Ausbrüche

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Ausbrüche

Beitragvon Feather » 8. Aug 2011, 18:49

Hallo,

ich hatte gerade ein Erlebnis, das ich nicht richtig einordnen kann, dessen Klärung mir aber sehr wichtig erscheint - vielleicht könnt ihr mir helfen, den Nebel zu lichten?

Es geht darum, was einen antreibt, eine unerträglich gewordene Situation durch einen massiven Gefühlsausbruch zu beenden. Einer von diesen Gefühlsausbrüchen, die sozusagen von selbst ablaufen, bei denen der Verstand nichts mehr zu melden hat.

Ich wusste also, es wäre im Moment besser zu schweigen, den Weg des geringsten Widerstands zu gehen, nur ein paar Minuten noch ... Aber es ging nicht, etwas, das sich in mir verselbständigte, schrie „Nein!!!“ und alles brach aus mir heraus. Diesmal Verzweiflung, sonst war es auch schon mal Wut.

Mir ist das schon häufiger in verschiedenen Lebensbereichen passiert, auch so, dass solche „Ausbrüche“ mein Leben dann in grundlegend andere Bahnen lenkten, die ich rein vernunftmäßig niemals eingeschlagen hätte und mit denen ich mich z.T. auch noch nicht so wirklich angefreundet habe. Zum „make peace with where you are“ habe ich da noch nicht gefunden. Ich frage mich deshalb:

Wer oder was in mir übernimmt in solchen Momenten die Führung? Ist das mein Inner Being, der nicht-physische Teil von mir, der auf mich achtet, wenn ich es nicht tue oder der mein Leben in das, was ich ursprünglich als meinen Lebensweg erdacht hatte, schubst, wenn der physische Teil von mir nicht dazu bereit ist?

Seltsamerweise träumte ich in der vorletzten Nacht von einem Vulkanausbruch. Ich wusste, dass ich dabei sterben würde, aber ich fand den Gedanken angenehm, ich mag Vulkane sehr. Ich dachte im Traum, aha, dass ist jetzt also die Zerstörung, die dem Neubeginn vorangeht ... Und heute das :shock: ...

Ich lese allerdings z.Zt. auch Seth und bin ganz intensiv auf der Suche nach Klarheit, weil noch so viele behindernde Glaubenssätze in mir schlummern. Das meiste in meinem Leben läuft noch genau gegensätzlich zu dem, wie ich es gerne hätte und ich würde es endlich so gerne ändern. Außerdem habe ich auch wohl meine Gefühle viel zu sehr unterdrückt, die wollte ich jetzt fließen lassen – aber doch nicht in solchen Ausbrüchen :shock: ...

Früher hatte ich danach immer ein schlechtes Gewissen, aber es muss doch einen Sinn geben ... :102:

Liebe Grüße
Feather im Nebel :roll:
Ich muss nichts tun. Es reicht aus, dass ich BIN.
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Re: Ausbrüche

Beitragvon Leopold » 8. Aug 2011, 21:31

Liebe Feather,
der Nebel wird sich lichten, und die Klarheit wird bei dir sein, wenn du bereit bist dafür.

Ich glaube auch, dass alles einen Sinn hat, aber man sieht es nicht sofort. Deine Seele, dein so sein, wollte da wahrscheinlich auf etwas aufmerksam machen.
Es ist wie es ist, sagt die Liebe, weder gut noch schlecht.

Liebe Grüße, Leopold
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Re: Ausbrüche

Beitragvon Beautiful Mind » 8. Aug 2011, 21:57

Hallo Feather,

mit Wut bist du doch in der Emotionsskala schon mal 5 Stufen über Ohnmacht/Depression (wo Verzweiflung liegt weiß ich nicht), das ist doch schon mal positiv. Du könntest dich jetzt im Nachhinein noch an der Skala hoch arbeiten, bis du Frieden mit der Sitution hast.

Ich denke, alle Gefühle außerhalb von Dankbarkeit, Liebe, Freude, Frieden..., zeigen an, dass wir uns ooV befinden, bzw nicht in Verbindung mit der Quelle sind, oder - anderes ausgedrückt- die Situation nicht mit den Augen der Quelle sehen. Sie zeiegen uns aber auch an, was wir NICHT wollen, um dann Wunschraketen abzufeuern und uns wieder in den Vortex zu begeben.

