Enttäuschte Erwartungen

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Enttäuschte Erwartungen

Beitragvon Maike » 8. Feb 2015, 17:15

Hallo Ihr Lieben,

ein Thema beschäftigt mich gerade so sehr, dass das Geld-Thema in den Hintergrund getreten ist. Ich habe versucht, im Alleingang eine Lösung zu finden. Leider hänge ich emotional so tief drin, dass ich gerade Scheuklappen auf habe.
Ich bin unglaublich enttäuscht und fast eingefroren vor Enttäuschung. Ja, es waren meine Erwartungen, die ich an Menschen gestellt habe und die, weil sie nicht erfüllt wurden, mich nun in Mark und Bein treffen.

Ich hatte einige Menschen um Hilfe gebeten. Ganz explizit, denn ich dachte, es kann mir ja niemand Wünsche von den Augen ablesen. Es folgte keine einzige Reaktion. Dabei vermischt sich leider Verbitterung darüber, was ich für diese Menschen bereits getan habe - und das auch gerne. Und nun im Gegenzug im Regen stehen gelassen zu werden. In mir braut sich eine Wut über Egoismus und Gleichgültigkeit auf, dass mir mein Hals wehtut und ich mich schrecklich ohnmächtig fühle. Ich bin jemand, dem Füreinanderdasein und Verbindlichkeit wichtig sind. Das alles sammelt sich jetzt zusammen als genereller Zweifel über das Gutsein von Menschen gepaart mit Misstrauen und Angst davor, noch mehr verletzt zu werden. Eigentlich ist das schon ziemlich verrückt, wie weit ich da gedanklich treibe, aber andererseits offenbaren sich hier gerade Schluchten an heftigen Überzeugungen. :|

Mir ist klar, dass ich diese Menschen bzw. ihr Verhalten in mein Leben gezogen habe. Vom Kopf ist es mir klar, aber was genau dafür sorgt, dass ich häufig Menschen anziehe, denen ich eigentlich ziemlich egal bin und die nur auftauchen, wenn sie einen Benefit aus der Interaktion schlagen können, das verstehe ich nicht. Ich habe oben von Verbitterung geschrieben und genau das ist das Stoppschild, wo ich jetzt sage, dass ich diese Erfahrung nicht mehr möchte. Am liebsten würde ich einfach lachen über diese Manifestationen, einfach nur um Druck abzubauen und das negative Momenten auslaufen zu lassen.

Worum geht es bei zwischenmenschlichen Beziehungen? Darüber gute Gedanken über mich selber zu haben? Über den anderen? Über das Miteinander? Ich wünsche mir Klarheit über diese Themen und einen Anfasser, der es mir erleichtert, mich nicht noch weiter runterzudrehen.

Ich habe übrigens nicht nur solche rascals um mch herum. Aber ich verallgemeinere gerade fürchterlich und werde damit ungerecht mit denen, die nicht *so* sind. :roll:


Liebe Grüße
Maike
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Re: Enttäuschte Erwartungen

Beitragvon lawofattraction » 8. Feb 2015, 18:24




Liebe Maike,

das ist ein Thema, das die wirklich schmerzhaften zwischenmenschlichen Beziehungen anrührt.

Ich glaube Dir sofort, dass Du diesen Menschen geholfen hast, als es ihnen nicht gut ging, ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, dass sie dankbar sein sollten oder dass Du irgendwelche Hintergedanken bezüglich zukünftiger Gegenleistung hattest.

Der springende Punkt kommt aber nun, da Du selbst Hilfe brauchst. Denn jetzt hast Du wahrscheinlich vor der Frage nach Hilfe eine Erwartungshaltung aufgebaut im Sinne von "dem und der habe ich damals geholfen, also kann ich sie auch fragen". Dann wird diese Erwartung enttäuscht, weil die Menschen sich nicht so verhalten, wie Du das erwartet hast. Ent-Täuschung bedeutet ja, dass man sich in Bezug auf etwas getäuscht hat und das nun schmerzlich wahrnimmt.

Schlagen wir nun den Bogen zurück zu der früheren Hilfe für diese Leute, so ist also doch ein Element vorhanden, dass Dir die Überzeugung gibt, dass der, der Deine Hilfe erhalten hat, nun auch Dir helfen soll. Und das stellt nun wieder umgehend die frühere freiwillig gegebene Hilfe infrage.

Ich denke, mehr als alles andere ist es eine Enttäuschung darüber, dass die eigene Erwartungshaltung nicht befriedigt wurde. Denn wir wissen doch, dass Menschen unberechenbar sind und vor allem, dass wir keine äusseren Bedingungnen kontrollieren können und dass sie wirklich nicht nach unseren Vorstellungen handeln müssen. Tun sie das aber doch .... dann sind wir ent-täuscht.

