Eine betriebsbedingte Kündigung, die nicht in´s Mark trifft.

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Eine betriebsbedingte Kündigung, die nicht in´s Mark trifft.

Beitragvon Viereichen » 21. Mär 2013, 16:22

Hallo,

ich fühle mich gut, etwas innerlich aufgedreht, doch freudig.
Und das, obwohl ich Heute (nach fünf Jahren Tätigkeit in meinem Job) "betriebsbedingt" gekündigt wurde. Das hat mich bewegt, euch das jetzt hier im Forum mitzuteilen. Denn so etwas hätte mich vor einigen Jahren in eine Krise, oder gar tiefe Krise gestürzt. Auch die Tatsache, dass ich wegen Kontenpfändung meines Arbeitgebers auch noch Restgehalt nicht ausbezahlt bekomme, bringt mich nicht um meine gute Laune. Da merke ich , dass Abraham doch schon ein Fundament in mir gelegt hat. Dass alte Gedankenmuster an dieser Stelle keinen Wurzelgrund finden. Diese wären mit der Angst begleitet, wie ich jetzt das wegbrechende Viertel meines Einkommens ausgleichen kann?.... und dann noch.... und dann noch....

Stattdessen spüre ich, dass da förmlich was frühlingshaft in mir Ausreifen möchte. Etwas, das schon sehr lange im Halbschlaf in mir schlummert. Dass ich etwas Neues beginnen werde. Ich fühle mich voller Kraft, es ist eher schwer jetzt nicht in Aktionismus zu fallen. Doch da ist auch das heutige Zitat eine große Hilfe.
Mit meiner Vision spielen, mit ihr in die Sauna gehen. Es aus mir herausschwitzen lassen. Seit langer Zeit verfolge ich das Ziel einer für mich angepaßten selbständigen Tätigkeit. Mit angepaßt meine ich, dass ich mein Inner Being, meine persönliche Ökonomie und Deckungsgleichheit darin nicht aus dem Auge verliere. Das wäre die eine Seite des Stockes. Das Nichthaben wollen. Das habe ich schon verlassen, da befinde ich mich (Gott sei Dank) inzwischen auf einer anderen Umlaufbahn. Bisher hatte mich immer die Furcht blockiert, dass eine selbständige Tätigkeit automatisch ackern, ackern, ohne Ende, keine Freizeit, alles selber machen bedeutet.

Diese alte Einstellung ist falsch, weil sie nicht die Synergien des Universums nutzt. Dass da ein Haufen Energie nur darauf wartet angezapft zu werden, brauche ich wohl hier im Abrahamforum nicht zu erwähnen. Und da fällt mir ein Buch in die Hand, "Kopf schlägt Kapital", dass mit diesen alten Unternehmensgründungsdogmen (eben, dass Selbständigkeit vor allem Schweiß und Entbehrung bedeute) gründlich aufräumt. Viele Anregungen, um Synergien zu nutzen. Das paßt für mein Gefühl sehr gut zu Abraham. Wer ist schon allein?...ich glaube niemand.


Herzliche Grüße allen,
die was vorhaben,
Ralf
Viereichen
 

Re: Eine betriebsbedingte Kündigung, die nicht in´s Mark trifft.

Beitragvon Beautiful Mind » 21. Mär 2013, 23:22

Hallo Ralf,

herzlichen Glückwunsch! Eine Kündigung so neutral anzunehmen und sein Wohlgefühl davon nicht einschränken zu lassen finde ich schon großartig. Ja, in solchen Situationen merkt man, wie sehr man durch Abraham gewachsen ist.

Ich wünsche dir, dass nun ein ganz wundervoller, neuer Weg vor dir liegt. Hab keine Angst vor dem Schritt in die Selbstständigkeit, du musst nicht Tag und Nacht arbeiten, um erfolgreich zu sein. Am liebsten würde ich gerne jeden Menschen dazu ermuntern, weil ich diese Eigenverantwortung, Freiheit und Selbstbestimmtheit einfach wundervoll finde.

Zum Thema Selbstständigkeit kann ich dir das Buch: "Der Weg zum erfolgreichen Unternehmer" von Stefan Merath empfehlen. Ich habe das Buch begeistert gelesen, vor allem, weil ich nicht gedacht hätte, dass eine solide Unternehmensberatung so spirituell sein kann. Besonders schön finde ich, wie er erklärt, wie Arbeitsteilung entstanden ist und was seit jeher der Zweck eines Unternehmens ist.

Liebe Grüße

Beautiful Mind
“Gute Gedanken sind die beste Investition in die Zukunft!” (B.J.W.)
Benutzeravatar
Beautiful Mind
 
Beiträge: 510
Registriert: 07.2011
Geschlecht: weiblich

Re: Eine betriebsbedingte Kündigung, die nicht in´s Mark trifft.

Beitragvon ZaWo » 22. Mär 2013, 10:01

Hallo Ralf,

ja, es ist schön in Contrastsituationen nicht mehr grübeln zu müssen, nicht aktiv werden zu müssen, nicht tapfer sein zu müssen .