Wenn du in letzter Zeit um Klarheit gebeten hast, war dieser Ausbruch vielleicht für dich der nötige Befreiungsschlag, damit du dananch klar siehst was du willst und dich auf etwas Neues ausrichten kannst.

Liebe Grüße,

Beautiful Mind
“Gute Gedanken sind die beste Investition in die Zukunft!” (B.J.W.)
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Re: Ausbrüche

Beitragvon lawofattraction » 9. Aug 2011, 06:28




Hallo Feather,

Gefühlsausbrüche sind Erleichterung. Stell Dir einen Dampfkochtopf vor, der zuviel Druck hat und explodiert. Übertragen auf eine zwischenmenschliche Situation bedeutet das, dass Du Emotionen angestaut hast, die sich irgendwann so unerträglich bedrückend anfühlen, dass sie sich explosionsartig entladen müssen. Ein solcher Ausbruch bedeutet aber auch, dass dahinter etwas steckt, was viel früher hätte angeschaut und eventuell auch angesprochen werden sollen, Du es aber nicht getan hast. Dann wäre ein solcher Ausbruch nicht nötig gewesen und erst dann ist es möglich, Frieden zu schliessen mit dem Punkt, wo Du stehst. Alles das, was wir zu verdrängen suchen, verschwindet ja nicht, sondern brodelt weiter und sucht sich dann durch eine solche Entladung Erleichterung.

Feather hat geschrieben:Wer oder was in mir übernimmt in solchen Momenten die Führung? Ist das mein Inner Being, der nicht-physische Teil von mir, der auf mich achtet, wenn ich es nicht tue oder der mein Leben in das, was ich ursprünglich als meinen Lebensweg erdacht hatte, schubst, wenn der physische Teil von mir nicht dazu bereit ist?


Nein, das erklären uns Abraham so nicht. Das Inner Being, der viel grössere nicht-physische Teil Deiner selbst, hat für Dich keine Absichten oder Ratschläge, schubst nirgendwo hin und korrigiert nicht. Dieser "Teil" schaut nicht auf das, was momentan einmal nicht funktionieren mag, sondern hält Dich immer in höchster Wertschätzung und Liebe, ist also gar nicht in der Lage, etwas anderes als Perfektion zu sehen.

Was allerdings der Fall ist, und daher empfinden wir das auch als so schmerzhaft, ist die Existenz dieses Gap, dieser Bresche zwischen unseren Gefühlen und unserem Inner Being, die wir in solchen Momenten erfahren. Wenn wir im Einklang mit dem Inner Being sind, sind wir im Vortex oder zumindest sehr vortex-nahe. Alles andere macht sich als unangenehme Gefühle bemerkbar. Aus genau dem Grund haben wir Gefühle - als Anzeiger, wo wir gerade stehen - wie fern oder nahe wir in jedem Moment unserem Inner Being sind. Und daher haben uns Abraham die Emotional Guidance Scale gegeben, die uns hilft unseren momentanen Zustand zu definieren und in bessere Gefühle zu kommen.

Auch einen festgeschriebenen Lebensweg, dem man folgen muss, gibt es nicht. Genau dies ist doch die befreienste aller Aussagen von Abraham: "The Basis of Your Life is Freedom, the Purpose of Your Life is Joy." "You are so free, you can choose bondage" - Ihr seid so frei in Eurer Wahl, dass Ihr sogar die Unfreiheit wählen könnt.

Feather hat geschrieben:Außerdem habe ich auch wohl meine Gefühle viel zu sehr unterdrückt, die wollte ich jetzt fließen lassen – aber doch nicht in solchen Ausbrüchen :shock: ...


Du hast es ja schon selbst erkannt. :five: Wenn Du lernst, Deine Gefühle anzuschauen und sie als Anzeiger zu erkennen, wirst Du mit ihnen viel konstruktiver umgehen können, so dass solche vulkanartigen Entladungen - gute Traum-Analogie :lol: - gar nicht mehr notwendig sind.

Feather hat geschrieben:Früher hatte ich danach immer ein schlechtes Gewissen, aber es muss doch einen Sinn geben ... :102:


Schlechtes Gewissen ist eines der überflüssigsten Gefühle, es führt zu absolut nichts. Kannst Du etwas Vergangenes ändern? Und ja, der Sinn ist, Deine Gefühle als die uns mit auf den Weg gegebenen Indikatoren kennen zu lernen und damit umzugehen zu lernen.

