Ein neuer Weg

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Ein neuer Weg

Beitragvon Lobo » 3. Sep 2013, 11:32

Hallo,

ich schreibe heute zum ersten Mal hier im Forum und habe natürlich eine Frage, allerdings fällt es mir nicht leicht alles in Wort und Form zu bringen. Ich habe schon an anderer Stelle die Erfahrung machen müssen, dass Fragen allein schon negative Gedanken enthalten können. Manchmal habe ich keine Ahnung wie ich fragen soll, ohne mich zu outen. Ich bin immer der Ansicht, nur wer fragt, lernt dazu :roll:

Vor etwa drei Jahren kam ich in Verbindung mit Louise Hay und ihren Affirmationen. "Die Machte der Worte" war anfangs die wichtigste Botschaft mit der ich an mir zu arbeiten begann. Später kamen auch andere Bücher von ihr hinzu. Ihre Affirmationen waren für mich von großer Bedeutung und von noch größerem Wert. Sie halfen mir mich selbst zu finden und in vielerlei Hinsicht zu "reparieren". Ich stieß auf Gedanken und Gefühle in mir, die ich natürlich kannte aber oftmals nicht verstand. Gedanken, in denen ich mich wehrte gegen die "realen" Einflüsse, die in mein Leben einströmten und oftmals mein Leben erschütterten. Unzählige Male fühlte ich mich als Opfer und ebenso oft zog ich in meinen Gedanken und Gefühlen gegen diese Umstände an und erreichte immer wieder das, was ich nicht wollte.

Zu dem Zeitpunkt vor Louise Hay wusste ich nicht, was ich mit meinen Gedanken und Gefühlen getan und veranlasst hatte. Mit den Affirmationen begann ich allmählich zu verstehen. Ich hoffte natürlich, das alles viel schneller ging. So wie es auch von anderen erfahren hatte: "Eine Affirmation macht man eine Woche und dann tut sich was." Es tat sich natürlich nichts. Heute verstehe ich, dass auch alles seine Zeit braucht. Affirmationen rauf und runter zu leiern bewegt auch nicht viel, obwohl ich sehr schnell meine Affirmationen mit Leben füllte, d.h. ich versuchte ihnen eine Geschichte zu geben. Ganz langsam bemerkte ich Änderungen an mir, wobei die Änderungen wirklich nur mich betrafen. Insofern das ich erkannte, was ich bisher getan hatte und wie sehr ich mir selbst im Weg stand.

Obwohl ich erkannte was ich verursachte, konnte ich Anfangs mir selbst nicht widerstehen. Ein Beispiel: Jemand der mir sehr nahe stand und dem ich auch sehr geholfen hatte, fiel mir in den Rücken und schadete mir und meiner Frau sehr. Mit meinen Gedanken nahm ich Rache an ihm und leitete damit die Fortsetzung des Dramas ein. Das war natürlich zu erst sehr schlimm aber ich war an dem Punkt angekommen, wo es nicht mehr weiter ging. Wahrscheinlich ähnlich wie bei einem Suchtkranken, der für sich selbst erkennen muss, das er am Ende ist. Anfangs sah ich mich wieder als Opfer, wieder gab ich viel und wieder entstand daraus eine negative Erfahrung.

Meine Anwältin sagte in diesem Zusammenhang zu mir: Sie haben all die Probleme, die viele andere Unternehmer nur ein Mal haben. Das war er also, der Wink mit dem Zaunpfahl. Jetzt begann ich richtig zu verstehen und habe auch angefangen 1 + 1 zusammen zu zählen. Von dem Zeitpunkt an arbeitete ich jeden Tag an mir. Manchmal meditierte ich zusätzlich aber jeden Tag hatte ich meine Affirmationen und im Laufe der Monate danach begann sich mein Leben weiter zu verändern. Ich bemerkte auch, dass sich einiges manifestierte. Interessant war zu diesem Zeitpunkt, dass sich diese *Manifestationen scheinbar aus meinen Gedanken bildeten. Auch hier ein Beispiel: Ich wollte mich unbedingt von einem meiner Kunden trennen, mein Geschäft zu ihm verlor an Boden und an Substanz und hätte theoretisch eine "kritische Masse" bilden können. Theoretisch hätte ich mich auch einfach durch Vertragsauflösung trennen können aber das erschien mir als ungünstig. So kam das Universum mir zu Hilfe in einer Form wie ich es mir nie erträumt hätte und ich kam aus dem Vertrag im gegenseitigen Einvernehmen wunderbar heraus. Trotzdem hatte die Sache einen Haken, dazu später mehr.

Kurze Zeit kam ich durch einen seltsamen Zufall mit dem Buch von Lynn Grabhorn in Verbindung. Seltsam war, das weder meine Frau noch ich wussten, wo das Buch her gekommen war. Lynn Grabhorn war für mich und alles weitere danach entscheidend. Was die Sache für mich noch interessanter machte war, dass sich aus der gleichen Branche kam wie ich und sie sprach mir mit Ihren Problemen oft aus der Seele. Ich habe mich noch nie so verstanden gefühlt wie bei ihr. Mit ihr kam auch der erste Kontakt mit Abraham und Hicks auf. Hier ist allerdings auch interessant, dass meine Frau sich seit langer Zeit mit LoA bzw. Abraham + Hicks beschäftigte, ohne das ich einen Zugang dazu fand. Heute sind Abraham und Hicks wesentlicher Bestandteil meines Weges, sie haben auch sehr viel dazu beigetragen, mein Englisch zu verbessern :roll:

Lynn Grabhorn sprach über die Lehre dem Familie Hicks und brachte zu den Affirmationen und Drehbüchern usw. die Gefühle ins Spiel. Weiter oben hatte ich geschrieben, *Manifestationen scheinbar aus meinen Gedanken bildeten .... nun mit den Gedanken hatte ich natürlich auch unendlich viele Gefühle mit dabei, nur wusste ich damals nicht, welche Kraft die Gedanken mit den Gefühlen hatten und was ich dadurch erreichen würde.

Auf der einen Seite habe ich erstmals nun gesehen, dass ich eine Manifestation erreichen konnte aber hier kommt der Haken ins Spiel zurück. Mit der Aufgabe der geschäftlichen Beziehung zu diesem Unternehmen habe ich auch die finanziellen Einnahmen verloren. Ja, es ist richtig. Die Trennung von dem Unternehmen war mir in dem Moment wichtiger als die Einnahmen "aber es sind einige Monate seit dem vergangen, konnte ich keine neuen Kunden mehr gewinnen.

An der Stelle muss ich noch etwas einfügen. Ich bin seit 12 Jahren selbständig und 10 Jahre davon mit einem Werbeunternehmen zu dem ich mehr und mehr den Bezug verloren habe. Es lag auch daran, dass ich eigentlich nie der Werber war, der den Menschen ein vermeintliches Glück aufschwatzen konnte. Auf der anderen Seite hatte ich Kunden, die nur deswegen mit mit arbeiteten. Allerdings, auch das gehört zu mir und ich denke, ihr sollt das auch wissen. Ich habe immer zum Besten meiner Kunden gehandelt. Es ist und war mir immer wichtig, dass meine Kunden sich wohlfühlen und mit meiner Arbeit Erfolg haben.

Allerdings selbst jetzt, wo ich an mir arbeite, meine Gedanken beachte und soweit als möglich, zu kontrollieren versuche, kann ich meine Kunden nicht halten. Das verstehe ich jetzt nicht mehr. Gerade bricht wieder ein wichtiges Geschäft ein, wieder in einer Form, wie ich es von früher kenne aber es ist zwar Unverständnis in meinen Gedanken aber gleichzeitig Friede und Liebe in mir und mit dem Kunden. Seine Angriffe und seit neuestem seine Verweigerung kann ich nicht mehr verstehen ...

Auch an anderen Stellen zeigen sich Probleme, vielfach sind es Websites die ich vor Jahren gemacht hatte und die heute gehackt wurden. Ich verdiene gute Kunden die mich pünktlich und zuverlässig bezahlen für die Arbeit, die ich für sie getan habe und durch die sie profitieren. Ich verdiene es nicht, dass meine Arbeit sabotiert wird und ich darunter zu leiden habe. Ich verstehe, dass diese Kunden aus der Zeit kommen, in der ich anders lebte aber ich habe mich und mein Leben verändert und ich werde immer weiter daran arbeiten.

