Aufschieberitis

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Re: Aufschieberitis

Beitragvon Klara » 28. Jan 2011, 21:24

Hey Pamelina,
mit Fokuswechsel meine ich, dass ich den Fokus vom Problem abziehen würde und mich stattdessen auf etwas konzentrieren würde, was mir mehr Wohlgefühl / Erleichterung / Erheiterung verschafft, was auch immer das bei Dir ist. Und dann würde ich mich sofort hinsetzen und anfangen zu handeln/schreiben/tun! Ich würde also in Deinem Fall jetzt NICHT tagelang versuchen die Schwingung zu halten um mich dann inspiriert hinsetzen zu können, sondern ich würde das ganz flott machen, zacki, zacki...besseres Gefühl schaffen (auch durch ganz anderes Thema), dann mich hinsetzen und ganz dumm tun und so tun als gäbe es kein Problem....das meinte ich mit Fokus abziehen (von dem ganzen Überbau/Problem). Stattdessen muss ja der Fokus auf was anderes fallen....also Aufmerksamkeit auf was "Leichteres" zu Anfang, dann Schwingung versuchen zu halten (denn auch wenn Du dann vor Deinem Blatt Papier sitzt, Fokus ist dann zwar auf der Tätigkeit Schreiben, aber der Fokus muss deshalb nicht automatisch wieder auf das *Problem* fallen und dort bleiben!) und so könntest Du Dich, besser fühlend durch vorige Tätigkeit, dich dem Schreiben widmen und das von Minute zu Minute, von Augenblick zu Augenblick, im Jetzt das machen, also nicht den ganzen Berg sehen, der da noch auf mich wartet.
Also, ich schreib das so, weil ich das ähnlich grad mit dem mir ehemals ganz unsympathischen STatistiklernen mache....Und da wär glaub ich die INspiration nicht gekommen ohne dass ich zur Tat geschritten wäre....Aber nun setze ich mich hin und sage ganz naiv und mit offenem Geist und heiter vor mich hin (so als würde ich das erste Mal mit Statistik in Berührung kommen, anders geht es nicht, denn wenn ich mich erinnere, dass ich dieses Fach mal verabscheute, klappt das einfach nicht mehr): "aaahhha, dieses Kapitel ist ja heute dran, ja, dann" "Ach, so ist das gemeint, ist ja echt gar nicht mal so uninteressant" usw. usf. :mrgreen:
Und, was soll ich sagen: ich bin b e g e i s t e r t von dieser Technik :mrgreen:
Und ich dachte eben, wenn Du hier schreibst wie schwer Dir das fällt und wieviele Misserfolge Du hattest mit Psychologen usw. usf. (Fokus auf Problem), dann ist Dir das viell. nicht förderlich weil eben upstream.
Naja, und das mit dem Bliss....Ich wollte einem Missverständnis vorbeugen, denn ich dachte mir, vielleicht könnte man das so verstehen, dass Dir Dein Wohlgefühl sagt, dass Du lieber tausend andere schöne Dinge tun könntest aber eben *nicht* zur Tat schreitest....Oh je, ich komme aus der Psychologie und da ist dieses als Widerstand bekannte Aufschieben, weil es sich doch viel besser *anfühlt* dieses und jenes unangenehmes *nicht* zu tun (wie lernen, Steuerausgleich, Aufräumen) , aber stattdessen sich mit anderen tollen Sachen zu beschäftigen, sehr präsent. Und das hat eben meiner Meinung nach nichts mit dem Bliss zu tun, den wir hier meinen....Also, vielleicht zu viel gedacht von mir und für andere mitgedacht....was sein könnte usw. :clown:
Ich hoffe, es ist nun klarer ? Und vielleicht geht es Dir ja jetzt auch schon besser - ich wünsche es Dir! :lieb:
Liebgruß von Klara

P.S. Ach ja, mir fällt grad auf: Einem Missverständnis vorbeugen zu wollen, bedeutet: ich schaffe somit eines :lol:
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Re: Aufschieberitis

Beitragvon lawofattraction » 29. Jan 2011, 08:37

Klara hat geschrieben:Naja, und das mit dem Bliss....Ich wollte einem Missverständnis vorbeugen, denn ich dachte mir, vielleicht könnte man das so verstehen, dass Dir Dein Wohlgefühl sagt, dass Du lieber tausend andere schöne Dinge tun könntest aber eben *nicht* zur Tat schreitest....

