Birdies common swift challenge

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Birdies common swift challenge

Beitragvon Birdie » 24. Sep 2014, 10:18

Guten Morgen,
letztes Jahr habe ich euch im off topic (bitte diesen Text verschieben wenn er hier doch nicht passt) von Cecilia berichtet, dem Mauersegler, den ich nach 1 1/2 Jahren Pflege und Training in die Freiheit entlassen durfte.
Für mich ein unvergessliches Erlebnis!

Und nun habe ich nicht nur einen Mauersegler, sondern gleich zwei denen ich die Freiheit ermöglichen will.
Am 5. September bekam ich einen flüggen Jungsegler(Nachzügler, die meisten Mauersegler sind längst in Afrika)gebracht, der am Boden liegend gefunden wurde. Mir fiel gleich auf, dass er die Beinchen so merkwürdig an den Körper zog.
nach Rücksprache mit der Mauerseglerklinik in Frankfurt wusste ich was Sache ist: 'O, mein Gott, ein Gelähmter, Na,da mach dir mal nicht zu große Hoffnungen.'
Ein heftiger Aufprall kann die Ursache der Lähmung sein.

Nach zwei Tagen bemerkte ich eine leichte Bewegung der Beinchen. In den folgenden Tagen kehrte mehr und mehr Beweglichkeit zurück.

Exakt eine Woche später brachte man mir noch einen flüggen Jungsegler mit exakt der gleichen Lähmung!
:hä: :kniefall:
Inner being... :tja: du mich, oder was?
Ich hatte noch niemals mit gelähmten Seglern zu tun und jetzt gleich zwei?

Dieser Mauersegler schien noch ärger betroffen als der erste: er lag wie eine Stoffpuppe reglos in meiner Hand, konnte nicht mal die Flügel bewegen.
Mittlerweile hat sich das grundlegend geändert.
Für einen nicht Mauerseglerkundigen wirken beide Vögel ganz normal....ich sehe natürlich was los ist.
Beide Vögel "humpeln", sie ziehen das rechte Bein nach, dort fehlt es an Kraft und die Körperhaltung ist etwas krumm.

Und mir gehen folgende Gedanken durch den Kopf:
Abraham sagen: (Wild)tiere haben immer ihre Anbindung an die Quelle. Tiere sind allgemeiner in ihren Wünschen. Tiere sind emotional näher an Zufriedenheit, Tiere fürchten den körperlichen Tod nicht und machen auch kein Gewese darum.Wenn sie sterben wollen, dann tun sie das einfach.

Meine zwei Patienten machen nicht den Eindruck als hätten sie mit ihrem körperlichen Leben hier abgeschlossen.
Sie "trainieren" nach Mauerseglerart ihre Muskulatur, sie lassen sich füttern, sie sind nicht apathisch.

Das gibt mir Mut zum Weitermachen. Mit der Physiotherapie und mit sanfter Massage.

Ich bin nicht dafür Tiere um jeden Preis am Leben zu erhalten, hätte ich den Eindruck sie leiden, würde ich sie erlösen lassen vom Tierarzt.

Gestern hörte ich mir das Abraham Video an, indem eine Frau fragt wie sie ihre Sehkraft verbessern kann und Abraham auf Heilung näher eingehen.
Sie sagen zum Beispiel dass ein Heiler niemals die"kranke" Person sieht, ein Heiler sieht nur den perfekten , quellenmäßig gesunden Zustand, 'who you really are'.

ich denke mir, das gilt sicher auch für Tiere - wobei für mich als Pflegerin immer die Frage im Raum steht: was will das Tier?
Will es eigentlich nur sterben, weil "Körper hopping" ihm nichts ausmacht? oder ist es zu mir gelangt, um von mir gesund gepflegt zu werden?
Wer hat die treibende, dominantere Schwingung wenn es um Tiere geht?
Ist das immer der Mensch? Oder ist das auch der Wunsch eines Tieres ? Oder ist es fifty fifty?
Greife ich zu massiv in ihr Leben ein, indem ich ihnen helfe?

Ich habe mich jetzt entschieden weiter zu machen mit den beiden Mauerseglern, indem ich nach vorne blicke, auf das was der perfekte Zustand eines Mauerseglers ist.
Und da ich mich noch etwas schwer tue mit dem strikten Sehen des perfekten Zustands schaue ich auf ihre täglichen Fortschritte (im wahrsten Sinne des Wortes).
Ich lerne viel an ihnen, das ist wahr!
Ich habe per "Zufall" die Idee zu einer Art Laufband mit Hilfe einer einfach Papprolle entwickelt ...usw usf.

Sind die Tiere so selbstlos, dass sie nur bei mir sind, damit ich etwas lerne?
Das erscheint mir irgendwie zu esoterisch...
Fragen, Fragen, Fragen und manchmal schwirrt mir der Kopf und dann habe ich auch wieder Zweifel.....