Interessanterweise kam vor etwa zwei Jahren kam eine Veränderung in mein Leben. Ich erkannte damals, das ich mit meiner Arbeit so nicht mehr weiter machen wollte und auch nicht mehr konnte. Seit frühester Kindheit liebe ich die Fotografie. Sie hatte in meiner Jugend einige Jahre Pause gefunden aber dann einen furiosen Einzug in mein Leben gefunden und heute ist sie mein Leben. Allerdings ich kann noch nicht von ihr leben. In meinen Gedanken lebe ich mit meiner Fotografie in absoluter Harmonie zusammen. Meine Bilder finden über Social Media auf der ganzen Welt Anklang und Freunde. Mit meinen Bildern bringe den Menschen Freude, Liebe, Hoffnung, Spaß und Begeisterung in ihr Leben. Die Menschen, die meine Bilder sehen sind begeistert. Viele drücken das aus und schreiben es mir. Sehr oft bzw. täglich kommen gute, freundliche und liebe Kommentare über meine Bilder aus der ganzen Welt zu mir. Meine Bilder zu verkaufen ist mein sehnlichster Wunsch.

Wenn ich den Bezug auf mein altes Geschäft lege, dann ist der Kontrast zu dem was ich nicht mehr will sehr deutlich und ich empfinde die Ausdehnung zu dem was ich mir wünsche als entscheidend für meine Zukunft. Die Gefühle für das was ich heute in meinem Leben realisieren will sind für mich eindeutig. Zweifel spielen dabei kaum eine Rolle, ich bin davon überzeugt, dass ich für mich die richtige Entscheidung getroffen habe. Worin ich mich gehandicapt sehe, ist eine sonderbare Angst die ich physisch verspüre. Ich erhoffe mir sehnlichst neue Kontakte die mich weiter bringen und natürlich der Verkauf meiner Bilder.

Ich verstehe auch, dass es sich hier um ein Mangelbewusstsein handelt, auf der anderen Seite brauche ich auch Einnahmen. Zur Zeit habe ich mehr Rechnungen als Einnahmen.

Ich glaube und hoffe, euch wird viel dazu einfallen. Ich bin etwas ratlos ;-)

liebe Grüße
Lobo
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Re: Ein neuer Weg

Beitragvon lawofattraction » 4. Sep 2013, 07:39




Guten Morgen, lieber Lobo,

und herzlich Willkommen bei uns.

Ich habe gestern bereits Deinen langen Bericht gelesen, ohne irgend wo einen Anknüpfungspunkt für eine Antwort zu finden. Du sagst zwar eingangs, dass Du Fragen hast, aber so richtig kristallisiert sich für mich keine Frage heraus. Aber sicher war es für Dich eine Erleichterung, das alles einmal zu Papier zu bringen und auch dadurch einen gewissen Schlussstrich zu setzen.

Ich greife einfach mal ein paar Punkte heraus, ohne den Anspruch zu erheben, dass es nun genau das ist, was Dir auf den Weg helfen könnte, aber sicher kann sich dadurch ein weiterer Dialog aufbauen.

Manchmal ist es so, dass wir auf einer weitgehend unbewussten Ebene Dinge sabotieren, die in unserem Leben präsent sind - wie Beruf, Geschäfts- oder auch persönliche Beziehungen oder Lebensumstände - weil sie uns nicht mehr glücklich machen. Irgendwo brennt ein Feuer in uns, das woanders hin zieht, aber noch nicht hell genug ist, um gesehen zu werden und konkret den Weg zuweisen. Das könnte auch bei Dir der Fall gewesen sein, als Deine Geschäfte anfingen einzubrechen. Denn wenn ich lese, mit welcher Begeisterung und Liebe Du über das Fotografieren sprichst, so denke ich, dass der innere Drang Dich künstlerisch zu verwirklichen viel grösser war als die Gedanken um finanzielle Sicherheit und laufende Geschäfte, die Dir vielleicht nur ein Klotz am Bein sein würden bei der Verwirklichung Deiner Träume.

Nun sind unsere Gedanken aber weitaus schneller als schwerfällige Materie, dass heisst, Dein Wunsch der Verwirklichung in diesem Feld ist vorhanden, die äusseren Umstände müssen sich erst noch diesen Gedanken anpassen, sind aber viel langsamer in der Verwirklichung - und das ganze Thema ist im Moment mit einigen Schwierigkeiten und Unabwägbarkeiten behaftet.

Abraham haben eine sehr passende Analogie, die eines Menschen, der ohne Fallschirm aus dem Flugzeug springt und fragt, was er nun machen soll, worauf sie antworten "keine Angst, es ist bald vorüber". Nicht ohne Ironie, wenn man die Sache durchdenkt, aber trotzdem wie immer ganz liebevoll im Bestreben, dass wir dadurch Verständnis gewinnen.

Also bist Du jetzt im freien Fall. Manchmal müssen wir erst hart aufschlagen, um uns neu zu sortieren und das Alte hinter uns zu lassen, an dem aus den verschiedensten Gründen noch fest gehalten wird: zu viel Zeit und Geld in Geschäfte investiert, um sie einfach so ad acta zu legen, zu viel Ungewissheit in der Zukunft beim Aufbau einer neuen Existenz etc. etc. Das kann jeder nachvollziehen, und ich selbst habe das sogar mehrmals in meinem Leben erfahren, kann sehr gut verstehen, wie das in den Konflikt stürzt, der auf der einen Seite etwas relativ Sicheres, zumindest aber Bekanntes, in die Waagschale wirft, auf der anderen Seite die Hoffnung nach persönlicher Verwirklichung und Freude und tiefer Zufriedenheit einer geliebten Beschäftigung verheisst.

Eigentlich, lieber Lobo, hast Du das alles selbst erkannt, beschreibst genau das Gleiche mit anderen Worten und kommst auch zu dem für mein Verständnis richtigen Schluss. Nun ist es aber so, dass der Fokus auf den Geldverdienst durch die Fotos eine Verknüpfung herstellt, die einen Stau auf Deiner Manifestations-Schnellstrassse bedeutet, denn es geht zuerst einmal um die Freude, die Befriedigung und Verwirklichung, nicht Geldeinnahmen. Denn es könnte durchaus freie Fahrt für Dich anzeigen. Es ist alles da, Deine Begeisterung für eine Tätigkeit, die Dich rundum erfüllt, was die allerbeste Voraussetzung überhaupt für Erfolg ist. Setzt Du aber zu Deinem Wunsch ein "um zu ..., um Geld zu verdienen" hinzu, so baust Du automatisch eine Blockade ein.

Daher kommt jetzt der Balanceakt: Das gefühlsmässige Vorwegnehmen Deines Traums, da der Weg zur Manifestation dann geebnet ist, wenn der Wunsch bereits als erfüllt vollumfanglich erfahren werden kann. Ohne Angst, ohne Einschränkung, ohne wenn und aber und ohne "hätte ich doch ...".

Im Grund bedeutet das aber auch nichts anderes, als weiterhin so viel Freude an Deiner Fotografie zu haben wie nur möglich - nur kommt noch ein Wort hinzu: absichtslos. Trenne Deinen Traum von der Notwendigkeit, Geld zu verdienen. Wenn Du den Gedanken an Einkünfte durch Deine Fotos verknüpfst, setzt Du Dich dadurch einem enormen Druck aus, der auch die Kreativität einschränken kann, da nicht mehr die Freude vorrangig ist, sondern der Gedanke an mögliche Kunden und wie man ihnen am besten gerecht würde. Geld kann auf ganz anderen Wegen kommen, wenn Freude in Deinem Leben vorherrscht.

Denn es ist nicht so, dass Du etwas produzieren sollst, was anderen Menschen gefällt und sie als zahlende Kunden bringt, sondern vielmehr sollst Du das tun, was Dir Freude macht, um dann via LoA genau die richtigen Menschen als Käufer anzuziehen. Einem Schriftsteller, der keinen Verlag für sein Buch finden konnte, rieten Abraham, sofort ein weiteres Buch zu schreiben, ohne sich weiter um das erste und die Absatzmöglichkeiten zu kümmern.

