Berufliche...Krise

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Re: Berufliche...Krise

Beitragvon Klara » 21. Jul 2015, 08:32

Hallo zusammen, ein kurzes (da vom Handy) Update von mir. Ich kann noch keine klareren Erkenntnisse verbuchen, aber ich hab mich entschlossen, mich mit meinem jetzigen Abschluss zu bewerben...einfach des Geldes wegen u weil ich mir erstmal ein interessanteres Arb.umfeld erhoffe, da jetziger Job unerträglich. Ich brauch erstmal neue Impulse bevor ich weiterschauen kann. Jedoch ist eines intetessant: die erste Bewerbung insofern ercolgreich, als dass mich die Personalfrau gleich zum Vorstellungsgespräch einladen wollte. Hat sie mir auf den AB gesprochen. Nun versuchen wir uns seit Wochen zu erreichen u.es klappt nicht. Wir sprechen uns nur gegenseitig immer auf den AB. Sowas hab ich noch nie erlebt. Es kann nur meine Schwingung sein :pfeif: dabei ärgert es mich auch und find ich enttäuschend. Aber ich sollte mich nicht ärgern, da es ja meine Schwingung is, die das verhindert. D.h.für mich....nochmal seehr genau hinschauen... .lg, klara
Klara
 
Beiträge: 264
Registriert: 04.2016
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Berufliche...Krise

Beitragvon lawofattraction » 21. Jul 2015, 09:05




Hallo Klara,

würde mir das passieren, dass ich immer wieder an Hürden stosse, wenn ich mit jemandem einen Termin machen möchte, so sehe ich das als klares emotionales Guidance-Zeichen meines Inner Being, dass da vorher noch Vorbereitung zu leisten ist.

Eine schlechtere Schwingungs-Voraussetzung als die von Dir beschriebene für einen erstrebten Job kann ich mir kaum vorstellen - wie zum Beispiel dies:

Klara hat geschrieben:.....aber ich hab mich entschlossen, mich mit meinem jetzigen Abschluss zu bewerben...einfach des Geldes wegen


Mit einem solchen Fokus kannst Du zwar ein gutes Gehalt anziehen, aber es besteht auch die Wahrscheinlichkeit, dass alle anderen Umstände nicht sehr positiv sind. Vor allem auch deshalb:

Klara hat geschrieben:... da jetziger Job unerträglich.


Du nimmst Deine Schwingung immer mit in die nächste Situation (Arbeit, Beziehung, Wohnung etc.), wenn Du sie nicht vorher bereinigst.

Hier beschreibst Du ein "Weg-Von" statt Dir ein "Hin-Zu" für den wunderbaren Job auszumalen, den Du verdienst.

Lieben Gruss
Loa



*Resistance means feeling Singular instead of Plural* Abraham


Benutzeravatar
lawofattraction
 
Beiträge: 8981
Registriert: 09.2009
Wohnort: Im Hohen Norden
Geschlecht: weiblich

Re: Berufliche...Krise

Beitragvon Klara » 21. Jul 2015, 09:23

Liebe Loa, vielen Dank für deine schnelle Antwort. Ja, ich weiß genau, was du meinst...und stimme dir zu! Ich weiß, abe sagen das ja oft genug. Und genau deshalb hab ich ein Jshr lang nichts unternommen im Außen, weil ich eben nicht zur Tat schreiten wollte u etstmal meine Schwingung bereinigen. Es ist mir nicht gelungen sondern wurde noch schlimmer. Deshalb probiere ich jetzt den Weg zur Tat zu schreiten und den Schwung eines neuen Umfelds zu nutzen um dann auch bessere Einstellungen dahingehend zu finden. Ich komme mir echt blöd vor euch vor, dass ich mich was das Thema betrifft, so anstelle. Es ist wirklich frustrierend für mich. Danke Loa :ros:
Klara
 
Beiträge: 264
Registriert: 04.2016
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Berufliche...Krise

Beitragvon katgirl » 21. Jul 2015, 09:31

hallo klara, vllt. probierst du es mit allgemeinen formulierungen, wie zb *es gibt jobs. es gibt jobs in denen man gutes geld verdient. es gibt jobs die spass machen. ich mag jobs... ich mag ein tolles arbeitsklima ... ich mag es mit kollegen zusammenzuarbeiten, die mit mir auf einer wellenlange sind. ich mag akzeptanz und wertigkeit und bestätigung im job. ...* und näherst dich von außen nach innen.
meditieren hilft auch. lg
Zuletzt geändert von katgirl am 21. Jul 2015, 09:37, insgesamt 2-mal geändert.
Benutzeravatar
katgirl
 
Beiträge: 1383
Registriert: 03.2011
Geschlecht: weiblich

Re: Berufliche...Krise

Beitragvon lawofattraction » 21. Jul 2015, 09:36

Klara hat geschrieben:Und genau deshalb hab ich ein Jshr lang nichts unternommen im Außen, weil ich eben nicht zur Tat schreiten wollte u etstmal meine Schwingung bereinigen. Es ist mir nicht gelungen sondern wurde noch schlimmer.


Dann hast Du auf der falschen Ebene rumgemacht. Eben sehe ich, was Kat geschrieben hat. Das und ins Fühlen gehen wäre auch mein Vorschlag:

Wie willst Du Dich fühlen? Im Job, mit den Vorgesetzten, den Kollegen, der Arbeit, dem Gehalt, Arbeitszeit etc. Einfach nur Fühlwörter finden und Dir immer wieder vorbeten. Und wie willst Du als Person Dich fühlen? Klar, aufgeräumt, fähig, bereit, gelassen, erfolgreich, zufrieden, glücklich, angekommen, realisiert, entspannt, begeistert, ..... - fühlen, fühlen, fühlen, ohne Details, ohne irgendwelche Referenz zum Thema.



