Die zwei Schwingungs-Frequenzen

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Re: Die zwei Schwingungs-Frequenzen

Beitragvon Kia » 27. Nov 2012, 20:21

Danke Euch beiden herzlich :gvibes:

Liebe Lichtblume,

ich wollte Dir nur noch sagen: nimm es locker - sei freundlich mit Dir und bedenke:

das lymphatische System im Gehirn, das für die Gefühle zuständig ist - speichert eben alle Gefühlsreaktionen, die wir seit anfangsloser Zeit hatten. Deshalb ist es so wichtig, die Gefühle durchlaufen zu lassen, nicht zu blockieren, nicht zu verurteilen, aber wenn es irgend geht eben nicht nochmals n e u "verstärken" also neuen Antrieb geben, indem ich unguten Gefühlen folge, neue schlimme Gedanken denke, die ungut sich anfühlen u.w.s. Sonst gibt das die endlose Geschichte. Diese endlos Schlaufe von der Abraham auch oft sprechen.

Und die Teachings sind wirklich so gut geeignet zu lernen anders mit Gefühlen umzugehen, sie als wertvolle Indikatoren zu sehen, aber nicht drin stecken zu bleiben.

Ich kann mir gut vorstellen, dass die Gefühle, die mit der Quelle zusammenhängen, also mit dieser "melted beingness" nicht im "Reptiliengehirn" entstehen - sondern göttliches Bewusstsein beinhalten, das uns im Gewahrsein über unsere Gefühle zur Verfügung steht, wenn wir üben, Gefühle achtsam wahrzunehmen, statt uns reinzusteigern.

Manchmal erlebe ich das so - und ob die Gefühle, die ich wahrnehme gut oder "schlimm" sind spielt dann keine Rolle, da ich nur die Aufgabe habe, diese Gefühle wahrzunehmen, zu fühlen, mich neu auszurichten, damit es mir wieder besser geht.

Also ich bin da auch noch nicht durch, kann auch nicht mehr wie früher rein die Beobachter-Funktion beibehalten, da ich erkannt habe: das Abspalten der Gefühle nutzt gar nichts, sie wollen gefühlt sein, es sind energetische Schwingungswesen sozusagen :clown:

Also ich finde wir Menschen sind wundervoll, die wir auf diesem Weg sind - kann nur immer wieder sagen, habe vor jedem und jeder Praktizierenden hier den grössten Respekt :hregen:

Wir haben auch alle Zeit der Welt - wir sind ewig.

Gute entspannte Zeit

Kia
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Re: Die zwei Schwingungs-Frequenzen

Beitragvon Lichtblume » 27. Nov 2012, 22:36

Hallo Kia,

Danke dir für deine Gedanken und Zeilen dazu.

Ich denke dass ich vielleicht auch einem Verkehrten Glaubenssatz auf der Spur bin...

Seit ich mich mit der bewussten Realitätsgestaltung befasse, habe ich geglaubt, dass es schlecht ist und ungünstig wenn ich mich schlecht fühle, traurig bin, Weine etc. Weil ich dann Angst hatte wenn ich zu lange in diesen Gefühlen bin, dass ich dann noch mehr davon bekomme. Auf den Gedanken, dass diese Gefühle auch anerkannt und gefühlt werden wollen bin ich nicht gekommen.....

muss das mal auf mich wirken lassen....

Ich wünsche dir einen schönen Abend.

liebe Grüsse
lichtblume
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Re: Die zwei Schwingungs-Frequenzen

Beitragvon Kia » 30. Dez 2012, 21:49

Guten Abend,

es ist so viel, was bei mir läuft im Moment, schwierig auszuwählen, was vielleicht das Wichtigste ist hier zum Thema.

Ich fange mal an mit einem Beispiel:


Wenn nachts das Auto stehen bleibt, ist das nicht mein Problem. Es ist das Problem des Autos. Mein Problem ist meine Reaktion auf diese Situation.

Wie reagiere ich?

Ich weiss, dass die äusseren Probleme endlos sind, da sich das Aussen dauernd wieder verändert, ausdehnt. Immer kommt etwas Neues. Ich kann das niemals kontrollieren, und bin froh darum, das erkannt zu haben.