Darum geht es bei dem Thema der Enttäuschung - wie sehr habe ich meine Macht ins Aussen verlagert und Hilfe von dort erwartet, so dass ich nun in das tiefe Loch falle, weil diese Menschen es vorziehen, ihr eigenes Wohlergehen vor das meine zu setzen.

Maike hat geschrieben:Worum geht es bei zwischenmenschlichen Beziehungen? Darüber gute Gedanken über mich selber zu haben? Über den anderen? Über das Miteinander? Ich wünsche mir Klarheit über diese Themen und einen Anfasser, der es mir erleichtert, mich nicht noch weiter runterzudrehen.


Es geht darum, jederzeit frei zu entscheiden, ob ich etwas tun will und das auch den anderen zugestehe - es muss egal sein, was die anderen denken und wie sie handeln. Dann, wenn wir geben - und genau so dann, wenn wir etwas nicht bekommen, weil der andere es vorgezogen hat, sein eigenes Wohlgefühl in den Vordergrund zu stellen.

Lieben Gruss
Loa



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Re: Enttäuschte Erwartungen

Beitragvon katgirl » 8. Feb 2015, 19:03

lawofattraction hat geschrieben:
Es geht darum, jederzeit frei zu entscheiden, ob ich etwas tun will und das auch den anderen zugestehe - es muss egal sein, was die anderen denken und wie sie handeln. Dann, wenn wir geben - und genau so dann, wenn wir etwas nicht bekommen, weil der andere es vorgezogen hat, sein eigenes Wohlgefühl in den Vordergrund zu stellen.


Vielen Dank Loa,
und genau hier sind wir wieder beim beliebten Thema Selbstwert, was nichts anderes ist als das ständige eigene Wohlgefühl in den Vordergrund zu stellen.

Wenn wir jemanden um etwas bitten, dann meist aus einer Mangelsituation heraus, d.h. wir sind nicht im Alignment mit unserem Wunsch und auch nicht mit dem, von dem wir erwarten, das dieses Loch gestopft werden soll.

Das ist so wie Abe's Vergleich mit dem Bankkonto. Wir schauen auf die falsche Stelle. Wir bitten die falschen um Hilfe.

Wenn wir uns selbst nun in den Vordergrund rücken und sei es durch einfach ein wenig Selbstverwöhnen, dann ist die eigene Macht wieder da und wir können freier agieren. Erst den eigenen IB um Hilfe bitten, was ja automatisch geschieht, dann eingestimmt auf ein höheres Energielevel und dann vllt. andere Leute fragen, falls sie bis dato nicht schon selbst auf der Bildfläche erschienen sein sollten.

Etwas anderes fällt mich auch noch dazu ein und zwar, das Helfen unter dem Vorsatz, dass wenn man selber mal Hilfe braucht diese auch zurück kommt. Hier liegt die Ent-täuschung im eigenen Zweck. Wir täuschen uns selbst, unter dem Mäntelchen des Helfens, über unsere eigene Absicht und produzieren so ganz viel rosa Soße. Bei der nächsten Gelegenheit kommt dann der Bumerang schlagartig zurück.

Maike, Du bist gerade aus dem Flieger gepurzelt und befindest Dich im freien Fall. Zum Thema selbst kannst Du momentan nicht viel machen. Kümmere Dich um Dich selbst, egal wie. Wenn es sein muss zerschmeiss erst mal ein paar Teller, zerreiss Fotos von denen oder was auch immer. Und schau Dir das Thema dann noch mal an, wenn Du Abstand hast.

lg
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Re: Enttäuschte Erwartungen

Beitragvon Maike » 8. Feb 2015, 19:13

Danke euch. Das ist alles harter Tobak und es stellt mein ganzes Denken über den Sinn zwischenmenschlicher Beziehungen in Frage. Im Grunde genommen könnten wir, wenn wir uns nur um uns selbst kümmern, doch auch komplett isoliert leben? Das ist gerade sehr schwierig für mich, wo ich nach dem Motto lebe "einer für alle, alle für einen." Ich mag Zusammenhalt, Füreinanderdasein, den Blick nach links und rechts schwenken und ein Miteinander zu haben. Das Helfen ist nur ein Beispiel. Mein Geburtstag, der jedes Jahr aufs Neue von vielen vergessen wird, ist ein anderes Beispiel. Das Gesamtthema ist "mich überflüssig und unbedeutend zu fühlen".
Ja, mehr als dieses Momentan auslaufen lassen, geht gerade nicht. Danach werde ich einiges vielleicht auch hoffentlich besser verstehen.

Schönen Abend
Maike
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Re: Enttäuschte Erwartungen

Beitragvon Mina » 8. Feb 2015, 19:54

Liebe Maike,

sehr interessantes Thema, ich verstehe deine Enttäuschung und Kummer über das Verhalten der anderen. Gerade weil du dich völlig anders verhalten würdest.

