Erziehung

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Erziehung

Beitragvon cassandra » 13. Jan 2010, 13:50

Hallo Zusammen!

Ich habe verstanden, dass ich andere Zulassen muss, wie sie sind. Doch wenn ich einen Erziehungsauftrag habe, und einen kleinen Tyrannen vor mir habe, wie gestalte ich dann die Realität:
Wünsche ich mir für den "Kleinen"? Oder
Wünsche ich mir für mich?

Macht es Sinn sich zu wünschen, dass das Kind sich ändert?
Macht es Sinn sich zu wünschen, dass ich mich durchsetzte?

Ich will ja zulassen, aber ich möchte auch das ich respektiert werde, und ich möchte das andere Beteiligten nicht ins Hintertreffen kommen. Ich möchte Frieden, Zusammenarbeit und Harmonie. So ist es notwendig, dass der Kleine Tyrann sich zurück nimmt.

Was denkt ihr, sind meine Optionen?

Lieben Gruß
Cassandra
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Re: Erziehung

Beitragvon LillyB » 13. Jan 2010, 14:19

Hallo Cassandra,

welcome und viele Freude hier :ros: . Als erstes würde ich den Kleinen umtaufen in "mein kleiner Goldprinz". Er zeigt Dir nämlich aus meinem ersten Eindruck genau was Du Dir wünschst. Kontrollverlust. Du scheinst davon überzeugt zu sein, alles im Umfeld unter Kontrolle zu halten. Es ist jedoch nicht möglich andere und Umstände zu kontrollieren. Das zeigt die andere Seite der Medaille, nämlich auch bei Dir sorgsam gehütete Kontrolle mal aus den Ufern (Grenzen) zu lassen. Und darüber hinaus zu gehen.

Weiterhin zeigt Dir Dein kleiner Goldprinz, dass es für Dich Zeit wird, Dir selbst und Deinen Wünschen gegenüber Respekt zu zollen und sie fließen und zu zulassen. :loveshower: Und Dich vollkommen anzunehmen, wie Du bist. Und dem Raum in Deinem Leben zu geben.

All is well. Vielleicht ist das Fokus-Rad was für Dich, denn je besser Du Dich fühlst, je glücklicher Du bist, umso mehr Dein Umfeld. Da passiert es dann mitunter, dass so ein Kleiner Prinz sich plötzlich ganz verwandelt. (Kein Frosch nein :tja: )

ALOHA :loveshower:
Lilly
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Re: Erziehung

Beitragvon ZaWo » 13. Jan 2010, 15:20

Hallo Kassandra,

wenn sich in deinem Aussen eine Situation zeigt, die du als tyrannisch empfindest, dann deutet das auf dein eigenes Verhältnis dir selbst gegenüber. Dabei ist es völlig egal, wer da tyrannisch ist. Es kann dein Sohn sein, dein Partner, deine Eltern, dein Arbeitgeber, deine Nachbarn......
Diese Rolle wird immer von irgendwem übernommen, solange du dir selbst gegenüber tyrannisch bleibst.

Sollte es dir gelingen, deinen Sohn durch Druck oder sonstwas zum Lämmchen zu machen (was ich für den Kleinen nicht erhoffe ), dann bringt dir das keine Ruhe, weil sich das Tyrannische dann woanders zeigt.

Ich würde mir an deiner Stelle überlegen, was du dir selbst für dich persönlich wünschen kannst, damit du dich gut fühlst. Deinen Sohn würde ich dabei aber aus der Gleichung lassen. Eher sowas, wie ein paar schöne Urlaubstage mit Freundinnen oder eine Shoppingtour oder eine Haushaltshilfe oder einen tollen Job oder ein Liebswocheende mit Partner oder ......

Vielleicht aber auch tust du mehr für die Familie, als du wirklich zu geben bereit bist?

Lieber Gruss und herzlich Willkommen hier
ZaWo
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Re: Erziehung

Beitragvon ZaWo » 13. Jan 2010, 16:12

Mir fällt noch ein, du könntest auch Spiele mit deinem Sohn machen, die deinen und seinen Blick auf das Positive richten. Ich halte mit meinem Sohn hin und wieder "Ausschau nach Schönem" und ähnliches.
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Re: Erziehung

Beitragvon cassandra » 13. Jan 2010, 18:03

Hallo ihr Lieben,

ich hab mir schon gedacht dass ich meinen Kleinen Goldprinzen (Tagespflegekind) aussen vor halten, und auf mich selbst schauen muss. :mrgreen:
Ich wusste nur nicht, was ich aufgreifen musste. So ist der Tipp mir eine Hilfe, zu schauen wo ich (oder auch die Mutter) mir selbst gegenüber tyrannisch bin, denn Es resoniert zumindest ziemlich stark (obwohl noch nicht greifbar).

