Ausweg aus Negativem Sumpf

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Ausweg aus Negativem Sumpf

Beitragvon Feather » 28. Jun 2017, 06:15

Hallo,

ich stecke im negativen Sumpf und komme mit meinem Leben so überhaupt nicht mehr klar.

Ich habe es in 12 Jahren mit Beschäftigung mit der bewussten Realitätsgestaltung geschafft, mein Leben zu 99% so zu kreieren, dass ich diese 99% hasse wie die Pest. Ich weiß, dass es daran liegt, dass ich in einer zu negativen Schwingung war, was ich bis vor kurzem überhaupt nicht bemerkt habe, weil ich mein Leben lang nichts anderes kannte. Ich dachte schon, ich bin im Vortex, wenn ich mich nicht ganz so mies gefühlt habe. Inzwischen bin ich so gut im negativen Manifestieren, dass ich nur „negativ-piep“ denken muss und sehr kurz darauf meine Resultate sehe.

Inzwischen glaube ich nicht mehr an die Erfüllung meiner Wünsche, ganz im Gegensatz zu damals, da war ich so voller Euphorie. Manchmal keimt noch so etwas wie Hoffnung auf, aber die ist dann gleich wieder futsch, wenn ich wieder besonders viel Negatives erschaffe oder ich mich von meinen Mitmenschen runterziehen lasse. Ich würde mich aber so gerne wenigstens besser fühlen (was ja auch der Wunsch hinter den Wünschen ist – und ganz klar, dann wäre alles jetzt schon mal leichter zu ertragen).

Ich weiß, dass Meditieren helfen würde, aber ich bin durch den ganzen Widerstand gegen mein Leben inzwischen so übermüdet und habe ständig Schmerzen, so dass ich es nur im Liegen machen kann und dann i.d.R. sofort einschlafe. Abraham empfehlen Schlaf ja auch als Aufgabe von Widerstand, nur nehme ich die neutrale Sekunde nach dem Aufwachen überhaupt nicht wahr, sondern habe sofort die gleichen Gedanken wie vorher, oftmals sogar noch viel schlimmer. Es liegt wohl daran, dass ich meistens mit Schmerzen aufwache und dann denke "Bah, jetzt muss ich auch noch den ganzen Tag arbeiten gehen." Ich weiß, es bedeutet, dass Hilfe unterwegs ist, aber in dem Moment ist mir das überhaupt kein Trost, wenn ich mich erst mal aus dem Bett quälen muss. Dann ist meine Stimmung schon auf dem Nullpunkt.

Ich habe zumindest in den Jahren viele Fortschritte gemacht in Bezug auf Klarheit, was ich besser machen kann und ich konnte auch mein Selbstwertgefühl steigern. Allerdings tut es meinem Selbstwertgefühl nicht gerade gut, dass ich es nicht schaffe, meine Wünsche zu erfüllen und noch nicht mal einen besseren Gedanken zu finden, das würde mir ja schon weiterhelfen.

Auch muss ich mein Selbstwertgefühl betreffend bei meinen Mitmenschen in Aktion treten, um sie bei gewissen Sachen auszubremsen, damit es mir nicht noch mieser geht, dadurch gerate ich dann ja auch sofort in Widerstand. Mit Schwingung lässt sich da nichts machen, weil sie zu negativ ist.

Ich weiß, Abraham sagen, erst in den Vortex, dann ... nur bin ich wohl vom Vortex so weit entfernt wie vom Mond.

Mir ist klar, dass ich zu sehr auf das, was ist, schaue – aber wie macht man das anders, wenn man den sich den ganzen Tag durch die Arbeit quält und den Fokus nicht abziehen kann, weil man mit „dem Kopf“ arbeiten muss?

Früher haben mich den Rest des Tages wenigstens noch meine Fantasiegedanken (Fantasie, weil ich an diese Erfüllung nicht geglaubt habe, sie mir aber trotzdem ein besseres Gefühl beschert hat) gerettet, aber auch das ist mir inzwischen abhanden gekommen.

Wie kann ich mich aus einem negativen Sumpf ziehen, wenn meine Mitmenschen mich immer wieder daran erinnern, was ich auch gerne hätte, aber in 12 Jahren nicht in der Lage war, zu manifestieren, oder wenn sie mich zulabern oder mir ihre Probleme erzählen? Ich kann sie stoppen, aber dann hat es mich schon runtergezogen. Mir ist klar, dass ich das alles selbst anziehe, weil ich es schon seit meiner Kindheit total hasse.

Wie kann ich meinen Fokus auf das 1% legen, das gut läuft, ohne das auch noch ins Gegenteil zu kehren?

Wie kann ich Frieden schließen mit allem, was ist und was ich zu 99% sogar hasse? Ich habe das versucht, ich habe mir gesagt ... das darf so sein, das ist ok – aber das ist nur in meinem Kopf, ich fühle es nicht.

Es widerstrebt mir völlig, das du denken, es fühlt sich an, wie einen Rieseneimer rosa Soße über mein Leben zu kippen. Es ist immer der Widerstand gegen mein Leben da, immer ein trotziges „Ich will das so nicht, verdammt noch mal, ich will, dass sich endlich meine Wünsche erfüllen. Warum habe ich die blöden Wünsche überhaupt, wenn sie sich doch nie erfüllen? Da wäre ich besser dort geblieben, wo ich früher war, das war immerhin nicht so besch... wie jetzt.“

Wie finde ich einen sich besser anfühlenden Gedanken, wenn sich auch diese Versuche nur anfühlen wie rosa Soße?

Und macht es überhaupt Sinn, dass ich mich noch weiterhin bemühe? Besteht überhaupt die Möglichkeit, aus einem solchen negativen Sumpf jemals herauszukommen, wenn man schon seit über 50 Jahren drin steckt, wenn man gar nichts anderes kennt, wenn man fast nur von negativen Menschen umgeben war und ist?

Wie findet man unter solchen Umständen seinen Glauben daran wieder, dass man alles umdrehen kann?

