Der Schritt raus aus der Gleichgütligkeit

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Der Schritt raus aus der Gleichgütligkeit

Beitragvon zimtstern » 3. Okt 2011, 01:57

Hallo mal wieder :lieb:

In letzter Zeit passiert es mir immer häufiger dass ich in so einem seltsamen Zustand festhänge,
auf der Emotionalen Leitskala könnte man das vielleicht am ehsten bei Langeweile einordnen, aber ich bin mir nicht ganz sicher.

Es fühlt sich so nach "nichts" an, wenn ich mich dann frage "ok du magst diesen Zustand nicht, was hättest du denn lieber?" (-> das hilft mir eigentlich immer), dann fällt mir dazu kaum etwas ein, alles ist irgendwie egal.

Ich stelle mir dann oft vor wie ich selbst hinter mir stehe und mich wachrütteln will, aber es klappt einfach nicht :lol:

Es fühlt sich fast wie eine Trance-artiger Zustand an.

Wenn man es auf der ELS tatsächlich bei Langeweile einordnen würde, dann fällt mir auf dass sich dieser Emotionale Zustand genau zwischen einem Schritt in den Vortex und einen Schritt aus dem Vortex heraus befindet.
Also zwischen Zufriedenheit und Pessimismus.

In letzter Zeit hatte ich lange Phasen in denen ich sehr weit unten auf der ELS war, Angst, Wut und Enttäuschung wechselten sich ab. Wenn man nach den Stufen auf der ELS geht, müßte Langeweile/Gleichgültigkeit ein Fortschritt sein, aber die "schlechten" Gefühle haben sich irgendwie dynamischer angefühlt.

Irgendwann, ich kann nicht sagen wodurch, rutsche ich dann wieder aus diesem Zustand heraus, entweder in eine schlechtere oder in eine bessere Emotion,
aber ich weiß nicht wodurch ich diesen Schritt raus aus der Gleichgültigkeit aktiv herbeiführen könnte.

Kennt ihr diesen Zustand, und habt ihr vielleicht eine Idee?

Ganz lieben Gruß,

Zimtstern
:lieb:
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Re: Der Schritt raus aus der Gleichgütligkeit

Beitragvon lawofattraction » 3. Okt 2011, 06:33




Hallo Zimtstern,

das geht einigen Menschen so, wenn sie anfangen, bewusst auf ihre Gefühle zu achten und negative Gefühle zu transformieren. Ich sehe es weniger als einen Zustand der Langeweile an als eine sichere Plattform, von der aus man sich neu orientiert.

Das Gleichgültigkeitsgefühl entsteht oft dann, wenn das Drama der auf der EGS niedrigeren Emotionen nicht mehr so häufig gelebt wird - denn Wut, Hass, Zorn, Eifersucht und Rache haben ein ziemlich grosses Adrenalin-Potential. Es sind Emotionen, die meist grosse innere Bewegung verursachen. Sie sind, genau wie die am weitesten unten auf der EGS angesiedelten Emotionen meist auch von ganz vielen Selbstgesprächen - oder imaginierten Gesprächen mit anderen :clown: - begleitet. Es geschieht viel, der Denkapparat läuft auf Hochtouren.

Im Gegensatz dazu sind die Emotionen, die höher als Langeweile eingestuft werden, viel "ruhiger", sie werden viel mehr gefühlt als gedacht und das lässt dann gerne unbewusst die Idee aufkommen, "da oben" sei es nicht so spannend wie "unten". Daher fallen auch so viele wieder ins Drama zurück, weil es eine Lebendigkeit gibt, die so lange und so gut eingeübt wurde und bekannt ist. Wenn Du das mal nachfühlst - einen Sonnenuntergang beschaulich kontemplieren hat eine so andere Energie als ein Streit und eine nachfolgende Versöhnung. Das eine ist still, das andere ist Drama.

Die Gefühle und Emotionen auf der oberen Skala sind viel ruhiger, unaufregender, viel mehr nach innen als nach aussen gerichtet, sind nicht von so viel innerem Talk begleitet, sondern viel eher von Bildern. Und genau das wird oft als Langeweile gefühlt, wenn man sich lange Zeit energiemässig von den aufwühlenden dunkleren Emotionen genährt hat und vielleicht noch nicht so viel Übung mit innerer Stille hat.

Es ist eine Phase, und nach einiger Zeit wirst Du feststellen, dass diese Langeweile oder Gleichgültigkeit - die das gar nicht ist, sondern lediglich ein ungewohnter Ruhezustand - in ein reiches inneres Erleben übergeht, das wegen seiner Ungewohntheit der Stille einfach geübt und manchmal sogar "ausgehalten" werden möchte.

Lieben Gruss
Loa



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Re: Der Schritt raus aus der Gleichgütligkeit

Beitragvon Sanaei » 3. Okt 2011, 07:10

guten Morgen

und herzlichen Dank für diesen Thread... er spricht mir wirklich aus der Seele.

lieber Gruss
Sanaei
Auf die Dauer der Zeit nimmt die Seele die Farbe Deiner Gedanken an... (Marc Aurel)
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Re: Der Schritt raus aus der Gleichgütligkeit

Beitragvon katgirl » 3. Okt 2011, 18:46

Danke Loa für die (wiederholte) Erklärung. Großartig.
Besonders der Ausdruck "imaginierte Gespräche" tut gut und bringt neue Einsichten.

Ich hatte für mich auch schon mal die Erklärung rangeholt, dass mein Körper, durch die jahrelangen immer wiederkehrenden Dramen und die dann plötzliche Ruhe, auf Adrenalinentzug ist.
Ich weiss, dass dieser Zustand normal ist. Es fühlt sich an wie Stillstand, ist aber ungewohnte Ruhe, die Plattform der Neuorientierung.
Und es ist genauso normal, wie das kaputt und müde fühlen, wenn man mal wieder zurück fällt (was einem früher überhaupt nichts ausgemacht hat).
Das wichtige ist immer das Fühlen, wo man gerade ist.
lg
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Re: Der Schritt raus aus der Gleichgütligkeit

Beitragvon zimtstern » 4. Okt 2011, 01:08

Danke Loa für die Erklärung :lieb:

Es interessant, ich glaube mir fehlen tatsächlich diese hektischen inneren Gespräche, besonder die, die ich mit anderen geführt habe :lol: .
Ich wollte eigentlich immer nur meine Ruhe, alles war so anstrengend besonders andere Menschen, selbst wenn ich kaum unter Menschen war (jetzt weiß ich ja warum).