Nun kann ich mir zwar vor Augen führen, wie ich gerne den Umgang mit ihm gestalten möchte, doch fehlen mir jetzt die Worte dazu, außer vielleicht der Wunsch nach Harmonie und liebevollen Umgang. Ist ja vielleicht schon etwas...
Was würdet ihr mir empfehlen (wobei Erholung jetzt nicht unbedingt dass ich was ich benötige, zurzeit strotze ich vor Kraft :P )?

Danke und liebe Grüße
Cassandra

PS.: Ich würde gerne nach einer Zeit wieder auf das Thema zurück kommen, und erzählen was sich ergeben hat, wenn es nicht stört.
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Re: Erziehung

Beitragvon LillyB » 13. Jan 2010, 22:26

Hallo Cassandra,

wenn Du nach Empfehlung fragst, würde ich Dir raten, den kleinen Goldprinzen einfach mal zu beobachten ohne direkt zu werten. Vielleicht habt Ihr beide sehr viel Energie und nicht alle Ventile dafür? Und ich würde versuchen, mich selbst dabei zu beobachten. Z.B. meine Tagesgestaltung. Und meine Erwartungen.

Ist da Raum zum spielen? - reines Beispiel jetzt.

ALOHA
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Re: Erziehung

Beitragvon jada » 13. Jan 2010, 22:59

Hallo Cassandra,

net bös sein, aber muss Erziehung überhaupt sein? Kann mich gar net errinnern das ich meinen Sohn erzogen habe. Wüsste auch net wie das gehen soll.

Vielleicht kannst du ja genauer beschreiben, was er so tyrannisches macht? Geht es darum das du ihn bedienen sollst, oder er dich nicht in Ruhe lässt wenn du eine ruhige Minute brauchst (z.B. Toillette gehen), oder stimmt was net beim Essen, oder will er das alles nach seiner Nase läuft...? Wie alt ist er überhaupt? Hast du noch andere Kinder zu betreuen?
Die Badewanne prahte sehr, sie hielt sich für das Mittelmeer.
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Re: Erziehung

Beitragvon cassandra » 14. Jan 2010, 09:39

jada hat geschrieben:net bös sein, aber muss Erziehung überhaupt sein? Kann mich gar net errinnern das ich meinen Sohn erzogen habe. Wüsste auch net wie das gehen soll.


Hallo Jada,

ich kann es dir nicht sagen ob Erziehung notwendig ist, ich habe das Gefühl, dass ich meine Kinder erzogen haben. Sie sind nun groß, und wenn ich mir sie anschaue, dann habe ich schon ein guten Gefühl. Allerdings bin ich noch nicht lange in der bewussten Realitätsgestaltung. Wer weiß, vielleicht hätte ich einiges anders gemacht.

Vielleicht kannst du ja genauer beschreiben, was er so tyrannisches macht? Geht es darum das du ihn bedienen sollst, oder er dich nicht in Ruhe lässt wenn du eine ruhige Minute brauchst (z.B. Toillette gehen), oder stimmt was net beim Essen, oder will er das alles nach seiner Nase läuft...? Wie alt ist er überhaupt? Hast du noch andere Kinder zu betreuen?


Das er zehn ist, hatte ich oben schon erwähnt, und betreuen tu ich noch seine 12 jährige Schwester.
In diesen tyrannischen Phasen (es gibt gottseidank auch andere): Er sagt zu allem Nein; zähneputzen, baden, rausgehen, aufräumen - da ist nichts zu machen.
Bitten werden grundsätzlich abgeschlagen, auch wenn es darum geht einen verletzten Vogel zu helfen.
Steht neben der Mutter während sie kocht, und nörgelt das sie dies und jenes noch nicht gemacht hat. Und der Ton ist immer befehlend und vorwurfsvoll, egal wieviel mühe man sich gibt ihm gerecht zu werden.

