Diese Liebe...

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Diese Liebe...

Beitragvon Winner » 5. Jul 2014, 15:32

Hallo ihr Lieben,

ich habe es "geschafft". Einen Partner manifestiert. Mein bester Freund. Ich liebe ihn. Aber es ist ein ruhige Liebe. Eine Liebe, die ich nicht kenne.

Ich war lange Single und habe mir so sehr einen Partner gewünscht. Monatelang nur Abraham-Zitate, -Workshops gelesen und -Videos geschaut, die sich nur darum gedreht haben. Was sich am meisten verinnerlicht hat war: Sei glücklich, auch ohne Partner. Dazu brauchst du ihn nicht, das kannst du allein. Du bist auch so - als Single - vollständig. Und: Es gibt immer nicht nur einen, der "der Richtige" ist.

Mein jetziger Partner ist nicht meine andere Hälfte, er ist nicht mein Leben und ich muss sagen, wenn er mich verlassen würde, würde keine Welt für mich zusammenbrechen, da ich weiß, dass es immer einen Anderen gibt. Ich habe nicht diese Angst davor verlassen zu werden, da ich weiß, dass es nicht schlimm wäre :shock: Ich habe durchs ganze Studium des Abraham-Materials diesbezüglich fast schon eine Gleichgültigkeit aufgebaut, die mich schockiert...

Doch vor der Verinnerlichung zahlreichen Abraham-Materials war ich sowas von "abhängig", was der "Liebe" so einen Kick gegeben hat, den ich jetzt irgendwie doch vermisse (Lustigerweise war ich nie mit irgendeinem von denen zusammen, in die ich so verknallt fast schon vernarrt war).

Und ich bin JETZT so glücklich mit ihm, fühle mich so wohl, lache viel, fühle mich geschätzt, will noch soviel mit ihm erleben, weine manchmal sogar ein wenig, wenn er wieder abreist (Fernbeziehung), aber ich frage mich: Was ist das für ein Gefühl ohne dieses Vernarrt-sein? Ohne dieses "Ich kann nicht ohne dich leben" :?:
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Re: Diese Liebe...

Beitragvon katgirl » 5. Jul 2014, 22:30

Hallo Winner.
Zu Deiner Frage fielen mir ganz spontan 2 Wörter ein.
Winner hat geschrieben: Was ist das für ein Gefühl ohne dieses Vernarrt-sein? Ohne dieses "Ich kann nicht ohne dich leben" :?:

-> Das Richtige!
-> Freiheit!

Ich denke, Du hast eine wundervolle tiefe und freie Beziehungsbasis geschaffen.

:hug: lg
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Ruhige Liebe versus Passion der Liebe

Beitragvon Viereichen » 6. Jul 2014, 11:34

Hallo Winner,

eine spannende Frage welche du stellst.
Im ersten Satz deiner Themenbeschreibung habe ich dann deine Antwort entdeckt. Du scheinst eine neue Art von Liebe, eine ruhige Liebe, eine Liebe ohne dieses Spannungsgefälle von tiefstem Schmerz bis "himmelhoch jauchzend" entdeckt zu haben. Ist das so richtig beschrieben?

Wenn es so ist, kann ich das gut nachvollziehen. In der Wachstumserfahrung mit Abraham brauchst du die alte Aussenfixierung nicht mehr. Das alte süchtige Meer der Anerkennung, der Fixierung auf "diesen Einen", das aus der Kindheit erlernte Programm...
Wenn ich es richtig verstehe, geniest du diese neue Art der Liebe gerade in vollen Zügen.... bis sich im Nachdenken (..wenn er wieder fort ist?...) dann doch die alten, zähen Gedanken wieder eine gewissen Raum in dir bekommen. So etwas passiert mir auch immer wieder noch. Es ist auch nicht so, dass ich nach ein paar mal Lesen der Abraham-Literatur plötzlich alles Alte abstreife. Ich finde, fundiertes Wachstum hier auf der Erde braucht Zeit. Und so lange das so ist, nehme ich mich selbst beim Entdecken von "Altem" hoffentlich immer gnädig selbst in die Arme.