Was ich kontrollieren kann, sind meine Gefühlsreaktionen auf die äusseren Situationen.
Ich kann entscheiden:
Will ich zwei Probleme haben, also das äussere Problem noch nach innen nehmen? Und leiden, weil ich es genommen habe? Indem ich traurig bin, aufgeregt, was immer. Ein unangenehmes Gefühl nähren ?

Oder will ich mich auf MICH nach innen sammeln und meine Reaktion steuern – meine Gefühle achtsam wählen? Also für mich reicht das eine Problem: Meine Gefühle zu fühlen im Jetzt in dieser Situation, die gerade läuft. Für mich ist das Teil meines Weges, mich in so Situationen an meine häuslichen Übungen zu erinnern, z.B. das Gefühl der Geborgenheit, dass immer alles gut ist, so wie es jetzt ist. Diese tiefe Geborgenheit, die ich früher fälschlicher Weise guten äusseren Bedingungen zuschrieb.

Und in dem Moment, in dem ich lache und mir sage (im Beispiel mit dem Auto): Na, was hab ich denn da konstruiert? Kehrt sich die Situation – und was ich als nächstes anziehe wird zum Abenteuer. „Mal schauen wie die Quelle das jetzt löst, sehr interessant.“

Die Hilfe kam dann recht schnell – in Form eines Ehepaares ... Danke.


Derartige Situationen gab es pausenlos die letzte Zeit, manchmal war die Distanz zur Quelle grösser, manchmal kleiner.

Und ich habe jetzt vollständig akzeptiert: Es wird immer zwei Schwingungsfrequenzen geben, ich hinke meiner Evolution immer hinterher. Wie schnell ich die Gap schliesse, ist auch unbestimmt. Je nachdem wie stabil mein Schwingungsraster ist zu dem jeweiligen Thema.

Das einzige, was überhaupt klar von Vorteil ist: Behalte ich einen friedlichen, glücklichen oder wenigstens gleichmütigen Geist in dem ganzen drin, unabhängig davon, was da jetzt grade passiert? Oder gerate ich gefühlsmässig ausser Kontrolle und rudere nur noch. Das ist dann auch o.k. Passiert immer seltener.

Kann ich aufhören, mich mit meinem schmerzenden kleinen Zeh zu identifizieren oder mit meinem Auto? Kann ich mich erinnern, wer ich wirklich bin? Ich bin ja nicht mein Zeh oder mein Auto.

Wenn ich mich identifiziere – leide ich eben einen Moment oder zwei. Oder auch länger...

Ich weiss nicht mehr welcher Workshop das war, aber er hat mein Leben berührt, mich verändert. Abraham sagten (2012) in einem Workshop zu einem Gast: „Die Frage ist doch nur: wie lange möchtest Du Dich leiden lassen?“

Anders ausgedrückt: ich habe, egal was immer auch geschieht, die Möglichkeit die Energie von dem, was jetzt da ist, weiterfliessen zu lassen, mich zu öffnen für die Ausdehnung ... aufzuhören am Problem mich festzukleben. Will ich das wahrnehmen - diese Wahl? Oder lasse ich mich treiben und vermische innerliches und äusserliches zu einem ungeniessbaren Brei.

Oder gefriertrockne ich den leidvollen Moment und mich darin und dann bin ich ohnmächtig und hilflos und leide – bis...

Ja, bis wann? Bis ich den Widerstand loslassen kann und mich für die Lösung öffne.

Ich habe in meinen Selbstversuchen festgestellt, dass ich manchmal gar nicht offen bin für die Lösung und Loslösung, da ich das Alte, das ich kenne, das zwar weh tut, aber berechenbar scheint (ist es ja nicht!) vorziehe gegenüber dem Neuen, das ich nicht kenne das vollständig fremd ist und ich nicht weiss, was auf mich zukommt. „Ach hätt ich doch meine Essenz von der, die ich wirklich bin, besser gefühlt“. Mehr geübt. Zu spät für den Moment – nächstes Mal geht es besser.

Heute, jetzt, nach dreimonatigem Spüren, Empfinden, mich kennen lernen, kann ich mit emotionalem und körperlichem Schmerz besser umgehen, da ich erkannt habe, dass ich immer einen Schritt zurücktreten kann, sozusagen eine Lücke schaffen kann zwischen dem Schmerz und mir – und durch den „crack of least resistance“, diese Spalte des geringsten Widerstandes – kommt dann das Neue so herein spaziert, dass ich es nehmen kann. Nicht immer gleich, aber immer leichter. Weil mein Vertrauen wächst mit jedem Mal, in dem ich mehr Widerstand loslasse, d.h. akzeptiere. Ich akzeptiere, was da ist, auch den Widerstand.