Der Weg ist in einem generellen Sinne klar und verfolgbar. Lass es dir gut gehen... peu à peu... in every way you can....und die Inspirationen werden folgen.

Alles Liebe
ZaWo
ZaWo
 

Re: Eine betriebsbedingte Kündigung, die nicht in´s Mark trifft.

Beitragvon Viereichen » 23. Mär 2013, 10:33

Hallo ZaWo und Beautiful Mind,

ich danke euch für die beiden Beiträge.

Es ist tatsächlich so, dass das die Situation insgesamt ein Impuls ist, wie ein Zeichen. Es ist nicht neu, sondern seit vielen Jahren bereite ich mich auf den Schritt der beruflichen Selbständigkeit vor. Ich habe dafür eine NLP-Ausbildung gemacht, alles im kleinen Experimentierstadium auch schon mal leicht angerissen. Nur - der letzte Schritt hat tatsächlich gefehlt. Und es hat sich verzögert, immer weiter verzögert - bis zur letzten Woche. Quasi hat mir meine Chefin mit der Kündigungsmitteilung zum Weiterkommen verholfen. Denn jetzt kann ich meine Energie, bzw. Zeit bündeln, es verstreut sich nicht mehr.

Außerdem war ich sehr von den in manchen Existenzgründungsseminaren und Büchern wiedergekäuten Narkosemittel betäubt, dass ein Unternehmensgründer hauptsächlich, vor allem in den ersten fünf Jahren, kämpfen, kämpfen, kämpfen muss. Ich war schon einige Jahre in meinem Berufsleben in einer unternehmerähnlichen Position als leitender Angestellter bei einem Konzern im Sozialbereich tätig. Was prägent hängen geblieben ist, ist tatsächlich das Referenzerlebnis, dass man als Leiter vorbildhaft durch Einsatz, Engagement voran zu schreiten hat. Und dabei die eigene Lebensbalance völlig verlieren kann - so geschehen bis zum Ende mit "burn out".
Das eben alles nur bestenfalls mit viel preußischen Tugenden zu bewerkstelligen sei. Das war bisher letztlich immer ein Weg zur negativen Gedankeneinströmung und alten Gedankenmustern von eigener Minderwertigkeit für so etwas. Und endete mit einem innerlichen: "Es geht nicht, ich kann das nicht. Vergesse es einfach!."

Abraham auch diesen Bereich durchfluten zu lassen, das war mir auch nicht in den Sinn gekommen. Das ist neu für mich. Ich will kein Imperium aufbauen, sondern für mich eine balancierte Selbständigkeit in´s Leben rufen, die für mich und meine Bedürfnisse passt. Dabei kann ruhig mehr Geld für mein Leben bei rüber kommen, doch nicht auf Kosten von Lebensqualität. Ich könnte so etwas gar nicht in einem 12 Stunden Tag erschaffen, selbst wenn mir meine Tätigkeit unendlich viel Spaß macht. Ich brauche den Wechsel von Aktivitäts- und Ruhephasen, auch im Tagesverlauf.
Und gerade jetzt in dieser schönen Phase landen solche Buchideen, wie "Kopf schlägt Kapital" oder das von Beautiful Mind empfohlene Buch von Stefan Merath bei mir. (Das werde ich mich kaufen! Danke für den Tip).
Darin und damit Sichtweisen, welche mit dem Aufgeben von Widerständen und Zulassen von immer verfügbarer Energie arbeiten. Noch eine Frage an Beautiful Mind: Wie setzt du bei dir die Balance, Ruhe und Aktivität in deiner Selbständigkeit um?

Ein schönes Wochenende und Frühlingsaufbrüche überall,
Viereichen
Viereichen
 

Re: Eine betriebsbedingte Kündigung, die nicht in´s Mark trifft.

Beitragvon Beautiful Mind » 24. Mär 2013, 02:19

Hallo Viereichen,

Viereichen hat geschrieben: Noch eine Frage an Beautiful Mind: Wie setzt du bei dir die Balance, Ruhe und Aktivität in deiner Selbständigkeit um?


Ich habe feste Arbeitszeiten, mit einer echten Mittagspause und einem Feier-Abend. :gvibes: Das ist eigentlich ganz einfach, man muss sich das nur im Kalender so einplanen. Ich arbeite etwa 35 bis 50 Stunden pro Woche (die Zeiten um meinen eigentlichen Job herum schon mit eingerechnet, also Buchführung, Marketing etc.). Ich erlaube mir seit einiger Zeit auch den Luxus, nicht mehr jeden Auftrag annehmen zu müssen, ich werde nicht nur privat sondern auch im geschäftlichen immer authentischer. Ich dachte früher immer, ich müsste alles machen und alles annehmen, auch wenn ich mich verbiegen musste und manche Kundenvorstellungen mit meinen eigenen Vorstellungen von einer guten Arbeit nicht konform gingen. Heute lege ich für mich die Regeln fest, nach denen ich arbeite und die Kunden können mein Handwerk so akzeptieren oder nicht. Ich handele da völlig angstfrei - als ich damit anfing war das wie ein Befreiungsschlag. Das Leben kann so einfach sein - wenn man sich nur einfach selbst treu bleibt.