Schafft man bedingungsloses Leben nur durch Meditation oder Frieden schließen?

Wie kann ich es schaffen, soviel Disziplin aufzubringen, nicht in negative Gespräche meiner Mitmenschen einzusteigen, wenn ich es schon eine ganze Weile hingekriegt habe (wobei natürlich die negativen Kommentare meinerseits gedanklich trotzdem da sind, die kommen automatisch, wenn ich sowas höre), dann aber ein extremes Trigger-Thema kommt und ich doch wieder meinen Mund nicht halten kann und die Abwärtsspirale wieder richtig beginnt?

Ich habe Unmengen Workshops gelesen und gehört, lese hier dauernd mit und auch im am. Forum, ich weiß eigentlich, was ich machen muss und habe mich schon so sehr bemüht, das alles umzusetzen und hinzukriegen, aber es hat aus den o.g. oder anderen? Gründen bisher nicht geklappt.

Bisher habe ich mich gescheut, meine Negativität auch noch schriftlich zu bestätigen, weil ich ja weiß, dass es contraprodukiv ist, aber ich mache es jetzt doch, weil ich da raus will und alleine beim besten Willen nicht voran komme.

Viele Fragen - es wäre ganz toll, wenn ihr mir eure Gedanken hierzu mitteilen würdet und schon mal danke für’s Lesen!

Viele Grüße
Feather
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Re: Ausweg aus Negativem Sumpf

Beitragvon katgirl » 28. Jun 2017, 09:07

Hallo Feather,

wie fühlst Du Dich, nachdem Du den ganzen Kram aufgeschrieben hast?
Sind diese ganzen Gedanken noch vollständig in Dir kreisend oder für einen Moment außerhalb von Dir auf den Bildschirm gerückt?
:hug:
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Re: Ausweg aus Negativem Sumpf

Beitragvon katgirl » 28. Jun 2017, 09:16

Ich pick mir das mal raus.
Feather hat geschrieben:Wie kann ich Frieden schließen mit allem, was ist und was ich zu 99% sogar hasse? Ich habe das versucht, ich habe mir gesagt ... das darf so sein, das ist ok – aber das ist nur in meinem Kopf, ich fühle es nicht.

Ehrlich. Ich muss bei diesen Formulierungen so lange suchen bis ich die passende für mich gefunden habe. Abraham sagen, dass ein erleichternder Gedanke auf ein Thema passt und auf das nächste schon wieder nicht.
Manchmal sind es Tage oder ich gebe es auf und dann ist plötzlich dieser absolut passende Gedanke da, der mir Erleichterung bringt.

"das darf so sein" fühlt sich bei mir nur auf den oberen Stufen der EGS gut an. Weiter unten kommt das kleine Männchen in meinem Kopf und schreit 'Nein! Ich will das doch anders!'

Es ist wie es ist (jetzt im Moment). Ich kann die Sache jetzt eh nicht reparieren. Ich bin im Moment nicht in der Lage aktiv an dem Ding was zu drehen. Die Sache zu ändern, ist außerhalb meiner Kräfte. Ich muss das jetzt einfach sein lassen.

LG :hug:
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Re: Ausweg aus Negativem Sumpf

Beitragvon lawofattraction » 28. Jun 2017, 09:18




Liebe Feather,

da hat sich ja einiges bei Dir zusammen gebraut. Das erste, was ich an Deiner Stelle tun würde: Akzeptieren, wo Du stehst, akzeptieren, was geschehen ist - und wenn es sein muss, mit Heulen und Zähneknirschen. Wenn man erst einmal so ehrlich sich gegenüber ist, wie Du es ja bist, dann aber darauf verzichtet, aus dieser Stimmung und dieser verfahrenen Situation durch Bemühungen und angestrengten Übungen heraus zu kommen, dann bist Du schon einen Schritt weiter.

Feather hat geschrieben:Wie kann ich Frieden schließen mit allem, was ist und was ich zu 99% sogar hasse?


Frieden schliessen heisst nichts anderes als eine Bestandsaufnahme zu machen und zu sagen "ok, da stehe ich also nun mit all diesen Problemen. Was mich an diesen Punkt gebracht hat, ist vollkommen egal und ich werde daran keinen Moment meine Gedanken verschwenden. Es ist, wie es ist."

Es ist, wie es ist, und schlimmer kann es wahrscheinlich nicht werden, aber sicherlich besser. Das würde ich zu meinem aktuellen Song machen. Wenn eine Sache einmal so verfahren ist wie Du das schilderst, dann ist es ganz einfach nicht möglich, aus diesem Tief schnell in ein Hoch zu kommen. Zuviel Momentum hat sich aufgebaut und die Anwendung jeglicher Methoden wäre nur Kosmetik - oder, noch schlimmer, rosa Sauce. Durch die Akzeptanz kannst Du dieses Momentum verlangsamen, um Dich dann wieder ganz langsam an sich besser anfühlende Gedanken anzunähern.

Feather hat geschrieben:Es widerstrebt mir völlig, das du denken, es fühlt sich an, wie einen Rieseneimer rosa Soße über mein Leben zu kippen. Es ist immer der Widerstand gegen mein Leben da, immer ein trotziges „Ich will das so nicht, verdammt noch mal, ich will, dass sich endlich meine Wünsche erfüllen. Warum habe ich die blöden Wünsche überhaupt, wenn sie sich doch nie erfüllen? Da wäre ich besser dort geblieben, wo ich früher war, das war immerhin nicht so besch... wie jetzt.“


Und das sollst Du auch nicht, denn wenn Du versuchst, das in rosa Sauce zu ertränken, wird es weiter in Deinem Inneren rumoren und sich in noch mehr Krankheit ausdrücken. Oder sich eines Tages in einer Explosion entladen, derer Du nicht mehr Herr bzw. Frau werden kannst.

