Emotionalkörper-Therapie - Kraft gelebter Gegenwart

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Emotionalkörper-Therapie - Kraft gelebter Gegenwart

Beitragvon svendale » 29. Nov 2015, 08:51

Guten Morgen =),
ich habe ein neues Buch gelesen. Kraft der gelebten Gegenwart von Michael Brown.
Es geht im Grunde genommen um die Emotionalkörper-Therapie.
Er sagt, dass es hinter der mentalen Ebene noch eine weitere Ebene gibt, die emotionale Ebene aus der Kindheit.
Er sagt auch, das das LAO funktioniert, aber nur solange, wie man es aktiv betreibt.
Grund hierfür sind die emotionalen Prägungen aus der Kindheit bis zum 7. Lebensjahr.
Bsp: Man wird ausgeschimpft, wenn man etwas Neues probiert (Im Alter von 2 Jahren). Mental konnte man es nicht als Kind erfassen. Es gibt in dem Stadion nur die emotionale Ebene.
Im Erwachsenenalter ist das Resultat dann, das man ein unangenehmes Gefühl bekommt, wenn man etwas Neues probieren möchte.
Durch unbewusste Verdrängung wird man in diesem Punkt wieder unbewusst gesteuert. Also man wird emotional getriggert, und tut das etwas unbewusst, was man eigentlich gar nicht will.

Michael zieht darauf ab, in der Gegenwart zu leben und den emotionalen Schmerz zu integrieren, sodass der emotionale Schmerz weniger wird und dadurch auch die Unbewusstheit abnimmt.
Er sagt auch, es geht bei ihm nicht darum, sich besser zu fühlen, sondern besser im fühlen zu werden.
Die Gegenwart zu spüren und seine unbewussten Emotionen zu erkennen, die einen fremdsteuern.
Es geht darum, das ganze wie ein Schauspiel zu betrachten, es sich anzuschauen, und dann entspannt eine bewusste Entscheidung zu treffen.
Wer kennt das? Wie kann man das in Verbindung mit LOA kombinieren? Das LOA funktioniert bei mir. Aber nur bis zu einem gewissen Punkt. Irgendwie schließt das diese Lücke....Was sagt Abraham dazu?

Michael unterscheidet immer zwischen achtsamen Reagieren und reaktives Agieren.
Achtsames reagieren (So empfiehlt er) ist, wenn man getriggert durch einen Umstand, eine negative Emotion verspürt, dann die Emotion zu spüren, sodass diese abzieht. Es zu beobachten und dann eine bewusste Wahl zu machen, die von einem SELBST entspringt.

Reaktives Agieren ist für Michael eine unbewusste emotionale Reaktion auf einen Umstand. Er sagt alleine diese emotionale Reaktion führt schon dazu, dass man wieder Umstände anzieht, die man eigentlich nicht möchte.

Ich wünsche euch einen wunderschönen Sonntag!! =)

LG
Sven
svendale
 

Re: Emotionalkörper-Therapie - Kraft gelebter Gegenwart

Beitragvon lawofattraction » 29. Nov 2015, 11:12




Hallo Svendale,

svendale hat geschrieben:Er sagt auch, das das LAO funktioniert, aber nur solange, wie man es aktiv betreibt.


das ist nicht richtig. Wahrscheinlich meint er damit, dass es in Richtung des Gewünschten positive Ergebnisse beschert, wenn man sich bewusst/aktiv auf das Erwünschte konzentriert. Das LoA ist ein Wirk-Gesetz, das man nicht "betreiben" oder ausüben oder anwenden kann. Man kann aber seine Wirkweise studieren und sich dementsprechend ausrichten.

Bei der obigen Aussage wird vergessen, dass alle unsere "schlampigen" Gedanken, also diejenigen, denen wir oft wenig oder gar nicht bewusst nachhängen und die oft negativer Art und voller Widerstand sind, die gleiche Anziehungskraft haben wie positive. You get what you think about - Du bekommst das, worüber Du nachdenkst.

Das ist ja gerade das Wunderbare am LoA - es ist vollkommen unbestechlich und ganz einfach nur ein Gesetz. Es ist also schon von Nutzen, sich darüber richtig zu informieren und die Gesetzmässigkeit zu verstehen, damit keine Default-Manifestationen ins Haus rauschen.

svendale hat geschrieben:Er sagt auch, es geht bei ihm nicht darum, sich besser zu fühlen, sondern besser im fühlen zu werden.

Was sagt Abraham dazu?


Wenn es nicht darum geht, sich besser zu fühlen, warum sollte man dann besser im Fühlen werden? Das macht wohl keinen Sinn. Unser emotionales Leitsystem, wie Abraham es nennen, hat genau den Zweck, dass wir uns unserer negativen Gefühle bewusst werden und die Gedanken in eine andere Richtung lenken. Nämlich dorthin, wo unser Wohlgefühl ist.

svendale hat geschrieben:Michael unterscheidet immer zwischen achtsamen Reagieren und reaktives Agieren.


Abraham lehren uns, auf unsere Gefühle zu achten und nicht im Default-Modus zu leben - genau das, was ich oben sagte. Reaktives Agieren ist Default - einfach das tun, was man immer getan hat bzw. was spontan unreflektiert aus der Emotion heraus entsteht, ohne sich bewusst zu sein, was geschieht und was getan wird.