Ein tolles Wunder ist bei dir passiert. Dein Partnerwunsch ist in Erfüllung gegangen. Ist das nicht absolut wunderbar? Eine äusserliche Entsprechung deiner inneren Harmonie, wow! Ich weiss nicht wie es den anderen ergeht, ich finde das sehr kribbelnd! Und vielleicht passiert mir das ja auch bald...
Lassen wir mal die Flut an Kitschgeschichten, Kitschromanen und Kitschfilmen bei Seite, die ja häufig die Koppelung Leid-Liebe beinhalten. Diesen Vollausschag der Gefühle in die eine oder andere Richtung. Die Natur der Realität ist häufig leise, häufig mehr ein sanfter Hauch - als ein starker Wind. Doch das Unspektakuläre beinhaltet deswegen nicht weniger an Wunder, an Kraft. Du erlebst gerade so etwas. Ich danke dir für das Mit-teilen.

Einen schönen Sonntag,
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Re: Diese Liebe...

Beitragvon Winterbraut » 6. Jul 2014, 14:00

Lieber Winner,

:loveshower:

Das ist wunderbar, ich freu mich für Dich,
und die Frage beantwortest Du doch selbst, was das für ein Gefühl ist, na:

Liebe ! :lieb:

Und vorher wars eben verknallt sein, Bedürftigkeit stillen oder Bestätigung suchen, ...

:kuss:

Toll, das will ich auch :gvibes:

Schönen Sonntag
Winterbraut
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Re: Diese Liebe...

Beitragvon Winner » 6. Jul 2014, 22:31

Ihr Lieben,

danke für eure Antworten. Es klingt so, als würde ich über ein "Luxusproblem" klagen, aber ich bin einfach nur so überrascht...
Viereichen hat geschrieben:Im ersten Satz deiner Themenbeschreibung habe ich dann deine Antwort entdeckt. Du scheinst eine neue Art von Liebe, eine ruhige Liebe, eine Liebe ohne dieses Spannungsgefälle von tiefstem Schmerz bis "himmelhoch jauchzend" entdeckt zu haben. Ist das so richtig beschrieben?
Ganz genau. Und manchmal erwische ich mich bei dem Gedanken: "Also, wenn das fehlt, dann stimmt da doch was nicht?!" Einfach, weil ich so daran gewöhnt w a r. Es ist dann so, dass ich sogar anfange zu zweifeln, ich aber gleichzeitig niemand anderes als ihn will.

Winterbraut hat geschrieben:Bedürftigkeit stillen oder Bestätigung suchen
Ja das stimmt, das habe ich in der partnerschaftlichen Liebe abgelegt. Die kann ich im Endeffekt ja nie von einem anderen bekommen.

Ich glaube, ich schiele zu sehr auf das, was mir vorgegaukelt wird. Diese Abhängigkeit von einem Partner, die manche Menschen an den Tag legen, ich war ja vor nicht allzu langer Zeit genauso. Ich denke, ich bin schneller unabhängig geworden, als ich es realisieren kann :?: :!:

Eine gute Nacht euch!
Alles Liebe,
Winner :lieb:
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Re: Diese Liebe...

Beitragvon achim-martin » 7. Jul 2014, 14:47

Die totale Begeisterung mit Schmetterlingen im Bauch und allem was zur enthusiastischen Liebe dazu gehört ist von der Natur durchaus so gewollt und wird genetisch erreicht. Diverse Stadien der Liebe, die man von Beginn an durchläuft, werden mit unterschiedlichen Botenstoffen und Hormonen begleitet... Das startet mit überschäumender Begeisterung und rosaroter Brille zu Beginn, über die Konsolidierungshormone der darauffolgenden Monate - geht über Geburtshelferlein bis hin zu den Treuebotenstoffen, welche bis zu 18 Jahren im Körper verweilen. So soll eine stabile Aufzucht der Nachkommen gesichert werden.