Das wird schon, Du bist schon mitten auf dem Weg. :hug:

Lieben Gruss
Loa



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Re: Ausbrüche

Beitragvon Feather » 9. Aug 2011, 18:33

Hallo Leopold, Beautiful Mind und Loa, ein ganz dickes :danke: für eure Antworten :hug: ! Das hat mir schon mal ein gutes Stück weitergeholfen.

lawofattraction hat geschrieben:Das Inner Being, der viel grössere nicht-physische Teil Deiner selbst, hat für Dich keine Absichten oder Ratschläge, schubst nirgendwo hin und korrigiert nicht. Dieser "Teil" schaut nicht auf das, was momentan einmal nicht funktionieren mag, sondern hält Dich immer in höchster Wertschätzung und Liebe, ist also gar nicht in der Lage, etwas anderes als Perfektion zu sehen.


:hug: Jaaa - ich werde es mir ausdrucken und auf den Tisch legen, ich vergesse es sonst immer wieder. Wahrscheinlich, weil ich wider besseren Wissens doch noch mehr im Ohnmachtsdenken bin, als mir bewusst war. Wenn das IB so wäre wie von mir beschrieben, wäre man diesem ja quasi hilflos ausgeliefert. Damit komme ich nun auch dem Frieden-schließen mit meinem Ist-Zustand in vielen Bereichen ein ganzes Stück näher; das nicht bewusst wahrgenommene Ohnmachtsgefühl ließ mich mit meinen lebensverändernden Entscheidungen immer wieder fürchterlich hadern.

lawofattraction hat geschrieben:Gefühlsausbrüche sind Erleichterung. Stell Dir einen Dampfkochtopf vor, der zuviel Druck hat und explodiert. Übertragen auf eine zwischenmenschliche Situation bedeutet das, dass Du Emotionen angestaut hast, die sich irgendwann so unerträglich bedrückend anfühlen, dass sie sich explosionsartig entladen müssen. Ein solcher Ausbruch bedeutet aber auch, dass dahinter etwas steckt, was viel früher hätte angeschaut und eventuell auch angesprochen werden sollen, Du es aber nicht getan hast. Dann wäre ein solcher Ausbruch nicht nötig gewesen und erst dann ist es möglich, Frieden zu schliessen mit dem Punkt, wo Du stehst. Alles das, was wir zu verdrängen suchen, verschwindet ja nicht, sondern brodelt weiter und sucht sich dann durch eine solche Entladung Erleichterung.


Ja, das ist wirklich eine gute Erklärung. Ich habe zwar die Themen, die solche Gefühlsausbrüche bei mir verursachen, schon häufig angesprochen, aber es änderte nie etwas. Meine Gesprächspartner pochen mithilfe der Mitleidsnummer vehement auf ihre Bedürfnisse und wenn ich die nicht (mehr) erfülle, weinen sie noch mehr und appellieren an meine Rücksichtnahme. Ich weiß, es liegt nur an mir, das zu ändern...

Nach fast 5 Jahrzehnten Krankheitsgeschichten meiner jammernden, weinenden Mutter ist mein eigener Körper inzwischen in einem beinahe ständig schmerzenden Zustand. Ich rede allerdings normalerweise nicht darüber und niemand merkt es mir an, dass es mir so geht. Ich schaffe dank Medikamenten noch meinen Vollzeitjob, aber das war es zum Großteil auch - mein sehnlichster Wunsch ist es, wieder gesund und schmerzfrei zu sein.

Ich bin nun meinem Gefühl gefolgt und habe darauf bestanden, dass nicht mehr über Krankheiten geredet wird und erntete wieder Weinen. Erst war es mir egal, inzwischen setzt es mir schon wieder zu, zumal jetzt auch noch mein Vater davon betroffen ist.

Darf ich so hart sein??? Kann ich einfach sagen, ich will nichts davon hören, wenn es wieder zur Sprache kommt??? (Ich weiß, ich könnte schöne Gespräche visualisieren, aber darin war ich bisher nicht erfolgreich.)

Blöde Fragen, wie mir scheint, und doch fühle ich mich so unsicher, wenn ich sie mit ja beantworte, obwohl ich Abrahams Aussagen zu diesem Thema kenne und ihnen zustimme.