Ich habe in ähnlichen Situationen schon geschrien, geheult und getobt und "dem Universum" die schlimmsten Sachen angedroht. :teuflischgut: Erleichterung, egal, wie wir sie erreichen, bringt die Dinge wieder in den Fluss und reisst dieses komplexe Gebilde von Negativität auf und lässt es ausbluten. Kinder stampfen dann mit dem Fuss auf, wenn sie wütend sind, das befreit angestaute Energie. Manche psychologischen Therapien setzen darauf, auf Kissen einzuschlagen oder Porzellan zu zerdeppern oder zu schreien. Alles läuft darauf hinaus, sich selbst die Erlaubnis zu geben, das zu spüren, was da mit uns geschieht und durch körperliche Aktion einen Befreiungs-Rundumschlag zu tun.

Eigentlich möchte ich auch empfehlen, einmal für einige Zeit die Bemühungen aufzugeben, auf dem Abrahamischen Weg Deine Situation zu verändern. Ein paar Dinge würde ich beibehalten - die Gefühle als Deine Anzeiger zu verstehen, was gerade in Dir geschieht und die Empfehlung, Dich selbst gut zu behandeln - keine Vorwürfe, keine Selbstvorwüfe, kein hätte, würde und wäre. Und dann positioniere Dich im Jetzt und sei Dir darüber im klaren, dass das, was in der Vergangenheit geschehen ist, nicht Deine Zukunft sein muss, sondern dass dieses Jetzt Dein Dreh- und Angelpunkt für neue Entscheidungen und neue Wege ist.

Etwas Grundsätzliches noch zur Abrahamlehre: Abraham sind Quellenenergie, unendliche Intelligenz und nach eigenem Bekunden immer nur in der Lage, das Gute, Schöne und Erhabene zu sehen. In der Gewissheit, dass unsere menschlichen Erfahrungen oft ganz anders sind, geben sie uns Methoden und Techniken an die Hand und erklären ausführlich, wie sich unsere Realität strukturiert, wie wir dazu beitragen und was wir tun können, um sie zu verändern, wenn uns unsere Manifestationen nicht gefallen.

Alle diese Empfehlungen sind also Hinweise, denen im Prinzip eine Idealvorstellung zugrunde liegt. Ein Ideal, das wir im menschlichen Körper niemals erreichen werden bzw. nur kurzfristig und themen-bezogen, das wir aber nicht durchgängig aufrecht erhalten können. Sind wir zum Beispiel frisch verliebt oder erfahren eine glückliche Wendung in unserem Leben, dann sind wir mehr oder weniger lange und häufig im Vortex, was auch auf andere Themen abstrahlen kann. Eine Negativsituation in irgend einem Lebensbereich kann diese hochfliegende Stimmung aber schnell wieder eindämmen. Wer nun sehr hohe Ansprüche an sich stellt, dieses Ideal zu erreichen, wird sich immer wieder mit einer Realität konfrontiert sehen, die entmutigend ist und sogar Raum für Hoffnungslosigkeit geben kann.

Feather hat geschrieben: Es liegt wohl daran, dass ich meistens mit Schmerzen aufwache und dann denke "Bah, jetzt muss ich auch noch den ganzen Tag arbeiten gehen." Ich weiß, es bedeutet, dass Hilfe unterwegs ist, aber in dem Moment ist mir das überhaupt kein Trost, wenn ich mich erst mal aus dem Bett quälen muss. Dann ist meine Stimmung schon auf dem Nullpunkt.


Und wer könnte das nicht verstehen. Auch hier möchte ich mich auf das Vorher Gesagte berufen. Wenngleich wir bei Abraham hören, dass Krankheit immer nur Gedanken des Widerstandes sind, so hilft das Wissen in solchen Extremsituationen nur wenig. Die Momente, in denen man wirklich an die Unversehrbarkeit der Zellen glauben kann, die ein positives Fokussieren aufrecht erhalten oder wieder herstellen kann, sind bei Schmerzen kurz und gezählt. Und auch hier würde ich etwas empfehlen, was sich anhört als ginge es gegen die Lehre, was aber der Weg des geringsten Widerstandes sein kann.

Lass Dich ärztlich durchchecken, schau auf Deine Ernährung, gibt Deinem Körper ausreichend Wasser, Schlaf und frische Luft; vielleicht braucht er auch vorübergehend Substanzen wie Vitamine und Mineralien, um sich zu regenerieren und wieder schmerzfrei zu werden.

Liebe Feather, ich hoffe, Du kannst aus meinem "gemischt-abrahamischen" Post ein paar Dinge für Dich herausziehen, die Dir aus dieser Negativ-Situation helfen können.

Lieben Gruss
Loa




*Resistance means feeling Singular instead of Plural* Abraham


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Re: Ausweg aus Negativem Sumpf

Beitragvon Sonnenwärme » 28. Jun 2017, 10:05

Liebe Feather,

ergänzend zu den so gut beschriebenen Vorschlägen habe ich noch folgende Idee, spürst du ein bisschen, ein kleines bisschen Erleichterung bei dem Gedanken: "Ich gebe auf!!"? "Ich gebe heute einfach auf! Zumindest eine kurze Zeit gebe ich auf... jeden Kampf, jeden Widerstand lasse ich JETZT los!

Ich spüre immer Erleichterung bei diesen Gedanken, sie entspannen mich etwas und sind bei mir eigentlich fast immer der 1. Schritt, um gefühlsmäßig in eine leicht verbesserte Ebene zu gelangen.

Ich bin überzeugt, auch für dich gibt es einen Weg!

Liebe Grüße
Sonnenwärme
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Re: Ausweg aus Negativem Sumpf

Beitragvon Feather » 28. Jun 2017, 11:30

Liebe Katgirl, liebe Loa und liebe Sonnenwärme,

ganz herzlichen Dank für eure sehr hilfreichen Antworten!

Smileys funktionieren in meinem Browser leider nicht und wie ich gerade merke, Zitate einfügen und Schriftfarbe ändern auch nicht. (Habe schon nachgesehen, wie es gehen müsste.) Ich versuche, die Zitate trotzdem kenntlich zu machen und hoffe, es ist einigermaßen übersichtlich.