Liebe Grüße
Birdie
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Re: Birdies common swift challenge

Beitragvon Phoenix » 24. Sep 2014, 22:27

Hi Birdie,
Birdie hat geschrieben:Sind die Tiere so selbstlos, dass sie nur bei mir sind, damit ich etwas lerne?
Das erscheint mir irgendwie zu esoterisch...
Fragen, Fragen, Fragen und manchmal schwirrt mir der Kopf und dann habe ich auch wieder Zweifel.....


Ich denke, die Tiere sind nicht selbst-los, sondern, sie sind so sehr sie selbst, dass sie perfekte Co-Creators mit dir sind, du verhilfst ihnen zur gewünschten Gesundheit und sie dir zur gewünschten Erkenntnis und so habt ihr beide euch wunderbar ausgedehnt :gvibes:

Herzliche Grüße
Phoenix
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Re: Birdies common swift challenge

Beitragvon Lichtblume » 26. Sep 2014, 13:51

Liebe Birdie,

deine Zeilen haben mich sehr berührt. Ich kann deine Gedanken sehr gut verstehen.

Vor ein paar Wochen brachte eine Kätzin von uns ein Junges zur Welt. Aber sie lief davon und kümmerte sich nicht um ihr Kätzchen. Das Kätzchen miaute natürlich sehr stark. Also wickelte ich es in ein weiches Tuch und legte es auf eine Wärmflasche. Es war eine totale neue Situationen. Wir besorgte darauf "katzenaufzuchtsmilch" und ich habe dann 3 Tage immer all 2 Stunden das Kätzchen versucht zu füttern. Habe versucht die Rolle der Katzenmutter so gut es geht zu übernehmen. In der 3. Nacht starb dann das Kätzchen... Einerseits war ich traurig aber auch andererseits erleichtert, da die zusätzliche Verantwortung mir fast zu viel wurde. Starb es jetzt, weil ich mit der Situation nicht klar gekommen bin oder weil es die Entscheidung des Kätzchens war...???

Noch am Tag der Geburt liess die Katzenmutter die jungen Katzen, jene von der 2. Kätzin im Mai zur Welt kam, bei ihr an den Zitzen trinken. Ich fragte mich was das bedeutet. Sie säugt den Wurf unserer 2. Kätzin, aber ihr Kätzchen, jenes sie am Morgen zu Welt brachte liess sie auf der Seite....???

Fragen über Fragen.

Ich wünsche dir viel Energie bei der Pflege deiner Schützlinge!

Liebe Grüsse
Lichtblume
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Re: Birdies common swift challenge

Beitragvon Birdie » 27. Sep 2014, 08:14

Danke,
leider haben die beiden doch keine Chance wie sich inzwischen herausgestellt hat. Es bleibt nur noch das Erlösen. ich Bereue es diesen Thread verfasst zu haben....er weckt Hoffnung wo keine ist...
LG
Birdie,
die sich jetzt mal ein bisschen mehr zurükhalten wird
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Re: Birdies common swift challenge

Beitragvon Beautiful Mind » 27. Sep 2014, 08:33

Guten Moren, liebe Birdie,

alles was ist, ist das perfekte Zusammenspiel aller Lebewesen, die ihr Leben selbst erschaffen.

Birdie hat geschrieben:Will es eigentlich nur sterben, weil "Körper hopping" ihm nichts ausmacht? oder ist es zu mir gelangt, um von mir gesund gepflegt zu werden?
Wer hat die treibende, dominantere Schwingung wenn es um Tiere geht?
Ist das immer der Mensch? Oder ist das auch der Wunsch eines Tieres ? Oder ist es fifty fifty?
Greife ich zu massiv in ihr Leben ein, indem ich ihnen helfe?


Du kannst weder in das Leben eines anderen Menschen noch in das eines Tieres eingreifen. Mensch und Tier erleben das Abbild ihrer eigenen Schwingung. Die Tiere wollten Hilfe und haben sie von dir bekommen. Wenn sie nun doch gehen möchten, werden sie das tun.

Alles ist Schwingung, die sich gegenseitig anzieht. Alles ist perfekt und du kannst definitiv nichts falsch machen.

Liebe Grüße

Birgit :kuss:
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Re: Birdies common swift challenge

Beitragvon Lichtblume » 27. Sep 2014, 08:41

Guten Morgen Birdie,

ich freue mich immer von dir zu lesen :bussi:

ich habe heute in der früh das Hörbuch gehört von Sara und die Eule.

Nachdem ja der Bruder von Sara, Salomon getötet hat, sprach Salomon mit Sara ausführlich darüber.

Unter anderem: Ich zeigte mich deinem Bruder damit er diese Erfahrung machen konnte. Diese Erfahrung war auch für mich wichtig oder für dich Sara.

