Tag gehen".

Leider habe ich bei diesem Pivoting nicht das Gefühl, dass ich mich wirklich auf die Anwesenheit von Gesundheit konzentriere, obwohl ich darüber spreche. Ich spreche über Gesundheit, aber es fühlt sich so an, dass meine Ausrichtung hinter den Worten immer noch von dem "unwanted", den Schmerzen, dominiert wird.

Hat eine von Euch Meisterinnen schon mal erfolgreich Schmerzen ignoriert und ihnen die Aufmerksamkeit entzogen? Auch speziell chronische Schmerzen, die jeden Tag da sind?

Wenn ich Kopfschmerzen habe (habe ich öfters), dann klappt das viel besser. Weil ich weiß, dass dieser Zustand IMMER ein vorrübergehender ist und ich ihn mit Tabletten oder Sport wegmachen kann oder die Kopfschmerzen verschwinden sowieso von alleine wieder. Aber jetzt habe ich es mit chronischen Schmerzen (Fuß) zu tun. Ich hatte das schon 2 x in der Vergangenheit und es war jedesmal eine sehr langwierige Angelegenheit wieder schmerzfrei zu werden. Das hat natürlich nette Glaubenssätze über diese erneuten Schmerzen geformt.

Vielleicht kann mir jemand eine kleine Erleuchtung schenken, wie ich neu denken könnte.

Grüße, Summersun
Summersun
 

Re: Fokus ändern - schwierig bei Schmerzen?

Beitragvon zimtstern » 9. Okt 2011, 23:46

Liebe Summersun :lieb:

Hast du den Schmerz im Fuß momentan permanent oder gibt es auch mal kurze Zeitspannen in denen er weg ist oder wenigstens ein bisschen erträglicher?

Meine spontane Idee war, das Schmerzempfinden und das Gesundsein voneinander zu trennen, damit der Schmerz nicht deinen "ich bin nicht gesund"-Gedanken permanent verstärkt.

Kannst du denn daran glauben dass du gesund bist, und alle "Zustände" wie Abraham solche Angelegenheiten nennen, nur auf eine unausbalancierte Schwingung beruhen, egal welches Ausmaß diese Zustände haben?
Ich würde versuchen mir bewußt zu machen dass "Ich" gesund und vollkkommen in Ordnung bin, es aber irgendwas gibt, dass dein "ich" festhält (nicht loslassen kann), was zu dieser Kluft zwischen deinem ich und Ich führt.

Also 1. Du bist immer vollkommen in Ordnung, und 2. an was könnte dein "ich" festhalten, welche Gedanken könnten das sein die du nicht loslassen kannst?

Du könntest dir auch noch mal den schriftlichen Workshop "Krankheit loslassen (in diesem Fall Krebs)" anschauen.

Die Gedanken die dahinter stecken sind natürlich ganz individuell. Aber die Antwort/Erkenntnis ist schon im Vortex.


Zu den Schmerzen... Mir hat vor kurzem zum ersten mal geholfen mir bewußt zu machen dass Gefühle (damit meine ich neutrale, unbewertete Empfindungen/Wahrnehmungen) und Emotionen nicht das selbe sind.

Du nimmst eine Schmerzempfindung wahr und deine bewußte oder unbewußte automatische Bewertung dieser Empfindung lautet zB. "gefährlich" als Reaktion darauf möchtest du diese Empfindung sofort loswerden, was natürlich auch sofort zu massivem Widerstand führt.

Grade auf Schmerzempfindungen reagieren wir ja fast automatisch, da Schmerz ja auch eine Warnung sein könnte.
(Zb. die Hand schnell von der heißen Herdplatte zu nehmen).