Gefühle und Gedanken bedingen sich gegenseitig. Ein Gedanke bringt ein Gefühl hervor, das wiederum weitere Gedanken und die wiederum Gefühle - und so weiter in Endlosschleife, bis man einen anderen Gedanken denkt. Gemäss dem LoA manifestieren sich solche Gedanken, die man häufiger denkt.

Wenn man den Mechanismus durchschaut, ist es ganz einfach zu verstehen. Und den erklären Abraham meisterlich.

Lieben Gruss
Loa




*Resistance means feeling Singular instead of Plural* Abraham


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Re: Emotionalkörper-Therapie - Kraft gelebter Gegenwart

Beitragvon Kein_Schnee » 29. Nov 2015, 11:39

Hallo Svendale,

das klingt für mich nach einer etwas modifizierten Sichtweise von Eckhart Tolle.
Er nennt es Schmerzkörper und ihm geht es darum, etwas im JETZT zu akzeptieren, wie z.B. ein Schmerz, dessen Ursache man vielleicht nicht genau ausmachen kann.
Der wichtigste Punkt dabei ist aber, sich nicht mit diesem Schmerz zu identifizieren, sondern ihn als Form / Körper zu betrachten, der nicht unser IB ist.
So hat man die Möglichkeit, schmerzhafte Dinge nicht ängstlich zu verdrängen und kann sich gleichzeitig davon distanzieren, denn man ist nicht dieser Schmerz.
Und letztlich heißt das nichts anderes, als was Abe sagen: Jede Manifestation entsteht aus Gedanken, die dann Gefühl wurden und wenn man Gefühle erschaffen hat, die einem nicht gefallen, kann man sie ansehen und sagen:
Ich möchte etwas anderes fühlen.

Also, es geht um die Identifikation. Tolle sagt dies aber durchaus, weil es darum geht, sich besser zu fühlen.
Aus keinem anderen Grund.
Denn wie Loa schon schrieb: Was bringt es mir, besser fühlen zu können, wenn es nicht mehr Wohlgefühl zur Folge hat?

Lieben Gruß,

KeinSchnee
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Re: Emotionalkörper-Therapie - Kraft gelebter Gegenwart

Beitragvon Aladin » 29. Nov 2015, 17:54

Hallo Svendale,

svendale hat geschrieben:

"Er sagt auch, das das LAO funktioniert, aber nur solange, wie man es aktiv betreibt."


Also seine Aussage finde ich echt unlogisch. Wenn ich Französisch spreche, dann "kann" ich es auch, wenn ich schweige oder eine andere Sprache nutze. LoA funktioniert immer, egal ob jemand daran glaubt oder nicht, daran arbeitet oder nicht. Ist ähnlich, wie bei Gravitation. Funktioniert auch - in unserer Dimension.

Wenn man sich mit LoA in der Tiefe befasst, also nicht nur Texte liest, sondern das eigene Denken, Fühlen beobachtet und auch die Ereignisse (die darauf folgen) notiert, die Muster, Zusammenhänge entdeckt - dann (so ging es mir) ist man von der Wahrhaftigkeit des Gesetzes überwältigt.

Natürlich gibt es soooo viele Quellen und kluge Ansätze, wie wir unser Leben verbessern können, aber ich empfinde LoA als die Krönung und allerbeste Abkürzung.

Ich frage mich, wie unsere Welt ausschauen würde, wenn LoA bereits in Schule unterrichtet werden würde respektive (noch besser) von den Erziehern/Entwicklungsbegleitern dem kleinen Kind offenbart + aktiv vorgelebt werden würde.

Es würde mich nicht wundern, wenn kleine Kinder dies alles intuitiv mitbringen und es ihnen dann schlicht aberzogen wird.

Loa hat geschrieben:

"Gemäss dem LoA manifestieren sich solche Gedanken, die man häufiger denkt."


Jahhh und es so verrückt, wenn man beobachtet:
Nachrichten - es wird der Fokus auf Schreckliches gelenkt
Sich beklagende Menschen - "dies war schrecklich, der hat mir angetan, vor der Veränderung habe ich Angst"

Was bitte manifestiert sich dann, dem LoA-Gesetz nach?

Loa hat geschrieben:
"Bei der obigen Aussage wird vergessen, dass alle unsere "schlampigen" Gedanken, also diejenigen, denen wir oft wenig oder gar nicht bewusst nachhängen und die oft negativer Art und voller Widerstand sind, die gleiche Anziehungskraft haben wie positive."


Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen "die schlampigen Gedanken" - jepp, absolut.
Wie oft ertappe ich mich dabei, dass ich "schlampig" (also negativ) denke: "ach, das hätte ich besser machen können", "ach, wer weiß ob das klappt". Passiert mir manchmal nach langen "ordentlichen" Denkphasen. Zack, Autopilot eingeschaltet, uraltes verstaubtes Muster macht sich breit.