Allerdings ist eine der Kernaussagen von Abraham ja das Recht völlig selbstbestimmt und frei zu (re)agieren und gerade nicht die Erwartungen anderer Menschen befriedigen zu müssen (egal wie moralisch richtig die Erwartunngen im mainstream sind).

Das Beispiel mit Geburtstag vergessen... Ich hatte eine Chefin, die hat immer großen Wert darauf gelegt, dass die Kollegen ihren Geburtstag (oder andere ihr wichtige Termine) nicht vergessen (hat sie aber nie gesagt, sondern durch mehr oder weniger subtiles Beleidigtsein heraushängen lassen) und man sich entsprechen etwas für sie ausdenkt. Mir war diese Erwartungshaltung immer extrem unangenehm. Ich habe zwar sehr widerwillig ihr immer irgend ein kleines Pflichtgeschenk gemacht, aber mein Herz war nicht dabei, ich war regelrecht genervt von dem Getue.

Bei Bekannten und Freunden, die keinerlei Wert darauf legen (z.B. nie gekränkt wären, wenn ich den Geburtstag vergesse oder nicht erwähne), hatte ich immer große Lust und Spaß mir im Vorfeld irgend etwas kreatives speziell für sie auzudenken. Ich hatte manchmal tagelang mir Gedanken gemacht, womit sie überraschen könnte. Der Punkt an der Sache ist, dass MIR es einen wahnsinnigen Spaß gemacht hat und nicht weil ich mich irgendwie verpflichtet gefühlt hatte, ein Geschenk oder eine Geste überhaupt zu machen.

Ich denke, der eintscheidende Punkt ob man von anderen Hilfe, Unterstützng, Annerkennung (auch in Form eines Geburtstagsgrußes) erhält ist, wie man sich selbst wertschätzt, unterstützt, annerkennt. Genau das wird dann auch reflektiert. Es wird nicht reflektiert, was man selbst für andere tut oder tun würde (vor allem aus einer wenig selbstbewußten, sich selbst wertschätzenden Haltung heraus).

Lieben Gruß
Mina
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Re: Enttäuschte Erwartungen

Beitragvon Maike » 8. Feb 2015, 20:00

Liebe Mina,

Mina hat geschrieben:Ich denke, der eintscheidende Punkt ob man von anderen Hilfe, Unterstützng, Annerkennung (auch in Form eines Geburtstagsgrußes) erhält ist, wie man sich selbst wertschätzt, unterstützt, annerkennt. Genau das wird dann auch reflektiert. Es wird nicht reflektiert, was man selbst für andere tut oder tun würde (vor allem aus einer wenig selbstbewußten, sich selbst wertschätzenden Haltung heraus).


Das ist echt ein sehr guter Punkt. Ich hab echt was zu kauen dank eurer tollen Beiträge. :gvibes: Danke.

Liebe Grüße
Maike
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Re: Enttäuschte Erwartungen

Beitragvon Maike » 9. Feb 2015, 02:09

Hallo Ihr Lieben,

ich bin sehr froh, dass ich doch dieses Thema eröffnet habe. Endlich kann ich so neue Gedankenwege einschlagen. Das Thema hat es wirklich in sich und mich bringt das an sehr schmerzhafte Erkenntnisse. Sich in solchen Momenten nämlich klar vor Augen zu halten, dass ich wirklich voll und ganz für mein Leben verantwortlich bin, ist nicht so einfach zu schlucken. Aber ich will aus dieser Schuldzuweisung heraus, die mich nur im Opfersein hält. Und am Ende ist sehr interessant zu sehen, dass die ganzen Themen in einem Strang zusammenlaufen. Das Geld-Thema ist nämlich so weit gar nicht von diesem hier entfernt.

lawofattraction hat geschrieben:Ich denke, mehr als alles andere ist es eine Enttäuschung darüber, dass die eigene Erwartungshaltung nicht befriedigt wurde. Denn wir wissen doch, dass Menschen unberechenbar sind und vor allem, dass wir keine äusseren Bedingungnen kontrollieren können und dass sie wirklich nicht nach unseren Vorstellungen handeln müssen. Tun sie das aber doch .... dann sind wir ent-täuscht.


Ich habe gedacht, es muss so etwas wie Übereinkünfte, eine gemeinsame Moral geben, die das Zusammenleben regelt. Also quasi "Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem anderen zu." Für das eigene Wohlgefühl zu sorgen, sieht aber wohl anders aus.

Ich bin froh, dass das nun alles endlich mal rauskommt. Auch wenn es einen Teil in mir gibt, der gerade immer noch total wütend und verzweifelt ist. Mit dem Wissen im Hinterkopf kann ich es mir wenigstens aus der Distanz ansehen und muss die Schraube nicht weiter nach unten drehen.