Soviel zur Natur. Es ist ja auch eine tolle Phase, wenn man mal so richtig alles rosarot sieht... :gvibes:
So wie DU es jedoch beschreibst, hast Du aufgrund persönlicher Umstände die erste Phase übergangen und bist gleich in die nächste geschritten. Und so wie Du es beschreibst, ist das doch eine wunderbare Erfahrung. Gratulation! Niemand schreibt uns Menschen vor, wie das Leben verlaufen soll. WIR sind unsere Schöpfer und es ist vollkommen in Ordnung,wenn nicht sogar erwünscht, selbst den Weg des Glücklichseins zu wählen.
Die Natur denkt nicht an unser persönliches Glück, sie will in diesem speziellen Fall nur die Überlebenschancen der Spezies sichern.Das ist bestimmt auch richtig so - denn wer nicht selbst über sein Leben bewusst entscheidet, der muss halt geführt werden im Sinne der Natur. Wenn wir es aber schaffen, uns endlich von diversen vermeintlichen Zwängen zu befreien, dann ist ein Weg, wie Du ihn gehst, unweigerlich ein wunderbarer.

lg Achim :ros:
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Re: Diese Liebe...

Beitragvon lawofattraction » 7. Jul 2014, 17:44




Hallo Achim,

was Winner beschreibt, ist eine Liebe, die darauf verzichtet, über erfüllte Bedingungen, die eigenes Wohlgefühl forcieren sollen, Nahrung dafür von der anderen Person zu bekommen. Die es nicht nötig hat, durch die andere Person und ihren Aufmerksamkeitsfokus in den Vortex geholt zu werden. Weil es bereits vorher so war, dass häufig der Vortex-Zustand ohne Zutun von Aussen erreicht wurde und ein Partner zwar durch seine Anwesenheit eine wunderschöne Bereicherung im eigenen Leben ist, die aber nicht zwingend notwendig ist, Freude und Angebundenheit und Hochgefühle zu erfahren. Wer in einem solchen Stadium einen Partner findet, wird eben nicht auf der Wolke sieben schweben, da die Erfahrung eines Hoch-Zustandes aus sich selbst heraus erreicht werden kann und wird und also bekannt und vielfach erfahren ist.

Deine Schilderung und diese Erhebung der verschiedenen Stadien der Partnerschaft und uns Menschen als willenlosen hormongesteuerten Wesen basiert auf fokussierten Beobachtungen, die dann im Sinne von Ursache und Wirkung als gültige These aufgestellt wurden. Jede Aufmerksamkeit und Fokuslenkung wird also diese These bestätigen. Wer anderes nicht erlebt hat, kann auch nicht darüber berichten. Die Erkenntnis, dass anderes möglich ist, wird bei einem solchen Fokus also schon durch das LoA ausgeschlossen. 8-) Es kommt also darauf an, woher jemand seine Information bezieht.

achim-martin hat geschrieben:So soll eine stabile Aufzucht der Nachkommen gesichert werden. Soviel zur Natur.


Dass diese These, wenn überhaupt, auch nur bedingt Wahrheitsgehalt hat, wird dann offensichtlich, wenn man etwas tiefer schaut und ein wenig überlegt. Welcher Drive der Nachkommen"aufzucht" ist denn zum Beispiel dann vorhanden, wenn sich homosexuelle Menschen ineinander verlieben? Wie soll man dann die hormonbedingten angeblichen Stadien und Mechanismen verstehen, wenn von Anfang an das Thema der Nachkommenschaft eben kein Thema ist? Das müsste "die Natur" dann ja zu verhindern wissen in dem Wissen, dass die "stabilen Bedingungen zur Aufzucht" nicht erfüllt sind.

Beziehungen werden meist vom Drama als Motor der Lebendigkeit geführt. Drama produziert Adrenalin, das den Menschen das Gefühl der Aufregung und Erregung gibt. Dazu gehört auch die überschäumende erste Verliebtheit, die sehr schnell dann durch eine ruhigere Gangart bis hin zur Desillusionierung ersetzt wird, wenn die beiden Verliebten eben nicht mehr der absolute Lebensmittelpunkt des anderen sind und langsam aber sicher gegenseitige Fehler bemerkt werden, Bedingungen gestellt werden und dadurch die eigene Verbindung immer weiter abgeschnitten wird. Denn die wird durch die Verliebtheit, Aufmerksamkeits-Mittelpunkt des anderen zu sein, nur "imitiert", aber dann wieder verloren, wenn die Bedingungen Einzug halten.