Natürlich. So entziehe ich mir die Wohltaten des LoA-Gesetzes - durch "Schlampigkeit" :rleye:

So eine klasse Formulierung, Loa. Danke :ros: :ros: gleich notiert. Oft sind es so plastische Formulierungen, die eine verbrauchte Struktur plötzlich aufbrechen und Licht scheinen lassen - bei mir jedenfalls :teuflischgut:

Danke für die Inspiration!
LG Aladin
Aladin
 

Re: Emotionalkörper-Therapie - Kraft gelebter Gegenwart

Beitragvon shaoli » 29. Nov 2015, 20:57

Hallo svendale,

ich habe lange überlegt, ob ich ich etwas dazu schreibe, weil es für mich erst einmal
stark nach " Probleme erschaffen " riecht ", was dein Autor ausführt, aber dazu und
über meine Gefühle beim lesen möchte ich jetzt erst einmal nichts weiter schreiben.

Nicht mißverstehen, ich finde es gut, dass es Menschen gibt, die ihre Gedanken und Erfahrungen
weitergeben, um das Bewußtsein für diese Themen zu steigern, habe aber die Erfahrung
gemacht, dass das Beobachten emotionaler Schmerzen immer weitere emotionale Schmerzen beoachten
läßt.

Anders ausgedrückt, selbst, wenn man es schafft, einen Schmerz gehen zu lassen, wird ein anderer
aus dem Un - oder Unterbewußten aufsteigen. Das Unterbewußtsein muss ja überwiegend herhalten,
wenn es um negative Gefühle oder Angewohnheiten geht, weswegen ich schließlich das Gefühl
hatte, es ist ein Fass ohne Boden. Jederzeit kann etwas auftauchen, und ich nicht kontrollieren,
wann und was. Das paßt für mein Empfinden nicht zu dem, was Abraham und auch andere Lehrer
über Ermächtigung und Verbundenheit sagen, sondern widerspricht ihm sogar. Ich will nicht sagen,
dass es das Un - oder Unterbewußte nicht gibt, aber wir besitzen ein emotionales Leitsystem,
das uns in jedem Moment Auskunft darüber gibt, wie verbunden wir sind und wenn man es nutzt,
braucht man nicht in den unerschöpflichen Tiefen des Unbewußten zu suchen, wo man immer
etwas finden wird. Man würde ja erst gar nicht anfangen, dort zu suchen, wenn man nicht
etwas finden wollen würde.

Ich habe nur einen Weg gefunden, emotionale Schmerzen zu heilen und mit der Vergangenheit
ins Reine zu kommen, und das ist der, einen Blickwinkel zu finden, der - mehr und mehr - mit
dem der Quelle übereinstimmt.


svendale hat geschrieben:Achtsames reagieren (So empfiehlt er) ist, wenn man getriggert durch einen Umstand, eine negative Emotion verspürt, dann die Emotion zu spüren, sodass diese abzieht. Es zu beobachten und dann eine bewusste Wahl zu machen, die von einem SELBST entspringt.


Ich bin da immer zwiegespalten. Wenn man sich überwiegend wohl und glücklich fühlt und/ oder
schon das kleinste unangenehme Gefühl wahrnimmt, mag diese Vorgehensweise gut für kleinere Korrekturen
sein. Ich wage aber mal zu behaupten, dass Menschen, die überwiegend glücklich sind, erst gar nicht zu solchen
Büchern greifen werden, weil sie nicht in Resonanz sind und auch die meisten anderen
würden aus einem unangenehmen Gefühl nicht gleich ein tiefenpsychologisches Drama
machen. Es werden also eher die sein, die glauben, richtig etwas tun zu müssen, weil ihnen mehr im
Weg steht.

Beobachte dich mal, wenn du Schmerz spüren oder auch nur vorbeiziehen lassen möchtest - du wirst wahrscheinlich
Gedanken haben, die sich auf die Vergangenheit, deine Kindheit und auf die Menschen richten, mit denen du
aufgewachsen bist und schon hast du etwas, was du bisher wahrscheinlich aus einer gewissen Entfernung
betrachtet hast, in deine Gegenwart gezogen, weil es in deinen Gedanken und Gefühlen JETZT passiert
und das LoA macht sich auf die Socken, um dem, was du in diesem Moment denkst und fühlst, zu entsprechen.
Wenn man das Gewohnheit werden läßt - darüber habe ich nach einigen von Loas
Ausführungen unlängst noch einmal intensiv nachgedacht - wird man immer wieder oder immer mehr
entsprechendes in der äußeren Realität manifestieren.

Liebe Grüße
shaoli
Wo der Gedanke ist, da ist der Denkende.
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Re: Emotionalkörper-Therapie - Kraft gelebter Gegenwart

Beitragvon Kein_Schnee » 29. Nov 2015, 22:34

Liebe Shaoli

shaoli hat geschrieben:Beobachte dich mal, wenn du Schmerz spüren oder auch nur vorbeiziehen lassen möchtest - du wirst wahrscheinlich
Gedanken haben, die sich auf die Vergangenheit, deine Kindheit und auf die Menschen richten, mit denen du
aufgewachsen bist und schon hast du etwas, was du bisher wahrscheinlich aus einer gewissen Entfernung
betrachtet hast, in deine Gegenwart gezogen, weil es in deinen Gedanken und Gefühlen JETZT passiert
und das LoA macht sich auf die Socken, um dem, was du in diesem Moment denkst und fühlst, zu entsprechen.