Katgirl hat geschrieben:
"wie fühlst Du Dich, nachdem Du den ganzen Kram aufgeschrieben hast?
Sind diese ganzen Gedanken noch vollständig in Dir kreisend oder für einen Moment außerhalb von Dir auf den Bildschirm gerückt?"

Ich fühle mich besser. Nach dem Erstellen meines Threads war die Hoffnung auf hilfreichen Input da und das hat ja sogar auch geklappt :-) Die Gedanken kreisen auch jetzt noch nicht wieder, weil ich durch eure Antworten Erleichterung gefunden habe.

Katgirl hat geschrieben:
"das darf so sein" fühlt sich bei mir nur auf den oberen Stufen der EGS gut an. Weiter unten kommt das kleine Männchen in meinem Kopf und schreit 'Nein! Ich will das doch anders!' "

Das tut gut zu wissen, ich war dabei von der falschen Voraussetzung ausgegangen, dass es sich grundsätzlich gut anfühlen müsste und war ganz frustriert, dass bei mir - eben unten auf der EGS - das Gegenteil der Fall war. Sehr erleichternd!

Loa hat geschrieben.
"Wenn man erst einmal so ehrlich sich gegenüber ist, wie Du es ja bist, dann aber darauf verzichtet, aus dieser Stimmung und dieser verfahrenen Situation durch Bemühungen und angestrengten Übungen heraus zu kommen, dann bist Du schon einen Schritt weiter."

Diese Ehrlichkeit habe ich erst seit kurzem, ich war sehr erstaunt, wie vieles ich gut verschlossen sogar vor mir selbst verborgen hatte, was sich im Laufe der letzten Monate offenbarte. Bis gestern wusste ich nicht mal, dass ich mich ständig mit anderen verglichen habe, so tief hatte ich das versteckt. Und der Gedanke, mit Sein-lassen einen Schritt weiter zu sein, bringt mir Erleichterung - ein kleiner Schritt raus aus dem Sumpf.

Loa hat geschrieben:
"Es ist, wie es ist, und schlimmer kann es wahrscheinlich nicht werden, aber sicherlich besser. Das würde ich zu meinem aktuellen Song machen."

Ja, das fühlt sich sehr erleichternd an.

Loa hat geschrieben:
"Eigentlich möchte ich auch empfehlen, einmal für einige Zeit die Bemühungen aufzugeben, auf dem Abrahamischen Weg Deine Situation zu verändern. Ein paar Dinge würde ich beibehalten - die Gefühle als Deine Anzeiger zu verstehen, was gerade in Dir geschieht und die Empfehlung, Dich selbst gut zu behandeln - keine Vorwürfe, keine Selbstvorwüfe, kein hätte, würde und wäre. Und dann positioniere Dich im Jetzt und sei Dir darüber im klaren, dass das, was in der Vergangenheit geschehen ist, nicht Deine Zukunft sein muss, sondern dass dieses Jetzt Dein Dreh- und Angelpunkt für neue Entscheidungen und neue Wege ist."

Mit den Bemühungen, auf dem Abrahamschen Weg (komplett) meine Situation zu verändern, bin ich auch meistens gescheitert. Wenn ich höre, dass ich mich gut fühlen muss, damit sich etwas gravierend verändern kann, setzt mich das unter enormen Druck, mich gut fühlen zu müssen, obwohl das Gegenteil der Fall ist und dann rutsche ich in den nicht hilfreichen "Ich-muss-alle-Bedingungen-kontrollieren-um-mich-gut-zu-fühlen-Modus", der ja auch nur wieder contraproduktiv ist und sowieso nicht funktioniert. Ich werde deinem Vorschlag folgen, das nimmt viel Druck aus mir.

Loa hat geschrieben:
"Alle diese Empfehlungen sind also Hinweise, denen im Prinzip eine Idealvorstellung zugrunde liegt. Ein Ideal, das wir im menschlichen Körper niemals erreichen werden bzw. nur kurzfristig und themen-bezogen, das wir aber nicht durchgängig aufrecht erhalten können. ... Wer nun sehr hohe Ansprüche an sich stellt, dieses Ideal zu erreichen, wird sich immer wieder mit einer Realität konfrontiert sehen, die entmutigend ist und sogar Raum für Hoffnungslosigkeit geben kann."

Oh, liebe Loa, das ist ein sehr wertvoller Hinweis, da bin ich aber voll in die Idealvorstellungs-Falle getappt. Ich weiß zwar, dass Abraham ihr "Live happily ever after" auf bedingungsloses Leben/Lieben beziehen, aber tief in meinem Inneren hatte ich den Anspruch an mich, für immer glücklich leben zu wollen - wobei das ja mit immer neuem Contrast gar nicht auf Dauer möglich ist. Das erklärt mir auch u.a., warum ich aus meiner damaligen Euphorie so sehr abgestürzt bin. Ich stelle sowieso immer sehr hohe Ansprüche an mich, sicherlich viel zu hohe und auch Stress erzeugende Ansprüche, da hat es mich über die Jahre total runtergezogen, dass ich nicht in der Lage war, das, was ich von Abraham weiß, umzusetzen.

Loa hat geschrieben:
"Wenngleich wir bei Abraham hören, dass Krankheit immer nur Gedanken des Widerstandes sind, so hilft das Wissen in solchen Extremsituationen nur wenig. Die Momente, in denen man wirklich an die Unversehrbarkeit der Zellen glauben kann, die ein positives Fokussieren aufrecht erhalten oder wieder herstellen kann, sind bei Schmerzen kurz und gezählt."

Das tut auch gut zu wissen, hier hatte ich mich auch viel zu sehr in die Abrahamlehre verbissen und mich unter Druck gesetzt, dass ich mich gut fühlen muss, damit die Schmerzen weg gehen. Das ist jetzt auch sehr erleichternd, dann wende ich mich mal wieder den herkömmlichen Methoden zu.