Und jetzt fühle ich mich tatsächlich sogar ein wenig einsam, da ist niemand gegen den ich ankämpfen oder vor dem ich flüchten möchte.. niemand vor dem ich mich verteidigen muss.

Es ist so ruhig und ich habe plötzlich so viel Zeit. Ich habe gedacht darüber würde ich mich freuen, aber jetzt kommt es mir so vor als würde ich die ganze Zeit darauf warten dass etwas passiert. (Dass die Welt untergeht, oder so etwas in der Art :lol: ).

Früher konnte ich gut mit dieser inneren Stille umgehen, habe mich gerne zurückgezogen, nachgedacht, gemalt und so. Aber in letzter Zeit habe ich mich davon wohl komplett entwöhnt...

Jetzt tauchen tatsächlich teils seltsame Gefühle in mir auf, es erinnert mich ein wenig an Träume in der Nacht.
(Wenn auch bei weitem nicht so intensiv).

Aber ich freue mich auch,.. jetzt muss ich zwar anschauen was ist, aber ich habe von hier aus auch die Möglichkeit etwas bewußt zu verändern.

:gvibes:
Ganz lieben Gruß,

Zimtstern
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Re: Der Schritt raus aus der Gleichgütligkeit

Beitragvon lawofattraction » 4. Okt 2011, 06:57

zimtstern hat geschrieben:Aber ich freue mich auch,.. jetzt muss ich zwar anschauen was ist, ---...


Liebe Zimtstern, dear All,

das musst Du gar nicht, anschauen was ist. Akzeptiere, dass es da ist, und gut ist.

zimtstern hat geschrieben:... aber ich habe von hier aus auch die Möglichkeit etwas bewußt zu verändern.


Nicht auch - die hast Du immer. Und es ist viel mehr als eine Möglichleit - es ist die Macht. Die Macht und Kraft, im Jetzt immer wieder neu zu erschaffen. Das Jetzt ist der Dreh- und Angelpunkt unserer Reralitätsgestaltung. Aus dem Jetzt kannst Du Deine Gedankenmacht anwenden und Deine Welt so gestalten oder verändern, wie Du das gerne möchtest.

Dieses Thema der Desorientierung während einer Übergangszeit, das ist ja hier bei den Foris immer wieder zu spüren. Eigentlich müssten wir im Logo eine Warnung vor den Nebenwirkungen anbringen :clown: "Wer sich mit der Abraham-Lehre beschäftigt, wird nie mehr der oder die sein, die sie vorher waren. Sie verändert das Leben, verändert das Umfeld, verändert das Denken und das Fühlen. Vorübergehend kann Verwirrung eintreten, auch Orientierungslosigkeit, Wut oder Mutlosigkeit."

Das ist alles Teil des Prozesses, zu denen zurückzukehren, die wir wirklich sind. Mancher mag meinen, dass die Abraham-Lehre die Virtuosität der Anwendung von Prozessen ist oder das mechanistische Anwenden des LoA, und manche bleiben auch an diesem Punkt stehen und es geht ihnen gut damit - phantastisch. Wer sich tiefer hinein begibt, wird sich neu orientieren müssen, alten Ballast über Bord werfen, Glaubenssätze aussortieren, fast sicherlich Menschen aus dem Umfeld entfernen (hoffentlich durch Schwingung :pfeif: ) und die Grundfesten des eigenen Weltbildes neu aufbauen.

Die Belohnung für Konstanz und Durchhalten ist ein vollkommen anderes Verständnis unserer "Realität", das Erkennen, wer wir wirklich sind, die Anbindung an unseren Ursprung - kurz gesagt, Erfüllung, Freude, innerer Friede und Ausgeglichenheit. Und die phantastische Erkenntnis, dass wir ein Leben in Freiheit leben - wenn uns etwas nicht gefällt, haben wir die Macht und Kraft, das zu ändern.

Hätte uns das jemand vor Jahren gesagt, als wir kindlich leichtgläubig und vertrauensvoll waren, wäre es auch ein Leichtes gewesen, das zu leben. Statt dessen haben wir uns die Leichtigkeit abtrainiert und sind nun wieder auf dem Weg, Vertrauen aufzubauen in etwas, was im Grund nicht beweisbar ist, da niemand es gesehen oder gehört hat. Da setzt unser Gefühl ein, dem wir als Leitsystem blind vertrauen können. Aber auch da gilt es neu zu lernen, auch da gilt es Vertrauen aufzubauen, da auch unser Glaube in das eigene Gefühl oft nicht fest zementiert ist.

Ich erinnere mich gerade an einen meiner Lieblingsworkshops - 37. Abraham´s Feuerwerk der Wertschätzung für uns Menschen, der mir immer wieder die Tränen der inneren Berührung in die Augen treibt. Ja, ich kann Abraham gut verstehen, wenn sie das sagen, was sie dort sagen.

Liebe Grüsse und einen wunderschönen Tag
Loa



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Re: Der Schritt raus aus der Gleichgütligkeit

Beitragvon Flower1973 » 4. Okt 2011, 07:03

... Menschen aus dem Umfeld entfernen (hoffentlich durch Schwingung ..... :pfeif:

:kgrhl: :five: Das war jetzt ein Lacher :danke:

Lg Flower
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Re: Der Schritt raus aus der Gleichgütligkeit

Beitragvon katgirl » 4. Okt 2011, 07:49

lawofattraction hat geschrieben:Eigentlich müssten wir im Logo eine Warnung vor den Nebenwirkungen anbringen :clown: "Wer sich mit der Abraham-Lehre beschäftigt, wird nie mehr der oder die sein, die sie vorher waren. Sie verändert das Leben, verändert das Umfeld, verändert das Denken und das Fühlen. Vorübergehend kann Verwirrung eintreten, auch Orientierungslosigkeit, Wut oder Mutlosigkeit."