Ganz so sehe ich das nicht, denn es gibt durchaus für mich Gefühle der Trauer oder andere Schmerzen, die nicht einfach weggedrängt werden wollen, da sie sonst ihr Eigenleben führen und einem dann von hinten erwischen, wenn man nicht damit rechnet.
Und sie weigern sich auch zu verschwinden, da sie einem letztlich eine Botschaft übermitteln.
Dafür muß man sie aber akzeptieren. "Das ist jetzt so und es ist ok."
Egal wo wir stehen, es ist immer richtig, auch wenn wir starken Kontrast erfahren.
Deshalb ist es im Sinne von Eckhard Tolle auch heilsam, sich den Gefühlen einerseits zu stellen und sie zu akzeptieren, indem man sich klar macht, dass man nicht dieses Gefühl ist. Es ist eine Manifestation.
Abraham sagen das auch: Alles ist genau richtig, wie es jetzt ist und Kontrast gehört immer dazu.

shaoli hat geschrieben:Wenn man das Gewohnheit werden läßt - darüber habe ich nach einigen von Loas
Ausführungen unlängst noch einmal intensiv nachgedacht - wird man immer wieder oder immer mehr
entsprechendes in der äußeren Realität manifestieren.


Ich denke nicht, dass es um eine Gewohnheit geht, sondern um tiefsitzende Gefühlsmuster, die einen schon sehr lange begleiten und behindern. Durch das Anerkennen geschieht ein Erkennen und man ist in der Lage, sich nicht nur oberflächlich davon zu entfernen.
Denn ich glaube, dass sich viele fragen: Warum gelingt es mir nicht, in eine erwünschte positivere Schwingung zu kommen, obwohl ich meine Gedanken so gut es geht ausrichte?
Und ein Gefühl mit Tränen und auch Trauer zu verabschieden, kann sehr heilsam sein und ist manchmal der Weg des geringsten Widerstands.

Abraham setzen voraus, dass wir die Dinge aus ihrer Sicht verstehen, was aber nicht immer möglich ist.
Selbst Esther hat der Tod von Jerry eiskalt erwischt und sie war sehr traurig und wütend.
Man sollte, so glaube ich, immer das Beste daraus machen, wo man selbst gerade steht und nicht den Fehler begehen, sich dafür zu verurteilen, negative Gefühle zu haben.
Es ist dann kein Fass ohne Boden, wenn man bewusst bleibt und weiß, was man gerade braucht, bzw. was man (noch) nicht kann.

Lieben Gruß,

KeinSchnee
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Re: Emotionalkörper-Therapie - Kraft gelebter Gegenwart

Beitragvon lawofattraction » 30. Nov 2015, 09:35




Liebe KeinSchnee, dear All,

Kein_Schnee hat geschrieben:Ganz so sehe ich das nicht, denn es gibt durchaus für mich Gefühle der Trauer oder andere Schmerzen, die nicht einfach weggedrängt werden wollen, da sie sonst ihr Eigenleben führen und einem dann von hinten erwischen, wenn man nicht damit rechnet.


ich möchte mich in meiner Antwort komplett auf die Abrahamlehre stützen und das, was andere Lehrer sagen, einmal beiseite lassen. Mit dem Verständnis des LoA wissen wir, dass uns nichts "von hinten erwischen" kann, sondern dass wir in einer Schwingung waren, die genau das angezogen hat.

Und dass sich ganz viele frühere Erfahrungen daran "anklammern", wenn wir ihnen immer weiter Raum in unseren Gedanken geben und nicht erkennen, dass man auch schlimme Ereignisse in Frieden ziehen lassen kann. Das ist in sich eine Anerkennung, die abschliesst mit dem ungesunden Verhalten, sich immer wieder daran zu erinnern. Kindheitsereignissen haftet oft auch noch eine gewisse Gläubigkeit an Opfertum an, die - wie wir wissen - von Abraham nicht vertreten wird.

An ein "Eigenleben" von Schmerzen und Gefühlen zu glauben, gibt ihnen eine unwahrscheinliche Macht über uns und führt in Gefühle der Machtlosigkeit. Ein solcher Glaube negiert das LoA, denn ein Eigenleben können Gefühle nur dann führen, wenn wir nach Default leben. Gefühle und Gedanken sind eng miteinander verknüpft und erschaffen sich gegenseitig.

Und genau das ist es, was Shaoli sagt: Wenn wir diesen Kindheitserinnerungen nachhängen, uns gedanklich und gefühlsmässig wieder hinein begeben, dann werden sie dem LoA gemäss auch immer wieder aktiv werden, wenn eine von der Schwingung her ähnliche Gefühlssituation auftaucht.

Es gibt keine Trauer, die über Jahrzehnte anhält, es sei denn, man hält sie bemüht fest, indem man sie immer wieder zitiert. Trauer durchläuft eine Verarbeitungsphase, die irgendwann abgeschlossen sein wird, nicht zuletzt auch deshalb, weil ein reflektierter Mensch die Erkenntnis hat, dass die Vergangenheit nicht mehr verändert werden kann und jedes Festhalten an Trauer ein Abschneiden der Lebensenergie ist.

Kein_Schnee hat geschrieben:Und sie weigern sich auch zu verschwinden, da sie einem letztlich eine Botschaft übermitteln.


Den Satz verstehe ich gar nicht - welches sind denn die Botschaften, die Schmerz und Trauer uns bringen? Abraham, um auf sie zurück zu kommen, sagen ja, dass solche Gefühle bedeuten, dass die Quelle eine ganz andere Sichtweise hat zu den Dingen als wir, wenn wir schmerzliche Gefühle erfahren.