*Resistance means feeling Singular instead of Plural* Abraham


Benutzeravatar
lawofattraction
 
Beiträge: 8981
Registriert: 09.2009
Wohnort: Im Hohen Norden
Geschlecht: weiblich

Re: Berufliche...Krise

Beitragvon Klara » 21. Jul 2015, 09:44

Ich mach das jetzt mal backagain nach (huhu backagain) :-D und schieße noch was nach ;-). Ich sehe dieses nicht-erreichen der Personalerin als Zeichen meiner Zerrissenheit: einerseits will ich (zeigt sich im Außen auch daran, dass sie mich srhr schnell erreichen wollte bzgl.eines Gespràchstermins u meine Bewerbung gut ankam bei ihr), andererseits will ich nicht, deshalb erreichen wir uns nicht. Sie klingt auf dem AB auch schon ganz irritiert (irgendwie scheint es schwer, dass wir uns erreichen). Ich häng mir jetzt Zettel in die Whg: "hin zu" ! Waaah, ich muss mich jetzt echt mal locker machen, dass sich mein Gehirn öffnen kann für bessere Erkenntnisse...lg
Klara
 
Beiträge: 264
Registriert: 04.2016
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Berufliche...Krise

Beitragvon Klara » 21. Jul 2015, 09:50

Ha! Ihr lieben! Getade gesehen, dass noch zwei Antworten kamen :danke: ja, das ist gut. Hab mir gerade gedacht, dass ich zu sehr auf der Ratio-Ebene rumgemacht habe. Yupp! Meditieren kam mir auch schon in den Sinn und meine Fühlwörter schreib ich mir auf Zettel, häng sie in der Whg auf und bete sie herunter :-) :-) :-) mach ich! Ich berichte wieder. Danke euch :ros:
Klara
 
Beiträge: 264
Registriert: 04.2016
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Berufliche...Krise

Beitragvon backagain » 21. Jul 2015, 13:47

Hallo Klara

Gruß zurück. :danke:

Wo Liebeszauber eben vom UM schrieb....
Du musst doch eigentlich gar nichts machen. Du hast einen Job. Das ist toll. Du hast eine Zusatzqualifikation. Das ist auch toll. Die bewirbst dich, und schon hat jemand Interesse an Dir. Das ist großartig.

Jetzt nimm Dir die Zeit, und finde heraus, was du wirklich willst. (Es gibt da übrigens ein Buch zu: "Ich könnte alles tun, wenn ich nur wüsste, was ich will." Das ist auch abrahamkonform und empfehlenswert, wie ich finde.)

Und akzeptiere im Übrigen einfach die Lage, wie sie ist. Also - akzeptiere, dass du Dich nicht so wirklich festlegen magst. Akzeptiere, dass Du und die Personalchefin noch nicht zusammen findet. Es ist eh egal....
Du kannst nichts falsch machen. Es ist, wie es ist, und so ist es in Ordnung.

Ist es nicht diese Stelle, ist es eine andere. Ist es diese, und sie passt auch nicht, suchst du weiter.
Oder lässt durch den UM suchen.
Entspann Dich und schau, was passiert. Oder gib der Personalfrau einfach mal Deine Handynummer... :mrgreen:
Oder geh einfach ein Eis essen.

Was ich meine ist: Deine Lage ist nicht prekär - ganz im Gegenteil. Sodass es eigentlich nicht allzu schwierig sein müsste, dass sich da ein Weg auftut, um sie noch zu verbessern.

Aber den musst Du doch nicht auf Teufel komm raus finden - leicht verbissen. Denn dann wird das nichts.

Der findet sich von alleine. Die Synchronizitäten, Du weisst schon....

Das Einzige, was Du tun musst, ist Dich zu entspannen und zu öffnen und Dinge zu tun, von denen Du das Gefühl hast, dass sie bei Dir zu mehr Klarheit führen. Dinge, die sich gut anfühlen. :gvibes:

Hast Du mal kreatives Schreiben probiert? Oder malen? Lies das oben genannte Buch.... meditiere....aber schalte den Kopf aus und das Vertrauen ein. Dann müsste das eigentlich ganz leicht gehen.

Howgh, ich habe gesprochen!

Ohne Nachtrag

b.
Bild: „Sonnenaufgang penon de ifach“. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons
Benutzeravatar
backagain
 
Beiträge: 281
Registriert: 03.2014
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Berufliche...Krise

Beitragvon Maike » 21. Jul 2015, 15:50

Klara hat geschrieben:Und genau deshalb hab ich ein Jshr lang nichts unternommen im Außen, weil ich eben nicht zur Tat schreiten wollte u etstmal meine Schwingung bereinigen. Es ist mir nicht gelungen sondern wurde noch schlimmer.


Du schreibst ja zum Glück selbst, dass du jetzt zur Tat schreitest. Ich sehe das Gegenteil von "inspirierter Handlung" nicht darin, dass man sich gar nicht bewegt. Immerhin kann man Aktivität auch als "sifting through data" sehen und sich über den Weg der Auswahl einen besseren Überblick über seine Präferenzen gestalten.

Ein Töpfer, so stelle ich mir das vor, schreitet ja auch nicht zwangsläufig immer erst dann zur Tat, wenn er das perfekte Bild von seiner Skulptur im Kopf hat. Womöglich gibt es auch Skulpturen, die erst während des Machens ihre Form entwickeln.

Danke Loas Adleraugen hast du widerstrebende Überzeugungen entdeckt und ich denke, das funktioniert genauso gut übers Aktivsein wie über meditatives, passives Daheimhocken.

Introspektion kann eine sehr gut Sache sein, keine Frage. Du solltest halt im Auge behalten, ob weg von etwas oder hin zu etwas Neuem. Ich bin da bislang auch eine erstklassige Ping Pong-Spielerin.

Und dann frag dich bei Gelegenheit auch mal, welchen Benefit du von dieser scheinbaren, gefühlten Patt-Situation hast.

Lieben Gruß
Maike
Everything that you are is always easy to find. (Abraham)
Benutzeravatar
Maike
 
Beiträge: 394
Registriert: 10.2012
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Berufliche...Krise

Beitragvon backagain » 21. Jul 2015, 20:23

Maike hat geschrieben:meditatives, passives Daheimhocken.


Hallo Maike

Ich finde das keine schöne Kombination - die von "meditativ" und "passiv" und "Daheimhocken".