Beipackzettel !!! :clown: :lieb:

Ihr Lieben,
mir fällt dazu auch noch ein Vergleich ein.
Wenn ich über eine längere Zeit mit 150 Sachen auf der Autobahn fahre und dann
auf die Landstraße abfahre und nur noch mit 50 rumgurken darf; dann fühlt es sich ähnlich nach Stillstand an.
Ich bin zwar immer noch in Bewegung und fahre, aber es kommt mir vor, als ob ich stehen würde.
Mein Körper und mein Verstand müssen erst die richtige Relation wieder finden.
lg
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Re: Der Schritt raus aus der Gleichgütligkeit

Beitragvon source » 21. Okt 2011, 16:22

Hallo,

danke für diesen Thread, ich kann das Gefühl der inneren Leere oder "Langeweile" so gut nachvollziehen...seitdem ich mich wirklich auf Abraham eingelassen habe und mich mehr und mehr mit der Lehre beschäftige bemerke ich auch, dass sich bei mir ganz viel verändert....und bin beruhigt dass es nicht nur mir so geht....

Das ist natürlich super und soll so sein aber es kommen immer wieder Tage, an denen man sich irgendwie haltlos fühlt und mutlos...aber ich glaube auch, dass es einfach daher kommt, dass sich viele alte Gedankenmuster verabschieden und zumindest bei mir, das Leben sich neu ordnet in ganz vielen Bereiche...

Was hilft ist entspannen und loslassen, immer wieder, Vertrauen darauf, dass alles gut ist und dass wertschätzen was da ist...besonders die neuen Workshops sind dabei soooo hilfreich, denn ich muss keine Mnaifestation oder Veränderung im Außen wahrnehmen sondern es reicht, wenn ich das Gefühl manifestiere :gvibes: wundervoll!

Und jedesmal wenns gar nicht weiterzugehen scheint finde ich hier im Forum einen Thread oder ein Zitat, was mich wieder in den richtigen Fluss bringt...danke dafür :ros:
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Re: Der Schritt raus aus der Gleichgütligkeit

Beitragvon Shiva » 21. Okt 2011, 19:35

Hallo Ihr Lieben,

Dieser Beitrag passt mal wieder bei mir wie die Fasut aufs Auge wie man so schön sagt. Ich bin eigentlich ein sehr impulsiver "hibbeliger" Mensch. Seit einiger Zeit geht es mir auch so. Klar habe ich darüber nachgedacht, was das sein kann und hatte schon die eine oder andere Erklärung parat - aber Loa Danke Dir :lieb: :lieb: Du hast das wieder wunderbar erklärt - und das hilft mir auf jeden Fall weiter.

Immer dreht man, im Job, in der Selbstsändigkeit - familiäre Dinge - all das, mit der Hilfe von Abraham holt man sich immer mal wieder vom Baum runter, wie ich immer so schön sage, holt sich Zuversicht, hat Rückschläge - aber ich glaube immer und arbeite an mir.

Ich verstehe das so, dass ich eine gewisse Phase "überstanden" habe - und ehrlich es geht mir gut damit, auch wenn es Baustellen gibt - aber gerade in diesem Zustand kann ich die besser umfahren bzw. ausbessern. Das "unaufgeregte" bringt mich auf jeden Fall weiter, als wenn ich zetter, wütend bin, weine usw. So kann ich im klaren Gedanken über meine Pläne nachdenken und diese "in Ruhe" verwirklichen. Mache ich etwas in Stress oder Hektik komme ich meist keinen Schritt weiter, ganz im Gegenteil.

Ich hatte jetzt ein paar Tage frei - und ich habe nichts getan, kaum jemanden angerufen usw. das geht auch noch nächste Woche, alles kommt wie es kommen soll und ich genieße "die freie Zeit".

PS das mit dem Auto ist ein guter Vergleich, ich bin auch manchmal auf der Autobahn unterwegs. Wenn wir dann immer auf der Landstraße sind, sagen wir auch immer "Das kommt uns vor als würden wir stehen" wenn wir selbst noch 60kmh fahren.

Danke nochmal für die tolle Erklärung Shvia :danke:
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Re: Der Schritt raus aus der Gleichgültigkeit

Beitragvon bliss » 21. Okt 2011, 22:18

Hi all,

es scheint gerade ein kollektives Autobahnverlassen stattzufinden... ich mache auch seit drei Tagen nichts mehr außer dem Nötigsten - und genieße es, gewissermaßen nach der Autobahnfahrt an der roten Ampel zu stehen, bevor es in gemächlichem Tempo weitertuckert... langsam genug, um die Aussicht zu genießen oder sogar während der Fahrt Blumen zu pflücken. Meine rote Ampel war "You are trying too hard - chill out!". Mach ich! :stimmt:

LG
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Re: Der Schritt raus aus der Gleichgütligkeit

Beitragvon Menschenfreund » 12. Mai 2015, 07:48

Ein herzliches Hallo an die lieben Foris,

ich grabe diesen Thread aus, da ich mich genau in dieser Übergangsphase befinde. War schon immer ein eher ruhiger Mensch, aber über die Wochen und Monate habe ich mir immer wieder durch Affirmationen eingeredet, dass mich nichts, aber auch gar nichts mehr aus der Bahn werfen kann - und so ist es - mit ganz wenigen Ausnahmen.

Aktuelle Situation: Die Miete konnte ich bislang noch nicht bezahlen - ich bin innerlich ruhig und entspannt, auch wenn ganz kurz mal ein Gedanke aufkommt "was passieren könnte wenn ich nicht bezahle". Aber selbst diese Gedanken flössen mir kein Unbehagen oder Angst ein (unbewusst vielleicht doch?) Es kommt mir wirklich sehr oft so vor, wie wenn es mich nicht sonderlich interessieren würde. Genau gleich mit anderen offenen Rechnungen die ich schon längst bezahlt haben müsste. Einfach Ruhe und Stille.

