Die Angst gehen lassen

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Die Angst gehen lassen

Beitragvon glückskind » 27. Okt 2011, 20:01

Liebes Forum,

ich habe da ein kleines Problem und vielleicht kann mir jemand helfen - das wäre lieb!

Mir gelingt es nun schon öfter in dieses wunderschönen Zustand zu kommen - in mein Sein. Dann kann ich mich so sehr auf meine Wünsche, Träume und Sehnsüchte einfühlen, dass ich sogar oft weinen muss vor Glück. Dann aber geschieht es, dass mit diesen schönen Gefühlen auch meine Ängste mit "hochkommen" und ich dieses Wohlsein wieder verliere. Etwas in mir sagt dann: "Lass nicht deine Ängste gehen und los - sonst erfüllen sie sich - wie heisst es so schön: Wenn du etwas gehen lässt, etwas loslässt, dann erfüllt es sich...!" Also kann ich sie nicht gehen lassen, was mich natürlich energiemäßig immer wieder total herunterzieht und ich dann meine Träume gar nicht mehr zulasse. Weil eben die Ängste auch kommen. So bin ich dann irgendwie in Watte, was mich ja auch nicht glücklich macht.

Was kann ich nur tun? Den Mut haben zu gucken was passiert oder vorhin kam mir der Gedanke, ich kann meine Ängste doch auch irgendwie "lieben" und als einen Teil von mir annehmen. Zu Ihnen stehen, sie eben mit in mein Leben nehmen, auf eine liebevolle Weise - das bin ich! So bekommen sie einen Platz und nehmen vielleicht nicht mehr soviel Bedeutung ein, wenn ich sie nämlich dauernd "bekämpfe" werde sie so massiv...

Kennt das jemand?

Liebe Grüße
Glückskind
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Re: Die Angst gehen lassen

Beitragvon Summersun » 27. Okt 2011, 20:25

Hallo Glückskind,

also ich kann dein Post nicht so ganz verstehen.

Du schreibst:

"Dann aber geschieht es, dass mit diesen schönen Gefühlen auch meine Ängste mit "hochkommen" und ich dieses Wohlsein wieder verliere. "

... ja okay, soweit verstanden. Aber bedeutet das, dass die Ängste in Deinen Träumen das Kommando übernehmen und dort ein Eigenleben führen?

Wenn Du sehr achtsam und bewusst träumst, immer in Verbindung mit Deinem Wohlgefühl, dann solltest Du in der Lage sein in deinem Träumen rechtzeitig die Kurve zu bekommen um nur in den Bereichen zu träumen, in denen das Wohlgefühl stabil ist. In anderen Worten: Finde einen Weg, dass Dein Bewusstsein die Regie führt in den Träumen.

Liebe Grüße, Summersun
Summersun
 

Re: Die Angst gehen lassen

Beitragvon Seeadler » 27. Okt 2011, 22:28

Hallo Glückskind,

du schreibst:

vorhin kam mir der Gedanke, ich kann meine Ängste doch auch irgendwie "lieben" und als einen Teil von mir annehmen.

Heute habe ich dieses Video gehört, mir gefiehl die Darstellung und ich hoffe, sie bringt dich weiter.

Abraham sagen, Ängste zeigen uns eine Schwingung die nicht die ist, die unserem Wohlgefühl entsprechen, wir können jederzeit andere Gedanken wählen, um so in den Strom des Wohlgefühls zu gelangen.
[youtube] http://www.youtube.com/watch?v=ggyTuJp2 ... re=mh_lolz[/youtube]

I can choose my own vibritation

LG
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Re: Die Angst gehen lassen

Beitragvon Sonrisa » 27. Okt 2011, 23:00

Hallo Glückskind,

Dann aber geschieht es, dass mit diesen schönen Gefühlen auch meine Ängste mit "hochkommen" und ich dieses Wohlsein wieder verliere.


Ich kenne das Träumen, das mich zu Aufregung und Begeisterung führt. Und auch den Fall nach unten. Es kann gut sein, dass diese Hochgefühle, die dich während des Träumens umgeben, nicht deinem emotionalen Set-Point zu dem jeweiligen Thema entsprechen. Auf der einen Seite hüllst du dich in die Überschwenglichkeit deiner Träume, auf der anderen Seite sind da die gewohnten Gedanken zu einer Sache. Ich denke, die Angst kommt auf, wenn diese beiden Schwingungen kollidieren.
Was nichts Schlimmes ist, denn diese Ängste zeigen dir an, dass die freudigen Gedanken eben noch nicht konstant Teil deiner Dauerschwingung ist. Bei Abraham fällt oft der Begriff der mixed Vibrations. Abraham geben zudem noch die Empfehlung, und das war für mich und ist immer wieder eine geniale Erkenntnis, die neuen Gedanken nicht allzu weiten von den alten zu wählen. Auch Gedanken unterliegen dem LoA. Sind deine neuen Gedanken irgendwo bei Zufriedenheit angesiedelt, deine Dauerschwingung befindet sich aber eher im Umkreis von Sorge oder Zweifel, ist der gefühlsmäßige Sprung viel zu groß als dass du die neuen Gedanken auf Dauer halten könntest.

Gruß :ros:
Sonrisa
 

Re: Die Angst gehen lassen

Beitragvon zimtstern » 27. Okt 2011, 23:13

Liebes Glückskind... schöner Name :lieb:

erst mal will ich dir schreiben dass sich dein Beitrag, obwohl du von einem kleinen Problem schreibst, sehr gut anfühlt.

glückskind hat geschrieben:Mir gelingt es nun schon öfter in dieses wunderschönen Zustand zu kommen - in mein Sein. Dann kann ich mich so sehr auf meine Wünsche, Träume und Sehnsüchte einfühlen, dass ich sogar oft weinen muss vor Glück.


:gvibes:

Dann aber geschieht es, dass mit diesen schönen Gefühlen auch meine Ängste mit "hochkommen" und ich dieses Wohlsein wieder verliere.


Das ist erst mal ja nicht so außergewöhnlich, erst bist du im Vortex (im Wohlfühlbereich) und dann stößt du auf etwas und du fliegst wieder raus.
So geht es uns allen ständig, ununterbrochen im Vortex ist niemand. Aber mit der Zeit wird es dir immer leichter fallen diesen "Störfaktoren" keine große Beachtung zu schenken und schnell wieder in den Vortex zurück zu gelangen.
Nicht indem du den Störfaktor versuchst loszuwerden, sondern indem du dich einfach auf etwas konzentrierst das sich für dich gut anfühlt.

