Brauche einen Rat bezüglich Job

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Brauche einen Rat bezüglich Job

Beitragvon Heike » 9. Sep 2014, 22:58

Hallo ihr Lieben,
ich habe einen Nebenjob mit der Aussicht auf viel Geld, welches ich auch brauchen würde. Ich bin quasi Quereinsteiger bei einer Versicherung, muss anfangs Verkaufsgespräche führen und später kann ich Teamleiterin sein. Ich soll nun das Gespräch mit Bekannten 'üben'. (Es wird aber auf Vertragsabschlüsse gehofft, die mir und somit auch meinem Chef Prämien bringen) Wir sollten im Vorfeld eine Liste mit allen Personen erstellen, die wir kennen. Einige sollen nun angerufen werden.
Ich hatte erst ein gutes Gefühl, aber dieses "Ruft eure Freunde an" war mir die ganze Zeit zuwider. Aber klar, mit wem soll man sonst üben?
Jedenfalls spreche ich seit gestern mit einem Seminarteilnehmer (wir waren von dieser Versicherung aus auf einem Grundseminar) Er hat meine leise Skepsis vergrößert. Ich habe meinem Chef heute kritische Fragen gestellt, er konnte vorerst alle Zweifel ausräumen. Nun sitze ich aber wieder hier und zweifle und habe ein komisches Gefühl. Ich will dieses 'mit Freunden üben' irgendwie nicht. Im allgemeinen fehlt mir die Begeisterung, die laut der Redner auf dem Seminar so wichtig ist. Auch wenn mein Chef sagt, dass wenig Zeitaufwand nötig ist "Frau S. arbeitet von 9-18 Uhr in ihrem Hauptjob und schafft das!" habe ich doch das leise Gefühl, dass das ganze sehr viel mehr Zeit in Anspruch nimmt als mir lieb ist. (Muss jetzt ein paar Wochen jeden Samstag von 10-17 Uhr dorthin, muss jeden Tag mit meinem Chef telefonieren usw. Ich werde ja auch mal Teamleiter, wenn es gut läuft, so wie er und muss dann mit meinen 3-5 Leuten ebenso jeden Tag telefonieren. Da denke ich mir "Moment Moment Moment, ich will auch mal meine Ruhe und muss mich auch mal auf mein Studium konzentrieren!")
Man sagte dort eben auch, dass es eine riesige Chance ist, aber wiederum zweifle ich ja so oft, dass ich mich frage, ob ich es nicht einfach lassen soll und einen Job suche, mit dem ich mit einem ruhigeren Gewissen Geld verdienen kann.
Ich bin in einer richtigen Zwickmühle. Erst dachte ich "klar, probiere es und steig aus, wenn es dir doch nicht gefällt" Aber es steckt ja gerade in dieser Anfangsphase viel Zeit dahinter und diese Zeit sollte ich vielleicht lieber für das lernen für meine Prüfung aufwenden oder andere, schönere Dinge.
Es ist einfach so eine Unlust in mir, wenn ich an diesen Job denke. Sagen wir es so, wenn ich das Geld nicht bräuchte, dann würde ich das nicht machen. Anfangs schien es mir so, als könnte ich damit ganz leicht viel Geld verdienen und habe mich gefreut, wie ein Honigkuchenpferd als der Satz "Wir könnten uns eine Zusammenarbeit mit Ihnen vorstellen" kam. Jetzt ist das ganze einfach nur so ein hin und her, ein Geld und Unlust oder kein Geld und mehr Zeit, aber eben kein Geld!
Sollte ich es doch nicht einfach absagen, ehe ich mir noch ein paar Stunden Gedanken darüber mache?
Ich brauche euren Rat, wenn mir jemand Klarheit bringen kann, dann dieses Forum hier.

