Borderline und Kontrolle

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Borderline und Kontrolle

Beitragvon Malea » 18. Okt 2010, 10:52

Hallo,

ich habe die Borderline -Persönlichkeitsstörung, eigentlich sollte ich natürlich sagen, ich habe das nicht, um glücklich zu sein, doch leider lässt es sich nicht so ganz leugnen...
Und irgendwie scheint das nicht mit meinen Vorstellungen vom positiven Denken übereinstimmen zu wollen. Seit ich mich mit dem Gesetz der Anziehung und positivem Denken beschäftige, geht es mir oft richtig gut und ich habe auch schon oft festgestellt, dass ich schneller aus Krisen wieder herauskomme. Doch es ist ein ewiges auf und ab und seit ich um diese Gesetze weiß, habe ich noch mehr Schuldgefühle, wenn ich mal wieder eine richtig schlechte Phase habe und die Kontrolle völlig verliere. Genau das ist es, ich habe das Gefühl, die meiste Zeit doch gar keine Kontrolle über mich zu haben.
Neulich war ich wochenlang bester Laune, ich dachte schon, ich bin wundergeheilt und es wird mir nie wieder passieren, dass ich so abstürze. Doch dann, von heut auf morgen plötzlich wieder ein Rückfall. Und ich habe mich so geärgert und bin verzweifelt, habe Angst, dass es nie aufhört. Im Laufe der Jahre habe ich schon gelernt, besser damit umzugehen, keine Selbstverletzungen mehr, keine Selbstmordversuche, doch man kann überhaupt nicht sagen, dass ich tatsächlich Kontrolle hätte. Wenns mir schlecht geht, kann ich einfach kaum einen klaren Gedanken fassen und meine Versuche, dann aktiv positiv zu denken, wollen nicht so richtig gelingen. Und dann verliere ich schnell den Mut, für mich ist es dann eine Leistung mich nicht zu hassen und nicht alles schleifen zu lassen, doch vom Positiven bin ich so himmelweit entfernt...
Ich glaube fest an die Gesetze der Anziehung, doch manchmal würde ich dann am liebsten alle Bücher in die Ecke hauen, weil ich es einfach nicht schaffe dauerhaft,und sogar noch mehr Angst habe, dass ich mir selbst alles nur immer schlimmer mache. Dann denke ich, oh nein, du kannst dich eigentlich gleich erhängen, so wie du drauf bist, kannst du ja nur noch negativeres anziehen und schaffe es einfach nicht, es dann umzudrehen..
Da war es mir fast noch lieber, als ich meine Krankheit einfach akzeptiert habe. Doch in guten Phasen helfen mir die Bücher ja sehr gut...
Malea
 
Beiträge: 178
Registriert: 08.2010
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Borderline und Kontrolle

Beitragvon mathilde » 19. Okt 2010, 19:57

Hallo,
ich habe keine Ahnung von Borderline, nur am Rande. Ich weiß, das ich mich auch mal vor 20 Jahren intensiv mit positivem Denken auseinandergesetzt habe und auch versucht dies immer zu tun, um dann auf die Schnauze zu fallen und zwar emotional. Ich habe tatsächlich die Bücher in die Ecke geschmissen, bin aber über Umwegen wieder daruaf zurückzukommen um tiefer in die Materie einzusteigen und bin nun bei LoA gelandet.
Ich erinnere mich gerne daran wie Abraham sagt, wenn du gerade ohne Fallschirm aus einem Flugzeug stürzt kannst du schlecht sagen, ich will weich landen. Damit will ich sagen, ich glaube auch LoA sagt, es geht nicht immer nur himmelhochjauchzend wenn du eine komplett andere Schwingung hast. Sei doch sanft mit dir, und gnädig und wohlwollend auch in deinen schlechten Zeiten. Ich sehe das manchmal wie ein Pendel, du pendelst sicher in schlechte Phasen rein, dann akzeptiere diese, nichts anderes sagt Abraham wenn er meint sag Danke dazu, das sie dir zeigen wo du nicht sein willst!! Und pendle langsam mal wieder in die andere Richtung! Akzeptanz der schlechten Gefühle ist völlig in Ordnung und von diesem Standpunkt aus wieder in deine Ausrichtung zu kommen, da wo du eigentlich hin willst!
Du schreibst immer wieder, du hast ja doch keine Kontrolle über dich. Ich behaupte einfach, ohne dich zu kennen: Doch du hast sie. Ich lese aber heraus du zweifelst daran, weil du dich auf alte Erfahrungen berufst, du hattest schon oft das Gefühl keine Kontrolle zu haben und dann ist das auch deine Schwingung. Wie wäre es, wenn du Kontrolle über dich hättest? Wie würde sich das anfühlen? Wie fühlt es sich an wenn du nicht direkt von schwarz auf weiß gehst, also von am Boden liegen und es geht dir supergut? Sondern mal ganz sanft nur versuchst dich anzuheben ?
einfach mal meine Gedanken dazu,lg mathilde
mathilde
 