Ich geniesse diese Ruhe, ja klar - konnte gestern auch völlig ruhig und entspannt, ohne Schuldgefühle am Rheinufer sitzen und mich mit einem Workshop und dem Buch "ein neuer Anfang" auseinandersetzen - über mehrere Stunden.

Die Herausforderung für mich besteht aktuell darin, dass ich in diesem Zustand nicht mein inneres Leitsystem weder fühle, spüre oder höre, in welche Richtung die Reise gehen könnte - aus der Sicht meines Inneren Wesens, in Übereinstimmung mit meinen Gefühlen. Es ist ja so, dass ich diese Situation anders erleben / leben möchte. Da sind auch schon viele Wunschraketen abgeschossen worden. Daher habe ich versucht mit den verschiedenen Methoden an meine Gefühle heranzukommen aber das klappt nicht so intensiv, wie ich mir das Wünsche.

Diese innere Ruhe, dieses "mir ist es egal" zieht sich durch alle Lebensbereiche durch. Kommt mir so vor, wie wenn ich in jedem einzelnen Lebensbereich völlig ohne Plan lebe. Ich kann zwar visualisieren, was ich gerne hätte, aber auch hier - keine oder nur sehr sehr schwache Gefühle.

Ich bin mir der Tatsache bewusst, dass ich diese Situation kreiert habe, ich weiss auch, dass ich da wieder selbst rauskommen werde dennoch ist meine Frage, wie man mit so einer Situation umgeht. Vor allem damit, dass man sich so ein wenig fühlt, wie wenn man zwischen Stuhl und Bank hängt.

Wie geht man damit um, wenn man nicht wirklich weiss, was man in allen Lebensbereichen will? Ich hab zwar vage, undefinierte Wünsche in vielen Bereichen aber es fühlt sich einfach alles so uninspiriert an. Komme mir vor wie auf einem Floss dass irgendwo im grossen Ozean treibt und Land zum Anlegen sucht ...

Trotz diesem ungewohnten Zustand werde ich weiter in die Stille gehen, trotz der momentanen Situation bleibe ich dran denn ich bin der Überzeugung, dass ich mein Leben dahingehend verändern kann, so wie ich es mir wünsche.

Lieber Gruss Menschenfreund
Menschenfreund
 

Re: Der Schritt raus aus der Gleichgütligkeit

Beitragvon lawofattraction » 12. Mai 2015, 08:58

Menschenfreund hat geschrieben:Die Herausforderung für mich besteht aktuell darin, dass ich in diesem Zustand nicht mein inneres Leitsystem weder fühle, spüre oder höre, in welche Richtung die Reise gehen könnte - aus der Sicht meines Inneren Wesens, in Übereinstimmung mit meinen Gefühlen. Es ist ja so, dass ich diese Situation anders erleben / leben möchte.


Hallo Menschenfreund,

es ist möglich, dass Du diesen Eindruck nur deshalb hast, weil Du meinst, dass es jetzt unbedingt in irgendeine Richtung gehen muss. Vielleicht signalisiert Dir Dein Leitsystem aber genau das Gegenteil, dass es nämlich nicht an der Zeit ist, eine Richtung zu definieren und sich nur aus der Ruhe heraus das Bild entwickeln wird.

Unsere Intuition hat manchmal eine sehr leise Stimme, die ausschliesslich aus der Stille gehört werden kann. Wenn Du diese Stille mit krampfhaften Visualisierungen oder dem Suchen nach neuen Wegen übertönst, wirst Du sie kaum hören können. Und dann ist es möglich, dass es Dir so vorkommt, als sei Funkstille von Deinem Inner Being, wenn Du etwas Bestimmtes erwartest, Dir aber etwas ganz anderes mitgeteilt wird.

Lieben Gruss
Loa



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Re: Der Schritt raus aus der Gleichgütligkeit

Beitragvon Menschenfreund » 12. Mai 2015, 11:19

Liebe Loa
mir sind gerade einige Leuchten aufgegangen:

lawofattraction hat geschrieben:Unsere Intuition hat manchmal eine sehr leise Stimme, die ausschliesslich aus der Stille gehört werden kann. Wenn Du diese Stille mit krampfhaften Visualisierungen oder dem Suchen nach neuen Wegen übertönst, wirst Du sie kaum hören können. Und dann ist es möglich, dass es Dir so vorkommt, als sei Funkstille von Deinem Inner Being, wenn Du etwas Bestimmtes erwartest, Dir aber etwas ganz anderes mitgeteilt wird.


Obwohl ich mich sehr entspannt und relaxed vorkomme, habe ich also versucht "etwas zu erzwingen" und das "Wichtige", nämlich die Botschaft(en) meiner Quelle im Endeffekt "überstimmt" mit unispiriertem Handeln.

lawofattraction hat geschrieben:es ist möglich, dass Du diesen Eindruck nur deshalb hast, weil Du meinst, dass es jetzt unbedingt in irgendeine Richtung gehen muss. Vielleicht signalisiert Dir Dein Leitsystem aber genau das Gegenteil, dass es nämlich nicht an der Zeit ist, eine Richtung zu definieren und sich nur aus der Ruhe heraus das Bild entwickeln wird.


Ich interpretiere das jetzt so, dass ich für den Moment nicht aktiv irgendetwas tun soll. Vielmehr die Stille zu suchen um die Botschaften meiner Quelle zu bemerken, hören, sehen fühlen ... also inspiriertes Handeln ...

ich hab verstanden.

Und da mir gerade eben dank Deinen Worten mindestens ein Licht aufgegangen ist, setze ich mich heute Nachmittag ohne Block, ohne irgendetwas ans Flussufer und bin einfach ... im Sein ... in der Stille ... 8-)

:danke: LoA
Menschenfreund
 

Re: Der Schritt raus aus der Gleichgütligkeit

Beitragvon lawofattraction » 13. Mai 2015, 07:15

Menschenfreund hat geschrieben:Ich interpretiere das jetzt so, dass ich für den Moment nicht aktiv irgendetwas tun soll. Vielmehr die Stille zu suchen um die Botschaften meiner Quelle zu bemerken, hören, sehen fühlen ... also inspiriertes Handeln ...


