Aufsparen

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Aufsparen

Beitragvon katgirl » 9. Okt 2011, 18:34

Hallo.
Als ich vorhin meinen Schrank durchkramte, fand ich meine wunderschönen Design-Teetassen "wieder" und dann kamen mir folgende Gedanken:
Die Tassen haben wundervolle Blütenmotive, sind neu, wunderbar zerbrechlich und waren mal sehr teuer gewesen.
Sie stehen die ganze Zeit im Schrank, weil ich sie nie benutze bzw. irgendwann mal den Gedanken hatte, sie zu besonderen Gelegenheiten zu benutzen.
Sozusagen ich habe 'alle Tassen im Schrank' und gleichzeitig meldete sich meine innere Stimme und meinte, dass das auch ein Zeichen für meine "Wertigkeit" ist.
Ich spare mir die Sachen auf für 'besondere Gelegeneheiten'; also muss ich im Alltag nicht so besonders sein bzw. mein Alltag muss nicht so besonders sein. :hä:
Oder begrenze ich so die Wertigkeit meiner jetzigen Wohnung, indem ich schöne neue Sachen nur einer schönen neuen Wohnung zugestehe ? :hä:
Mir fielen noch viele andere Beispiele ein, die ich mit diesem "Aufsparen" in Verbindung bringe;
sei es, dass ich die "guten Klamotten" zur Schonung derselben auch mal im Schrank lasse und den Schlabberlook bevorzuge
oder dass die teure Pralinenschachtel sorgsam eingeteilt wird.
Ich unterstelle dem Energiefluß im Universum also unbewußt, dass es nicht genug Teetassen zur Verfügung stellen kann und die Pralinenproduktion pro Planeten gedeckelt ist. :hä:
Oder wertschätze ich damit mich und mein Umfeld ungenügend, indem ich schöne Dinge zurückhalte?
Konzentriere ich mich damit auf das ewige "Aufsparen" anstatt auf das Jetzt?

Was mache ich nun mit meiner Erkenntnis ??? Nachdem ich mir erst mal eine Tasse geschnappt habe und einen Milchtee schlürfte.
Vielleicht entstanden diese Gedanken auch im Zusammenhang mit einem Bericht über einen Luxusurlaub, den ich heute morgen gesehen hatte, wo sich niemand auch nur im Traum solche Fragen stellen würde.
lg
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Re: Aufsparen

Beitragvon zimtstern » 9. Okt 2011, 19:03

Hallo liebe Katgirl,

mir geht es mit manchen Dingen ähnlich.
Und ich hatte auch die beiden Gedanken dazu, es steckt entweder der Mangel-Gedanke dahinter oder ich bin es mir nicht wert genug. (oder beides).
Letztere Vermutung stößt bei mir grade nicht mehr auf so große Resonanz... Ich spüre grade in erster Linie Angst. Angst diese Dinge könnten kaputt gehen, und dieses kaputt gehen steht für "wieder verlieren".

Nur was macht man mit der Erkenntnis... vielleicht sich bewußt machen dass es nicht so ist, dass es keinen Mangel gibt und man nichts verlieren kann.
Bzw. besser wäre es, an Fülle zu denken.

Aber das alleine wird nicht reichen, glaube ich.

Weißt du was das aller kostbarste in unserem Leben ist?

Ich denke die anderen Dinge, die kostbaren Teetassen, die schöne Kleidung.. all diese Dinge, sie stehen nur für diese eine Kostbarkeit.
Und das sind wir selbst, unser Ich und unsere Verbindung zu ihm. Die Verbindung zur Quelle.

Vielleicht entfernen wir uns zu häufig von uns selbst, und wir spüren instinktiv dass wir im Begriff sind uns zu verlieren.

Ich erinnere mich grade, letzt hatte ich das Video zu dem Workshop "Losing Parents" Link gespostet,
da meinten Abraham (nur ein kurzer Ausschnitt):


"When someone that you care about goes away, whether it's a lover leaving or someone moving far away where you don't see them, or somebody having their, what you call, death-transition, and you think you missing them,
you're not missing them, what you are missing is the alignment that you had before you were focussed in that way.
In other words grief is not sadness that your mother or father is death or dying.
Grief is the missing of who you are.
Grief is the feeling of seperation.
The grief you feel is always you don't letting yourself be who you are."


Nun kann man das ganze ja auch auf einen Gegenstand übertragen,
das würde sich dann so anhören:

"Wenn du etwas das dir sehr kostbar war verlierst, und du denkst du vermisst es, du vermisst es nicht, was du wirklich vermisst ist die Ausrichtung die du hattest bevor du hattest bevor du das was dir so kostbar war, verloren hast.
Kummer ist das vermissen von "who you are".
Kummer ist das Gefühl von Getrenntheit.
Kummer den du fühlst bist immer du, die nicht zulässt die zu sein, die sie ist."

Hmm...