Liebe Grüße
Heike
 
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Re: Brauche einen Rat bezüglich Job

Beitragvon LiveToPaint » 9. Sep 2014, 23:20

Hallo Heike,

ich möchte mich jetzt nicht weiter über die "Rekrutierungs-Methoden" von Versicherungsverkäufern auslassen, sicherlich finden diese Unternehmen auf diese Weise, den ein oder anderen guten Verkäufer, der dann eines Tages tatsächlich Teamleiter wird.

Aber mal ehrlich, wenn bei dir so sehr die "Alarmglocken" klingeln und du dir so unsicher bist, ob das wirklich "Deins" ist, dann vermute ich mal das du mit diesem Job auch in Zukunft nicht glücklich wirst. Und wenn er wie du vermutest, dein Studium beeinträchtigen wird, würde ich schon mal meine Fühler in eine "sich besser anfühlende" Richtung ausstrecken.
Oder du lässt alle zweifel beiseite und schaust mit einer neugierigen Haltung in welche Richtung sich das anfänglich "gut anfühlende" Abenteuer weiterentwickelt.
Ob ich meine Freunde allerdings zum üben etwas Verkaufen würde, von dem ich selbst nicht so recht überzeugt bin ob ich das möchte ?

Was fühlt sich besser an ? Folge dem Pfad deiner Seele, mehr kann ich dazu nicht sagen, entscheiden solltest du selbst.

LG

L-to-P
Worüber immer Ihr auch nachdenkt - es ist ganz genauso, als würdet Ihr ein zukünftiges Ereignis planen. Wenn Ihr Euch sorgt, dann plant Ihr. Wenn Ihr wertschätzt, dann plant Ihr.

Was planst Du gerade?

Abraham
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Re: Brauche einen Rat bezüglich Job

Beitragvon zimtstern » 9. Sep 2014, 23:21

Heike hat geschrieben:Es ist einfach so eine Unlust in mir, wenn ich an diesen Job denke. Sagen wir es so, wenn ich das Geld nicht bräuchte, dann würde ich das nicht machen. Anfangs schien es mir so, als könnte ich damit ganz leicht viel Geld verdienen und habe mich gefreut, wie ein Honigkuchenpferd als der Satz "Wir könnten uns eine Zusammenarbeit mit Ihnen vorstellen" kam. Jetzt ist das ganze einfach nur so ein hin und her, ein Geld und Unlust oder kein Geld und mehr Zeit, aber eben kein Geld!
Sollte ich es doch nicht einfach absagen, ehe ich mir noch ein paar Stunden Gedanken darüber mache?
Ich brauche euren Rat, wenn mir jemand Klarheit bringen kann, dann dieses Forum hier.



Hallo Heike,

mein spontaner Rat wäre mir noch mal genau zu überlegen was ich will und darauf zu fokusieren.
Und schau ob das Versicherungsding dann überhaupt noch in Frage kommt.

Also ich würde bei dem Thema Nebenjob noch mal von vorne beginnen, - wie willst du Studium und die Zeit drum herum verbringen,
ohne sich dabei zu sehr zu beschränken (bspw. "damit kann man ja kein Geld verdienen" etc.) wie sähe deine ideale Lebensituation aus?

Falls du doch an der Versicherungssache dran bleibst, dann mache es nur zu deinen Bedingungen, und wenn es sich nicht gut anfühlt dann lasse es ruhigen Gewissens bleiben.

Lieben Gruß,
Zimtstern :lieb:
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Re: Brauche einen Rat bezüglich Job

Beitragvon saalgrub » 10. Sep 2014, 07:34

Ich finde, um dich gut entscheiden zu können musst du herausfinden ob diese "Unlust" ein erfolgsverhinderndes Programm in dir ist, oder ob dies dein Bauchgefühl - Gefühlskompass ist.

