Aufarbeiten mit Hilfe Abrahams

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Aufarbeiten mit Hilfe Abrahams

Beitragvon Flower1973 » 31. Dez 2011, 14:36

Hallo Ihr Lieben!

Ich bin traurig im Moment und möchte mich gerne aussprechen, ich hoffe, ich darf das hier ...

Seit ein paar Wochen kommt mir einiges aus meiner Kindheit hoch ... geht uns ja allen so. Meine Eltern und ihre Ansichten .... das pass so gar nicht zu meinen Ansichten und es macht mich traurig, dass sie so anders sind.

Es tut mir so unendlich weh, all die Verletzungen, die Intoleranz, die Ignoranz. Das Schimpen auf andere Menschen, der Neid, .... Ich möchte gar nicht weiter schreiben.

Nun sehe ich mich aber ganz anders. Ich gönne anderen Reichtum, Liebe, Glück, ....
Ich schimpfe nicht über Familienmitglieder, wenn sie schwanger werden :shock: Meine Eltern denken sogar, dass einer von ihnen stirbt, wenn ein anderer auf die Welt kommt. Mama sagt, Papa stirbt jetzt. Sie sagt mir, dass ich die Wäsche von der Wäscheleine geben soll, sonst stirbt jemand ..... Und schon wieder schreibe ich das ... Entschuldigung, aber es tut mir so weh und ist so unverständlich ....

Und dann weiss ich aber, dass ich meine Eltern so sehe, dass meine Gedanken es sind, die sich da spiegeln und ich bin traurig und entsetzt. Warum ich ich das???? Warum habe ich scheinbar Jahre lang so gedacht - schon seit meiner Kindheit?? Das ist doch das Gegenteil dessen, was ich will, was ich fühle und was ich denke und doch besagt das Gesetz, dass ich es bin, dass soetwas anzieht :shock: Ich bin einfach nur schokiert über diese Erkenntnis, traurig und ich finde es unbegreiflich.

Was ich jetzt zu tun habe weiß ich, ich werde meine Gedanken über meine Eltern ändern und ich werde mir meine Zusammentreffen mit ihnen anders vorstellen und all die guten Tipps die wir haben anwenden - und doch ist da mein trauriger Beigeschmack .... oder hab ich diese Familie vor meiner Geburt angezogen um das zu lernen. Um zu lernen damit umzugehen und es anders zu machen? Ihnen zu zeigen, dass es anders geht? Ich weiß es nicht - ich bin verwirrt.

Vielleicht könnt ihr mir helfen. Wenn man selbst betroffen ist, sieht man ja bekanntlich den Wald vor lauter Bäumen nicht. Ihr habt mir schon oft die Augen hier geöffnet :hug:

Vielen Dank,

alles Liebe
Flower
Flower1973
 

Re: Aufarbeiten mit Hilfe Abrahams

Beitragvon IAM » 31. Dez 2011, 14:48

Liebste Flower,

wenn DU weißt, dass Vergangenheit nur "Erinnerung" bedeutet, (was es ja auch ist) siehst du das selbst aus einem anderen Licht. Aus einer anderen Perspektive.

Mehr ist es ja auch nicht!

Wir leben im Jetzt.Die Vergangenheit ist vorbei und nur noch Erinnerung, die Zukunft kennen wir zum Glück nicht!


Wir leben im JETZT! und eben diese Sekunde ist schon vorbei - Old news.


Versuche halt das Beste aus deinem Noch-Leben zu machen, eben.
Da gibt es VIELE Möglichkeiten.
Unzählige!


Hier wird draussen schon mächtig geknallt, mein Kater hat schon Angst.
Er ist wohl mein Spiegel :)

Bis nächstes Jahr.

Lieben Gruss
IAM
 

Re: Aufarbeiten mit Hilfe Abrahams

Beitragvon Flower1973 » 31. Dez 2011, 15:45

Liebe IAM!

Vielen Danke für deine rasche Antwort an mich.

Ja, du hast recht, wir leben im Jetzt. Das Gespräch mit meiner Mutter war zwar heute (wieder), aber auch das ist schon Vergangenheit.

Ich Eile nun zu einer Feier und komme da sicher auf andere Gedanken :lieb:

Alles Liebe
Flower
Flower1973
 

Re: Aufarbeiten mit Hilfe Abrahams

Beitragvon IAM » 1. Jan 2012, 00:15

Liebe Flora,

vergiss nicht:

Die Vergangenheit ist vorbei,
die Zukunft ist noch nicht da,
ich lebe JETZT im Moment.

Jeder Morgen kann ein NEUER Anfang sein,
wenn Du es möchtest.