Liebe Grüße
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Re: Enttäuschte Erwartungen

Beitragvon Mina » 9. Feb 2015, 07:56

Maike hat geschrieben:Ich habe gedacht, es muss so etwas wie Übereinkünfte, eine gemeinsame Moral geben, die das Zusammenleben regelt. Also quasi "Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem anderen zu." Für das eigene Wohlgefühl zu sorgen, sieht aber wohl anders aus.


Guten Morgen Maike,

ich denke, viele Menschen denken so ähnlich. Die meisten gehen automatisch davon aus, dass Dinge (Verhalten, moralische Werte u.s.w.) ähnlich bewertet und empfunden werden. Ist aber nicht so. Das hängt eben ausschließlich von unseren Glaubenssäzen ab. Man weiß das zwar (nach x Abe-Sessions), aber wenns darauf ankommt, erkennt man Zusammenhang nicht.

Da kommen dann (bei mir jedenfalls) die spontanen Gedanken hoch, warum hat es dieser egoistische Kotzbrocken so viel besser als ich? (egal ob es gerade um Geld, Job, Beziehung, Unterstützung oder was auch immer geht). Ich bin sooo nett zu der Welt da draußen und habe diese Dinge nicht.

Für mich ist der entscheidende Punkt eben gerade nicht, wie nett, freundlich, hilfsbereit, fleißig oder was auch immer für tolles Verhalten man in bezug auf Dinge oder Menschen hat, sondern wie man schlicht und einfach über sich selbst denkt (sozusagen das Preisschild, das man sich selbst an die Stirn klebt, egal wieviel/was ich tue). Oder anders ausgedrückt, was ich an guten Dingen von der Welt und anderen Menschen erwarte, egal was ich dafür tue, denn ich bin es ja wert, dass es mir gut geht.

Ein Egoist ist in der Hinsicht sozusagen der perfekte Magnet für gute Sachen, er denkt ja nur großartig über sich selbst und ist vermtlich ein großer Fan von sich selbst.
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Re: Enttäuschte Erwartungen

Beitragvon lawofattraction » 9. Feb 2015, 08:25

Maike hat geschrieben:Ich habe gedacht, es muss so etwas wie Übereinkünfte, eine gemeinsame Moral geben, die das Zusammenleben regelt.


Liebe Maike,

würde das nicht bedeuten, dass solche Regeln das ganze Zusammenleben in ein starres Korsett sperren und es jeder Lebendigkeit und Leichtigkeit berauben? Wo bleibt da die persönliche Freiheit, wenn wir sagen "tritt der oder jener Fall ein, muss dies oder das getan werden"? Und würde das nicht ad absurdum führen, dass wir Schwingungswesen sind und dass unsere Realität sich auf Schwingung aufbaut? Wir ziehen immer das an, was unserer Schwingung entspricht.

Maike hat geschrieben:Ich hatte einige Menschen um Hilfe gebeten. Ganz explizit, denn ich dachte, es kann mir ja niemand Wünsche von den Augen ablesen.


Mit welchen Gefühlen hast Du das getan? Warst Du unsicher oder hast Dich gar geschämt, dass Du mit direkten Wünschen an andere herantreten musstest? Hast Du Dich darum gedrückt und versucht, Argumente aufzubauen, warum Du Dich für diesen Schritt entschieden hast? Hast Dir lange überlegt, ob Du es tun sollst oder nicht?

Wenn wir um etwas bitten, so ist das vollkommen legitim, zumindest, solange wir auch eine Absage in Kauf nehmen und die Entscheidung der anderen Seite dadurch respektieren. Kann - oder will - das Gegenüber beispielsweise die Bitte nicht erfüllen und denkt, sie muss sich rechtfertigen, so bekommt die ganze Angelegenheit einen sehr unangenehmen Touch, der möglicherweise die spätere Beziehung überschattet.

Der Bittende würde dann seine Nachfrage am liebsten zurückziehen - "hätte ich doch nicht gefragt", und der Gebetene fühlt sich in die Enge gedrängt, weil er ihr nicht nachkommen kann oder will. Das zeigt, wie wenig locker wir mit Ablehnung und Zurückweisung - auch unausgesprochener - umgehen. Für die meisten Menschen ist ein "Ja" mit Zähneknirschen und Widerstand immer noch lieber als ein klares "Nein, kann oder will ich nicht". Und das gilt für die Frageseite genau so wie für die Seite der Gebetenen.