„By paying attention to the way you feel, and then choosing thoughts that feel the very best, you are managing your own vibration, which means you are controlling your own point of attraction — which means you are creating your own reality. It's such a wonderful thing to realize that you can create your own reality without sticking your nose in everybody else's, and that the less attention you give to everybody else's reality, the purer your vibration is going to be — and the more you are going to be pleased with what comes to you.“

Workshop in Boca Raton, 8. Dezember 2001

Die Analogie mit dem Schwingungsraster hilft mir insofern, weil ich gemerkt habe: wenn ich in meine Essenz „einsteige“, mich einschwinge in einem "Schwingungsfeld", z.B. dem Gefühl von „Geborgenheit fühlen“, was ich im Moment oft empfinde - dann bringt mir dieser Schwingungsteil noch mehr essentielles „Fühl-Material“, das da „andockt“. Es kann andocken, da es schwingungsgleich ist. Z.B. Liebe im Sein ohne Bedingungen zu stellen, die mir selbst oder anderen (ungewollt) Schmerz zufügen. Und das verstärkt dann mein Vertrauen in mich selbst, die Essenz, die ich bin – wenn durchdrungen von oder ruhend in der Quelle, die ich dann bin: Reine Bewusstheit, reines Gewahrsein von allem, was da ist. Und da ist mein Körper drin, mein Geist, meine Gefühle, mein Sein in der Essenz, meine Umgebung und meine Wahrnehmung der Mitmenschen. Aber ich bin das Gewahrsein, nicht die Gedanken und Gefühle. Da ist eine Lücke, nicht diese schmerzliche Durchmischung von dem, was geschieht (auf der äusseren Ebene) und dem reaktiven Gefühl, das ein kleines Ich, das sich bemitleidet, sofort auf den Plan ruft.

Und das schöne ist: ich muss nichts machen, um mich gut zu fühlen. Und kann auch gar nichts machen. Mich entspannen, die Spezifika der Situation ruhen lassen. Die Essenz in mir zeigt sich von allein, wenn ich aus dem Weg gehe (d.h. entweder keine Gedanken denke oder Gedanken fokussiere, die sich gut anfühlen auf einer tiefen Ebene, die nichts mit dem aussen zu tun haben).

Irgendwie habe ich die letzten Monate gelernt meinen kleinen Schritten zu vertrauen, da sie mir Stabilität geben. Innerlich. Aussen ist alles im Umbruch, wie üblich. Sicherer Halt ist immer nur innerlich. Die Nähe zu meinen feinsten zartesten Empfindungen in diesem physischen Körper und in der Mitwelt, die in meinem Gewahrsein so erscheint, wie ich mich in dem Moment der Ausdehnung fühle. Manchmal fliesse ich zwei Schritt vor, einen zurück, es gibt einen inneren Rhythmus, den die Quelle kennt, den mein Gewahrsein wahrnimmt, so wie es ist. Früher war manchmal ein grosser Schritt einfach überwältigend, und es hat mich kräftig durchgeschüttelt bei kleineren und grösseren Widrigkeiten. Jetzt spüre ich MICH mit der Quelle, und gleichzeitig in diesem Körper, mit den Menschen, die mir begegnen, in allem, was da ist. Nichts ist getrennt. Alles fliesst miteinander. Harmonie – Disharmonie – neue frische Harmonie - Disharmonie u.s.w. in ständiger Abwechslung. Zusammenziehen, Kontrast - Ausdehnung, mich öffnen und empfangen. Wie beim Ein- und Ausatmen.

Es geht mir gut – weil ich verbunden bin mit diesem zarten liebenden allumfassenden Fliessmoment, in dem alles drin ist, was ich zum Leben brauche. Ich bin der Raum, in dem die Dinge geschehen, sich ausdehnen, mit einem Fuss verwurzelt in der Quelle, mit einem Fuss fest auf der Erde – die Balance immer wieder spürend in meinem Körper (der allerlei durchlebt – nebenbei gesagt). Auch das ist gut, obwohl ich niemals gedacht hätte, dass da noch so viel angespannt war, was sich jetzt löst und neu ordnet.

