Entlieben?

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Entlieben?

Beitragvon Juma » 3. Sep 2014, 21:50

Hallo liebe Forenleser,

Ich habe mal eine Frage/ Bitte um Einschätzung.
Es betrifft das Thema Liebe.

Anfang 2013, haben mein zweiter Ehemann und ich uns nach 18 Jahren getrennt. Das ist soweit alles in Ordnung, wir gehen freundlich miteinander um, wir haben ein gemeinsames Kind, ich bin innerlich losgelöst.

Ich habe aber im Frühjahr darauf (2013) einen Mann kennen gelernt und war ab dem Sommer mit ihm zusammen.
Es war eine wundervolle, sehr Respektvolle Beziehung. Es fiel nie ein ärgerliches Wort. Er bezeichnete mich mehrfach als seine große Liebe.

Die Beziehung wurde zum Winter hin immer mehr überschattet durch seine Exfrau und die fürchterlich schmutzige Wäsche, die gewaschen wurde.(Sie erpresst ihn mit den Kindern um Geld).
Irgendwann waren seine Probleme mit der Ex hauptsächliches Thema unserer Gespräche.

Und Mitte Januar beendete er die Beziehung zu mir überraschend, nachdem er einen Tag vorher noch gesagt hatte, dass er mich liebt.

Ich war wie vor den Kopf gestoßen, fiel in ein fürchterliches Loch.

Ich habe immer noch große Probleme, ihn zu vergessen. Sagen Abraham irgendwo irgendetwas zu diesem Thema, "wie bekomme ich einen Menschen aus meinem Herzen und meinem Hirn"?

Das schlimme ist ja, durch die modernen Medien, behält man den anderen immer irgendwie im Auge.
Monatelang reagierte er regelrecht eifersüchtig, wenn andere Männer sich für mich interessierten.
Ich habe versucht, mich für andere Männer zu öffnen, es gelingt mir aber nicht.

Im besoffenen Kopf, gestand er mir in einem Chat irgendwann einmal, dass er mich noch lieben würde. Auf meine Nachfrage, warum er sich getrennt habe, erhielt ich wieder nur ausflüchtende Antworten.

Meine Vermutung, die auf verschiedenen Indizien beruht: ich denke, er ist depressiv und hat inzwischen alle Gefühle in sich ausgeschaltet, um die Trennung von seinen Kindern zu verkraften. Er hält sich selbst für einen schlechten Partner mir gegenüber.

Dadurch, dass wir immer noch hin und wieder Kontakt haben, kommt es bei mir immer wieder zu Verletzungen.
Ich bin die meiste Zeit sehr positiv, sehr kraftvoll. Eigentlich in fast allen Lebensbereichen. Aber dieser eine Bereich, der beutelt mich sehr.

Wenn ich irgend ein Lebenszeichen von ihm mitbekommen, bin ich so glücklich, wie selten in meinem Leben.

Ich hänge irgendwie am Fliegensfänger. Ich kann mich nicht von ihm lösen, ich habe es schon zigmal versucht. Ich weiß aber auch nicht, ob ich noch mal eine Chance mit ihm bekommen.

Täglich übe ich mich darin, mir Szenen auszumalen, wie schön es wäre, mit ihm zusammen zu sein. Ich schicke ihm Millionen positive Gedanken, stelle mir ihn in seiner besten Version vor.

Verrückte: ich weiß, dass er auch irgendwie an mir hängt. Er ist ein sehr sehr moralischer Mensch, nicht der Typ, der mich hinhalten würde. Davon bin ich wirklich überzeugt.

Ich habe das Buch gelesen, was Abraham über das Thema Beziehungen diktiert hat. Ich finde darin nichts wirklich Hilfreiches für mich. Stimmt nicht ganz, es gibt eine Menge Hilfreiches. Aber es beantwortet nicht meine zentrale Frage: können wir uns auch bestellen, dass der ExPartner zurückkommt?
Einerseits habe ich irgendwo gelesen, dass es nicht möglich ist, das Leben anderer zu beeinflussen. Andererseits habe ich gelesen, dass wir sehr wohl Einfluss nehmen können. Und ich habe auch gelesen, dass jeder Wunsch, den wir von Herzen haben, auch erfüllbar ist.

Ich selbst bin inzwischen sehr ambivalent. Manchmal denke ich, bevor dieses Leid ewig weiter geht, wäre es besser für mich, ich würde mich Entlieben. Aber es gelingt mir einfach nicht.

Hat einer von Euch eine Idee, was ich in dieser Situation am besten tun kann? Ich bin dankbar für jede Anregung!

Ansonsten bin ich ein Mensch, der sehr gut alleine zurecht kommt. Ich fühle mich wohl, ich bin glücklich, nur sehr selten einsam.
Aber ich fände es schön, irgendwann auch mal wieder nach Hause zu kommen, und jemand erwartet mich. Gedanken und Gefühle mit jemandem teilen zu können. Ja, und liebevolle Gesten eines anderen Menschen. Das ist natürlich noch etwas anders, als wenn man zu sich selbst liebevoll ist.
Insofern möchte ich nicht dauerhaft auf eine Partnerschaft verzichten.

Dankbar für Hilfe
Juma
Juma
 

Re: Entlieben?

Beitragvon Lumina » 3. Sep 2014, 22:18

Hi Juma,
natürlich kann dein Exmann zu dir zurück kommen oder du triffst einen Menschen, der noch viel mehr das verkörpert, was du dir erträumst (auch wenn für dich jetzt gerade vermutlich nicht vorstellbar, aber es gibt so einen Menschen :stimmt: ). Aber all das würde ich das LOA erledigen lassen, das macht seine Sache immer richtig.
Dein Job ist es, nicht mehr auf das zu schauen, was gerade fehlt, sondern auf das, was da ist. Dann bewegst du dich automatisch in Richtung deiner Quelle/Vortex usw.
Du möchtest von dem Zustand "liebeshungrig" zu dem Zustand "geliebt und liebend" kommen. Und das ist im Grunde ganz einfach. Du musst nur die Absicht haben und es dann zulassen. Augen schließen, denken "Ich möchte Liebe/Wertschätzung/Abraham/Quelle/mein inneres Wesen fühlen" eventuell das ausgewählte Wort mehrmals langsam wiederholen, sich hineinfühlen und dann wird das Gefühl kommen. Der Rest findet sich dann schon :gvibes:

LG, Lumina
You are loved. All is well.


Schaut bei meinem neuen Youtubekanal "EvergrowingLove" vorbei.
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Re: Entlieben?

Beitragvon Juma » 3. Sep 2014, 22:35

:ros:
Danke, liebe Lumina. Das ist schon mal sehr hilfreich.

Dann muss ich wohl jetzt gar nicht selbst entscheiden, ob ich mich entlieben soll, oder nicht.
Das fühlt sich entspannender an.

Danke.
Juma
Juma
 

Re: Entlieben?

Beitragvon zimtstern » 4. Sep 2014, 05:58

Hallo Juma,

Juma hat geschrieben:Ich habe immer noch große Probleme, ihn zu vergessen. Sagen Abraham irgendwo irgendetwas zu diesem Thema, "wie bekomme ich einen Menschen aus meinem Herzen und meinem Hirn"?


Ich weiß nicht ob in einem Workshop schon mal konkret dieser Fall besprochen wurde, aber "etwas nicht wollen" richtet den Fokus ja immer auf das was man nicht will, und man bekommt/behält es dadurch erst recht.
Deshalb macht es eigentlich nur Sinn den Fokus auf etwas anderes zu richten, sich aber gleichzeitig auch nicht zu ärgern wenn du mal wieder auf das schaust was du nicht willst, das ist ja ganz normal, hauptsache man bemerkt es und lenkt den Fokus wieder bewußt um.

Juma hat geschrieben:Aber es beantwortet nicht meine zentrale Frage: können wir uns auch bestellen, dass der ExPartner zurückkommt?
Einerseits habe ich irgendwo gelesen, dass es nicht möglich ist, das Leben anderer zu beeinflussen. Andererseits habe ich gelesen, dass wir sehr wohl Einfluss nehmen können. Und ich habe auch gelesen, dass jeder Wunsch, den wir von Herzen haben, auch erfüllbar ist.


Dazu hat Lumina ja eigentlich schon alles gesagt, wir können andere Menschen nicht manipulieren (jedenfalls nicht ohne deren bewußter oder unbewußter Einwilligung :lol: ) und somit gibt es natürlich auch keine "Erfüllungs-Garantie" dass ein bestimmter Mensch in unser Leben kommt.
Wir können immer nur unserer eigene Schwingung und das was wir dadurch anziehen beeinflussen, und wenn du dir deinen Ex-Freund in seiner besten Version vorstellst, könnte es auch passieren dass ein anderer Mann mit genau diesen Qualitäten in den Leben kommt, eben jemand der mit deiner Schwingung in Resonanz steht.

Hier gibt es auch einige interessante Diskussionen zu dem Thema Partnersuche,
ein Ratschlag den ich mal gelesen habe war, dass man das was man bei anderen wünscht bei sich selbst verstärken soll, also zB. die eigene Fähigkeit zu lieben, herzlich zu sein, genußvoll, vertrauenvoll, wertschätzend zu sein.. etc. Dadurch verstärkt man diese Schwingung.

In welchen Situationen kannst du diese Qualitäten bereits jetzt leben? Mit guten Freundinnen, Haustieren, bestimmten Beschäftigungen, zwanglosen Kontakten zu anderen Männern, schönen Tagträumen...

Lieben Gruß,
Zimtstern :lieb:
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Re: Entlieben?