Und das ist die Herausforderung: Das Erkennen und Nachvollziehen, dass nicht Aktion zum Erfolg führt, sondern darauf zu vertrauen, dass wir durch Schwingung am Hebel sitzen, der die Dinge bewegt. Nicht greifbar, nicht zu forcieren, kaum zu beschleunigen müssen wir also aus uns von innen heraus eine Gedanken- und Gefühlswelt aufbauen, die "so tut", als sei das Angestrebte bereits erreicht.

Ich weiss, in finanziell drückenden Zeiten fällt es uns noch viel schwerer, darauf zu vertrauen, dass unsere Schwingung und unsere Gedanken und Gefühle uns den Weg zu etwas Gewünschtem ebnen. Die Versuchung, einzugreifen und durch Aktion etwas zu erreichen, wird manchmal ausgesprochen drängend sein. Wie genau Du das tust, musst Du durch Ausprobieren für Dich heraus finden, in diesem Moment kann ich nur aus meiner eigenen Erfahrung sagen, dass es möglich ist - immer wieder. Denn bei Licht und im Rückblick betrachtet, war keine der unangenehmen Situationen unseres Lebens so schlimm, wie wir sie empfunden haben, als wir mitten drin sassen.

Lieben Gruss
Loa



*Resistance means feeling Singular instead of Plural* Abraham


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Re: Ein neuer Weg

Beitragvon Lobo » 4. Sep 2013, 11:34

Ich habe mich selten so gut verstanden gefühlt, vielen Dank Loa

Es war mir wichtig, das alles nieder zu schreiben. Ich hatte mir viele Gedanken dazu gemacht und ich fühle mich insgesamt gut damit es ausgesprochen zu haben. Auf die Frage habe ich letztendlich bewusst verzichtet, denn die Frage "Was mache ich falsch?" wäre zwar passend aber in meinem Sinn nicht richtig, denn ich mache nichts falsch. Ich will und ich vertraue heute auf das Universum und auch darauf, dass ich nicht selbst für alles die Verantwortung übernehmen kann. Es gibt Dinge, die ich nur beeinflussen kann, wenn ich im Fluss (Vortex) bin. Es ist zwar nicht immer leicht aber im Misstrauen oder im Zweifel stünde ich mir wieder selbst im Weg.

Ich denke, mein Leben war von Anfang an künstlerisch geprägt aber leider früh verhindert. "Mit Kunst verdient man kein Geld, lern' etwas Gescheites und arbeite etwas Sinnvolles." Je mehr ich diesen Weg ging, desto weniger hatte ich den Eindruck bei mir zu sein. Irgendwann habe ich eine Entscheidung getroffen und mich dabei für lange Zeit aus den Augen verloren. War das ein Fehler? Nein, es war die richtige Entscheidung, ohne die ich heute nicht hier stünde.

Viele Menschen sprechen im Übrigen über ihre "Fehler" ohne zu wissen, was ein Fehler ist, weil wir den Bezug zur Sprache verloren haben. Bei einem Fehler geht man davon aus, daß etwas fehlt und es fehlt das Richtige. Machen wir im ersten Anlauf etwas Falsch, haben wir eine Entscheidung getroffen und daraus eine Erfahrung gemacht aber das ist kein Fehler. Erst beim zweiten Mal, wenn wir wissen was richtig gewesen wäre, machen wir den Fehler. Das aber nur am Rande.

Ich habe auch den Eindruck "im freien Fall" zu sein und interessanter Weise habe ich diese Botschaft vor ein paar Tagen auch schon gehört und auch mit dem Gedanken des harten Aufschlags. Das macht mir Angst. Ich bin schon einige Male hart gelandet, der Unterschied zu früher ist, das ich heute mein Leben selbst in die Hand genommen habe. Ich sehe mich heute nicht mehr als Opfer von anderen die über mich entschieden haben. Ich versuche auch nicht mehr krampfhaft nach Lösungen zu suchen, die das aktuelle Leid abkürzen könnten. Das Gegenteil trifft eher zu. Ich habe mich entschieden meinen eigenen Weg zu gehen. Kein anderer Mensch ist für mich verantwortlich. Ich erfahre auch kein "Leid" sondern ich erfahre mich selbst. Alles was ich tue, tue ich für mich und das Wichtigste: Ich kann nur mein Bestes beitragen von dem ich überzeugt bin und bei dem ich mich wohlfühle. Mehr kann ich nicht tun. Ich denke, das ist damit gemeint, im freien Fall zu sein aber nicht ohne die Zuversicht und das Vertrauen in das Gesetz der Anziehung.

Was die Blockade angeht, hast Du mir einen sehr wertvollen Tipp gegeben, denn das habe ich bisher nicht so gesehen und verstanden. Auf der einen Seite heisst es, wir können uns alles wünschen und erschaffen was wir wollen. Auf der anderen Seite, sollten unsere Wünsche auch zu uns passen. Dieser Punkt gefiel mir neulich gar nicht aber als ich ihn gehen ließ, fühlte ich mich meinem Ziel sehr viel näher :-)

Womit Du es auf den Punkt bringst und das ist für mich der zweite entscheidene Gedanke: "Absichtslos". Man spricht in fernöstlichen Traditionen wie zum Beispiel in der Kunst des Blumensteckens "Ikebana", als auch und im Besonderen in der Kunst des Bogenschießens vom absichtslosen Schießen. Der Mensch ist in sich eins mit dem Ziel und alles ist eins. Das Anheben des Bogens, das Anlegen des Pfeils, das Spannen der Sehne und letztendlich das "absichtlose" Loslassen. Interessanterweise tritt der Schütze danach einfach beiseite, ohne zu kontrollieren ob er getroffen hat, doch findet der Pfeil immer das Ziel.

Etwas zu produzieren, was anderen Menschen gefällt ...
Ich habe Grafik-Design studiert und mich fragte zu der Zeit ein Freund: "Wenn Du ein Logo machst, gefällt es dann Dir oder Deinem Kunden?" Die Frage war für mich im ersten Moment sehr interessant, denn schließich der Kunde bezahlt dafür. Meine Antwort darauf war für mich, damals wie heute, entscheidend. Ich mache nicht das was anderen gefällt, sondern ich mache nur was mir gefällt. Das klingt vielleicht arrogant aber ich kann auch nur verkaufen, was mir gefällt und wozu ich selbst stehe. Und hier ist wieder etwas Entscheidendes und ich will es eigentlich kontrastreich nennen. Ich der Fotografie bin ich, ich selbst. In der Werbung bin ich es nicht und ich war es auch nie und auch das weiß ich erst heute. Vielleicht hätte ich Designer bleiben sollen aber ich wollte mehr und das war nicht mein Weg aber es war mein Weg, um zu mir zu finden.


Ich fühle mich sehr wohl hier bei euch in diesem Forum zu sein. Danke, das mein Weg mich hierher zu euch gebracht hat.
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Re: Ein neuer Weg

Beitragvon Liebeszauber » 4. Sep 2013, 13:49

Danke euch zwei -Loa und Lobo- für diesen einfühlsamen talk. Danke für euer Hiersein,
danke für das warme und offenherzige Gespräch zwischen euch beiden
:hregen: Lz
Erinnere dich daran, dass Lachen der schnellste Weg ist, deine Seele zu fühlen
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Re: Ein neuer Weg

Beitragvon katgirl » 4. Sep 2013, 14:09

Hallo Lobo,
ich bin dabei das Wort Fehler in Bezug auf mich gänzlich in die Tonne zu klopfen.
Ich habe mir oft die Frage gestellt, welche Fehler ich gemacht habe und zwar nicht nur ein Mal, sondern wiederholt. OoV kommen da eine ganz schöne Menge an Antworten zusammen.
Bei ehrlichem Hineinhorchen ist auch die tausendste Wiederholung nichts weiter als das Aufrechterhalten/Reaktivieren einer bestimmten Schwingung, die ich absende. Das ist so.

Ich habe ausgewählt, aus welchen Gründen auch immer. Und wenn ich die gleiche Wahl zum 10. Mal getroffen habe, dann war das auch in Ordnung. Dadurch habe ich meine Wünsche präzisiert und gut ist.