Das Leben in zwei Welten gefällt mir, und es ist gewöhnungsbedürftig, die schnellen Wechsel... Was ich weiter üben will: ist dieses essentielle Kern-Essenz-Schwingungsraster zu fühlen - von der, die ich wirklich bin im Sein.
Ich brauche viel Raum zum in mich Spüren. Meditationstechniken hab ich aufgegeben. Ich will einfach in der Stille sitzen und spüren, was in dem Moment da ist, wenn ich mich loslasse. Es fühlt sich offen und verletzlich an wie ein Neugeborenes Baby, doch ich weiss aus den Teachings und auch teils aus eigener Erfahrung: Offenheit und frei fliessen lassen - in Verbindung mit meiner Essenz (im Sein): eine bessere Möglichkeit, mich zu erfahren, als die, die ich in dem Moment bin, ist gar nicht möglich. Wovor sollte ich noch Angst haben, wenn ich das SELBST, das sich offenbart, BIN - ? Mir ist klar, die Angst schnürt zu, will nicht ausdehnen, sträubt sich, ist Widerstand - Auflehnung gegen das Neue, das kommt (es gibt auch andere Ängste, das spielt hier für mich jetzt keine Rolle).

Es ist so tröstlich zu wissen, dass ich keine Fehler machen kann, dass die Ausdehnung immer weiter geht. Meine Kenntnisse über mich, während ich dies hier schrieb, sind schon wieder verändert und ich hab kurz überlegt, den Text wieder zu löschen und neu zu schreiben. So schnell verändern sich die Dinge, die in Worten mitteilbar sind. Doch die Essenz dahinter ist ewig und unsterblich und vielleicht ist es mir gelungen, einen Teil davon in oder zwischen den Zeilen zu Euch rüber zu bringen.

Liebe Grüsse

Kia
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Re: Die zwei Schwingungs-Frequenzen

Beitragvon Kia » 30. Dez 2012, 22:19

Einfacher gesagt: Mein Weg mit den Schwingungsfrequenzen umzugehen ist im Moment der – ich lasse meine Essenz zu, so gut es geht, erlaube ihr zum Strahlen zu kommen und sich zu offenbaren – kann sie manchmal hervorlocken, indem ich die menschliche Person durchlässiger, flexibler, liebevoller als Teil der Schöpfungsgestaltung wahrnehme – sie tritt freiwillig ein bisschen in den Hintergrund und überlässt der Essenz die Führung. Wenn das oben beschriebene nicht so gut geht, leide ich ein bisschen vor mich hin, fasse mich, indem ich loslasse und entspanne, bis es eben wieder geht – und nehme das alles nicht mehr so ernst, nehme mich nicht mehr so ernst. Dieses „Allowing“ hat es jedenfalls in sich – glücklicherweise spielt Zeit keine Rolle mehr - jetzt. Die Raum-Zeit-Dimension ist nur von Bedeutung, wenn konkret Dinge zu tun sind für das tägliche Leben. Das sind sehr wenige Dinge. Mein Leben ist im Moment sehr einfach.
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Re: Die zwei Schwingungs-Frequenzen

Beitragvon Kia » 6. Jan 2013, 19:54

Guten Abend


Diese liebende Quelle, fühlt sich für mich, nach 14 Tagen schweigen und üben, meine Essenz zu fühlen so an:

Wie eine liebende Mutter, die immer bei ihrem liebsten Kind ist (und es gibt nur liebste Kinder).

Wenn ich schaue in das tiefste reine Gewahrsein, diese reine Bewusstheit, ist die liebende Mutter immer da und schaut auf ihr liebstes Kind, das sie geboren hat, aus Liebe zu sich selbst, hat sie sich selbst vervielfältigt in unzähligen Formen. Und diese Formen sind, da sie von der Quelle abstammen, wie die Quelle: schöpferisch und frei und vollkommen und doch – das ist das Paradoxe an diesem Mysterium – sie können gar nicht anders als sich weiter zu entwickeln – diese „evolving beingness“, auf die Abraham immer wieder hinweisen – ist nur möglich durch den Contrast – und deshalb ist der Contrast der spirituelle Lehrer und das „Antriebsmittel“ weiterzugehen und zu tanzen mit dem Leben.