Irgendwie fühlte ich mich jetzt gar nicht gut, dies zu schreiben, wo ich mich doch heute morgen schon einen harmonischen Tag gewünscht habe - war jetzt bestimmt kontraproduktiv.
Ich werde aufjedenfall nach positiven Ausschau halten, und meine Aufmerksamkeit darauf ausrichten.

Lieben Gruß
Cassandra
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Re: Erziehung

Beitragvon cassandra » 14. Jan 2010, 09:52

LillyB hat geschrieben:wenn Du nach Empfehlung fragst, würde ich Dir raten, den kleinen Goldprinzen einfach mal zu beobachten ohne direkt zu werten. Vielleicht habt Ihr beide sehr viel Energie und nicht alle Ventile dafür? Und ich würde versuchen, mich selbst dabei zu beobachten. Z.B. meine Tagesgestaltung. Und meine Erwartungen.

Ist da Raum zum spielen? - reines Beispiel jetzt.


Hallo Lilly,

das mit dem Beobachten fällt mir nicht schwer, bin schließlich nur von aussen betroffen, werten tu ich auch nicht grundsätzlich. Ich sehe seine Persönlichkeit, und ich sehe seine Not, das er zerissen ist, zwischen zwei Stühlen sitzt. Er ist aber auch sehr verschlossen, ich komme also auch nicht richtig an ihm ran, weiß nicht wie ich ihm helfen kann.
Bei der Mutter sieht es da schon ganz anders aus, sie ist nervlich etwas am Boden, und seine Schwester gar nicht gut auf ihm zu sprechen.

Danke und liebn Gruß
Cassandra
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Re: Erziehung

Beitragvon jada » 14. Jan 2010, 10:00

Liebe cassandra,

das mit der Erziehung soll natürlich nicht bös gemeint sein. Ich habe nur bei meiner Schwester bemerkt, dass sie wahnsinnig viel Kraft darauf verwende ihre Kleine richtig zu erziehen. Sie wünscht sich immer ein Danke und Bitte, selber könnte sie sowas gar nicht sagen, weil sie es nicht für nötig hält. Gibts noch einige Sachen, die mir eben diesen Nachgeschmack von Erziehung geben. Wenn ich selber Danke und Bitte aufrichtig sage, dann wird auch mein Kind dieses Verhalten nachahmen, weil es in seiner Natur liegt. Dadurch ist Erziehung überflüssig.

Das er zehn ist, hatte ich oben schon erwähnt, und betreuen tu ich noch seine 12 jährige Schwester.
In diesen tyrannischen Phasen (es gibt gottseidank auch andere): Er sagt zu allem Nein; zähneputzen, baden, rausgehen, aufräumen - da ist nichts zu machen.
Bitten werden grundsätzlich abgeschlagen, auch wenn es darum geht einen verletzten Vogel zu helfen.
Steht neben der Mutter während sie kocht, und nörgelt das sie dies und jenes noch nicht gemacht hat. Und der Ton ist immer befehlend und vorwurfsvoll, egal wieviel mühe man sich gibt ihm gerecht zu werden.

Leider bin ich nicht so der gute Erklärtyp (das kann LOA 1000mal besser), aber ich versuche es. Schwierig ist auch ein Kind zu beurteilen, dass man gar nicht kennt geschweige gesehen hat. Sorry das ich das Alter überlesen habe.
10 Jahre ist schon recht gross, von den Beschreibungen her, dachte ich er könnte 4 sein :oops: . So ein trotziges Verhalten würde ich auch ein bisschen kindisch sehen. Möchte er auf etwas aufmerksam machen? Fehlt ihm irgendetwas z.B. mehr Zeit mit den Eltern, Aufmerksamkeit, die Möglichkeit zu sein wie er ist, Probleme in der Schule? Wahr er schon immer so? Vielleicht ist er in der Vorpupertät? Dann gibt es auch ganz normale hormonelle Veränderungen die Jungs zu schaffen machen. Sein Testerestonspiegel müsste einen Steigerungsschub bekommen haben.
Auch wenn es keine Erklärung gibt und ihr euch nicht mehr helfen könnte, bleibt euch nichts anderes übrig als ihn so lieben wie er ist. Für die Liebe seiner Eltern (und auch Bezugspersonen) muss er nicht lieb sein, oder wie es für euch besser wäre. Genau so wie er ist, so hat er auch das 100% Recht geliebt zu werden. Als Mutter bleibt ja auch gar nix anderes übrig, weil zurückgeben geht ja net :P . Egal wie er ist und es auch einem schwerfällt, irgendwie würde ich dem Jungen aufrichtig zu verstehen geben, dass er so wie er ist richtig ist. Ich meine damit sein Sein und nicht das tyrannische. Man muss natürlich nicht unverschämtes Verhalten tolerieren, oder seine eigenen Grenzen verletzten lassen.
Die Badewanne prahte sehr, sie hielt sich für das Mittelmeer.
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Re: Erziehung