Beiträge: 13
Registriert: 10.2010
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Borderline und Kontrolle

Beitragvon wodny muz » 19. Okt 2010, 23:44

Hallo Malea,

ich glaube, jeder kennt die Schwankungen, ich auch und vor ein paar Wochen war es oft Achterbahn fahren, aber die Zeiten "unten" wurden immer kürzer. Und der eigentlich Erfolg ist ja zunächst, zu merken, wo man ist und nach positiven Gefühlen zu suchen, um sie zu ringen, auch wenn es manchmal tagelang bei mir nicht geklappt hat. Der Optimismus, dass es auch wieder aufwärts geht ist ja schon eine riesiger Erfolg, denn dann geht dir ja schon viel besser als zuvor.

Versuch´ dich dorch dafür zu schätzen, wenn du es auch nur schon eine Sekunde länger geschafft hast dich gut zu fühlen als beim letzten Mal, das ist doch schon ein Erfolg, den du wertschätzen und "abfeiern" kannst. Abraham schreiben ja in irgendeinem Workshop, dass es nicht darauf ankommt, dass wir irgendwas perfektes auf die Beine stellen, sondern immer wieder etwas ausprobieren und danach unsere Schöpfungen verfeinern. Und die Schöpfung deiner Heilung für einen gewissen Zeitraum (und die ganzen Verbesserungen ggü. früher, die du beschreibst), sind ja Erfolge, nicht Misserfolge. Du hast eine erste besser Schöpfung hervorgebracht, die nur noch zu verfeinern brauchst, du bist nicht mehr bei Null. :gvibes:

Alles Liebe für dich,
wodny muz
Möchtest du glücklich sein oder Recht haben?(Ein Kurs in Wundern)
wodny muz
 
Beiträge: 264
Registriert: 08.2010
Wohnort: Norddeutschland
Geschlecht: männlich

Re: Borderline und Kontrolle

Beitragvon Marian » 20. Okt 2010, 02:16

Liebe Malea,

ich kenne Borderline aus einer jahrelangen intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema, und ich versichere Dir: Es ist nicht für die Ewigkeit!

Diese Hochs und Tiefs, Aufs und Abs, die Freude, wenn es gut geht, die Enttäuschung, wenn das Loch wieder da ist... ich verstehe gut, was Du damit meinst. Man fühlt sich den Gefühlen ausgeliefert, man glaubt, sich nicht auf sich selbst verlassen zu können. Es ist, als würde ständig das Licht an- und wieder ausgeknippst werden, nicht wahr?
Und das ist der erste wichtige Punkt, meiner Meinung nach: Das Gefühl der Hilflosigkeit zu überwinden. So absurd es auch klingt: Dadurch, dass Du etwas verändern möchtest und Dich nicht ergibst, hast Du schon einen ganz wichtigen Schritt gemacht - über den Du Dich freuen, den Du wertschätzen und in dem Du einen Grund finden kannst, stolz auf Dich zu sein.

