EUTHANASIE an Tieren

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

EUTHANASIE an Tieren

Beitragvon kleeblatt » 22. Jul 2013, 13:16

wie ist das mit der einschläferung von unseren geliebten haustieren?
ich hatte einen treuen hund, der war für mich mehr als vater und mutter zusammen. er wurde alt, schwach und krank.
ich bin mit meinem hund einen gewissen leidensweg gegangen, das war in ordnung für mich. vor einem monat entschied ich mich, meinen hund erlösen zu lassen. ich habe einen tierarzt gefragt, der kam ... und dann ist etwas passiert, das ich bis heute nicht recht verarbeiten kann. alles ging so schnell... keine zeit, keine zeit ... und dann diese sogenannte gift- oder todesspritze ins herz von meinem kameraden. und mein hund fing an zu schreien, zu rufen ... der tierarzt, berufserfahren, studiert und praktisch, hat selbst "dumm aus der wäsche geguckt" ... er meinte nur, das sei etwas übersinnliches, und ich solle mit meinem hund reden. ich war, ehrlich gesagt, schon während des ganzen euthanasierungsvorgangs sprachlos, geschockt, fremd und wie versteinert. nachher bin ich einfach zusammengebrochen, hab mich bei meinem toten hund entschuldigt, dachte immerzu, an den tierarzt noch einen brief zu schreiben, hab mich über euthanasie an tieren im internet informiert, hab geheult, schlaflose nächte verbracht, hab mit vielen menschen gesprochen, hab meditiert, hab im abrahamforum rumgesucht ... naja, wo ist meine antwort, und was ist denn in dieser euthanasie mit meinem hund wirklich passiert ... ich meine, seine schreie, was bedeuten sie, was wollte mir mein hund mitteilen ... er hatte wahrscheinlich schmerzen, und das tut mir heute noch so sehr weh, diese schmerzen wollte ich ihm nie geben, nein, mein hund sollte in frieden von mir gehen dürfen ... und dann kam alles anders ... und jeztzt?
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Re: EUTHANASIE an Tieren

Beitragvon Trirar » 23. Jul 2013, 21:53

Hallo Kleeblatt,
es tut mir sehr leid zu hören was dir passiert ist,
die Einschläferung war die richtige Entscheidung...du kennst bzw. kanntest deinen Hund am besten, und kannst abschätzen, wie er gelitten hat...meistens zögert man viel zu lange!!!


ich mag dir gar nicht sagen, wie das zustande kam, was deinem Hund passiert ist....ist mir auch passiert, daraus lernt man, es tut mir so leid!!
Wenn du das doch wissen möchtest, sag bescheid.

Auf KEINEN FALL solltest du jemals mit irgendeinem Tier wieder zu dem gehen...
Refering to Arguments: Perhaps I am right, but I am out off the Vortex, right now.
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Re: EUTHANASIE an Tieren

Beitragvon lawofattraction » 24. Jul 2013, 07:09




Liebe Kleeblatt,

hast Du schon einmal im Forum in die Suche das Wort Tiere eingegeben? Du bekommst eine ganze Menge Treffer, die kannst Du vielleicht einmal überfliegen und die lesen, die Dich anziehen. In den Workshops ist auch einiges zu finden, was Tiere und ihre Absicht auf dieser Erde betrifft. Die Information Abrahams uns zu Tieren im Allgemeinen und Haustieren im Speziellen kann Dir viel Einsicht vermitteln und hoffentlich auch Erleichterung Deines Kummers bringen.

Was da beim Einschläfern Deines geliebten Hundes geschehen ist, tut jedem leid, der es liest, auch dann, wenn er keine eigenen Tiere hat. Jeder kann nachvollziehen, dass es schmerzhaft ist, sich von einem tierischen Begleiter zu verabschieden und dass wir hinterher eine sehr grosse Lücke empfinden. Ich verstehe das sehr gut, ich lebe im Moment mit Hund 9 und 10 und habe über die vergangenen Jahr 8 geliebte Hunde gehen lassen.

Einige haben mir das grosse Geschenk gemacht, still und ohne Hilfe von aussen zu gehen, für die meisten habe ich aufgrund von Krankheit und der Unfähigkeit, weiter würdevoll zu leben, die Entscheidung getroffen, dass es besser wäre, ihnen vom Tierarzt dabei helfen zu lassen. Zum Glück musste ich nie eine solche Erfahrung machen wie Du. Aber Fehler passieren auch den fähigsten Menschen, niemand ist unfehlbar, und ich denke nicht, dass man dort eine Schuld zuweisen kann. Das allerdings als übersinnliche Erfahrung hinzustellen ist für mich wiederum grenzwertig.