Beitragvon Juma » 4. Sep 2014, 17:22

Lieber Zimtstern,

Herzlichen Dank!
Ja, manchmal halte ich wohl nahezu trotzig an der alten Liebe fest, weil nach meinem Geschmack alles so passte. :-)

Und dann kommt das Vermissen natürlich und das bringt weiteres Vermissen.

Ich glaube, dass es mir immerhin auf der anderen Seite recht gut gelingt, selbst das zu Leben, was ich mir von meinem Mann wünsche.
Ich bin eigentlich immer wertschätzend, mir wenigen Ausnahmefällen liebevoll usw.

Aber ich vermute, dass ich mir mit meiner Fixierung auf den Exfreund noch zu sehr im Wege stehe.

An manchen Tagen gelingt es ganz gut, an andere Dinge zu denken. Aber wenn ich zur Ruhe komme, kreisen meine Gedanken immer sehr schnell um ihn.
Dann versuche ich mich wieder abzulenken und irgendwann habe ich das Gefühl, vor den eigenen Gedanken davon zu laufen.
Juma
 

Re: Entlieben?

Beitragvon summersun » 4. Sep 2014, 20:58

Liebe Juma,
du scheinst in einer aehnlichen SItuation zu stecken, wie ich. In meinem thread "voruebergehende Trennung, zu mir selber finden" findest du vielleicht einige Hilfestellungen. Ich habe hier sehr gute Begleitung u.a. von Lumina und LoA erfahren.
ganz liebe Gruesse,
sumersun
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Re: Entlieben?

Beitragvon zimtstern » 5. Sep 2014, 06:05

Guten Morgen Juma,

ich habe grade dein Einstiegsposting oben noch mal gelesen, - du schreibst "Wenn ich irgend ein Lebenszeichen von ihm mitbekommen, bin ich so glücklich, wie selten in meinem Leben."
"Entlieben" willst du dich eigentlich nur deshalb weil sich diese ewige Ungewissheit nicht gut anfühlt, aber am glücklichsten wärst du, so denkst du vermutlich, wenn er wieder eine Beziehung mit dir eingehen würde.

Ist das wirklich so?

Mir hilft es oftmals wenn ich mich an ein paar "Grundwahrheiten" erinnere, die ich in dem Moment zwar meist nicht fühle aber von denen ich weiß dass sie von einer höhren Perspektive aus wahr sind.

"Alles ist in Ordnung so wie es ist", "Es ist jederzeit für jeden genug vorhanden", "Fülle..", "Wir sind alle eins.." Es gibt unendlich viele Möglichkeiten", "Die Realität die ich grade lebe ist eine von vielen möglichen", "Da draussen warten wundervolle Abenteuer auf mich", "Freiheit..".
(Nur das was mir grade so eingefallen ist)

Nachdem ich hineingefühlt habe frage ich mich was das für meine Situation bedeutet, meist hat sich dann schon einiges relativiert oder mir fallen "Denkfehler" auf...

Ganz lieben Gruß,
Zimtstern
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Re: Entlieben?

Beitragvon Juma » 5. Sep 2014, 06:36

summersun hat geschrieben:Liebe Juma,
du scheinst in einer aehnlichen SItuation zu stecken, wie ich. In meinem thread "voruebergehende Trennung, zu mir selber finden" findest du vielleicht einige Hilfestellungen. Ich habe hier sehr gute Begleitung u.a. von Lumina und LoA erfahren.
ganz liebe Gruesse,
sumersun


Danke, liebe summersun.

Ich habe Deinen Thread eben gelesen und in wer Tat viel hilfreiches für mich entdeckt.

:lieb: Juma
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Re: Entlieben?

Beitragvon Juma » 5. Sep 2014, 06:55

Lieber Zimtstern,

Naja, sagen wir einmal so: Ich bin seit vielen Jahren eine sehr unabhängige, eigenständige Person. Selbst in meinen beiden Ehen war ich immer diejenige, die auf alles ein Auge hatte, das Geld verdient hat, sich um alles gekümmert hat, Aufzucht der Kinder, Haushalt. Die Verantwortung für alles lag immer bei mir.

Ich bin damit überhaupt nicht unglücklich, das sollte sich jetzt so nicht anhören. Für mich ist Verantwortung ein natürlicher Zustand.
Ich war nicht immer liebevoll zu mir, 2011 stand ich kurz vorm Burn-Out und zog die Notbremse. Seit 2011 gehe ich viel liebevoller mit mir um, gönne mir mehr, achte mehr auf mich.

Als ich den Mann traf, der sich jetzt im Januar von mir trennte, spürte ich plötzlich, wie wohltuend es sein kann, wenn auch mal ein anderer Mensch sich um einen kümmert. Und wir waren in unfassbar vielen Dingen auf einer Wellenlinie.

Zimtstern hat geschrieben:ich habe grade dein Einstiegsposting oben noch mal gelesen, - du schreibst "Wenn ich irgend ein Lebenszeichen von ihm mitbekommen, bin ich so glücklich, wie selten in meinem Leben."
"Entlieben" willst du dich eigentlich nur deshalb weil sich diese ewige Ungewissheit nicht gut anfühlt, aber am glücklichsten wärst du, so denkst du vermutlich, wenn er wieder eine Beziehung mit dir eingehen würde.

Ist das wirklich so?


Ja, das ist der Grund, warum ich mich entlieben möchte. Die Ungewissheit fühlt sich nicht gut an. Das ist das Negativgefühlt. Die Liebe zu ihm an sich fühlt sich absolut gut an. Und inzwischen gelingt es mir auch schon häufig, einfach diese Liebe zu genießen.

Aber es ist wie eine Wanderung auf einem schmalen Grat: wenn ich eine Weile in diesem Gefühl der Liebe zu ihm geschwommen bin, kommt irgendwann der Gedanke um die Ecke, dass ich auch geliebt werden möchte. Und damit stellt sich sofort das Gefühl des Vermissen ein.

Zimtstern hat geschrieben:"Alles ist in Ordnung so wie es ist", "Es ist jederzeit für jeden genug vorhanden", "Fülle..", "Wir sind alle eins.." Es gibt unendlich viele Möglichkeiten", "Die Realität die ich grade lebe ist eine von vielen möglichen", "Da draussen warten wundervolle Abenteuer auf mich", "Freiheit..".
(Nur das was mir grade so eingefallen ist)


Hm. Dieses "alles ist so in Ordnung, wie es ist“, kann ich, offen gestanden, nicht immer mit vollem Herzen abnicken. Ich war in meinem Leben sehr häufig in Situationen, die keineswegs für mich in Ordnung waren. Und nur durch diesen Kontrast konnte ich einen Wunsch zur Veränderung manifestieren.

Oder habe ich dich da jetzt falsch verstanden?

Der Wunsch, etwas Neues zu kreieren, kommt doch letztendlich immer daraus, dass man mit etwas nicht ganz so zufrieden ist.

In meinem Fall ist es die Tatsache, dass ich ihn seit Januar nicht mehr gesehen habe und in Ungewissheit schwebe.
Da ich ein Treffen aber nicht erzwingen möchte (ich weiß, dass er es nicht will) bleibt mir nichts anderes übrig, als irgendwie diese Negativefühle zu umgehen.

Und desto mehr Zeit verstreicht, desto unwahrscheinlicher erscheint es mir (das sagt zumindest mein Verstand), dass wir wieder zusammen kommen.

Nichts desto trotz ergebe ich mich immer wieder in gedanklich-gefühlsmäßig glückliche Szenen mit ihm. Stelle mir vor, wie wir gemeinsam lachen und Dinge unternehmen. Wie es leicht und fröhlich ist zwischen uns.

Ich versuche jetzt gerade aktuell seit vorgestern folgenden Weg: versuche, das Gefühl der Liebe in mir aktiv zu halten, vor allen Dingen mit dem Fokus darauf, wie sich bei mir anfühlt. Also nicht nur mit dem Fokus darauf wie es sich anfühlt ihn zu lieben.
Ich versuche das Gefühl wieder zu aktivieren, wie es war, als ich geliebt wurde.

Ist das aus deiner Wahrnehmung heraus der richtige Weg?

In den letzten Monaten habe ich mehr oder weniger daran gearbeitet meine Liebe zu ihm rein zu halten, d.h. unabhängig von der Erwartung, dass er mich zurückliebt.

Aber, wie gesagt, das ist sehr anstrengend, weil diese Gratwanderung ist. Und ich produziere dabei zu häufig das Gefühl des Vermissen.
Juma
 

Re: Entlieben?

Beitragvon lawofattraction » 5. Sep 2014, 09:42




Hallo Juma,

entlieben - ist das überhaupt möglich?

Kannst Du jemandem Liebe wieder entziehen? Die Antwort darauf kann nur sein: Nein, nicht dann, wenn diese Liebe nicht an Bedingungen geknüpft war. Und ja, wenn diese Liebe nur unter bestimmten Bedingungen gewährt wurde.

Was aber ist denn bedingungslose Liebe? Bedingungslose Liebe oder bedingungsloses Leben bedeutet einen Weg zu beschreiten, der Dich davon frei macht, von äusseren, sich ständig verändernden Umständen und Bedingungen abhängig zu sein und darauf zu verzichten, sie zu kontrollieren. Es ist Liebe, die ungeachtet der Umstände und ungeachtet des Verhaltens eines anderen Menschen fliesst. Und die nicht abgestellt wird, wenn sich der andere nicht mehr nach den eigenen Vorstellungen verhält und wieder angeknipst, wenn die Umstände sich als wieder vorteilhafter für die eigenen Absichten erweisen.