Sonnenwärme hat geschrieben:
"ergänzend zu den so gut beschriebenen Vorschlägen habe ich noch folgende Idee, spürst du ein bisschen, ein kleines bisschen Erleichterung bei dem Gedanken: "Ich gebe auf!!"? "Ich gebe heute einfach auf! Zumindest eine kurze Zeit gebe ich auf... jeden Kampf, jeden Widerstand lasse ich JETZT los!"

Ja, diese Gedanken bringen mir Erleichterung, ich habe sie so in der Art auch schon angewendet, wenn es ganz schlimm war - und sie mir dann eingefallen sind. Am "Mir-dann-einfallen" hapert es noch, danke, dass du mich daran erinnert hast!

Ihr Lieben, tausend Dank für eure Antworten - die waren sehr, sehr hilfreich, haben mir viel Erleichterung und auch wieder neue Klarheit gebracht. Mir ist beim Antworten auf eure Posts auch aufgefallen, wie sehr das Thema "Mir selbst Druck machen" noch in mir aktiv ist.

Liebe Grüße an euch
Feather
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Re: Ausweg aus Negativem Sumpf

Beitragvon katgirl » 28. Jun 2017, 14:48

Feather hat geschrieben:Das tut auch gut zu wissen, hier hatte ich mich auch viel zu sehr in die Abrahamlehre verbissen und mich unter Druck gesetzt, dass ich mich gut fühlen muss, damit die Schmerzen weg gehen. Das ist jetzt auch sehr erleichternd, dann wende ich mich mal wieder den herkömmlichen Methoden zu.

Vielleicht ist es noch verständlicher, wenn Du Dir klar machst, dass alles jetzt physische irgendwann mal Idee und Gedanke war.
Irgenwer hatte Schmerzen, hat gewünscht, Schmerzmittel wurden erforscht, jemand anderes hatte eine Idee dazu, Schmerztablette wurde erfunden, weiterentwickelt, usw.
In dieser direkten Linie steht am Ende Deine schnöde Schmerztablette, die aus der großen Perspektive betrachtet, die Manifestation eines Wunschgedankens ist.

Wozu sollte denn die ganze Wünscherei und Manifestiererei gut sein, wenn wir nicht am Ende auch das nutzen, was wir ins Physische zerren. Da könnten wir doch gleich alle nicht-physisch bleiben, wenn wir das Ding nicht auch bis ins Kleinste erfahren wollten.
:hug:
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Re: Ausweg aus Negativem Sumpf

Beitragvon katgirl » 28. Jun 2017, 14:51

Feather hat geschrieben:Mir ist beim Antworten auf eure Posts auch aufgefallen, wie sehr das Thema "Mir selbst Druck machen" noch in mir aktiv ist.

Du hast weiter oben geschrieben, dass Du auch im Amerikanischen Forum mitliest.

Ich versuche es mal so allgemein wie möglich zu formulieren und von Dir speziell ein Stück wegzugehen und hoffe das inhaltlich rüberkommt, was ich sagen will.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass dort Leute angebliche Erfolgsstories schreiben, die zum einen so gar nicht der Wahrheit entsprechen oder vollkommen überzogen dargestellt werden.
Da wir antrainierterweise immer am vergleichen sind, vergleichen wir unsere Erfolge auch mit diversen Erfolgsgeschichten im Internet.
Diese Geschichten sind auf den ersten Blick nicht nachprüfbar, aber manchmal hat man halt Glück und erhält Dank der Wirkweise des LoA tiefere Einblicke zu Personen, die hinter den Avataren stehen.

Ein Sprichwort sagt: "Es ist nicht alles Gold, was glänzt." und das lohnt es sich im Hinterkopf zu behalten, wenn es um dortige Empfehlungen und Anpreisungen geht.
Wenn also der vielfach angepriesene Lamborghini plötzlich als manifestierter 20 Jahre alter BMW, der per mobile.de für 4000€ gekauft wurde und seitdem schon 3 mal in der Werkstatt zu Runderneuerung war, daher kommt; dann kann da was nicht stimmen.
Dann kann auch was mit dem ganzen Abraham Verständnis nicht stimmen, womit man sich selbst permanent als Oberlehrer präsentiert und andere mundtot macht.

Ich meine damit nicht die dortigen Moderatoren oder Beiträge aus dem alten Forum, wo mir mein Bauchgefühl eindeutig sagt, dass da Wahrheit dahinter steht.

Sondern ich meine Personen dort, die zu allem und jedem ihren Senf abgeben müssen und angebliche Erfolge posten, die dann beeindruckenderweise immer nur mit pinterest-Bildern bewiesen werden.

Wenn jemand täglich blumig in hunderten mit Smileys verzierten Beiträgen beschreibt wie reich er doch ist, das aber bisher durch nichts bewiesen hat, als durch die eigene Zur-Schau-Stellung,
aktiviert das natürlich beim Leser alle möglichen Gedanken, die mit Geld und dem eigenen Erfolg zu tun haben. Nebenbei sagt einem auch das eigene Bauchgefühl, dass da was nicht so 100%ig ist, wie einem weiß gemacht werden soll.
Es ist gut auch diese Möglichkeit mal in Betracht zu ziehen, bevor man mit sich selbst in die Kritik geht und den eigenen Erfolgsanspruch an solchen Erfolgsgeschichten mißt.

Ich wertschätze absolut jeden, der seine Freude teilen oder anderen zeigen möchte, wie es funktionieren kann. Das bestätigt mir dann auch meistens mein IB-Bauchgefühl, was ich beim Lesen habe.
Und ich wertschätze jeden, der ab und zu seinen gesunden Menschenverstand einschaltet und sich dahingehend überprüft, was diesen Eigendruck auslöst.

Und nein, es ist auch nichts verwerfliches daran ab und zu dort vorbei zu schauen; das ist aufgebautes Momentum, Leben.

LG :bussi:
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Re: Ausweg aus Negativem Sumpf

Beitragvon Feather » 28. Jun 2017, 16:44

Liebe Katgirl,

nochmal ganz herzlichen Dank für deine weiteren Erklärungen!