Beitragvon lawofattraction » 14. Jan 2010, 10:14

cassandra hat geschrieben:Steht neben der Mutter während sie kocht, und nörgelt das sie dies und jenes noch nicht gemacht hat. Und der Ton ist immer befehlend und vorwurfsvoll, egal wieviel mühe man sich gibt ihm gerecht zu werden.


Hallo Cassandra,

ich hatte spontan den Gedanken, dass er sich das wohl bei jemandem abgeschaut hat ....

Warum gibst Du der ganzen Sache nicht etwas Leichtigkeit? Und siehst Dich eher in Richtung Oma statt Erzieherin? (Das Wort lässt mich schon schaudern.) Das nimmt den Druck von Dir, irgendetwas an dem Kind "in Ordnung bringen" zu müssen. Ist Erziehung nicht eher die Aufgabe der direkten Angehörigen wie Mutter und Vater? Aufgrund dessen, was Du schreibst, scheinen das keine einfachen Familienverhältnisse zu sein. Aber ich denke, es ist nicht Deine Aufgabe ihre Probleme zu lösen - das müssen die Beteiligten schon selbst tun - und wenn nötig auch mit professioneller Hilfe.

Wenn Du Lockerheit in das Verhältnis zu dem Jungen bringst und Dein erstes Ziel ist, dass Ihr zusammen Spass habt und eine gute Zeit miteinander verbringt, hat das bei ihm sicherlich Resonanz. Denn er - wie jeder andere Mensch - möchte genau das Gleiche.

Wie sagen doch Abraham: Das Wichtigste ist, dass Ihr Freude lebt.

In diesem Sinne
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Re: Erziehung

Beitragvon ZaWo » 14. Jan 2010, 13:48

jada hat geschrieben:Kann mich gar net errinnern das ich meinen Sohn erzogen habe. Wüsste auch net wie das gehen soll.


:kgrhl:
Das geht mir auch so.
Diese Jahr hatte mein Vater einen runden Geburtstag, er wurde 70 und ganze Familie und Freunde wurden feudalst eingeladen. Wir saßen da an gemischten Tischen. Es wurde Reden geschwungen etc wie das halt so ist, ziemlich nervtötend für Kinder. Mein Kleiner und ich saßen an einem gemischten Tisch (Verwandte und Freunde meiner Eltern). Uns genau gegenüber saß eine Grund-Schulleiterin, die ich auch noch aus Kindertagen kenne. Sie hat mir am Ende des Essens ein Kompliment gemacht und gesagt, dass sie selten ein so gut erzogenes Kind gesehen hätte. Und das von einer Fachfrau, die täglich viele Kinder sieht.

Dabei erziehe ich meinen Sohn überhaupt nicht. Ich lebe mit ihm. Und am Tisch bin ich ganz normal mit ihm umgegangen. :grllll:

Und die Bestätigung einer eher strengen Lehrerin tat trotzdem gut. :gvibes:
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Re: Erziehung

Beitragvon ZaWo » 14. Jan 2010, 14:02

Und noch eine Episode:

Mein Sohn hat sich schon als Baby als er gerade sitzen konnte mit dem Lätzchen, nach jedem zweiten oder dritten Bisschen, vornehm den Mund abgetupft. Sowas kannte ich vorher nur aus irgendwelchen Adeligen-Filmen und er hat das bestimmt niemals bei uns zu Hause so gesehen.

Im Urlaub wurden wir dafür von den Nebentischen teilweise komisch beäugt. Die dachten wohl, wir trimmen bereits ein Baby auf Tischmanieren. Sowas von komisch. :lol: Er konnte auch ganz schnell mit Messer und Gabel essen ohne großes Gezweige.
Kinder bringen viel mehr schon mit, als man sich überhaupt vorstellen kann. :mrgreen:
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Re: Erziehung

Beitragvon ZaWo » 14. Jan 2010, 14:30

Cassandra schrieb:
Steht neben der Mutter während sie kocht, und nörgelt das sie dies und jenes noch nicht gemacht hat. Und der Ton ist immer befehlend und vorwurfsvoll, egal wieviel mühe man sich gibt ihm gerecht zu werden.