Bedingungslosigkeit ist der Wunsch und das Bestreben, von äusseren Gegebenheiten, auf die wir keinen Einfluss haben, unabhängig zu werden und sie als Veränderbare hinzunehmen. Sie ist der kompromisslose Verzicht auf Einflussnahme auf äussere Umstände, die sich unserer Kontrolle entziehen. Und Bedingungslosigkeit bedeutet, glücklich sein trotz äusserer Umstände, die zuzeiten weniger ideal sein können.

Juma hat geschrieben: Ich versuche das Gefühl wieder zu aktivieren, wie es war, als ich geliebt wurde


Kannst Du erkennen, wie sehr hier die Abhängigkeit betont ist? Menschen lieben uns, Menschen entziehen uns ihre Liebe. Das eine macht glücklich, das andere unglücklich. Du wirst zum Spielball von anderen, wenn Du Deine Liebesfähigkeit aus der Anbetung und der positiven Aufmerksamkeit anderer beziehen möchtest. Sich auf andere und ihre Liebesbeweise zu verlassen bedeutet, dass Du auch von ihrer Schwingung, ihren Ängsten und Widerständen und ihrer Unbeständigkeit abhängig bist. Wenn Du darauf wartest, dass andere die Umstände ändern, damit Du wieder glücklich bist, musst Du unter Umständen sehr lange warten.

Abraham nennen das "looking for love in all the wrong places" - an den falschen Orten nach Liebe suchen. Die Quelle, unser Inner Being, liebt uns - und zwar uneingeschränkt, bedingungslos. Nicht, weil wir uns wohlverhalten, sondern weil wir SIND. Egal, was wir tun, egal, ob wir Bedürfnisse erfüllen oder nicht.
ist die Quelle immer in positiver Anerkennung auf uns fokussiert.

Bedingungslose Liebe bedeutet, Liebe aus Dir und in Dir zu finden. Deinen Selbstwert und Deine Liebesfähigkeit nicht aus der Aufmerksamkeit durch andere Menschen zu beziehen und Liebe nicht auf das zu beschränken, was Dir von aussen zugetragen wird. Das mag sich anhören wie ein schwerer Weg, aber das Ziel ist uneingeschränkte Freiheit - Freiheit von der Abhängigkeit, etwas zu erhalten, was Dir durch Dein Inner Being immer zur Verfügung steht, Du Dir also selbst geben kannst.

Juma hat geschrieben:In meinem Fall ist es die Tatsache, dass ich ihn seit Januar nicht mehr gesehen habe und in Ungewissheit schwebe.


Schau einmal, was Du hier erklärst. Du hast Dein Leben auf Warteposition gestellt, bis der Mann irgendwann eine endgültige Entscheidung treffen kann oder will. Oder auch nicht. Die Ungewissheit zerfrisst Dich innerlich, weil Du Dein mögliches Glücklichsein in einer vollkommen unsicheren Situation eingefroren hast, von der Du nicht weisst, ob sie nun Monate oder Jahre dauert und auf die Du keinen Einfluss hast. Das ist ein sehr wackeliges Fundament für das eigene Leben und kann nur Gefühle der Machtlosigkeit und Angst hervorbringen.

Deine Eindrücke seiner Wünsche und Intentionen können Dir ohnehin nur das reflektieren, was Du für Dich wünschst oder wovor Du Angst hast; was andere wirklich bewegt und was sie denken und beabsichtigen, bleibt uns verborgen.

Es ist ganz egal, ob es dieser Mann ist oder ein anderer oder keiner. Du stehst jetzt an einem Punkt, wo Du erkennen kannst, dass Liebe etwas anderes ist als Aufmerksamkeit von dritter Seite - eine Aufmerksamkeit, die so ungewiss und fluktuierend ist, wie die Befindlichkeiten der Menschen, auf deren Liebe Du hoffst.

Wenn Du Liebe aus Dir und in Dir finden kannst, dann wird Deine Schwingung - sollte es Dein Wunsch sein - einen ebenso freien und bedingungslos unabhängig liebenden Menschen in Dein Leben holen. Und dann treffen sich zwei Menschen, die sich ihre Liebe aus freien Stücken und ohne gegenseitige Bedürfnisbefriedigung geben können - was für eine Bereicherung, die Deinen, unseren wirklichen Lebenszweck trifft: Freiheit, Freude und Ausdehnung.

Lieben Gruss
Loa



*Resistance means feeling Singular instead of Plural* Abraham


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Re: Entlieben?

Beitragvon Liebeszauber » 5. Sep 2014, 12:17

Nicht, weil wir uns wohlverhalten, sondern weil wir SIND. Egal, was wir tun, egal, ob wir Bedürfnisse erfüllen oder nicht.
ist die Quelle immer in positiver Anerkennung auf uns fokussiert.


Liebe Loa,

deine Worte sind atemberaubend, alle. Wie eindrücklich, wie schön, wie bedeutsam.

Als ich das Obige las, kamen mir meine Schüler in den Sinn und warum ich sie so liebe.

Jeden einzelnen- jeden so, wie er IST.

In tiefer Verbundenheit,
Liebeszauber
Erinnere dich daran, dass Lachen der schnellste Weg ist, deine Seele zu fühlen
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Re: Entlieben?

Beitragvon Juma » 5. Sep 2014, 15:55

Liebe Loa,

danke für Deine Gedanken.

es scheint, dass Du Recht hast, was das Entlieben betrifft. Es gelingt mir ja seit Monaten nicht. Hätte ich es an Bedingungen geknüpft, hätte ich, wie mir von Freunden und Bekannten mehrfach nahe gelegt wurde, Wut auf ihn entwickelt, weil er nicht "funktioniert" und "ihn in den Arsch getreten" (sorry. Zitat).
Und, wie ich schrieb, genieße ich auch oft einfach das wundervolle Gefühl, ihn zu lieben und das es ihn einfach gibt.

lawofattraction hat geschrieben:Kannst Du erkennen, wie sehr hier die Abhängigkeit betont ist? Menschen lieben uns, Menschen entziehen uns unsere Liebe. Das eine macht glücklich, das andere unglücklich. Du wirst zum Spielball von anderen, wenn Du Deine Liebesfähigkeit aus der Anbetung und der positiven Aufmerksamkeit anderer beziehen möchtest. Sich auf andere und ihre Liebesbeweise zu verlassen bedeutet, dass Du auch von ihrer Schwingung, ihren Ängsten und Widerständen und ihrer Unbeständigkeit abhängig bist. Wenn Du darauf wartest, dass andere die Umstände ändern, damit Du wieder glücklich bist, musst Du unter Umständen sehr lange warten.


Hm. Dazu fallen mir ein paar Fragen ein: Der Wunsch, geliebt zu werden - ist das nicht etwas natürliches? Wir leben hier auf der Erde in einer bestimmten Konstellation, in körperlicher Abhängigkeit von einem "Rudel". Wir sind auf Wohlwollen anderer und auf Zuneigung in gewisser Weise fürs Überleben angewiesen. Gesellschaften, die Menschen ausschließen, verurteilen die Ausgeschlossenen damit zum Tode (vogelfrei im Mittelalter, oder heute noch im Islam teilweise zu finden).
Menschen bilden Partnerschaften, Freundschaften, gründen Familien. Ist das nicht natürlich, von nahestehenden Personen gemocht werden zu wollen?
Täusche ich mich da so sehr in meiner Einschätzung?

Etwas anderes wäre eine "Abhängigkeit".

lawofattraction hat geschrieben:edingungslose Liebe bedeutet, Liebe aus Dir und in Dir zu finden. Deinen Selbstwert und Deine Liebesfähigkeit nicht aus der Aufmerksamkeit durch andere Menschen zu beziehen und Liebe nicht auf das zu beschränken, was Dir von aussen zugetragen wird. Das mag sich anhören wie ein schwerer Weg, aber das Ziel ist uneingeschränkte Freiheit - Freiheit von der Abhängigkeit, etwas zu erhalten, was Dir durch Dein Inner Being immer zur Verfügung steht, Du Dir also selbst geben kannst.


Ich denke aber nicht, dass ich meinen Selbstwert von der Liebe oder Zuneigung eines anderen abhängig mache. Trotz der Tatsache, dass dieser Mann mich offenbar nicht mehr liebt (und Millionen anderer Menschen übrigens auch nicht), liebe ich mich, bin mit mir seit Jahren glücklich und zufrieden. So wie Du das schreibst, liest sich das so krass und ich kann mich damit nicht wirklich identifizieren. Und ich bin ja auch nicht unglücklich. Im Gegenteil. Aber dieser Punkt mit der Liebe und Partnerschaft in meinem Leben hat durchaus Optimierungsbedarf. Das heißt aber nicht, dass ich ein unglücklicher Mensch bin. Ganz viele Dinge in meinem Leben laufen fantastisch.
Vielleicht ist es auch manchmal etwas schwierig, einen einzigen Satz aus dem Zusammenhang zu nehmen.

Hast Du gar kein Bedürfnis, von Dir nahestehenden Personen geliebt zu werden? Kannst Du das alles völlig aus Dir selbst schöpfen?

lawofattraction hat geschrieben:Schau einmal, was Du hier erklärst. Du hast Dein Leben auf Warteposition gestellt, bis der Mann irgendwann eine endgültige Entscheidung treffen kann oder will. Oder auch nicht. Die Ungewissheit zerfrisst Dich innerlich, weil Du Dein mögliches Glücklichsein in einer vollkommen unsicheren Situation eingefroren hast, von der Du nicht weisst, ob sie nun Monate oder Jahre dauert und auf die Du keinen Einfluss hast.


