Erwartungen

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Erwartungen

Beitragvon shaoli » 26. Mär 2011, 11:39

Hi ihr Allerliebsten,

bei mir ist da gerade ein allgemeiner Hallo-Wach-Ruf eingegangen. In den letzten Wochen habe ich mich teilweise wie ein Pittbul in den Gedanken "Ungerecht,ungerecht, ungerecht " verbissen. Überall soziale Ungerechtigkeit, wie mir schien.

Es ist immer der eigene Mangel, der solche Emotionen auslöst, das war mir schon klar, aaaaaber....Zuletzt habe ich geflucht und gezweifelt, weil sich die Dinge für mich, trotz aller Bemühungen und aller Offenheit meinerseits, alles, was ich anziehe, auf die Resonanz in mir zu prüfen, immer schlechter entwickelten.
Eines Abends lag ich im Bett und haderte mal wieder mit mir, meinem völligen Unvermögen, umzusetzen, woran ich glaube und der Welt. Ich hatte einen sehr bewegten Traum in dieser Nacht und am Morgen Klarheit über meine ERWARTUNGEN.


Ich denke sehr viel nach, eigentlich dauernd, vor allem über mich - was ich falsch mache, was ich ändern könnte, auch, um diese wunderbaren Lehren und ihre Versprechen zu erfüllen. Zuletzt dachte ich wutentbrannt: SO!!! Jetzt reichts. Ich übernehme Verantwortung, ich kucke IMMER zuerst bei MIR. Ich wünsche jedem NUR Gutes, ich bin NICHT mißgünstig, DA IST SO VIEL LIEBE IN MIR !!! Ehrlich empfundene, tiefe Liebe dem Leben und der Schöpfung gegenüber, ehrlicher, freundlicher Respekt vor dem anders-sein, kindliche Neugier auf andere Kulturen, ihre Gebräuche, ihren Glauben. Wenn angeblich ALLES schon da ist, warum bekomme ich nicht wenigstens ein STÜCK vom Kuchen, sondern finde mich immer wieder UNTER dem Tisch wieder, wo ich die Krümel einsammele ??? Ich bin sogar so weit gegangen, zu fragen, ob ich es vielleicht nicht wert bin, zu dumm, ob ich mir etwas vormache, wenn ich glaube, ich sei SO.

In meinem Traum waren all` meine Erwartungen versammelt oder die Menschen, mit denen ich Erlebnisse verbinde, die meine Erwartungen bis heute beeinflussen. Nicht die, mit denen ich die schmerzhaftesten verbinde ( die so eindeutig waren, daß ich bereitwillig zuerst einmal an ihnen "arbeitete" ), sondern die, die mir nicht wichtig genug waren, um ihnen Beachtung zu schenken. Und wir haben ZUSAMMENGEARBEITET.

Morgens dachte ich, daß ich eben das, was ich WILL, so selbstverständlich erwarten muß, wie ich erwarte, daß das Licht angeht, wenn ich den Schalter drücke. Tausend Mal gelesen und níe kapiert, daß ich immer wieder das ERWARTE, was ich kenne und nicht das, was ich mir wünsche...

So, das mußte ich jetzt loswerden.

Liebe Grüße
Shaoli
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Re: Erwartungen

Beitragvon la joie » 27. Mär 2011, 11:30

Liebe shaoli,

ich verstehe Dich so gut! Jedes Wort kann ich unterschreiben!

Möglicherweise fehlt es uns an Geduld und Gleichmut!

An manchen Tagen geht es gut, an anderen weniger. Dieses Gedankenkarussell empfinde ich auch als sehr lästig!

Herzliche Grüße

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Re: Erwartungen

Beitragvon Salome » 27. Mär 2011, 13:07

Ihr lieben „Ungeduldigen“, :hä: :102:

habt Vertrauen in Euch selber.
Als ich an einem ähnlichen Punkt war, stellte ich fest, „Dünne Liebe sieht dicke Fehler“ und stellte mir die Frage nach meiner Selbstliebe und sah dicke Fehler. Dank Abraham und ihrer vielfältigen Hilfestellungen, wählte ich die Methode „Das Rad der Aufmerksamkeit“ anwenden.
Dazu Workshop 61 anwenden, und Ihr werdet euch bald in Eurer Haut wohler fühlen. :P :loveshower:
Dazu finde ich Workshop 64 vortrefflich. :bussi:

Liebe Grüße
und gutes Gelingen
wünscht Euch
Salome :lieb:
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Re: Erwartungen