Hallo Menschenfreund,

es muss nicht zwingend äussere Stille sein, die kann, muss aber nicht förderlich sein. Aber die innere Stille, der Verzicht auf Gedanken, die etwas forcieren und bewegen wollen, ist wichtig. Du kannst Dich in ein Café setzen oder in einen Park oder an an den Rand eines Kinderspielplatzes und das Treiben der anderen beobachten oder mitten in einer Menschenmenge sein und trotzdem innerlich "still" sein. Das ist selbst in einer Unterhaltung möglich, denn das innere "still" bedeutet, keine Gedanken zu haben, dass jetzt etwas getan werden muss oder soll und für eine Weile darauf zu verzichten, die Dinge durch Aktion zu forcieren.

Die Intuition poltert nicht und klopft nicht laut an, sie gibt Impulse und Eingebungen und blitzartige Ideen, denen wir deshalb folgen, weil sie sich vollkommen selbstverständlich anfühlen. Einen anderen Weg nehmen oder etwas für uns Atypisches tun, spontane Entscheidungen treffen - und voller Vertrauen und Freude in dem Wissen, dass das Universum uns in diesem Zustand der Bereitschaft zur Kommunikation Hinweise gibt und Wege aufzeigt, die zu unserer Freude und der Erfüllung unserer Wünsche führen.

Lieben Gruss
Loa



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Re: Der Schritt raus aus der Gleichgütligkeit

Beitragvon Mik » 13. Mai 2015, 22:20

Lieber Menschenfreund,
ich weiß nicht ob Abraham da etwas differenzierteres zu beschrieben haben, aber in anderen spirituellen Lehren ist es ein sehr wichtiger Faktor grundsätzlich alle Gefühle zuzulassen.Und zwar in dem Sinne, dass du deinen Körper entspannst u bspw Wut, Angst, Traurigkeit einfach durch den Körper fliessen lässt. Wenn diese GEfühle nicht durch "Geschichten" also sorgenvolle GEdanken genährt werden, ebben sie schnell ab und es bleibt ein entspannter Körper zurück. Wenn du negative Gefühle nicht spüren willst und Deine Wunschrakete klingt für mich so, dann geht das nur zu dem Preis Gefühle ganz abzudämpfen u auch keine nennenswerten positiven Empfindungen zu haben oder innere Anspannung aufzubauen durch den andauernden Widerstand.
Für mich wäre die Lösung:
keine sorgenvolle Gedanken wählen, aber aufkommende negative Gefühle zuzulassen ohne sie durch Gedanken weiter zu füttern (also wirklich hinsetzen, Körper entspannen und es einfach geschehenlassen - der spirituelle Lehrer u Psychologe Christian Meyer aus BErlin beschäftigt sich ganz intensiv mit dieser Methode)
Und zur Erschaffung von positiven Erlebnissen:
Im Sinne von LOA dann konkretere Aussagen treffen: nicht nur : das soll mir nichts machen, sondern vielleicht eher:
ich möchte das immer mehr als freudvolle Herausforderung betrachten. Also als Ziel benennen andere Gefühle, statt Gleichgültigkeit auch zu dem Thema zu entwickeln.

liebe Grüße
Mik
Wundervoll ! Der Weg zur Gesundheit ist mit guten Gefühlen gepflastert
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Re: Der Schritt raus aus der Gleichgütligkeit

Beitragvon Menschenfreund » 14. Mai 2015, 05:35

Liebe LoA

lawofattraction hat geschrieben:Das ist selbst in einer Unterhaltung möglich, denn das innere "still" bedeutet, keine Gedanken zu haben, dass jetzt etwas getan werden muss oder soll und für eine Weile darauf zu verzichten, die Dinge durch Aktion zu forcieren.


das verrückte ist ja, dass ich diese Gedanken "ich muss dies oder jenes tun" nicht wirklich bewusst wahrnehme. Es kommt mir einfach vor wie wenn das, was ich tue, völlig dem Autopiloten unterworfen ist. Ich kann den ganzen Tag irgendetwas tun, ohne bewusst an eine Handlung zu denken. Ich hab also keine bewussten verbale oder visuelle Impulse; das läuft automatisch.

Ich hör mir Musik an, ich bearbeite ein paar Bilder die mir gefallen, lese hier im Forum, in den Büchern von Abraham - Hicks, schreibe Zitate ab, beschäftige mich mit den Workshops oder den Methoden und am Abend habe ich das Gefühl nicht wirklich etwas getan zu haben. Wobei das Lesen im Forum bringt mich in kleinen Schritten weiter. Im Klartext, ich habe fast keine Klarheit darüber was ich tue und warum ...

lawofattraction hat geschrieben:Die Intuition poltert nicht und klopft nicht laut an, sie gibt Impulse und Eingebungen und blitzartige Ideen, denen wir deshalb folgen, weil sie sich vollkommen selbstverständlich anfühlen. Einen anderen Weg nehmen oder etwas für uns Atypisches tun, spontane Entscheidungen treffen - und voller Vertrauen und Freude in dem Wissen, dass das Universum uns in diesem Zustand der Bereitschaft zur Kommunikation Hinweise gibt und Wege aufzeigt, die zu unserer Freude und der Erfüllung unserer Wünsche führen.


Daher meine Aussage, dass ich mich quasi selbst dazu verpflichte "nichts" zu tun, außer in mich kehren, in die Stille um zu lernen, wie diese subtile Kommunikation in mir / bei mir funktioniert. Aber ich weiß schon, woher dass das kommt - habe mir jetzt beinahe 15 Jahre eingeredet, dass ich innerlich tot sei, dass ich nichts empfinde, und auch nichts empfinden will ...

Für mich ist es einfach schwierig, jetzt den für mich richtigen Weg zu finden, beziehungsweise den Anfang zu finden um diese Situation zu verlassen und mir das Leben aufbauen, was ich möchte. Eventuell würde es mir viel bringen, mir zu notieren, was ich denn wirklich will ... aber auch da herrscht keine Klarheit. Viele Wünsche, viele Träume aber so was richtig konkretes gibt es nicht - ausser, dass es an der Zeit ist, ein anderes Leben aufzubauen und zu Leben.