Da wiederum stimme ich Dir zu. Und das ist unangenehm und will verändert werden. Ich möchte aber ergänzen "mein mögliches Glücklichsein in der Liebe/Partnerschaft". Das macht für mich einen entscheidenden Unterschied - siehe oben.
Und das möchte ich auch gerne verändern. Deshalb ja meine Frage nach dem "wie".

Aber Abraham schreibt doch auch, dass Menschen Beziehungen haben - auch das Bedürfnis danach. Das Wünschen ist doch nichts Schlimmes, wir sollen doch nicht in Askese leben. Und ja, ich denke inzwischen auch, wenn ein anderer kommt, dann ein anderer. Und ER ist mir als Mensch sehr wichtig, ich würde ihn selbst als Freund in meinem Leben behalten wollen, wenn er nicht mehr mit mir zusammensein will. Ich schätze seine Art zu denken, den Austausch usw. Das ist ja nicht einfach ersetzbar, durch eine andere Person.
Aber es ist halt so, dass ich mir eine Partnerschaft wünsche. Das ist mir nicht egal, ob ich eine habe, oder nicht.

Ich liebe es nun mal, Zärtlichkeiten zu genießen, mich mit einem Partner auszutauschen (ja, ich weiß, dass das auch mit Freunden geht, mache ich ja auch, ist dennoch was anderes), sich gegenseitig zu inspirieren, gemeinsam zu lachen und Erlebnisse zu teilen, an einander zu wachsen, sich nahe zu sein. Das kann man alles z.T. auch mit Freunden, oder mit den Kindern, aber eine Partnerschaft bietet doch noch mal etwas anderes.

lawofattraction hat geschrieben:Es ist ganz egal, ob es dieser Mann ist oder ein anderer oder keiner. Du stehst jetzt an einem Punkt, wo Du erkennen kannst, dass Liebe etwas anderes ist als Aufmerksamkeit von dritter Seite - eine Aufmerksamkeit, die so ungewiss und fluktuierend ist, wie die Befindlichkeiten der Menschen, auf deren Liebe Du hoffst.


Hm. Bist Du der Meinung, dass man von anderen Menschen keine wahre Liebe bekommen kann, sondern nur durch sich selbst?

Vielleicht konnte ich meine Beiträge von oben ergänzen / erklären, wenn diese missverständlich waren.

Magst Du auf meine Fragen noch eingehen? Das interessiert mich nämlich wirklich.

Lieben Dank noch mal für Deine Gedanken!
:ros:
Juma
Juma
 

Re: Entlieben?

Beitragvon lawofattraction » 5. Sep 2014, 17:21




Hallo Juma,

gerne gebe ich Dir meine Ansicht zu Deinen Fragen - denn nichts anderes ist unsere Interaktion hier im Forum. Eine Ansicht, die sich aufgrund von eigenen Eindrücken von etwas Gelesenem gebildet hat und dabei durch die ganz eigenen Erfahrungen in gewisser Weise gefiltert wird. Allerdings bemühe ich mich immer, mehr auf der eher neutralen Seite der Weitergabe der Abrahamlehre auf dem neuesten Stand zu bleiben, so wie das meine Absicht bei Forumsgründung war und immer noch ist, wenn auch das Einbringen von Eigenem nie ganz auszuschliessen ist.

Juma hat geschrieben:Der Wunsch, geliebt zu werden - ist das nicht etwas natürliches?


Ja, sicher ist er das. Wir möchten gerne anerkannt und geliebt werden. Davon kann sich wohl kaum jemand ausschliessen. Abhängigkeit entsteht in dem Moment, wo man Liebe und Selbstliebe nicht aus sich generieren kann, sondern einen anderen Menschen braucht, um sich geliebt zu fühlen.

Ich muss dazu eine Zwischenbemerkung machen, um das Verständnis davon weiter zu erklären. Die Lehre Abrahams macht ohne den Verständnishintergrund der von ihnen erklärten Zusammenhänge unserer physisch-nicht-physischen Existenz keinen Sinn. Daher ist als Voraussetzung eines Verständnis wichtig, anzuerkennen, dass wir alle Teil des Grossen Ganzen sind und zwar in einem physischen Körper leben, aber ein viel grösserer Teil von uns nicht-physisch ist.

Dieser nicht-physische Teil, Inner Being genannt, ist ein liebender Teil, der nichts anderes als Vollkommenheit in jedem Menschen sieht - ganz egal, in welcher Situation und auf welchem emotionalen Level er sich befindet und welche Umstände er gerade lebt. Diese Liebe des Inner Being zu erfahren und sie als Existenzgrundlage als immer vorhanden anzuerkennen, ist ein Gefühl der absoluten Sicherheit und Getragenheit und Verbundenheit und von Wohlwollen und Güte, das uns ein Mensch niemals geben kann und soll.

Haben wir diese liebende Verbindung nicht erfahren, sucht man im Aussen. Dabei kann das Aussen aber nur eine wundervolle Ergänzung dann sein, wenn man so sehr in sich Liebe und Anbindung an das Grosse Ganze finden kann, dass ein liebendes Aussen zwar die Kirsche auf dem Kuchen, nicht aber Voraussetzung für ein glückliches Leben ist.

In unserer Gesellschaft haben die meisten Menschen viel eher erfahren, dass sie dann geliebt werden, wenn sie den Erwartungen und Vorstellungen der anderen entsprechen und oft Liebesentzug dann erfahren wurde, wenn das nicht geleistet wurde.

Juma hat geschrieben:Wir sind auf Wohlwollen anderer und auf Zuneigung in gewisser Weise fürs Überleben angewiesen.


Für einen erwachsenen Menschen möchte ich mich diesem Gedanken meiner Lebensphilosophie nach nicht anschliessen, aber das steht auf einem anderen Blatt und würde den Rahmen des Themas sprengen.

Juma hat geschrieben:Menschen bilden Partnerschaften, Freundschaften, gründen Familien. Ist das nicht natürlich, von nahestehenden Personen gemocht werden zu wollen?
Täusche ich mich da so sehr in meiner Einschätzung?

Etwas anderes wäre eine "Abhängigkeit".


Natürlich wollen wir gemocht werden. Ist aber die Zuwendung eines anderen zwingend notwendig für das eigene Wohlgefühl, würde ich sagen, dass man sich auf Treibsand aufhält, da dieser andere keine Garantie für Zuwendung ist. Zumindest nicht für dauerhafte. Denn die Lebensumstände einer anderen Person können wir niemals so beeinflussen, dass sie immer das tut, was uns da grösste Wohlgefühl beschert.

Juma hat geschrieben:Vielleicht ist es auch manchmal etwas schwierig, einen einzigen Satz aus dem Zusammenhang zu nehmen.


Einmal das, und zum anderen kennt niemand einen anderen Menschen aufgrund einiger weniger Angaben. Trotzdem habe ich eine auch professionell bedingte gute Schulung, auf die kleinen Nuancen im Ausdruck und der Wortwahl zu achten und nehme sie auch als Hinweis, wenn ich das als hilfreich erachte. Wobei ich mich auch täuschen kann, was ich ausdrücklich nicht ausschliesse.

Juma hat geschrieben:Hast Du gar kein Bedürfnis, von Dir nahestehenden Personen geliebt zu werden? Kannst Du das alles völlig aus Dir selbst schöpfen?


Ja und ja. Ich liebe es, geliebt zu werden. Aber ich mache es nicht zur Bedingung für mein Glück. Ich habe das Schöpfen aus mir selbst sieben Jahre lang geübt, bevor ich wirklich und wahrhaftig zufrieden und glücklich war. Und nach sieben Jahren des Alleinlebens kam mein wundervoller zweiter Mann, mit dem ich ausgesprochen glücklich lebe. Vor drei Jahren ist mein Mann erkrankt und schwebte einige Wochen zwischen Leben und Tod. Ich denke, dass ich erst damals wirklich verstand, was Liebe ohne Bedingungen ist - auch wenn ich zu der Zeit nicht erkannte, dass es genau das war. Sein Tod wäre unwahrscheinlich schmerzhaft gewesen, aber er hätte meine Liebesfähigkeit und das Streben nach Glücklichsein nicht gebrochen.

Juma hat geschrieben:Aber Abraham schreibt doch auch, dass Menschen Beziehungen haben - auch das Bedürfnis danach.


Sie gehen sogar noch einen Schritt weiter. Sagen, dass Beziehungen die grösste Herausforderung unserer menschlichen Existenz sind und explizit dieses "Modell" gewählt wurde, um bedingungslose Liebe zu erlernen.

Juma hat geschrieben:Aber es ist halt so, dass ich mir eine Partnerschaft wünsche. Das ist mir nicht egal, ob ich eine habe, oder nicht.


Ja, absolut verständlich. Nun ist es nach dem Gesetz der Anziehung aber so, dass sich Wünsche in dem Moment erfüllen, wenn sie die Dringlichkeit verloren haben und ihre Erfüllung nicht mehr Voraussetzung dafür ist, glücklich zu sein. Das in der Partnerschaft erwartete Glück muss also quasi vorweg ohne Partner erlebt und erfühlt werden, um sich dann physisch manifestieren zu können. Solange die Abwesenheit einer liebenden Person als schmerzlich bzw. überhaupt als "noch nicht da" empfunden wird, ist ein Eintreffen fraglich. Ganz schön tricky.

Juma hat geschrieben:Hm. Bist Du der Meinung, dass man von anderen Menschen keine wahre Liebe bekommen kann, sondern nur durch sich selbst?