Ich habe mich anfänglich immer gefragt, "welcher Sache "schickst" du deine Energie? (durch meine Aufmerksamkeit/Beschäftigung damit). Also die Sache/das Thema mit dem ich mich beschäftige, das füttere ich mit Energie, umso emotionaler ich dabei bin, umso energiereicher ist das Futter.
Also macht es Sinn sich ganz leidenschaftlich mit einer schönen Sache zu beschäftigen, und es reicht vollkommen einer nicht so schönen Sache nicht besonders viel Aufmerksamkeit zu schenken.

Etwas in mir sagt dann: "Lass nicht deine Ängste gehen und los - sonst erfüllen sie sich - wie heisst es so schön: "Wenn du etwas gehen lässt, etwas loslässt, dann erfüllt es sich...!" Also kann ich sie nicht gehen lassen, was mich natürlich energiemäßig immer wieder total herunterzieht und ich dann meine Träume gar nicht mehr zulasse. Weil eben die Ängste auch kommen. So bin ich dann irgendwie in Watte, was mich ja auch nicht glücklich macht.


Irgendwie ist es schon lustig auf was für Ideen wir so kommen :clown: Ich kenne den Gedanken. (ist ja auch gar nicht soo unlogisch, auf den ersten Blick).

Aber da gibt es einen Unterschied zwischen loslassen und loslassen...
Durch Loslassen ansich erfüllt sich ein Wunsch noch nicht, das Thema wäre, wenn man es wirklich loslässt, dann einfach weg...

Also das mit der "Wunscherfüllung" dem Schöpfungsprozess geht ja so,
auf irgendeine Weise entsteht in dir ein Wunsch (das passiert übrigens auch immer dann, wenn wir Dinge beobachten die wir nicht mögen... das nennt man Contrast, "Ohje, das gefällt mir nicht, ich hätte es lieber so oder so"),
also ein Wunsch ist entstanden, und in dem Moment in dem du dir des Wunsches bewußt wirst,
ist er auch schon "erschaffen", virtuell. "It's done".

Aber nun kommt es zu dem Punkt an dem es scheinbar ein Missverständnis gibt,
damit der Wunsch, der virtuell bereits existiert, sich in deiner Erfahrung zeigen kann,
mußt du ein Match zu diesem Wunsch sein, deine Schwingung muss zu dem Wunsch passen.
Deine Stimmung/Schwingung ist so zu sagen der Schlüssel.

Wenn du dir etwas wünschst, und du dich beim Gedanken an den erfüllten Wunsch in einer bestimmten Art und Weise gut fühlst (sei es einfach nur zufrieden oder euphorisch), dann ist das die Stimmung/Schwingung die dir ermöglicht dass der Wunsch in dein Leben tritt, (deine Schwingung und die des Wunsches stimmen überein),

ist es dagegen so, dass du dir dringed etwas wünschst, dich die Vorstellung von dem erfüllten Wunsch zwar einen Augenblick sehr freudig stimmt, du aber im nächsten Moment wieder denkst "aber vielleicht klappt es ja doch nicht, dabei wäre es so wichtig..." (oder so ähnlich), deine Stimmung also eher pessimistisch, traurig, ängstlich oder... ist, dann ist diese Stimmung nicht der Schlüssel zu deinem Wunsch.
Also die Schwingung des Wunsches und deine Schwingung stimmen nicht überein.

Wenn bei dem Schöpfungsprozess von loslassen gesprochen wird, dann ist das loslassen des Mangelgefühls, also genauer gesagt des "vielleicht klappt es ja doch nicht"- Gefühl, gemeint.

Denn, in dem Moment in dem dein Wunsch entsteht, ist er schon (virtuell) erfüllt, du kannst also relaxen und dich ganz der Freude hingeben die die Erfüllung des Wunsches in dir auslöst,
das "vielleicht klappt es ja doch nicht"-Gefühl dagegen mußt du loslassen, es steht dir nämlich im Weg.
Nun ist es nur eine Frage der Zeit (und eine Frage wie häufig und ausgibig du in dem schönen "Erfüllungs-Gefühl" bist) bis der Wunsch sich in deiner Erfahrung zeigt.

Anfänglich habe ich mir das immer so erklärt,
du bist quasi ein Haus, ein Gartenhäuschen oder eine Villa, oder... und dein Wunsch ist die Innenausstattung des Hauses.
Die passende Ausstattung für die Villa bekommst du aber nur, wenn du auch selbst die Villa bist, dann kommt die Villa-Innenausstattung ganz natürlich zu dir... "Gleich und Gleich gesellt sich gern".
Wünschst du dir dagegen die Villa-Innenausstattung und fühlst dich wie ein Gartenhäuschen, dann passt es nicht, dann kommt auch keine Villa-Innenausstattung.
In diesem Fall ginge es dann darum, dich wie die Villla zu fühlen (sie zu sein), und das "Gartenhäuschen-Gefühl" loszulassen.
Denn es ist das einzige was dir quasi im Weg steht.

Verstehst du jetzt, dass durch loslassen einer Angst, die Angst nicht "erschaffen" wird?
Was du loslässt kommt nicht zu dir, es macht nur den Weg frei für etwas anderes.

Der sicherste und einfachste Weg schöne Dinge in dein Leben zu holen ist übrigens, dich so häufig wie möglich wohlzufühlen... dann kommt alles was zu diesem Wohlgefühl passt, ganz automatisch in dein Leben.
Es ist also viel einfacher als es auf den ersten Blick vielleicht wirkt.

...vorhin kam mir der Gedanke, ich kann meine Ängste doch auch irgendwie "lieben" und als einen Teil von mir annehmen. Zu Ihnen stehen, sie eben mit in mein Leben nehmen, auf eine liebevolle Weise - das bin ich! So bekommen sie einen Platz und nehmen vielleicht nicht mehr soviel Bedeutung ein, wenn ich sie nämlich dauernd "bekämpfe" werde sie so massiv...


Der Gedanke ist gar nicht soo falsch, aber... Langfristig möchtest du ja dass die Ängste in deinem Leben immer weniger werden,
und das schaffst du am ehsten wenn du erst mal akzeptierst dass da jetzt Ängste sind.
Wie ich oben geschrieben habe, sollten wir ja mit unserer Aufmerksamkeit die Dinge "füttern" die wir gerne in unserem Leben hätten, und die anderen so zu sagen aushungern lassen.
Wenn du nun deinen Ängsten zu viel Aufmerksamkeit schenkst (indem du dich mit ihnen beschäftigst.. egal aus welchem Grund, zB. um sie zu lösen oder weil du dich ärgerst das sie da sind) dann fütterst du sie.
Du schreibst ja selbst "wenn ich sie dauernd bekämpfe dann werden sie so massiv", das ist genau das was ich meine.
Der beste Weg ist ihnen so wenig Aufmerksamkeit wie möglich zu schenken,
und das gelingt uns am besten wenn wir unsere Aufmerksamkeit Dingen schenken die wir gerne in unserem Leben haben/hätten, die sich gut anfühlen.