Blöde Fragen auch insofern, als sich heute einiges an Klarheit einstellte. Ganz tief in mir fand ich Gefühle des Ungeliebtseins, der Wertlosigkeit und Unwichtigkeit :shock: . Nachdem ich diese Gefühle dann doch mal zugelassen hatte, fühlte es sich an wie der Neubeginn in meinem Traum, die Grundstimmung war eine gänzlich andere. Niemand muss mich lieben, wertschätzen und wichtig nehmen, außer mir selbst. Und wenn ich es nicht mache, ist es ja kein Wunder, dass sich mein Umfeld entsprechend verhält...

Oh Mann, ich werde bald 50 und diese Eltern-Mitleids-Rücksichts-Jammer-Schuld-Nummer ist immer noch der Knackpunkt in meinem Leben :shock: . Habe ich des Rätsels Lösung schon gefunden oder entgeht mir etwas? Könnt ihr noch etwas sehen, das mir verborgen bleibt?

Ich bin für jede Idee, wie ich endgültig da rauskomme, dankbar...

Liebe Grüße
Feather
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Re: Ausbrüche

Beitragvon Beautiful Mind » 9. Aug 2011, 20:58

Liebe Feather,

Ich bin nun meinem Gefühl gefolgt und habe darauf bestanden, dass nicht mehr über Krankheiten geredet wird und erntete wieder Weinen.


Das nennst du einen "Ausbruch"??? Ich dachte, du hättest laut rumgebrüllt und Porzellan an die Wand geworfen. ;-)
Ich würde eher sagen, was du gesagt hast war/ist dringend nötig!!!

Darf ich so hart sein??? Kann ich einfach sagen, ich will nichts davon hören, wenn es wieder zur Sprache kommt???

JA! Ich würde dir sogar empfehlen, den Kontakt zu deinen Eltern zu reduzieren, bzw. sie mal eine sehr lange Zeit nicht zu besuchen...

LG, BM
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Re: Ausbrüche

Beitragvon Feather » 10. Aug 2011, 00:28

:danke: Beautiful Mind!

Beautiful Mind hat geschrieben:Das nennst du einen "Ausbruch"??? Ich dachte, du hättest laut rumgebrüllt und Porzellan an die Wand geworfen. ;-)

Äh ja, so ungefähr :mrgreen: .
Feather hat geschrieben:Ich bin nun meinem Gefühl gefolgt und habe darauf bestanden, dass nicht mehr über Krankheiten geredet wird

Das war schon nach dem Ausbruch. (Ich wollte mich hier im Post nur kurz fassen, damit mein Roman nicht noch länger wird.)
Beautiful Mind hat geschrieben:Ich würde dir sogar empfehlen, den Kontakt zu deinen Eltern zu reduzieren, bzw. sie mal eine sehr lange Zeit nicht zu besuchen...

Ja, darauf läuft es hinaus, wenn ich keine andere Lösung finde. Ich habe nur immer noch die Hoffnung auf ein besseres Miteinander, weil sie ja wahrscheinlich nicht mehr sooo ewig lange im Physischen verweilen werden.

Und sie machen das ja alles nicht bewusst - oder vielleicht doch??? :shock: Hm, ich merke gerade, das würde für mich einen Unterschied machen...

Liebe Grüße
Feather
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Re: Ausbrüche

Beitragvon lawofattraction » 10. Aug 2011, 07:14




Hallo Feather,

zuerst einmal musst Du Dich frei machen von der Verantwortungsnummer. Du bist nicht für Deine Eltern verantwortlich, Du bist das für niemanden. Diese vermeintlichen Verantwortungsgefühle sind die Grundlage von Lebensgeschichten, in denen sich die Tochter (meistens, Männer scheinen da einen besseren Schutzmechanismus haben) aufopfert und sich jahrelang als emotionalen Mülleimer anbietet. Mit Liebe haben solche Verbindungen nichts mehr zu tun. Es sind einstudierte "Theaterstücke" des Lebens, in denen jeder fast ohne Absprache seinen Part übernommen hat.

Feather hat geschrieben:Und sie machen das ja alles nicht bewusst - oder vielleicht doch???