Böse, böse Frage. :mrgreen: Wenn "wahre Liebe" bedingungslose Liebe ist: Ja, das denke ich, weil ich der Ansicht bin, dass wir als Kollektiv noch nicht gelernt haben, bedingungslos zu lieben. Jeder Mensch, es sei denn es handelt sich um spirituell sehr hoch entwickelte Persönlichkeiten, läuft immer mal wieder in die Falle, sich den anderen anders zu wünschen. Macht Liebe daran fest, ob man die eigenen Liebesbedürfnisse erfüllt bekommt. Und das tut die Quelle nicht, die uns durch ihren unverminderten liebevollen Aufmerksamkeitsfokus liebt, egal, wer wir sind und egal, was wir tun.

Du siehst, ich erkenne den hohen Anspruch durchaus an. Wir diskutieren hier eine Lehre, die uns in der Idealform ihrer Umsetzung angeboten wird. Wir sind alle unterschiedlich und haben ein anderes Lerntempo und eine unterschiedliche Art und Weise, Dinge zu verarbeiten und akzeptieren. Und alles ist richtig.

Daher sollte eigentlich vor jedem meiner Post stehen: Nimm Dir nur das, was Resonanz hat. Denn hier wird ein Idealfall dargestellt - und die Tatsache, dass ich ihn vortrage, bedeutet durchaus nicht, dass ich in der Lage bin, ihn immer zu leben. Nur habe ich halt wie in diesem Fall nicht die Fragen, sondern die Antworten. Einmal im Sinne der Abrahamlehre, und natürlich auch mit meiner eigenen Meinung und meiner Erfahrung. Da ich nicht weiss, welches Verständnis der Lehre der Einzelne hat, beschliesse ich, das Niveau hoch anzusiedeln, so dass jeder daraus das für sich Zutreffende herausfiltern kann, da das viel weniger ausgrenzt als ein niedriges Verständnisniveau, das nur einigen gerecht wird.

Abraham sagen immer: Nehmt das alles nicht zu ernst, macht nicht zu viel daraus. Sucht Freude auf jede mögliche Art und Weise und wisst, dass Ihr niemals etwas falsch machen könnt.

In diesem Sinne - lieben Gruss
Loa



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Re: Entlieben?

Beitragvon lawofattraction » 5. Sep 2014, 18:40




Liebe "Frau Liebeszauber",

und das Wunderbare ist, dass Du das in den Kindern wecken und in Resonanz bringen wirst. Sie sind noch empfänglich, erinnern sich mit ein paar wenigen Anstupsern. Mit (Wohl-)Fühl-Übungen an der Hand (und in der Hand, wie das Du das im anderen Thread beschrieben hast - "was hast Du?" "schau mal, was ich hier aufgeschrieben habe" "oh, das nehme ich morgen auch") werden sie ohne viel Anstrengung ihrer Umwelt ein Beispiel sein. Und positiv beitragen zur Ausdehnung des Grossen Ganzen und selbst zu glücklichen Menschen heranwachsen.

Was für spannende Zeiten - und erst recht, wenn man es mit der jungen Generation zu tun hat und feststellen kann, wie das eigene Alignment abfärbt auf die anderen.

Weiterhin viel Spass mit "Deinen" Kindern
Loa :bussi:



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Re: Entlieben?

Beitragvon lawofattraction » 15. Sep 2014, 10:11




Ich habe die Diskussion abgetrennt, die sich hieraus ergeben hat, da sich der Themenschwerpunkt verändert hat. Zu finden hier.



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Re: Entlieben?

Beitragvon Juma » 4. Okt 2014, 23:22

Ich möchte das Thema noch einmal aufgreifen, weil es mir nach wie vor zu schaffen macht. Sehe aber, dass ich hier jetzt nicht mehr zitieren kann (ich weiß nicht warum).

Ich habe selbst alle Beiträge zu diesem Thema eben nun noch einmal durchgelesen. Und habe nach wie vor ein Anliegen dazu.

Für mich geht es letztendlich darum, was ich praktisch tun kann: das Gefühl der Liebe ist schön, zwischendurch reißt mich aber seit Monaten immer wieder ein Schmerz in die Tiefe.

Dieser Schmerz ist sehr groß und unterscheidet sich von meinem sonstigen Lebensgefühl wie Tag und Nacht. Auf der Skala der Gefühle, würde ich sagen, bewegt er sich im unteren Drittel. Mitunter brauche ich mehrere Tage, um wieder die Stufen empor zu klimmen und ein wenig positiver zu werden.

Ich möchte noch einmal ganz klar betonen: es geht mir nicht darum, dass das Gefühl des Geliebt-Werdens meine Selbstliebe ersetzen soll. Ich liebe mich sehr. Das ist seit vielen Jahren eigentlich kein Thema mehr für.
Es ist einfach der Schmerz über den Verlust eines geliebten Menschen. Es ist nicht einmal so, dass mir das den Willen nehmen würde, weiterhin glücklich zu sein, oder erneut zu lieben (vielleicht sogar jemand anderen).

Mir geht es nun in der Praxis darum, wie ich diesen Schmerz bewältigen kann. Es fühlt sich einfach nicht gut an. Und wenn ich einen ganzen Tag , oder sogar länger, daran fest hänge, wirkt sich das auch auf meine anderen Lebensbereiche negativ aus.

Ich bin ein ziemlich disziplinierter Mensch und schaffe es normalerweise ganz gut, meine Gedanken zu lenken. In diesen Momenten aber bin ich damit völlig überfordert. Und dann spüre ich, dass ich plötzlich alle möglichen Dinge in einem negativeren Licht sehe. Und ich bekomme plötzlich Ängste, die ich seit Jahren nicht mehr gespürt habe. Zu anderen Lebensbereichen. Das ist wie ein Rückschritt für mich.

Was könnt Ihr mir also diesbezüglich empfehlen: dass ich nicht mehr ständig in dieses tiefe Loch der Sehnsucht und das Vermissen falle?

Liebe Grüße
Juma
Juma
 

Re: Entlieben?

Beitragvon ZaWo » 5. Okt 2014, 09:40

Ich bin ein ziemlich disziplinierter Mensch und schaffe es normalerweise ganz gut, meine Gedanken zu lenken


Wohin genau versuchst du denn deine Gedanken zu lenken? Das ist nämlich wichtig. Richtung Rosarot geht von Verzweiflung aus nicht.

Erlaubst du dir denn auch deine Gedanken zu Wut, Hass und Rache zu lenken? Oder fällt das bei dir unter Disziplinlosigkeit?
Falls ja, dann würde ich da ansetzen und mir in diesem einen Punkt den Luxus der Disziplinlosigkeit genehmigen.

PS: Die eigene Ratlosigkeit kann auch extrem nerven, besonders, wenn man sonst alles so gut im Griff hat. Die Widerstände dagegen bauen auch so einiges auf. In diesem Fall ist es wichtig, sich das aufrichtig einzugestehen, dann kann es weiter gehen.
Es gibt immer weitere Erkenntnisschritte. Dazu zwingt einen schon das Leben - auch - und ganz besonders - wenn man denkt, alles Wichtige zu wissen. Ich denke, die meisten hier standen mal an so einem Punkt.
ZaWo
 

Re: Entlieben?

Beitragvon Juma » 5. Okt 2014, 09:58

Danke, ZaWo.

Wut und Hass würde ich generell zulassen, aber es gibt in diesem Fall für mich keinen Anlass. Die Umstände waren / sind eher so, dass ich gemerkt habe (und es oft noch merke) das es ihn selbst genauso trifft und er sich wünschen würde, es wäre anders. Also ich habe tatsächlich eine Zeit lang versucht, diese Gefühle zu produzieren, es ist aber künstlich und insofern Quatsch.

Wenn ich meine Gedanken umlenken, dann meistens in eine gänzlich andere Richtung. Auf meine Arbeit, auf meine Kinder, oder auf irgendwelche anderen Dinge die ich positiv finde. Im Akutfall merke ich nämlich, dass ich es nicht schaffe, einfach eine emotionale Treppenstufe nach oben zu gehen.

Von tiefschwarz auf rosarot funktioniert ohnehin nicht.

Der Witz dabei ist aber, das es zwischendurch rosarot ist. Ganz von selbst. Einfach dieses schöne Gefühl der Liebe, wenn es da ist und ich es genieße.
Juma
 

Re: Entlieben?

Beitragvon ZaWo » 5. Okt 2014, 10:40

Die Umstände waren / sind eher so, dass ich gemerkt habe (und es oft noch merke) das es ihn selbst genauso trifft und er sich wünschen würde, es wäre anders


Ich finde ja schon, dass das genug hergibt, um ihn als Idiot zu bezeichnen. 8-) :clown: Ich finde dafür hat er die Pest verdient. Und deiner zukünftige Nachfolgerin sollte es ganz und gar nicht besser gehen.......

Spassig formliert, ernst gemeint. Es geht nicht darum, deine Situation "gerecht" zu beurteilen, sondern um deine Gefühlsskala. Bitte schreib jetzt nicht, dass du die Situation ok findest. Sie ist ja wohl eher zum K.. als zum Jubilieren. Behaupte ich mal so. Um Gefühle zu bewegen braucht es Worte und Gedanken. Da kann man sich sehr gut reinsteigern. Erwachsen nüchterne Betrachtung hilft leider nicht. Das klemmt dich selbst nur von dir selber ab. Nach außen hin ist das bei mir auch das Mittel der Wahl. Aber im Inneren muss ich mir gelegentlich erlauben ein nöliges Kleinkind zu markieren. Es ist ganz erstaunlich, was da an Energien freigesetzt werden kann.