Esther´s Gefühle um Jerrys Tod als Beispiel zu nehmen, ist für mein Empfinden kein gutes Beispiel. Das waren keine Gefühle aus der Vergangenheit, die sie hatte, das war akutes Jetzt-Geschehen und als solches für sie ein einschneidendes und lebens-veränderndes Ereignis.

Nach meinem Verständnis spricht in dieser Diskussion aber niemand über diese Art Ereignisse, die natürlich unsere Gefühlswelt erschüttern und einen zeitlichen Prozess des Akzeptierens durchlaufen müssen und nicht verdrängt werden dürfen. Es geht vielmehr um solche Erinnerungen, die aus der Kindheit stammen und bei jeder jetzigen passenden Schwingung wieder aktiviert und erinnert - und dadurch aufrecht erhalten werden.

Ich habe noch niemals erfahren, dass Abraham jemanden ermuntert haben, ihre Kindheitsereignisse oder vergangene Erlebnisse zu erzählen, sondern sie unterbrechen sofort und machen auf eines aufmerksam: Dass wir in der Lage sind, solchen Erinnerungen die Macht über uns zu nehmen, indem wir sie auch in der Vergangenheit belassen. Dinge, die nicht mehr im Fokus stehen und durch andere Gedanken ersetzt werden, verlieren mit der Zeit ihren emotionalen Impakt.

Warum sonst sollten Abraham immer wieder betonen, was Seth als erster gesagt hat, dass unser Kraftpunkt, der Punkt unserer Macht, im Jetzt liegt? Das bedeutet, dass wir heute durch die Macht unserer Gedanken unser Leben in einer Form gestalten können, die uns schon beim puren Gedanken daran Freude macht.

Lieben Gruss
Loa



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Re: Emotionalkörper-Therapie - Kraft gelebter Gegenwart

Beitragvon Kein_Schnee » 30. Nov 2015, 11:05

Liebe Loa,

lawofattraction hat geschrieben:Mit dem Verständnis des LoA wissen wir, dass uns nichts "von hinten erwischen" kann, sondern dass wir in einer Schwingung waren, die genau das angezogen hat.


Ein Trigger ist ein unbewußtes Gedanken - Gefühlsmuster. Von hinten erwischt es uns gefühlt dann, wenn wir es nicht erkennen, - uns dessen nicht bewußt sind.
Jedes Gefühl ist JETZT, ob es nicht gelebte Trauer aus der Kindheit ist, oder aktuelle Trauer.

Wenn ich Dich richtig verstehe, sagst Du: Aktuelle Trauer darf gelebt werden, aber nicht gelebte, vielleicht aus der Kindheit, nicht, auch wenn sie immer wieder im JETZT aufsteigt. :nachdenk:

lawofattraction hat geschrieben:Das waren keine Gefühle aus der Vergangenheit, die sie hatte, das war akutes Jetzt-Geschehen und als solches für sie ein einschneidendes und lebens-veränderndes Ereignis.

Laut LoA gibt es keinen Grund für Trauer, denn alles ist gut, wie es ist.
Dennoch kann es, je nachdem wo jemand steht, der Weg des geringsten Widerstands sein.
Und wie ich bereits schrieb, geht es dabei um Bewusstheit, denn diese verhindert, dass wir darin stecken bleiben.
Und sie ermöglicht es sogar, dass wir daraus Kraft schöpfen können, wenn wir uns nicht mit dem Gefühl identifizieren, sondern es als "Schmerzkörper" betrachten können, als eigenständige Form.

Der Schmerzkörper von dem ich spreche und den Svendale hier als Emotionskörper anführt, ist eben nicht das wühlen in der Kindheit, da er nicht hinterfragt wird. Er darf einfach sein und gefühlt werden.
Aha, das Gefühl ist da und es darf sein, aber das bin nicht ich.
Ich finde das weder Abraham konträr, noch sehe ich eine Verbindung zur Aufarbeitung der Kindheit.

Lieben Gruß,

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Re: Emotionalkörper-Therapie - Kraft gelebter Gegenwart

Beitragvon lawofattraction » 30. Nov 2015, 11:19




Liebe KeinSchnee,

Kein_Schnee hat geschrieben:Ein Trigger ist ein unbewußtes Gedanken - Gefühlsmuster.


unbewusst ist ein Gedanken-Gefühls-Muster nur beim allerersten Auftauchen. Danach haben wir es ins Bewusstsein genommen, da bereits erlebt. Und wenn wir trotz dieses Wissens immer reagieren, indem wir uns gedanklich dabei aufhalten, bringt das LoA Entsprechendes. Ich sagte ja explizit "mit Verständnis des LoA".

Kein_Schnee hat geschrieben:Wenn ich Dich richtig verstehe, sagst Du: Aktuelle Trauer darf gelebt werden, aber nicht gelebte, vielleicht aus der Kindheit, nicht, auch wenn sie immer wieder im JETZT aufsteigt.


Ich rede nicht von "dürfen". Ich rede von einem Erkenntnisprozess.

Kein_Schnee hat geschrieben:Laut LoA gibt es keinen Grund für Trauer, denn alles ist gut, wie es ist.
Dennoch kann es, je nachdem wo jemand steht, der Weg des geringsten Widerstands sein.