Klar, wenn die Meditation so betrieben wird, bringt sie wenig. Genausowenig wie die rein verstandesmäßige Suche nach dem richtigen Weg oder die widerwillige Aktivität.

Das ist dann die Fliege, die immer wieder gegen das Fenster stößt, zwischendrin mal eine Weile pausiert und nichts tut, um sich dann wieder aufzumachen - und wieder gegen das Fenster zu fliegen. Beides ist nicht zielführend.

Zielführend ist, sich zu öffnen für mögliche Lösungen. Wachsam und bewusst zu schauen, was kommt, wenn man sich auf "Lösung" ausrichtet. Da können dann Widerstände aufgedeckt werden (auch in der Familiengeschichte....manchmal "darf" man sich Glück nicht zugestehen....vielleicht, wenn andere Familienmitglieder im Beruf auch unglücklich waren), da können einem Bücher empfohlen werden - da können Erkenntnisse hereinkommen und sich plötzlich Türen öffnen.

Wichtig ist, dass man davon absieht, das "Problem" selbst - vom Kopf her - lösen zu wollen, wobei man sich womöglich im Kreise dreht.
Wenn man dieses denkende Steuern mal loslässt, dann ist es egal, ob man gerade sehr tätig ist oder medititert. Hauptsache die Handlungen sind downstream, achtsam und fühlen sich gut an.

Als ich das oben genannte Buch vor Zeiten las, fühlte es sich sehr gut an, und es gingen einige Türen auf.
Heute habe ich, statt zu arbeiten, zwei Stunden Klavier gespielt, und es fühlte sich großartig an. Manchmal räume ich einfach nur auf, und habe danach mehr Klarheit. Manchmal erledige ich Unangenehmes, und habe danach das gefühl, ein Berg ist verschwunden. Manchmal liege ich auf dem Sofa und versuche, das "Jetzt" zu erleben, und es ist wunderschön.

Wichtig ist, dass man etwas tut, das macht, dass man seine eigene Wirkmacht zu spüren beginnt und sich nicht mehr ausgeliefert oder gebremst fühlt. Sprich - dass man die Anbildung zum inneren Wesen zu spüren beginnt.

Manchmal geht es auch umgekehrt. Man kann sein inneres Wesen (oder den UM) befragen: Was ist der nächste Schritt? Einfach nur der nächste Schritt?

Und dann kommen Antworten, die viel potenter sind, als: Ich sollte da anrufen, ich müsste diese tun, mein Partner erwartet, dass ich jedes mache...

Dann entsteht - nach und nach - Klarheit.

b.
Bild: „Sonnenaufgang penon de ifach“. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons
Benutzeravatar
backagain
 
Beiträge: 281
Registriert: 03.2014
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Berufliche...Krise

Beitragvon backagain » 21. Jul 2015, 20:39

Tadum - da bin ich nochmal. (Das liegt einfach daran, dass ich das "Thema" nach dem Schreiben mitnehme und weiter darüber nachdenke. Und dann fallen mir einfach unweigerlich Ergänzungen ein.)

Ich verstehe nicht, wie man sich in heutigen Zeiten noch telefonisch verpassen kann. Es gibt so unendlich viele Kanäle...whatsapp, sms, Handy, Email aufm Smartphone....

Frag Dein inneres Wesen: Soll ich den Kontakt aufnehmen oder nicht.
Dann bekommst Du ein "Ja" oder ein "Nein". Und dann handelst Du dementsprechend.

Jedenfalls klappt das bei mir immer....

b.
Bild: „Sonnenaufgang penon de ifach“. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons
Benutzeravatar
backagain
 
Beiträge: 281
Registriert: 03.2014
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Berufliche...Krise

Beitragvon Kein_Schnee » 21. Jul 2015, 20:43

Liebe Klara,

was Du beschreibst hatte ich auch und zwar so massiv, dass ich dachte, verrückt zu werden.
Ich wußte null, was ich wollte, was mir Spaß machte und wurde immer kleiner und unsicherer.
Jegliche Klarheit im Bezug auf mich und warum ich überhaupt existiere war weg.
Die schwierigste Zeit meines Lebens, denn mehr entgegengesetzt kann man wahrscheinlich nicht zu seinem IB leben, als den Sinn der eigenen Existenz in Frage zu stellen.
Ich schreibe das hier, weil Du genau in der gleichen Weise versuchst, dieser Situation zu entkommen, wie ich es versuchte und anstatt klarer, wurde es unklarer und immer hoffnungsloser.
Und ich wollte auch irgendwo ankommen...

Genau wie Du hatte ich schon viel gemacht und sehr viele Erfahrungen gesammelt, im Bezug auf das, was ich nicht (mehr) wollte, doch das, was ich wollte, was mich erfüllte, was ich war, ließ sich nicht blicken.
Ich weiß heute, was der Grund dafür war, dass es immer schlimmer wurde:
Ich wollte partout eine gedankliche Lösung finden, welche zudem in das Raster passte:
Beruf der mich erfüllt, Geld verdienen, Sack zu.

Da ich Musikerin bin, war es unfassbar schwer für mich, zu akzeptieren, dass ich keine Lust mehr hatte, Musik zu machen und noch schwerer, zu realisieren, dass ich null inspieriert war.
Ich konnte nicht mehr komponieren und hasste mich dafür, da ich nun mal nichts anderes gelernt hatte.
Ich war eine Null.