Und das ist der nächste Punkt: Bestrafe Dich nicht, wenn ein Loch da ist. Denn wenn Du Dich nicht mehr dafür verurteilst, sondern Dir zugestehst, dass es auch mal Schattentage geben darf, nimmst Du eine Menge Druck von Dir selbst. (Druck, der sich z.B. nicht durch Selbstverletzendes Verhalten ein Ventil suchen muss.) Bei Abraham heißt es sinngemäß, dass wir immer nach dem bestmöglichen Gefühl streben sollen. Vielleicht kennst Du ja auch das schöne Bild von upstream und downstream. Wähle Gedanken, die downstream sind und die Dir selbst das Gefühl geben, dass Du Dich vollkommen wertschätzt. Sei lieb zu Dir, hab Geduld mit Dir, übe Nachsicht und wähle nach und nach Gedanken, die sich besser anfühlen als die vorherigen.

Vor allem aber halte ich es für ganz wichtig, dass Du Dir selbst eine wertvolle Freundin werden solltest. Das heißt: Lerne, Dich so wertzuschätzen wie Du bist, sieh Deine eigene Vollkommenheit, Deinen unermesslichen Wert. Sieh, wie wunderbar Du bist. Sieh Dich durch die Augen der Quelle - voller Liebe, Wohlwollen, Unterstützung und Wertschätzung. Das ist Dein wahres Selbst, Deine stetige Verbindung zu Allem-was-ist, Gott, oder wie immer Du es nennen möchtest.

Du erwähnst Selbstverletzendes Verhalten, und auch hier möchte ich Dir empfehlen, Dich durch die Augen der Quelle zu sehen. Wenn Du beginnst, Deinen Körper und Dich selbst wertzuschätzen, wirst Du eines Tages den Gedanken, diesem wunderbaren Zuhause Deines Selbst bewusst Schaden zuzufügen, weit von Dir weisen.

Es gibt in diesem Forum viele, viele wunderbare Augenöffner. Einerseits die zahlreichen Workshops, andererseits die unzähligen (teils schon übersetzten) Videos, und natürlich die vielen unterschiedlichen Erfahrungen und Inspirationen der Schreiber und Schreiberinnen hier.

Ich schicke Dir liebe Grüße und wünsche Dir alles Liebe.

Marian
.: When you change the way you look at things, the things you look at change :.
Benutzeravatar
Marian
 
Beiträge: 115
Registriert: 08.2010
Wohnort: am Rhein
Geschlecht: weiblich

Re: Borderline und Kontrolle

Beitragvon lawofattraction » 20. Okt 2010, 07:30

Malea hat geschrieben:... ich habe die Borderline -Persönlichkeitsstörung, eigentlich sollte ich natürlich sagen, ich habe das nicht, um glücklich zu sein, doch leider lässt es sich nicht so ganz leugnen..


Guten Morgen, liebe Malea,

weisst Du, wenn man mit einem solchen Etikett durchs Leben geht, dann kann man sich doch garnicht gut fühlen. Persönlichkeitsstörung ... eine gestörte Persönlichkeit ...

Das Bedürfnis des Menschen, Schubladen zu finden, in denen die unwahrscheinliche Vielfalt der Menschen katalogisiert werden kann, hat absonderliche Auswüchse erfahren. Da gibt es die immer fröhlichen Menschen, die in ihren Gedanken und Gefühlen vielleicht keinen grossen Tiefgang erreichen und andere, die gerne "in den Keller steigen", um die ganze Bandbreite der Gefühle zu erfahren. Und alle sind "richtig". Die medizinische Wissenschaft nimmt allerdings ein angebliches Mittelmass aufgrund ihrer Beobachtung menschlichen Verhaltens, und alles, was da auf den beiden Seiten rausfällt, ist "Persönlichkeitsstörung".