Ein NEUES Jahr wünsche ich Dir!
Bild
IAM
 

Re: Aufarbeiten mit Hilfe Abrahams

Beitragvon Faa » 1. Jan 2012, 11:00

Zitat Flower Meine Eltern und ihre Ansichten .... das pass so gar nicht zu meinen Ansichten

Das ist ein ganz normaler Loslösungsprozess von den Eltern. Im Laufe der Zeit wirst du lernen, dass sie trotz ihrer Ansichten nicht verkehrt sind - sie sind eben anders. Wir heben unsere Eltern in den Himmel (normalerweise) und wenn wir dann feststellen, dass sie genauso gewöhnlich sind wie andere, schmerzt es, weil sie unseren Vorstellungen nicht mehr entsprechen. Dabei sind sie genau die gleichen, die sie immer waren.
Es ist unsere Lernaufgabe, andere so zu akzeptieren, wie sie sind.

Den Unsinn mit der Wäsche kenne ich auch. Wenn ich zwischen Weihnachten und dem 6. Januar !!! wasche, gäbe es ein Unglück. Ich habe erwidert, dass es ein Unglück gäbe, wenn ich nicht wasche. Dann hätte ich nämlich keine trockene Wäsche mehr für meine damals an Alzheimer erkrankte Mutter, die fast jede Nacht das Bett nass gemacht hatte.
Diese Manipulationen beruhen auf Aberglauben, um Schuldgefühle auszulösen.

Zitat: Ihnen zu zeigen, dass es anders geht?
Um Himmels Willen, nein. Du vergeudest nur deine Zeit. Wenn du dich damit beschäftigst, denkst du ihre Gedanken bzw. du gibst ihnen Nahrung. Lass deine Eltern in ihrer Welt leben, die sie sich aufgebaut haben.
Überlege, ob du dir das antun musst, dich soviel in dem Gedankenfeld von Menschen zu bewegen, die dir nicht gut tun. Abstand hilft dort, bis du selber in dir gefestigter und gelassener bist.

LG Faa
Faa
 

Re: Aufarbeiten mit Hilfe Abrahams

Beitragvon Salome » 1. Jan 2012, 12:54

Liebe Flower,

ich mag Dir ein paar meiner Gedanken posten die mir in den letzten Tagen so in den Sinn gekommen sind.
Ich erkenne, dass ich die Neigung habe für andere denken zu wollen. :pfeif:
Egal ob für meine Kinder oder für andere. Das ist wohl ein weit verbreitetes Phänomen, wird meist in bester Absicht praktiziert und ist absolut überflüssig.

Ich freue mich, dass mir mein Tun bewusst wird. :P

Als meine Kinder klein waren, war mein Verhalten wohl angemessen und irgendwann habe ich nicht richtig mitbekommen, dass sie sehr gut in der Lage sind eigenständig zu denken.
Ich übe mich darin meinen Mund zu halten und mich erst dann einzuklinken, wenn ich dazu aufgefordert werde.
Ich liebe meine Kinder und ich lerne sie voller Liebe loszulassen. Es sind so zauberhafte Wesen und jedes von ihnen ist bestens in der Lage in Eigenregie zu leben. :genau:
Wenn wir gelegentlich zusammen sind, weil wir das alle wollen, freue ich mich sehr. :gvibes:

Vor ein paar Tagen wurde mir mein Verhalten anhand einer Situation mit einem Kegelbruder deutlich.
Jetzt fallen mir ein paar kleine Begebenheiten mit meiner Tochter ein. Da bin ich dann mehr oder weniger ungehalten über ihre „Einmischung“ doch sie tut nichts anderes als das was ich ihr vorgelebt habe.

Ich kann ja erst etwas ändern, wenn mir mein eigenes Verhalten bewusst wird. :idea:
Ich bin gespannt wie ich mich entwickele.
Die Aufgabe heißt immer wieder in Liebe und voller Vertrauen loszulassen.

Das Wichtigste ist, dass ich mich wohlfühle. Das ist mein Ding, dafür ist niemand sonst zuständig.

In diesem Sinne wünsche ich dir gutes Gelingen :hug:

Liebe Grüße

Salome
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Re: Aufarbeiten mit Hilfe Abrahams

Beitragvon Flower1973 » 1. Jan 2012, 14:13

Ein freundliches Hallo im Neuen Jahr :lieb:

Ich freue mich über eure Gedanken dazu .... Freue mich auch über weitere :P

Liebe Faa,

da bin ich 100 Proz. bei dir, das loslassen und das Erkennen, dass sie anders sind und so. Ich erinnere mich, dass ich schon als kleines Mädchen festgestellt habe, dass sie anders sind, da es sich für mich nicht richtig angefühlt hatte, was sie mir lernen wollten. Natürlich war auch allerhand Gutes und Schönes dabei, aber Ansichten über andere Menschen und darüber was mir gefallen sollte und was ich denken und tuen sollte, das fühlte sich nicht gut an.

Meine Mutter hat immer große Unterschiede gemacht und andere waren nie gut genug für "uns". Erst wenn sie Anwälte, Politiker oder Ärzte waren, dann waren sie ein guter Umgang..... Es machte mich immer schon traurig. Das ist nur ein kleines Beispiel von vielen. Die Erzählungen ergäben schon ein kleines Buch ;-).