Die einzige Möglichkeit die ich gefunden habe mich bei bestimmten Schmerzen immer wieder kurzzeitig (aber eben immer wieder) schmerzfrei zu machen ist es den Widerstand gegen den Schmerz aufzugeben.
Versuche nicht mehr die Empfindung (klingt netter) loswerden zu wollen, sondern fühle sogar mal hinein.
Ich habe versucht mit meiner Aufmerksamkeit immer bei der Empfindung und dem entsprechenden Körperareal zu bleiben, und wie durch ein Wunder hat sich die Emfpindung dadurch förmlich meiner Aufmerksamkeit entzogen.

Manchmal hilft auch schon alleine sich bewußt zu machen, dass diese Empfindung nichts gefährliches ist.

Ich habe auch schon mal gelesen man solle sich auf ein gesundes, schmerzfreies Körperteil konzentrieren,
das hat bei mir aber nie funktioniert. Und mich "schmerzfrei" zu imaginieren ging auch nicht, da sich der Schmerz dann umso stärker aufgedrängt hat.

Ich weiß nicht wie Abrahams Erklärung zu Schmerz ist... Ich bin mir auch nicht sicher ob Schmerz immer etwas unangenehmes sein muss, und wir zu gar keiner anderen Bewertung kommen können,
denn es gibt ja auch Menschen denen das bereiten von Schmerzen Freude macht, und deren Bewertung der Empfindung sicher ganz anders aussieht.

Aber wenn unsere Bewertung zum Schmerz negativ ausfällt, wir uns also in einer negativen Emotion befinden, dann würden Abraham sicher das sagen was sie immer sagen, nämlich dass es ein Zeichen ist dass wir nicht im schwingungsmäßigen Einklang sind.

Wenn der Schmerz aber gar nicht permanent ist (wie zB. bei Kopfschmerzen) sondern beispielsweise nur beim auftreten auftritt, dann würde ich jeden schmerzfreien Moment nutzen in den Vortex zu kommen.

Außerdem könnte das "nicht auftreten/gehen können" auch ein Hinweis auf die dahinterliegenden Gedanken sein...


Ganz lieben Gruß, und wir alle sehen dich als das was du bist, nämlich vollkommen gesund! :lieb:
:hug:

Zimtstern
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Re: Fokus ändern - schwierig bei Schmerzen?

Beitragvon lawofattraction » 10. Okt 2011, 06:39




Hallo Summersun,

Abraham anerkennen immer, dass Schmerzen da sind, behindern und die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Einer Dame, die seit Jahren unter chronischen Schmerzen litt, sagten sie folgendes, was sie auch oft wiederholen, weil es so genial ist: Du kannst Schmerzen haben und verzweifelt sein, Dich hilflos fühlen oder Du kannst Schmerzen haben und hoffnungsvoll sein. Da erstere ist ganz unten auf der EGS, das andere - Hoffnung - ziemlich nahe beim Vortex angesiedelt.

Ich würde Dir darüberhinaus als Übung empfehlen, aus der konkreten Situation in die negative Generalisierung gehen und dann in die positive Generalisierung, die Dich in die positive Betrachtung des Details - Fuss - führt.

Lieben Gruss
Loa



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Re: Fokus ändern - schwierig bei Schmerzen?

Beitragvon Liebeszauber » 10. Okt 2011, 10:35

Hallo summersun,

schau mal in diesen thread, er enthält wertvolle Hinweise für dich, wie du mit Schmerz umgehen kannst. Besonders die Ausführungen von Loa, in denen sie Grundsätzliches von Abraham zum Thema Schmerzen zusammenfasst, sind gut verständlich und hilfreich- danke Loa!

post23657.html?hilit=Schmerz ist Energie#p23657

Lz
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Re: Fokus ändern - schwierig bei Schmerzen?

Beitragvon Salome » 10. Okt 2011, 12:13

Hallo Ihr Lieben,

das Thema passt im Moment genau zu mir und ich bin jetzt die Nutznieserin Eurer vortrefflichen Gedanken dazu. :danke: auch für den Link des älteren Thread.