Abraham haben schön des öfteren dazu Stellung genommen, wie sehr die von der Ärzteschaft und der Wissenschaft gefundenen Etikettierungen Menschen in eine bestimmte Ecke stellen, in der sie sich dann abgesondert und absonderlich, anders als die anderen und irgendwie ausgegrenzt vorkommen. Dabei wird nur ein von aussen erkennbares Bild als Beurteilung genommen, ohne den geringsten Schimmer der dahinter liegenden Prinzipien zu haben. Wir kommen eben nicht alle mit den gleichen Absichten in diese Welt und möchten diese Welt auf vollkommen unterschiedliche Art und Weise erfahren.

Stell Dir doch erst einmal vor, wieviele verschiedene Menschen in allen ihren Eigenarten und der unterschiedlichen Art des Verlaufs ihres Lebens gibt. Und mache Dir dann klar, dass es ganz einfach keine Norm gibt, in die irgendjemand hinein gepresst werden kann - und auch nicht sollte. Aber da nun eben die Ärzteschaft einen Namen braucht, um etwas zu erklären, was ohnehin nicht den dahinterliegenden Tatsachen entspricht, sei es ihnen doch zugestanden. Das heisst aber nicht, dass Du nun dieses schreckliche Label auch anschauen, für Dich als "ich bin anders als die Norm" interpretieren und rumschleppen musst. Soviel dazu, um das ein wenig zu relativieren.

Du hast doch schon ganz phantastische Änderungen vorgenommen, wie Du schreibst. Und darauf kannst Du immer dann schauen, wenn es mal angeblich zu stocken scheint. Es gibt doch im Leben kaum eine Entwicklung, die immer in der gleichen Geschwindigkeit und stetig bergauf geschieht. Es kommen immer wieder Plateaus, auf denen man sich auch ausruhen und das bereits Geleistete verarbeiten kann, um dann weiter zu gehen.

Malea hat geschrieben:Wenns mir schlecht geht, kann ich einfach kaum einen klaren Gedanken fassen und meine Versuche, dann aktiv positiv zu denken, wollen nicht so richtig gelingen.


Das ist auch garnicht möglich, und es ist auch nicht der richtige Weg, aus einer Tiefstimmung durch krampfhaftes positives Denken ein besseres Gefühl zu erwarten. Zieh den Fokus ab von dem, was ist, schau Dich um nach Dingen, die Dich erfreuen, und wenn es die bunten Blätter oder ein neues Kleidungsstück sind. Es sind nicht unbedingt die grossen Dinge, die uns helfen. Ein genüssliches Wannenbad, ein Glas Wein oder ein schöner Tee.

Und vor allen Dingen, das Allerwichtigste: Hör auf, auf Dir selbst rumzuknüppeln, weil Du meinst, Du müsstest anders sein. Du musst nicht, aber Du kannst alles verändern. Fang mit den kleinen Schritten an, versuche nicht, sofort die Schlucht mit einem Sprung zu überspringen. Sei gut zu Dir.

Du bist richtig, Du bist wunderbar, genau so wie Du bist und genau so, wie Du jetzt im Moment bist.

Lieben Gruss
Loa



*Resistance means feeling Singular instead of Plural* Abraham


Benutzeravatar
lawofattraction
 
Beiträge: 8981
Registriert: 09.2009
Wohnort: Im Hohen Norden
Geschlecht: weiblich

Re: Borderline und Kontrolle

Beitragvon Malea » 21. Okt 2010, 15:32

Vielen Dank für eure Zuschriften.
Ihr habt ja recht, sollte mich mehr auf die Erfolge konzentrieren, und ich bin wirklich schon viel besser geworden und die schlechten Phasen halten kürzer an.
Ich wundere mich nur manchmal, wie ich aus einer so guten Laune heraus, plötzlich von einem Tag auf den anderen alles wieder so schwarz sehen kann. wo man doch annehmen sollte, dass gute Gedanken Gute anziehen und nicht plötzlich rabenschwarze..
Das Berappeln geht schneller als früher, dauert aber eben immer noch und im Moment geht es mal einen Tag wieder ganz gut, hält jedoch leider zur Zeit nie länger an und ich fange praktisch immer wieder von vorne an.
Aber es stimmt, ich kann ja stolz sein, dass es zumindest etwas schneller geht, als früher.