Mik hat geschrieben:es ein sehr wichtiger Faktor grundsätzlich alle Gefühle zuzulassen.Und zwar in dem Sinne, dass du deinen Körper entspannst u bspw Wut, Angst, Traurigkeit einfach durch den Körper fliessen lässt. Wenn diese GEfühle nicht durch "Geschichten" also sorgenvolle Gedanken genährt werden, ebben sie schnell ab und es bleibt ein entspannter Körper zurück. Wenn du negative Gefühle nicht spüren willst und Deine Wunschrakete klingt für mich so, dann geht das nur zu dem Preis Gefühle ganz abzudämpfen u auch keine nennenswerten positiven Empfindungen zu haben oder innere Anspannung aufzubauen durch den andauernden Widerstand.


Lieber Mik, da hast du Recht. Hab seit ich denken kann meine Gefühle unterdrückt, weil man mir das quasi als Schwäche suggeriert hat, und einen Adoptivvater als Vorbild den ich nur einmal erlebt habe, wo er seine Emotionen gezeigt hatte - aus Enttäuschung - wegen mir. Ich bin immer allem aus dem Weg gegangen, Gefühle habe ich mit aller Konsequenz unterdrückt und im Endeffekt habe ich mich immer "zum Wohl der anderen" angepasst.

Auch die Sache mit dem Widerstand. Ich war immer der Rebell, der Aussenseiter, der der nicht ganz sauber tickt - also schon seit jungen Jahren immer im Widerstand, im Kampf gegen das Aussen, aber auch gegen mich selber.

Mik hat geschrieben:keine sorgenvolle Gedanken wählen, aber aufkommende negative Gefühle zuzulassen ohne sie durch Gedanken weiter zu füttern (also wirklich hinsetzen, Körper entspannen und es einfach geschehenlassen - der spirituelle Lehrer u Psychologe Christian Meyer aus BErlin beschäftigt sich ganz intensiv mit dieser Methode)
Und zur Erschaffung von positiven Erlebnissen: Im Sinne von LOA dann konkretere Aussagen treffen: nicht nur : das soll mir nichts machen, sondern vielleicht eher: ich möchte das immer mehr als freudvolle Herausforderung betrachten. Also als Ziel benennen andere Gefühle, statt Gleichgültigkeit auch zu dem Thema zu entwickeln.


Schöner Ansatz. Meine Herausforderung ist jetzt, dass ich mir dieses bewusste Denken antrainieren möchte / darf. Denn bewusste Gedanken habe ich am Tag vielleicht maximal 100, also extrem wenig. Alles andere läuft unbewusst ab. Was ich, wenn ich ganz ehrlich bin möchte ist, dass ich Gefühle zulassen kann, so dass ich mit dem EGS arbeiten kann und zum anderen, dass ich mir bewusst werde, was ich denn eigentlich will. Das habe ich nämlich alles unterdrückt, in die Ecke gestellt, eingeschlossen und jetzt, wo ich mir wünschen würde meine Gedanken und Gefühle kennen zu lernen, sind sie noch irgendwo in einer dunklen Ecke verborgen.

Das Einzige was ich wirklich weiss ist: Mein aktueller Zustand ist ein Zustand den ich zwar irgendwie akzeptieren kann, aber es ist sicher nicht das was ich will...

Lieber Gruss Menschenfreund
Menschenfreund
 

Re: Der Schritt raus aus der Gleichgütligkeit

Beitragvon lawofattraction » 14. Mai 2015, 08:38




Lieber Menschenfreund,

als Bild, das Deine Situation beschreibt, kann ich mir eine Schaltstelle vorstellen, die zwischen den Gedanken und Gefühlen als vermittelndes Element besteht und aus beiden eine Einheit bildet. Bei Dir hat aber diese Schaltstelle einen Kurzschluss erlitten, und nun sind Gedanken und Gefühle nur getrennt zugänglich - wenn überhaupt. Es fehlt die wichtige gegenseitige Information beider Seiten, die dem Gesamtkomplex überhaupt erst einen Sinn verleiht.

Im "Normalfall" (mir fällt gerade kein besserer Ausdruck ein) geben uns unsere Gefühle Auskunft darüber, was wir denken und das, was wir denken, zieht bestimmte Gefühle nach sich, die wir im Körper erfahren. Gedanken und Gefühle bedingen und ergänzen sich also ständig gegenseitig, wobei uns die Gefühle Informationen übermitteln, was wir inhaltlich denken. Ist die Schaltstelle unterbrochen, so werden beide als getrennte Elemente empfunden und die Information, die zwischen den beiden hin- und herlaufen kann, ist nicht erhältlich.

Es gilt also, diese Schaltstelle wieder zu aktivieren und zu erfahren, wie es ist, wenn Gedanken und Gefühle wieder zusammen arbeiten. Ich würde dazu einmal eine ganz einfache Übung machen. Wenn Du bewusst an diese Aufgabe herangehst, wirst Du auch auf die Information zugreifen können.

Sage Dir und diesen Komponenten, die Du wieder zusammenführen möchtest, zuerst einmal, dass keine Gefahr besteht, wenn Du das tust. Sprich mit ihnen, als hätten sie Ohren und Verständnis - was auch der Fall ist - und erkläre, was Deine Absicht ist. Das frühe Abtrennen der Gedanken von den Gefühlen war für Dich ja ein Schutzmechanismus, der offensichtlich auch gut funktioniert hat. Er weiss aber nicht, dass er heute nicht mehr notwendig ist. Sprich einfach mit Deinem Unterbewusstsein wie mit einem Freund und sage ihm: "ich weiss, dass Du mich beschützt hast, und das hat mir auch enorm geholfen. Aber jetzt will ich etwas anderes erfahren und schlage vor, dass wir einfach mal eine Weile etwas anderes ausprobieren. Wir können jederzeit wieder das vorherige System aufnehmen."