Wenn du deine Gedanken zu anderen Themen lenkst, dann ist das gut und erleichternd. Es ist wichtig dies zu können. Gratulation. Ich war da in Liebesthemen immer eher eine Nulpe. Es ist aber so, dass das schmerzhafte Thema dadurch keine Änderung erfährt. Muss es ja auch nicht sofort. Brauchst dich also nicht zu wundern, wenn du sobald du wieder an ihn denkst, wieder da bist, wo duc auch vorher warst - nämlich in Ohnmacht und Verzweiflung. Das ist alles ok und du machst auch alles richtig. Es funktioniert genauso, wie es wirktechnisch soll.

Um deinen Setpunkt (so nennen Abe den Gefühlspunkt bzgl. eines bestimmten Themas) laaaaaaangsam zu erhöhen, kannst du es dann mal mit Generalsierungen versuchen. Also nicht immer zum nächsten Thema umlenken, sondern generell werden z.B. "das Thema macht mich fertig. Das ist ok. Ich reg mich deswegen jetzt mal nicht auf. Das wird schon. ist mir egal, wie lange es dauert. Ist halt so. Ich fühl mich schrecklich. Es dauert mir zu lange. Gott, wie das nervt. Ich mache jetzt mal eben gar nichts. Es ist wie es ist. Irgendwann ist auch das vorbei......" So die Richtung.
Immer gebetsmühlenartig, sobald es dir Stiche versetzt.

Oder du schreibst eine Wutrede und steigerst dich dabei mal richtig kindlich rein. Nimm dir dafür vor, extra-ungerecht zu sein und vor allem nur auf deinen persönlichen Vorteil bedacht.

Oder eben, du wechselst immer das Thema. Wenn es in anderen Gebieten gut läuft, dann schwappt das über kurz oder lang dann auch auf deinen Liebes-Setpunkt über und es fallen dir plötzlich Betrachtungsweisen ein, die sich gegenüber der alten Betrachtungsweise, erleichternd anfühlen. Dafür ist es dann wichtig, sich nicht runter zu machen, dass der Liebeskummer da ist, wo er eben ist. make peace with where you are. Wenn du auch noch andere Verhaltensweisen in petto hast, dann geht auch der Zwang, dies immer zu tun etwas weg, was die Herangehensweise abmildert.

Bei Abe geht es um kleine Erleichterungsschritte und da musst du ausprobieren und befühlen, was dir im Moment hilft.
ZaWo
 

Re: Entlieben?

Beitragvon lawofattraction » 5. Okt 2014, 11:42




Hallo Juma,

ich hatte heute morgen ähnliche Gedanken wie ZaWo, als ich Deinen Post las und mir den Thread dann nochmals zu Gemüte geführt habe. Dabei habe ich folgende Gedanken:

Juma hat geschrieben:Mir geht es nun in der Praxis darum, wie ich diesen Schmerz bewältigen kann.


Bevor etwas bewältigt werden kann, muss es zuerst einmal angenommen werden. Hast Du diesen Schmerz denn eigentlich akzeptiert, angeschaut und als im Moment zu Dir gehörig angenommen? Und damit meine ich mit allen Facetten, die damit verbunden sein können? Dabei denke ich auch an das Gefühl der Zurückweisung, denn schliesslich hat er beschlossen, Deine Liebe nicht mehr zu wollen und Dir die seine vorzuenthalten.

Wie gehst Du damit um, dass er offensichtlich seine Ehefrau und das Familienleben als für ihn wichtiger erachtet als Deine Liebe? Das mag sich böswillig ausgedrückt anhören, de facto ist es aber so. Er hat auf Deine Liebe "verzichtet", da andere Dinge für ihn wichtiger waren. Selbst wenn Du, so wie in Deinen ersten Posts, eine ganze Menge Interpretationen und Erklärungen für ihn und sein Verhalten finden möchtest, würde ich mich doch noch einmal fragen, ob Du jemals Wut auf ihn und diese ganze vertrackte Situation als gesunde Reaktion erlaubt hast.

Ich habe vielmehr den Eindruck, dass Du Dir eine Geschichte gewoben hast, die ihn als armes Opfer seiner manipulierenden, erpresserischen Ehefrau, von Depressionen und Selbstvorwürfen gequält, sieht. Natürlich kann man auf so einen armen Mann nicht böse sein. Vielmehr ist es in der Tat so, dass es genau diese Argumente sind, die so gerne der Zweitfrau präsentiert werden: "ich liebe Dich, aber ich kann mich nicht trennen - wegen der Kinder, wegen gemeinsamen Besitzes oder eines Geschäfts, finanziellen Verlusten, Angst vor der Reaktion der Ehefrau", die ihn nicht als Verursacher einer solchen Situation sehen, sondern als Opfer der Umstände, verursacht durch böse Dritte. Zumindest hatte er den Anstand, das nicht weiter zu führen. Aber: wenn er Dich lieben würde und mit Dir leben wollte, wäre er bei Dir. Es gibt im Leben kaum jemals ein "kann nicht", wohl aber viele "will nicht".

In der Psychologie spricht man von vier Phasen der Trauerverarbeitung, die in vielen Studien als immer wieder beobachtbarer Ablauf als zutreffend und wichtig erkannt wurden. Eine der Phasen ist dabei auch Wut und Zorn. Wenngleich der Grundgedanke der war, dass es sich um Verlust durch Tod handelt, kann man diese notwendigen Phasen auf jede andere Lebens-Situation des Verlustes übertragen. Wird eine diese Phasen verleugnet oder unterdrückt, so fehlt meist eine wichtige Stufe in der Trauerverarbeitung. Nicht zuletzt sind Wut und Schuldzuweisung auch auf der Emotional Guidance Scale als logische Zwischenstufe zwischen den ganz tiefen Gefühlen der Hoffnungslosigkeit und den sich besser anfühlenden Gefühlen angesiedelt.

Letztendlich würde ich mich, wie ich es in eigenen Angelegenheiten fast immer tue, fragen, wo ich eine Schwingungsentsprechung bin zu jemandem, der solche Problematik im Leben hat und warum ich damit in Resonanz gehe. Wie alles, was wir hier schreiben, mag auch das eine subjektive Einschätzung sein, aber hast Du Dir schon einmal Gedanken gemacht über die Opfer/Retter-Symptomatik?

Lieben Gruss
Loa




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Re: Entlieben?

Beitragvon Juma » 7. Okt 2014, 00:01

@zawo

Ich weiß schon was Du meinst. Wenn du jedoch beobachtet hast, wie ein Mensch um eine Sache längerer Zeit gerungen hat, ist es schwierig, auf ihn wütend zu sein. Ich bin traurig, aber nicht wütend. Ich hab immer wieder versucht diese Wut in mir zu kreieren, aber sie kommt einfach nicht. Es wäre in jedem Fall ein "so tun als ob", ein Theaterstück. Ich brauch das aber für niemanden zu spielen. Ich habe schließlich keine Zuschauer.

Ja, Du hast schon recht, die Situation ist zum k...... Und nein, ich wünsche normalerweise nie jemandem die Pest an den Hals. Ich denke, Menschen haben in dem Kontext, in dem sie handeln, immer irgendwie ihre Gründe dafür, dass sie so handeln, wie sie handeln. Das mag sich irgendwie komisch oder übertrieben anhören, aber, nein, ich bin meistens kein wütender Mensch. Und in aller Regel fahre ich damit sogar ganz gut. Es schont mein Nervenkostüm.

Also um mich aus der Ruhe zu bringen braucht es eine ganze Menge. Ich kann schon wütend werden, so ist das nicht, aber es geht nicht besonders schnell. Und es geschieht eher dann, wenn mich jemand mit Absicht verletzt.

Ich habe übrigens versucht, eine wütende Nachricht an ihn zu schreiben. In der Vergangenheit schon mal, ich werde es jetzt aber erneut versuchen. Habe schon angefangen, sie liegt auf meinem Rechner. Aber irgendwie stimmt sie innerlich für mich nicht. Ich werde mal ein bisschen daran herumbasteln. Vielleicht wird es dennoch hilfreich.

@Loa
Naja, die Umstände sind ein wenig anders: er ist seit über zwei Jahren von seiner Frau getrennt, die Scheidung läuft, sie streiten nur noch um seine Anwaltskanzlei. Es geht also nicht darum, dass er zu seiner Frau zurückgegangen sei. Sie will halt mehr Geld aus ihm herauspressen, obwohl er bereits unfassbar viel an sie zahlt, sie enthält ihm eben die Kinder vor, wenn er nicht noch mehr zahlt.

Ich hatte nie die Position einer Geliebten: das wäre etwas, was ich mir niemals zumuten würde. Ich war schon "offiziell".
Ist schlussendlich aber auch egal. Denn was Du schreibst, ist natürlich richtig: würde er mich lieben, wäre er bei mir.

Ich habe mir selbst oft die Frage gestellt, was mit der schwingungsmäßigen Entsprechung ist. Und so richtig habe ich natürlich keine Antwort darauf. Als wir uns kennen lernten, war es allerdings eine wundervolle Leichtigkeit zwischen uns, und auch er war selbstverständlich nicht zu negativ drauf.

Jetzt stellt sich bei mir natürlich die Frage, würde man im LoA jemanden deshalb hängen lassen, weil es ihm schlecht geht, und er eine negative Stimmung verbreitet? Doch sicherlich nicht!