Hihi, ich finde es Super, wenn du sagst, dass es ein Unglück gibt, wenn du die Wäsche nicht wäscht "g". Heute werde ich unbedingt waschen, sonst gibt's auch bei uns ein Unglück...

Auch deinen letzen Abstand kann ich nur bestätigen, das deckt sich auch mit meinen Gedanken dazu.

Ich danke dir für deine Gedanken dazu :lieb:

Liebe Salome,

ich danke auch dir für deinen Beitrag dazu :P

Jedoch sehe ich hier die absolut verständliche Seite einer Mutter und auch mir geht es als Mutter so wie dir.
Mein Sohn ist zwar noch sehr Jung mit seinen 12 Jahren, aber er ist natürlich eine eigene Persönlichkeit und möchte sich meine Geschichte auch nicht gerne aufzwingen lassen. Daher versuche ich mein Bestes ihn so sein zu lassen wie er eben ist. Ich hoffe sehr, dass es mir gelingt. Sein Feedback ist nicht immer das Beste, denn rechtmachen kann man es kaum jemanden, so sehr man sich auch bemüht.

Alles Liebe und schönen Tag,
Flower
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Re: Aufarbeiten mit Hilfe Abrahams

Beitragvon Yogini09 » 1. Jan 2012, 14:24

Lieber Flower :hug: ,

es ist ganz und gar nicht Deine Aufgabe, es irgendjemandem Recht zu machen!

Du musst es nur DIR "Recht" (= Freude, Wohgefühl, Liebe, Fröhlichkeit etc.) machen. Sonst nichts und niemandem!

Und damit bist Du Deinem Sohn genau das Vorbild, was er braucht :loveshower:

Ich empfinde das als einen sehr, sehr erleichternden Gedanken :gvibes:

alles Liebe
Gabriele
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Re: Aufarbeiten mit Hilfe Abrahams

Beitragvon Salome » 1. Jan 2012, 15:27

Liebe Flower,

Flower1973 hat geschrieben:Jedoch sehe ich hier die absolut verständliche Seite einer Mutter und auch mir geht es als Mutter so wie dir.


Was ich deutlich machen wollte ist, das Deine Mutter auch eine Mutter ist und was für Du für Dich als verständlich ansiehst Du bitte auch ihr zu gute hältst.

So wie Du von Dir sagst das Du Dein Bestes tust, so macht es auch Deine Mutter.
Doch was ist das Beste? Und für wen? :102:

Als ich erkannte, dass meine Eltern mir ihr Bestes gaben, in bester Absicht gehandelt hatten fing ich an Frieden mit ihnen und mir zu schließen. :gvibes: Das war lange nach ihrem Perspektivenwechsel.

Ein großer Teil der fehlenden Ausgeglichenheit, die die Menschen empfinden, noch lange nachdem sie die unmittelbare Kindheitsumgebung verlassen haben, rührt von dem vergeblichen Bemühungen her, ihr eigenes Leitsystem zu ersetzen, in dem sie nach der Billigung durch ihre Eltern trachten. Dein Gefühl von Freiheit wird immer dann zerstört, wenn du versuchst, dich auf die Meinung von jemandem außerhalb von dir ( etwa von deinen Eltern ) auszurichten statt auf die Schwingung, die aus dir selbst kommt ( etwa von deinem inneren Wesen ). Natürlich ist es möglich, ein wundervolles, effektives Verhältnis zu seinen Eltern zu haben, sofern du vorher zur Harmonie zwischen dir und Dir gefunden hast. Solange du nicht zur Harmonie zwischen dir und Dir gefunden hast, wirst du keine gute Beziehung erleben.

aus LoA Liebe - Deine Beziehung zu deinen Eltern -

Ich möchte das erweitern, solange ich nicht zur Harmonie zwischen mir und Mir gefunden habe, werde ich auch keine gute Beziehung zu meinen Kindern erleben.

Liebe Grüße

Salome
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Re: Aufarbeiten mit Hilfe Abrahams

Beitragvon Flower1973 » 1. Jan 2012, 20:16

Liebe Salome,

Vielen Dank für dein Auszug aus Loa Liebe. Sehr wahr! Dem ist ehrlich nichts mehr hinzuzufügen. Es ist sehr treffend und ich erkenne mich darin wieder!

Vielen Dank!

Alles Liebe Flower
Flower1973
 

Re: Aufarbeiten mit Hilfe Abrahams

Beitragvon Flower1973 » 2. Jan 2012, 09:19

Liebe Gabriele!

Gerade lese ich hier nochmals und sehe deinen Post überlesen zu haben - entschuldige bitte!

Du hast natürlich recht, so fühlt es sich auch am Besten an. Ich habe in diesem Post gemerkt, dass ich wieder mehr auf mich achten möchte, vorrangig darauf glücklich zu sein - einfach ich zu sein :five:

Ich danke euch nochmals!

Alles Liebe Flower
Flower1973
 


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