Dieser Abschnitt des Hörbuches hat mir persönlich im Bezug auf meine Fragen sehr geholfen. Vielleicht hilft es dir auch.

Liebe Grüsse
Lichtblume
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Re: Birdies common swift challenge

Beitragvon Birdie » 1. Okt 2014, 21:04

View My Video


ich kriege das Video nicht direkt hierher zum einbetten -


das Video zeigt meine beiden Patienten wie sie heute sind mit der passenden Musik, das war Zufall, passt aber genau.....mein Gefühl? oder diese beiden ? sagt mir, warte, warte, gib die beiden noch nicht auf....also mache ich weiter, machen wir drei weiter...

LG,
Birdie
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Re: Birdies common swift challenge

Beitragvon Beautiful Mind » 2. Okt 2014, 08:18

:kl: :kl: :kl:
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Re: Birdies common swift challenge

Beitragvon Birdie » 2. Okt 2014, 08:58

eingedenk des heutigen täglichen Zitats...vielleicht muss auch ich einfach beiseite treten und die Zellen der beiden Tiere (Rune und Rebecca heißen sie) machen lassen worum sie gebeten haben....es schaut ja so aus als hätten sie Heilung ihrer kleinen Körperchen in ihrem Vortex zu liegen....wären sie sonst so normal wie gesunde Mauersegler, interessiert, lebhaft, lebenswillig?

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Re: Birdies common swift challenge

Beitragvon Birdie » 12. Okt 2014, 11:48

....ich musste sie gehen lassen....
es hat sich keine weitere Verbesserung ihrer lahmenden Beinchen mehr ergeben - das Flugbild war zudem entsetzlich(ich kann Mauersegler in meiner Diele trainieren lassen, und dabei schauen wie sie sich verhalten)....
ich habe mich dann sehr schnell entschieden, dass es für beide so besser ist.

Aber es ist extrem hart so eine Entscheidung treffen zu müssen, für zwei Tiere, die mir schon so ans Herz gewachsen waren, und obwohl ich manchmal dachte, ich schaffe das nicht mehr. weil es eben nicht einfach war mit ihnen, hätte ich es doch weiter gemacht und sie unverdrossen weiter versorgt und die nicht unerheblichen Einschränkungen für mich selber in Kauf genommen, wenn abzusehen gewesen wäre, dass sie gesunden .
Zwei oberflächlich betrachtet gesunde Vögelchen einzuschläfern....schrecklich....
sie wären jedoch 99% nicht mehr in der Lage gewesen in die Freiheit zu fliegen -ich sage mir das vor, aber es nutzt nichts gegen mein Gefühl der Trauer.
Ich fühle mich bleischwer und habe ständig einen Kloß im Hals.

Sie sind in meiner Hand eingeschlafen , ich habe sie gehalten bis die kleinen Herzchen zu schlagen aufhörten ....
ich weiß, sie werden wieder kommen, bestimmt schlüpfen sie schon nächstes Jahr wieder aus den Eiern von Mauerseglern
nutzt alles nicht, ich fühle mich schrecklich,
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Re: Birdies common swift challenge

Beitragvon lawofattraction » 13. Okt 2014, 09:13




Hallo Birdie,

ich möchte Dich einmal etwas fragen, und zwar unter der Berücksichtigung dessen, was wir von Abraham über Tiere, ihre Absichten und ihre Einstellung zu ihrem physischen Ende wissen:

Worum geht es bei dieser ganzen Sache - um die Vögel oder um Dich? Die Frage mag sich befremdlich anhören, ist es aber nicht, wenn man erkennt, dass sie keinen Vorwurf beinhaltet. Sie ist vielmehr als Gedankenanstoss und vielleicht auch Hilfestellung im Begreifen der Dynamik gedacht, die sich dabei zeigt. Denn es scheint so zu sein, dass Du so viel mehr wegen der Situationen Deiner Schützlinge leidest, als die konkret Betroffenen das tun.

Ich kenne Ähnliches aus einem Hundeforum, in dem ich immer wieder erkennen kann, wie die eigenen Gefühle und Gedanken auf die Hunde übertragen werden und so ihre Geschichten mit der Lebens- und Leidensgeschichte ihrer Menschen verwoben und verbunden werden.

Es ist sicher nicht einfach, die ganze Schöpfung umfassend aus der Sichtweise des Grossen Ganzen zu sehen, dafür sind wir schliesslich als Menschen und mit Gefühlen und Gedanken ausgestattet. Aber meine Frage und Deine ehrlichen Überlegungen dazu - nicht hier im Forum, sondern für Dich alleine - mögen Dir helfen, Deine Liebe und die Hilfe für die Vögel in einen anderen Rahmen zu stellen.