Klar ist in diesem Fall natürlich, dass nicht ich ihn, sondern er mich verlassen hat.
Aber meine Gefühle für ihn sind ja trotzdem vorhanden und lassen sich von dieser Tatsache nicht sonderlich beeindrucken.

Ob ich mir ein Netz gewebt habe mit Argumenten, in denen ich ihn verteidige? Das würde ich, zumindest zum Teil, nicht völlig ausschließen wollen. Auf der anderen Seite ist es ja nun so, das es ein paar Tatsachen gibt, die nicht bestreitbar sind. Ich vermute mal, da kommen beide Dinge zusammen. Sicherlich ist es schon so, dass ich ihm vieles nachsehe, was ich anderen Leuten wahrscheinlich so nicht nachsehen würde. Und ich suche natürlich auch eine Erklärung für sein Verhalten, welches mir so gänzlich unerklärlich erscheint.

Und für mich persönlich wäre es wahrscheinlich tatsächlich besser, wenn ich einfach wütend sein könnte und mich damit von ihm lösen könnte. In der Vergangenheit, mit früheren Männern, ist mir das auch gelungen. Da musste ich es nicht einmal forcieren, da kam es ganz von selbst. Und ich kann auch nicht sagen, warum es diesmal so gänzlich anders ist.

LoA, meinst Du, ich bin hier der Retter in dieser Beziehung gewesen?
Wie, zum Teufel, bin ich in diese Rolle gekommen?

Ich werde es parallel probieren: einerseits mit dem Brief und der Wut, (ich rechne mir hier allerdings nicht besonders viele Chancen aus) andererseits mit der Politik der kleinen Schritte.

Ich werde mal Laut geben, wie es sich entwickelt. Danke erst einmal für Eure Hilfe!
Liebe Grüße, Juma

PS: zitieren hat leider nicht geklappt, kann aber daran liegen, dass ich vom iPad aus schreiben.
Juma
 

Re: Entlieben?

Beitragvon lawofattraction » 7. Okt 2014, 07:50




Guten Morgen, liebe Juma,

Juma hat geschrieben:LoA, meinst Du, ich bin hier der Retter in dieser Beziehung gewesen?
Wie, zum Teufel, bin ich in diese Rolle gekommen?


ich beobachte und ich lese "zwischen den Zeilen", ohne dabei zu sehr in Interpretation zu verfallen. Mal sehen, ob ich meinen Eindruck so transportieren kann, dass es Sinn macht.

Juma hat geschrieben: er ist seit über zwei Jahren von seiner Frau getrennt, die Scheidung läuft, sie streiten nur noch um seine Anwaltskanzlei. Es geht also nicht darum, dass er zu seiner Frau zurückgegangen sei. Sie will halt mehr Geld aus ihm herauspressen, obwohl er bereits unfassbar viel an sie zahlt, sie enthält ihm eben die Kinder vor, wenn er nicht noch mehr zahlt.


Das oben Gesagte lässt mich sehr stark vermuten, dass Du ihn als Opfer seiner geldgierigen Frau siehst, die die Kinder benutzt, um ihn zu erpressen. Böse alte Hexe. :clown: Das mag - subjektiv gesehen - so sein oder auch nicht, ist aber für unsere Betrachtung eigentlich unerheblich. Weiter hast Du anfangs geschildert, dass dieses Thema bei Euch so dominant wurde, dass es die Freude aus der Beziehung heraus genommen hat, weil er wohl das Bedürfnis hatte, den Konflikt zusammen mit Dir zu thematisieren.

Ein Mensch, der sich in dieser Situation nicht als Opfer fühlt, würde diesen Themenkomplex von der Beziehung weitgehend fern halten, da er mit der Zweierbeziehung nichts, aber auch gar nichts zu tun hat. Das Opfer aber hat aus dieser Situation der Ohnmacht heraus das ständige Bedürfnis, von aussen eine Bestätigung dieser Niedertracht ihm gegenüber zu bekommen, was das Erlebte wiederum für ihn erträglicher macht. In diesem Fall verführt es eine unabhängige Dritte (Freundin), sich mit ihm zusammen gegen jemanden (Ex-Frau) zu verbünden, obwohl zwischen diesen beiden Personen nicht die geringste Beziehung besteht. Opfer und Helfer machen dann also gemeinsame Sache gegen den Verfolger des Opfers.

Beschäftigt man sich nun mit der Wirkweise des LoA, muss man zwangsläufig zum Schluss kommen, dass der Mann eine Entsprechung zu diesem Verhalten seiner Frau ist. Es finden zwei Menschen mit gleicher Schwingung zusammen, die - mal ganz grob gesagt, da gibt es viele Nuancen - entweder gleich ist (er ist auch raffgierig) oder aber er steht einer solchen Handlungsweise verurteilend oder ablehnend oder angstvoll gegenüber. Weiss jemand nicht um das LoA, kann er sich in einer solchen Situation schnell als Opfer eines von einer anderen Person gegen ihn initiierten Feldzuges fühlen, in dem es eine gute und eine böse Seite gibt.

Jeder, der sich als Opfer fühlt oder jemanden als Opfer anerkennt, lässt dabei vollkommen unberücksichtigt, dass das Opfer gleicher Schwingung ist wie der Täter. Das ist eine Annahme, die losgelöst ist von der moralischen Verwerflichkeit dessen, was das Thema zwischen den beiden bzw. jeder Konstellation dieser Art ist. Es geht um die reine Betrachtung der Wirkweise des LoA.

Juma hat geschrieben:Selbst in meinen beiden Ehen war ich immer diejenige, die auf alles ein Auge hatte, das Geld verdient hat, sich um alles gekümmert hat, Aufzucht der Kinder, Haushalt. Die Verantwortung für alles lag immer bei mir. ..... Für mich ist Verantwortung ein natürlicher Zustand.


Hier ist für mich das zweite Puzzleteilchen. Du hast - vielleicht schon von Kindesbeinen an ? - gelernt, die Verantwortung alleine für Deine Familien zu übernehmen. Das heisst, wo normalerweise zwei gleichberechtigte Erwachsene sich eine gemeinsame Lebens-Aufgabe teilen, bist Du in die Alleinversorgerrolle geschlüpft und hast sie vorbildlich gemeistert.

Abgesehen von der Befriedigung, die solch erfolgreiche Unterfangen mit sich bringt, kann sie aber auch ein nicht erkanntes oder nicht hinterfragtes Verhalten propagieren, diese Stärke in allen anderen Beziehungen zu zeigen. Schliesslich kann man es einmal ja wirklich gut, und zum anderen bedeutet eine solch erfolgreiche Bewältigung eine Bestätigung des Selbstwertes und der eigenen Fähigkeiten. Das kann dann auch zum Selbstläufer im Sinne von "mehr, mehr" werden. Und dann zieht man immer mehr Menschen in sein Leben, mit denen diese Rollenverteilung gelebt werden kann. Nicht umsonst gab es diese Konstellation in beiden Deiner Ehen.

Solche Beziehungen haben einen unwahrscheinlich starken Klebstoff. Denn die "Macher" kennen es ja nicht anders, haben ihre Kraft bewiesen und nehmen problemlos einen weiteren Hilfsbedürftigen an, der sich in diesen konkreten Umständen installiert. Perfektes Match. Das LoA sorgt also dafür, dass sich zwei Menschen ergänzen, die in der Beziehung jeder erfolgreich ihren vorgegebenen Part übernehmen können.

Fühlen beide sich in ihrer Rolle wohl, "funktionieren" solche Beziehungen eine ganze Weile - manchmal auch, bis der Tod sie scheidet :mrgreen: . Es ist aber auch möglich, dass der Helfer eines Tages vom Helfen die Nase voll hat und beim Opfer eine Beteiligung einfordert, die das weder geben will noch kann. Oder aber das Opfer fühlt sich in seiner Rolle nicht mehr wohl und empfindet die Dominanz des Helfers als unangenehm - wobei das meist sehr subtil und unterschwellig ist. Denn schliesslich ist der Helfer ja ständiger Beobachter und Zeuge der Schwäche des Opfers und viel stärker als das Opfer. In beiden Fällen führt das oft zur Trennung, weil die Mechanismen nicht mehr ineinander greifen. Und dann geht es also in die nächste Beziehung, bei der das eine Weile doch wieder funktioniert, bis .....

Ich weiss nicht, ob Du Dich in Teilen wiederfinden kannst, denn es kann durchaus sein, dass ich auf dem Holzweg bin. Ein Versuch ist es aber dennoch wert, daher habe ich es einmal in Worte gefasst.

Lieben Gruss
Loa



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Re: Entlieben?

Beitragvon Juma » 7. Okt 2014, 09:07

lawofattraction hat geschrieben:Ich weiss nicht, ob Du Dich in Teilen wiederfinden kannst, denn es kann durchaus sein, dass ich auf dem Holzweg bin.


Oh doch. Und danke für Deine Gedanken. Ich finde mich da ziemlich drin wieder.

lawofattraction hat geschrieben:Hier ist für mich das zweite Puzzleteilchen. Du hast - vielleicht schon von Kindesbeinen an ? - gelernt, die Verantwortung alleine für Deine Familien zu übernehmen. Das heisst, wo normalerweise zwei gleichberechtigte Erwachsene sich eine gemeinsame Lebens-Aufgabe teilen, bist Du in die Alleinversorgerrolle geschlüpft und hast sie vorbildlich gemeistert.