Ein Programm entsteht aus uns selbst wie zb.
Du fährst als kleines Kind mit dem Fahrrad den Weg entlang, ein bellender Pudel springt aus einer Hauseinfahrt, welcher dich erschreckt und du stürzt.
Je nach deiner Vorgeschichte, Einstellung usw. erstellst du ein Programm wie zb. "Ich mag keine Pudel" .
Du könntest aber auch ein Programm wie Ich mag keine Hunde machen. Oder du warst der Meinung du warst zu schnell unterwegs um reagieren zu können, und das Programm heißt dann "Schnell fahren ist gefährlich" ... Solange das Programm in dir ist, kann auch dann noch wenn du mit 30 Jahren im Auto unterwegs bist dieses Programm anspringen. Andere Möglichkeit: Deine Mutter sagte, du sollst auf deinen Bruder warten und gemeinsam fahren. Du willst jedoch selber fahren - dann passiert das Pudel-Ding, und dein Programm wird: Alleine fahren ist gefährlich ...
Darüber hinaus sind dann auch noch die ganzen Programme in uns, welche gar nicht von uns sind, sondern von Eltern, Freunden, Bekannten, Autoritäten, Medien usw ...

Mein Vorschlag:
Wenn es ein erfolgsverhinderndes Programm ist, dann löse es und du hast mit diesem Job erfolg.
Wenn es ein negatives Bauchgefühl ist, dann gib diesen Job auf, und tue etwas anderes.

Und wenn du nicht weißt, wie du unterscheiden kannst ob Programm oder Bauchgefühl bzw. wie du Programm canceln kannst frag einfach nach.

Alles Gute!

*Hans*
saalgrub
 

Re: Brauche einen Rat bezüglich Job

Beitragvon lawofattraction » 10. Sep 2014, 07:41




Liebe Heike,

schau mal, wie gut das LoA funktioniert. Du hattest vor einiger Zeit geschrieben, dass es Dir schwer fällt, aus Dir heraus zu gehen und mit fremden Menschen zu sprechen und dass Du das lernen möchtest. Und nun bietet sich da eine Gelegenheit, das zu lernen und auch zu tun. Eigentlich toll, oder?

Ja, um Dir zu bestätigen, wie fehlerfrei das LoA funktioniert. Nein, wenn es um den konkreten Fall geht. Anders als LiveToPaint, der sehr viel Zurückhaltung mit Kritik der Methoden der Versicherungswelt übt, sage ich, dass hier jemand eine Chance gerochen hat, Dich für seine eigenen Vorteile zu benutzen - nämlich Dein Chef. Über seine Motive will ich nicht spekulieren, aber jeweils zwei oder drei Verträge von vielen, die danach aufgeben, bringen ihm in der Masse auch Einkünfte.

Einen im Moment noch etwas schüchternen Menschen für eine solche Aufgabe zu rekrutieren zeugt für mein Verständnis von absolut fehlender Menschenkenntnis oder einer Motivation, die sich darüber hinweg setzt. Kannst Du Dir wirklich vorstellen, Dein Geld dadurch zu verdienen, andere davon zu überzeugen und - ja, das ist in der Branche so - oft auch zu überreden, eine Police zu kaufen? Neben rhetorischen Fähigkeiten, die die Aspiranten wohl in dem Kurs lernen sollen, ist hier auch eine "Augen-zu"-Mentalität gefragt, die klar den eigenen Vorteil so wichtig werden lässt, dass auch mit Methoden gearbeitet wird, die gegen die eigene Moral verstossen. So zum Beispiel Angst schüren, die eine Versicherung als angebracht erscheinen lassen. Denn genau das wird es sein, was Du bei der Schulung lernen sollst: Wie beeinflusst man andere Menschen dahingehend, etwas zu tun, wozu sie vielleicht nur mit viel Überredungskraft und aufgrund von in die Zukunft projizierten Angstszenarien bereit sind.