Liebe Winner, ich beglückwünsche Dich, dass Du dieses Stadium erreicht hast. :hug: Auch wenn das Leben anscheinend an Aufregung und Lebendigkeit und überschäumenden Gefühlen - die ja ohnehin nur das Surfen auf der EGS sind - zu verlieren scheint, so ist der Verzicht auf Ansprüche auf Bedürfniserfüllung durch andere Menschen und die immer wieder erfolgende Eigenreferenz des Wohlgefühls ein grosses Geschenk an uns selbst - und jeder, der das erleben wird oder erlebt hat, kann bestätigen, wie wunderbar das ist.

Lieben Gruss
Loa


P.S. Wunderbarer Beitrag, lieber Viereichen. :gvibes:



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Re: Diese Liebe...

Beitragvon Sonnenwärme » 7. Jul 2014, 19:44

Liebe Winner,

ich glaube auch, dass du einen wunderbaren Zustand der Freiheit erlangt hast!

Was du beschrieben hast, gibt dir sicher ein tiefes Gefühl innerer Sicherheit, denke ich? Die Sicherheit, alles was du brauchst nur in dir zu finden… das ist wundervoll und ich freue mich für dich! :loveshower:

Liebe Loa,

in diesem Zusammenhang fällt mir ein Thread ein, den ich leider nicht wieder finden kann. In ihm hast du so ein wundervolles Plädoyer für die Liebe und Partnerschaft und für Beziehungen gehalten. So wunderbar ausgedrückt, worauf es in einer Partnerschaft ankommt, ganz speziell in der täglichen Liebe zum Partner. Auf den Prozess dieser Liebe und wie sie immer wieder neu ausgerichtet wird, alle waren ganz begeistert davon, erinnerst du dich? :gvibes:

Ich würde sehr gerne noch einmal darin lesen, denn er hat mich sehr berührt. Vielleicht weißt du, welchen ich meine?

Liebe Grüße
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Re: Diese Liebe...

Beitragvon lawofattraction » 8. Jul 2014, 07:42




Hallo liebe Sonnenwärme,

ich habe über die Suche nur dies gefunden, habe aber noch einen anderen Passus in Erinnerung, der aus einem früheren Zeitpunkt stammt. Vielleicht erinnert sich jemand anders oder hat es ge-bookmarkt.

Bezeichnend - LoA in action - übrigens, dass es sich bei dem obigen Zitat um Winner´s damaligen Standpunkt in Sachen Partnerschaft drehte. Könnte doch gar nicht anders sein .... :clown:

Lieben Gruss
Loa




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Re: Diese Liebe...

Beitragvon Birdie » 8. Jul 2014, 14:36

Liebe Winner,
ich freu mich für dich...das ist so toll.... :ros:

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Re: Diese Liebe...

Beitragvon Sonnenwärme » 8. Jul 2014, 21:32

Liebe Loa,

herzlichen Dank :ros:

Ich finde ihn so erhellend, diesen Thread! :danke:

Liebe Grüße
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Re: Diese Liebe...

Beitragvon zimtstern » 13. Jul 2014, 19:02

Hallo ihr Lieben :lieb:

Eine Frage die beim lesen grade bei mir aufkam, -
ist "Verliebtsein", mit allem drum und dran, eigentlich eher ein schlechtes Zeichen?
Mich lässt das Gefühl immer ein wenig aufhorschen, denn, wie hier ja auch schon geschrieben wurde, ist es ja schon sehr an Bedingungen geknüpft.
Wer hat es noch nicht erlebt (meist als Teenie) dass das Gefühl auch sehr schnell wieder verschwinden kann, wenn der andere doch nicht hält, was man sich von ihm versprochen hat.