Was die Diagnose betrifft, so hilft es mir doch irgendwie, anfangs, um mich selbst besser zu verstehen und eben auch in der Hinsicht, dass die Schwankungen und die mangelnde Kontrolle einfach dazu gehören und man nur schauen kann, wie man am besten damit umgeht.
Aber manchmal denk ich halt schon, so ein Mist, wie soll ich jemals so werden wie in den Büchern, da ich gewisse Grundvorausetzungen einfach nicht habe, ich fühle mich oft wie ein Kind, und weiß gar nicht so richtig,was ich wirklich will, bin sehr abhängig von anderen.
Früher da fand ich das immer völlig beleidigend, wenn jemand gesagt hat, ich bin wie ein Kind, sie dachten dann, wenn ich mich nur zusammenreiße, dann kann ich erwachsen sein. heute habe ich einfach akzeptiert, dass ich immer ein wenig Kind bleiben werde und kann auf sowas anders reagieren. Ich dachte früher viel mehr, ich bin falsch, weil ich so wenig erwachsen bin, bis ich eben wusste, wie das alles zusammen hängt und dass ich tatsächlich nicht so einfach so sein kann, wie die meisten anderen in meinem Alter.
Malea
 
Beiträge: 178
Registriert: 08.2010
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Borderline und Kontrolle

Beitragvon wodny muz » 21. Okt 2010, 17:44

Hallo Malea,

sei froh, Kinder können viel besser zulassen, das ist dein Schutz oder deine Unterstützung vom Uni, dass du so bist. Bin zwar nicht "bibelfest", aber den habe ich dir rausgesucht:
"Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen. Math. 18,3"
Himmelreich=Vortex :lol: :gvibes:

Liebe Grüße,
wodny muz
Möchtest du glücklich sein oder Recht haben?(Ein Kurs in Wundern)
wodny muz
 
Beiträge: 264
Registriert: 08.2010
Wohnort: Norddeutschland
Geschlecht: männlich

Re: Borderline und Kontrolle

Beitragvon mathilde » 21. Okt 2010, 23:38

Hallo,
ja ich denke auch so, wertschätze das Kind doch einfach in dir! Ich wollte auch gern mal erwachsen werden und dachte wenn ich ein gewisses Alter erreiche, dann erreiche ich auch das Gefühl. Wenn ich da an die Quelle denke... wird diese gespeist von dem Gefühl erwachsen zu sein? Oder ist es nicht eher eine Summe von allem?
Du schreibst auch dich wundert es du hast gute Gedanken und danach kommen rabenschwarze Gedanken. Das was du hier schreibst kommt bei mir so an: Ich versuche es , aber es kommt immer wieder etwas Negatives!
In dem Moment hast du doch auch deine Ausrichtung darauf. Wie wäre es wenn du die Ausrichtung hättest: Ich kann Schritt für Schritt immer mehr zur besseren Ausrichtung, zu besseren Gefühlen kommen?
Und andrerseits, ich glaube hier hat niemand ein Leben was nur aus positiven Gefühlen besteht!! Du erkennst in deinen negativen Gefühlen, in deinem Loch: aha das ist nicht das was ich will!!! Und du hast dann immer wieder die Chance zu sagen, zu erkennen: Was will ich stattdessen? Wie will ich mich denn fühlen, was will ich denn anders?
Und diese Frage stelle ich dir jetzt!! Was willst du?`Wie willst du dich fühlen? Wie willst du dein Leben kreiren? Was für eine Geschichte magst du genau für dein Leben schreiben? Bleib bei der Ausrichtung und nicht bei dem was gerade noch nicht alles funktioniert.
Weiterhin denke ich, warum nicht den Löchern in denen du manchmal steckst, wohlwollend begegnen? Wir leben in der Polarität. Sie zeigen dir , was du nicht willst, damit wirst du klarer!
lg mathilde
mathilde
 