Erst, als ich so erschöpft war und auch körperlich schon so mitgenommen, dass ich gar keine Kraft mehr hatte, in diese Richtung weiter zu powern, und mir es schon fast egal war, was überhaupt noch passiert, ließ ich los und wurde fast süchtig nach Ruhe und Entspannung, aber vor allem danach, frei von diesem ganzen konditionierten Gedankenmüll zu sein.
Ich machte nichts mehr und hatte dann mein Umfeld an der Backe, was sich glaubte einmischen zu müssen und mir Ratschläge zu geben, bzw. Vorwürfe zu machen.
Auch, wenn ich sie in dem Moment alle hätte erschießen können, weiß ich heute, dass dies für mich der Weg war, zu mir selbst zu finden, denn ich lernte, zu mir zu stehen.
Meine oberste Premisse war: Ich will mich selbst fühlen, hören!
Ich gab jeden Ergeiz auf, jede Überlegung, welcher Beruf für mich richtig sein könnte, jede Rechtfertigung vor anderen, warum ich nichts tue. Stattdessen erklärte ich, dass ich nicht mehr kann und einfach schöne Gefühle brauche, egal, was dazu notwendig ist.
Ich war viel alleine, ging viel spazieren und legte mich öfter mal hin, um meinen Körper zu entspannen.
Und ich weinte viel und versuchte, nicht allzusehr nach einem Grund dafür zu suchen, denn es gab genug Gründe und einer würde schon passen.
Und ich schaute mir unzählige Abe-Videos an, las viel über das LoA und machte alles, was mich beruhigte.

Im Nachhinein weiß ich, dass das allerwichtigste für mich war, komplett von diesem Thema wegzugehen und mir zu sagen: Ich weiß es halt nicht, scheiß der Hund drauf.

Klara hat geschrieben:Ich denke, der Loslassprozess kann beginnen, wenn ich das ganze Thema etwas klarer vor Augen habe und mich vor allem besser fühle. Aber noch befinde ich mich in der Einstellungs-/Perspektivenarbeit.


Und es ist eben genau umgekehrt. Du wirst Dich erst besser fühlen können, wenn Du Dich davon verabschiedest, eine Lösung finden zu müssen.
Du musst keine Lösung finden, sie findet Dich.
Aber erst, wenn Du aufhörst, darüber nachzudenken.
Erst, wenn Du aus diesen Rastern aussteigst wie, hätte - wollte - vorbei.
Hättest Du etwas bestimmtes studieren wollen, dann würdest Du es jetzt tun.
Also willst Du es eigentlich gar nicht.
Du weißt nicht was Du willst, weil Du Deine wahren Gefühle nicht zulässt, vor lauter Schubladen, die Du schon zugemacht hast.
Ich glaube, Du hast schon genug ausprobiert und brauchst im Bezug auf dieses Thema keine Datensammlung mehr, da Du sie nur in der gleichen Weise abheften wirst, wie Du es gewohnt bist.
Lass Dein IB sprechen und steige aus dem Gedankenkarussel aus.
Und das erste, was ich dachte, als ich von Deinem Job las, indem es so gut wie nichts zu tun gibt:
Was für eine wunderbare Gelegenheit, zu visualisieren und auch noch Geld dafür zu bekommen!
Das ist auch Arbeit und dazu noch sehr fruchtbare. Und bedeutet: Üben, Üben Üben und nicht entmutigen lassen.
Visualisieren ist ja in erster Linie loslassen und sich das naheliegendste Schöne vorzustellen, was einem in den Sinn kommt.
Mich persönlich hat es irgendwann sehr überrascht, was da für Bilder und Gefühle kommen, zu denen ich erst einmal gar keine Verbindung herstellen konnte.
Aber das war ein Schlüsselmoment, da ich plötzlich begriff, wie wenig das, was ich lebte und dachte, eigentlich mit mir zu tun hat, - mit dem, wie ich wirklich bin, mit dem, was ich wirklich will.

Ich wünsche Dir, dass Du den Weg frei machst, damit es zu Dir kommen kann!
Es kommt, ich habe auch nicht mehr daran geglaubt, aber es kommt.
Und wenn es soweit ist, weißt Du warum und die langersehnte Klarheit ist wieder da.
Das ist wunderschön und ganz anders, als alles vorher.

Liebe Grüsse,

KeinSchnee
- no limits -
Benutzeravatar
Kein_Schnee
 
Beiträge: 619
Registriert: 02.2014
Geschlecht: weiblich

Re: Berufliche...Krise

Beitragvon Klara » 21. Jul 2015, 22:31

Hallo ihr Lieben,
vielen lieben Dank für eure tollen Antworten! :danke: :lieb: Ich kann aus wirklich jedem einzelnen Beitrag etwas mitnehmen...Es ist bei mir tatsächlich ein Mix aus all dem, was ihr schreibt.

Maike hat geschrieben:
Du schreibst ja zum Glück selbst, dass du jetzt zur Tat schreitest. Ich sehe das Gegenteil von "inspirierter Handlung" nicht darin, dass man sich gar nicht bewegt. Immerhin kann man Aktivität auch als "sifting through data" sehen und sich über den Weg der Auswahl einen besseren Überblick über seine Präferenzen gestalten.

Ein Töpfer, so stelle ich mir das vor, schreitet ja auch nicht zwangsläufig immer erst dann zur Tat, wenn er das perfekte Bild von seiner Skulptur im Kopf hat. Womöglich gibt es auch Skulpturen, die erst während des Machens ihre Form entwickeln.
............
Und dann frag dich bei Gelegenheit auch mal, welchen Benefit du von dieser scheinbaren, gefühlten Patt-Situation hast.


JA! Fühle mich direkt verstanden! Vielleicht ist das auch Typsache? Ich habe einfach gemerkt, in der Zeit, in der ich eben NICHT gleich zur Tat schreiten wollte, dass es mich wahnsinnig unter Druck gesetzt habe, immer in mich zu gehen und das innerlich mit mir auszumachen und jetzt langsam mal wissen zu müssen, was ich will, dass ich dann meinen Fokus danach ausrichten kann. Ich bin einfach ein sehr aktiver, lebendiger Mensch und ich fühle mich wesentlich wohler dann lieber endlich mal was zu machen...das fühlt sich für mich einfach "flüssiger" an! Also lebendiger. Es muss ein Wechselspiel für mich sein zwischen Introspektion und in die Tat schreiten...auch wenn dann mal was dabei ist, was ich dann halt wieder verlassen will. Danke für Deine Worte!

backagain hat geschrieben:manchmal "darf" man sich Glück nicht zugestehen....

