Entschuldigungen

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Re: Entschuldigungen

Beitragvon wodny muz » 7. Okt 2010, 22:58

Ihr Lieben,

seit ich, ich glaube von Lilly, den Beitrag gelesen habe, indem nebenbei erwähnt wurde, dass Entschuldigungen nicht zum LoA passen, beschäftigt mich diese Frage sehr. Ich glaube LIlly war mit jemandem zusammengestoßen, hat sich nicht entschuldigt, sondern einen konstruktiven Kontakt geknüpft. Das hatte mich sehr beeindruckt (wie so vieles bei dir, liebe Lilly :gvibes:).

Ich habe das Entschuldigen seitdem stark reduziert. Bisher entschuldigte ich mich in zwei Situationen: wenn ich einen Konflikt beenden wollte und die Fronten zu verhärtet waren und wenn ich den falschen Ton gewählt hatte. Aber, wie Loa so toll schreibt, ist es eine Gratwanderung zwischen Entmächtigung und Ermächtigen. Die Größe zu haben, zu sagen, "ok ich war gerade außer mir (aus dem Vortex) und das war für dich richtig blöd", führt vielleicht eher zur Ausdehnung. Sich klein zu machen, um der Mächtigkeit des anderen zu entgehen, führt zum Gegenteil. Das ist mir jetzt etwas klarer geworden.

Seit ich den Beitrag gelesen habe, ducke ich mich nicht mehr und halte nicht die Floskel der Entschuldigung als Schutzschild über mich, sondern geben dem Universum einfach den Auftrag, den Konflikt zu lösen. Und meistens klappt das sogar schon während des Konflikts. Immer öfter hatte ich es, dass sich der andere bei mir für das Gespräch bedankte, bei dem ich mich früher entschuldigt hätte (und danach mich tagelang schlecht gefühlt hätte).

Meistens denke ich sogar daran, dass ich Leute, die ich frage oder um etwas bitte nicht mehr mit "Entschuldigung" anspreche. Wie Lilly damals glaube ich geschrieben hat, sagt man die Floskel "pardon", "sorry" oder "tschuldigung" ja sehr oft unbewusst. :danke: für diese Erkenntnis damals und die Vertiefung jetzt.

Viele Liebe-Grüße,
wodny muz
Möchtest du glücklich sein oder Recht haben?(Ein Kurs in Wundern)
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Re: Entschuldigungen

Beitragvon lawofattraction » 8. Okt 2010, 07:32

mathilde hat geschrieben:Mir fällt dabei auf, das ich eher das Gefühl habe, es sollten sich mal welche bei mir entschuldigen :genau:
Aber !!! ganz oft fange ich dann an, mich zu hinterfragen = Selbstreflektion, was ziehe ich da grade an, welche Resonanz habe ich da?


Moin Ihr Lieben,

schön, dass das Thema wieder aufgegriffen wurde, es lohnt sich wirklich, in aller Tiefe darüber nachzudenken und diese alten Konditionierungen ein für alle Mal abzulegen - und sie hoffentlich auch nicht weiterzugeben an jüngere Generationen. Wie sehr wir das floskelhaft benutzen (und wie sehr das auf einer sehr subtilen Ebene immer wieder die eigene Wertlosigkeit betont) kann man selbst in ganz alltäglichen Situationen beobachten: "Entschuldigen Sie, ist der Platz noch frei?", "Entschuldigung, können Sie mir sagen, wo die xy-Strasse ist?" und andere. Was steckt dahinter: "Entschuldigung, dass ich es wage, Sie anzusprechen und Ihnen kostbare Zeit zu rauben, die ich ja eigentlich nicht wert bin zu beanspruchen". :rleye: Die eigene Entwertung ist so tief in uns vergraben und reinge"prügelt", dass die Umgangssprache uns nicht einmal zugesteht, nach dem Weg zu fragen, ohne das Haupt zu senken. :kniefall: (Den Smilie finde ich genial, weil er so absurd ist.)

Liebe Mathilde, es geht nicht nur um die Resonanz, sondern vielmehr ist ein Schuldthema auf jeder Ebene angesichts des LoA vollkommener Unsinn. Es ist, als lade ich jemanden ein, werfe ihm Frechheiten an den Kopf, bekomme darauf die gleichen Frechheiten zurück und werfe das dann dem anderen vor.

Hhhm, jetzt muss ich aber lachen, als ich mir meinen letzten Satz durchlese, der so einleuchtend ist. Gehen nicht ganz viele Interaktionen genauso vonstatten? Jede Auseinandersetzung? Jeder hat seinen Anteil daran - ping und pong - mal ganz abgesehen von der Anziehung durch Schwingung - und hinterher wird dem anderen die Schuld zugeschoben.