Vielleicht müßten wir uns fragen warum wir meinen diese Gegenstände zu brauchen. (Es spricht ja nichts dagegen solche Gegenstände zu haben, aber in diesem Falle sind sie ja schon fast eine Belastung, da man Angst hat man könnte sie verlieren.)
Sie sind so kostbar für uns, weil sie uns beim Ausrichten auf die Quelle helfen... Hmm, vielleicht hilft diese Erkenntnis ja schon ihnen ihre Bedeutung zu nehmen, und sie als das zu sehen was sie sind,
wunderschöne Gegenstände. Gegenstände :clown: :lieb:

Aber möglicherweise geht das bei dir auch in eine ganz andere Richtung, und das was ich geschrieben habe trifft speziell auf mich zu.

Ganz lieben Gruß,

Zimtstern
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Re: Aufsparen

Beitragvon katgirl » 9. Okt 2011, 19:13

Hallo Zimtstern,
ich hatte das Spar-Thema schon einmal.
Allerdings war es damals auf Geld begrenzt.
Heute fiel nur auf, dass da etwas schief laufen muss.
Ich hebe diese Sachen auf, weil sie wertvoll und schön sind.
Ich warte auf einen imaginären Zeitpunkt, um sie benutzen zu dürfen !!!
Immer wenn ich sie sehe, wird mir bewußt, dass dieser Zeitpunkt (noch) nicht da ist.
Anstatt mich daran zu erfreuen, wurden diese Sachen zu Ungeduld und Mangel.

Es geht mir nicht so sehr um den Verlust der Sachen, sondern mehr darum, wie ich mich damit sehe.
Bin ich Jetzt wertvoll und gönne mir dieses und jenes?
Oder:
Bin ich erst in 3 Jahren wertvoll, wenn mein Schrank zu meinen Tassen passt? (Den Satz kann ich wortwörtlich oder im übertragenen Sinne stehen lassen.)
lg
Zuletzt geändert von katgirl am 9. Okt 2011, 19:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Aufsparen

Beitragvon zimtstern » 9. Okt 2011, 19:20

Was mir dazu grade spontan einfällt, wartest du auf einen geeigneten (perfekten) Zeitpunkt "to be who you realy are"?

Gibt es etwas das einen noch davon abhält, dass es jetzt noch nicht sein darf?

Oder ist nicht vielleicht die Idee eines perfekten Zeitpunktes falsch? (Den wird es nie geben, wenn man darauf wartet)

Es könnte auch die Angst vor einer Enttäuschung sein... das wäre dann wiederrum eher ein Zeichen für mangelndes Vertrauen...
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Re: Aufsparen

Beitragvon katgirl » 9. Okt 2011, 19:28

Das ist es ja gerade.
Ich habe mein Wohlgefühl (meinen Lieblingstee daraus zu schlürfen) in die Zukunft verlagert.
Ich habe mein Jetzt nicht zum "perfekten Zeitpunkt" erklärt bzw. das Jetzt als unwürdig herabgestuft.
Nur ich weiss noch nicht, ob ich mich damit degradiert habe oder mein Umfeld oder beides.
Gefühlsmäßig war beim Anblick immer Ärger, Ungeduld oder so was in die Richtung zu fühlen.
Ich habe die Teile, möchte sie benutzen, aber der Zeitpunkt/das Umfeld paßt (noch) nicht; also weiter warten und ärgern, dass sie nur rumstehen.

Seit ich mir über dieses (blöde) Tassenthema gedanken mache; treten der "perfekte Ort" und "perfekte Zeitpunkt" immer mehr in den Hintergrund. Es fühlt sich schon fast wie Loslassen an.
lg
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Re: Aufsparen

Beitragvon zimtstern » 9. Okt 2011, 19:42

Nur ich weiss noch nicht, ob ich mich damit degradiert habe oder mein Umfeld oder beides.

Ich habe die Teile, möchte sie benutzen, aber der Zeitpunkt/das Umfeld paßt (noch) nicht; also weiter warten und ärgern, dass sie nur rumstehen.


Wenn ich bei der Beschäftigung mit Abraham/LoA eines gelernt habe, dann dass es immer nur um mich geht.

Du weißt dass alles, die Menschen die dir begegnen und dein Umfeld, dir immer die Beziehung zwischen deinem ich und deinem Ich wiederspiegeln.
Erst wenn du im Einklang mit "der bist, die du bist", also mit deinem Ich, dann wird sich auch das äußere dementsprechend gestalten.

Vielleicht könntest du das ganze mit dem üben von Wertschätzung wieder in Balance bringen.

Ich weiß, in manchem Momenten denkt man "Super, mit so einem Tipp, die Beziehung von ich zu Ich in Einklang zu bringen kann ich wirklich viel anfangen" :oops:
Aber du bist doch eigentlich schon darin geübt, und um was sonst geht es beim "im Vortex sein"... vergess doch erst mal diese Teetassen etc. und mache (oder imaginiere) etwas schönes... dann wird sich das bei dir bestimmt ganz schnell wieder einstellen, ich denke du hast es grade nur vergessen...