Da vermute ich fast was.
Übrigens: sie hat meine Handynummer ;-)! Aber es ist ehrlich egal. Ich fand die Anzeige ganz nett...aber mehr auch nicht. Ich fand das eben echt interessant, dass sich in diesem Nichterreichen meine innere Zerrissenheit zeigt.

Kein_Schnee hat geschrieben:was Du beschreibst hatte ich auch und zwar so massiv, dass ich dachte, verrückt zu werden.
Ich wußte null, was ich wollte, was mir Spaß machte und wurde immer kleiner und unsicherer.
Jegliche Klarheit im Bezug auf mich und warum ich überhaupt existiere war weg.
Die schwierigste Zeit meines Lebens, denn mehr entgegengesetzt kann man wahrscheinlich nicht zu seinem IB leben, als den Sinn der eigenen Existenz in Frage zu stellen.
Ich schreibe das hier, weil Du genau in der gleichen Weise versuchst, dieser Situation zu entkommen, wie ich es versuchte und anstatt klarer, wurde es unklarer und immer hoffnungsloser.
Und ich wollte auch irgendwo ankommen...

Danke, danke dafür!!! Ich fühle mich sehr verstanden, weil der Text hätte von mir sein können. Genau so fühle ich mich. Und es ist schön zu lesen, wie du dich herausmanövriert hast.

Ich wollte jetzt sehr viel schreiben zu euren Beiträgen und habe währenddessen aber gemerkt, dass ich meine Situation damit immer weiter erklären würde (bei mir ist es so und so und so). Was mich also weiter halten würde in diesem Zustand. Deshalb eine Zusammenfassung von mir:
Ganz konkret haben mir unter anderem Kat's Vorschläge ("Es gibt einen Job" usw.) geholfen. Einfach weil es so wunderbar einfach, erleichternd und wahr ist. Weil es mich wegbringt von diesem unglaublich komplexen Wust an Gedanken und Gefühlen und es sich so leicht und geerdet und einfach real anfühlt. Und dann eben das konkrete "Fühlen" von Loa. Weil es diesen blöden komplizierten Gedanken-Wust einfach nicht geben muss. Hin zu und nicht "weg von". Und ja, mir steht der Sinn nach: Arbeit leisten zu wollen, mich mit Kollegen austauschen, etwas zu schaffen, das Gefühl etwas geleistet zu haben. Diese Sehnsucht ist gerade so groß, dass ich selbst Brötchen verkaufen als Tätigkeit in Betracht ziehen würde. Da ich sowieso wahnsinnig viel nachdenke, sind für mich Tätigkeiten, in denen ich NICHT nachdenken und nachfühlen kann und muss und ich einfach nur im JETZT sein kann, weil ich mich in der Arbeit konzentrieren muss z.B., mit Kollegen fachlichen Austausch habe oder weil ich emotional eingenommen bin oder gefühlt mein Leben retten muss :clown: wie heute bei der Floßfahrt mit Freunden auf einem Fluss, die reinste Erholung!!!!!!!!! Alleinsein und nachdenken und visualisieren erdrückt mich momentan....da kann ich mein IB gerade bzw. schon längere Zeit am allerwenigsten wahrnehmen. Erst wenn ich ein bestimmtes inneres Tempo habe, dann kann ich es hören, so meine Erfahrung. Also: momentan muss ich raus aus der Situation und im Notfall auch Brötchen verkaufen. Ja, auch wenn ich mich und meine Schwingung mitnehme. Und mich jeden Tag und immer wieder auf meine Fühlwörter konzentrieren und auf meine Generalisierungen. So mein Fahrplan :P
Mir hat diese ganze Sache jedenfalls eines ganz deutlich gezeigt: Ich kann mich ablenken, Hunde streicheln, Freizeitspaß haben, so viel ich will...Wenn ich meinen Arbeitssetpoint (ersetzbar natürlich durch jedes andere Thema) nicht (aktiv) verändere und mir nicht DAZU bessere Gedanken mache, verändert sich gar nix. Bzw. möchte ich das verfeinern: wenn ich mich wunderbarst ablenke und ich weiterhin schlampig und aktiv meine Widerstandsgedanken/Mangelgedanken jeden Tag denke, ändert sich gar nix. :mrgreen: Wenn ich mich nämlich ablenken würde und KEINE Widerstandsgedanken denken würde, bzw. ich mir meiner unangenehmen Situation nicht so bewusst wäre...der Korken kommt immer nach oben...würden sich bestimmt viele Dinge ergeben.

:lieb: :lieb: :lieb:
Schlaft gut :uns:
Klara
Klara
 
Beiträge: 264
Registriert: 04.2016
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Berufliche...Krise

Beitragvon Maike » 21. Jul 2015, 23:56

Hallo Klara,

ich kann hier auch aus der Diskussion sehr viel mitnehmen und finde in jedem Beitrag etwas Anregendes. :danke:

Ich finde Meditation durchaus nicht immer passend @backagain, aber natürlich sind die persönlichen Präferenzen, auch was die Bedeutung solcher Begriffe betrifft, sehr verschieden.

Ich persönlich spüre mich am besten in Bewegung. Das kann auch ganz einfach Jogging sein oder meine Nägel lackieren. Es muss nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun haben. Datensammlung geschieht nach meinem Verständnis unaufhörlich. Das ist Leben! Und da gibt es keine Pause. Ich kann aber die Umgangsweise mit dem Buffet verändern. :gvibes:

Ich hab übrigens die besten Erkenntnisse beim Reisen. Kann auch ein Besuch bei Freunden sein, die wenige Zugstunden entfernt wohnen. 8-) :gvibes:

Liebe Grüße
Maike
Everything that you are is always easy to find. (Abraham)
Benutzeravatar
Maike
 
Beiträge: 394
Registriert: 10.2012
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Berufliche...Krise

Beitragvon lawofattraction » 22. Jul 2015, 07:30




Dear All,

nicht umsonst ist es eine so wertvolle Idee, wenn junge Menschen nach dem Abitur eine Auszeit von Monaten nehmen, den Rucksack packen und reisen. Die unterschiedlichen Umgebungen, andere Kulturen, ständig neue Begegnungen und auch ganz andere Lebensumstände als im "Hotel Eltern" sind ein ideale Voraussetzung, um sich selbst kennenzulernen, Vorlieben und Abneigungen zu definieren und sich flexibel in neue Umgebungen einzupassen.