Ich denke, Schuldzuweisung ist auch ein verzweifelter Versuch, dadurch zu besseren Gefühlen zu kommen. Nur - unser Inner Being macht dabei nicht mit, da es nie in eine solche Richtung schauen würde. Und ebenfalls nicht die IB der anderen - auch wenn die "dazugehörigen" Menschen noch nie auch nur ein Wörtchen vom LoA gehört haben. Es findet eben alles auf Schwingungsebene statt. Und das muss man sich immer immer wieder klar machen.

Noch ein Gedanke zu Smothermon. Er reiht das Thema ja ein unter "verschiedene Muster des Verstandes", um etwas Bestimmtes zu bewirken. Ich glaube, das Aufgeben des Schuldgedanken kristallisiert nach einiger Zeit klar heraus, was man von Beziehungen erwartet. Und was man da auch durchsetzen möchte. Wenn der Vermeidungsmechanismus der Schuldzuweisung oder Schuld auf sich zu nehmen wegfällt, muss Ehrlichkeit gelebt werden. Die Nebenstrasse des Drama ist gesperrt. Und die Ehrlichkeit sich selbst gegenüber, da man ja nun keine Absolution mehr bekommt und nicht weiterhin etwas "Schuldhaftes" tun kann, führt zu anderem Verhalten anderen gegenüber.

Er sagt "Schuld basiert auf der Angst, der Mensch zu sein, der Sie zu sein fürchten". Und damit schliesse ich, da mir selbst dieser Satz Stunden und Tage des Nachdenkens beschert hat und das vielleicht auch bei dem einen oder anderen hier ein Denkanstoss ist.

Liebe Grüsse
Loa



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Re: Entschuldigungen

Beitragvon shaoli » 8. Okt 2010, 08:17

Ich denke, über deinen Schlußsatzt werde ich auch noch länger nachdenken, LoA :ros:

Aber du hast es wunderbar beschrieben. Es gibt vielleicht positivere Lehrwege als eine Scheidung, aber hier habe ich ganz tief empfunden, was passiert, wenn man aufhört, Schuld und Verantwortung hin und her zu schieben. Erst dann ist es wirklich "vorbei" und wirklich Platz für etwas neues, ehrliches. Vielleicht ist man erst einmal der "böse Systembrecher", wenn man aufhört, sich und andere zu entschuldigen. Entschuldigen und erwarten schließt sich für mich übrigens aus...ich kann nicht gleichzeitig damit beschäftigt sein, auf Absolution zu warten oder sie zu erteilen und etwas erwarten, also davon ausgehen, dass etwas so passiert, wie ich das wünsche.

Mittlerweile pralle ich innerlich regelrecht zurück, wenn andere zu einer langen Rede anheben, in der sie sich erklären, rechtfertigen und damit zumindest indirekt entschuldigen.
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Re: Entschuldigungen

Beitragvon ZaWo » 8. Okt 2010, 11:05

shaoli hat geschrieben:Mittlerweile pralle ich innerlich regelrecht zurück, wenn andere zu einer langen Rede anheben, in der sie sich erklären, rechtfertigen und damit zumindest indirekt entschuldigen.


Ja, das geht mir auch so. Es tut mir dann mit allen Fasern weh, weil der GAP zu dem was ich jetzt leben will riesengroß ist. Genauso geht es mir auch, wenn mir jemand Schuld und Sühne anzudienen versucht.

Es geht dann darum den eigenen GAP wieder zu schließen und sich zwischendrin auf der übergeordneten Ebene auszuruhen. Übergeordnet erinnere ich mich dann auch mal daran, dass ich das früher auch so gelebt habe, bis es eben nicht mehr ging. Aber in der Zeit davor habe ich mich mit Schuld und Sühne überhaupt nicht schlecht gefühlt. Ich hatte es sogar vertreten und kreative Wege drumrum gefunden und mich innerhalb dieser Welt sicher gefühlt....bis es eben wegen zuviel Enttäuschungen (meiner Erwartungen) so nicht mehr weiterging. Ein nagender Zweifel bzgl. eines liebenden Gottes war aber auch vorher schon immer da und schlußendlich kannst du ein Problem nicht mit den Mitteln lösen, mit denen du es erzeugt hast.