Und ich bin und Du bist dieses reine Gewahrsein, diese reine Bewusstheit, die schaut – aus der Stille, immer im inneren Frieden, ungeboren und deshalb unsterblich – schaut auf seine vielfältigen Formen, die eins sind mit ihr und geniesst sie. Und die Quelle (auch ich) geniesst diese Formen, die ihrem göttlichen Geist in der Welt der Formen erscheinen.

Und natürlich st dieses Wohlbefinden in der Stille im Sein nicht abhängig von den ganzen äusseren Bedingungen, wie sollte es? Dieses Wohlbefinden, diese Harmonie IST bedingungslose Liebe und Freude, ist diese reine Bewusstheit von allem, was da ist – und verstrickt sich niemals in irgendwelche Erfahrungen, weder gute noch schlecht, es kennt diese Unterscheidung gar nicht. Es ist SEIN. Und dieses Sein liegt unter oder hinter allen menschlichen Erfahrungen und jeder Mensch kann in jedem Moment dieses Sein wieder fühlen, weil es ja nicht abhängt von den äusseren Bedingungen.

Dieses Gewahrsein in der Quelle ist nie müde, es kann sich nicht erschöpfen, es kann nicht zu Ende gehen oder verschwinden, es ist einfach nur da, es wird nicht beobachtet, geschaut, von einem anderen, schaut und sieht aber alles, kennt sich selbst ohne jemanden dazu zu brauchen und füllt den ganzen Raum, es ist seiner selbst bewusst, ihm kann nicht geholfen werden, es kann nicht „bereinigt werden“. :P

Diese Meinung von mir, dass es ein separates kleines ich gibt, das zu der Quelle hin will, ist komplett falsch. Es gibt gar kein separates kleines ich, welches das Gewahrsein der Quelle wahrnimmt.
Alle meine Ängste basierten letztendlich darauf, dass ich angenommen hatte, es gäbe ein separates kleines ich, das getrennt sein kann von der Quelle. Und dann immer wieder alle möglichen leidvollen Erfahrungen macht. Seine eigenen Projektionen von erinnertem Leid in die Zukunft.

Ich empfinde es jetzt so wie oben geschrieben: die Quelle, das Gewahrsein schafft sich unzählige „ich“ und ist damit verbunden, mir jedem einzelnen, wie eine Mutter mit ihrem kleinen Kind, das sie inniglich liebt. Und Angst und alle negativen Gefühle, die aus dieser Angst vor getrennt sein, resultieren, all das ist mit einem Schlag weg, wenn ich erkenne, dass diese falsche Annahme Teil meines konditionierten Verstandes war.

Und der ist sowieso überfordert mit dem, was ich hier schreibe. Das macht nichts, er hat ganz andere Aufgaben, die er grossartig erledigt. Es ist sinnlos, das hier analytisch verstehen zu wollen. Es ist nur fühlbar, spürbar – jenseits der „gröberen“ Gefühle. Die - von dem abgesehen - alle auch da sein können, aber eben nur als Indikatoren, so wie in den Teachings beschrieben.

Es ist ganz unkompliziert. Gewahrsein, reine Bewusstheit von allem, was da ist, ist überall und durchdringt alles.
Dich, mich, alles, was da ist.

Ich habe diesen hier beschriebenen Prozess schon so oft erlebt und was dann passiert ist, kennt ihr alle: wenn dieser Schock des Contrast kommt, dann kommt dieses Gefühl der Angst, doch getrennt zu sein. Und bei mir kommt dann noch die Frustration, dass das wieder passiert ist. Mist :oops: - ich kann dann nicht mehr denken: das ist Ausdehnung, hopp akzeptier das mal schnellst möglich. Oder möchtest Du Dich noch bisschen leiden lassen.
(bei kleinem bis mittleren Contrast, geht es schon gut, nicht bei den grösseren "Dingern")

Doch auch das ist nicht ganz die Wahrheit. Die Verbindung ist noch da, nur der Widerstand dagegen lässt sie schwächer erscheinen.
Und ich bin in der Zwischenzeit gewahr, dass das Gefühl der Verbundenheit, des Einssein mit der Quelle, dieses tiefe innere Fühlen des reinen Bewusstseins so gut gespürt werden kann (als Trockenübung), (immer im Jetzt) dass jeder Contrast sanfter und quellen-näher, quellen-ähnlicher gefühlt werden kann. Ich erlebe das im Moment so. Ich kann das sich Ausdehnen oft leichter zulassen.