Manchmal stell ich mir vor, dass ich wirklich vor einem Buffett stehe und wähle, um dann festzustellen, dass der Schokopudding besser schmeckt als die Rollmopssemmel.
Aber das wüsste ich nicht, wenn ich es nicht probiert hätte. Das gilt für mich für das erste auswählen, genauso wie für das tausendste.
lg :gvibes:
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Re: Ein neuer Weg

Beitragvon Lobo » 13. Sep 2013, 08:28

Hallo Loa,

was Du mir in Deinem Post gesagt hast, begleitet mich die Tage über und ich denke viel darüber nach. Ich weiß, dass Du damit recht hast. Ein paar Tage nach unserem Dialog kam etwas Unerwartetes auf mich zu, ein Nebenjob und besonders daran, nicht irgendeiner sondern eine für mich sehr spannende Idee. Der Job selbst ist banal und hat mit Fotografie gar nichts zu tun aber die Umstände bzw. das "Drumherum" geben mir die Chance an Bilder zu kommen, von denen ich sonst nur träumen kann :lol: Und so kommt Geld auf einem Weg zu mir, den ich gar nicht erwartet hätte.

Du sagst, dass ich versuchen kann evtl. auch selbst einzugreifen. Irgendwie muss ich das tun, ich bin Unternehmer und kann nicht tatenlos abwarten. Auf der anderen Seite will ich durch mich selbst nichts forcieren. Ich verstehe darum, das was ich tue als Vorbereitung für das was kommt. Ich habe in den vergangenen Jahren gesehen, wie die Menschen in Facebook, Google+ und anderen Social Medias auf meine Bilder reagierten. Nun stelle ich meine Bilder in Onlinegalerien ein und lasse sie stehen und ich lerne damit umzugehen ohne zu erwarten. Ich habe auch Kontakte zu Offline Galerien aber wenn ich bemerke, dass es nicht leicht geht und das Interesse von Galerieseite aus nicht offen oder einfach erscheint, dann lasse ich los. Für mein Verstehen müsste ich nun nachhaken und darum kämpfen erhört oder gesehen zu werden und dann wäre das Ergebnis nicht das was ich wollte. Ich denke hier kommen die Schwingungen ins Spiel und hier ist meine Geduld gefragt.

Am schwierigsten ist das gefühlsmäßige Vorwegnehmen meines Traums, da habe ich eine Aufgabe, bei der ich noch nicht weiß, wie ich sie lösen kann. Ich stelle mir zwar vor wie es aussieht und auch lebendig in seiner Geschichte. Mit den Gefühlen, ist es nicht so einfach und weiß nicht warum. Ich kann sie zwar oft erzeugen aber sie kommen manchmal nicht leicht.

Ich weiß nicht so recht, wo es hängt oder ob es überhaupt "hängt". Ist es eine Frage der Geduld? ist aber viel Geduld nicht eher eine Form von Mangel? Ich lasse los, wo und wann immer ich kann aber ich bin auch Mensch. Ich weiß, ich habe mir selbst gegenüber in den vergangenen Jahren viel erreicht aber dort wo es mir besonders wichtig ist, dort stehe ich auf der Stelle. Was kann ich tun?

Liebe Grüße
Lobo
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Re: Ein neuer Weg

Beitragvon lawofattraction » 14. Sep 2013, 08:52




Hallo lieber Lobo,

Lobo hat geschrieben:Du sagst, dass ich versuchen kann evtl. auch selbst einzugreifen. Irgendwie muss ich das tun, ich bin Unternehmer und kann nicht tatenlos abwarten.


Eingreifen aus einem "Muss"-Gefühl, einer zwingenden Dringlichkeit, heraus, ist nicht das, was ich befürworten möchte. Gerade in Zeiten, in denen wir existenziell keinen festen Boden unter den Füssen haben, ist es nicht einfach, innerlich so ruhig zu werden, dass wir unsere innere Stimme auch hören können, die uns in Orchestrierung mit dem ganzen Universum zuflüstert "jetzt, bewege Dich jetzt". Abraham nennen das "inspired action" = Tun aus der Inspiration heraus. Das ist der Drang, irgendwo hin zu gehen, einen Umweg zu nehmen, jemanden anzurufen, ein bestimmtes Buch oder eine Zeitung in die Hand zu nehmen und ... und ..., die für uns massgebliche Hilfe und Hinweise darstellen können. Dieser Drang entsteht nicht aus intellektuellen Überlegungen heraus, sondern aus der dann empfundenen Verbindung mit unserer nicht-phyischen Komponente.

Daher ist es gerade dann so enorm wichtig, Zeiten zu finden, in denen Du Dich einfachen kleinen Freuden widmest und Dich davon vollkommen "aufsaugen" lässt. Ich finde immer in der Beschäftigung mit meinen Hunden eine ganz grosse Freude, auch beim Aufenthalt in der Natur oder beim Gärtnern oder Kochen oder anderen kreativen Betätigungen. Wichtig ist, wirklich absichtsvoll "Spielzeit" zu planen und konkret den bedrückenden Gedanken vorher sagen, dass sie nun Auszeit haben und sich einmal ausruhen dürfen. 8-)

Solcher Art Techniken kenne ich aus dem NLP und kann nur sagen, dass sie unwahrscheinlich effektiv sind. Unser Gehirn kann nun mal - zum Glück - nicht zwischen Realität und Fiktion unterscheiden, und unsere Repräsentationskraft durch die Sinne ist unwahrscheinlich kreativ. Man mag es nicht glauben, aber auch bei einem Erwachsenen haben die Vorstellung und die daraus resultierenden Gefühle, zum Beispiel die Gedanken in eine Schachtel zu legen, sie mit einem schönen Band der Lieblingsfarbe zu schliessen und den Gedanken zu sagen, dass sie in ein, zwei Stunden wieder aktiv werden können und sich solange ausruhen dürfen, eine auf sehr tiefer Ebene spürbare Wirkung. Das nur als kleiner Exkurs in eventuelle Hilfsmittel, falls jemand nicht so geübt ist, die Gedanken abzuwenden und sich anderen freudigeren Themen zuzuwenden.

Ich könnte mir vorstellen, dass der neue Workshop auch für Dich ein paar interessante Aspekte enthält. Er spricht unter anderem ganz gezielt davon, dass wir uns immer wieder ins Gedächtnis rufen sollten, dass unsere Wünsche ja bereits erfüllt im Vortex liegen und es lediglich unser eigener Widerstand in Form widersprüchlicher Gedanken und Gefühle ist, der ihre Manifestation noch nicht zulässt.

Alle Menschen, alle Umstände und jegliche Unterstützung, die Du für Deine Projekte brauchst, sind virtuell bereits vorhanden, stehen sozusagen "Gewehr bei Fuss" und warten darauf, dass Du den Startschuss gibst, damit sich diese Universums-Maschinerie der co-operativen Komponenten und Synchronizitäten in Bewegung setzen kann. Eigentlich phantastisch und gleichzeitig lächerlich, wenn ich das so konkret betrachte, dass es nur :clown: an unseren Angstgedanken liegt, dass sich die Dinge verzögern oder verhindern. Wobei eine zwingende Voraussetzung allerdings die ist, dass wir diese "Geschichte" des Vortex und der bereits erfolgten Schwingungs-Manifestation und der grundsätzlichen Existenz eines LoA auch uneingeschränkt glauben. Ohne diese feste Überzeugung ohne wenn und aber als Grundlage bleibt es nur eine schöne Geschichte, die wahr sein kann oder auch nicht.

Lobo hat geschrieben:Mit den Gefühlen, ist es nicht so einfach und weiß nicht warum. Ich kann sie zwar oft erzeugen aber sie kommen manchmal nicht leicht.


Hier möchte ich Dir zurufen "take it easy", erzwinge nichts. Freude ist der Weg, Leichtigkeit und das Gefühl ungehinderten Fliessens. Wenn es nicht klappt, dann eben nicht. Dann eben das nächste Mal. Strafe Dich nicht dafür, es gibt keine Fleisskärtchen und kein Muss. Die einzigen, die mit der Peitsche hinter uns stehen sind wir selbst. Schon der Gedanke, freudige Gefühle erzwingen zu wollen, zeigt seine Absurdität.

Lobo hat geschrieben:Ich weiß nicht so recht, wo es hängt oder ob es überhaupt "hängt". Ist es eine Frage der Geduld? ist aber viel Geduld nicht eher eine Form von Mangel?