Statt für sie zu leiden, kannst Du nach einiger Reflexion und einigem Sortieren Deiner Gefühle vielleicht auch erkennen, dass Du ihnen in der Tat eine viel grössere Hilfe dann sein kannst, wenn Du in der Lage sein wirst, ihre Vortexversion zu sehen statt Deinen Schmerz die Situationen so überschatten zu lassen, dass Du zu Deinem Vortex - in dem auch diese Tiere sich heil und gesund befinden - keinen Zugang hast.

Lieben Gruss
Loa



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Re: Birdies common swift challenge

Beitragvon Birdie » 13. Okt 2014, 09:50

Liebe Loa,
ich weiß was du meinst!

Mir ist das schon bewusst, dass ich leide, die beiden Segler vermutlich überhaupt nicht.
es ist etwas, was ich , zumindest momentan einfach nicht "abstellen" kann .... aber es wird schon besser, denn ich weiß ja und bin überzeugt von dem was Abraham dazu sagen...es existiert meine Trauer neben dem Wissen und es überwog das Leid - ich fühle mich wie auf einer Wippe, es kippt mal in die eine, dann in die andere Richtung

es ist wohl das Menschliche/Irdische und auch die Tat selbst, das "Erlösen"(ich kenne viele, die es nicht über sich bringen, ein geliebtes Tier bis zum letzten Atemzug zu begleiten), was diese Gefühle hervorruft wie so eine Art Selbstläufer, trotz des Wissens.
Ich denke es wird uns Menschen noch sehr lange schwerfallen auf Trauer,Schuldgefühle, Selbstvorwürfe und andere herabziehende Gefühle zu "verzichten" wenn ein geliebter Mensch oder ein Tier physisch stirbt.

LG
Birdie
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Re: Birdies common swift challenge

Beitragvon lawofattraction » 13. Okt 2014, 11:08

Birdie hat geschrieben:Ich denke es wird uns Menschen noch sehr lange schwerfallen auf Trauer,Schuldgefühle, Selbstvorwürfe und andere herabziehende Gefühle zu "verzichten" wenn ein geliebter Mensch oder ein Tier physisch stirbt.


Hallo Birdie,

Trauer, ja, da kann ich zustimmen. Aber Schuldgefühle und Selbstvorwürfe sind wohl mit die sinnlosesten Gefühle überhaupt. Können wir heute etwas ändern an dem, was gestern geschehen ist? Können vergangene Entscheidungen rückgängig gemacht werden? Und hat nicht jeder zu jedem Zeitpunkt das für ihn in dem Moment äusserst Mögliche getan?

Ich habe bereits neun meiner Weggefährten - Hunde - gehen lassen und kenne die Ohnmachtsgefühle, wenn man nicht mehr helfen kann. Beim ersten meiner Lieblinge wäre ich am liebsten selbst gestorben, so sehr schmerzte mich das. Dann geschah einige Jahre später etwas höchst Bemerkenswertes. Jemand brachte mir einen Dobermann, der auf der Strasse lebte, vollkommen abgemagert, mit vielen Entzündungen und durch eine schreckliche Hautkrankheit ohne ein Haar auf dem Körper. Wo er hinkam, wurde er vertrieben, weil man Angst vor Ansteckung hatte - und er sah auch wirklich nicht gut aus.

Der Tierarzt machte mir keine Hoffnung, dass er es überhaupt schaffen könnte, aber ich hatte den eisernen Willen, nicht zu früh aufzugeben. :rleye: Um diese Hoffnung auszudrücken, gab ich ihm den Namen Arco Iris = Regenbogen im Spanischen. 1 1/2 Jahre später aber war es doch so weit. Er konnte und wollte nicht mehr, tägliche Anwendungen und Salben und Spritzen und Waschungen und ständig juckende Haut waren für ihn einfach nicht mehr zu tolerieren. Arco liess sich nicht mehr anfassen und fing an zu beissen. Schweren Herzens habe ich den Entschluss gefasst, ihn zu erlösen. Und einige Wochen lang war ich voller Schuldgefühle, Reuegefühle und grosser Trauer.

Eines Nachmittags stand ich am Fenster und schaute in den Regen, als die Sonne durch die Wolken stiess. Und an genau der Stelle, wo Arco und andere meiner Hunde begraben waren, stieg ein grosser Regenbogen auf. In dem Moment wusste ich, dass alles genau so, wie und wann es geschehen war, seine Richtigkeit hatte. Und dieses Gefühl hat mich nie wieder verlassen.

Lieben Gruss
Loa



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Re: Birdies common swift challenge

Beitragvon Birdie » 13. Okt 2014, 11:35

:ros:
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Re: Birdies common swift challenge

Beitragvon eimyrja » 14. Okt 2014, 07:23

Birdie, ich drück dich gaaanz fest :uns:
LoA ich bin sprachlos. Danke für deine Worte :ros:
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