Katgirl hat geschrieben:
"Wozu sollte denn die ganze Wünscherei und Manifestiererei gut sein, wenn wir nicht am Ende auch das nutzen, was wir ins Physische zerren. Da könnten wir doch gleich alle nicht-physisch bleiben, wenn wir das Ding nicht auch bis ins Kleinste erfahren wollten."

Ich stimme dir zu, ich glaube,so einiges habe ich von einem Schwingungsstandpunkt aus betrachtet und umsetzen wollen, der gar nicht meinem tatsächlichen entsprach. Da hatte ich wohl eine Menge rosa Soße zwischenzeitlich drüber gekippt, darauf achte ich in Zukunft. Ich denke, das wird jetzt leichter gehen, wo ich mir eingestanden habe, dass nicht die anderen nur die Negativmenschen sind, sondern ich selbst ebenfalls und ich die Negativaspekte in ihnen ja auch aktiviere.

Über die "Manifestation" mit dem BMW-Lamborghini musste ich lachen, ja, so kommt man dann auch zu tollen "Manifestationserfolgen". Ich hatte auch schon oft so ein Bauchgefühl, aber häufig schenke ich ihm entgegen meines Wissens nicht die nötige Beachtung und denke "Quatsch, ich spinne." Ein antrainiertes Verhalten. Wobei die Vergangenheit eigentlich oft genug bewiesen hat, dass, wenn mein Verstand was anderes sagte als mein Gefühl, das Gefühl immer Recht hatte. Danke für's Erinnern, darauf werde ich nun besser achten und meinem Gefühl mehr Vertrauen schenken.

Psychisch geht es mir ein ganzes Stück besser als heute morgen, mit so vielen wertvollen Tipps und Infos hatte ich gar nicht gerechnet, das ist toll!!!

Liebe Grüße
Feather
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Re: Ausweg aus Negativem Sumpf

Beitragvon Dunkelelfe » 2. Jul 2017, 14:20

Hallo liebe Feather,

ich kann sehr gut nachvollziehen, was du in deinem Eingangspost geschrieben hast, da ich sehr ähnliche Erfahrungen gemacht habe (und mache). Viele haben mir bereits immer wieder geraten, Frieden mit dem Jetzt zu schließen und mich nur auf kleine Schritte nach vorne zu konzentrieren, weil sie damit selbst sehr gute Erfahrungen gemacht haben. Aber die Umsetzung wollte auch mir nicht so ganz gelingen.

Was mir bei mir aufgefallen ist, ist, dass wenn ich Phasen hatte, in denen ich glücklicher und gesünder war, die Erwartung kam, dass es von nun an immer weiter aufwärts gehen müsse. Wenn es nicht so kam, hat mich die Enttäuschung komplett runter gehauen und da war ich wieder im alten Negativkreis.
Nun denke ich, wenn ich es schaffe generell das Unangenehme und Ungewollte friedlicher zu betrachten, habe ich ein großes Stück an Kontrolle über mein Leben zurück gewonnen.

Eine Technik, die Abraham in einem ihrer Workshops erwähnen, hatte mir bereits geholfen bei bestimmten Themen in sehr hohe Schwingungen zu gelangen (bis letztendlich die Enttäuschung wieder kam ;-) ). Da ich mit ihr schon gute Erfahrungen gemacht habe, kam mir die Idee, dass ich sie für das "Frieden schließen" nutzen kann.

Die Technik ist folgende:

Frage: Was ist dein Wunsch?
Antworten: Ich will...
(mit allem Unangenehmen, das gerade in meinem Leben ist, Frieden schließen und es akzeptieren.)
Eines Tages werde ich...
(mit allem Unangenehmen, das gerade in meinem Leben ist, Frieden schließen und es akzeptieren.)

Frage: Und wie fühlt sich das an, wenn du mitten dabei ist das zu machen/zu sein/zu haben?
Antwort: Ich fühle mich...
(friedlich, entspannt, ruhig, gut, liebevoll, etc.)

Frage: Und warum willst du/magst du das?
Antwort: Ich mag das, weil...
(ich mich besser fühle. Weil ich die Kontrolle über mein Denken und Fühlen übernehme. Weil ich dann offener für Lösungen bin. Weil ich dadurch stabiler bin und wieder Zugang zu angenehmeren Gefühlen und Gedanken habe, etc.)


Alternativ kann man noch fragen:
Und wie denkst du, fühlt dein Inner Being darüber? Wenn du über diesen Gedanken (Wunsch) nachdenkst, kannst du spüren, wie die Ganzheit dessen die du bist sich dieser Idee anschließt? Glaubst du, dass sich irgendeine Idee so gut anfühlen würde ohne die Unterstützung der Quellenenergie? Glaubst du, dass du die Unterstützung der Quellenenergie hast?
(Habe das Ganze auch noch im Original auf Englisch, weiß nur im Moment nicht mehr, aus welchem Workshop das war. ;-) )

Was ich aber auch erst durch Erfahrung gelernt habe, war, dass es ein, zwei paar Wochen bei mir dauern kann, bis ich überhaupt ein richtig positives Gefühl bei solch einer Übung verspüre und bis sich die ersten Veränderungen in meinem Denken bemerkbar machen. Und es ist völlig normal, dass es passieren kann, dass die äußeren Umstände schlechter werden und ich das Gefühl habe, ich fange mit der Übung täglich von vorne an. Zum einen manifestiert sich ja weiterhin der negative Müll, an den ich gewohnheitsmäßig denke und gedacht habe, bevor ich mit der Übung angefangen habe. Und dann bin ich eben noch nicht genug darin geübt, die kleinen Erfolge zu sehen und zu wertschätzen. Es ist noch normal, dass ich sofort merke, wenn etwas nicht so läuft, wie ich es will, das habe ich schließlich ausgiebig trainiert. ;-) Also immer einen kleinen Babyschritt nach dem anderen. Und Erfolg ist auch, wenn ich es schaffe, mich etwas weniger besch...eiden zu fühlen. :gvibes:

Eventuell ist ja irgendetwas dabei, was dir weiter hilft. :gvibes:

Alles Liebe
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Re: Ausweg aus Negativem Sumpf

Beitragvon Feather » 2. Jul 2017, 16:53

Liebe Dunkelelfe,

ganz herzlichen Dank für deinen Post und das Aufschreiben der Technik zum Frieden schließen, im Moment ist das leider für mich nicht anwendbar, aber vielleicht ja später. Ich konnte zum Glück durch die inzwischen gefundene Erleichterung schon mal akzeptieren, dass alles so ist. Aber der Begriff "Frieden schließen" ruft noch Widerstand hervor, deshalb belasse ich es vorläufig beim Akzeptieren.