Ich denke du bist bereits auf einem sehr guten Weg, das zeigt ganz eindeutig dies hier,

glückskind hat geschrieben:Mir gelingt es nun schon öfter in dieses wunderschönen Zustand zu kommen - in mein Sein. Dann kann ich mich so sehr auf meine Wünsche, Träume und Sehnsüchte einfühlen, dass ich sogar oft weinen muss vor Glück.


mehr bedarf es gar nicht.. dies hier, und das loslassen von allem was sich nicht so gut anfühlt...

Ganz lieben Gruß,

Zimtstern :lieb:
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Re: Die Angst gehen lassen

Beitragvon Karina93 » 27. Okt 2011, 23:33

Liebe Zimtstern,

zu deinem Beitrag kann ich nur sagen: "WOW" :shock:

Mir ist eben beim Lesen schwupp-di-wupp ganz viel klar geworden, was mir vorher noch Probleme gemacht hat.
Z.B. deine Definition vom Loslassen; auch ich habe das vorher ganz anders interpretiert. :kgrhl:

Wirklich superschön erklärt, :danke:

Liebe Grüße :loveshower:
Karina93
 

Re: Die Angst gehen lassen

Beitragvon Flower1973 » 28. Okt 2011, 05:40

Liebe Zimtstern :lieb:

Das hast du ganz süß und wunderbar erklärt. Ich gestehe, dass ich lange Beiträge zur Zeit aus dem Weg gegangen bin, da ich die Zeit nicht hatte. heute Früh wollte ich mal einen Beitrag lesen, auch wenn es länger aussieht und siehe da, ich kam aus dem Schumzeln nicht raus. Du hast das so liebevoll und wunderbar erklärt, dass man es einfach verstehen muss. Kompliment, liebe Zimtstern, das hast du wunderbar gemacht :ros:

Schönen erkenntnisreichen Tag
Flower :hug:
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Re: Die Angst gehen lassen

Beitragvon MyWay » 28. Okt 2011, 06:25

Liebe Glückskind,

kennst du auch diese Sprüche wie „Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um“ oder „Wenn es dem Esel zu gut geht, geht er auf’s Eis“ oder „Freu dich bloss nicht zu früh“?

Wir sind erzogen worden mit dem Hintergedanken, dass das Leben etwas ist, wovor man Angst haben muss.
Nun macht sich Glückskind auf die Reise, fort von allem was sie bisher geprägt hat und auf, in Richtung Glück. Und als sie sich so richtig glücklich fühlt, ruft das diese alten Prägungen auf den Plan.

Mache dir keine Sorgen, dass ist gar nicht so ungewöhnlich. Du musst dir nur bewusst machen, dass diese Ängste nicht etwas sind, was zu dir gehört, sondern sie sind eher wie ein alter Kaugummi, in den man mal getreten ist und der an einem klebt.

Versuche mal folgende Betrachtungsweise: Diese Ängste wären einmal da, um dich zu schützen. Damit du nicht zu viel vom Leben erwartest und dann später nicht enttäuscht bist.
Du weißt heute allerdings, dass glücklich zu sein dein Geburtsrecht ist. Du musst nicht fürchten, dass irgendwo das dicke Ende lauert.

Deine Ängste nicht „weghaben zu wollen“ finde ich einen guten Ansatz. Du darfst deine Ängste aber trotzdem loslassen, aber mit einem guten Gefühl! Schau doch mal ob du mit deiner Angst in Kontakt treten kannst. Du kannst ihr zB sagen: Liebe Angst, ich weiß das du mich immer nur vor Enttäuschungen beschützen wolltest. Ich danke dir dafür, aber ich brauche deine Dienste jetzt nicht länger. Ich versichere dir, dass mir nichts Schlimmes passieren kann und du nicht länger auf mich aufpassen musst. Ich bin gut aufgehoben und habe das ganze Universum auf meiner Seite!! Und darum darfst du jetzt gehen, denn alles ist gut für mich.

Herzliche Grüße
MyWay
MyWay
 

Re: Die Angst gehen lassen

Beitragvon Zaungast » 28. Okt 2011, 08:34

Hallo Glückskind

glückskind hat geschrieben: "Lass nicht deine Ängste gehen und los - sonst erfüllen sie sich - wie heisst es so schön: Wenn du etwas gehen lässt, etwas loslässt, dann erfüllt es sich...!"


Wenn du Deine Widerstände loslässt, erfüllen sich Deine Wünsche.
Die Ängste sind aber die Widerstände...

Beides ist Schwingung - Wünsche und Widerstände; wenn Du an Letzteren festhältst, erfüllt sich genau dazu Passendes (wohl aber nicht eins zu eins). Hältst Du also an den Ängsten fest, kommt dazu Passendes in Dein Leben.


Also, nix wie fort damit... :clown:
Zaungast
 

Re: Die Angst gehen lassen

Beitragvon Zaungast » 28. Okt 2011, 09:25

Hallo Glückskind

Das war jetzt so ein bisschen rasch dahingeschrieben.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das alles ein bisschen verwickelter ist. Ängste stellen sich bei mir oft ein, wenn ich das Gefühl habe, die Dinge laufen eher nicht so gut. Also: Nicht die Ängste schmeissen mich aus dem Vortex, sondern die Tatsache, dass ich draussen bin, produziert oder begünstigt die Ängste oder wird durch sie symbolisiert.
Letztlich ist es wohl ein Kreislauf...
Denn ich hab ich das Gefühl, dass bestimmte Ängste auch Symbolwert haben und nicht unbedingt wörtlich zu verstehen sind. (Und das heisst übrigens, dass auch überhaupt nicht notwendig eine wörtliche Entsprechung dazu eintreten muss. Im Gegenteil: Die Hauptentsprechung ist erstmal einfach das Fehlen von Fluss.)

Ich mach mit Ängsten zur Zeit grundsätzlich Folgendes: Ich generalisiere so sehr, dass es mehr gar nicht mehr geht. :clown:
Ich denke, " Angst" kommt von "Enge". Und "Enge" ist halt Widerstand...bzw. schränkt das Fliessen ein.
Was sich also dementsprechend "einstellt" ist das Fehlen von Fluss. Es holpert im Leben...was kreislaufmässig (oder loa-mässig) mehr Enge produziert.

Und ich begegne dem mit inneren Bildern, die Weite symbolisieren und mit Gedanken, die sich "weit" anfühlen, ganz egal, wie die Angst konkret aussieht. Hauptsache, die Bilder und Gedanken fühlen sich gut und kraftvoll an.
Und auch mit dem Loslassen von Verspannungen. Immer wieder tief atmen. Sich immer wieder sagen, wie gut und schön Vertrauen ist und dass man Vertrauen haben "darf"... :gvibes: ..

ich hab noch mehr Gedanken zm Thema, aber (noch) etwas wirr(er)...daher lass ichs mal gut sein :clown:
Vielleicht hilft Dir das trotzdem?