Abraham sagen "Geduld ist eine Eigenschaft, die Ihr nur dann entwickeln müsst, wenn Ihr Dinge wollt und dazu Widerstand aufgebaut habt." Und dass wahre Geduld das Wissen ist, dass wir etwas wünschen und wissen, dass es zu uns kommen wird und wir die Zeit bis zu seinem Auftauchen freudig verbringen. Denn wir kommen nie an ein Ende, nie an einen Schlusspukt, werden also immer wieder mit neuen Situationen konfrontiert, die auf den gleichen universellen Prinzipien des 3-Schritt-Schöpfungsprozesses basieren. Mit jedem erfülltem Wunsch, jedem Erfolg, erhalten wir auch wieder eine neue Perspektive, von der aus wir wieder wünschen. Das Leben ist eine immer währende Entwicklung neuer Wünsche und eine immer wieder neue Ausrichtung auf diese Wünsche.

Vielleicht hilft es, wenn Du Deinen augenblicklichen Prozess der Neuausrichtung einmal unter diesem Aspekt anschaust, dass auch das Erreichen der jetzt gesteckten Ziele nur ein Zwischenschritt in einer langen Reihe weiterer Projekte und Vorhaben sein wird. Es kann helfen, die Wichtigkeit zu relativieren, wenn wir solche Projekte nicht als isolierte Zielvorgabe betrachten, sondern als jeweilige Zwischenschritte, die immer wieder weitere Ideen und Projekte und Träume und Wünsche im Gepäck haben.

Lobo hat geschrieben:Ich weiß, ich habe mir selbst gegenüber in den vergangenen Jahren viel erreicht aber dort wo es mir besonders wichtig ist, dort stehe ich auf der Stelle. Was kann ich tun?


Zelebriere Deinen aktuellen Standpunkt statt ihn als Stillstand anzuschauen. Er ist die kreative Pause, die neue Ideen, neue Kräfte sammelt, Ideen verfeinert und Details ausarbeitet. Wir hecheln oft nach vorne, DAS vermeintliche Ziel im Visier und verlieren dabei oft aus dem Auge, dass es doch der Weg ist, der Freude macht. Das Ziel zu erreichen ist nur ein Zwischenakkord in einer langen Reihe von Zielen, es ist der Applaus nach einem einzelnen Konzert. Aber Orchesterproben, die immer mehr Feinheiten und Virtuosität hervorkitzeln, das Vorbereiten und Auswählen machen doch auch Spass. Das Erkennen des eigenen Fortschritts und kleiner Zwischenschritte macht sogar grosse Freude, vor allem dann, wenn wir diese Momente auch als Erfolg erkennen und nicht gleich wieder zum irgendwann zu erreichenden Zieleinlauf schauen. Wer immer nur auf das Ziel schaut, versagt sich die Freude an den Zwischen-Erfolgen, die immens wichtig sind - weil sie es sind, die zum Ziel führen und ohne die Du es nie erreichen würdest.

Ist ein wenig philosophisch geworden. :oops:

Ich wünschen Dir und allen Foris einen schönen und freudigen Spätsommersamstag
Loa



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Re: Ein neuer Weg

Beitragvon lawofattraction » 14. Sep 2013, 09:41

Lobo hat geschrieben: Irgendwie muss ich das tun, ich bin Unternehmer und kann nicht tatenlos abwarten.


Fällt mir gerade noch auf: Dein obiger Satz, lieber Lobo, könnte implizieren, dass Taten die einzige bzw. die direkte Lösung sind. Sie mögen zwar vorübergehend eine Situation beeinflussen, ob das aber die Richtung ist, die Du wünschst, sei dahin gestellt. Es ist für mein Empfinden ein gravierender Denkfehler, auf den wir alle immer wieder hereinfallen können, die Aktion = Taten als einzige Möglichkeit zu sehen, Bewegung in eine Sache zu bringen. Denn, ob es uns gefällt oder nicht, es ist unsere Schwingung, sind unsere Gedanken und Gefühle, die unsere äussere Welt formen und aufbauen.

Trotzdem geben wir ihnen als Veränderungsfaktoren noch den Platz des Notsitzes im Gefährt unseres Lebens, obwohl doch gerade sie am Lenkrad sitzen. Es gilt also, langsam nicht nur die Idee zu assimilieren, dass es unsere innere Welt ist, die Welt unseres Mind, die die äussere Welt schafft, sondern uns auch danach zu richten. Stark beeinflusst vom Mainstream-Denken müssen wir einen Umlernprozess durchlaufen, um uns von einer allgemein als einzige Vorgehensweise propagierten Aktion abzuwenden, um im Stillen Kämmerlein unserer inneren Welt mit unseren Gedanken und Gefühlen unsere Realität zu erschaffen.

Wir erschaffen mit unserem Geist. Alles was wir im Außen wahrnehmen, ist eine Reflexion des Geistes. Streng genommen ist unsere "Realität" ein virtuelles Gedankenkonstrukt, das wir durch unsere Sinne als etwas Konkretes im Aussen wahrnehmen.



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Re: Ein neuer Weg

Beitragvon Liebeszauber » 14. Sep 2013, 10:15

Ist ein wenig philosophisch geworden.


Mehr davon, bitte ...Bild
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Re: Ein neuer Weg

Beitragvon Lobo » 14. Sep 2013, 14:23

Danke liebe Loa,

jetzt habe ich wieder viel zu tun und noch mehr zum nachdenken :lol:

Ganz lieben Dank
Lobo
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Re: Ein neuer Weg

Beitragvon JoyBix » 14. Sep 2013, 15:54

Stimmt genau, deshalb hatte ich mir folgendes Abraham-Zitat als Desktop-Hintergrund geschrieben:
Abraham: abraham-zitate/das-tagliche-abraham-zitat-teil-t1802-50.html#p45111


„Nehmt Euch die Zeit, zuerst Eure Energie auszurichten, dann wird das Handeln unwichtig. Wenn Ihr das nicht tut und nicht das Gefühl findet, nach dem Ihr Ausschau haltet, so wird kein noch so umfangreiches Handeln auch nur den geringsten Unterschied machen.“

Weil ich es jeden Tag sehe vergesse ich es nicht so leicht.

Herzensgrüße
Bixie :lieb:
JoyBix
 

Re: Ein neuer Weg

Beitragvon Pink » 14. Sep 2013, 19:38

Guten Abend zusammen,

Au Mann Lobo, vielen, vielen herzlichen Dank für diese geniale Frage.

lawofattraction hat geschrieben:
Lobo hat geschrieben:Ich weiß, ich habe mir selbst gegenüber in den vergangenen Jahren viel erreicht aber dort wo es mir besonders wichtig ist, dort stehe ich auf der Stelle. Was kann ich tun?


Zelebriere Deinen aktuellen Standpunkt statt ihn als Stillstand anzuschauen. Er ist die kreative Pause, die neue Ideen, neue Kräfte sammelt, Ideen verfeinert und Details ausarbeitet. Wir hecheln oft nach vorne, DAS vermeintlich Ziel im Auge und verlieren dabei oft aus dem Auge, dass es doch der Weg ist, der Freude macht. Das Ziel zu erreichen ist nur ein Zwischenakkord in einer langen Reihe oder es ist der Applaus nach einem einzelnen Konzert. Aber Orchesterproben, die immer mehr Feinheiten und Virtuosität hervorkitzeln, das Vorbereiten und Auswählen machen doch auch Spass. (..)

Im Grunde genommen hätte ich den ganzen Post + Deinen nächsten Beitrag zitieren müssen Loa, so atemberaubend und treffend sind die Antworten, auf genau meine Fragen. Ich bin sowas von baff.

Ich habe etwas Gigantisches in meiner beruflichen Pipeline und irgendwie steckt es da noch fest. Ja, aber wir möchten, dass Du zuerst die Reise beginnst und schaust, ob Du jemanden triffst, (..)
Reisen, wie die Dame im WS 168 möchte ich nicht, nur weiss ich nicht, welcher Schritt jetzt der nächste ist. Gedanklich und virtuell habe ich es auf meinem Schirm, aber es kommt noch nichts ans Licht. Kann es sein, dass ich etwas nicht berücksichtigt oder übersehen habe, meine Vision betreffend? Nö, denn ich muss nicht extra an das Mehl :kgrhl: denken. Köstlich.
Oder zieht es sich wie Kaugummi, weil ich vielleicht etwas ganz anderes will?
Still ruht der See.