Beitragvon shaoli » 28. Mär 2011, 13:51

Hi :ros:

Ich hatte schon eher eine regelrechte Sinnkrise, irgendwie schien alles vergeblich zu sein, obwohl ich mich zutiefst verbunden fühle mit diesen Lehren. Immer nur Angst und Mangel, als ob mich jemand verhöhnen wolle. Also wirklich als ob eine große, himmlische Hand mir immer wieder um die Ohren hauen würde, daß ich ein dummes Menschlein bin und mich mit absoluter Leichtigkeit auf meinen Platz verweist. Bis ich das Gefühl hatte, mich in Luft aufzulösen, weil nicht einmal mehr Nahestehende mich wahrzunehmen schienen. Irgendwann saß ich völlig fertig im Bad und dachte nur noch: " Egal - und wenn ich nichts und niemanden mehr habe - ich BIN. Dann BIN ich eben nur noch. Und ich könnte auch NICHT mehr sein wollen. Meine Entscheidung. "

Klingt wahrscheinlich suizidgefährdet und krank, bezieht sich aber nicht auf mein Leben, sondern aufs Überleben wollen durch festhalten von Menschen und deren Meinungen und Umständen und Dingen ... keine Ahnung, ob ich das verständlich `rüberbringen kann, ist ein ätherisches Gefühl :102: Und hat mich, umso mehr ich darüber nachdachte, etwa drei Meter groß werden lassen. Innerlich :mrgreen:

Dieser Traum ist für mich so wertvoll, weil etwas kompliziertes plötzlich so einfach und transparent wurde, daß ichs im Schlaf begriffen habe, nach der ganzen emotionalen Schinderei einfach erleichternd, etwas selbstverständlich zu verstehen :gvibes:

Ich mußte nicht einmal meine alten Erwartungen überprüfen, sondern erwarte jetzt einfach so, daß sich die Dinge wunderbar entwickeln, ohne darüber nachdenken zu müssen, was ich erwarten will oder sollte.

Viele Grüße
Shaoli
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Re: Erwartungen

Beitragvon la joie » 29. Mär 2011, 08:40

Danke liebe Salome, ich habe alles gelesen! Du hast recht - mein Mathelehrer hat immer gesagt, man muss nicht alles wissen - man muss nur wissen, wo man nachschauen kann!

Liebe shaoli,
Ich hatte vorgestern eine vollkommen schlaflose Nacht - angefüllt mit einem sehr negativen Gedankenkarussell. Ich weiß nicht warum - es war hätte sich seit Jahren so eine Art innerer Schmutzfilm angesammelt, der nach draussen wollte! Nach dieser Nacht habe ich so ein Gefühl von "fertig mit Frühjahrsputz"!

Jetzt fühlt es sich wieder gut an! Das Gefühl des "unsichtbar seins" kenne ich auch gut - ich ignoriere es einfach!

Wir können jeden Tag ein wenig "weiser" werden - wir können uns nach jedem Rückschlag an unsere innere Stärke zurückerinnern, wir können nach jeder Anfeindung von aussen, die uns trotz besseren Wissens schmerzt zu der Gewissheit zurückkehren, dass uns nichts passieren kann, dass wir beschützt und behütet sind und "Herr unseres Glücks"!

Ich wünsche Euch allen einen liebevollen Tag!

Herzliche Grüße

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Re: Erwartungen

Beitragvon Kia » 29. Mär 2011, 10:13

Liebe Shaoli,
shaoli hat geschrieben:Egal - und wenn ich nichts und niemanden mehr habe - ich BIN. Dann BIN ich eben nur noch. Und ich könnte auch NICHT mehr sein wollen. Meine Entscheidung. "


Ich kenne das gut, dieses völlig loslassen und komplett aufgeben. Der einzige Unterschied zu früher - aber es ist ein riesiger Unterschied - ist, dass ich das jetzt fast immer freiwillig mache. Dieses komplett loslassen und aufgeben und sein lassen, mich und alles und alle anderen sein lassen, ohne Absicht, ohne Ziel - ohne Gedanken.

Es war für mich extrem wichtig zu erkennen, dass ich dabei nicht leiden muss. Das komplette Aufgeben des " klein kia" führt ja sofort in das Grosse, Ewige, Grenzenlose.

Und diese Beschreibung von Dir, dass Du Dich plötzlich 3 m gross fühltest - ja die Ausdehnung ist dann sofort da.

Danke Dir.
:hug:
Kia
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