LG,

Z.

PS: Es gibt übrigens ein Bild, das mir gerade auch immer wieder hilft. Ich stelle mich mir vor mit dem Fahrrad auf einem sehr schönen Feldweg im Abendsonnenschein, nach dem Regen. Und ich fahre Richtung Sonnenuntergang und halte den Lenker gut fest. Und egal, ob ich in einer Pfütze ins Schlingern komme oder über Steine holpere: Nichts kann machen, dass mir der Lenker entgleitet...ich halte ihn einfach - locker - fest, und ich kann ihn festhalten und fahre einfach immer weiter...ohne Angst, ich könnte ausrutschen. Ich WEISS und ich fühle, dass ich einfach weiterfahren KANN.
(Die Pfützen sind der Contrast und die Sorgen usw...)
Ich liebe dieses Bild!

.
Zaungast
 

Re: Die Angst gehen lassen

Beitragvon ZaWo » 28. Okt 2011, 09:47

Hallo Glückskind,

herzlich willkommen hier. :huhu:

Nach meiner Erfahrung bietet sich zur Erklärung des Loslassens die Metapher des Flusses an.

Deine Angst zeigt dir an, dass du dich gerade in einem sehr mächtigen Step1-Prozess befindest. Die Power deiner Wunscherfüllung wird also größer. Sobald du die Ängste loslässt geschieht nicht nichts, :P sondern du lässt dich damit in den Strom des Wellbeing fallen. Es gibt keinen Strom von Nichts oder gar von Schlechtbeing, sondern eben genau diesen Strom des Wellbeing, der dich zu deinen Wünsche trägt, ohne, dass du was weiter tun musst. Ruder loslassen reicht. Alles was du dir wünscht ist downstream und dein unberudertes Floss treibt dich dahin.

Lieber Gruß
ZaWo
ZaWo
 

Re: Die Angst gehen lassen

Beitragvon glückskind » 28. Okt 2011, 10:08

Oh mein Gott - wie toll seid Ihr denn :loveshower:

Ich bin gerade etwas sprachlos und sehr berührt von Euren tollen und lieben Beiträgen. Ganz vielen lieben Dank. Ich weiss gerade gar nicht wo ich anfangen soll :lieb:

Ganz liebe Grüße
glückskind
glückskind
 

Re: Die Angst gehen lassen

Beitragvon Zaungast » 28. Okt 2011, 10:11

ZaWo hat geschrieben:Nach meiner Erfahrung bietet sich zur Erklärung des Loslassens die Metapher des Flusses an.

Deine Angst zeigt dir an, dass du dich gerade in einem sehr mächtigen Step1-Prozess befindest. Die Power deiner Wunscherfüllung wird also größer. Sobald du die Ängste loslässt geschieht nicht nichts, :P sondern du lässt dich damit in den Strom des Wellbeing fallen. Es gibt keinen Strom von Nichts oder gar von Schlechtbeing, sondern eben genau diesen Strom des Wellbeing, der dich zu deinen Wünsche trägt, ohne, dass du was weiter tun musst. Ruder loslassen reicht. Alles was du dir wünscht ist downstream und dein unberudertes Floss treibt dich dahin.

Lieber Gruß
ZaWo


Hallo Zawo :mrgreen:
Ich hatte gerade in meinem Beitrag noch die ganze Flussparabel und das Paddelloslassen drin, was ein Lieblingsaspekt von mir ist. Habs dann rausgelöscht, weil es mit dem Fahrradlenker halten nicht so gut passte, und überlege jetzt, wie beides zusammengeht.
Loslassen, Fluss...ist Vertrauen ins ...Universum...IB...Quelle.
"Lenken" ist das Wissen um die eigene - positive - Macht und Stärke. (Ängste sind ja oft auch ein Ausdruck von einem Gefühl von Unvermögen).
Letzteres find ich bei Angst daher passender, da es direkt diesem "Unvermögen" entgegensteht.
Aber eigentlich ist beides dasselbe...denn das Loslassen ist ja kein "Abgeben" der Macht sondern besteht darin, dem IB die Ruder in die Hand zu geben - die es aber nicht braucht. :mrgreen: Denn das IB kann auch ohne Ruder (und ohne Lenker)...und ist unsere wahre - positive - Macht.

Das musste ich jetzt nochmal öffentlich überdenken... :clown:
Zaungast
 

Re: Die Angst gehen lassen

Beitragvon ZaWo » 28. Okt 2011, 10:14

Hallo Zaungast,

du lässt los, indem du deinen Fokus lenkst z.B. auf die Eigenschaften des Stromes.
ZaWo
 

Re: Die Angst gehen lassen

Beitragvon glückskind » 28. Okt 2011, 11:24

Hallo Ihr,

ich würde so gerne auf jeden einzelnen Beitrag eingehen, aber das gäbe wohl ein schriftliches Chaos - so versuche ich dann mal, dass alles ein wenig für mich zusammenzubasteln. Ich möchte mich aber bei jedem einzelnen von Euch bedanken. Es ist wirklich so schön, in dieses Forum gekommen zu sein. :lieb:

Ja, meine Angst klebt an mir, wie ein altes Kaugummi. Sie kamen irgendwann, um mich zu schützen. Ich habe sehr lange an mir und dieses Ängsten gearbeitet und heute weiss ich tatsächlich, dass was MyWay so schön schreibt:

MyWay hat geschrieben: Du weißt heute allerdings, dass glücklich zu sein dein Geburtsrecht ist. Du musst nicht fürchten, dass irgendwo das dicke Ende lauert.


Dennoch kommen sie immer wieder hoch. Und ich finde den Gedanken sehr schön mit ihnen so in Kontakt zu treten:

MyWay hat geschrieben: Liebe Angst, ich weiß das du mich immer nur vor Enttäuschungen beschützen wolltest. Ich danke dir dafür, aber ich brauche deine Dienste jetzt nicht länger. Ich versichere dir, dass mir nichts Schlimmes passieren kann und du nicht länger auf mich aufpassen musst. Ich bin gut aufgehoben und habe das ganze Universum auf meiner Seite!! Und darum darfst du jetzt gehen, denn alles ist gut für mich.


Meine Angst ist also der Widerstand zu der Erfüllung meiner Wünsche und Träume. Und wenn ich den Widerstand gehen lasse, erfüllen sich meine Träume. Meine Ängste führen kein Eigenleben - ich bin mir ihrer bewusst, also kann ich sie auch bewusst steuern und die Regie führen. Sie sind also eine Schwingung, die nicht die ist, die meinem Wohlgefühl entspricht und ich kann jederzeit einen anderen Gedanken wählen, um so in den Strom des Wohlgefühls zu gelangen.