.... aber stattdessen sich mit anderen tollen Sachen zu beschäftigen, sehr präsent. Und das hat eben meiner Meinung nach nichts mit dem Bliss zu tun, den wir hier meinen....


Hallo Klara,

doch, das ist genau das, was wir hier meinen. Und genau das ist der Weg .... Die tausend schönen Dinge bringen Dich in den Vortex. Im Vortex erlebst Du vollkommene Abwesenheit von Widerstand, wodurch das Problem aus der Lösungs-Warte betrachtet werden kann und Inspiration erfahren wird. Wobei das am besten aus der Absichtslosigkeit geschehen sollte. Ein "ich suche mir jetzt Ablenkung, damit ich dann später aus dem guten Gefühl heraus schreiben kann" führt auch wieder nur in eine Sackgasse. Einfach mal ein "zum Teufel mit der Arbeit, ich macht mir heute einen richtig guten Tag" bringt da schon weiter. "Nothing is more important than that you feel good."

Leider erlaubt sich das Pamelina - verzeih, Pamelina, dass ich Dich hier in der dritten Person "behandle" - das aber gar nicht, sondern versinkt in ihren selbst-bestrafenden Gedanken und drischt mental auf sich ein. Ein Abwenden, Fokus abziehen vom Problem, ist genau das, was hier notwendig ist.

Die Versuchung, Abraham-Wissen und Axiome der Psychologie zu vermischen, ist natürlich gross. Das kann aber zu grosser Verwirrung führen, da sie meist diametral entgegen gesetzt sind. Ich schaue mal sehr gespannt zu, wie Du diese Gratwanderung meisterst.

Lieben Gruss
Loa



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Re: Aufschieberitis

Beitragvon Klara » 29. Jan 2011, 09:32

Hallo Loa,
ja, das find ich jetzt ehrlich sehr spannend und wohl in der Tat eine Gratwanderung!
Also, ich könnte mir vorstellen, dass wir schon das Selbe/Ähnliches meinen, Loa, aber ich hab einfach grad andere Bilder im Kopf als Du, is ja auch logisch.
Also: was mich wundert (und von dem spreche ich die ganze Zeit :clown: ) sind die negativen Konsequenzen die ich von diesen Menschlein sehe, die aufschieben aufzuräumen, zu lernen, Steuererklärung zu machen, bis sich dann eben negative Konsequenzen ergeben und die ganz offensichtlich *nicht* glücklich darüber sind ( :mrgreen: also wenn ich schon die Psy mit Abe vermische, dann gleich richtig: Primärprozesshaft im Gegensatz zu Sekundärprozesshaftem) mit dem Aufschieben.....und da empfinde ich Bliss schon ganz anders, denn das hat dann für mich mit bewusstem Genießen und Wohlfühlen zu tun, das andere von welchem ich sprach hat eher einen entweder "sichgehenlassen-" (nicht auf Dich, Pamelina, bezogen) und Blockadebeigeschmack und fühlt sich schwingungsmäßig ganz anders für mich an. Was meinst Du denn dazu, liebe Loa? Ehrlich jetzt, das würde mich sehr interessieren...Denn irgendwas läuft da dann schief...vielleicht ist es dann auch das nicht konsequente Dabeibleben beim Wohlgefühl und es kommt dann doch ein schlechtes Gewissen, Bereuren, das eigentliche Ziel (Studium nicht bestehen, weil man nur andere Dinge macht die Wohlbefinden schaffen) nicht mehr verfolgen, schafft dann viell. Unzufriedenheit.... :nachdenk: Vielleicht ist dieses Thema nicht nur für mich eine Gratwanderung, sondern für viele andere auch ;-)....