Ich bin nicht mehr ganz unten auf der EGS, rutsche zwar zwischenzeitlich auch mal wieder ab, aber so ist das schon ein großer Fortschritt für mich. Den Versuch, die "bewusste Realitätsgestaltung" anzuwenden, habe ich vorläufig auf Eis gelegt. Im Grunde "dümpel" ich gerade so durch mein Leben, aber das fühlt sich sehr erleichternd an, deshalb werde ich so lange, wie es nötig ist, dabei bleiben. Ich höre auf mein Gefühl und mal sehen, wie alles weiter geht...

Liebe Grüße
Feather
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Re: Ausweg aus Negativem Sumpf

Beitragvon Dunkelelfe » 5. Jul 2017, 15:22

Hallo Feather,

das freut mich, dass du Erleichterung und deinen eigenen Weg gefunden hast. :gvibes:
Ich sehe bei mir auch immer wieder, dass mir mein Gefühl sagt, was gerade für mich am Besten ist. Manchmal das Ablenken, Nichtstun, dann wieder eine der Abraham-Techniken wie "Sich auf der Emotionalen Leitskala aufwärts bewegen" oder eine andere, um meine Schwingung ein Stück weit zu erhöhen.

Der Begriff "Frieden schließen" ist ja austauschbar und jeder findet für sich die Begriffe, die sich für ihn gerade am Besten anfühlen. :-) Im Grunde geht es bei dieser Technik ums Akzeptieren. ;-) Und wenn man meine Beispiele in Klammern weg lässt, sich an neue Glaubenssätze zu gewöhnen.

Wenn ich an "bewusste Realitätsgestaltung" denke, dann ertappe ich mich immer noch dabei, dass ich glaube, dass ich da etwas aktiv tun müsse. Dabei reicht es, sich ein klein wenig besser zu fühlen. Und selbst dafür muss man keine "Arbeit" aufwenden. Einfach dem Gefühl folgen. Das lerne ich gerade für mich. Und erfahre, wie sich plötzlich mein Umfeld verändert. Leute melden sich auf einmal bei mir. Oder ich bin in Gesprächen und mir fällt etwas ein, wodurch das bisher ernste Gespräch eine lustige Note annimmt. Das ist schon irre, was solch "kleine" Veränderungen im Denken und Verhalten für große Auswirkungen haben.

Ich wünsche dir alles Liebe!
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Re: Ausweg aus Negativem Sumpf

Beitragvon Feather » 18. Nov 2017, 14:38

Hallo, ihr Lieben,

ich möchte mich heute mal zurück melden und berichten, was sich in der Zwischenzeit getan hat.

Das Wichtigste zuerst: Ich bin raus aus dem negativen Sumpf!!!

Nachdem ich lange vor mich hingedümpelt habe, wurde es mir irgendwann doch zu langweilig.
Ich versuchte, mich auf meine Wünsche auszurichten, was auch ein paar Mal so klappte wie noch nie zuvor, aber es gelang mir nicht, mich öfter richtig hineinzufühlen.

Es gab dann aber sogar Manifestationserfolge, zwar für ganz andere Wünsche, aber immerhin. Ich geriet wieder in den Ich-will-meine-anderen-Wünsche-jetzt-sofort-auch-erfüllt-haben-Modus und so wurden meine Manifestationserfolge abgelöst von enormen Contrastsituationen, sodass ich fast wieder dauerhaft abgerutscht wäre, aber irgendwie gelang es mir immer, mich wieder aufzurappeln, weil ich erkannte, dass mir diese Contraste sehr viel an Klarheit brachten, wenn ich intensiv forschte, wie ich sie angezogen hatte.

Ich fing an, wieder Sarah und die Eule zu lesen, weil mir das Buch alles Nötige wieder in Erinnerung ruft, aber gleichzeitig eine von mir sehr gewünschte Leichtigkeit beinhaltet.

Beim letzten Contrast dachte ich, der ist zu groß, um ihn bewältigen zu können. Aber letztendlich brachte mir die Auseinandersetzung mit ihm das, was ich bis dahin nicht konnte: Frieden zu schließen den Ereignissen, Menschen und Entscheidungen der Vergangenheit (mit dem direkten Jetzt war es mir schon zuvor gelungen, aber die Vergangenheit brodelte bis dahin weiterhin in mir, ich merkte das auch, war aber unfähig, eine Änderung herbeizuführen).

Theoretisch wusste ich das ja alles, aber erst zu dem Zeitpunkt konnte ich für mich erkennen, dass ich das alles selbst angezogen habe und aus welchen Gründen; dass die Entscheidungen, die ich getroffen hatte, die absolut richtigen waren; dass mein Lebensweg bis hierher genau richtig war. Sicher hätte mein Lebensweg leichter sein können, aber das konnte ich mir nun verzeihen, weil ich es einfach nicht besser konnte.

Die wohl wichtigste und neueste Erkenntnis war für mich die, dass mein Körper nicht mein Feind ist, sondern eine unfassbar gute Alarmanlage! Jetzt machte er es so dringend, mich anders auszurichten, dass ich gar keine andere Wahl mehr hatte, wenn ich nicht eine extremst ungewollte weitere Manifestation erleben wollte – und ich habe es geschafft! Ich kann gar nicht beschreiben, welch ein erhebendes, beglückendes und befreiendes Gefühl es war, zu erkennen, dass ich das tatsächlich kann!