Auf der anderen Seite, - kann etwas das sich so gut anfühlt etwas schlechtes sein?

Positiv betrachtet ist es ja oft der Türöffner für eine "echte" gesunde Liebesbeziehung.

Oder anders gefragt, ist es ein Zeichen von einer noch nicht stabilen Angebundenheit an die eigene Quelle, wenn man sich verliebt und nicht direkt in eine "ruhige" Liebesbeziehung eintritt, so wie Winner es beschreibt?

Lieben Gruß und einen schönen Abend,
Zimtstern :gvibes:
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Re: Diese Liebe...

Beitragvon Winner » 14. Jul 2014, 20:31

Ihr Lieben,
ich danke euch für eure Antworten - und auch Glückwünsche!

Ja Sonnenwärme, es gibt mir dieses Wissen, alles erreichen zu können und ja auch diese Sicherheit, dass alles Nötige IN mir ist. Das größte Geschenk ist es, jemanden frei zu lassen und selbst frei von Anderen zu sein. Das sehe ich grade an ihm, an uns.

Vielen Dank noch einmal für eure Antworten, die mir noch weitere Erkentnisse gebracht haben.

Alles Liebe
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Re: Diese Liebe...

Beitragvon lawofattraction » 15. Jul 2014, 06:54




Hallo Zimtstern,

grundsätzlich sollten wir immer berücksichtigen, dass Worte ein sehr begrenztes Medium sind, um Gefühle zu beschreiben. Und Gefühle werden höchst wahrscheinlich von jedem Menschen in Nuancen unterschiedlich empfunden, auch wenn wir meinen, über das Gleiche zu sprechen. Wir haben für Emotionen zwar Worte, die ein gemeinsames Verständnis schaffen sollen, aber trotzdem kann diese oder jene Emotion durchaus anders empfunden werden. Daher ist es schwierig, eine Empfindung zu erklären, die wir oft selbst kaum in Worten beschreiben können.

zimtstern hat geschrieben:ist "Verliebtsein", mit allem drum und dran, eigentlich eher ein schlechtes Zeichen?


Nein, Verliebtsein ist herrlich und eines der schönsten Gefühle überhaupt. Mit Abrahams Worten kann man sagen, dass wir in der Verliebtheit jemanden durch die Augen der Quelle anschauen, die keinen Fehl kennt. Wenn man selbst Gegenstand der uneingeschränkten Aufmerksamkeit = Verliebtheit eines anderen ist, so ist das ein ganz wunderbares Gefühl. Man fühlt sich ohne Einschränkung und ohne Bedingung angenommen.

Ruht jemand nun in sich selbst, hat ein Mensch sich so in seinem Leben eingerichtet, dass Freude und Liebe und Wohlgefühl vorhanden sind und die Nicht-Anwesenheit eines Partners nicht als schmerzliche Leere empfunden wird, so ist das Sich-Verlieben nicht der absolute Höhepunkt und starke Kontrast, wie das der Fall wäre, wenn jemand sich verliebt und eine Leere füllen möchte oder alleine nicht sonderlich glücklich lebt. Dann wird das Gefühl der Verliebtheit als viel ruhiger, weniger aufregend und "selbstverständlicher" empfunden, da es bereits aus sich selbst heraus empfunden wird. Ein Partner ist dann nicht zwingend notwendig als Glücksbringer.

zimtstern hat geschrieben:Oder anders gefragt, ist es ein Zeichen von einer noch nicht stabilen Angebundenheit an die eigene Quelle, wenn man sich verliebt und nicht direkt in eine "ruhige" Liebesbeziehung eintritt, so wie Winner es beschreibt?


Das würde ich so nicht sagen. Schon deshalb, weil wir wirklich alle anders sind und anders empfinden und auch andere Temperamente haben. Auch aufgrund unserer Erziehung und unseres sozio-kulturellen Hintergrundes können wir andere Reaktionen haben, je nachdem was als erwünscht oder angemessen erlernt wurde. Denn es gibt durchaus Menschen, die es nie gelernt haben, ihre Gefühle frei und unkontrolliert auszudrücken und ihr Leben mit angezogener Gefühlsbremse verbringen.