Der Hinweis zum gereizten Nerv führt mich in die richtige Richtung. :genau:

Den Schmerz an zu nehmen und zu wissen, dass das eine vorrübergehende Erscheinung ist, ist schon mal hilfreich. Wobei ich wirklich weiß, dass diese Situation bald vorüber ist und ich mich frei bewegen kann.

Doch diesmal ist der Blickwinkel noch etwas anders. Nämlich die Frage, was hat zu dieser Situation geführt, mit welchen alten Glaubensmustern habe ich diese Situation erschaffen?

Jetzt gehe ich in mein stilles Kämmerlein und pflücke das Ganze mal auseinander und freue mich darauf meinem gereizten Rückennerv ade zu sagen. Ich sehe es schon ziemlich klar vor mir. :gvibes:

Hach, Ihr Lieben, Ihr seid einfach toll. :hug:

Liebe Grüße
Salome
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Re: Fokus ändern - schwierig bei Schmerzen?

Beitragvon Salome » 10. Okt 2011, 13:54

Liebe Summersum,

ich poste einfach mal meine Gedanken zum Fokuswechsel zu Deinem, meinem Thema, welches mich schon eine Weile "begleitet".

Es nervt mich in gebeugter Haltung zu arbeiten.
Es nervt mich an einer, für mich, zu niedrigen Arbeitshöhe zu arbeiten.

Ich habe eine Körperlänge, die um einiges über dem Durchschnitt liegt.
In der Vergangenheit habe ich mich oft darüber geärgert, dass ich Garderobe nicht nach meinem Geschmack aussuchen konnte, sondern das kaufte was mir passte, sprich lang genug war. Da war ich so manches Mal richtig wütend und frustriert. Nein, Schuhe in ihrer Größe führen wir nicht. :cry: Hosen kaufte ich in der Herrenabteilung und wurde dabei schräg angeguckt. Linkshänderin bin ich auch noch. :mrgreen:

Ich spüre jetzt in dem Moment, da ich meine alte Geschichte erzähle wie die alte Wut und der Zorn in mir wieder auflodert. Die Wut und der Zorn sind noch nicht verraucht, dabei ist das Schnee von gestern.

Wie ist die Situation denn JETZT?

Ich kann mir Schuhe aussuchen so viel ich will.
Ich kann aus einer unglaublichen Fülle Garderobe aussuchen, wie noch nie zu vor.
Es gibt Scheren, Lineale und so manches Werkzeug für Linkshänder oder so gearbeitete Geräte, dass sie mit der rechten oder linken Hand bedient werden können. :loveshower:

Es gibt keine „Benachteiligung“ oder Einschränkung, ich habe es nur so gesehen.

Linkshändigkeit ist kein Handicap, ich habe es nur lange geglaubt.

Sämtliche Abhandlungen die ich darüber gelesen habe, haben diesen alten Glauben aufrecht erhalten und bestärkt.

Als Linkshänderin bin ich unglaublich geschickt geworden. Ich kann etliches beidhändig ausführen. :gvibes:

Mein nicht annehmen können, so wie ich bin, hat zu der heutigen Situation geführt.

Die Arbeitshöhe beim werkeln hat nichts mit meinem gereizten Nerv, aber rein gar nichts damit zu tun. – falsche Annahme -

Ich bin richtig und gut so wie ich bin, und so sieht mich mein innerstes Sein, und dass schon immer. :stimmt:

Wie schön das ich langsam auch dahin komme. :gvibes:
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Re: Fokus ändern - schwierig bei Schmerzen?

Beitragvon Summersun » 10. Okt 2011, 21:44

Vielen Dank für Eure Antworten.

Special Thank to Liebeszauber für die Verlinkung zum älteren Thread - dieser ist auch hilfreich.

Abe ist wie so oft der Schlüssel:

Ich kann den Schmerz spüren und wütend und verdrossen sein. Oder ich kann den Schmerz spüren und hoffnungsvoll sein. Das sind nur 2 Merksätze, und deshalb gut abrufbar. Prima!