Es scheint ja in unserer Gesellschaft immer noch zum guten Ton zu gehören, besonders viel zu arbeiten. Dann gilt man als fleißig und fleißig sein ist etwas Gutes. Und die meisten glauben ja auch immer noch, dass man nur durch harte Arbeit zu Geld kommen kann.

Ich habe Kollegen, die stöhnen mir ständig etwas vor, wie viiiiieeeel sie doch arbeiten. Ich glaube, sie wollen damit betonen, wie erfolgreich sie sind. Für mich ist aber eher entscheidend, wieviel am Ende dabei raus kommt - ich habe am liebsten maximalen Gewinn mit minimalem Aufwand. ;-) Die Höhe der Auftragslage sagt ja herzlich wenig über den Erfolg eines Unternehmens aus.

Ich finde den Workshop 144 zu dem Thema schön passend. Da ich nämlich in letzter Zeit auch viel über das Thema Arbeit/Arbeitszeit/Fleiß/Tugenden... nachgedacht habe, kam der neulich wie gerufen.

Zitat:

Würden wir in Euren physischen Schuhen laufen, dann würden wir beschliessen, faul zu sein - wir suchen noch nach dem perfekten Wort (lazy) ... wir würden einfach eine Weile faul sein. Gebt Ihr selbst Euch nämlich die Erlaubnis, faul zu sein, so gebt Ihr Euch selbst die Erlaubnis, dass sich Euer Grid einfüllen kann mit allem, was Ihr bereits gewählt und in Euren Vortex gelegt habt.


Das Wort "lazy" - faul - hat einen unangenehmen Beigeschmack, denn es bedeutet, dass Menschen sich mit anderen Menschen messen, und das ist als Basis eine falsche Annahme. Eine falsche Annahme, die besagt, dass Ihr um so mehr wert seid, je mehr Ihr tut. Und das ist die verkehrteste von allen verkehrten Annahmen.

Abraham ist doch immer wieder wunder-voll, nicht wahr? :gvibes:

Viele Grüße

Beautiful Mind
“Gute Gedanken sind die beste Investition in die Zukunft!” (B.J.W.)
Benutzeravatar
Beautiful Mind
 
Beiträge: 510
Registriert: 07.2011
Geschlecht: weiblich

Re: Eine betriebsbedingte Kündigung, die nicht in´s Mark trifft.

Beitragvon Viereichen » 24. Mär 2013, 18:07

Hallo Beautiful Mind,

danke, dass du so ausführlich auf meine Frage eingegangen bist. Das klingt sehr gut, wenn du dich wohlfühlst in der Summe deiner Aufgaben- bzw. Lebenshüte, dann hast du diese Balance ja tatsächlich.

Das mit dem "guten Ton" sitzt sehr tief in vielerlei Köpfen. Ich gehe einmal davon aus, dass fast alle Menschen (ich mich eingeschlossen) in diesem preußischem Sumpf erzogen worden sind. Gerade hier in Deutschland besonders. "Sumpf" schreibe ich deshalb, um damit das zähe, anstrengende Leben mit dieser Lebenseinstellung hervorzuheben. Ohne Fleiß - kein Preis. Das ist ja allseits bekannt, ich möchte nicht weiter darauf eingehen. (Vielleicht letztlich doch nur die Blaupause, um z.Bsp. auf Abraham zu stoßen .. :danke: )

Den Workshop werde ich mir natürlich gleich ansehen. Ich habe mir vor einiger Zeit einen Ordner angelegt, worin ich mir bereits einige Workshops kopiert und eingeheftet habe. Natürlich nicht, um den in eine Ecke zu stellen. So habe ich schnell in meinem Wohnzimmer kompakte Abrahamstexte parat. Manchmal schlage ich blind einen Text auf - um ihn erneut zu lesen und Aspekte mit meinem Leben zu vergleichen. Der Workshop 144 ist noch nicht darin, das wird er aber gleich sein. Also vielen Dank auf dafür!

Anm.: Was mir noch zu "faul" einfällt: Wir Menschen schaffen es doch tatsächlich ein Tier "Faultier" zu nennen, nur weil es von Natur aus eben etwas , für unser Gefühl, behäbigere Bewegungen ausführt. Schon von daher kann "faul" nichts schlechtes sein. Denn dieses Tier ist doch ein Aufruf zur Langsamkeit - in einer Zeit der Schnelllebigkeit.
Jeder Meditierende ist ja aus der "Schaffet was" Sicht eigentlich ein fauler Mensch, eben weil er sich zurück zieht. Scheinbar sichtbar nichts schafft.


Da fällt mir ein, irgendwo in der Bibel steht:
"Den Seinen schenkt´s der Herr im Schlaf." Das paßt jetzt.

Viele Grüße
Ralf
Viereichen
 


Zurück zu "Erfahrungsaustausch"


 

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

web tracker