Ich nehme seit einigen Wochen einen Schulkameraden von meinem Kleinen zum Fussballunterricht mit, weil seine Mutter kein Auto hat und auch zu der Zeit arbeitet. Dieser Junge ist auch so. :nachdenk:
Und das kann ganz schön nerven.
Ich habe das Gefühl, er glaubt immer zu kurz zu kommen und ist deshalb so.

Was ich bisher gemacht habe:
Wenn er nölt, dass er was nicht will, sag ich: Dann lässt du es halt.
Wenn er rumnölt, wie lange die Fahrt noch dauert, sag ich: Sie dauert so lange wie sie dauert.
....
Aber er findet immer was neues zum nölen. :102:
Es geht ihm somit nicht im geringsten um Inhalte, sondern nur ums nölen und vor allem um meine Aufmerksamkeit. Mir ist auch aufgefallen, dass er versucht, meinen Sohn vor mir schlecht zu machen.

Ich nehme an, da ist nichts zu machen. Er ist schlecht drauf und da kannste machen was du willst, es wird nix nützen. Ich glaube auch, dass ich bei ihm in die alte Falle getappt bin, dass ich für seine gute Laune zuständig bin. Und das ist es dann auch was sich letztendlich so nervend anfühlt. ich versuche das Unkontrollierbare zu kontrollieren und scheitere natürlich daran. Ich bin aber für seine Laune nicht nur nicht zuständig, sondern kann da nichtmal was machen. Er muss sich selbst hochbeamen und ich mich selbst schwingungsmäßig besser vorbereiten.

Das Thema lässt sich somit auf den Umgang mit schlechtgelaunten Co-Creators verallgemeinern.

Schaun wir mal. Ich werde ebenfalls berichten. :P
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Re: Erziehung

Beitragvon LillyB » 14. Jan 2010, 16:22

Hallo Ihr,

in erster Linie bei sich selbst zu bleiben, die eigene Schwingung zu halten bzw. zu erhöhen, in der Vortex zu bleiben kann sehr gut klappen. Währenddessen halte ich in ähnlichen Situationen (wo mich das also aus der nächsten Nähe betrifft) Ausschau nach positiven Aspekten meines Gegenübers. Das hat oft eine direkte positiv Wirkung. :gvibes: Ach und noch etwas Cassandra, Du schreibst wörtlich, dass Du seine Zerrissenheit siehst. Evtl. liegt da ein unerwünschter Anziehungspunkt. Schau auf ihn, als sei er heil oder auf etwas anderes (was heil ist und es leichter macht, ihn Dir als heil vorzustellen). Ginge das?

Bin auch gespannt auf Eure Berichte.

ALOHA
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Re: Erziehung

Beitragvon ZaWo » 14. Jan 2010, 17:35

Da ganze hat ja auch eine wirklich komische Seite:

Man muss sich nur mal vorstellen, was für ein wahrhaft königliches Leben, solche kleine Möchtegern-Tyrannen gerade dabei sind, sich zu erschaffen. Vielleicht mach ich mir mal den Spass und überlege mir bei seinem nächsten Genöle, welche Wunschraketen er da gerade abschießt. :P Da kommt bestimmt einiges zusammen.
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Re: Erziehung

Beitragvon cassandra » 15. Jan 2010, 09:59

ZaWo hat geschrieben:Mir fällt noch ein, du könntest auch Spiele mit deinem Sohn machen, die deinen und seinen Blick auf das Positive richten. Ich halte mit meinem Sohn hin und wieder "Ausschau nach Schönem" und ähnliches.


Hallo ZaWo,

funktioniert das nach dem Motto "Ich sehe was, was du nicht siehst"?

Gruß
Cassandra
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Re: Erziehung

Beitragvon cassandra » 15. Jan 2010, 10:22

lawofattraction hat geschrieben:
cassandra hat geschrieben:Steht neben der Mutter während sie kocht, und nörgelt das sie dies und jenes noch nicht gemacht hat. Und der Ton ist immer befehlend und vorwurfsvoll, egal wieviel mühe man sich gibt ihm gerecht zu werden.


ich hatte spontan den Gedanken, dass er sich das wohl bei jemandem abgeschaut hat ....