Das habe ich verstanden.

Es ist beruhigend zu lesen, dass ja niemand ununterbrochen im Vortex ist und es wohl einfach auch sehr der Übung bedarf, sich auf das zu konzentrieren, was sich für mich gut anfühlt und dabei keine großen Schritte zu machen, damit der Sprung nicht zu groß ist...

Pamelina hat geschrieben: denn diese Ängste zeigen dir an, dass die freudigen Gedanken eben noch nicht konstant Teil deiner Dauerschwingung ist. Bei Abraham fällt oft der Begriff der mixed Vibrations. Abraham geben zudem noch die Empfehlung, und das war für mich und ist immer wieder eine geniale Erkenntnis, die neuen Gedanken nicht allzu weiten von den alten zu wählen.


zimtstern hat geschrieben: Also macht es Sinn sich ganz leidenschaftlich mit einer schönen Sache zu beschäftigen, und es reicht vollkommen einer nicht so schönen Sache nicht besonders viel Aufmerksamkeit zu schenken.


Wie wunderschön Zimtstern geschrieben hat, sollte man also das Gefühl loslassen, was mir quasi im Wege steht. Ich verstehe so viel davon und Du hast es wirklich so lieb beschrieben... aber:

zimtstern hat geschrieben: Verstehst du jetzt, dass durch loslassen einer Angst, die Angst nicht "erschaffen" wird?
Was du loslässt kommt nicht zu dir, es macht nur den Weg frei für etwas anderes.



Und hier setzt mein Hirn aus... :pfeif: Leider habe ich das noch nicht so ganz verstanden... Also ich lasse los, nehme also quasi diesen Riesenstein „Angst“ in meinem Fluss raus und mache den Weg frei. Aber woher weiss ich denn, dass mit diesem Fluss dann nicht das kommt, was ich befürchte? Oh je, da stehe ich mir komplett selber im Weg. Ich glaube es purzelt gerade... Ich schneide mich ja damit selber vom Fluss ab, wenn ich den Stein Angst drinnen lasse... Diesen Widerstand... :shock:

Ich stehe also in dem Fluss des Lebens, gerade genau hinter dem Stein“ Angst“, den irgendwer und irgendwas, irgendwann einmal dahin gelegt hat. Und das Leben und Wohlsein strömt an mir vorbei. Ich suche Schutz hinter dem Stein, weil er mich immer „beschützt“ hat und mir sehr vertraut ist. Doch mittlerweile weiss ich, es gibt noch mehr und ich wage einen Schritt zur Seite. Was mich dort umspült ist der Hammer - wunderschön, zu überwältigend und ungewohnt, dass ich „schwupp“ wieder hinter dem Stein verschwinde (meine alte Sicherheit) und mich so selber aus dem Fluss nehme und mich mit meinem Stein beschäftige und mein Fluss fehlt...

Zaungast hat geschrieben: Nicht die Ängste schmeissen mich aus dem Vortex, sondern die Tatsache, dass ich draussen bin, produziert oder begünstigt die Ängste oder wird durch sie symbolisiert... Die Hauptentsprechung ist erstmal einfach das Fehlen von Fluss...
(Ganz lieben Dank für das schöne Bild mit den Pfützen)

- und warum? Weil ich mir den Strom des Wohlseins nicht gönne? Glaube, er haut mich um und ich fühle mich dem nicht gewachsen? Oder ich ertrinke in ihm? Obwohl ich weiss, er steht mir zu? Aber ich möchte so gerne hinter dem Stein hervorkommen... Heisst das Zauberwort vielleicht Vertrauen?

ZaWo hat geschrieben: Sobald du die Ängste loslässt geschieht nicht nichts,  sondern du lässt dich damit in den Strom des Wellbeing fallen. Es gibt keinen Strom von Nichts oder gar von Schlechtbeing, sondern eben genau diesen Strom des Wellbeing, der dich zu deinen Wünsche trägt, ohne, dass du was weiter tun musst. Ruder loslassen reicht.


Muss ich also lernen, mich immer wieder von dem Stein zu entfernen und mutig sein, um erfahren zu können, dass mit dem Fluss nicht das kommt, was ich befürchte? Sondern eben genau das, was ich mir wünsche?

Herrje, bin ich kompliziert...

Ganz liebste Grüße
glückskind
glückskind
 

Re: Die Angst gehen lassen

Beitragvon labelle » 28. Okt 2011, 11:47

Hallo liebes Glückskind,

ich reih mich auch mal ein, und schreib Dir meine Sichtweise,.........
ich finde, Du solltest dahinter schauen warum Du etwas befürchtest, warum hast Du Angst was steckt dahinter.
Ich glaube, immer funktioniert das nur sich aufs gut fühlen auszurichten nicht, weil der Verstand manchmal wissen will warum, obwohl das warum eigentlich völlig unwichtig ist.
Aber um hinter die Angst zu blicken muss das manchmal sein, ich glaube dann versteht der Verstand, und dann geht es mit dem Gefühl weiter.
Befürchten bedeutet ja immer ich hab etwas nicht unter Kontrolle etwas ist ausserhalb meiner handlungskraft.
Wenn ich so auf mein Thema schaue, dann möchte ich ein altes Gefühl nicht mehr haben, aber es ist da und ich muss mir erklären, dass es dieses Gefühl in der Vergangenheit gab und dass das da so gewesen ist, aber heute hab ich andere Möglichkeiten.

Ich wollte noch etwas anderes dazu schreiben, aber das ist so leicht nicht auf den Punkt zu bringen, also belass ich das mit diesen Sätzen.
Ich hoffe du findest Deinen Lösungsweg
liebe Grüße
Labelle
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Re: Die Angst gehen lassen

Beitragvon MyWay » 28. Okt 2011, 13:21

Liebe Glückskind,

glückskind hat geschrieben:
zimtstern hat geschrieben: Verstehst du jetzt, dass durch loslassen einer Angst, die Angst nicht "erschaffen" wird?
Was du loslässt kommt nicht zu dir, es macht nur den Weg frei für etwas anderes.



Und hier setzt mein Hirn aus... :pfeif: Leider habe ich das noch nicht so ganz verstanden... Also ich lasse los, nehme also quasi diesen Riesenstein „Angst“ in meinem Fluss raus und mache den Weg frei. Aber woher weiss ich denn, dass mit diesem Fluss dann nicht das kommt, was ich befürchte? Oh je, da stehe ich mir komplett selber im Weg. Ich glaube es purzelt gerade... Ich schneide mich ja damit selber vom Fluss ab, wenn ich den Stein Angst drinnen lasse... Diesen Widerstand... :shock:


- und warum? Weil ich mir den Strom des Wohlseins nicht gönne? Glaube, er haut mich um und ich fühle mich dem nicht gewachsen? Oder ich ertrinke in ihm? Obwohl ich weiss, er steht mir zu? Aber ich möchte so gerne hinter dem Stein hervorkommen... Heisst das Zauberwort vielleicht Vertrauen?