Wenn sich das für Dich in Ordnung anfühlt, tue den zweiten Schritt. Frage Dich immer wieder während des Tages "was fühle ich gerade jetzt?" Du kannst Dir einen Wecker stellen, der Dich in Abständen erinnert. Nimm Dir Zeit, erforsche Deinen Körper nach Gefühlen, wo sitzt da etwas, was sich mit Worten beschreiben lässt? An welcher Stelle im Körper? Ist das Gefühl stark oder schwach? Und benenne die Gefühle, gib ihnen Namen. Ist es Enge, Ausdehnung, Schaudern oder angenehmes Kribbeln oder Knoten im Magen oder entspanntes Wohlgefühl? Bemerke alle Gefühle, die auf irgendeine Weise durch den Körper ihren Ausdruck finden (müssen).

Wenn sich diese Übung für Dich nicht mehr seltsam anfühlt, geh einen Schritt weiter und frage Dich sofort nach der Identifizierung des Gefühls "was habe ich gerade gedacht?" Die zeitnahe Frage wird Dir Zugriff auf den Gedankengang geben - und zwar immer häufiger, je mehr Du das einübst. Und ich behaupte einfach einmal, dass Du dann auf dem allerbesten Weg bist, Deine Schaltzentrale zwischen Gedanken und Gefühlen wieder zu aktivieren.

Lieben Gruss
Loa



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Re: Der Schritt raus aus der Gleichgütligkeit

Beitragvon Kein_Schnee » 14. Mai 2015, 08:50

Hallo Menschenfreund,

Menschenfreund hat geschrieben:Für mich ist es einfach schwierig, jetzt den für mich richtigen Weg zu finden, beziehungsweise den Anfang zu finden um diese Situation zu verlassen und mir das Leben aufbauen, was ich möchte.


Da liegt meiner Meinung nach der Hemmschuh, denn Du mußt den Weg nicht finden, denn er findet Dich, wenn Du Deinem Wohlgefühl folgst.
Und ein Leben muß man nicht aufbauen, es IST. Jetzt.
Und JETZT kannst Du entscheiden, was Du möchtest.

Menschenfreund hat geschrieben:Viele Wünsche, viele Träume aber so was richtig konkretes gibt es nicht


Was wäre denn etwas Konkretes?
Der Wunsch, nichts zu tun, ist etwas Konkretes, der Wunsch, ein Eis zu essen, ist etwas Konkretes, und auch z.B. der Traum, in einem schönen Haus zu leben.
All das sind kokrete Dinge.
Welche Maßstäbe legst Du bei der Bewertung an?
Ich habe das Gefühl, dass bei Dir viele Konditionierungen eine Rolle spielen, die Deinem Wohlgefühl im Wege stehen.
Deshalb wäre es vielleicht hilfreich, Deine Glaubenssätze einmal daraufhin mal überprüfen.
Du mußt nichts leisten, nichts aufbauen.
Einfach Freude haben, egal an was.

Und Du folgst ja bereits Deiner Intuition:
Menschenfreund hat geschrieben:Ich hör mir Musik an, ich bearbeite ein paar Bilder die mir gefallen, lese hier im Forum, in den Büchern von Abraham - Hicks, schreibe Zitate ab, beschäftige mich mit den Workshops oder den Methoden und am Abend habe ich das Gefühl nicht wirklich etwas getan zu haben. Wobei das Lesen im Forum bringt mich in kleinen Schritten weiter. Im Klartext, ich habe fast keine Klarheit darüber was ich tue und warum ...


Vertraue ihr und bewerte nicht.

Lieben Gruß,

KeinSchnee
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Re: Der Schritt raus aus der Gleichgütligkeit

Beitragvon Menschenfreund » 15. Mai 2015, 12:12

Liebe LoA, herzlichen Dank für Dein Feedback :-)

lawofattraction hat geschrieben:
Es gilt also, diese Schaltstelle wieder zu aktivieren und zu erfahren, wie es ist, wenn Gedanken und Gefühle wieder zusammen arbeiten. Ich würde dazu einmal eine ganz einfache Übung machen. Wenn Du bewusst an diese Aufgabe herangehst, wirst Du auch auf die Information zugreifen können.


Ich habe soeben angefangen, diese Übung in die Praxis umzusetzen. Ich nehme mir jetzt einfach bewusst Zeit um meine Gefühle zu erkennen und in zarten Ansätzen funktioniert das auch. Ich hab jetzt auch angefangen kann bewusst mit meinem Inneren Wesen zu sprechen. Fühlt sich noch etwas unbeholfen an, aber ich spüre da schon Energie.


Liebe Kein_Schnee, auch Dir ein Dankeschön für Dein Feedback.

Kein_Schnee hat geschrieben:
Da liegt meiner Meinung nach der Hemmschuh, denn Du mußt den Weg nicht finden, denn er findet Dich, wenn Du Deinem Wohlgefühl folgst. Und ein Leben muß man nicht aufbauen, es IST. Jetzt. Und JETZT kannst Du entscheiden, was Du möchtest.


Ich muss mir doch zuerst im Klaren darüber sein, was ich wirklich will um diese Entscheidung treffen zu können. Oder geht es in Deiner Aussage darum, wenn man sich dem Wohlgefühl folgt solche Entscheidungen aufgrund des Wohlgefühls fast wie von selbst ergeben?

Kein_Schnee hat geschrieben:
Was wäre denn etwas Konkretes? Der Wunsch, nichts zu tun, ist etwas Konkretes, der Wunsch, ein Eis zu essen, ist etwas Konkretes, und auch z.B. der Traum, in einem schönen Haus zu leben. All das sind kokrete Dinge. Welche Maßstäbe legst Du bei der Bewertung an?


Was konkretes wäre für mich, ein Leben in Freude und Glück zu leben, nicht wie jetzt in Schulden, in der "finanziellen Armut", nicht einsam und alleine, nicht im Trübsal, im Widerspruch sondern einfach das Leben fliessen lassen, einfach glücklich sein ohne diese gewaltigen Kontraste, vor allem aber ohne Angst die Dinge zu tun, die mir Freude bereiten, mich glücklich fühlen lassen und so weiter. In die Bewertung fliesst zum Beispiel der Grad der Freiheit und der Unabhängigkeit ein. Machte mich 30 Jahre lang selbst zum Opfer, wahr mehr oder weniger immer abhängig von Anderen - und diese zwei Sachen - Freiheit und Unabhängigkeit - will ich einfach erleben, haben und leben. Die Diskrepanz vom Ist-Zustand zu dem was ich will, ist allerdings gross, aber mit Zwischenschritten sicher zu erreichen.