Dadurch sind sie auch die beste Voraussetzung für das Sammeln von Informationen und Siften von Elementen, um Klarheit darüber zu bekommen, wie das zukünftige Berufsfeld aussehen soll. Ich denke, wenn jeder junge Mensch dazu die Gelegenheit bekäme, gäbe es sehr viel weniger Menschen, die irgendwann feststellen, dass sie sich im falschen Arbeitsumfeld befinden - sich also in einer Situation wie Du, liebe Klara, befinden.

Mit meiner heutigen Lebenseinstellung würde ich auch jedem raten, sich nicht mit einer einmal begonnenen Situation abzufinden und in einem Muster zu verharren, was vielleicht einmal für unsere Vorfahren angemessen war, die sich weniger leicht in jeder Beziehung bewegen konnten. Ich erinnere mich, wie beeindruckt ich war, mit welcher Leichtigkeit die Menschen in den USA ihre Stellungen wechselten und wie häufig und leicht sie umzogen. Nachbarn zogen ein, um vielleicht nach einem Jahr wieder woanders hin zu ziehen. Haus verkaufen, neues Haus kaufen, umziehen - fertig. Das fand ich im Gegensatz zu der deutschen Schwerfälligkeit und Bodenständigkeit beeindruckend.

Klara hat geschrieben:Also: momentan muss ich raus aus der Situation und im Notfall auch Brötchen verkaufen.


Die Idee, wenn sie machbar ist, finde ich ausgezeichnet. Brötchen verkaufen oder irgendetwas anderes. Es sichert einmal das finanzielle Auskommen und nimmt durch die Interims-Qualität jeglichen Druck aus der Situation, nun "abliefern" zu müssen und erfolgreich zu sein. Dass Du erfolgreich Brötchen verkaufen kannst, ist ja klar. :clown:

Klara hat geschrieben:Ja, auch wenn ich mich und meine Schwingung mitnehme.


Und genau das wird nicht der Fall sein, da Du Dich in eine Situation begibst, die vollkommen los gelöst ist von Deinem Berufsweg. Vergleichbar mit einem Urlaub, während dem auch die Probleme der Arbeitsstelle für eine Weile ruhen dürfen - auch wenn Du dabei arbeitest. Es kann eine Zeit sein, vollkommen offen für Inspiration zu sein, ohne nun gezielt darauf zu warten. Denn aus solch losgelöster Einstellung kommt die ohnehin von alleine.

Klara hat geschrieben:Ich habe einfach gemerkt, in der Zeit, in der ich eben NICHT gleich zur Tat schreiten wollte, dass es mich wahnsinnig unter Druck gesetzt habe, immer in mich zu gehen und das innerlich mit mir auszumachen und jetzt langsam mal wissen zu müssen, was ich will, dass ich dann meinen Fokus danach ausrichten kann.


Wenn ich so etwas lese, fühle ich mich immer versucht nachzuhaken, wo dieser Druck herkommt. Ist das vielleicht eine Aussage, die in die Denkweise Deiner Familie gehört? "Jetzt hast Du so lange studiert und weisst immer noch nicht, was Du willst? Es wird langsam Zeit, dass ......". Solche inneren Familienprogramme oder auch gesellschaftlicher Druck haben oft viel Macht und es kostet einiges an Bewusstheit und auch Durchsetzung, sich davon zu trennen, wenn Du merkst, es ist nicht Dein Weg.

Denn darum geht es, um Deinen Weg, Deine Zufriedenheit, Dein Wohlgefühl. Du musst mit Dir schliesslich bis ans Ende Deiner Tage zusammen sein :lol: , und da ist es sicher der einzige Weg, das so angenehm und zufriedenstellend und freudig wie möglich zu gestalten.

Ich finde das "you never get it done and you never get it wrong" so überaus weise und hilfreich. Es gibt einfach keine Wege, die ins "Nichts" oder gar ins Unglück führen, aber kleine Umwege, die - wie ich immer wieder feststellen kann - Ausblicke gewähren, die ich anders nie bekommen hätte. Gerade dann, wenn man nichts erwartet, tun sich manchmal die schönsten Ausblicke vor einem auf - oder die schönsten menschlichen Begegnungen oder Jobangebote oder richtungsweisende Synchronizitäten, die man "dort" nie vermutet hätte.

Lieben Gruss
Loa




*Resistance means feeling Singular instead of Plural* Abraham


Benutzeravatar
lawofattraction
 
Beiträge: 8981
Registriert: 09.2009
Wohnort: Im Hohen Norden
Geschlecht: weiblich

Re: Berufliche...Krise

Beitragvon Kein_Schnee » 22. Jul 2015, 09:22

Liebe Loa, liebe Klara,

vielleicht hängt es wirklich davon ab, wie resistent man gegenüber den Botschaften des IB ist, ob äußerliche Veränderungen einem neue Impulse bringen können.
Bei mir war diese Resistenz sehr ausgeprägt, sodass ich weder durch viele Reisen, noch durch unterschiedlichste Tätigkeiten eine Befreiung erlebte.
Mein Brille, durch die ich blickte, war immer die selbe, ob nun in Afrika, oder in meiner Wohnung.
Ob nun beim Ausprobieren neuer Tätigkeiten, oder beim Versuch, die alten Tätigkeiten fortzuführen.
Manchmal hatte ich dann zwar das Gefühl, dass es mir besser ging, z.B. wenn ich mich in einer wunderschönen Umgebung aufhielt, oder mit lieben Menschen etwas unternahm, aber mir war immer bewußt, dass dieses bessere Gefühl an Bedingungen geknüpft war, die ich nicht kontrollieren konnte.
Die Erleichterung kam bei mir erst, als ich meinem IB wirklich zuhörte und die Angst vor der anstehenden Veränderung kleiner war, als der Leidensdruck, dem ich mich ausgesetzt sah.
Und es ging dabei nicht um äußerliche Veränderungen, sondern um das Ablegen alter Glaubenssätze, die zwar irgendwann mal ihre Berechtigung hatten, nun aber nur noch hinderlich und einengend waren und mich unfrei machten.
Diese Glaubenssätze hatten lange Zeit ein Schutzfunktion, weshalb ich mich auch mit Händen und Füssen wehrte, sie aufzugeben.
Ich glaube, es gibt kein schöneres Gefühl, als sich selbst zu befreien und die Abe-Botschaft, die mir dabei am meisten geholfen hat war, weg vom Aktionismus zu gehen. Das hätte ich mich ohne Abraham nie getraut.