Ich weiss, wie sehr wir mit uns ringen müssen, überhaupt erst die Entscheidung zur Euthanasie zu treffen, und es ist natürlich immer unser Wunsch, dass der Übergang friedvoll und schnell vonstatten geht. Glaub mir, nach allem, was ich mit und von Hunden gelernt habe und mit all dem Wissen um die Absicht der Tiere hier auf der Erde, das Abraham uns vermitteln, kann ich Dir mit Überzeugung sagen, dass Dein Hund das lange nicht so schrecklich empfindet wie Du. Wir projizieren nur zu gerne unser menschliches Denken und Empfinden auf die Tiere und "vermenschlichen" sie dadurch. Tiere sind viel widerstandsfreier im Annehmen der Konditionen, in denen sie sich befinden, auch wenn das von aussen manchmal nicht so zu sein scheint.

Ich könnte noch verstehen, dass Du von "Schuld" sprichst, wenn Du Deinen Hund tagelang hättest leiden lassen, ohne ihm Erleichterung zu verschaffen, nicht aber aufgrund der Geschehnisse. Du hast Dein Bestes getan und wolltest ihm einen qualvollen natürlichen Tod ersparen - das ist in sich selbst ein Liebsdienst, da wir damit die Entscheidung treffen, uns von jemandem zu trennen, den wir lieben. Der Tierarzt, davon bin ich überzeugt, hat auch sein Bestes getan, nur war es leider in diesem Fall nicht gut. Leider geschehen in unserem Leben Dinge, die wir lieber nicht erfahren möchten. Der Mann hatte vielleicht einen schlechten Tag, und Du warst aufgrund Deines Kummers verständlicherweise auch nicht in der besten Verfassung.

Entlasse diesen ganzen Vorfall aus Deiner Erinnerung. Stoppe die Gedanken, wenn sie wieder auf das Karussell des "warum und weshalb" und der Schuldgefühle aufspringen wollen. Das macht Dich nur noch trauriger und unglücklicher, aber es macht Deinen Hund auch nicht wieder lebendig. Verändere in Deiner Erinnerung doch diese letzten Minuten. Unsere Vorstellungskraft ist so machtvoll, das das möglich ist. Oder blende sie aus, wenn Du das nicht kannst, und sieh ihn nach dem letzten Atemzug befreit und erleichtert von Schmerzen ins Nicht-Physische gehen.

Die Dinge sind immer so, wie sie sind. Das scheint eine Binsenwahrheit zu sein, die aber trotzdem unendlich viel Weisheit in sich trägt. Wir können Vergangenes nicht ungeschehen machen, aber wir haben die Fähigkeit, unseren Fokus zu verändern und andere Gedanken zu denken, die uns auch wiederum andere Gefühle bescheren. Ganz klar gesagt: Es ist Deine Entscheidung, ob Du das Geschehen immer wieder gedanklich wiederholen wirst oder ob Du hier und heute beschliesst, sie zu verändern. Das gelingt, indem Du erst einmal Ablenkung suchst, indem Du jedesmal, wenn wieder die Erinnerung hoch kommt, sofort etwas anderes tust, was Dich in einen veränderten Zustand versetzt. Mit Übung ist das sehr gut möglich.

Schau nach vorne, vielleicht siehst Du Dich da auch eines Tages mit einem anderen Vierbeiner, dem Du Deine Liebe und Deine Fürsorge schenken kannst. Es gibt so viele, die auf ein liebevolles Zuhause warten und froh sind, Dir ihre Liebe zu schenken.

Und zuletzt - Deinem Hund geht es jetzt gut, egal, wie seine letzten Sekunden waren - er ist im Frieden, mit Dir, mit sich, mit allem.

Alles Gute für Dich
Loa


P.S. Und tue Dir den Gefallen und frage Trirar nicht nach der Information, die sie anbietet. Sie ist nun zu nichts, aber auch gar nichts nütze. Sie verlängert nur noch Deinen Kummer - so wie das jedes Beschäftigen mit dem Thema tut - und das Wissen um das Warum macht Vergangenes weder ungeschehen noch leichter.



*Resistance means feeling Singular instead of Plural* Abraham


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Re: EUTHANASIE an Tieren

Beitragvon Trirar » 24. Jul 2013, 20:17

lawofattraction hat geschrieben:

P.S. Und tue Dir den Gefallen und frage Trirar nicht nach der Information, die sie anbietet. Sie ist nun zu nichts, aber auch gar nichts nütze. Sie verlängert nur noch Deinen Kummer - so wie das jedes Beschäftigen mit dem Thema tut - und das Wissen um das Warum macht Vergangenes weder ungeschehen noch leichter.