Wer bittet und sich mit dem Wunsch unwohl fühlt, das "eigentlich" ja gar nicht tun möchte und es als einen letzten Ausweg sieht, bekommt aufgrund dieser Schwingung Entsprechendes zurück. Wobei ich dann Schweigen statt Zurückweisung des Wunsches mit Ausflüchten oder Erklärungen immer noch für die bessere Alternative halte. :clown:

Vielleicht kannst Du Dich auch einmal fragen, ob Du Dir zugestehst, nein zu sagen, wenn Du etwas nicht tun möchtest und voll dahinter stehen kannst. Was bedeutet das Nein für Dich? Bedeutet es Lieblosigkeit, Kälte und Ablehnung oder bedeutet es die Freiheit, dem eigenen Wohlgefühl zu folgen? Eigenmacht lässt sich nicht im Aussen messen, das Verhalten der anderen darf kein Massstab für unseren Selbstwert sein. Es wäre verhängnisvoll, die Motive und Beweggründe der anderen Menschen über die reine Tatsache einer Schwingungs-Entsprechung hinaus analysieren zu wollen und zur Beurteilung des eigenen Selbstwertes heranzuziehen.

Es kommt immer wieder zum Selbstwert zurück. Wer einen gesunden Selbstwert hat, kann seine Mitmenschen auf viel fairere Art und Weise akzeptieren. Und selbst dann, wenn nicht alles so läuft wie erhofft, ist ein Menschen mit Selbstwert immer noch in der Lage, das als Teil gelebten Lebens zu akzeptieren ohne daraus ein Versagen zu konstruieren und sich selbst zu bestrafen.

Lieben Gruss und Euch allen eine schöne Woche
Loa




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Re: Enttäuschte Erwartungen

Beitragvon Maike » 9. Feb 2015, 17:43

Hallo Ihr Lieben,

lawofattraction hat geschrieben:würde das nicht bedeuten, dass solche Regeln das ganze Zusammenleben in ein starres Korsett sperren und es jeder Lebendigkeit und Leichtigkeit berauben? Wo bleibt da die persönliche Freiheit, wenn wir sagen "tritt der oder jener Fall ein, muss dies oder das getan werden"? Und würde das nicht ad absurdum führen, dass wir Schwingungswesen sind und dass unsere Realität sich auf Schwingung aufbaut? Wir ziehen immer das an, was unserer Schwingung entspricht.


Und mir wird gerade klar, dass solche Regeln nur dann notwendig sind, wen Angst im Spiel ist und daher das Bedürfnis vorhanden, äußere Umstände zu kontrollieren. Sich all dieser Vorstellungen zu entledigen ist sicher eine Menge Arbeit. Ich denke da nur an Partnerschaften. Vorstellungen und Regeln über Treue, Liebesbeweise und Überzeugungen darüber, was man tut oder nicht tut, wenn man jemanden liebt. Das kann ja heiter werden. 8-)

lawofattraction hat geschrieben:Mit welchen Gefühlen hast Du das getan? Warst Du unsicher oder hast Dich gar geschämt, dass Du mit direkten Wünschen an andere herantreten musstest? Hast Du Dich darum gedrückt und versucht, Argumente aufzubauen, warum Du Dich für diesen Schritt entschieden hast? Hast Dir lange überlegt, ob Du es tun sollst oder nicht?


Ich hatte kein gutes Gefühl dabei. Ich dachte nur, ich muss alle Möglichkeiten ausschöpfen, um mir nicht hinterher vorwerfen zu müssen, dass ich es nicht getan habe. Inspiriertes Handeln war das sicher nicht. Ich habe es vor mir hergeschoben, weil ich niemandem zur Last fallen wollte.

lawofattraction hat geschrieben:Wer bittet und sich mit dem Wunsch unwohl fühlt, das "eigentlich" ja gar nicht tun möchte und es als einen letzten Ausweg sieht, bekommt aufgrund dieser Schwingung Entsprechendes zurück.


Genau so war es. Ich war insgesamt mit dem ganzen Wunsch nicht im Reinen. Dann habe ich mir gedacht, wenn es äußerlich ins Laufen kommt, fällt es mir vielleicht leichter, hinter dem Wunsch zu stehen. Es spielten eine Menge innerer Unsicherheiten mit rein.

lawofattraction hat geschrieben:Vielleicht kannst Du Dich auch einmal fragen, ob Du Dir zugestehst, nein zu sagen, wenn Du etwas nicht tun möchtest und voll dahinter stehen kannst. Was bedeutet das Nein für Dich?


Oft ist es verbunden mit der Angst in Ungnade zu fallen.

Mina hat geschrieben:Für mich ist der entscheidende Punkt eben gerade nicht, wie nett, freundlich, hilfsbereit, fleißig oder was auch immer für tolles Verhalten man in bezug auf Dinge oder Menschen hat, sondern wie man schlicht und einfach über sich selbst denkt (sozusagen das Preisschild, das man sich selbst an die Stirn klebt, egal wieviel/was ich tue). Oder anders ausgedrückt, was ich an guten Dingen von der Welt und anderen Menschen erwarte, egal was ich dafür tue, denn ich bin es ja wert, dass es mir gut geht.