Verlagere deinen Fokus mehr nach innen.

Ganz lieben Gruß dir,

Zimtstern
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Re: Aufsparen

Beitragvon katgirl » 9. Okt 2011, 20:28

Nein Zimtstern, ich habe es nicht vergessen. Aber trotzdem Danke, fürs nochmal dran erinnern.

Meine Gedanken führen mich mehr und mehr an einen Punkt an dem ich mich wiederfinde:
der Abschied von einer Idee

Das mit den Tassen war nur ein Beispiel, sie sind Teil eines Sammelsuriums.
Sie sind Teil einer Idee, die ich hatte, lange vor meinem Kennenlernen von Abraham.
Diese Sachen sind zwar nur Sachen; aber sie waren "untrennbar" mit diesem Traum verbunden.
Ich habe mich verändert, das weiss ich.
Ich erkenne das, was nicht mehr paßt. Und diese Sachen gehören dazu. Diese Idee wird es nicht mehr geben. Vielleicht wird es irgendwann eine neue Idee geben, die auf meiner Welle sendet.
Kann ich meinen Herzenswunsch einfach so loslassen, binnen Minuten ?
Es fühlt sich komisch an.
Ich überlege, was ich mit den Sachen mache; ob ich sie selber noch nutze oder verwerte.
Und diese Gedanken fühlen sich gut an.

Ich lasse meinen Traum los und das ganze Drumherum wird unwichtig. Ich kann mich wieder fühlen!
lg
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Re: Aufsparen

Beitragvon zimtstern » 9. Okt 2011, 20:59

Was du geschrieben hast hat mich eben irgendwie sehr berührt...

Das mit den Tassen war nur ein Beispiel, sie sind Teil eines Sammelsuriums.
Sie sind Teil einer Idee, die ich hatte, lange vor meinem Kennenlernen von Abraham.
Diese Sachen sind zwar nur Sachen; aber sie waren "untrennbar" mit diesem Traum verbunden.
Ich habe mich verändert, das weiss ich.
Ich erkenne das, was nicht mehr paßt.
Und diese Sachen gehören dazu. Diese Idee wird es nicht mehr geben. Vielleicht wird es irgendwann eine neue Idee geben, die auf meiner Welle sendet.
Kann ich meinen Herzenswunsch einfach so loslassen, binnen Minuten ?
Es fühlt sich komisch an.
Ich überlege, was ich mit den Sachen mache; ob ich sie selber noch nutze oder verwerte.
Und diese Gedanken fühlen sich gut an.



Mein Sammelsurium stand auch für eine Idee, eine falsche Annahme, verbunden mit einer falschen Bedeutung die ich den Gegenständen beigemessen habe... (Und es teilweise auch immer noch tue).

Loslassen steht ja eigentlich für Transformation, Umwandlung... Und Phasen des Wandels fühlen sich immer komisch an, weil sich noch nichts neues herausgeformt hat... aber du kannst darauf vertrauen dass es das tut. Und nicht nur das, du kannst sogar die "Form" bestimmen.
:hug:

Ganz lieben Gruß,

Zimtstern
:lieb:
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Re: Aufsparen

Beitragvon bliss » 9. Okt 2011, 21:22

Hallo Katgirl,

wie wäre es denn, wenn Du für Dich beschließt: Jawohl, heute ist ein ganz besonderer Tag - und heute benutze ich diese besonderen Teetassen. Und nicht nur das - ich kleide mich heute auch in meine schönsten Sachen und trinke heute den ganz besonderen Tee, den ich mir für ganz besondere Gelegenheiten gekauft habe. Heute ist diese besondere Gelegenheit - denn es gibt nur heute...

Wir sollten doch jeden Tag zum Festtag machen, nicht wahr? Jeder Tag sollte der bisher schönste unseres Lebens sein.

Es kursiert da diese Geschichte im Netz von einem Ehemann, der in einer Schublade kramt und darin besonders schöne Unterwäsche findet, die er seiner Frau einst geschenkt hatte. Sie hatte diese Unterwäsche für eine ganz besondere Gelegenheit aufgespart. Aber leider hat sie die Unterwäsche nie getragen, denn sie ist gestorben, bevor sie eine Gelegenheit für "besonders genug" befunden hat, um sie anzuziehen...

Ich finde, Du brauchst nicht darüber nachzugrübeln, ob Du Dich für wert hältst, diese Teetassen zu benutzen - tu es einfach und erfreue Dich an ihnen! :ros:

Lieben Gruß
Bliss
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Re: Aufsparen

Beitragvon katgirl » 10. Okt 2011, 08:23

Hallöchen.
Ich sitze vor dem PC und schlürfe meinen leckeren Milchtee aus meiner nagelneuen "Have a sunny day"-Tasse.
Und ich erfreue mich an den wundervollen Blütenmotiven, die (bei dem schlechten Wetter) so richtig gute Laune machen.
lg
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