Liebe Grüsse, KeinSchnee
- no limits -
Benutzeravatar
Kein_Schnee
 
Beiträge: 619
Registriert: 02.2014
Geschlecht: weiblich

Re: Berufliche...Krise

Beitragvon Klara » 22. Jul 2015, 09:27

Hallo zusammen und vielen Dank :danke: schöne, tolle Gedanken und Erfahrungen die hier zusammen getragen werden :-)! Danke dafür! Ich schätze eure Hilfestlungen und Posts sehr :ros:
Dieser Druck, liebe Loa, den mach ich mir selbst. Ich bin in einer Familie aufgewachsen, in der es keinerlei Orientierung und Druck gab! Meine Mutter hat nie was von mir erwartet und findet sowieso alles toll was ich mache. Ih bin die erste und einzige in meiner Familie, die studiert hat. Ich musste mir meine Orientierung immer selbst geben u war damit heillos überfordert. Ich tippe stark auf gesellschaftlichen Druck. Ich war immer anders als andre u wünache mir das erste Mal, dazuzugehören. Viell.schmerzt mich das alles deshalb so, weil ich das alles schon mal durchgemacht habe: nach jahrelanger Tätigkeit als Projektmanagerin hab ich mir eine Auszeit von zwei Jahren gegönnt u hab im Biergarten gearbeitet. Ich liebte diese Zeit: hektisch, immer was zu tun und mit Menschen arbeiten, die glücklich sind weil sie ihre Freizeit genießen :-) ich bin aufgeblüht :-). Währenddessen hab ich mein Abi nachgeholt. Ich brauche diesen Bruch jetzt wieder und werde doch das Gefühl nicht los, mich in "täglich grüßt das Murmeltier" zu befinden :-D. Aber nach wie vor: die Idee Brötchen zu verkaufen belebt mich ungemein. Eine Psychologin, die Brötchen verkauft. Was die Gesells haft über mich denkt, muss mir egal sein :pfeif:
Klara
 
Beiträge: 264
Registriert: 04.2016
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Berufliche...Krise

Beitragvon lawofattraction » 22. Jul 2015, 09:37

Klara hat geschrieben:Eine Psychologin, die Brötchen verkauft.


Hallo Klara,

ja, und? Es hilft, sich nicht über die Tätigkeit zu definieren, sondern als Mensch zu sehen, der seinem Weg kreativ folgt. Berufsbezeichnungen sind lediglich Labels und Schubladen, die nichts, aber auch gar nichts über den Menschen aussagen. Man hat lediglich irgendwann die Voraussetzungen geschaffen, eine bestimmte Tätigkeit auszuführen. "Ein Mensch, der tut, was ihm Freude bereitet" hört sich so viel besser an.

Klara hat geschrieben:Dieser Druck, liebe Loa, den mach ich mir selbst. Ich bin in einer Familie aufgewachsen, in der es keinerlei Orientierung und Druck gab! Meine Mutter hat nie was von mir erwartet und findet sowieso alles toll was ich mache. Ih bin die erste und einzige in meiner Familie, die studiert hat.


Ja, der Druck kommt wohl von Dir. Vielleicht aus der Situation bedingt, dass Du die einzige bist, die studiert hat - "und nun nutzt sie das nicht einmal aus?"

Klara hat geschrieben:Was die Gesells haft über mich denkt, muss mir egal sein :pfeif:


Indeed. :clown:

Liebe Grüsse
Loa


*Resistance means feeling Singular instead of Plural* Abraham


Benutzeravatar
lawofattraction
 
Beiträge: 8981
Registriert: 09.2009
Wohnort: Im Hohen Norden
Geschlecht: weiblich

Re: Berufliche...Krise

Beitragvon lawofattraction » 22. Jul 2015, 10:54

Kein_Schnee hat geschrieben:Bei mir war diese Resistenz sehr ausgeprägt, sodass ich weder durch viele Reisen, noch durch unterschiedlichste Tätigkeiten eine Befreiung erlebte.
Mein Brille, durch die ich blickte, war immer die selbe, ob nun in Afrika, oder in meiner Wohnung


Liebe KeinSchnee,

wenn der Fokus auf "Weg-Von" statt "Hin-Zu" liegt, bringt keine Veränderung das erwünschte Ergebnis. Es ist dann eher eine Flucht vor sich selbst.

Der Unterschied liegt darin, ob Du nach Afrika fährst, um das Bedrückende nicht mehr um Dich zu haben oder ob Du eine plötzliche Inspiration hast, Dich mit afrikanischer Musik zu beschäftigen, weil Du eines Abends solche Musik gehört hast und das Dir wie elektrisiert die Idee eingegeben hat, sie auch live vor Ort zu erleben.

Wenn schon Ideen entstanden sind, die sich besser anfühlen, aber noch Widerstand hervorrufen wie Klara mit ihrem Einwurf, dass "eine Psychologin doch keine Brötchen verkaufen kann", so lohnt es sich allemal das weiter zu verfolgen. Die Idee, etwas ganz anderes zu tun, scheint als solche ja attraktiv zu sein.