Du hast es sehr gut auf den Punkt gebracht, was ich immer wieder vergesse.

Liebe Grüße
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Re: Enttäuschte Erwartungen

Beitragvon Kein_Schnee » 9. Feb 2015, 21:12

Liebe Maike,

Maike hat geschrieben:Und mir wird gerade klar, dass solche Regeln nur dann notwendig sind, wen Angst im Spiel ist und daher das Bedürfnis vorhanden, äußere Umstände zu kontrollieren. Sich all dieser Vorstellungen zu entledigen ist sicher eine Menge Arbeit. Ich denke da nur an Partnerschaften. Vorstellungen und Regeln über Treue, Liebesbeweise und Überzeugungen darüber, was man tut oder nicht tut, wenn man jemanden liebt. Das kann ja heiter werden.


Ich sehe das genau andersherum: Du musst Dich nicht Deiner Idealvorstellungen von Beziehungen jedweder Form entledigen!
Du mußt nur mit ihnen schwingen.
Und eben nicht damit, dass es das nicht so gibt, wie Du es Dir wünschst.
Es gibt alles, was Du Dir wünschst, wenn Du Dich darauf fokussierst und nicht auf den Zweifel.

Die Ursprungssituation war allerdings bereits eine, in welcher Du eben nicht hattest, was Du brauchtest und deswegen bedürftig warst. Glaubtest, auf Hilfe von außen angewiesen zu sein.
Vielleicht wäre der Ansatz zunächst dort, indem Du Dich eben auf Sicherheit und "Gutgehen" fokussierst.
Davon sprechen die Abrahams sehr oft, nämlich allgemeiner zu denken.
Go general.
Vielleicht schaust Du Dir daraufhin noch ein paar Videos auf Youtube an.
Ich denke, das könnte Dir helfen, nicht den zweiten Schritt vor dem ersten zu machen.
Hätte man nicht das Gefühl, etwas alleine nicht schaffen zu können, könnte einen auch niemand enttäuschen.
Und dann kann man Beziehungen wirklich genießen, ohne etwas fordern zu müssen.
Ich glaube, alle moralischen Regeln sind letztlich auf Unsicherheit und Angst gebaut.

Liebe Grüsse, :huhu2:

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Re: Enttäuschte Erwartungen

Beitragvon Maike » 10. Feb 2015, 00:09

Liebe Kein Schnee,

ich finde das einen interessant Einwand von dir. Tja, ich weiß gar nicht, ob ich wirklich eine Idealvorstellung von einer Beziehung, egal welcher Art, haben will. :nachdenk: Oder anders gesagt, ich hatte ja viele Vorstellungen davon, wie eine Beziehung sein sollte.

Ich hatte gerade vorhin die Erkenntnis, das sämtliche Details, die ich mir in bezug auf gewisse Dinge, z.B. einer Partnerschaft, gewünscht habe, nur dafür sorgen sollten, dass ich mich in Sicherheit wiegen kann und die Gefahr, verletzt und enttäuscht zu werden, möglichst gering zu halten. Abraham sprechen davon, der Versuchung zu widerstehen, die Details selber einzufüllen. Zumal wir durch die ganzen Step ones so viele Details in den Vortex gelegt haben, das wir das selber gar nicht mehr überblicken könnten. Mit anderen Worten, das Vortex-Ergebnis kann die eigene Vorstellungskraft nur um Längen überbieten. Es kann gar nicht anders sein. :gvibes:

Kein_Schnee hat geschrieben:Ich sehe das genau andersherum: Du musst Dich nicht Deiner Idealvorstellungen von Beziehungen jedweder Form entledigen!
Du mußt nur mit ihnen schwingen.


Ich denke, dass wirklich die Beziehung zu mir selber ist, auf die es ankommt. Das, was ich mir für mich wünsche, ist Liebe. Und das ist es auch, was ich mir für alle anderen Beziehungen wünsche. Nur ist das Konzept von Liebe häufig durchtränkt von sämtlichen Vorstellungen, wie etwas zu sein hat.

Liebe Grüße
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Re: Enttäuschte Erwartungen

Beitragvon Kein_Schnee » 10. Feb 2015, 08:17

Liebe Maike,

Maike hat geschrieben:Ich hatte gerade vorhin die Erkenntnis, das sämtliche Details, die ich mir in bezug auf gewisse Dinge, z.B. einer Partnerschaft, gewünscht habe, nur dafür sorgen sollten, dass ich mich in Sicherheit wiegen kann und die Gefahr, verletzt und enttäuscht zu werden, möglichst gering zu halten.