Zumindest die Absicht ist klar, muss klar sein: Im Mittelpunkt stehen, Mitleid erheischen, Aufmerksamkeit bekommen, das Umfeld manipulieren. Aber - Du lässt zu, dass es mit Dir gemacht wird. Die Verantwortung dafür liegt klar auf Deiner Seite.

"Nothing is more important than that you feel good" - Du sollst Dich wohlfühlen, nicht Du dafür sorgen, dass andere es sind, weil sie es angeblich selbst nicht können. Die anderen haben alle ihren eigenen Vortex, und wenn sie es vorziehen, zu klagen und zu jammern, dann ist das ihre Angelegenheit und im Moment der für sie geeignetste Weg, ihr eigenes Wohlgefühl herbei zu führen. Darin hast Du aber keinen Part.

Meine Frage ist daher - fühlst Du Dich stark genug, den Kontakt zu reduzieren, um für Dich Zeit und ein Umfeld zu schaffen, in dem Du das Wohlgefühl auch leben kannst? Bist Du bereit, weitere Schuldvorwüfe anzuhören "Du kümmerst Dich nicht um uns", "undankbares Kind", "was haben wir alles für Dich getan" und was da alles gesagt wird, ohne dass Du ein schlechtes Gewissen bekommst? Denn Du wirst mit Sicherheit auf starken Widerstand stossen, da Du die Spielregeln Eures Spiels - und nichts anderes ist es - verändern möchtest, ohne dass Du die anderen Mitspieler gefragt hast.

Feather hat geschrieben:Ganz tief in mir fand ich Gefühle des Ungeliebtseins, der Wertlosigkeit und Unwichtigkeit

Das kann ja anders gar nicht sein, wenn Du jahrzehntelang andere Menschen als wichtiger betrachtest als Dich selbst. Ich vermute fast, Du kommst gar nicht darum herum, den Kontakt drastisch einzuschränken. Zur Not auch mit der Begründung, dass es Dir nicht gut geht - das sind ja Argumente, die Deine Mutter versteht bzw. verstehen sollte.

Ich denke, wenn Du Dich innen von der Verantwortung frei gemacht hast, wird sich auch der zwischenmenschliche Bereich verändern. Nimm Dich wichtig, wichtiger als alle anderen, sei gut zu Dir und erinnere Dich immer daran, dass Dein Inner Being Dich anbetet und wertschätzt. Mach es ihm doch gleich!

Lieben Gruss
Loa



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Re: Ausbrüche

Beitragvon Feather » 10. Aug 2011, 11:58

:danke: Loa,

was du schreibst, leuchtet mir voll und ganz ein und das werde ich umsetzen.

lawofattraction hat geschrieben:Meine Frage ist daher - fühlst Du Dich stark genug, den Kontakt zu reduzieren, um für Dich Zeit und ein Umfeld zu schaffen, in dem Du das Wohlgefühl auch leben kannst? Bist Du bereit, weitere Schuldvorwüfe anzuhören "Du kümmerst Dich nicht um uns", "undankbares Kind", "was haben wir alles für Dich getan" und was da alles gesagt wird, ohne dass Du ein schlechtes Gewissen bekommst? Denn Du wirst mit Sicherheit auf starken Widerstand stossen, da Du die Spielregeln Eures Spiels - und nichts anderes ist es - verändern möchtest, ohne dass Du die anderen Mitspieler gefragt hast.


Ja, diese Stärke habe ich, ich hatte sie nur unter dem ganzen Seelenmüll aus den Augen verloren. Ich habe mich kurz vor der Silberhochzeit aus einer unglücklichen Ehe befreit und hatte da sogar die ganze Sippe massiv gegen mich; von Abraham hatte ich damals noch gar keinen blassen Schimmer. Da schaffe ich das hier auch – und da ich nun die so ersehnte Lösung habe, kann mich rein gar nichts mehr aufhalten. :genau:

Was ist schon so ein potthässlicher Mülleimer auf dem Kopf gegen die Aussicht auf ein glückliches Leben! :clown:

lawofattraction hat geschrieben:Nimm Dich wichtig, wichtiger als alle anderen, sei gut zu Dir und erinnere Dich immer daran, dass Dein Inner Being Dich anbetet und wertschätzt. Mach es ihm doch gleich!

Das werde ich! :five:

Ganz herzlichen Dank :hug: , dass ich nun weiß, wie ich es anzugehen habe :lieb: :lieb: :lieb: !

Liebe Grüße
Feather
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