Brauche Unterstützung b. d. Anwendung der Methode 22: Sich a

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Brauche Unterstützung b. d. Anwendung der Methode 22: Sich a

Beitragvon coyote » 10. Mai 2015, 14:00

Hallo liebes Forum,
ich habe mich vor ein paar Tagen von meinem Freund getrennt. Eigentlich waren wir nur ein halbes Jahr zusammen, aber meine Zweifel haben sich schon nach 3 Monaten eingestellt. Die äußeren Parameter standen gut, zumindest ein paar, dass wir uns eine gemeinsame Zukunft aufbauen könnten.. Z. B. habe ich einen Kinderwunsch und auch er war einem weiteren Kind nicht abgeneigt.
Ich hatte immer mehr auszusetzen an ihm. Er hat das oft auch angenommen. Also eigentlich gar kein Problem, mag man meinen. Aber mein Gemeckere hat mir sehr zu schaffen gemacht und mich sehr zum Zweifeln gebracht. Meiner Meinung nach ist dies nicht erforderlich, wenn genug Liebe zwischen 2 Menschen besteht. Die Liebe gibt einem soviel Kraft, dass man sogar kleine Macken des Partners erträgt. Aber dem war so nicht bei mir. Das Ganze hat mich gesundheitlich sehr belastet, so sehr, dass ich so einfach nicht mehr weiter machen konnte und jetzt schauen muss, dass ich wieder fit werde. Daher hatte ich vor ein paar Tagen die Beziehung beendet.
Vor dieser Beziehung war ich ungefähr ein Jahr Single. In der Beziehung davor, war ich die jenige, die verlassen wurde. Das war sehr schmerzhaft, da ich diesen Mann sehr liebte. Die Trennung habe ich mit viel Sport kompensiert und fühlte mich eigentlich den Umständen entsprechend gut. Ich hatte den Eindruck, zu trauern, aber mich trotzdem weiter zu bewegen. Ich wollte einfach nicht apathatisch auf meinem Bett liegen.
Im Nachhinhein habe ich aber den Eindruck, dass ich den Schmerz unterdrückt habe und sich das jetzt geballt, mit der anderen gescheiterten Beziehung zusammen gebraut hat und mich doch letztendlich in die Aphathie zwingt. Nun möchte ich diese schmerzhaften Gefühle zulassen und aufarbeiten. Als erstes aber die Wut, die ich immer noch auf meinen aktuellen Ex-Freund habe. Auch die Trennung konnte diese Gefühle nicht bessern (Ich bereue es in keinster Weise mich getrennt zu haben). Gestern abend habe ich mir die Methode 22 angehört. Und beim Anhören der Emotionen von 1 bis 22, habe ich gemerkt, dass mich einige Emotionen ab der Skala von 10 bis sogar 22 ansprechen.
Was fühle ich überhaupt? Ist es Wut oder Hass? Oder Enttäuschung? Oder sogar Depression? Denn das Wochenende habe ich komplett im Bett verbracht. Ich bin wütend auf meinen Ex-Freund. Dabei ist doch alles vorbei. Was fühle ich da überhaupt? Ich habe mich getrennt, weil er vieles anders wahrgenommen hat als ich, obwohl wir darüber geredet haben. Er konnte mir mir einfach nicht umgehen und er hat die Probleme ignoriert. Ja, sogar abgestritten. Ich habe mich furchtbar eingeengt gefühlt, obwohl wir uns schon seit Wochen immer weniger gesehen haben. Es gab auch manchmal 2 Wochen Pausen. Wenn wir uns dann gesehen haben, war es gleich das Ganze Wochenende. Das war mir zuviel. Dann hat er auch ein Kind und weiß wie sehr ich mir auch eins wünsche. Leider hat es nicht geklappt bei uns. Und im Nachhinein bin ich ganz froh darüber. Nicht mit diesem Mann.
Leider ist es bei mir so, dass ich Allgemeinen Schwierigkeiten habe, Beziehungen einzugehen und diese auch aufrecht zu erhalten. Ich habe seit meiner Jugend Essstörungen und bin schon früh zu Hause ausgezogen. Alles Indizien, die auf eine gestörte Beziehungsfähigkeit hinweisen. Aber nun zurück zur Methode 22. Wie mache ich das? Wie wende ich diese Methode an. Was genau in meiner momentanen Situation tangiert mich so sehr, dass ich ein Gefühl habe, was so schlimm ist, dass ich es nicht fühlen mag und mir meine ganze Kraft raubt. Warum schaffe ich das nicht alleine rauszufinden?
coyote
 