Und es war genau so, wie Abraham sagen, mein Körper reagierte innerhalb von ein paar Stunden darauf (Meditation; Frieden schließen; die Absicht, das Beste aus der physischen Situation zu machen; Vertrauen in mich selbst zu finden – ich kann das überstehen; Vertrauen in mein Inner Being – ich lasse mich jetzt einfach führen).

Ich bin nun sogar an einen Punkt gekommen, wo die Erfüllung meiner lebensverändernden Wünsche in den Hintergrund getreten ist und wo mich manche Erfüllung momentan sogar auf meinem Weg stören würde. Ich wünsche mir und strebe an, mit Wohlgefühl durchs Leben zu gehen und zwar wirklich unabhängig von den Bedingungen.

Ich habe durch Erfahrung nun gelernt, dass ich tatsächlich kürzer oder auch länger andauernde Glücksmomente haben kann, wenn vieles noch so ist, wie es vor ein paar Monaten war, wenn es keine lebensverändernden Wunscherfüllungen gibt, wenn mein Körper mich erst wachrütteln muss – und wenn ich dann alles sein lasse, wie es ist und mich auf mich besinne.

Früher konnte ich die kleinen Dinge nicht wertschätzen, denn sie waren mir zuwenig, ich wollte schließlich mehr – heute kann ich es, denn ich kann sehen, welches Geschenk sie bedeuten und auch, welches Glück in ihnen steckt.

Das ganze theoretische Wissen hatte ich - meine Güte, wenn ich überlege, welch Unmengen von Büchern verschiedenster Lehren ich in den ganzen Jahren gelesen hatte, aber auch in musste feststellen, dass nur die eigene Erfahrung lehrt.

Erst als ich schonungslose ehrliche Klarheit haben wollte, anstatt Recht zu haben und anstatt anderen die Schuld zu geben, konnte ich sehen, was sich hinter allem verbarg. Und mein Körper hat so viele Jahre rebelliert, weil er mir sagen wollte, hey, du bist auf dem völlig falschen Weg, doch das wollte ich auch nicht sehen, stattdessen habe ich auch ihm die Schuld gegeben, das war ja so viel einfacher.

Puh, und jetzt fühle ich es, dass ich tatsächlich der Schöpfer meines ganzen Lebens bin, auch des ganzen negativen, denn es war so viel einfacher, den negativen Weg zu gehen (einfacher sicherlich auch, weil er mir von Anfang an vorgelebt wurde), sich unterwegs zu beklagen, zu jammern, mitreden zu können bei den ganzen negativen Weggenossen, weil man ja selber so tolle negative Gesprächsthemen hatte.

Ich kann jetzt anerkennen, dass ich mir dieses negative Startkapital ja selbst ausgesucht habe, als ich mich noch im Nicht-physischen befand und dass mein Nicht-physisches Ich es wohl sehr wertvoll empfunden haben muss, sonst hätte es mich sicherlich nicht so starten lassen. Wahrscheinlich fand mein Nicht-physisches Ich es spannend, herauszufinden, wann und wie ich die Kurve kriege.

Es hat zwar lange gedauert, aber nun habe ich die Kurve endlich gekriegt! Und ich bin voll und ganz und fest entschlossen, den besseren Weg nun bedingungslos weiter zu gehen, auch wenn die Contraste auf mich warten. Ich werde sie nicht mehr verfluchen, sondern stattdessen jedes Mal nach der Klarheit suchen und sie dann auch finden. Ich weiß ja jetzt, dass ich es kann!

Das bedeutet zwar für mich, kaum etwas zu den Gesprächen anderer Menschen beitragen zu können, die in meinem Umfeld leben und auch ein Leben in ziemlichem Alleinsein, aber dies hat inzwischen mehr die Bedeutung von All-eins-sein gewonnen.

Und es ist passend, gerade wo ich von Gesprächen und Alleinsein und All-eins-sein schreibe, erreichen mich mehrere Whats-App-Nachrichten mit sehr positivem Inhalt, was nicht so häufig vorkommt, da es nur noch sehr wenige Menschen in meinem Leben gibt, mit denen ich in Kontakt bin. Das war jetzt auch etwas, was ich sehr wertschätze und wobei mir diese Synchronizität zeigt, dass ich auf dem Weg bin.

Ich werde Sarah und die Eule immer und immer wieder lesen, bis ich es auswendig kann und nicht mehr erst überlegen muss, welchen Schritt ich nun anwenden muss, denn mir ist klar, dass ich es zwischendurch noch vergesse, aber ich werde es lernen und irgendwann beherrschen.

Die Sümpfe habe ich nun gelernt zu umgehen, vielleicht trete ich mal noch in ein paar Schlammlöcher, aber was sind die schon dagegen ;-)

Ihr Lieben, ich möchte mich bei Euch nochmal für all Eure Tipps bedanken, die Ihr mir vor ein paar Monaten gegeben habt, sie haben mir geholfen, mich vom Flugzeug aus ohne Fallschirm auf den Boden fallen zu lassen und mich auf meinem Sumpf ohne irgendwelche Absichten einfach treiben zu lassen, dann den Reset-Knopf zu drücken, bis ich wieder Hoffnung schöpfen konnte, dass auch ich der Schöpfer meines Lebens bin und dies auch noch im positiven Sinne lernen kann – so, dass es zumindest zu Wohlgefühl und Freude reicht.

Und in den glücklichen Momenten frage ich mich nun tatsächlich oft noch voller Staunen: Was will und wollte ich eigentlich noch mehr???

Das ist jetzt länger geworden als es sollte, ich weiß nicht, ob es jemandem helfen kann, aber vielleicht macht es jemandem Mut, der in einer ähnlichen Situation ist, wie ich vor ein paar Monaten.

Die Smileys funktionieren in meinem Browser leider nicht, denkt Euch ganz viele Thank-Yous, Blumensträuße und Rosen von mir, alles Liebe von Eurer

Feather
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