Ach wie recht du doch hast...

Warum gibst Du der ganzen Sache nicht etwas Leichtigkeit? Und siehst Dich eher in Richtung Oma statt Erzieherin? (Das Wort lässt mich schon schaudern.) Das nimmt den Druck von Dir, irgendetwas an dem Kind "in Ordnung bringen" zu müssen.


Mit erziehen meine ich Grenzen setzen: Sie dürfen Playstation spielen, oder einen Film schauen usw., aber nur eine begrenzte Zeit. Die Hausaufgaben müssen gemacht werden, dass Zimmer aufgeräumt, und sie dürfen auch mal für andere den Tisch mit decken, und nicht nur für sich alleine.
Und vor allem, sie dürfen auch miteinander, und am besten auch noch zu anderen, freundlich sein, weil dies das Zusammenleben extrem erleichtert.

das keine einfachen Familienverhältnisse zu sein. Aber ich denke, es ist nicht Deine Aufgabe ihre Probleme zu lösen - das müssen die Beteiligten schon selbst tun - und wenn nötig auch mit professioneller Hilfe.


Tja, sie Familienverhältnisse sind im besten Fall nicht einfach, aber ich würde sie eher als Kontraproduktiv beschreiben.
Nun, die Beidend sind in meine Leben getreten (oder ich in ihrs), und so liegen sie auch in meinen Aufmerksamkeitsbereich. Ich bin mit ihnen den ganzen Nachmittag zusammen, ich habe sie lieb gewonnen, und so sehe ich auch in ihnen meine Aufgabe, mein Verantwortungsbereich.
Nichtsdestotrotz, wollen die Mutter und ich jetzt wirklich professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Nächste Woche haben wir ein Termin bei einer Jugendpsychologin.

Wenn Du Lockerheit in das Verhältnis zu dem Jungen bringst und Dein erstes Ziel ist, dass Ihr zusammen Spass habt und eine gute Zeit miteinander verbringt, hat das bei ihm sicherlich Resonanz. Denn er - wie jeder andere Mensch - möchte genau das Gleiche.

Wie sagen doch Abraham: Das Wichtigste ist, dass Ihr Freude lebt.


Darauf baue ich!
Ich will wirklich Spaß und Freude mit ihnen haben.


Danke, und einen lieben Gruß
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Re: Erziehung

Beitragvon cassandra » 15. Jan 2010, 10:38

ZaWo hat geschrieben:Was ich bisher gemacht habe:
Wenn er nölt, dass er was nicht will, sag ich: Dann lässt du es halt.
Wenn er rumnölt, wie lange die Fahrt noch dauert, sag ich: Sie dauert so lange wie sie dauert.
....
Aber er findet immer was neues zum nölen. :102:
Es geht ihm somit nicht im geringsten um Inhalte, sondern nur ums nölen und vor allem um meine Aufmerksamkeit. Mir ist auch aufgefallen, dass er versucht, meinen Sohn vor mir schlecht zu machen.

Ich nehme an, da ist nichts zu machen. Er ist schlecht drauf und da kannste machen was du willst, es wird nix nützen. Ich glaube auch, dass ich bei ihm in die alte Falle getappt bin, dass ich für seine gute Laune zuständig bin. Und das ist es dann auch was sich letztendlich so nervend anfühlt. ich versuche das Unkontrollierbare zu kontrollieren und scheitere natürlich daran. Ich bin aber für seine Laune nicht nur nicht zuständig, sondern kann da nichtmal was machen. Er muss sich selbst hochbeamen und ich mich selbst schwingungsmäßig besser vorbereiten.

Das Thema lässt sich somit auf den Umgang mit schlechtgelaunten Co-Creators verallgemeinern.

Schaun wir mal. Ich werde ebenfalls berichten. :P


Nun, ich versuche auch etwas zu kontrollieren, was ich nicht kontrollieren kann, denn er hat sich dazu entschieden so zu reagieren. Nachdem wir übrigens gestern tatsächlich einen halbwegs harmonischen Nachmittag hatten, ist er abends, weil seine Mutter ihm nicht gleich seinen Willen gab (und ich sie auch drum gebeten habe es nicht zu tun), vollkommen ausgerastet, und lieferte genau das, was ich oben beschrieben habe, in absolut konzentrieter Form ab. Ich dachte mir nur, das Universum lässt grüßen.