Re: Brauche Unterstützung b. d. Anwendung der Methode 22: Sich a

Beitragvon coyote » 10. Mai 2015, 16:15

Ein kleiner Nachtrag zu meinen Gedanken und Gefühlen:

Am meisten wütend macht mich, dass mein Ex nicht gehört hat, wie sehr ich darunter leide, dass wir nicht einer Meinung sind und er abstreitet, dass es Konflikte gab.
>>verdrehte Wahrnehmung
kein Verständnis

Er hat nur gesagt, dass es ihm besser geht, seitdem er mich kennt. Dabei hat er gar nicht wahrhaben wollen, dass es mir aber schlechter geht.
>> er hat nur seinen Fortschritt gesehen, aber nicht wie es mir dabei geht
fühle mich nicht wahrgenommen

seine Interessen haben mich nicht interessiert.
>> Ablehnung
mich haben soviele Sachen an meinem Freund gestört, das hat mich genervt und traurig gemacht
>>enttäuscht, frustriert, zweifeln, Schuldgefühle, Minderwertigkeitsgefühle*
*ja Minderwertigkeitsgefühle: ich bin so arm dran, dass ich noch nicht mal mich jemand dauerhaft lieben kann. Ein Mangel an Liebe liegt an einem Selbst. Noch nicht mal mich liebe ich genug. Und dann kann ich das noch nicht mal bei ihm fühlen.

Was hat mich so genervt? Seine Unordnung, Rauchen, teilw. Lebenseinstellung, Umgang mit seinem Kind, Faulheit, Kleidungsstil, seine Haare, Cannabiskonsum, Vergesslichkeit
Ich hab mich schlecht gefühlt, dass ich das so denke und empfinde...

ich habe das Gefühl gehabt, immer weniger für mich zu tun. War traurig, dass ich nur noch am meckern bin und nur noch das Wichtigste im Alltag hinbekomme, aber nichts mehr was mir Spaß macht.
Er hat die Trennung überhaupt nicht verstanden, was mich sehr wütend gemacht hat. Nun fühle ich mich kraftlos.
coyote
 

Re: Brauche Unterstützung b. d. Anwendung der Methode 22: Sich a

Beitragvon Maike » 10. Mai 2015, 22:14

Hallo Coyote,

erstmal herzlich Willkommen im Forum.

Wie viel weißt du denn schon von der Abrahamlehre? Ich würde an deiner Stelle erstmal dem unendlichen Geplapper in deinem Kopf so ein Ende setzen, dass ich allgemeine Aussagen darüber finde, wie es mir gerade geht. Dafür brauchst du nicht detailliert auseinanderzunehmen, wie du dich in bezug auf was fühlst.

Du kannst z.B. damit anfangen, dass du sagst: Mir gerade es gerade sch.... Ich habe noch keine Ahnung, wie es weitergehen soll und wie ich mich besser fühlen könnte. Im Moment geht es mir einfach nur sch ...

In mir geht gerade so viel vor. Ich bin traurig, dann wütend, dann hasse ich ihn und gleichzeitig bin ich verzweifelt und hoffnungslos. Ich muss das nicht jetzt alles auf einmal sortieren. Ich wünsche mir Klarheit über meine eigenen Gefühle, darüber, wo ich gerade stehe. Es könnte mir helfen, einfach allgemeine Begriffe zu finden, die ich fokussiere. Klarheit? Ruhe? Erholung? Erleichterung? oder einfach nur Besser?

Überleg einfach mal, welche Begriffe für dich angenehm sind. Du kannst darauf deine Aufmerksamkeit richten.
Wenn das erstmal nicht geht, kann es sehr hilfreich sein, sich einfach schlafen zu legen. Das ist eine gute Sache, um das Momentum aus Gefühlen herauszunehmen. Du kannst verschiedene Wege ausprobieren zum einem besseren Gefühl.

Lieben Gruß
Maike
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