Naja, dafür, damit es beim nächsten Tier nicht WIEDER passiert...ich war froh, dass mir DAS bei den anderen Tieren erspart geblieben ist....
ich würde allerdings anraten, das Kleeblatt sich das von einem ANDEREN Tierarzt fachlich erklären lässt.
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Re: EUTHANASIE an Tieren

Beitragvon lawofattraction » 24. Jul 2013, 20:26





Ja, dann, wenn es wieder einmal als Notwendigkeit anstehen sollte, ein Tier einzuschläfern. Im Moment kann das nur das Momentum dessen verlängern, was jemand nach der traumatischen Erfahrung wirklich nicht haben muss. Es bringt gemäss dem LoA nur noch mehr Schmerz und Trauer, sich weiter mit der Angelegenheit zu beschäftigen.



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Re: EUTHANASIE an Tieren

Beitragvon Trirar » 24. Jul 2013, 20:39

PS:

Bitte mache dir keine Vorwürfe, du hast die besten Intentionen gehabt - und kannst nichts für die Umstände.

Und so schön das Miteinander mit den Tieren auch ist, hat man auch die Verantwortung gegenüber des treuen Begleiters und muss auch schwere Entscheidungen tragen, die zum Wohl des Tieres sind.
Überhaupt, die Überwindung zum Einschläfern ist so schwer...da gibt es kein falsch und richtig! Wartet man zu lange mit der Entscheidung, und die Tiere sterben von selber ist es meist viel viel schlimmer...habe mich schon oft geärgert, dass ich die Entscheidung nicht getroffen habe.

Abraham haben in einem Workshop auf die Frage nach "lebenslangem Kummer nach Verlust eines Kindes" geantwortet:
Dass man nie wieder glücklich werden könnte, wenn man den Verlust im Diesseits betrauert, und sich das Gegenteil wünscht. Abarahm schlagen vor, dass man so schnell wie möglich auf die höherschwingende Ebene gelangen solle, und dann dort mit den Verschiedenen Kontakt aufnehmen solle...!
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Re: EUTHANASIE an Tieren

Beitragvon Trirar » 24. Jul 2013, 20:39

@Loa

ja, du hast Recht...
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Re: EUTHANASIE an Tieren

Beitragvon kleeblatt » 28. Jul 2013, 15:55

lieben dank für euer beiden mitgefühl und antwort, ich weiß das sehr, sehr zu schätzen.
vieles, das mir loa geschrieben hat, wusste ich schon, tat es immer wieder berücksichtigen und war "irre" am ÜBEN!
aber ich muss auch ehrlich gestehn, dass ich immer wieder "privat" mit ABRAHAM ins gespräch gegangen bin, manchmal sogar regelrecht ins Gericht!! ich hoffe ABRAHAM nehmen mir das nicht übel, sie sind nunmal die Lehrer und ich "nur" der Schüler. ich habe eine sehr intensive Zeit hinter mir, da war mein Hund, da ist das Leid in meiner Familie, da kam das Unwetter, und ich wurde - zusammen mit meinem Hund auch noch zum "Flutopfer", dann hatte ich selber noch Unfälle, Erkältungen und physische, sowie psychchische Beschwerden ... mein LEBEN in allen Ehren! ... aber manchmal reicht´s mir einfach. Oft habe ich das gefühl, mein Leben geht schneller oder intensiver vonstatten, als dass ich mit den Lektionen oder Übungseinheiten von ABRAHAM hinterherkomme, also mit meinem Verstand. Leider hab ich auch noch das Problem, in einem Internet - Forum zu kommunizieren und erst recht die englischen beiträge von Abraham im Internet zu verstehen, dabei bin ich noch gar nicht so alt, sondern einfach nur anders :kgrhl:
jetzt zum schluss möchte ich nur mitteilen, dass ich eine gute antwort für mich im bezug auf das erlebnis mit meinem vierbeinigen Freund gefunden habe. ein buch, selber geschrieben von einem langerfahrenen tierarzt, tierliebhaber und tierhalter HENRIK HOFMANN, TIEREN BEIM STERBEN HELFEN - EUTHANASIE IN DER TIERARZTPRAXIS! dieses buch ist erst dieses Jahr im april erschienen, und das hat mir wahrlich geholfen, seit dem fühle ich mich freier, froher und zufriedener ... ich glaube, ABRAHAM will genau das, dass wir GUTE Gefühle finden, auf welchem Weg ist vielleicht nicht so wichtig, hauptsache das Ziel, also ich meine damit die GUTEN Gefühle. Habe ich das richtig ferstanden ... oh pardon, Verstanden??!
Grüße aus dem tiefsten Osten, nahe Polen ... na, und danach geht´s ja weiter, nach Lettland und Russland ... :oops:
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