Zitat Loa: "Einfach mal ein "zum Teufel mit der Arbeit, ich macht mir heute einen richtig guten Tag" bringt da schon weiter."

Ja, einfach mal....bringt sicher weiter und war ja auch teilweise so gemeint von mir, sofern es einem dann Urlaub von diesem Problem bringt und man sich danach beschwingt an die Arbeit setzen kann.....und ich verstehe Dich, Pamelina hier so, dass sie die Arbeit schon länger zum Teufel jagt :teuflischgut: , aber nun gut, eben ohne Wohlgefühl und auf das Wohlgefühl - darauf willst Du ja hinaus, Loa, gell (und da stimme ich Dir auch seeeeehr gerne zu :-) ) . Und wenn ich das schaffe einen richtig guten Tag zu machen und dann in einer anderen Schwingung bin und mich dann hinsetze ist das ja wirklich wunderbar und stimme dem auch zu. Wobei Du, Pamelina, sicher auch Urlaub von diesen destruktiven Gedanken gut gebrauchen könntest :mrgreen: Ach, ich wünsche Dir das!

Zitat Loa: "Ein Abwenden, Fokus abziehen vom Problem, ist genau das, was hier notwendig ist." :stimmt: :stimmt: :stimmt: meine unbedingte Rede von Anfang an :mrgreen:

Also, zusammenfassend kann ich das nun vielleicht so sagen: Wohlgefühl! Dem Wohlgefühl folgen, denn wenn es mir gut geht, flutschtst bei jedem Thema besser.....und dabei seine Ziele/Arbeit nicht aus den Augen verlieren....und wenn ich merke irgendwo hackts länger (wie es bei Dir Pamelina war): kreativ werden und (nun spreche ich für mich) ANFANGEN mit dem (bei mir:) Statistiklernen, da ich sonst schlichtweg die Prüfung nicht bestehen werde :clown: und es GEHT mir dadurch nun viel BESSER! Also, so in etwa meinte ich das jedenfalls von Anfang an! HA! :genau:

Okay, nun, ich bin neugierig.....

Liebe Grüße von Klara
Klara
 
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Re: Aufschieberitis

Beitragvon lawofattraction » 29. Jan 2011, 10:13




Hallo Klara,

ich denke, ich habe den absoluten Vorteil, aus einer übergeordneten Warte zu schauen, auch aufgrund meines Alters. Es ist durchaus etwas anderes, Contrast anzuschauen und das Leben aus einigen mehr gelebten Jahren heraus zu relativieren. Ausserdem habe ich voll und ganz verstanden, dass wir Schwingungswesen sind und ich erfahre täglich, dass ich durch meine Schwingung mehr verändern kann als durch jegliche Aktion.

Was nützt es jemandem, aus dem Muss-Modus heraus seine Arbeit zu schreiben und er fällt dann hinterher trotzdem durch die Prüfung? Jemand schrieb vorher, dass eine Freundin auch ohne ihr Diplom einen Superjob bekommen hat. So ist es. Nicht, dass ich das grundsätzlich als Weg des geringsten Widerstandes empfehlen möchte, ein Studium abzubrechen, aber es kann doch durchaus eine Alternative sein. Mit meinen eigenen Diploma und Titeln könnte ich mein Klo tapezieren, ich habe sie eigentlich nie gebraucht und trotzdem die anspruchsvollsten Jobs und Projekte angezogen. Schwingung.