Kein_Schnee hat geschrieben:
Ich habe das Gefühl, dass bei Dir viele Konditionierungen eine Rolle spielen, die Deinem Wohlgefühl im Wege stehen. Deshalb wäre es vielleicht hilfreich, Deine Glaubenssätze einmal daraufhin mal überprüfen. Du mußt nichts leisten, nichts aufbauen. Einfach Freude haben, egal an was.


Es gibt sehr viele Konditionierungen die eine Rolle spielen, da hast Du vollkommen Recht. Diese sind ja bedingt durch das, was ich mir selbst angezogen haben. Und jetzt, so fühle ich mich zumindest, auf dem Weg diesen Konditionierungen auf den Grund zu gehen, ihnen auf die Schliche zu kommen um eben bewusste Veränderungen zu erleben. Meine Glaubenssätze kann ich, so zumindest mein empfinden erst erkennen, wenn ich meine Gedanken wahrnehme, und an dieser Basis "arbeite" ich gerade.

Bezüglich dem "nichts leisten, nichts aufbauen" - das ist ein Knackpunkt, eine grosse Herausforderung, denn das braucht Vertrauen sich genau in diesen Zustand zu begeben. Da habe ich ein Hemmschuh angezogen, womöglich aus Angst, dass ich mich selbst kennen lernen darf, aus Angst, dass ich unter Umständen glücklich sein darf obwohl ich mir das immer anders eingeredet habe. Und diese Freude, von der Du schreibst, die versuche ich zu finden, zu erkennen und vor allem zu erleben. Aber es ist ein Prozess, der in geschriebenen Worten vielleicht einfach erscheinen mag aber in der Praxis die eine oder andere Herausforderung mit sich bringt. Gerade in Sachen Zulassen und Vertrauen haben.


Habe aber gestern zwei sehr schöne Sachen erlebt. Kurz nachdem ich meinen letzten Post geschrieben habe, in dem ich mir mehr Klarheit gewünscht habe über so manche Dinge wurde mir innert Kürze hier im Forum die Antwort gezeigt. Ich hatte in einem anderen Tab noch einen anderes Forenthema offen. Dort fand ich den Link zum Youtube-Kanal des Forums. Dort habe ich das Video Abraham gibt uns eine Kiste voll mit Tricks angeschaut und dort geht es um einige Workshops. Insbesondere aber darum sich Gedanken bewusst zu denken. Das empfand ich als sehr schön.

Das Zweite was ich erleben durfte war Folgendes: Ich hab vor Kurzem Adele entdeckt, da gab es ein Song - One and Only - Adele, der mich an einer Stelle ganz besonders berührt hat in Form von Kribbeln und Tränen in den Augen zu haben. Nach Euren Antworten wollte ich wissen was diese Stelle sagt. Die betreffende Stelle sagt Folgendes: "Every feeling, every word, I've imagined it all" / jedes Gefühl, jedes Wort, ich erinnere mich an Alles. Für mich wahr sofort klar, was diese Stelle für mich bedeutet, nämlich dass, das mein Inneres Wesen alles weiss. Und kam so viel Energie hoch, dass ich den Song mehrere Male hintereinander anhörte. Eine sehr schöne Sache ...

Lieber Gruss Menschenfreund
Menschenfreund
 

Re: Der Schritt raus aus der Gleichgütligkeit

Beitragvon lawofattraction » 16. Mai 2015, 07:31

Menschenfreund hat geschrieben:Machte mich 30 Jahre lang selbst zum Opfer, wahr mehr oder weniger immer abhängig von Anderen - und diese zwei Sachen - Freiheit und Unabhängigkeit - will ich einfach erleben, haben und leben. Die Diskrepanz vom Ist-Zustand zu dem was ich will, ist allerdings gross, aber mit Zwischenschritten sicher zu erreichen.


Lieber Menschenfreund,

dies ist ein Punkt, den Du vielleicht nochmals anschauen könntest. Du weisst ja, dass es unsere Gedanken sind, die unsere Realität erschaffen. Der Jetzt-Moment ist das Sprungbrett für das, was wir von nun an und in der Zukunft erfahren und erleben werden - unser Kraftpunkt, aus dem wir durch die Macht unserer Gedanken das formen können, was wir wünschen.

Diese Betrachtung macht klar, dass Freiheit und Unabhängigkeit nichts ist, was in die Zukunft geschoben werden muss. Freiheit und Unabhängigkeit sind vor allem Geisteszustände und jederzeit erfahrbar, und sie sind weder von den äusseren Umständen noch von anderen Personen abhängig und können von anderen nicht im Mindesten beschnitten werden.

Freiheit und Unabhängigkeit findet in unseren Gedanken statt - die Freiheit zu denken, was wir wollen und was vom Umfang und von den Themen her schier unbegrenzt ist. Wenn Du Dir diesen Gedanken zu eigen machen kannst, räumst Du gleich einmal mit dem Glaubenssatz auf, dass andere Menschen in der Lage seien, Dich in diesen beiden Punkten zu behindern.

Mache Dir nochmal bewusst, dass jede Wunscherfüllung zuerst in unseren Gedanken und Gefühlen erfahren wird - erfahren werden muss -, bevor wir sie physisch manifestiert erleben. Dann wird Dir klar, dass Du für genau diese beiden wichtigen Werte nicht auf ihre materielle Verwirklichung warten musst, sondern sie Dir jetzt schon zu eigen machen kannst - in der Freiheit und Unabhängigkeit Deiner Gedanken.

Dann kann das LoA gar nicht anders, als Dir das auch als Realität zu liefern.

Lieben Gruss
Loa


*Resistance means feeling Singular instead of Plural* Abraham


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