Beiträge: 13
Registriert: 10.2010
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Borderline und Kontrolle

Beitragvon shaoli » 22. Okt 2010, 13:09

Guten Tag, liebe Malea

ausnahmsweise bin ich nicht so ganz der Meinung meiner Vorschreiberinnen, kann aber immer nur von mir und meiner Erfahrung ausgehen. Ich habe irgendwo mal gelesen, dass die kindliche Persönlichkeit sich nach traumatischen Erfahrungen oder/ und wenn sie keine Unterstützung in ihrer Entwicklung bekommt, abspaltet und stehenbleibt. Dies ins richtige Verhältnis zum JETZT und der unendlichen Weisheit des ICHs zu setzen, sich wirklich klar zu machen, dass diese Erfahrungen lange vorbei sind, dass sie überhaupt keinen Einfluß auf dich hier und heute und in der Zukunft haben, halte ich bei den ersten Schritten für das wichtigste. Du bist die, die die Macht hat. Du holst sie dir zurück. Du hast die entsprechenden Bücher und dieses Forum mit einigen der besten Lehrer, die man sich Wünschen kann, gefunden ( und bei denen ich mich an dieser Stelle mal bedanken will, dafür, dass es sie gibt :ros: ). Das nichts in deine Erfahrung eintreten kann, zu dem du nicht in Resonanz bist, gilt auch dafür. Etwas in dir, der Teil, der "heilen" will, hat dir das entsprechende Werkzeug in die Hand gedrückt, dein wahres ICH zu sein.Und heilen muß lediglich dein Glaube an dich selber und deine Gedankenwelt. Dein IB, deine Seele, dein großes ICH kann und konnte nichts und niemand verletzen oder zerstören, es ist vollkommen und ohne Angst und Einschränkung :gvibes:

Von der Ohnmacht in die Allmacht, das ist einer meiner Lieblingssätze von Abraham :gvibes:

Ich würde mich freuen, weiter von dir zu hören und wünsche euch allen einen schönen Tag.
Wo der Gedanke ist, da ist der Denkende.
Benutzeravatar
shaoli
 
Beiträge: 351
Registriert: 09.2009
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Borderline und Kontrolle

Beitragvon Malea » 22. Okt 2010, 15:14

Ja, im Moment bin ich leider wieder etwas negativ ausgerichtet, doch ich hatte wie gesagt eine Phase, da war ich mit allem glücklich, obwohl eigentlich manches in meinem Leben nicht stimmt, aber das war mir in dieser Phase egal, die etwa einen Monat dauerte, ich hab einfach alles von der positiven Seite sehen können. Und da es für meine Verhältnisse eine relativ lange Zeit war, sonst kam oft nach einer Woche der erste Rückfall, ging ich schon davon aus, dass ich "geheilt" bin und mir nichts mehr in die Quere kommen kann, und ich eigentlich auch nicht mehr zum Psychologen müsste, da mir die Bücher doch so super helfen. Ich habe wirklich fest daran geglaubt und war dann umso überraschter. Diesmal war es allerdings eine körperliche Krankheit, die den Anfang in die Krise machte, am ersten Tag der Krankheit war ich trotzdem noch gut drauf, doch dann konnte ich eine Woche lang nur noch heulen und wusste eigentlich gar nicht warum, also es hatte sich ja nichts verändert über nacht. und dann sucht man sich natürlich die Gründe bzw zieht wieder vermehrt unschöne Dinge an und es wird immer schwieriger zu dem zurück zu finden, was man schon mal erreicht hatte...