Und nun steh ich bei Abraham :P
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Re: Entschuldigungen

Beitragvon Shiva » 8. Okt 2010, 16:03

Hallo Ihr Lieben, liebe ZaWo,

ich habe heute mal bißchen über diesen Beitrag nachgedacht. Und da fiel mir was ein, wohl sicher auch die Richtung die Du meinst. Ich hatte in meiner Umgebung immer mal Menschen, die mir durch ihr Verhalten weh getan haben, egal in welcher Hinsicht, Schussligkeit, Nachlässigkeit, nicht darüber nachdenken BEVOR man was tat. Kam es dann zu crash kam immer dieses "Entschuldigung" Auf dass ich dann immer nen Horroer hatte - denn man kann ja denken, bevor man was tut - dieses "Entchuldigung" war eigentlich nur: "Du hast Recht und ich meine Ruhe"....

Aber nur mal so nebenbei. Ich war heute einkaufen im Supermarkt (was ich gar nicht mag.. grrrr) jedenfalls habe ich aus Vesehen ein Schild an der Tiefkühltruhe abgerissen. Die Dame, die da einpackt stand direkt neben mir. Ich: "Ups Entschuldigung, ich demoliere gerade ihre Kühltruhe" und lachte dabei.. sie lachte zurück - "Lassen sie mich das nur machen, ich mach schon"... Ich will nur sagen, ich hatte zwar keine Schuld oder so.. aber es war einfach höflich in dem Moment, egal ob ich ups - oder oje oder sonstwas gesagt hätte. Es war ein Smal-Talk in dem Sinne, ich schätze deine Arbeit, sorry, habe gerade was kaputt gemacht (war ja nicht kaputt)

Hätte ich es einfach so belassen, wäre sie vielliecht traurig gewesen, so kurzer Satz - alles ist gut.

Liebe Grüße Eure Shiva :P
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Re: Entschuldigungen

Beitragvon ZaWo » 8. Okt 2010, 16:26

Ich habe jemanden in meinem Leben der Entschuldigungen meisterhaft zu seinen Zwecken zu benutzen weiß:

Zitat von ihm:
"Solltest du damit nicht einverstanden sein, dann möchte ich mich hiermit in aller Form entschuldigen"

Absurd, nicht? Kanner doch gleich sagen. "Ich bestimme hier wie der Hase läuft und dich knock ich jederzeit mit einer Entschuldigung aus."

Wenn ich dann aber weiterrhabarberte kommt gerne sowas:
"Was willst du denn noch, ich hab mich doch entschuldigt. "

Ein klassischer Deadlock, sofern man verzeihen für seine Menschen-Pflicht hält und Sich-Selbst-Entschuldigen für den Zwang zur Akzeptanz des Nicht-Akzeptierbaren. :lol:

Bin froh, dass so ein HickHack kein Thema mehr sein muss. Ab in den Vortex und gut is. :tja: Ich selbst nehme auch keine Entschuldigungen mehr an, sondern ziehe mich mit einem (manchmal geknurrten) "Musst selbst wissen, was du tust." aus dem Dialog und ziehe meine eigenen Konsequenzen aus dem Erlebten. Den anderen brauch ich überhaupt nicht dafür. Seine Rolle war eh nur die des Trägers von Kontrast. Die Umkehrung ist meine Aufgabe - ganz allein.
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Re: Entschuldigungen

Beitragvon mathilde » 8. Okt 2010, 17:35

Hallo,
ich finde die beiden letzten Beiträge von euch nochmal sehr interessant. Darüber habe ich nämlich auch nachgedacht.
Einerseits, wenn mir sowas passiert wie Shiva schreibt, dann finde ich es momentan noch sehr adäquat in unserer Gesellschaftsform so zu handeln. Ich finde wieder einmal eben auch das Gefühl dabei wichtig. Wenn ich es aus reiner Höflichkeit und Nettigkeit in einem Kontext wie diesen sage, finde ich es weiterhin in Ordnung. Mich allerdings auf anderen Ebenen zu entschuldigen, die mehr was mit der Beziehung zu tun haben und ich mich so fühle, als müsste oder sollte ich mich entschuldigen, dann sieht die Sache anders aus. Dabei habe ich mich aber schon vor dem Wissen um Loa auch schon eher selten entschuldigt, sondern eher um Klärung gebeten. Mir fällt es halt tatsächlich in meiner Arbeit mit Kindern auf :roll: und das bringt mich zum nachdenken. Da merke ich schon oft, das die sich gar nicht entschuldigen wollen! Und ich dräng halt darauf, weil wenn der eine den anderen umhaut, muss er sich entschuldigen (so war der automatisierte frühere Gedanke, bevor ich diesen Thread hier las 8-) )
Ich werde weiter darüber nachdenken und finde es interessant!