Du bist nicht ein Stück kompliziert, keine Sorge.

Und ja, das Zauberwort heisst Vertrauen.

Das du dich nicht in den Strom traust, KANN daran liegen, dass du ihn dir nicht gönnst. Wer bist du, frei und glücklich zu sein, wo es doch überall auf der Welt (vielleicht sogar in deinem Umfeld) Menschen gibt, denen es schlecht geht?
Nun, auch sie, ALLE, haben Zugang zu dem Strom, es gibt also keinen Grund, dir den Zugang zu versagen.

Du bist dem Glück nicht gewachsen? Kennst du den Satz "ich könnte platzen vor Glück"? Glaub mir, es ist noch nie einer geplatzt :-)

Ich kann dein inneres Wirrwarr gut nachempfinden. Es ist wie Linksverkehr fahren, wenn man nur Rechtsverkehr kennt. Aber man gewönnt sich dran und dann macht es nur noch Spaß :)

Lieben Gruß
MyWay
MyWay
 

Re: Die Angst gehen lassen

Beitragvon glückskind » 28. Okt 2011, 13:27

Liebe labelle,

lieben Dank für deine Zeilen. Ja, meine Ängste begleiten mich schon eine Weile und ich habe sie erforschen können. Es sind Verlustängste und daraus die Angst, die Kontrolle zu verlieren. Und der Verstand weiss es schon irgendwie, aber das Gefühl hinkt ein wenig hinterher. ich wollte immer wissen, was hinter den Ängsten steckt und sie begleiten mich sehr lange - nun gibt zwar schon mein Verstand ein wenig Ruhe und hat seine Erklärungen, aber dennoch stecken sie so in mir, dass es mir schwer fällt meine neues Gefühl zu leben, was ich so gerne möchte!

labelle hat geschrieben:Befürchten bedeutet ja immer ich hab etwas nicht unter Kontrolle etwas ist ausserhalb meiner handlungskraft.


Ja das trifft es ziemlich genau! Dahinter liegt wohl hauptsächlich auch das Thema Selbstliebe und dass ich mir nie soviel zugetraut habe.

labelle hat geschrieben:Wenn ich so auf mein Thema schaue, dann möchte ich ein altes Gefühl nicht mehr haben, aber es ist da und ich muss mir erklären, dass es dieses Gefühl in der Vergangenheit gab und dass das da so gewesen ist, aber heute hab ich andere Möglichkeiten.


Das ist eine sehr schöne Erklärung und ich möchte so gerne in die anderen Möglichkeiten vertrauen...

Schreib bitte gerne, wenn Du es auf den Punkt bringen kannst :hurrrra: Ich freue mich.

Nochmal an alle bitte. Mir haben diese Zeilen von Euch so gut getan und die Energie, die hier fliesst ist so wunderbar. Ich habe mich hinter meinem Stein wieder einmal kurz hervorgewagt und auf meiner Hunderunde eben haben mich unglaublich viele kleine Glücks-Marien-Käfer begleitet. Und plötzlich sprudelt mein Kopf auch wieder mit neuen Ideen für meinen Job!
:danke:

Liebe Grüße
glückskind
glückskind
 

Re: Die Angst gehen lassen

Beitragvon glückskind » 28. Okt 2011, 13:39

Oh liebe MyWay,

Du triffst es genau auf den Punkt.

MyWay hat geschrieben:Das du dich nicht in den Strom traust, KANN daran liegen, dass du ihn dir nicht gönnst. Wer bist du, frei und glücklich zu sein, wo es doch überall auf der Welt (vielleicht sogar in deinem Umfeld) Menschen gibt, denen es schlecht geht?


Ja, das ist so eine Geschichte. Meine über alles geliebte Mutti starb vor ein paar Jahren genau zu dem Zeitpunkt, als ich das Krankenhaus verlassen habe und mit meinem Freund damals am Lachen war. Ich WEISS, das es nichts damit zu tun hat und sie sich nichts mehr wünscht, als mich glücklich zu sehen - aber das sitzt immer noch tief. Irgendwann kam eben der Gedanke, wenn ich glücklich bin oder einen Glücksmoment habe, geschieht etwas schlimmes. Ich weiss, es ist das Leben, aber so habe ich wahrscheinlich auch den Schmerz gedeckelt und du triffst den Nagel auf den Kopf.

Ja, auch eine Angst vor dem Glück, es wieder zu verlieren - das alles hat mich sehr bewegt in den letzten Jahren. Nun weiss ich, das es mir zusteht und was ich will und nicht mehr will. Das an sich herauszufinden und die kleine Sonne im eigenen Inneren zu finden, sich überhaupt ohne "Hilfe" und "Bedürftigkeit" vom Aussen in den Fluss zu wagen hat lange gedauert und war anstrengend.

Und nun stehe ich hier IM Fluss, während ich vorher nur am Ufer saß und gewartet habe, etwas kommt vorbei geschwommen, an dem ich mich festhalten kann. Ich habe also erfahren dürfen, dass ich selber im Fluss stehen kann und darf - ich habe mir nur eben diesen Stein mitgenommen, so als Sicherheit quasi, um Halt zu finden - vermeintlichen "alten" Halt. Und der nächste Schritt ist wohl einfach :shock: :lol: diesen Halt auch noch gehen lassen zu können.

Lieben Dank und liebe Grüße
glückskind
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Re: Die Angst gehen lassen

Beitragvon zimtstern » 28. Okt 2011, 19:48

Liebes Glückskind,

was du schreibst kommt mir so bekannt vor,

glückskind hat geschrieben:Ja, meine Ängste begleiten mich schon eine Weile und ich habe sie erforschen können. Es sind Verlustängste und daraus die Angst, die Kontrolle zu verlieren. Und der Verstand weiss es schon irgendwie, aber das Gefühl hinkt ein wenig hinterher. ich wollte immer wissen, was hinter den Ängsten steckt und sie begleiten mich sehr lange


und

Meine über alles geliebte Mutti starb vor ein paar Jahren genau zu dem Zeitpunkt, als ich das Krankenhaus verlassen habe und mit meinem Freund damals am Lachen war. Ich WEISS, das es nichts damit zu tun hat und sie sich nichts mehr wünscht, als mich glücklich zu sehen - aber das sitzt immer noch tief. Irgendwann kam eben der Gedanke, wenn ich glücklich bin oder einen Glücksmoment habe, geschieht etwas schlimmes.