Liebesgrüsse
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Re: Ein neuer Weg

Beitragvon lawofattraction » 15. Sep 2013, 10:05



Guten Morgen, Ihr Lieben,

und hier ein paar weitere Überlegungen, da ich die ganze Fragestellung und diesen Themenkomplex einer Umorientierung und dem Finden neuer Wege so sehr inspirierend finde und die Ernsthaftigkeit hinter den Fragen Lobos so sehr zu schätzen weiss. Daher greife ich mal in die eigene Erfahrungskiste - und wenn ich auch weiss, dass Worte niemanden lehren, so können sie doch möglicherweise Impulse geben, wenn jemand anderer in seinen eigenen Aspirationen dem nahe genug ist und das auf der Linie von etwas Gesuchtem liegt.

Als jemand, der in einem sehr konservativen Elternhaus aufgewachsen ist, bin ich diesem mir vorgelebten Weg auch während eines bedeutenden Teils meines Lebens gefolgt. Sicherheit, Struktur und relative Unbeweglichkeit waren die Schlüsselworte, wobei die fehlende innere Unbeweglichkeit sicherlich weitgehend aufgefangen wurde durch viele äusserliche Veränderungen wie wechselnde Wohnorte auf verschiedenen Kontinenten etc. Wenn im Aussen etwas so sehr bewegt ist, ist man damit oft über Gebühr so sehr beschäftigt, dass die innere Statik als solche nicht zu erkennen ist. Sicht- und fühlbar wird sie meist erst dann, wenn innere Ruhe sich einstellen kann.

Erst durch das Abweichen aufgrund einer mir damals noch unerklärlichen inneren Unruhe und des Drängens nach etwas, das ich weder benennen konnte noch als Möglichkeit irgendwo aufgezeichnet sah - denn schliesslich bringt uns das LoA immer mit dem zusammen, was auch uns und unserer Denkweise und unserer Lebensweise entspricht - erkannte ich dieses ständig als latente Unruhe in mir glühende Feuer nach Anderssein, nach dem Finden von etwas, was ich aber nicht ausdrücken konnte. Es war lange vorhanden als diffuses Gefühl der Unruhe, des Suchens, ohne dass ich jemals erklären konnte, was ich denn suchte. Kein Wunder, dass mein Ausbruch aus diesem Leben ziemlich radikal war, und die Motive dazu hatten vordergründig nichts mit den sich danach langsam heraus kristallisierenden Erkenntnissen zu tun. :clown: Es war mein Weg des geringsten Widerstandes.

Nach einigen Jahren der Selbstfindung und der Neustrukturierung meines Lebens nach meinen Wünschen und Vorstellungen, so wie sie sich mir zu dem Zeitpunkt als beste und freudige Lösung aufzeigten, lernte ich meinen jetzigen Mann kennen. Und wenn ich mich inzwischen auch selbst als Freigeist bezeichnete, hatte ich keine Ahnung, dass ich meinen Meister erst jetzt gefunden hatte. Denn er war und ist jemand, der mehr als einmal in seinem Leben Studium, Karriere und seine komplette Lebensweise umgeworfen hat - unter anderem ist er fast vier Jahre mit dem Motorrad um die Welt gereist - und im Laufe unseres nun 13-jährigen Zusammenseins hatte ich auch Gelegenheit, als aktiver Teil und Co-Creator daran teil zu haben. 8-)

Nachdem ich die Abraham-Lehre kennen lernte, wurde es für mich leichter, mit neuen veränderten Bedingungen umzugehen, die nicht immer als vorteilhaft zu bezeichnen waren, da ich nach und nach ein immer umfassenderes Verständnis bekam, worauf unsere eigentlich Suche zielt und wie wir lernen können, ein Leben zu führen, das unabhängig von äusseren Umständen so freudig wie möglich ist. Heute sehe ich mein Leben als eine Überraschungs-Box, die in jedem Moment aufspringen und wieder eine neue Überraschung bringen konnte.

Nachdem ich vielmals lernte, dass langfristige Lebensziele keine Garantie für ruhigen Schlaf und ein freudiges Leben sind, fand ich die Vorteile der Freude an den Zwischenstationen und dem Weg immer wieder bestätigt. Gelegentlich kommen die alten Glaubenssätze und die rigorosen Überzeugungen meiner Ursprungsfamilie wieder durch, nur um nach kurzer Zeit wieder ihre Absurdität zu erkennen, das Leben als statisches planbares Event zu betrachten, in dem jedes grössere Abweichen, um tief verwurzelte Wünsche zu verfolgen, nur ein dramatischer Einbruch sein kann.

Irgendwann begann ich wirklich ernsthaft die Annahmen anzuzweifeln, das Leben, mein Leben, solle sich nach den Erfahrungen und Vorgaben und Ideen einer Aussenwelt strukturieren, weil es dort bestimmte Regeln und Normen gibt. Wir schauen nach aussen, auf das, was andere tun, getan haben und richten uns danach aus. Wir folgen wie einem Rattenfänger unwidersprochen Anweisungen, denen andere folgen und die wir für uns als gültig annehmen. Pioniere sind Menschen, die ihrem Glück, ihrer Intuition, gefolgt sind und nicht auf den ausgetretenen Wegen jemandem nachgetrottet sind, der höchst wahrscheinlich aus ganz anderen Motiven, aus anderen Überzeugungen und anderen Wünschen und aus einer anderen Schwingung heraus, die uns niemals bekannt sein wird, seine Fokusse gesetzt hat. In der falschen Überzeugung, dass das auch für uns so sein soll oder gar muss, trotten wir auf Wegen, die nicht unsere sind. Denn dass viele Menschen etwas tun, ist doch kein Beweis, dass es richtig ist.

Follow your bliss - mal ehrlich, wer kann denn mit Überzeugung sagen, dass er dem uneingeschränkt und freudig folgt und sein Leben so ausrichtet, dass es immer mehr Freude und Spass beinhaltet und Leichtigkeit und wirklich die Freiheit spüren lässt, die Grundlage unserer Existenz ist, um aus dieser Freiheit heraus auf unsere Weise Ausdehnung zu erleben?

Mein Wort zum Sonntag. :clown:

Habt einen schönen Tag
Loa



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Re: Ein neuer Weg

Beitragvon Maria » 15. Sep 2013, 10:27

Danke, ein wirklich ergreifendes Wort zum Sonntag! :danke:
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Re: Ein neuer Weg

Beitragvon labelle » 15. Sep 2013, 11:28

Hallo Ihr Lieben,

LOA hat geschrieben
Denn dass viele Menschen etwas tun, ist doch kein Beweis, dass es richtig ist. :genau: :genau: :genau: :genau:

Genau meine Meinung............
Danke für Deinen Post liebe LOa

Einen schönen Sonntag
labelle
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Re: Ein neuer Weg

Beitragvon Pink » 16. Sep 2013, 08:42

Guten Morgen allerseits,

vielen herzlichen Dank Loa, für diese tiefe, persönliche Einsicht, sowie für den wertvollen Input.

Lieben Gruss
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Re: Ein neuer Weg

Beitragvon Lobo » 23. Sep 2013, 19:36

Vielen Dank Loa,

für Deine offenen Worte, die mich wieder in neue Gedankenwege führen, so wie die vielen Anregungen die Du mir bis jetzt schon gegeben hast. :danke:

Mich begleitet schon seit längerem ein Gedanke. Am Anfang habe ich geschrieben, dass ich Lynn Grabhorn gelesen habe, bevor ich zu Abraham gekommen bin. Grabhorn war auch eine Schülerin gewesen, die für sich erkannnte, dass mit der Lehre von Abraham und dem Verstehen, Erkennen und dem Einsetzen der Gefühle erst alles in Fluss kommt. An einigen Stellen schreibt sie jedoch etwas was ich nicht verstehe.

Sie berichtet z.B. über ein Problem, dass sie begleitet und während sie sich dem Problem hingibt, ohne den Ausgang zu finden, werden die Anrufe der Kunden immer weniger bis sie schließlich aufhören. Erst wenn sie sich von dem Problem löst, bzw. ihre Gedanken verändert, klingelt wieder das Telefon.

Kann sich in so kurzer Zeit das verändern oder wie weit muss man schon fortgeschritten sein, um eine solche Veränderung kurzfristig herbeiführen zu können?