Liebe Grüße, Summersun
Summersun
 

Re: Fokus ändern - schwierig bei Schmerzen?

Beitragvon Summersun » 10. Okt 2011, 21:47

lawofattraction hat geschrieben:

Ich würde Dir darüberhinaus als Übung empfehlen, aus der konkreten Situation in die negative Generalisierung gehen und dann in die positive Generalisierung, die Dich in die positive Betrachtung des Details - Fuss - führt.




Hallo Loa und weitere Kenner,

das ist nun etwas abe-fachchinesich, das ich wohl irgendwie beim Abtauchen nicht mitbekommen habe.

Was ist damit gemeint? Hättet Ihr ein Beispiel für mich, gerne auch aus einem anderen Bereich?

Danke, Summersun
Summersun
 

Re: Fokus ändern - schwierig bei Schmerzen?

Beitragvon zimtstern » 10. Okt 2011, 22:52


Liebe Summersun,

das nennt sich "Decontructing Thought" und ein Beispiel zum Thema Geld von ZaWo findest du hier - (Generalisierung).

Guck dir auch die Methode 21 Den natürlichen Gesundheitszustand wiedererlangen an.

Lieben Gruß,

Zimtstern
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Re: Fokus ändern - schwierig bei Schmerzen?

Beitragvon lawofattraction » 11. Okt 2011, 07:05




Hallo Summersun,

ich wollte noch ein Beispiel nachliefern, habe es dann aber vergessen. Es könnte so aussehen:

Negatives Detail: Ich habe solche Schmerzen im Fuss, kann nicht mehr laufen etc. pp ..... Du kennst Deine Gedanken ja selbst zu Genüge.

Negative Generalisierung: Ich fühle mich total in meinem Bewegungsradius eingeschränkt, kann nur mit Schwierigkeiten meinem normalen Tagesablauf folgen. Das hat einen Einfluss auf mein ganzes Leben. Und meine Stimmung schlägt sich nicht nur auf die anderen Lebensbereiche nieder, sondern überträgt inzwischen auf die ganze Familie. Was habe ich denn da fabriziert, irgendwie ist da im Moment doch der Wurm drin. Ich habe ein wenig meine Lebenslust verloren und frage mich, ob die jemals wiederkommen wird.

Positive Generalisierung: Aber ich werde das schon alles schaffen, auch wenn es mir im Moment schwer fällt. Schliesslich ist das nicht die einzige Hürde, die ich in meinem Leben genommen habe - und da waren viel höhere. Ich habe doch genügend Information, wie ich das wieder zurecht rücken kann. Und es ist nur ein Detail i meinem Leben, dem ich erlaubt habe, alles zu überschatten. Wenn ich das aus der Vogelwarte anschaue, ist diese Issue doch nur ein recht kleiner Teil des Ganzen. Manchmal vergesse ich über den Schmerzen ganz die Freude, die ich doch auch habe. Ich muss da die Prioritäten zurecht rücken.

Positives Detail: Schon meine Gedanken etwas zu sortieren hat einen positiven Umschwung gebracht. Ich bin zuversichtlich, dass ich mithilfe der Medizin und Ausrichtung der Gedanken diese Situation bald verändern kann. Schliesslich weiss ich ja, dass meine Gesundheit direkt von meinen Gedanken beeinflusst wird, und das kann ich nun mit meinem neuen Wissen steuern. Ich habe doch die allerbeste Information, wie ich meine Zellen wieder ihren Job tun lassen kann, ohne ständig mit den dunklen Gedanken Wohlergehen zu verhindern. Ich fühle mich erleichtert, und die Schmerzen werden schon weniger. Mir scheint, mein Fuss hat diesen Umschwung der Gedanken bereits mit bekommen. :clown: Ich bin zuversichtlich, ich habe verstanden.

Lieben Gruss
Loa


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