Aber ich denke, du hast mir hier noch einen neuen Ansatzpunkt gegeben: "Mein" Problem ist auch seine Verschlossenheit, so das man über vieles einfach nicht reden kann, weil er abblockt. Doch ich kann ihn sehr wohl darauf aufmerksam machen, dass es ihn besser gehen könnte (er leidet ja schließlich auch unter seinen Eskapaden), wenn er es denn wolle, und ich ihn dabei helfen könnte.

Nun, mal sehn...
Nochmals Danke
Cassandra
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Re: Erziehung

Beitragvon cassandra » 15. Jan 2010, 11:06

LillyB hat geschrieben:in erster Linie bei sich selbst zu bleiben, die eigene Schwingung zu halten bzw. zu erhöhen, in der Vortex zu bleiben kann sehr gut klappen. Währenddessen halte ich in ähnlichen Situationen (wo mich das also aus der nächsten Nähe betrifft) Ausschau nach positiven Aspekten meines Gegenübers. Das hat oft eine direkte positiv Wirkung. :gvibes:


Hallo Lilly,

Hut ab! Ich war gestern so sehr damit beschäftigt mich gegen ihre Aggressionen zu schützen (mental natürlich) und mich abzulenken, um mich nicht provozieren zu lassen, dass ich gar nicht erst die Schnittstelle gefunden habe um meine Schwingung zu halten, oder gar zu erhöhen. Versucht habe ich es mit "Ich wünschte mir, ... Wie formuliert man eigentlich positiv, wenn man gerade dabei ist sich abzublocken???
Ich schätze mal, abblocken ist nicht zulassen, oder?

Ach und noch etwas Cassandra, Du schreibst wörtlich, dass Du seine Zerrissenheit siehst. Evtl. liegt da ein unerwünschter Anziehungspunkt. Schau auf ihn, als sei er heil oder auf etwas anderes (was heil ist und es leichter macht, ihn Dir als heil vorzustellen). Ginge das?


Ich versuche es, ist ja schließlich an Anhaltspunkt! Ich freue mich darauf (und auch andere Tipps, die mir hier gegeben werden) heute nachmittag anzuwenden.

Danke und lieben Gruß
Cassandra
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Re: Erziehung

Beitragvon lawofattraction » 15. Jan 2010, 11:11



Hallo Cassandra,

ich würde als ersten Schritt einmal trennen, was Dich mit dem Kind verbindet und was er mit seinen Eltern lebt. Das muss nicht das Gleiche sein, und was seine Eltern mit ihm leben, entzieht sich Deinem Einfluss. Du kannst ein ganz anderes Verhältnis mit ihm haben, wenn Du Dir klar machst, dass Du den Ton in Eurer Beziehung anders setzen kannst. Du kannst in der Tat einen grossen Unterschied im Verlauf des Lebens dieses Jungen machen, wenn Du Dich nicht in das Boot der Eltern begibst. Hast Du Dich einmal gefragt, warum Du mit den Lehren von Abraham in Kontakt gekommen bist?

Jeder Versuch, ihn zu verändern, wird Widerstand hervorrufen. Egal, ob das Dein Wunsch ist, er möge sich mehr öffnen oder das Verlangen, sich auf irgendeine andere Weise so zu verhalten, dass die Erwachsenen sich wohl fühlen können. Denn von denen wurde doch der erste Schritt getan, dass er so reagiert, wie er das tut. Der jetzt dem Kind angelastet wird.

Ich wünsche mir für diese Welt, dass das Wort Erziehung durch Liebe ersetzt wird.

Liebe Grüsse
Loa


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Re: Erziehung

Beitragvon lawofattraction » 15. Jan 2010, 11:26

cassandra hat geschrieben:Versucht habe ich es mit "Ich wünschte mir, ... Wie formuliert man eigentlich positiv, wenn man gerade dabei ist sich abzublocken???
Ich schätze mal, abblocken ist nicht zulassen, oder?


Es kommt darauf an, wo Du Dich auf der Emotionalen Leitskala befindest. Zu grosse Sprünge sind garnicht möglich. Also lieber langam raufgehen und Schritt für Schritt Deine eigene Befindlichkeit verbessern. Und das am besten vor einem Zusammentreffen.