Und ich spüre noch etwas, das neu ist: Ich werde „wenn das und das passiert, dann das und das“ nicht mehr erlauben. Dieses "wenn...dann". Ich bin es müde und leid, mir selbst im Weg zu stehen und Bedingungen als Ausrede benutzen, die Verbindung zur Quelle zu leugnen.
Ich kann mich immer verbinden mit diesem reinen Gewahrsein, das ich bin. Wenn Zeug passiert, und das ist ja ganz normal hier in der Raum-Zeit-Realität, muss ich das nicht als Ausrede benutzen, nicht mehr ich Selbst und Gewahrsein der Quelle zu sein und Erfahrungen zu machen gleichzeitig in diesem menschlichen ich. Es ist nicht nötig.

Das reine Gewahrsein lässt sich nicht erfahren. Ich erkenne es durch Nicht-Erfahren, es ist sein – wer die Erfahrung macht, ist das menschliche Wesen, und jede Erfahrung ist nicht nur o.k., sondern das Beste, was im Moment möglich ist. Das tief Empfinden zu können, gibt mir im Moment viel Erleichterung.

Eine kurze Erfahrung möchte ich noch teilen: ich kann meine Gedanken immer noch nicht kontrollieren, und war deshalb auf mich einige Zeit (ca. 20 Jahre) immer wieder zornig. Die letzten Wochen habe ich beobachtet, gefühlt: Je weiter sich ein Gedanke vom reinen Bewusstsein, (Gewahrsein der Quelle) entfernt, desto schwächer wird er und desto wahrscheinlicher richtet er in mir Schaden an (von den anderen ziehe ich mich dann sowieso zurück). Aber: ich kann Gedanken und Gefühle, die mir nicht gefallen, einfach abweisen, sagen: das nehme ich nicht und frische neue Gedanken und Gefühle herein lassen, bis ich mich wieder kraftvoll und der Quelle ähnlich fühle und meine Essenz wieder zulassen kann, die alles, was ich mir wünsche, bereits ist.
Es ist entspannend und abenteuerlich diese Reise mit und immer mehr zu mir selbst zu geniessen im Moment und ich finde das menschliche Sein an sich - von mir und allen anderen - unendlich kostbar. Meine Wertschätzung für jeden Menschen, den ich mir oftmals vor mich hinstelle innerlich war noch nie so gross. Jeder Weg ist anders, jedes Wesen ist einzigartig, jede Reise kennt nur der Reisende, niemand anders.

Mein „essential core grid“ ist schon recht oft spürbar, momentweise, und ich habe noch nie soviel Nähe und Verbundenheit mit den anderen Menschen gefühlt, obwohl ich niemanden diese Tage gesehen habe.

Die Verbundenheit von mir/MIR innerlich zu spüren, da ist alles und alle fühlbar mit drin.

Ich hab heute entschieden mal wieder 40 Tage zu üben (verschiedenes, das in dem Prozess hier aufgetaucht ist) - und bin möglicherweise seltener im Netz.
Auch besuche ich drei Gemeinschaften, bin immer noch am "sifting the buffet" für neue Formen des Zusammenlebens :P - Der Grid wird sich, wenn die Zeit reif ist dafür, einfüllen :loveshower:

Lieben Gruss

Kia :hregen:
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Re: Die zwei Schwingungs-Frequenzen

Beitragvon Kia » 6. Jan 2013, 20:05

Kurzform: Ich kann nicht vom reinen Gewahrsein, und auch nicht von meinem inneren essential core grid, der alle anderen grids erschafft, getrennt sein. Ich könnte grade jubeln vor Erleichterung. Tief innen wusste ich das schon lange genau. Der Quellen-Gewahrseins-Teil, untrennbar von mir, wusste es. Ich zog es vor, dies zu leugnen.

Jetzt nicht mehr - ich habe mir selbst bewiesen, dass das eigentliche, was ich wirklich bin, genau das ist, was ich geleugnet hatte. Ich finde so Zusatz-Runden drehen in der Zwischenzeit auch o.k. Das kann jedem passieren :kgrhl:

Schönen Abend

Kia
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Re: Die zwei Schwingungs-Frequenzen

Beitragvon Hamfor » 23. Mär 2015, 15:46

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