Nicht angebunden wäre jemand dann, wenn er die Aufmerksamkeit des anderen braucht, um Glücksgefühle zu erleben und sich ohne einen Partner einsam und unglücklich fühlt. Wenn der Partner also das Vehikel ist, um etwas zu bewirken, was alleine nicht erreicht werden kann.

Lieben Gruss
Loa




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Re: Diese Liebe...

Beitragvon Viereichen » 16. Jul 2014, 14:08

Hallo zimtstern,

deine Weiterführung des von winner inizierten Themas finde ich interessant. Niemals kann das Gefühl des Verliebtseins etwas Schlechtes sein. Eine Schwingung auf höchstem Niveau, einfach das Beste, wie ich finde. Da kann ich mich nur Loa anschließen.

Wenn ich noch ein wenig bei deinen Zeilen verweile entdecke ich schon, dass du es ja eher etwas Tiefgründiger meinst mit deiner Frage.
Die Frage zielt wohl auf eine Art unreifes Verliebtsein, welches du als etwas "Schlechtes" indentifizierst möchtest?

Das Liebesgeschmachte gefühlter Abhängigkeit: Oh, wo bist du nur mein Geliebter!? Ohne dich kann ich nicht leben! Ohne dich schlägt mein Herz nicht ruhig in der Nacht....
Gleichsam eine eine 1:1 Kopie der vormaligen, abhängigen Kind-Mutter Beziehung. Aussen, aussen, aussen. Aussen gib du mir doch, was mir verlangt!

Wobei ich nun doch nicht so hoch tönen möchte. Wahrscheinlich ist jede Liebesbeziehung (und viele Gottesbeziehungen) ein Stück weit an dieses Ursprungsmodel (Eltern/Kind) mehr oder weniger angelehnt. Oder ist es etwa nicht so? Sonst könnten wir uns ja - ohne weiteren Verlustschmerz - auch nach langjähriger Beziehung wieder in diese Wiege der Geborgenheit - in uns - zurücklegen. Ich kann das jedenfalls nach einem Beziehungscrash nicht; noch nicht. Nach einer Trennung habe ich immer eine ganze Weile gebraucht, um die Trauer, die Wut, den Schmerz zu verarbeiten.

Manch ein Abrahamer der/die ähnliche Erfahrungen gemacht hat mag sich evtl. fragen, ob es sich dann überhaupt noch lohnt, sich zu verlieben!? Das ganze Gefühls auf-und-ab scheint ja eher anstrengend zu sein.
Schließlich brauche ich nur ich mich nur in meinen Vortex zu begeben.... dann habe ich ja alles :loveshower:
Ich stelle mir sogar selbst immer wieder diese Frage. Vielleicht ein Grund, warum ich schon lange Single bin. Doch noch Tiefer in mir liegt eine größere Antwort. Jede, ausnahmslose jede Beziehungserfahrung bringt mich weiter. Auch wenn sie mit Schmerz verbunden ist. Dann fällt die Frage nach dem Sinn des Verliebtseins auch wieder mit einer einfachen Antwort aus. Verliebtsein ist immer gut.

Liebe Grüße und viel verliebt sein für Alle!

Viereichen
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Re: Diese Liebe...

Beitragvon achim-martin » 18. Jul 2014, 14:59

Liebesgefühle können extatisch sein oder auch ruhig und dahingleitend. Alter, Entwicklungsstand, Fokus - all das und mehr spielen eine Rolle. Einem pubertierenden Jungmenschen Ratschläge zu geben, ist wahrscheinlich so sinnlos wie einem rolligen Kater... ;-)
Dennoch halte ich jede Art von Liebesgefühlen - egal ob in Verbindung mit der Quelle oder nicht so bewusst erlebt - für toll und wünschenswert. Dabei meine ich an dieser Stelle das verallgemeinert - denn nicht jeder weiß um die Quelle, oder will sich in seinem Leben damit befassen.