Ja, das ist wohl so. Ist mir auch bewusst. Das schlimme ist, dass jeder Mann am Anfang wie ein starker Mann auf mich wirkte. Und kaum war man verbindlich zusammen, entpuppten sie sich als welche, die sich zurücklehnten und plötzlich alles mögliche nicht machen konnten, oder nicht machten. Und ich habe mir das halt, wenn auch unter Murren, gefallen lassen. Es gab ja Kinder.
In den beiden Ehen habe ich dann irgendwann Forderungen gestellt. Die Männer wollten / konnten diese nicht erfüllen. Also scheiterten die Beziehungen.

lawofattraction hat geschrieben:Oder aber das Opfer fühlt sich in seiner Rolle nicht mehr wohl und empfindet die Dominanz des Helfers als unangenehm - wobei das meist sehr subtil und unterschwellig ist. Denn schliesslich ist der Helfer ja ständiger Beobachter und Zeuge der Schwäche des Opfers und viel stärker als das Opfer. In beiden Fällen führt das oft zur Trennung, weil die Mechanismen nicht mehr ineinander greifen.


Wahrscheinlich war das in dieser letzten Beziehung so, aus der ich nun emotional so schlecht raus komme.
Ich wollte wirklich keinen schwachen Mann mehr haben, hatte so die Nase voll. Und als er mir begegnet ist, sah das das erste mal in meinem Leben so aus, als wäre er wirklich jemand, der eigenständig ist, an den ich mich sogar auch mal anlehnen könnte. :cry:

Ich habe mich wieder geirrt.

Frage mich jetzt, wie ich die Kuh vom Eis bekomme. Mein Ding ist offenbar, dass ich aufhören muss, immer diese anlehnungsbedürftigen Kerle anzuziehen. Ich muss offenbar lernen, selbst Schwäche mehr zuzulassen. Und ich dachte seit einigen Jahren, ich hätte das schon gelernt.

Aber wenn meine Schwingung eigentlich "stark" und "Macher" ist, warum ziehe ich dann "schwach" an? Ich dachte, man zieht das an, was man ausstrahlt. Nicht das Gegenteil.
Frage mich gerade, wo ich vielleicht schwach bin. Und ein "Opfer". Finde aber den Punkt nicht ....

Nachdenkliche Grüße und dankbar für Eure Gedanken.
Juma
Juma
 

Re: Entlieben?

Beitragvon ZaWo » 7. Okt 2014, 09:57

Nur ganz kurz - bin auf dem Sprung :P

Aber wenn meine Schwingung eigentlich "stark" und "Macher" ist, warum ziehe ich dann "schwach" an? Ich dachte, man zieht das an, was man ausstrahlt. Nicht das Gegenteil.


Das ist nicht ganz richtig. Ja, man zieht das an, was man ausstrahlt. Aber man strahlt das aus, auf das man seinen Fokus lenkt und wie die (ehrliche gefühlte) Haltung zum Unerwünschten ist. Gedanken wie "Nie wieder ein schwacher Mann" oder " Gott Dank endlich ein starker Mann" oder "Mit dem wird es besser, der ist ja stark." ziehen das Unerwünschte an.

Als Rettertyp hat man es übrigens auch mit Co-Abhängigkeit zu tun. Wenn dann ein vermeintlich Schwächerer meine Hilfe nicht will, dann kann das als existenziell empfunden werden. Kann ich ein Lied davon singen. Habe mich daher früher sehr mit Sinn und Unsinn von Helfertum befasst und wie absurd im Grunde die Klassifizierung stark oder schwach ist, wo doch jeder seine Sachen eh über das LoA abwickelt - wissentlich oder unwissentlich.
ZaWo
 

Re: Entlieben?

Beitragvon lawofattraction » 7. Okt 2014, 10:11

Juma hat geschrieben:Aber wenn meine Schwingung eigentlich "stark" und "Macher" ist, warum ziehe ich dann "schwach" an? Ich dachte, man zieht das an, was man ausstrahlt. Nicht das Gegenteil.


Hallo Juma,

in jedem Partikel des Universums steckt das Gewünschte und sein Gegenteil, das Unerwünschte. Daher sind sie gleicher Schwingung, ziehen sich gegenseitig an. Abraham nennen das die beiden Enden des gleichen Stockes. Schwingung ist der energetische Ausdruck der Gedanken und Gefühle, die wir hegen. Es gibt verschiedene Schwingung-Entsprechungs-Modelle - hui, neue Wortschöpfung 8-) :

Am besten kann man das an einem Beispiel erklären: X ist ein Angeber. Dann kann er andere Angeber anziehen, die mit ihm in Konkurrenz treten wollen = Gleichheit. Er kann aber auch "das andere Ende vom Stock" anziehen, nämlich jemanden, der Angebertum verabscheut und ablehnt. Es kann sich also sowohl das Gewünschte als auch das Unerwünschte, wenn es fokussiert wird, manifestieren, da beide dem Prinzip der Anziehung innerhalb einer Sache entsprechen.

Eine andere Konstellation wäre, dass Y auch gerne angeben würde und sich dadurch erhöht fühlen möchte (meist Ziel des Angebertums), sich das aber nicht traut. Daher verurteilt er den Angeber X, weil er sich traut und dadurch die Vorteile hat, die Y sich verweigert, aber gerne hätte.

Eine weitere wäre die, dass Z in einem Kontext ein Angeber ist, sich aber in anderem Kontext als jemand zeigt, der Angebertum verurteilt. Da gibt es Fälle, wo zum Beispiel Homosexualität oder pädophile Neigungen in der Öffentlichkeit, gerne religiösem Umfeld oder Politik, als verabscheuungswürdig deklariert werden, in der Heimlichkeit der Privatsphäre aber genau das ausgelebt wird. Der Spielarten gibt es viele, aber alle nennen eine gemeinsame Schwingung ihr eigen. Daher entsprechen sich Opfer und Täter auch schwingungsmässig.

Juma hat geschrieben:Das schlimme ist, dass jeder Mann am Anfang wie ein starker Mann auf mich wirkte.


Ja, und das wird auch weiterhin so bleiben. :clown: Am Anfang einer jeder Beziehung sehen wir fast ausschliesslich die Vortex-Version der Person. Wir blocken erfolgreich unerwünschte Anteile aus und konzentrieren uns auf das Gewünschte. Könnten wir in dieser Sichtweise (wie Quelle, das Grosse Ganze) verbleiben, so wäre es eine erfreuliche und zufriedenstellende Beziehung. De facto aber ist nach einiger Zeit "der Lack ab", wir sehen immer mehr unerwünschte Eigenschaften, schauen immer mehr "die Realität" an und verlieren immer mehr der Anfangs-Illusionen.

Juma hat geschrieben:In den beiden Ehen habe ich dann irgendwann Forderungen gestellt. Die Männer wollten / konnten diese nicht erfüllen. Also scheiterten die Beziehungen.


Klar, das ist logisch. Du hast die Bedingungen verändert - auch wenn sie unausgesprochen und nur auf Schwingung gegründet waren. Eines Tages hast Du aufgrund Deines neuen Zustandes der Desillusion ohne Zustimmen der anderen Seite gefordert, dass sich die Bedingungen und die Männer ändern sollten. Für Dich sehr sinnvoll, für sie aber noch lange nicht. Warum sollten sie auch? :clown: Also Trennung, neue Beziehung. Die Schwingung nehmen wir aber mit in jede neue Liebe und veranstalten das gleiche Spiel mit anderen Namen und etwas verändertem Umfeld.

Juma hat geschrieben:
lawofattraction hat geschrieben:Oder aber das Opfer fühlt sich in seiner Rolle nicht mehr wohl und empfindet die Dominanz des Helfers als unangenehm - wobei das meist sehr subtil und unterschwellig ist. Denn schliesslich ist der Helfer ja ständiger Beobachter und Zeuge der Schwäche des Opfers und viel stärker als das Opfer. In beiden Fällen führt das oft zur Trennung, weil die Mechanismen nicht mehr ineinander greifen.


Wahrscheinlich war das in dieser letzten Beziehung so, aus der ich nun emotional so schlecht raus komme. Ich wollte wirklich keinen schwachen Mann mehr haben, hatte so die Nase voll. Und als er mir begegnet ist, sah das das erste mal in meinem Leben so aus, als wäre er wirklich jemand, der eigenständig ist, an den ich mich sogar auch mal anlehnen könnte. :cry:


Nase davon voll = will ich nicht mehr = aktiviert das Unerwünschte und bringt es. It´s Law.

Juma hat geschrieben:Ich habe mich wieder geirrt.


Nein, absolut nicht. Ohne solche Erlebnisse hätten wir keine Erkenntnis. Unsere Mitspieler sind hilfreiche Komponenten, um unser eigenes volles Potential zu erkennen und zu leben. Daher ist jeder Schritt auf dem Weg wichtig und richtig. Immerhin hast Du jetzt so viel Wunsch nach Veränderung in Dir, dass Du dieses Forum mit seinen Hilfestellungen und "Augenöffnern" per Schwingung angezogen hast. Was Besseres könnte denn passieren?

Ohne jetzt schon nach Veränderungen zu suchen, würde ich diese ganze Erkenntnis erst einmal in mir wirken lassen. Manches mag dann stärker hervortreten, anderes als nicht so wichtig wieder verblassen. Und wenn der echte Wunsch nach Veränderung in Dir vorhanden ist, dann wirst Du eines Tages den Impuls haben, irgend etwas zu tun, was in der Richtung dahin führt, dass Du Dich in Beziehungen selbst authentischer mit vielen Facetten leben kannst und nicht mehr diesen eingeübten und wohl nicht hinterfragten Werten wie denen einer ungebrochenen Macherin und Aufrichterin der Schwachen gerecht werden musst.

Lieben Gruss
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