Genau so ein Erlebnis hatte ich auch mal. Meine Oma die mir sehr viel bedeutet, lag lange Zeit im Krankenhaus, und zu einem Zeitpunkt als ich innerlich endlich wieder auch mal loslassen konnte, starb sie.
Es kam mir vor als hätte ich SIE losgelassen... weshalb ich immer dachte, wenn ich die Angst eine Person könnte sterben loslasse, dann stirbt die Person.
Bzw. allgemeiner ausgedrückt, in dem Moment in dem man diese "Erleichterung" spürt, da passiert etwas schlimmes.

Da ist diese Verknüpfung.

Ich glaube diese Verknüpfung löst sich nicht auf in dem man weiterhin auf die Verstands-Version pocht und sagt "da gibt es keinen Zusammenhang".
Ich denke nämlich, den gibt es durchaus...

Indem du losgelassen hast, hast du deiner Mutter dabei geholfen ebenfalls loszulassen... sie wäre auch ohne dein loslassen gestorben, aber du hast es ihr so viel angenehmer gemacht...

Als deine Mutti loslassen konnte ist etwas wunderbares mit ihr passiert,
frei von allen Widerständen ist sie in den Fluss des Wohlbefindens eingetaucht, das fühlt sich soo schön an.

In ihrem ewigen Sein ist das wahrscheinlich eines der schönsten Erlebnisse...

Durch loslassen passiert nie etwas schlimmes, loslassen macht immer nur die Bahn/den Fluss frei für das "natürlich Gute".
Das Gute, das Wohlfühlen ist der Normalzustand... wir können ihn nicht durch unser Tun erlangen oder herstellen,
wir können ihn nur durch "unterlassen" erlangen.
Deshalb kann loslassen auch nur zu diesem Normalzustand führen.

Ich habe mich auch viele Jahre intensiv mit meinen Ängsten beschäftigt, war sogar bei Therapeuten.
Mir wurden so manche Zusammenhänge bewußt, und einige Ängste verschwanden sogar... aber mir kam es vor als würde ich gegen ein Wesen mit mehreren Köpfen kämpfen... schlug ich einen Kopf ab, streckte mir das "Wesen" den nächsten Kopf entgegen... Angst hat so viele unterschiedliche Gesichter. Die Angst (aktiv) loslassen ist schon deshalb gar nicht möglich.

Das was Abraham lehren geht von einer völlig anderen Prämisse aus,

ich zitiere noch mal was ZaWo geschrieben hat:

"Sobald du die Ängste loslässt geschieht nicht nichts, sondern du lässt dich damit in den Strom des Wellbeing fallen. Es gibt keinen Strom von Nichts oder gar von Schlechtbeing, sondern eben genau diesen Strom des Wellbeing, der dich zu deinen Wünsche trägt, ohne, dass du was weiter tun musst. Ruder loslassen reicht. Alles was du dir wünscht ist downstream und dein unberudertes Floss treibt dich dahin."

Und - ganz wichtig:

"du lässt los, indem du deinen Fokus lenkst z.B. auf die Eigenschaften des Stromes."

anders ausgedrückt, du lässt die Angst los - nicht durch einen aktiven Vorgang, sondern eher passiv, indem du die Angst "ruhen" lässt, und dich statt dessen auf das Wellbeing konzentrierst.

Du schreibst von der Angst als ein Stein im Fluß des Wellbeings.
Ich weiß nicht ob das so eine gute Idee bzw. Vorstellung ist, damit machst du die Angst zu einem Art Stolperstein dem du viel zu viel Aufmerksamkeit schenkst.

Als ich von der anderen Prämisse schrieb meinte ich, dass man herkömmlich immer davon ausgeht dass wir etwas tun müssen, um uns vor dem Unglück zu bewahren.
Aber in der Abraham-Lehre ist es genau umgekehrt, - wenn wir die Zügel loslassen, dann geben wir nicht unseren Schutz auf, sondern im Gegenteil, wir bekommen endlich das was wir die ganze Zeit mühsam versucht haben zu erreichen.

Siehst du den Unterschied zwischen den zwei Annahmen? Es sind zwei völlig unterschiedliche Welten, die zu ganz anderen logischen Schritten führen...

Nun, das bedeutet jetzt dass du den Stein nicht aktiv weglegen mußt, es reicht vollkommen einfach im Fluss zu baden und dich treiben zu lassen... ab und zu wirst du dich vielleicht noch an dem Stein festhalten, das ist gar kein Problem, aber er wird immer mehr an Wichtigkeit verlieren.. irgendwann ist er nur noch irgendein Stein...

Ganz lieben Gruß,

Zimtstern :lieb:
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Re: Die Angst gehen lassen

Beitragvon Martina Weigt » 28. Okt 2011, 21:11

Ist der Tod etwas schlimmes? Nein, es ist das geilste im Leben, der Orgasmus.
Wie schön, das wieder einer gehen durfte.
Traurig daran ist lediglich, dass der Mensch nicht mehr ist. Aber ist Trauer nicht etwas, was sein darf, davor braucht man doch keine Angst zu haben. Ich beneide die Menschen, die traurig sein können, ich bin es nämlich noch selten.
Alles Liebe
Martina

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Re: Die Angst gehen lassen

Beitragvon bliss » 28. Okt 2011, 22:08

Hallo Glückskind,

ich habe mich ja bisher hier zurückgehalten, wohl aber mitgelesen. Heute Abend ist mir bei Dir ein Paradoxon aufgefallen: Du hast Angst davor, Deine Angst loszulassen. Das heißt, Deine Angst produziert eine neue Angst eine neue Angst eine neue Angst. Aber Angst ist nur ein Gefühl. Ein unangenehmes, zugegeben - aber eben nur ein Gefühl und als solches nicht "gefährlich". Ich hatte eine Zeitlang - eine kurze, gottlob - Panikattacken (=Angst vor der Angst). Ich bin sie losgeworden, indem ich mir genau das klar gemacht hatte: Angst ist nur ein blödes Gefühl, kann mir aber nichts anhaben. Bei der nächsten Panikattacke habe ich dann innerlich zur Angst gesagt, dass sie ruhig da sein darf - ich aber keine Angst vor ihr hätte. Ja, auch das ist paradox. Aber danach hatte ich nie wieder eine Panikattacke.