Offene und direkte Kommunikation, wie Du sie Dir wünschst, lernt man nicht auf einem solchen Schlaghammer-Weg. Und der Vorschlag, Freunde und Verwandte zum Üben anzurufen und möglichst einen Abschluss zu tätigen - und damit Gefahr zu laufen, sie zu belästigen oder gar zu verärgern, hinterlässt einen schlechten Beigeschmack. Ich hoffe nur, dass Du dafür nicht auch noch Geld bezahlt hast. Wenn doch, dann war es gutes Lehrgeld.

Denn das Ganze hat Dir noch einen Riesenvorteil gebracht: Du weisst nun aus erster Hand in einem ganz drastischen Fall, wie Dein emotionales Leitsystem funktioniert. Es gibt Dir Signale des Wohlgefühls oder schlechter Gefühle. Erst subtil, dann immer deutlicher.

Heike hat geschrieben:Sagen wir es so, wenn ich das Geld nicht bräuchte, dann würde ich das nicht machen. ..... Jetzt ist das ganze einfach nur so ein hin und her, ein Geld und Unlust oder kein Geld und mehr Zeit, aber eben kein Geld!


Frag Dich doch einmal - ist das Inspiration oder mangelbedingte Motivation? Inspiration ist der Weg der Freude, Motivation meist das Gegenteil.

Heike hat geschrieben:Es ist einfach so eine Unlust in mir, wenn ich an diesen Job denke.


Wieviel klarer kann es denn sein?

Heike hat geschrieben:Ich bin in einer richtigen Zwickmühle.


Wirklich? Hast Du Deine Entscheidung nicht schon getroffen?

Freu Dich, dass Du in der Lage warst, Dir eine solche Lektion des Verständnis - von Dir selbst und davon, was Du nicht willst und was Du willst - angezogen hast. Du weisst, nun viel genauer, was Du möchtest: Freizeit, Zeit zum Studieren, Zeit, die mit Freude angefüllt ist und nicht dem Zwang eines Jobs, der gegen Dein Wohlgefühl geht und Dir täglich durch Druck und Vorgabe von zu erreichenden Zahlen und Zielen das Leben versauert.

Beglückwünsche Dich, dass Du eine solch klärende Situation produziert hast und weiter Deinem Weg des Wohlgefühls folgen kannst.

Lieben Gruss
Loa



*Resistance means feeling Singular instead of Plural* Abraham


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Re: Brauche einen Rat bezüglich Job

Beitragvon Winterbraut » 10. Sep 2014, 09:45

Hallo Ihr Lieben, liebe Heike :uns:


Toll Loa, wie klar Du es auseinandergedröselt hast.

Liebe Heike ich war schon ganz oft in diesen Situationen - und bin sogar grad wieder in einer ähnlichen... und kann Dich daher vielleicht ein wenig beruhigen wenn ich jetzt sage:
Es gibt viele Chancen an Geld zu kommen, nicht nur diese eine (wenn dies überhaupt eine ist... ). Das klappt bei mir seit 30 Jahren.
Da ich die Strategien dieser Versicherungen und anderer Verkaufsdingsbums (die auch einen bestimmten Namen haben, fällt mir nicht ein :clown: ) mittlerweile ganz gut kenne, weiss ich, dass sie einen gern in die Enge treiben und am Ende das Gefühl bleibt: Ich muss das machen, sonst steh ich ohne Geld da.

Also kann ich nur Abraham bestätigen, die ja auch sagen, es gibt immer und immer wieder Chancen! Und Jobs! Wenn Du sie zu Dir kommen lässt und Dich jetzt nicht verrückt machst.
Entscheide, fühl Dich gut, und sieh Dir das nächste an.... :genau:

Ich finde Deine Gefühle auch sehr klar und Du hast sie toll erkannt, Loa hat das wichtigste oben herausgepickt :mrgreen:

Drück Dich :hug:
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Re: Brauche einen Rat bezüglich Job

Beitragvon ZaWo » 10. Sep 2014, 10:18

Mit Freunden und Bekannten zu üben soll einfacher sein. Das finde ich nun aber gar nicht. Ganz im Gegenteil: Mit Freunden und Bekannten zu "üben" ist eine Zumutung und nicht respektvoll dir und deinem Privatleben gegenüber.