Liebe Grüße
Lobo
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Re: Ein neuer Weg

Beitragvon lawofattraction » 24. Sep 2013, 12:09




Hallo Lobo,

ich glaube, das hat weniger etwas mit "fortgeschritten" zu tun, zumindest nicht, was das Verständnis des Prinzip des LoA angeht. Wichtig ist, mit welcher Intensität man sich einem Thema widmet und es dadurch in seiner Wirkung verstärkt oder abschwächt. Wer natürlich oft bewusst übt, die Gedanken in andere Kanäle zu lenken, wird das mit immer grösserer Leichtigkeit tun.

Ich habe eine ganz ähnliches Erfahrung gemacht wie die, die Du beschreibst, als ich noch beratend tätig war. Manchmal hatte ich trotz eines vereinbarten Termins keine Lust, mich mit den Problemen anderer zu befassen, und manche Klienten waren auch angenehmer als andere. Ich stellte mir dann vor, dass sie verhindert seien und nicht kommen würden. Mehr als einmal bekam ich daraufhin einen Anruf, mit dem der Termin abgesagt wurde - und das innerhalb Stunden.

Dann kam ich dahinter, dass ich das wirklich alles selbst produzierte, wobei immer noch dahin gestellt bleibt, ob ich nicht auch eine bereits bestehende Absicht der anderen Seite, nicht zu kommen, aufgefangen hatte. Eigentlich kennen wir das ohnehin alle, wenn wir intensiv an jemanden denken, der uns daraufhin anruft. Dabei lässt sich ja auch kaum feststellen, wer der Initiator war, fest steht aber, dass eine gleichzeitige gedankliche Beschäftigung mit der anderen Person vorhanden war.

Als ich aber aufhörte das innere "Absagen" zu praktizieren, weil das ja auch finanzielle Einbussen bedeutete, geschah es immer weniger häufig. Was mich dann wieder darin bestätigt, dass meine Gedanken ausgesprochen stark waren. Vielleicht müssen sie aber doch zusätzlich noch auf eine gewisse Bereitschaft auf der anderen Seite der Co-Creator stossen.

Ich fragte mich dann, ob es nicht auch verstärkend wirken würde und probierte das aus, und siehe da, zu einer Zeit konnte ich mich vor Klienten kaum retten. Ich kannte zwar Abraham damals noch nicht, hatte mich aber sehr viel mit der Macht der Gedanken beschäftigt und auch viel ausprobiert.

Und das ist es auch: Probieren. Denn nichts anderes wird Dir Aufschluss geben, und nur die eigene Erfahrung wird Sicherheit bringen.

Lieben Gruss
Loa



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Re: Ein neuer Weg

Beitragvon Lobo » 24. Sep 2013, 15:43

Hallo liebe Loa,

vielen herzlichen Dank für Deine Antwort. Du schaffst es jedes Mal mir immer wieder neue Kraft zu geben. Und neue Impulse zu setzen. In den vergangenen Wochen spüre ich in mir, mehr und mehr meine positiven Gefühle. Vor allem bemerke ich ein zunehmendes Glücksgefühl. Es sind zwar auch noch andere Gefühle und Gedanken da aber mit Deinen Worten und den Gesprächen hier im Forum wird mir vieles klarer und verständlicher. Ich bin sehr froh hier zu sein

Herzlichen Dank :danke:

Liebe Grüße
Lobo
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Re: Ein neuer Weg

Beitragvon lawofattraction » 24. Sep 2013, 20:47




Es freut mich sehr, lieber Lobo, wenn ich Impulse geben kann. Eine schönere Bestätigung für den Sinn der Existenz des Forums gibt es für mich nicht.

Lieben Gruss
Loa



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Re: Ein neuer Weg

Beitragvon Lobo » 30. Sep 2013, 18:09

Hallo,

heute war mein Tag gar nicht einfach. Er fing super an und machte dann einen Rückschritt nach dem anderen. Ich nehme mit morgens nach dem Aufwachen gern Zeit für eine Meditation in der ich mich auf den neuen Tag vorbereite aber heute startete der Tag danach holprig und setzte sich auch so fort. Zwar gab es am Vormittag noch ein Aufleuchten aber das konnte sich nicht mehr durchsetzen und ich kam einfach nicht aus meiner miesen Stimmung heraus.

Es ist schon so, dass man das worauf man sein Augenmerk legt, dann auch bekommt. Gesetz der Anziehung. Interessant und seltsam zugleich ist allerdings, dass ich immer häufiger und auch lange Phasen an sehr guten Gefühlen habe und diese bei Bedarf auch verlängern kann. Das Komische ist, dass ich anscheinend nur 5 Minuten negative Gedanken habe, sich diese aber sofort und massiv auswirken. Hingegen habe ich einige Stunden sehr gute Gefühle, passiert eigentlich gar nix. Also es passiert für mich nichts merkliches. Es mag natürlich sein, dass im Hintergrund, dort wo ich es nicht sehe und merke, sich verschiedenes entwickelt und dennoch habe ich für mich den Eindruck, dass sich meine Ziele, Wünsche, Träume nicht kontrolliert entwickeln bzw. das ich keinen merklichen Fortschritt erkenne.

Vor einiger Zeit habe ich damit begonnen, ein schwieriges Thema zu umschiffen, indem ich den Kontakt verlagert habe. Ich hoffte, dass ich mit der Verlagerung und der Gewinnung besserer Gefühle, die negative Stimmung aufheben zu können. Heute habe ich gemerkt, dass dem nicht so ist, sie setzen sich immer weiter fort. Und ich bemerke auch, dass sie mich behindern, was mich wiederum ärgert. Immer wenn ich versuche, diese Gedanken zu ändern bemerke ich auch, dass ich auch schon wieder daran denke. Ich will weder diese Gedanken, noch überhaupt das Thema daran haben.

Würde ich einen Vergleich ziehen, dann bin ich der Meinung, dass ich mich mehr auf der anderen Seite, der für mich gefühlsmäßig besseren Seite aufhalte. Immer öfter, immer mehr und immer lieber. Komme ich jedoch auf die negative Schiene, dann klebe ich daran fest. Meine Ziele, mein Glück und mein Leben sind an einem anderen Ort aber durch das Gesetz der Anziehung hänge ich dort fest, wo ich nicht sein will. Das ist schwer aber vielleicht auch nur heute ...

Ich würde so gerne hier schreiben, dass ich meinem Ziel einen großen Schritt näher gekommen bin aber heute dreh' ich mich im Kreis ...

Hat jemand einen Tipp oder eine Idee :nachdenk:

Liebe Grüße
Lobo
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Re: Ein neuer Weg

Beitragvon Phoenix » 1. Okt 2013, 07:55

Lobo hat geschrieben:Vor einiger Zeit habe ich damit begonnen, ein schwieriges Thema zu umschiffen, indem ich den Kontakt verlagert habe. Ich hoffte, dass ich mit der Verlagerung und der Gewinnung besserer Gefühle, die negative Stimmung aufheben zu können. Heute habe ich gemerkt, dass dem nicht so ist, sie setzen sich immer weiter fort. Und ich bemerke auch, dass sie mich behindern, was mich wiederum ärgert. Immer wenn ich versuche, diese Gedanken zu ändern bemerke ich auch, dass ich auch schon wieder daran denke. Ich will weder diese Gedanken, noch überhaupt das Thema daran haben.


Guten Morgen Lobo,
das kenne ich nur zu gut :rleye:
Mir hat der Workshop 162 sehr auf die Sprünge geholfen. Dabei kannst du durchaus "die nervige Person" aus dem Workshop auch ersetzen durch "nervige Umstände" oder ähnliches.
Und auch der Workshop 165 "Contrast und Momentum" hat mir Lichter aufgehen lassen.
Ich wünsch dir einen gelungenen Tag
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Re: Ein neuer Weg

Beitragvon lawofattraction » 1. Okt 2013, 08:43

Lobo hat geschrieben:Komme ich jedoch auf die negative Schiene, dann klebe ich daran fest.


Hallo Lobo,

hast Du Dich schon einmal mit dem Prinzip des "go general" befasst? Es verzichtet auf die Betrachtung von Details, die sich noch nicht wie gewünscht in Deinem Leben befinden und daher bei direkter Aufmerksamkeit als schmerzhaft fehlend empfunden werden.

Es bedeutet, sich allgemeinen Gedanken zuzuwenden, wenn es wieder anfängt zu haken und ist im Grunde ein Beschwichtigen der "ist-nicht-da"-Gedanken und das Betrachten von einer höheren Ebene. Von dieser höheren Ebene aus verlieren die Details an Intensität, so wie wir aus dem Flugzeug alles unten auf der Erde als nicht mehr so beeindruckend gross empfinden.