Du hast jetzt genügend Informationen darüber bekommen, dass das "Loslassen" Deiner Angst keine negative Manifestation nach sich zieht. Rein intellektuell weißt Du daher, dass Deine Angst Dir nichts anhaben kann - manifestationstechnisch. Wenn Du Dir nun noch vergegenwärtigst, dass sie einfach nur ein unangenehmes, zudem jegliche Substanz entbehrendes Gefühl ist, kannst Du Deiner Angst ganz gelassen begegnen. Lass sie einfach da sein und nimm sie nicht ernst - sie wird schnell verschwinden. Sie ist nicht "gehaltvoller" als Dein Ärger über den Paketboten, der immer die Pakete für die Nachbarn bei Dir abgeben will. :mrgreen:

Liebe Grüße
Bliss
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Re: Die Angst gehen lassen

Beitragvon glückskind » 29. Okt 2011, 10:40

Liebe Zimtstern,

vielen lieben Dank für deine Zeilen und Mühe und so :lieb:
Du hilfst mir sehr. Ich bin mir meiner, seit ich hier bin, irgendwie viel bewusster. Das ist wunderbar!

zimtstern hat geschrieben:Es kam mir vor als hätte ich SIE losgelassen...


zimtstern hat geschrieben:Indem du losgelassen hast, hast du deiner Mutter dabei geholfen ebenfalls loszulassen... sie wäre auch ohne dein loslassen gestorben, aber du hast es ihr so viel angenehmer gemacht...


Ja, so kam es mir auch immer vor - ich habe sie "im Stich" gelassen. Und nun sollte ich ein schönes Leben leben - wenn sie nicht mehr leben kann, dann verzichte ich auch auf meine Lebendigkeit. Dabei weiss ich, dass es oft so ist - dass die Menschen gehen können, wenn alle den Raum verlassen haben und mein Verstand sagte mir auch immer, dass es nichts damit zu tun hat und sie mich glücklich sah und auch weiter sehen möchte. Und ich es ihr auch leichter gemacht habe.

zimtstern hat geschrieben:Durch loslassen passiert nie etwas schlimmes, loslassen macht immer nur die Bahn/den Fluss frei für das "natürlich Gute".
Das Gute, das Wohlfühlen ist der Normalzustand... wir können ihn nicht durch unser Tun erlangen oder herstellen,
wir können ihn nur durch "unterlassen" erlangen.
Deshalb kann loslassen auch nur zu diesem Normalzustand führen.


Das Loslassen ist dann ja quasi einfach ein "Unterlassen" der traurigen Gedanken und der Gedanken, die einen lähmen. Ein Konzentrieren auf die schönen Gedanken! Das klingt viel leichter. Wie Du schon schreibst, sonst bleibt es ein Kampf mit einem Wesen mit mehreren Köpfen. Wenn ich mich diesem Kampf aber nun nicht stelle, mich stattdessen auf die schönen Dinge konzentriere? Dann hab ich es ja :loveshower:

zimtstern hat geschrieben:"du lässt los, indem du deinen Fokus lenkst z.B. auf die Eigenschaften des Stromes."

anders ausgedrückt, du lässt die Angst los - nicht durch einen aktiven Vorgang, sondern eher passiv, indem du die Angst "ruhen" lässt, und dich statt dessen auf das Wellbeing konzentrierst.


Das ist viel viel leichter.

zimtstern hat geschrieben:Als ich von der anderen Prämisse schrieb meinte ich, dass man herkömmlich immer davon ausgeht dass wir etwas tun müssen, um uns vor dem Unglück zu bewahren.
Aber in der Abraham-Lehre ist es genau umgekehrt, - wenn wir die Zügel loslassen, dann geben wir nicht unseren Schutz auf, sondern im Gegenteil, wir bekommen endlich das was wir die ganze Zeit mühsam versucht haben zu erreichen.


Ja warum ist das so? Warum denken wir, wir müssen uns schützen, uns vor dem Unglück bewahren? Wahrscheinlich wurde es irgendwann einfach eine "Schutzfunktion" - ausgelöst durch ein Erlebnis. Aber diese Schutzfunktion ist nicht real und hat sich irgendwann so "eingebrannt" - sich ihrer bewusst zu werden, zu wissen wofür sie steht - das macht auch vieles leichter. Aber inwiefern gebe ich denn meinen Schutz nicht auf?

zimtstern hat geschrieben:Siehst du den Unterschied zwischen den zwei Annahmen? Es sind zwei völlig unterschiedliche Welten, die zu ganz anderen logischen Schritten führen...


Ich verstehe schon viel, aber den Unterschied kann ich immer noch nicht so genau differenzieren... :oops:

Vielen lieben Dank nochmal und Dr einen wundervollen Tag!


Liebe Bliss,

Dir auch ganz lieben Dank für Deine Zeilen :lieb:
ja, das habe ich auch schon gedacht:

bliss hat geschrieben: Heute Abend ist mir bei Dir ein Paradoxon aufgefallen: Du hast Angst davor, Deine Angst loszulassen. Das heißt, Deine Angst produziert eine neue Angst eine neue Angst eine neue Angst.


bliss hat geschrieben:Du hast jetzt genügend Informationen darüber bekommen, dass das "Loslassen" Deiner Angst keine negative Manifestation nach sich zieht. Rein intellektuell weißt Du daher, dass Deine Angst Dir nichts anhaben kann - manifestationstechnisch. Wenn Du Dir nun noch vergegenwärtigst, dass sie einfach nur ein unangenehmes, zudem jegliche Substanz entbehrendes Gefühl ist, kannst Du Deiner Angst ganz gelassen begegnen. Lass sie einfach da sein und nimm sie nicht ernst - sie wird schnell verschwinden. Sie ist nicht "gehaltvoller" als Dein Ärger über den Paketboten, der immer die Pakete für die Nachbarn bei Dir abgeben will.


Ich habe zwar genügend Informationen, aber nicht die Sicherheit, dass dem wirklich so ist :oops: Ja, meine Angst möchte mich ja vermeintlich nur schützen, vor etwas, was gar nicht da ist... und meine Aufgabe ist, nicht nur zu reden, sondern es zu versuchen und mir immer bewusster zu machen! Ich habe auch eine Therapie hinter mir und Panikattacken usw. - aber vielleicht ist es wirklich "nur" dieser einfache Schritt wie ich am Anfang geschrieben habe - die ängstlichen Gedanken zu unterlassen, denn dieses "loslassen" klingt so nach Entbehrung und Verlust, was es mir ja die ganzen Jahre so schwer gemacht hat und sich da die Katze in den Schwanz beisst.

:kgrhl: Das ist herrlich - der Paketbote gibt tatsächlich immer die Pakete für die Nachbarn bei mir ab! Ganz oft!

Hab Du auch einen tollen Tag.

Viele liebe Grüße
Glückskind
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Re: Die Angst gehen lassen

Beitragvon Herzi » 29. Okt 2011, 13:39

Hi all,

Wenn man der Angst entgegengeht, löst sie sich auf.




Gruß, Herzi
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Re: Die Angst gehen lassen

Beitragvon labelle » 29. Okt 2011, 14:02

Liebe Herzi, :danke:

Danke für das tolle eingestellte Video!!!!!!!!!!!!!!!!! :stimmt:

Liebe Grüße
Labelle
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