Das ist das klassische Schneeballprinzip zur Ausnutzung persönlicher Kontakte.
Finde es gut, dass du deine Fühler ausgestreckt hast, musst aber jetzt nicht meinen, dass du alles nehmen musst, was sich dir da bietet.

Jetzt geht es in die Verfeinerung deiner Wünsche. Freunde und Bekannte mit reinziehen, ist nicht in deinem Vortex oder zu schwierig und das teilt dir dein Gefühl mit.

Liebe Grüße
ZaWo
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Re: Brauche einen Rat bezüglich Job

Beitragvon Heike » 10. Sep 2014, 14:28

Hallo ihr Lieben,

vielen vielen Dank für eure Antworten! Das hat mich jetzt viel klarer sehen lassen.
Loa, du hattest Recht, wenn ich so viele Zweifel habe, dann stand meine Entscheidung schon fest. Ich brauchte nur noch einen kleinen Schupser in diese Richtung.
Ich habe meinen Chef heute angerufen und ihm mitgeteilt, dass ich das Ganze sein lasse. Ich hatte erwartet, dass er mich versucht zu überreden, aber er meinte, dass es nichts bringt, wenn ich nicht von der Sache überzeugt bin. Am Dienstag gebe ich meine Unterlagen zurück.
Jetzt habe ich ein ruhigeres Gewissen. Jedoch regt sich jetzt der Gedanke "Und nun hast du wieder kein Geld" Ich werde mich nächste Woche mal in verschiedenen Klamottenläden erkundigen. Dort könnte ich mir eventuell was vorstellen.
Nochmals danke! Als ich dieses Thema hier erstellte, war ich mir sicher, dass ich nach euren Worten Klarheit haben werde.

Liebe Grüße Heike
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Re: Brauche einen Rat bezüglich Job

Beitragvon Liebeszauber » 10. Sep 2014, 18:17

Liebe Heike,

da fällt mir noch ein... ich hatte die Zeit zwischen Studium, Referendariat u.a. zu überbrücken, und bekam die abenteuerlichsten Jobs!
Ich ging einfach los ( für drei Monate bis zu einem 1/2 Jahr) und erlebte Zauberhaftes!
Ich hatte keinerlei Vorgabe mir gemacht, in welchem Bereich ich "Fähigkeiten" hätte und fand mich eines Tages an der Champagnerbar in unserer großen Stadt in einem seehr bekannten Kaufhaus an einer seehr bekannten Straße wieder :lol: , wo ich bereits zum Frühstück ( ich wusste gar nicht, dass man das macht :shock: ) von den ersten Shopping -Queens ( ja, man wollte mich kennenlernen und hätte mich sogar gerne abgeworben von da) und - Kings zum Lachs-Frühstück einschl. Champagner eingeladen wurde :mrgreen: .

Kurz darauf ( die Urlaubsvertretung endete) fuhr ich in einem VW-Bus ( ich wusste auch hier nicht, dass ich ihn fahren konnte, doch es passte halt) (Schul-)Kinder von Diplomaten von einem Ende der Stadt zum anderen- damit sie eine englischsprachige Schule besuchen konnten. Ich brauche kaum zu erwähnen, dass ich hierfür zwei verschiedene Grenzübergänge von West noch Ost zu passieren hatte, einer war der Checkpoint Charlie 8-).
Das waren derart ungewöhnliche Jobs, ich habe sie alle geliebt :lol: . Ich habe viel, viel gesehen damals, man kam auch in die Diplomatenviertel der Stadt (im Ostteil gelegen), und besonders beeindruckend war die "Visite" an den Übergängen selber, wobei ich so etwas wie einen Passagierschein dabei hatte ( vom Fuhrunternehmen ausgestellt), mit dem ich jedoch - zweimal täglich- so behandelt wurde wie auf Spionage.
Der Bus mit einer handvoll Diplomatenkindern wurde jedes Mal aufs Neue penibel untersucht, von unten, hinten, vorn, usw.