Affirmationen könnten sein "ich wünsche mir ein entspanntes, liebevolles Verhältnis zu dem Jungen" oder "ich wünsche mir Geduld beim Zusammensein mit ihm" oder "ich möchte gerne in der Lage sein, das Potential in ihm zu sehen" oder "ich wünsche mir eine Beziehung zu ihm in gegenseitigem Respekt und Achtung" oder "ich wünsche mir, dass Freude und Liebe der dominante Faktor unserer Beziehung sind" und so ähnlich.



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Re: Erziehung

Beitragvon ZaWo » 15. Jan 2010, 12:12

cassandra hat geschrieben:
ZaWo hat geschrieben:Mir fällt noch ein, du könntest auch Spiele mit deinem Sohn machen, die deinen und seinen Blick auf das Positive richten. Ich halte mit meinem Sohn hin und wieder "Ausschau nach Schönem" und ähnliches.


Hallo ZaWo,

funktioniert das nach dem Motto "Ich sehe was, was du nicht siehst"?

Gruß
Cassandra


"Nach Schönem Ausschau" halten ist von ihem Ursprung her eine Zulassenstechnik, die ich (ich glaube) bei Abraham gelesen habe. Sie geht so:

Du nimmst dir vor für eine gewisse Zeitspanne nach Schönem Ausschau zu halten. Also rumgucken, was dir Schönes auffällt oder dich an was Schönes erinnert.
Mit meinem Sohn spiele ich das während Autofahrten oder Spaziergängen und wir wechseln uns dabei ab. Erst muss er was Schönes finden, dann ich usw.
Das funktioniert am besten, wenn wir beide nicht besonders niedergeschlagen, eher in den mittleren Gefühlsbereichen sind.

Wir diskutieren dann auch darüber warum, was schön ist. :P
ZaWo
 

Re: Erziehung

Beitragvon LillyB » 15. Jan 2010, 12:52

Hallo liebe Cassandra,

Hut ab? Mönsch ja - was meinst Du was ich am üben war und bin, um mich nicht immer ablenken zu lassen und ich sage mir jeden Tag: Nochmal von vorne, wenn es noch nicht hingehauen hat. :five: Irgendwann an einem Punkt spüre ich ja, wenn ich im Vortex bin, öfter und öfter und es wird leichter und leichter drin zu bleiben oder schneller zurück- bzw. reinzuhüpfen.

Geübt habe ich und bin immer dabei: Selbstwertschätzung (immer direkt morgens). Wie z.B. beginnst Du Deinen Tag?

Dann gerne auch (immer wieder in möglichen Poltersituationen) Sigment-Intending. Denn wann immer einer oder eine Gruppe meinen Schwingungskreis betritt - ändert sich die Gesamtenergie (sogar wie ABE betonen, schon wenn ich den Telefonhörer abnehme). Also Obacht geben, wann die Energie sich ändert.

Dann nehme ich mir auch Menschen (aus Büchern, Filmen, egal) als Vorbildfigur ganz bewußt in einer solchen Beispielsituation und sage: Oh das ist so toll wie die damit umgeht und die Einstellung, will ich auch. Und visualisiere mir das praktisch an.

Das Wichtigste wie der Erlebnisbericht vom Abraham-Workshop von Gothem Girl hier immer wieder betont, möglichst im Vortex zu bleiben bzw. dieses zu üben (da ist jede Herausforderung auch eine willkommene Übung).

ALOHA :five:
Lilly
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Re: Erziehung

Beitragvon ZaWo » 20. Jan 2010, 12:50

So, ich wollte ja berichten:

Heute erfahre ich, dass der Junge nicht mehr in Fussball gehen will. Wir sollen ihn nicht mehr abholen, sagt er, Fussball wäre langweilig.
Ob das jetzt ein Wegvibrieren ist? Ich weiss es nicht. Falls ja, dann wäre das ganz schön schnell gegangen :nachdenk: und gesehen habe ich ihn seit ich das oben geschrieben habe und mich neu ausgerichtet haben, auch nicht mehr. Schade finde ich diesen Ausgang auch, da ich den Jungen mag und ihn schon gerne unterstützt hätte - aber wohl nicht so. :hä: Naja. Sorum funktioniert das LoA aber eben auch und manchmal sind die Wege eben solche. Da ist es schonmal schwierig, das auch gut zu finden, auch wenn es ein gutes Zeichen für die eigenen Schwingungsbewegungen wohl ist. 8-)
ZaWo
 

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