Also, ich wünsche mir durchaus eine Beziehung, in der ich mich sicher und geliebt fühle.
Und ich wünsche mir Freunde, denen mein Wohlergehen am Herzen liegt, wie eben auch umgekehrt.
Ich finde daran nichts Falsches. Es ist nur wieder so, was das LOA betrifft, ich muss mich auf die Frequenz begeben und so tun als ob.
Wie würde es sich anfühlen, wenn meine Beziehungen genau meinen wichtigsten Wünschen entsprächen?
Ganz allgemein und ohne reale Personen mit einzubeziehen.


Maike hat geschrieben:Abraham sprechen davon, der Versuchung zu widerstehen, die Details selber einzufüllen.

Ja, aber hauptsächlich, weil sich dann schneller Widerstände aufbauen.
Kennst Du den Workshopausschnitt, wo sich ein Hotseater unklar ist, ob Monogamie gut oder schlecht ist?
Abe sagen, dass es eben weder noch ist, sondern einfach individuell.
Wenn man das Bedürfnis nach einer monogamen Beziehung hat und komplett auf deren Vorzügen schwingt, ist man ein Match dazu und wird auch entsprechende Partner anziehen.
Ich glaube schon, dass jeder etwas anderes unter guten Beziehungen versteht und je konkreter ich mir bewusst mache, was das für mich ist, desto besser kann ich mich darauf einschwingen.
Dadurch gebe ich mir selbst die Sicherheit und Liebe, die ich mir wünsche, da ich mich nicht dafür verurteile, dass ich es mir wünsche.
Im Gegenteil: Ich bin es mir Wert.

Erst gestern ist mir etwas aufgefallen, was gut dazu passt:
Ich habe einen langjährigen, sehr guten Freund, der mir sehr wichtig ist.
Allerdings ergab sich in den letzten Jahren in bestimmten Punkten ein ziemliches Nicht-Match zwischen uns, sodass ich fast keinen Ausweg mehr sah, als mich von dieser Freundschaft zu verabschieden.
Doch die positiven Aspekte dieser Beziehung waren mir so wichtig, dass ich mich fortan nur noch darauf fokussierte.
Ich baute diese Aspekte auch in alles andere ein, was ich visualisierte, sodass diese wunderbare Seite von ihm ein Teil davon wurde.
Ja, und gestern fiel mir plötzlich auf, dass unser Verhältnis sich erstaunlich verbessert hatte und ich mich fragte:
Wo war noch mal das Problem? :hä:
Das war wirklich ein sehr schönes Gefühl!

Ganz lieben Gruß! :lieb:

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Re: Enttäuschte Erwartungen

Beitragvon Maike » 11. Feb 2015, 02:14

Liebe Kein Schnee,

deine Antwort heute morgen zu lesen, war ein super Start in den Tag.

Kein_Schnee hat geschrieben:Ich glaube schon, dass jeder etwas anderes unter guten Beziehungen versteht und je konkreter ich mir bewusst mache, was das für mich ist, desto besser kann ich mich darauf einschwingen.
Dadurch gebe ich mir selbst die Sicherheit und Liebe, die ich mir wünsche, da ich mich nicht dafür verurteile, dass ich es mir wünsche.
Im Gegenteil: Ich bin es mir Wert.


Was mir die Beschäftigung mit Abraham vor allem gegeben hat, ist, dass das Thema Selbstliebe von sämtlichem esoterischen Glitterkram entkleidet wurde. Es ist greifbar und echt geworden. Und sehr verständlich. Obwohl ich kein Abraham-Neuling bin, beginne ich erst jetzt die wesentlichen Punkte zu begreifen. Von außen fand ich es bei anderen immer so einfach, flawed premises aufzudecken und die Logik der Geschehnisse zu erkennen.

Ich hab die Monogamie-Unterhaltung erst gestern nochmal im Vortex-Buch gelesen. :mrgreen: Und um von hier nochmal den Bogen zu Vorstellungen von Beziehungen zu schlagen: ich hatte gestern wirklich einen Moment, in dem ich glaubte, dass es nicht gut sei, Vorstellungen von Beziehungen zu haben. Doch die Fußangel, über die ich gestolpert bin, war wohl eher die, dass ich sie als Bedingungen aufgestellt habe. Und hier scheint mir in wesentlicher Unterschied zu liegen: eine Bedingung, die äußere Umstände kontrollieren soll oder meine persönlichen Vorzüge, auf die ich mich einschwingen kann, weil es mir Freude bereitet. An dieser Stelle spielt auch eine wesentliche Rolle, ob ich Regeln, Gebote oder Gesetze aufstellen will, um das Gegenteil dessen zu verhindern. Also den Fokus auf die Dinge lege, die mir nicht gefallen und daraus meine Vorstellungen ziehe. Hier schließt sich für mich der Kreis, wenn Abraham sagen, dass wir der Versuchung widerstehen sollten, den Grid selber einzufüllen mit Details. An dem Punkt, an dem ich jetzt stehe, finde ich es am angenehmsten, allgemein Fühlwörter zu fokussieren. Liebe, Leichtigkeit, Entspannung, Flow, Freude, Ruhe, Weite.