Zu dem Kindlichen: Ich meine zwar mal gelesen zu haben, dass Kinder instinktiv besser die Gesetze der Anziehung anwenden können, dann aber eben auch wieder, dass sie sehr beeinflussbar von der äußeren Welt sind.
Das passt für mich nicht so richtig zusammen, also dann ist es doch wieder kein wirklicher Vorteil?
Malea
 
Beiträge: 178
Registriert: 08.2010
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Borderline und Kontrolle

Beitragvon Kia » 23. Okt 2010, 12:04

Liebe Malea,

im Gegensatz zu einem Kind ist Dein erwachsenes Bewusstsein ja auch noch da. Und ich empfinde es so, dass die Rückkehr zu dem Kindsein in voller Bewusstheit geschieht und dass die "Erleuchtungsinstanz" ja auch da ist, also das Gewahrsein, das in den Vortex hinein und hinausgleitet und das in Bewusstheit wahrnimmt und steuert.

Deine Göttlichkeit als erwachsene Frau ist eine Göttlichkeit, die verschiedene Teilaspekte der Göttlichen Seele schon verschmolzen hat, das Göttliche im Kind ist nicht so ausgedehnt. So empfinde ich es.

Ich wollte Dir noch zu all den wunderbaren Beiträgen oben folgendes sagen, sei behutsam und liebevoll mit Dir, um so langsamer es geht, um so besser kannst Du beobachten, wie Du in gut anfühlende Wohlfühl-Schwingungen hinein kommst.

Hast Du schon mal überlegt den 30 Tage Prozess zu machen, einfach aus Freude am Dran-Bleiben an Deinen inneren Themen? Es könnte sehr kreativ sein, da Du wie ein Geländer hast, an dem Du entlang gehen kannst.

Ich bin sehr hoffnungsvoll für Dich und sehe Dich in ein paar Jahren absolut gesund und fröhlich und glücklich. Ich habe einmal viele Jahre eine na ja "etikettiert" schizophrene Nachbarin begleitet, das war ein sehr schönes, wenn auch total herausforderndes Abenteuer. Sie ist eine der schönsten kreativsten Menschen, die ich kenne und es dauerte eine Weile, bis sie das umsetzen konnte, für mich 7 Jahre und für sie selbst 12 Jahre, wir hatte eine andere Sicht von vollkommener Gesundheit. Auf jeden Fall arbeitet sie heute als Lehrerin mit kleinen Kindern, die ihrem Herzen sehr nahe stehen auf eine Art, die sonst niemand könnte und ich bin hoch erfreut, sie lebt; da es immer unklar war leben oder sterben und ich finde es für die Kinder einen grossen Segen, sie zu kennen. :loveshower:

Bleibe einfach mit Dir am Ball und bedenke, die Zeit ist heute eine andere als damals, die Schwingung viel viel höher und es kann schnell gehen ... Und ich weiss noch, dass ich immer zu der Frau sagte: alles, was wir gemeinsam und einzeln erkennen, das legen wir in den Äther, (wie sie sagte) und in den Göttlichen Bereich (wie ich sagte) so dass alle danach kommenden Menschen die Energiespur leicht finden und wissen, andere haben es schon geschafft, ich kann das auch. Und wenn Du Dich Dir selbst öffnest und Dich liebst, wird Dir dieses Wissen zufliessen, so dass es nicht mehr ganz so schmerzlich ist. Es gibt schon Spuren im Schnee. Oder Du pfadest für Dich etwas eigenes, neues, was nur Dir gefällt. :gvibes:

Sei lieb mit Dir :bussi: ich habe den grössten Respekt vor Deinem Sein und Hier Sein.

Lieben Gruss

Kia
"Contrast is the teacher." Abraham
Benutzeravatar
Kia
 
Beiträge: 3738
Registriert: 01.2010
Wohnort: Schweiz
Geschlecht: weiblich


Zurück zu "Erfahrungsaustausch"


 

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Yandex [Bot] und 1 Gast

web tracker