lg mathilde
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Re: Entschuldigungen

Beitragvon ZaWo » 8. Okt 2010, 17:51

Ich habe einen kleinen Sohn und habe gute Erfahrungen damit gemacht, alternative Verhaltensweisen aufzuzeigen mit z.B. Ärger und Wut umzugehen. Mache ich das nicht, dann erziehe ich mein Kind doch zu einem Opfer, das seinen Gefühlen hilflos ausgesetzt ist. Und nix anderes isses ja, das Umhauen. Erfordert aber wesentlich mehr Zeit als das "putzige" "Gebt euch die Hand und seid wieder lieb." :nachdenk:

Mit einer Kindergruppe würde ich vielleicht an der eigenen Vision arbeiten. Da musste nicht an den Kindern rumerziehen. Du allein bist schon in der Lage, dir fröhliche, begeisterte, gutgelaunte Kinder vorzustellen und Kinder im Vortex hauen niemanden um. So vielleicht?
ZaWo
 

Re: Entschuldigungen

Beitragvon ZaWo » 8. Okt 2010, 18:17

Eine andere Sache ist natürlich auch, mal zu überlegen, ob an diesen Konfliktsituationen der Kinder überhaupt was soooo Schlimmes ist. Das sind lauter kleine eigene Creators. Sie erleben Kontrast und schießen damit ihre ganz persönlichen Wunschpfeile ab. Kinder sind so viel besser im Zulassen und deswegen renkt sich da auch immer ganz schnell alles wieder ein. Wir Erwachsenen sind oftmals erst diejenigen, die ihnen die Widerstände gegen die Konflikte anerziehen. "Streiten ist böse" oder "Ihr müsst teilen lernen, abgeben etc, egal ob ihr wollt oder nicht" Dieses ganze Sammelsurium an Brave-Kinder-Sätzen, seit Urzeiten falsch von unseren Müttern überliefert, die wir gerne unreflektiert weiter geben. Dazu kommen dann noch diese ganzen Contrastvermeidungs-Strategien ("Freu dich nicht zu früh" "Pass auf." "Sei vorsichtig." könnt ich unendlich weiterführen) mit denen wir gerne unseren Kindern, unsere eigene Not überstülpen....gut gemeint, aber technisch falsch umgesetzt.

Kinder die nicht einsehen zu teilen, haben doch Recht. Und Kinder, die stets zum Teilen gezungen wurden, fordern das natürlich jetzt von anderen ein. Wer weiß denn schon, was aus solchen Konflikten Schönes in deren virtuelle Reality gelegt wurde, von dem viele später partizipieren.
Wenn du die Not nicht siehst, dann können sie sie dir auch nicht zeigen.

Vielleicht gibt es da überhaupt nichts zu korrigieren, außer der eigenen Sicht.
ZaWo
 

Re: Entschuldigungen

Beitragvon Shiva » 8. Okt 2010, 19:13

Liebe ZaWo,

ich finde den Verlauf sehr interessant, zumal mir das Thema Kinder auch im Kopf rumging. 8-) Denn meist, wenn es zu einer bestimmten Situation kommt, und ein Erwachsener eingreift und ein Kind "gezwungen" wird, sich zu entschuldingen beginnt es ja irgendwie. Da ist eine Gruppe kleine Menschlein, die beim Spielen irgendwie miteinander Kommunizieren. Peng - einer bekommt nen Legostein (mal so sag :lol: ) vor die Birne - Erzieher greift ein - der Böse ist gefunden - Entschuldigung - fertig. Das ist jetzt sicher ziemlich platt - und ein Aufschrei geht durch die Erzieher-Seelen - :mrgreen: ne ne.. wir diskutieren das aus usw... aber irgendwie muss doch die Karre NICHT erst in den Dreck - oder?

Auf einer Art ist mir das Thema sehr wichtig, denn, sagen wir es mal so. Sollte man nicht 1. dazu stehen was man tut. Und 2. Gegebnenfalls sich in einer bestimmten Situation überlegen, was man vielleicht sagt oder tut. Das heißt für mich, bin ich zum Beispiel im Vortex, wie man es hier so schön sagt, werde ich mich nicht im Ton vergreifen, trotsdem hinter meiner Sache stehen. Da ich hin und wieder mal zu einem Tempermentsausbruch neige ggf. ist das ein guter Ansatz. :tja:

Liebe Grüße Shiva so. :vortex:
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Re: Entschuldigungen

Beitragvon ZaWo » 8. Okt 2010, 21:10

Shiva hat geschrieben:Das heißt für mich, bin ich zum Beispiel im Vortex, wie man es hier so schön sagt, werde ich mich nicht im Ton vergreifen, trotsdem hinter meiner Sache stehen.