Ja, das waren noch Zeiten!
Nun wünsche ich dir noch einen freudvollen und spannenden Job!

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Re: Brauche einen Rat bezüglich Job

Beitragvon Winterbraut » 12. Sep 2014, 12:06

lawofattraction hat geschrieben:

Beglückwünsche Dich, dass Du eine solch klärende Situation produziert hast und weiter Deinem Weg des Wohlgefühls folgen kannst.




Weil ich seit der Diskussion hier ständig daran denke:
Ganz kurz muss/möchte ich dazu noch einen Miniausschnitt aus einem der Bücher von Astrid Lindgren wiedergeben, leider weiss ich nicht welches... ein paar Kinder besuchen eine alte Dame... von dem Besuch wird natürlich ausführlich berichtet mit allem Schabernack und Unsinn den die Kinder bei der Dame treiben die bald die Hände über dem Kopf zusammenschlägt.

Abends fragt der Vater, ob sich die alte Dame über den Besuch gefreut hätte, und ich liebe diese Antwort der Kinder:

"Ja, sie hat sich sogar zweimal gefreut!!! Einmal als wir gekommen sind, und dann sogar ein zweites Mal als wir gegangen sind!"

:kgrhl:

Ich finde es einfach so super schön kurz erklärt, dass auch anfangs wunderbare Dinge möglicherweise irgendwann ihren Zweck erfüllt haben :mrgreen: :clown:
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Re: Brauche einen Rat bezüglich Job

Beitragvon Heike » 14. Sep 2014, 14:21

Liebe Liebeszauber, das klingt ja wirklich wahnsinnig abenteuerlich! Gefällt mir sehr gut!

Liebe Winterbraut, ja das kenne ich selbst. Wenn ich nach Hause komme, dann freue ich mich, aber ich bin auch ganz froh, wenn ich dann wieder in meiner eigenen Wohnung bin.
Oftmals haben viele Dinge 2 Seiten.

Liebe Loa, ich habe vergessen, auf deine Frage zu antworten, ob ich denn etwas bezahlt hätte für dieses Seminar.
Das Seminar an sich war kostenlos, aber wir mussten einen Teil der Hotelkosten (175€ für 2 Übernachtungen und Vollpension) selbst zahlen. Einerseits hätte ich das Geld gut anders nutzen können, aber andererseits habe ich ja wie gesagt, gut davon gegessen und ein bequemes Bett hatte ich auch.

Ich werde mich nächste Woche mal ein bisschen umhören wegen eines Jobs, jedoch habe ich die Befürchtung, dass ich eher Angstmotiviert bin. Ich denke die ganze Zeit "Papa zieht bald weg, was ist, wenn er vergisst, das Geld für mich zu überweisen oder was, wenn er es sich einfach nicht mehr leisten kann? Dann kann ich keine Miete mehr zahlen, geschweige den Strom, Handy, Fahrtkosten etc." (In meiner Familie gibt es keinen, der mich sonst noch finanziell unterstützen könnte für die letzten 2 Studienjahre) Bafög würde ich übrigens keins bekommen, da ich privat studiere. Deswegen "muss" und will ich ja auch einen Nebenjob haben.
Ich weiß, dass ich durch dieses Denken den negativen Umstand anziehe. Ich versuche die ganze Zeit, mich innerlich ein bisschen zu beruhigen und von der Existenzangst wegzukommen, aber diese kleine nörgelnde Stimme meldet sich immer wieder. :rleye:
Ich sollte mich wohl mehr in Gelassenheit üben.

Liebe Grüße
Heike
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