Emotionale Abhängigkeit

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Emotionale Abhängigkeit

Beitragvon Aloha » 8. Jun 2016, 16:10

Hallo ihr alle,
seit einigen Monaten merke ich, dass ich mich in meiner Beziehung energetisch richtig ausbeuten lasse. Mein Partner, der anfangs viel gegeben hat und sich mir sehr zugewandt hat, wird immer zurückhaltender mit seiner "Investition" für die Beziehung. Mich macht das total unglücklich.
Klar, natürlich werden meine Themen von ihm gespiegelt: Wertlosigkeit, Ablehnung, Benutzen lassen.
Das praktiziert er mittlerweile knallhart. Und ich komme total in diesen Strudel und lasse mich von meinen eiggenen abwertenden Gedanken noch runterziehen.
Ich weiß genau was für mich zu tun ist. Er zeigt mir ja, dass es endlich notwendig ist, dass ICH für mich die Nr.1 bin. Dass ich mich um MICH kümmern sollte. Dass ich für mich das Wertvollste sein sollte.
Dafür müsste ich mich von ihm entfernen. Ihn loslassen, mich nicht mehr um seine Aufmerksamkeit "bemühen".
Vielleicht wäre das Beste sogar, ihn einige Zeit nicht mal zu sehen. Denn seine Präsenz - v.a. in meinen Gedanken - lässt mich zu sehr festhalten an der Illusion, an der Wunschvorstellung, die ich von unserer Beziehung habe.
Ich gebe sehr gern. Und ich weiß, ich gebe aus Liebe. Und ich sollte nichts erwarten dafür als Gegenleistung.
Denn von irgendwoher bekomme ich auch wieder etwas zurück. Dennoch fühle ich mich emotional benutzt und ausgesaugt. Gebe ich zu viel? Oder nehme ich zu wenig??
Ich würde ihn so gern loslassen, damit er mir von selbst wieder näher kommt. Und ich habe so Angst vor dem Verlust, dass ich es schon Monate rauszögere.

Habt ihr vielleicht auch solche Erfahrungen? Oder Tipps?
Danke schon mal für`s Lesen
Aloha
 
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Re: Emotionale Abhängigkeit

Beitragvon shaoli » 9. Jun 2016, 23:15

Hallo Aloha

ich find es immer schwierig, aus der Ferne zu etwas so persönlichem wie einer Beziehung
zu schreiben.



Zunächst mach dir klar, dass niemand etwas mit dir machen kann, was nicht deiner Schwingung entspricht.
Du scheinst ja schon dabei zu sein, die Verantwortung nicht zu deinem Partner rüber zu schieben, da
du schreibst, dass dir klar ist, dass er deine Themen spiegelt und du an dir etwas ändern musst. Und ich
ich denke nicht, dass du dich dafür von ihm entfernen musst - du kannst es tun, wenn es sich richtig
anfühlt, und du kannst auch in dieser und jeder anderen Beziehung deine Schwingungsarbeit machen.
Aber was du auch tust, das sollte nicht der Grund sein:

Aloha hat geschrieben:Ich würde ihn so gern loslassen, damit er mir von selbst wieder näher kommt.


Ob du dich trennst oder nicht, ob du so bleibst, wie du bist oder dich veränderst, du kannst nie
kontrollieren, wie er reagiert. Alles, was du tust oder läßt, um in ihm die gewünschte Veränderung
herbeizuführen hat rein gar nichts mit Liebe zu tun, sondern mit Manipulation. Richtig wäre, dir zu
sagen, dass du festgestellt hast, du fühlst dich nicht wohl mit dir und dich deshalb verändern und weiter -
entwickeln möchtest. Wie er reagiert, ist seine Angelegenheit, nicht deine und es ist sein gutes
Recht, zu reagieren, wie immer er will. Es ist nicht deine Aufgabe, sein Denken ( über die und eure
Beziehung ) zu ändern, sondern dein Denken über dich.

Wenn Wertlosigkeit dein Thema ist, dann mach dir bewußt, dass wir alle einen natürlichen Wert besitzen,
den wir uns nicht verdienen müssen und den uns auch niemand wegnehmen kann, außer wir selber
natürlich.

Du kannst dir täglich Zeit nehmen, dich für das, was du so machst und schaffst, zu loben. Ich finde,
ein schlechtes Selbstwertgefühl äußert sich immer auch in dem Gedanken: " Wenn ich dies und das
geschafft habe, dann kann ich stolz auf mich sein " . Erfolgreiche Menschen denken genau andersrum:
" Ich habe heute dies und das geschafft und es gut gemacht " . Sobald du deine Aufmerksamkeit in
Richtung dessen, was du geschafft hast, verschiebst, wird auch deine Selbstwahrnehmung anfangen,
sich zu verschieben. Du findest viele andere Übungen in der entsprechenden Rubrik, aber auch
viele workshops, die sich mit deinen Themen auseinandersetzen.

Was deine Beziehung angeht, wenn du dich entscheidest, zu bleiben, dann bleib vor allem bei dir.
Wenn du dich abgelehnt fühlst, führ dir vor Augen, dass dein Partner dieses Gefühl nicht aktivieren
könnte, wenn du ihm nicht entsprechen würdest und schau, zu welcher Reaktion dich dieser Gedanke
inspiriert. Aus meiner Erfahrung verschwindet das Bedürfnis, dem Partner Vorwürfe zu machen oder
mit ihm zu streiten, spätestens nach einigen Malen. Es ist ein tolles Gefühl, dieses ohnmächtige
Bedürfnis nicht mehr zu haben :gvibes: . Selbst, wenn du traurig, völlig verwirrt und ratlos bist, was
du denken und wie du dich fühlen sollst und sich das nicht wirklich besser anfühlt - es ist ein Fortschritt,
wenn du es zulassen kannst, denn kannst du auch zulassen, das Thema mal ruhen zu lassen, dich mit
anderen Dingen zu beschäftigen, dich auf sie einzulassen und abzuwarten. Als ich fühlen konnte, dass
ich getrost eine Nacht drüber schlafen kann, bevor ich entscheide, wie ich etwas sehen oder wie ich
darauf reagieren soll, war ich über den Berg und schon im Vertrauen in mich selber und meiner Verbindung
zu meinem IB :gvibes: .

Aloha hat geschrieben:Und ich habe so Angst vor dem Verlust, dass ich es schon Monate rauszögere.


Da ich nichts über dich und deinen Partner weiß, kann ich hier wirklich nur aus meiner Erfahrung sprechen,
und ich finde halt, dass es leichter sein kann, sich in der bestehenden Beziehung ( emotional ) unabhängig
von ihr zu machen. Auch Abraham weisen darauf hin, dass es nicht nötig ist, sich vom Partner zu
trennen, um sich zu verändern und weiterentwickeln zu können. Wenn du anfängst, dich auf die
Verbindung mit deinem IB zu konzentrieren und deinem Wohlgefühl zu folgen, kann sich das auch positiv
auf eure Partnerschaft auswirken. Aber auch auf die Gefahr hin, dass er sich irgendwann trennt, ich
würde diese Entscheidung erst treffen, wenn sie sich wie der nächste logische Schritt anfühlt.

Liebe Grüße
shaoli
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