Der erste Satz ist ein Argument, bei dem Abraham oft herangezogen werden, um etwas zu rechtfertigen. Das ist genau so, als würde ich sagen "ich beschliesse, mich täglich in traurigen Erinnerungen zu wälzen, denn schliesslich ist ja alles gut so, wie es ist."

Der Weg des geringsten Widerstandes ist bei Abraham immer der Weg ins bessere Gefühl. Ob der nun über das Aufhalten in erkannt schlechten Gefühlen geht, wage ich zu bezweifeln.

Lieben Gruss
Loa



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Re: Emotionalkörper-Therapie - Kraft gelebter Gegenwart

Beitragvon Kein_Schnee » 30. Nov 2015, 12:11

lawofattraction hat geschrieben: Und wenn wir trotz dieses Wissens immer reagieren, indem wir uns gedanklich dabei aufhalten, bringt das LoA Entsprechendes. Ich sagte ja explizit "mit Verständnis des LoA".


Kein_Schnee hat geschrieben:Der Schmerzkörper von dem ich spreche und den Svendale hier als Emotionskörper anführt, ist eben nicht das wühlen in der Kindheit, da er nicht hinterfragt wird. Er darf einfach sein und gefühlt werden.
Aha, das Gefühl ist da und es darf sein, aber das bin nicht ich.


Gefühl, nicht Gedanke.
Keine Kindheit, keine Analyse. Nur Akzeptanz.
Etwas anderes habe ich nicht gesagt.

Lieben Gruß,

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Re: Emotionalkörper-Therapie - Kraft gelebter Gegenwart

Beitragvon svendale » 30. Nov 2015, 12:30

vielen Dank für die Diskussion.
Das Buch hatte ich von einem Kumpel empfohlen bekommen. Zuerst hatte ich Widerstand, es zu lesen.
Aber nach etwas Lesen, erkannte ich, das in dem Buch ne Menge Weisheiten stecken. Ich bin nach wie vor für die Abraham-Lehre, aber ich möchte diese neuen Erkenntnisse mit einfließen lassen.

Ich möchte immer offen sein für das Leben.

"Keine Kindheit, keine Analyse. Nur Akzeptanz."

Genau!! Darum gehts auch in dem Buch. Er sagt nicht, man soll die Gedanken und Gefühle untersuchen.
Er sagt, man soll sich nur bewusst werden, WENN man getriggtert wird. Also das Bewusstwerden dieser Trigger.
Sodass man in der Außenperspektive man sich selbst sieht..."Ahhh schau mal, da wirst du getriggert. Aber ich bin hier, mir gehts gut."

Er sagt, wenn ein Gefühl da ist, den Fokus im JETZT zu halten, bis das Gefühl verschwindet. Und dann eine Entscheidung zu treffen. Einfach achtsam zu sein und sich der energetischen Strömungen von Ursache und Wirkung bewusst zu werden.

Aber seine Entscheidungen nicht anhand einer Wirkung einer Vergangenheit zu treffen (Das ist der Kern).

Also wenn ich emotional aufgewühlt werde, durch etwas was ich nicht will. Achtsam zu sein. Das Gefühl sacken zu lassen. Und dann eine bewusste Wahl zu treffen.

Aber nicht zu versuchen, durch HANDLUNG das Gefühl zu vermeiden (Abwehr) oder dagegen anzukämpfen (Angriff). Es sein zu lassen.

LG
Sven
svendale
 

Re: Emotionalkörper-Therapie - Kraft gelebter Gegenwart

Beitragvon lawofattraction » 30. Nov 2015, 12:58

Kein_Schnee hat geschrieben:Gefühl, nicht Gedanke.


Liebe KeinSchnee,

Ohne Gedanke kein Gefühl, ohne Gefühl kein Gedanke. Du kannst die beiden nicht trennen, sie sind unweigerlich jeweils eine Konsequenz voneinander.

Lieben Gruss
Loa



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Re: Emotionalkörper-Therapie - Kraft gelebter Gegenwart

Beitragvon svendale » 30. Nov 2015, 13:11

Was ist mit einem 1 oder 2 Jährigen Kind? Oder Baby? Die mentale Ebene ist noch nicht entwickelt....
Es denkt nicht, es agiert nur auf emotionaler Ebene....

lawofattraction hat geschrieben:
Kein_Schnee hat geschrieben:Gefühl, nicht Gedanke.


Liebe KeinSchnee,

Ohne Gedanke kein Gefühl, ohne Gefühl kein Gedanke. Du kannst die beiden nicht trennen, sie sind unweigerlich jeweils eine Konsequenz voneinander.

Lieben Gruss
Loa


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Re: Emotionalkörper-Therapie - Kraft gelebter Gegenwart

Beitragvon lawofattraction » 30. Nov 2015, 13:13




Das ist aber nicht das, was Abraham sagen, Svendale.



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Re: Emotionalkörper-Therapie - Kraft gelebter Gegenwart

Beitragvon lawofattraction » 30. Nov 2015, 13:15




Babies denken und üben Anziehung aus, bevor sie sprechen. Auch wenn Ihr erst Monate in Eurem physischen Körper lebt, so seid Ihr trotzdem alte und weise Schöpfer, die in diesem Körper eines kleinen Kindes leben. Und Ihr kamt mit machtvollen Absichten, um Contrast zu erfahren und zum Zwecke der Ausdehnung klare Wunschraketen in Eure schwingungsmässige Realität abzuschicken.