Kein_Schnee hat geschrieben:Dadurch gebe ich mir selbst die Sicherheit und Liebe, die ich mir wünsche, da ich mich nicht dafür verurteile, dass ich es mir wünsche.
Im Gegenteil: Ich bin es mir Wert.


Ich muss es nochmal zitieren. :P Ist Sicherheit ist nichts anderes als das, dass ich mich darauf verlasse, dass ich selber mein Leben in der Hand habe, indem ich um mein vibrational being kümmere? Viele äußere Konzepte, die Sicherheit erschaffen sollten, sind doch nur Ausdruck dessen, dass ich mich selbst als potenzielles Opfer potenzieller Umstände empfinde. Ich glaube, diese Erkenntnis war es auch, die mich erstmal dazu gebracht hat, keinerlei Vorstellungen mehr haben zu wollen. Aber wie gesagt, ich denke unterscheidend ist der Antrieb, der den Vorstellungen zugrunde liegt und damit letzten Endes auch die "Fühlposition", aus der heraus ich solche Vorstellungen kreiere.

Einen schönen Tag wünsche ich dir,
Maike
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Re: Enttäuschte Erwartungen

Beitragvon Winterbraut » 13. Nov 2016, 13:16

Hallo Ihr Lieben,

beim durchfühlen meiner neuen Erkenntnisse und durchforsten des Forums nach zusätzlichen und unterstützenden Inhalten komme ich zu Maikes altem Thread mit den Erwartungen, denn mir ging auf:
Die Frage in meinem letzten Thread bezog sich ja im Grunde auch auf Werte, die ich für meine halte, und auf Erwartungen, dass diese von anderen erfüllt werden. Dass also ein Chef zB. mich nicht für Fehler zur Verantwortung zieht, die Jahre vorher von anderen gemacht wurden, nur weil ich gerade so gut in die Schublade im Büro passe, die gerade noch frei war.

Alles ist ja meine Schwingung, aber interessant eben, wo die herkommt und was ich so erwarte. Enttäuschung ist doch ein total interessantes Feld, um eigene Werte und deren Bedeutung zu erkennen. Das lässt sich ja auf alles beziehen, nicht nur auf Helfen und die Erwartung, das auch mir geholfen wird, wie Maike schon erwähnt hatte, sondern auf jede Art Beziehung.

Maike hat geschrieben:
Ich muss es nochmal zitieren. :P Ist Sicherheit ist nichts anderes als das, dass ich mich darauf verlasse, dass ich selber mein Leben in der Hand habe, indem ich um mein vibrational being kümmere? Viele äußere Konzepte, die Sicherheit erschaffen sollten, sind doch nur Ausdruck dessen, dass ich mich selbst als potenzielles Opfer potenzieller Umstände empfinde. Ich glaube, diese Erkenntnis war es auch, die mich erstmal dazu gebracht hat, keinerlei Vorstellungen mehr haben zu wollen. Aber wie gesagt, ich denke unterscheidend ist der Antrieb, der den Vorstellungen zugrunde liegt und damit letzten Endes auch die "Fühlposition", aus der heraus ich solche Vorstellungen kreiere.


Überall werden ja gerade Wertvorstellungen und deren Wichtigkeit propagiert ( vor allem bei den "modernen" Coaches) und ich habe gerade den Verdacht, dass das ein ziemlich zweischneidiges Schwert ist.

Wie schnell vermische ich Werte, die mir wichtig sind mit der Verurteilung der anderen Seite des Stocks.

Ist es der Wert, der mir für mich wichtig ist und den ich fühle, oder
1. bin ich noch gar nicht so weit, wünsche es mir aber, oder
2. verurteile ich das Gegenteil?

Wie seht ihr das mit den Werten und Wertesystemen?
Die WERTEfrage stelle ich mir ja meistens, um mich Menschen mit ähnlichen Werten zusammenzutun oder zu verhindern, dass mein Gegenüber anders handelt als mir vermeintlich gut tut...
Haben wir ähnliche Werte, so erwarte ich dann aber fast automatisch, dass die anderen sich auch so verhalten.

Ein Sicherheitsnetz, Kontrolle.

Etwas anderes ist es, wenn ich Werte habe und diese fühle, FÜR MICH, was ich mir also selbst wert bin, und so lebe, ohne sie bei anderen zur Bedingung zu machen.

Ein interessantes Wort, dieses Selbst-Wert-Ding.

Einen schönen Sonntag für alle,
Winterbraut
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Winterbraut
 
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