Klara hat geschrieben:Bereuren, das eigentliche Ziel (Studium nicht bestehen, weil man nur andere Dinge macht die Wohlbefinden schaffen)


Lies nochmals, was ich oben schrieb: Das Wohlgefühl bringt Dich in den Vortex, dort schaust Du die Lösung an und kannst mit einer ganz anderen Gefühlslage an die Sache herangehen. Alles andere ist Krampf. Nicht vergessen sollte man grundsätzlich, dass Dinge, die soviel Widerstand hervorbringen, auch ein deutlicher Hinweis (des Inner Being) sein können, dass man sich in einer Sackgasse befindet und vielleicht wirklich einen anderen Weg einschlagen sollte.

Auf der anderen Seite kann einem der Vortex zeigen, wie man eine Situation prepaven kann oder Segment Intending üben etc. Neue Geschichte schreiben. Und wertschätzen, was das Zeug hält. Man muss in keiner Sackgasse enden und kann auch die ungeliebten Situationen zum eigenen Vorteil verwandeln. Das ist eine Sache der Übung, um die niemand herum kommt. :mrgreen:

Klara hat geschrieben: schlechtes Gewissen, Bereuren .... Blockadebeigeschmack ... Sich gehenlassen ...


Hier liegt doch der Dreh- und Angelpunkt. Wir haben doch schliesslich die Emotionale Leitskala. Wer solche Gefühle in Bezug auf irgendeine Sache hat, muss einfach nochmal hinschauen, ob er sich nicht auf einem Holzweg befindet.

Bei Abraham gibt es kein"schlechtes Gewissen", "bereuen", "sich gehen lassen", das sind gesellschaftlich aufgedrückte Normen, die ein gleiches Verhalten für alle Menschen vorschreiben. Wer nicht ins Raster passt, der wird es fühlen müssen. Pflichterfüllung, Pflichtbewusstsein ..... Das ist doch genau das, was wir hier lernen - die Konditionierungen abzulegen und ein selbst gewähltes freies freudiges Leben zu leben. Mit oder ohne Diplom.

Daher erwähnte ich doch vorher die Gratwanderung, die natürlich jeden Einzelnen von uns betrifft. Die Frage stellt sich ja immer wieder - wo erlaube ich dem Aussen, meine mir selbst gesetzten Freiheitsgrenzen einzuschränken?

Lieben Gruss
Loa



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Re: Aufschieberitis

Beitragvon ZaWo » 29. Jan 2011, 12:43

Ich habe damals meinen ersten Job bei einem konservativen Großunternehmen angetreten, während ich noch an der Diplomarbeit schrieb. Ich hatte mich mit meinem nicht so guten Zwischenzeugnis beworben. Bei meinen ersten Probebewerbungen hat gleich was Schönes geklappt. Niemand hat mich je nach dem Lappen gefragt. Und dabei habe ich ihn parallel, nervenstressigst erworben, dann sogar mit Prädikat. :lol: Die Stelle danach bekam ich durch Empfehlung.
ICH selbst, freue mich aber sehr, dass ich den Abschluss gemacht habe. Das muss bei anderen natürlich nicht genauso sein. :P
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Re: Aufschieberitis

Beitragvon whoopi2 » 29. Jan 2011, 12:46

lawofattraction hat geschrieben:Es ist durchaus etwas anderes, Contrast anzuschauen und das Leben aus einigen mehr gelebten Jahren heraus zu relativieren.

Welch wahres Wort. Vor Jahren hatte ich mal meinen Job verloren. Pausenlos jammerten meine Eltern stellvertretend für mich über die schlechte Wirtschaftslage und wie schwierig es werden würde überhaupt was zu finden. Das schwappte so auf mich über, daß ich gar nichts mehr machen konnte. Wie paralysiert saß ich zu Hause auf der Couch, schrieb nicht eine einzige Bewerbung und fühlte mich immer schlechter. Diese Mischung aus schlechtem Gewissen ob meiner Tatenlosigkeit und Angst vor der Zukunft führte dazu, daß der worst case tatsächlich eintrat...näher möchte ich darauf jetzt nicht eingehen.