Oft nehmen die Leute an, dass ein Kind nicht Schöpfer seiner eigenen Erfahrungen sein kann, da es noch nicht spricht; aber wir versichern Euch, dass niemand in Eurer Erfahrung kreieren kann. Kinder senden Schwingung aus, die die Grundlage dessen sind, was sie anziehen - sogar ab dem Moment ihrer Geburt.




Babies Are Thinking and Attracting Before They Are Speaking... Even though you are only months old in your physical body, you are a very old and wise creator focused in that baby's body. And you came with powerful intentions to experience contrast and to launch clear rockets of desire into your Vibrational Reality for the purpose of expansion.

People often assume that because a child is not yet offering words, the child could not be the creator of its own experience, but it is our promise to you that no one else is creating your experience. Children emanate Vibrations which are the reason for what they attract - even from their time of birth.

Abraham - Excerpted from the book, The Vortex, Where the Law of Attraction Assembles All Cooperative Relationships #80



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Re: Emotionalkörper-Therapie - Kraft gelebter Gegenwart

Beitragvon svendale » 30. Nov 2015, 13:16

Ich muss es mir nochmal durchlesen =) Danke
svendale
 

Re: Emotionalkörper-Therapie - Kraft gelebter Gegenwart

Beitragvon Kein_Schnee » 30. Nov 2015, 13:23

Liebe Loa,

lawofattraction hat geschrieben:Ohne Gedanke kein Gefühl, ohne Gefühl kein Gedanke. Du kannst die beiden nicht trennen, sie sind unweigerlich jeweils eine Konsequenz voneinander.


Doch, in der Meditation geht es genau darum. Fühlen ohne zu Denken.
Durch das separieren des Gefühls vom Gedanken in der Wahrnehmung, verlieren die Gedanken die Macht über das Gefühl. Zurück bleibt besagter Schmerzkörper, oder bei schönen Gefühlen einfach "Emotionskörper", der damit seiner Vergangenheit enthoben wird und einfach nur JETZT da ist.
Dadurch ist es möglich, Trigger "abzuschneiden".

Lieben Gruß,

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Re: Emotionalkörper-Therapie - Kraft gelebter Gegenwart

Beitragvon lawofattraction » 30. Nov 2015, 13:32




Ich gebe auf :pfeif: - wie kommen wir denn jetzt von emotionalen Triggern auf Meditation?

In der (echten, nicht diesen neuer entwickelten Formen, die alle diese Bezeichnung tragen) Meditation geht es um absolute Leere. Keine Gefühle, keine Gedanken.


Ich verabschiede mich nun aus dem Thread, bevor ich Gefahr laufe, ooV zu gehen.

Be well.



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Re: Emotionalkörper-Therapie - Kraft gelebter Gegenwart

Beitragvon svendale » 30. Nov 2015, 13:42

Hallo KeinSchnee,

du hast es auf dem Punkt gebracht. Und die Frage ist, ob es mit der Abraham-Lehre zusammen passt.

LG
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Re: Emotionalkörper-Therapie - Kraft gelebter Gegenwart

Beitragvon Kein_Schnee » 30. Nov 2015, 14:07

Hallo Svendale,

warum sollte das nicht in die Abe-Lehre passen?
Jedes negative Gefühl ist Kontrast. Und um Kontrast zu nutzen, um seine Wünsche zu formulieren, müssen wir ihn zunächst wahrnehmen.
Es geht nur darum, etwas zu akzeptieren, was da ist, um es dann loszulassen.
Dabei ist es unerheblich, ob ein Gefühl aus einer längst vergangenen Ursache entsteht, oder nicht.
Es ist jetzt da und indem es akzeptiert und nicht analysiert wird, kann es verschwinden, da man es vom Gedanken trennt.
Es ist beim Hochklettern der Emotionsskale nicht anders.
Ich kann mich nicht von Ärger zu Frustration bewegen, wenn ich nicht zuvor den Ärger gespürt habe.
Deshalb ist mir diese Diskussion auch etwas schleierhaft, da nie die Rede davon war, sich in schlechten Gefühlen zu suhlen, sondern sie schlicht wahrzunehmen und als Muster auszulagern, oder als Manifestation zu betrachten.

Lieben Gruß,

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Re: Emotionalkörper-Therapie - Kraft gelebter Gegenwart

Beitragvon shaoli » 30. Nov 2015, 15:09

Hallo ihr Lieben, liebe Kein_Schnee,

Kein_Schnee hat geschrieben:Ganz so sehe ich das nicht, denn es gibt durchaus für mich Gefühle der Trauer oder andere Schmerzen, die nicht einfach weggedrängt werden wollen, da sie sonst ihr Eigenleben führen und einem dann von hinten erwischen, wenn man nicht damit rechnet.