Dieses Relativieren kennen wir ebenfalls aus Situationen, in denen wir beispielsweise von schlimmen Ereignissen im Leben anderer Menschen Kenntnis bekommen und "count our blessings" - in der Lage sind, dankbar für das zu sein, was wir leben - Gesundheit, gute zwischenmenschliche Beziehungen, ein Dach über dem Kopf und jeden Tag Essen auf dem Teller. Etwas, was nicht für alle Menschen eine Selbstverständlichkeit ist. Das ist ein Wertschätzen dessen, was ist und nach meiner Erfahrung die Schnellstrasse in Zufriedenheit und Anerkennung, dass nicht ein einziges Etappenziel uns glücklich macht, sondern es das Ganze ist.

Auf dieser Ebene kannst Du all jene Dinge wertschätzen, die sehr wohl rund laufen und ebenfalls all das, was Du bisher grundsätzlich in Deinem Leben erreicht hast. Jedes Mal, wenn Du irgend etwas wertschätzt, gibst Du Deine Energie hinein, die einen Anziehungspunkt darstellt und immer mehr Schätzenswertes zu dir bringt.

Selbst Lernprozesse im Kindesalter sind bei Reflexion Bestätigung für unsere Fähigkeiten, auch komplexe Themen auf die Reihe zu bekommen. Und Gleiches ist der Fall für alle die widrigen Situationen, die irgendwann wie Berge vor uns standen und die wir trotzdem gemeistert haben.

Lobo hat geschrieben:Meine Ziele, mein Glück und mein Leben sind an einem anderen Ort aber durch das Gesetz der Anziehung hänge ich dort fest, wo ich nicht sein will.


Für mein Empfinden drückst Du damit aus, dass Du immer noch wie hypnotisiert auf ein Endergebnis schaust. Und weil es sich noch nicht zeigt, verdirbt es Dir Deine Jetzt-Zeit. Du siehst das Glück als erst dort erfüllt und verpasst dadurch das Glück des Jetzt. Das kann endlos so weitergehen, da das genau das Vorgehen ist, das Manifestation verhindert.

Es geht immer darum, die angebliche "Wartezeit" so freudig wie möglich zu gestalten und dadurch erst gar nicht als Wartezeit zu empfinden. Und zwar durchaus auf eine Art und Weise, die mit diesem speziellen Ziel nichts zu tun hat. Solange das "ist noch nicht da" als Gedanke vorhanden ist, schiebst Du sein Erscheinen immer weiter von Dir fort. Erst dann, wenn der Gedanke an das Ziel Dir reines Wohlgefühl beschert und Du voller Freude an sein Kommen denken kannst, kann es sich verwirklichen.

Sicher gibt es ganz viele Dinge, die Dir Freude machen und Deine Gedanken auf einen Weg schicken, der Dich ohne grössere Hindernisse auch zu Deinem Ziel bringt. Nicht das faszinierte Starren auf das Ziel ist der Weg, sondern heute Freude zu emp-finden, egal womit, und Dein Ziel wird erreicht. Du kannst sogar Inspiration finden in dem, was Du tun "musst". Das heisst, so wie die Inspiration für geliebtes Tun kommt, kann auch die Inspiration kommen, wie Du mit "dem anderen" so umgehen kannst, dass es Freude macht.

Du schreibst doch bereits von Erfolgen und wirst feststellen, dass die Rückfälle immer seltener werden. Der Spruch vom halbvollen oder halbleeren Wasserglas hat immer noch Wahrheit. Das heisst, Du kannst Gedanken denken, die sich gut anfühlen oder das Gegenteil tun. Die Erkenntnis, dass das wirklich nur Deine Entscheidung ist, ist der Schlüssel.

Lieben Gruss
Loa



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Re: Ein neuer Weg

Beitragvon Lobo » 1. Okt 2013, 13:45

Hallo Phoenix,

ganz vielen Dank für den Tipp mit den Workshops. Ich hab' schon rein gelesen und werde mich in den kommenden Tagen recht ausführlich damit beschäftigen. Für mich ist es auch gut zu wissen, dass andere ähnliche Herausforderungen haben. Das macht es nicht leichter aber menschlicher :lol:

liebe Grüße
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Re: Ein neuer Weg

Beitragvon Lobo » 1. Okt 2013, 13:58

Hallo Loa,

mittlerer Weile kann ich sagen, wie üblich hast Du mich wieder gut erkannt. Wenn ich hier ehrlich und ganz offen bin und dabei will ich auch bleiben, dann ist es so, dass es richtig ist, das ich mich über mein Ziel definiere. Etappenziele sind für mich allerdings auch sehr wichtig, wenn ich sie sehen ... kann. An den Tagen, die mir zu schaffen machen und ich darüber nachdenke was sich verbessert hat, übersehe ich gern die vielen kleinen Schritte die ich schon erreicht habe auf meinem Weg.

In diesem Monat sind es drei Jahre das ich begonnen habe den neuen Weg zu gehen. In dieser Zeit habe ich oft von den "30-Tage" Regeln gehört und gelesen. Auch bei Abraham gibt es "Abraham Hicks - In only 30 days you could.......!". Heute weiß ich, dass viel Arbeit an mir selbst nötig war, um da anzukommen wo ich heute bin. Einen 30 Tage Workshop mit mir selbst und die Vergangenheit ist aufgehoben, klingt unwahrscheinlich und ist es auch. Dafür waren, zumindest bei mir, viele Dinge zu richten gewesen.

Vor zwei Monaten hat es begonnen, dass sich meine Einstellungen merklich veränderten. Allerdings habe ich heute noch kräftige Tiefs, wie Du gestern gesehen hast aber meine Hochs nehmen deutlich zu. Die Rückschläge werden weniger, das Sonderbare daran, die positiven Erfolge werden im Gegenzug nicht mehr. Gestern kam, ich sage jetzt mal bewußt: dieser nervige Kunde mit seinem Blödsinn daher. Heute morgen brachte mich Phoenix mit dem Workshop (162) erneut auf den Weg und ich begann den Zusammenhang zu verstehen. An der Stelle nochmals vielen Dank an Dich, Phoenix :-) Bis dorthin hatte ich allerdings sehr lange 17 Sek. Intervalle, die mich wahrscheinlich wieder wochenlang zurück werfen.

Was die Wertschätzung angeht, kann ich die Dinge um mich herum sehr bewußt und ehrlich wertschätzen. Genauso sehe und schätze ich mich selbst mit dem was ich bin und was ich tue. Übrigens denke ich auch so von Dir und dem Forum gegenüber. Mir ist das Forum mit all den Menschen, ihren Einstellungen, ihren Gedanken und ihrer Selbst sehr wertvoll und liebenswert.

Für mich und mein Verständnis wäre es an der Zeit einen großen Schritt zu tun oder auch nur zu erkennen und der fehlt einfach noch. Auf der anderen Seite bin ich heute immer öfter einfach glücklich aus der Situation heraus und ich sage es mir, das ich glücklich bin und ich weiß für mich, das ich es bin.

"Erst dann, wenn der Gedanke an das Ziel Dir reines Wohlgefühl beschert und Du voller Freude an sein Kommen denken kannst, kann es sich verwirklichen."

Ich spüre oft diese Freude und das glückliche Gefühl, die ich mit diesem Gedanken verbinde. Ich sehe die einzelnen Schritte dazu und ich fühle mich unendlich gut damit. Ich weiß für mich, dass dieser Weg für mich der richtige ist und darum fühle ich mich gut. Fehlt mir die Geduld? Ich weiß es nicht. Es wäre es leicht zu sagen "hab einfach Geduld" und hier würde meine Frage dazu stehen "wie lange noch?". Darum stellt sich mir die Frage nicht nach der Geduld sondern nach dem was ich erreichen will und wie ich mit dem Gesetz der Anziehung harmoniere. Was geht in meinen Gedanken oder in meinem Unterbewußten vor, was ich noch immer nicht erkannt habe und wie kann ich erkennen was ich noch ändern muss?

Bin ich mit mir nicht im Reinen, wenn ich sage das ich mich auf mein Ziel mit guten Gedanken und Gefühlen konzentriere aber der für mich wichtige Schritt ausbleibt?

Lieben Gruß
Lobo
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