Irgendwann wurde dann alles wieder gut, aber ich habe dafür sehr lange gebraucht...wie von meinen Eltern herbeiprophezeit.

Nun stecke ich wieder in einer vergleichbaren Situation. Jedoch mit einem riesigen Unterschied: ich spreche nur mit Leuten darüber, bei denen ich sicher sein kann, daß sie ebenso positiv denken wie ich. Das führte dazu, daß ich innerhalb von 5 Tagen 18 Bewerbungen losgeschickt habe, noch 9 Anzeigen in der Pipeline liegen und ich mich von Tag zu Tag besser und leichter fühle.

Ich habe aus der Vergangenheit gelernt und mich bewußt für mein Wohlergehen entschieden. Aus Erfahrung klug geworden... :gvibes:
whoopi2
 

Re: Aufschieberitis

Beitragvon Kia » 29. Jan 2011, 13:41

:danke: Euch allen, wunderbare Texte. Ich füge nur noch ein Lieblingszitat von Abraham hinzu, ist schon ein ganz altes - nichts desto trotz -

"Follow Your Bliss

What we’re really talking about here is beginning to move through life more on a feeling basis than on an intellectual, thinking basis. You want to reach the point where you can just tell by the way you feel, “Am I vibrationally up to speed with who I am and what I want, or have I chosen — by influence of others or by some old habit of thought — have I chosen to focus somewhere that’s lower and slower in vibration?”

If you had one goal and that was to feel good, you would never again need to hear another word from anyone. You would live successfully and happily and in a way of fulfilling your life’s purpose ever after.

Someone coined the phrase so beautifully it cannot be improved upon when he said, “Follow your bliss.” Because when you are choosing thoughts, when you are choosing memory, when you are choosing moments in the now, when you are choosing things that feel good to you while you think them or while you focus upon them, then you are choosing a vibration that matches your Source — and only things that are up to speed with that then have access to you. Isn’t that nice?" (meine Hervorhebung)

Wie Loa so schön sagt, Bliss ist wirklich bliss, nicht einfach nur als Ablenkung.

Whoopi, ich finde das toll und freue mich mit Dir :hug:

Lieben Gruss

Kia
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Re: Aufschieberitis

Beitragvon laugh » 30. Jan 2011, 23:01

Hallo

Ich plaudere jetzt auch einfach nochmal ausm Nähkästchen - vielleicht ist was Nützliches dabei.
Erstens habe ich das Gefühl, dass Pamelina sich selbst zu sehr über die Arbeit identifiziert, und dass sich für sie dann ein mögliches Scheitern bei der Arbeit automatisch in ein persönliche Scheitern umwandeln würde, gefühlsmässig.
Mir ging das früher so im Musikstudium - jegliche Kritik war -für mich - gefühlte Kritik an meiner Person, und fehlendes Lob war fehlende Bestätigung meiner Person. Da liegen natürlich gleich eine ganze Menge Hasen im Pfeffer, wenn das wirklich so ist. Das gehört dann gründlich entwirrt.
Aber es ist natürlich nicht immer ganz so einfach. Jetzt gerade kämpfe ich ja auch mit einer Abschlussarbeit, allerdings ohne Termindruck - freiwillig - in schon nicht mehr ganz jungem Alter...das Thema habe ich mir ganz alleine und aus Leidenschaft ausgesucht, und trotzdem...
Ich habe aber bemerkt, dass ich zum einen wieder ein bisschen in die Falle getappt bin. Allerdings hatte ich insgesamt deutlich mehr "Erfolg" im Sinne von positivem Zuspruch in diesem zweiten Studium zu verbuchen ( das erste war, für mich, tatsächlich der verkehrte Weg - wobei ich froh bin, es abgeschlossen zu haben und froh bin, irgendwann doch nochmal sehr sehr viel hinein investiert zu haben - spirch - irgendwann habe ich angefangen richtig viel zu üben.)
Jetzt fühle ich mich aber ein bisschen wie früher, und mir mangelt es natürlich auch an Zeit....ich trete also auf der Stelle....
Soll ich jetzt aufhören (nie und nimmer, ruft die innere Stimme..aber warum ruft sie das? Will ich immer noch etwas beweisen? Oder gehört das Stagnieren einfach zur Herausforderung dazu? (Das sind rhetorische Fragen - ich hab die Antwort für mich schon gefunden.))
Was mir gerade hilft ist aber auf jeden Fall eine gründliche Trennung von der Person "ich" und dieser Arbeit - ich versuche, mich über andere Dinge zu identifizieren bzw. irgendwann bei Gelegenheit einfach mal nur noch über mich :mrgreen: (nicht so einfach, wenn man einprogrammiert hat, immer nur "für" etwas geliebt zu werden, aber auch nicht sooo schwierig ...da kommt dann auch das mit der Selbstliebe ins Spiel... ).
Zweitens erwarte ich kein Wunder mehr von mir sondern einfach ein anständiges und rundes, aber eher simples Ergebnis.
Ich freue mich tierisch drauf, das Ding los zu sein und auf das, was dann kommt.
Aber gleichzeitig mag ich diese Arbeit sehr - nach wie vor. Der Philosoph, um den es geht, wird immer mein Lieblingsphilosoph bleiben, denke ich.
Aber auch ich werde oft gefragt, ob ich denn wirklich fertig machen will, wenns doch so hängt und mit den beiden Kinder auch mühsam ist usw. Aaaaber ich denke, auch wenn in meinem Fall noch viel weniger jemand nach dem Wisch krähen wird , verändert auch ein abgeschlossenes Studium die Schwingung, und mehr noch, wenn es das erste ist. Und zwar unabhängig von der Note. Einfach so - der Abschluss, etwas zu Ende gebracht zu haben, ist eine runde Sache....

Naja, muss ins Bett...
Gute Nacht :clown:
laugh
 

Re: Aufschieberitis

Beitragvon Sonrisa » 31. Jan 2011, 00:11

Hallo,

nicht, dass ihr denkt, ich wäre verschollen oder würde nicht aufmerksam mitlesen. Ich habe gestern und heute vor allem es geschafft, zwei Aufsätze zu lesen. :genau: Recherchiert war schon lange und sogar alles hübsch in einem Ordner abgeheftet. Dies hier ist eine Vorprüfung auf dem Weg zur Abschlussprüfung. Ich war da schon einmal durchgefallen drin und überarbeite sie nun. Aber Schnee von gestern, der schon lange geschmolzen ist, das rufe ich mir immer wieder ins Gedächtnis.

Ja, und Laugh hat recht, ich identifiziere mich zu stark oder überhaupt mit dieser Arbeit, diesem Studium, dem Abschluss. Es ist genau wie mit dem Partnerschaftsthema, wo ich seit einigen Tagen weiß, ich habe meinen Selbstwert an dieser Thematik gemessen und Anerkennung und Wertschätzung von Außen darüber gesucht. Hier verhält es sich ähnlich. Das weiß ich nun und finde das schonmal einen Fortschritt für mich und auch erleichternd. :gvibes:

Ich habe mir die letzten beiden Tage einfach mal das Recht herausgenommen, mich gut zu fühlen, obwohl ich faul war. Ganz allgemein, nicht auf die Arbeit bezogen. Ich konnten sie für eine Weile aus dem Fokus lassen. :ros:
Ich wollte mich nur kurz gemeldet haben, ich bin gerade stärker im Fühl-Modus als sonst, beim Schreiben komme ich schnell wieder in den Denk-Modus. Darum: ich lese, lese, lese und fühle, fühle, fühle. Und bin erstmal still. :gvibes:

:danke:
Sonrisa
 

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