Ich meinte auch nicht, dass sie weggedrängt werden sollen und habe übrigens viele Jahre
darauf beharrt, dass ich meinen Schmerz annehmen, anerkennen, sein lassen muss, wenn er
sich meldet. Und ihn von dort aus umwandeln, eine neue disk wählen... kann. Letzteres geht aber
nur dann wirklich und dauerhaft, wenn die schmerzhaften Erinnerungen/Gedanken keine
Macht mehr haben, denn sobald man ein Gefühl sein läßt, tauchen auch Erinnerungen/Gedanken
dazu auf. Und die wollte ich dann verdrängen, nicht nur, weil ich Abraham im Hinterkopf habe,
sondern, weil sie mich in Angst, Schrecken und Ohnmacht versetzten. Ich habe auch versucht,
diese Gefühle sein zu lassen, bis ich dachte: " Wieoft denn noch - wie oft muss ich diese
Gefühle und Erinnerungen noch erleben, um weiterkommen zu können ? "

Kein_Schnee hat geschrieben:Abraham sagen das auch: Alles ist genau richtig, wie es jetzt ist und Kontrast gehört immer dazu.


Klar, aber sie meinen contrast in der Gegenwart, eben, dass wir immer Dinge sehen, die wir mögen
und solche, die wir nicht mögen. Natürlich bin ich auch dann richtig, wenn ich mich schlecht fühle,
aber ich bin ganz sicher nicht die, die ich sein könnte und sein will.

Kein_Schnee hat geschrieben:Ich denke nicht, dass es um eine Gewohnheit geht, sondern um tiefsitzende Gefühlsmuster, die einen schon sehr lange begleiten und behindern. Durch das Anerkennen geschieht ein Erkennen und man ist in der Lage, sich nicht nur oberflächlich davon zu entfernen.




Wie LoA, glaube ich , schon schrieb, sind tiefsitzende Gefühlsmuster Gewohnheiten, die man
allerdings nicht hat, weil man sie haben will, sondern, weil man sich ihnen/dem Auslöser gegenüber
machtlos fühlt.

Kein_Schnee hat geschrieben:Und ein Gefühl mit Tränen und auch Trauer zu verabschieden, kann sehr heilsam sein und ist manchmal der Weg des geringsten Widerstands.


Das dachte ich, wie gesagt, auch, aber es hat mir immer nur kurz Erleichterung verschafft. Natürlich
fühlt es sich ein wenig besser an, sich in jedem Moment so anzunehmen, wie man gerade ist,
auch, wenn man gerade weit davon entfernt ist, die Person zu sein, die man aus der Sicht der Quelle ist.
Zumindest sollte der nächste Schritt sein, den eigenen Blickwinkel dem der Quelle anzunähern, aber
ich denke, jeder hat schon einmal festgestellt, dass es , wenn man verzweifelt, verletzt, traurig ist
kaum oder nur minimal möglich ist. Verabschiedet ist ein Gefühl aber erst dann, wenn es nicht
zurückkommt, und zurückkommen kann es erst dann nicht, wenn man einen Weg gefunden hat,
es - so - nicht mehr spüren zu " müssen " .



Mir hat sich dieser Weg geöffnet, als ich mich gefragt habe, warum meine Vergangenheit immer
noch so schmerzhaft ist. Weil die Erfahrungen Gedanken und Gefühle ausgelöst haben, aufgrund
derer ich mir vieles im Leben versagt habe - Spass, Freude, Liebe, Abenteuer - da hattest du
nämlich Recht :five: - , Erfolg, Selbstwert, Selbstliebe... Kurz, ich habe mir das Recht versagt,
mich frei fühlen zu dürfen, alles musste durchdacht, vernünftig, meinen Erfahrungen angemessen...
sein. Da sitzt der Schmerz, das tut weh , und nur deshalb waren mehr oder weniger negative
Gefühle/Gefühlsmuster meine ständiger Begleiter - und weil ich mich so fühlte, war die
Vergangenheit, in der diese Gefühle ihren Ursprung haben, so aktiv.

Seitdem ich mich daran gemacht habe, mir all das immer wieder ins Bewußtsein zu rufen und
mir diese " Dinge " nicht mehr versage, sondern alles zumindest in meinen Gedanken auslebe,
spüre ich den Schmerz " so " wie früher wirklich nicht mehr, und ich gehe davon aus, dass er
sich immer weiter auflösen wird, umso mehr ich mir zugestehe und umso besser ich mich
fühle.

Daher ist " Schmerz sein lassen " für mich heute wie, das Pferd von hinten aufzuzäumen,
denn eigentlich geht es darum, Freude, Freiheit und so weiter " sein lassen " zu können.

Lieben Gruß,
shaoli
Wo der Gedanke ist, da ist der Denkende.
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Re: Emotionalkörper-Therapie - Kraft gelebter Gegenwart

Beitragvon shaoli » 30. Nov 2015, 15:11

Huch, habe nicht gesehen, dass ihr schon einiges mehr geschrieben habt, also Entschuldigung,
wenn ich jetzt jemanden wiederholt habe oder so :ros: .
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Re: Emotionalkörper-Therapie - Kraft gelebter Gegenwart

Beitragvon Kein_Schnee » 30. Nov 2015, 20:59

Liebe Shaoli,

ich habe hier mal ein Video, indem Tolle erklärt, was es mit dem Schmerzkörper auf sich hat.
Es geht letztlich darum, die Identifikation mit negativen Gefühlen zu beenden.

Lieben Gruß,

KeinSchnee

www.youtube.com Video From : www.youtube.com
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