Lieben Gruss
Loa


*Resistance means feeling Singular instead of Plural* Abraham


Benutzeravatar
lawofattraction
 
Beiträge: 8981
Registriert: 09.2009
Wohnort: Im Hohen Norden
Geschlecht: weiblich

Re: Berufliche...Krise

Beitragvon Viereichen » 22. Jul 2015, 10:58

Hallo Klara,

als ebenfalls "Studierten", jedoch über -zig Generationen hinweg nach meinem Vater als zweiten Menschen von der Tradition des klassischen Handwerkertums abweichenden, möchte ich an dieser Stelle einhaken. So möchte ich auf einen Absatz von Loa´s letzten Beitrag bezug nehmen. Ich könnte mir vorstellen, dass tatsächlich da was dran ist:

lawofattraction hat geschrieben:Ja, der Druck kommt wohl von Dir. Vielleicht aus der Situation bedingt, dass Du die einzige bist, die studiert hat - "und nun nutzt sie das nicht einmal aus?"


Nun, es wird dir egal sein was die Gesellschaft denkt, wenn du nicht mehr aus ihren Rückmeldungen dein Grid füllen möchtest. Wenn es aus der stets bedingungslosen Liebe und Kraft deines Vortex gefüllt ist. Ist darin noch mal ein Ausreißertum inwendig vorhanden? O.k., ich sage meinen geduldigen und oftmals leidtragenden Ahnen. "Ich sehe und achte eure schwere Lebensgeschichten. Ich jedoch, werde es mir nun richtig gut gehen lassen und meine berufliche Tätigkeit als Tanz und Aufführung betrachten, die mir sehr sehr viel Freude bereitet. Nicht und niemand wird mich dabei aufhalten. Vielleicht wählst du einen ähnlichen Weg." Damit sorgst du nicht nur für dich, sondern für viel mehr.....

Herzliche Grüße
Viereichen
Viereichen
 

Re: Berufliche...Krise

Beitragvon Kein_Schnee » 22. Jul 2015, 12:52

Liebe Loa!

lawofattraction hat geschrieben:wenn der Fokus auf "Weg-Von" statt "Hin-Zu" liegt, bringt keine Veränderung das erwünschte Ergebnis. Es ist dann eher eine Flucht vor sich selbst.


Ja und ich hatte beim Lesen von Klaras Posts eher das Gefühl von "weg von".
Klara hat geschrieben:Alleinsein und nachdenken und visualisieren erdrückt mich momentan....da kann ich mein IB gerade bzw. schon längere Zeit am allerwenigsten wahrnehmen.


Wir nehmen unser IB ja nicht weniger wahr, wenn wir uns schlecht fühlen, sondern wir spüren dann das Nichtverbundensein. Und dem durch Beschäftigung zu entkommen, ist auf lange Sicht ja nicht möglich.
Es wird sich immer wieder und immer lauter bemerkbar machen.

Klara hat geschrieben:Ich brauche diesen Bruch jetzt wieder und werde doch das Gefühl nicht los, mich in "täglich grüßt das Murmeltier" zu befinden :-D


Genau das Gefühl hatte ich auch.

Klara hat geschrieben:momentan muss ich raus aus der Situation und im Notfall auch Brötchen verkaufen.


Und das klingt für mich nicht wirklich inspiriert. :kgrhl:

Und zu Afrika: Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich weg von etwas wollte, als ich dort hin reiste.
Es war nur so ein dumpfes Gefühl dort, dass sich außer der Landschaft eigentlich nichts verändert hatte
Aber ich habe dieses Gefühl ignoriert. Und in anderen Situationen auch immer wieder, bis es dann irgendwann nicht mehr ging.


Liebe Grüsse! :hug:

KeinSchnee
- no limits -
Benutzeravatar
Kein_Schnee
 
Beiträge: 619
Registriert: 02.2014
Geschlecht: weiblich

Re: Berufliche...Krise

Beitragvon katgirl » 22. Jul 2015, 13:02

Klara hat geschrieben: Eine Psychologin, die Brötchen verkauft.

nennt sich das nicht heutzutage studie oder feldforschung oder undercover recherche ??? :lieb: schlimmstenfalls schreibst du halt ein buch. :mrgreen:
:hug: at all lg
Benutzeravatar
katgirl
 
Beiträge: 1383
Registriert: 03.2011
Geschlecht: weiblich

Re: Berufliche...Krise

Beitragvon Glücksfinder » 22. Jul 2015, 20:05

Liebe Klara,

blöde Frage: Was würdest Du tun, wenn Du Geld genug hättest, um nicht arbeiten zu müssen?

Liebe Grüße
Glücksfinder
 

Re: Berufliche...Krise

Beitragvon Kein_Schnee » 23. Jul 2015, 08:38

Glücksfinder hat geschrieben:blöde Frage: Was würdest Du tun, wenn Du Geld genug hättest, um nicht arbeiten zu müssen?


Finde ich gar nicht blöd, die Frage!
Sondern sehr hilfreich, um einmal diese Kategorien "Job" oder "Beruf" zu verlassen, die oft eine unbewußte Identifikation beinhalten!
Also, worum geht es eigentlich?

:kuss: KeinSchnee
- no limits -
Benutzeravatar
Kein_Schnee
 
Beiträge: 619
Registriert: 02.2014
Geschlecht: weiblich

Re: Berufliche...Krise

Beitragvon backagain » 23. Jul 2015, 12:38

Hi

Ich finde die Frage genial.

Seit ich das gelesen habe, frage ich mich das....
Sehr hilfreich, um zu verstehen, wo man hin möchte.
(Tatsache ist, dass ich festgestellt habe, dass ich trotzdem genau die Projekte verfolgen würde, die ich verfolge....und ich würde vermutlich sogar gerne weiter in der Schule arbeiten. Nur viel weniger, und mehr selber Musik machen. Aber grundsätzlich ist es cool zu merken, dass man das macht, was man auch machen würde, wenn man reich wäre....)

Klara - hast Du Lust zu antworten? Ich wäre total gespannt :-)
Brötchen? Oder doch noch was anderes :clown: ?

b.
Bild: „Sonnenaufgang penon de ifach“. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons
Benutzeravatar
backagain
 
Beiträge: 281
Registriert: 03.2014
Geschlecht: nicht angegeben

VorherigeNächste

Zurück zu "Erfahrungsaustausch"


 

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste

web tracker