In meinen Sturm und Drangtagen hab ich diverse stürmische Beziehungen gehabt, die allesamt in Enttäuschungen endeten. Da hab ich dann nach 4 Jahren gesagt "neee, mit mir nicht, das verletzt mich zu sehr; in diesem Leben wird das nichts..." und daraufhin war ich überzeugter Single, hab das auch überall vertreten.
Ich fühlte mich völlig frei und unverletzbar und erkannte dadurch, (auch ohne schon esotherisch vorbelastet zu sein), dass ich wunderbar allein leben kann und sogar glücklich dabei.

Als ich also so richtig glücklich und frei war - das ging soweit, dass ich einen guten Freund überzeugte, bloß keine Beziehung einzugehen - genau an jenem denkwürdigen Tag lernte ich abends zufällig meinen heutigen Partner kennen und dann auch lieben. Das war vor 31 Jahren.

Inzwischen weiß´ich aber auch, weshalb dies so und nicht anders geschehen musste. Keiner der vorherigen von mir gezielt ausgesuchte Kandidaten hätte auch in späteren Jahren mein Leben so mit mir teilen können, wie es mein Lebenspartner tut. Liebevoll, großzügig, vergebend, geduldig, einfach perfekt für mich zugeschnitten.
Heute weiß ich, meine Schwingung beim seinerzeitigen Kennenlernen war vollkommen uneigennützig, unbelastet und entspannt. Mein höheres Selbst konnte ans Werk gehen und via LoA mir genau den Partner ins Leben bringen,der für mich bestimmt, oder zumindest perfekt geeignet war/ist.
Ich weiß, dass die Abraham Lehre nicht viel von Vorbestimmung hält, denke persönlich jedoch, dass meine Seele durchaus sich mit einem Plan manifestiert hat. Ein Teil der Quelle ist auch dieser Plan - und je enger ich mit der Quelle in Verbindung stehe, desto einfacher und unbeschwerter kann der Plan in Erfüllung gehen.

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Re: Diese Liebe...

Beitragvon Kein_Schnee » 25. Jul 2014, 07:01

Liebe Winner,

genau das habe ich mich in meiner letzten Beziehung auch gefragt.
Es war auch eine ruhige tiefe Liebe und ich hatte sogar das Gefühl, noch nie so sehr geliebt worden zu sein.
Und auch ich war nicht auf der Suche, als wir uns begegneten, denn mein Fokus lag auf Selbstständigkeit und "Reinemachen".
Doch ich vermisste wie Du es schreibt "den Kick" in dieser Beziehung, die absolute Leidenschaft. Das Feuer und den Kontrollverlust, der mit intensivem Verliebtsein einher geht.
Ich war noch nie so zerrissen, glaube ich, denn einerseits hatte ich alles von dem, was wir eine gute, tiefe Beziehung nennen, doch es blieb das nagende Gefühl, nicht wirklich zu leben, nicht alles auszuschöpfen, was ich möchte.

Ich habe mich dann getrennt und wir sind heute die besten, liebevollsten Freunde.
Nichts ist von dem verschwunden, was wir vorher für einander fühlten, doch sind wir kein "Paar" mehr.
Ich kann nur für mich sprechen, aber ich glaube, dass jeder Mensch seine individuellen Bedürfnisse hat und einen individuellen Vortex, in dem es keine Einteilungen in gute Beziehung (im Bezug auf Langlebigkeit) oder sonstige Einteilungen gibt.
Ich habe etwas vermisst und habe das Gefühl ernst genommen.
Und ich fühlte mich befreit, obwohl ich wußte, dass ich über das, was ich vermisste, keine Kontrolle haben würde.
Deshalb habe ich meinen Fokus sehr allgemein angelegt, nämlich darauf, dass ich all meine Sehnsüchte lebe und dass mich dies erfüllt.
Die wichtigste Erkenntnis für mich war glaube ich, dass ich jemanden lieben kann, ohne dieser Liebe einen Stempel oder Status geben zu müssen. Und, dass meine Angst vor der Unsicherheit kleiner ist, als meine Sehnsucht nach Ekstase.


Liebe Grüße, Si
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