Mal ganz abgesehen davon, dass es kein Im-Ton-Vergreifen gibt. Jawoll, auch und manchmal gerade deswegen vergreife ich mich im Vortex im Ton. Da setze ich nämlich meinen eigenen und als vergriffen gilt er nur dann, wenn er anderen nicht schmeckt. Mir selbst ist das im Vortex völlig schnuppe, da ich mir selbst bewusst bin. Im Vortex werde ich zu den Handlungen inspiriert, die meiner Absicht förderlich sind. Du bist da dein eigenes Werkzeug und es ist dir möglich das zuzulassen, weil du das Gute, dass sich daraus ergibt fühlen kannst auf einer viel höheren Ebene. Nicht alles was nach herkömmlichen Maßstäben schlecht aussieht, bewirkt schlechtes.

Was ich oben schrieb, ist: Ich greife im Vortex nicht zu körperlicher Gewalt. Gewalt ist ein Zeichen der Ohnmacht, also außerhalb des Vortex. Auch da gibt es Ausnahmen: Kleine Jungen z.B. lieben es zu kämpfen und sich zu messen. Das versteh ich aber nicht unter Gewalt. Gewalt ist ein Versuch das Außen zu kontrollieren. Das habe ich im Vortex nicht (mehr) nötig.

Aber auch der Zustand des Out-OF-Vortex ist völlig in Ordnung und das nicht deswegen weil ich hier gerade eine heilig akzeptierende Alles-Annehmen-Rede führen will, sondern deswegen weil Kontrast unabwendbar ist.
Wir werden immer weiter Kontrast erleben. Diese ganze Manifestationsgeschichte basiert darauf. Kia hat es woanders geschrieben: Kontrast-Ausdehnung-Kontrast-Ausdehnung..... Vom Kontrast lieben bin ich noch weit entfernt, aber akzeptieren kann ich ihn mitlerweile gut. Abe sagen uns lediglich, wir sollen halt keine Karriere an Kontrasterfahrungen machen. Ansonsten ist Kontrast immer da. Wir können lediglich beeinflussen, wie lange wir uns darin aufhalten.

Liebe Shiva, ich bin mir fast sicher, dass deine Temperamentsausbrüche exakt richtig sind. Damit sagst du meinetwegen Nein zu wem anderen, aber was viel wichtiger ist, du sagst Ja zu dir. Wenn du manche Themen auf die lange Bank schiebst, dann ist das manchmal die einzige Möglichkeit des Strom of Wellbeing durchzuströmen. Abe nennen das den Crack of least Resistance vergleichbar mit dem Aufplatzen einer Wolke, weil jetzt eben sein muss. Das ist was Gutes und fühlt sich hervoragend an, wenn die eigenen Widerstände weggepustet werden. Und versuche auch Ja zu deinem sowieso immer wieder kehrenden Out-Of-Vortex-Sein zu sagen. Nimm es zur Kenntnis.....mehr ist es nicht wert....und dann ab in den Vortex, nachgucken, was diese Temperamentsausbrüche Schönes für dich bewirkt haben. :tja:

Lieber Gruß
ZaWo
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Re: Entschuldigungen

Beitragvon Shiva » 11. Okt 2010, 20:02

Liebe ZaWo,

Danke, für Deine lange Antwort. Wie es sich für`s Wochenende gehört, war ich auf einem Seminar. 8-) Da ging es, sagen wir mal grob, um Menschen und darum was man tun kann (gesundheitlich, mit allem, was dazu gehört), dass man sich besser fühlt. Aber das nur am Rande. Der Referent, hat bei mir einen "Anker gesetzt" auf einer Art, denn er meinte, z.B. man muss nicht städndig Sport treiben usw, es gehört auch Ruhe dazu. Wenn man sich z.B. ständig Süße Sachen verkneift ist es ebensowenig gut, wie ständig ebensolche essen. Er machte immer, wenn er auf das Thema kam, erst bewusst, dann teilweise fast unbewusst so eine Balancier-Bewegung mit den Armen.

Im Grunde genau das, was auch Du sagst. Wenn ich ständig schlucke und schlucke, platze ich irgendwann... :tja: Gott sei Dank, habe ich aber mittlwerweile manchen Dinge so gut im Griff, wo ich mir wirklich überlege, wo es wert ist überhaupt ein Wort zu verlieren, denn meist ist es Schade um die Spucke. 8-)

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