Auf dem Weg zur Frau Doktor?

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Auf dem Weg zur Frau Doktor?

Beitragvon Maike » 30. Okt 2012, 14:58

Hallo,

im letzten Jahr habe ich mein Studium beendet. Die Zensuren waren recht gut bis auf zwei Prüfungen, die mir den Schnitt ganz schön nach unten gedrückt haben. Eigentlich liebe ich das Forschen, den Umgang mit Wissenschaft und und anspruchsvoller Lektüre. Aber es ist fast egal, wo ich schaue, mein Schnitt ist weit unter dem, was von zukünftigen Doktoranden verlangt wird. Vom Stipendium ganz zu schweigen. Es sprechen viele Vernunftsgründe dagegen, den Weg weiter zu verfolgen. Vernünftig wäre es, mich auf den Arbeitsmarkt zu werfen und zu nehmen, was kommt, denn bei der Endnote kann ich selbst in der freien Wirtschaft keinen großen Posten verlangen. Es muss ja Geld reinkommen. Besonders jung bin ich auch nimmer.
Gibt es Dinge, die entgegen aller Vernunft und bürokratischen Regeln sowie allgemein verbreiteten Anforderungen und Erwartungen (welcher potenzielle Doktorvater nähme mich überhaupt?) trotzdem umsetzbar sind? Ich gucke und es stellen sich viele Wände auf beim Einsammeln von Infos. Gibt es begnadete Regelbrecher und Wandeinreißer hier? 8-)

Grüße, Maike
Everything that you are is always easy to find. (Abraham)
Benutzeravatar
Maike
 
Beiträge: 394
Registriert: 10.2012
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Auf dem Weg zur Frau Doktor?

Beitragvon Lilith » 30. Okt 2012, 16:30

Hallo Maike,

im Frühjahr gebe ich meine Doktorarbeit ab. Ich habe ein tolles Thema, die beste Betreuerin der Welt, ein Stipendium, ich bin viel gereist, habe veröffentlicht und tolle Leute kennengelernt (auch Fred!). Eine Promotion ist reine Freude, Spaß, Neugier, Forschung, Leidenschaft, Aufregung, Abenteuer, Antworten auf so vieles, ach, sie ist überhaupt das Beste.

Welche Schwingung ist dafür notwendig? Vertrauen. Vertrauen, dass du an etwas Wunderbarem forschst und arbeitest; Vertrauen, dass dir die richtigen Ideen kommen; Vertrauen, dass sich immer ein Weg öffnen wird. Und Freude. Ich schreibe jeden Satz meiner Arbeit mit dem Spaßfaktor, dass ihn niemand bisher so geschrieben oder gedacht hat. Und Neugier und Leidenschaft, die dir deine Arbeit mühelos erscheinen lässt. Manchmal vergesse ich sogar zu essen und zu trinken, so sehr fesselt mich meine Diss. Und Unbeirrbarkeit. Sicherheit. Stabilität. Selbstbewusstsein, dass du der Welt etwas Neues bieten kannst, eine neue Perspektive, eine weitere Stimme.

Schmeiß das ABER aus deinem Vokabular. Es gibt keine ABERS in einem Universum, das aus reinem Potential besteht. Wenn du im Chor der Zweifler und Nörgler mitsingst, sabotierst du deinen eigenen Erfolg, denn dein Inner Being schreibt längst deine Doktorarbeit und fühlt sich sauwohl, während du hier herumlamentierst darüber, was alle anderen sagen. Schmeiß die anderen aus deinen Gedanken. Die haben keine Ahnung. :mrgreen: Eine Promotion ist das tollste, was es gibt. :loveshower: Es gibt keine Noten, keine Gehaltschecks, keine Altersgrenzen. Das Universum belohnt dich allein für das Wohlgefühl, dass du für deine Promotion aufbringen kannst.

Hab Vertrauen in dein Wohlgefühl, hab Vertrauen in das Gefühl der Richtigkeit, der Sicherheit, dass du mit Neugier und Leidenschaft 2,3 Jahre lang an einem Wunschprojekt forschen kannst. Hab Vertrauen, dass sich der Grid füllt, sobald du dieses Wohlgefühl gefestigt hast. Wenn Zweifel aufkommen, übe dein Wohlgefühl jeden Tag, bis es sich wie ein unbeirrbarer Glaube, ein tägliches Mantra in dir selbst eingenistet hat. Du gibst die Richtung vor - und das Universum folgt dir. Tausendprozentig.

Lilith
Ich bin ein Außenposten der Quelle auf dieser Welt.
Benutzeravatar
Lilith
 
Beiträge: 227
Registriert: 09.2010
Geschlecht: weiblich

Re: Auf dem Weg zur Frau Doktor?

Beitragvon Maike » 2. Nov 2012, 00:39

Hallo Lilith,

dein Beitrag klingt so toll, da will ich auch hin. Zu dieser Einstellung, Haltung und genau diesen Lebensumständen. Die Soziologie ist meine große Liebe. Mich erfüllen tiefste Hingabe und Klarheit, wenn ich nur daran denke. Es macht mich glücklich, mit komplexen Theorien zu spielen, sie zu durchdenken, zu diskutieren, auseinanderzufisseln, zu synthetisieren. Perspektivenwechsel einnehmen und Perspektivenwechsel anbieten. Mein Herz schlägt ganz klar für diese Mission, trotz der Umstände. Ich will forschen, lesen, entwickeln, denken, schreiben, vortragen, mich connecten. Ideen in der Welt verbreiten, Mauern in den Köpfen einreißen, innere Räume vergrößern, Netzwerke schaffen. Ich will Forschungsprojekte vorantreiben. Schlussendlich meiner großen Liebe Raum geben, damit sie wachsen und sich entfalten kann. Und ich möchte diese Liebe teilen. Mit vielen Menschen. Meine große Liebe hat es verdient, dass ich genau das schreibe. Soziologie, ich liebe dich. <3

Danke Lilith.

Maike
Everything that you are is always easy to find. (Abraham)
Benutzeravatar
Maike
 
Beiträge: 394
Registriert: 10.2012
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Auf dem Weg zur Frau Doktor?

Beitragvon Winterbraut » 2. Nov 2012, 08:28

Hallo Ihr Lieben,

es passt wie immer zu meinem Thema, wenn auch verkehrt herum :stimmt:
Ich habe seit Jahren mit Freude an Ausbildungen und Fortbildungen alles mögliche gelernt, jetzt bräuchte ich die Lizenz, den Heilpraktiker, um die Dinge ausüben zu dürfen. Seit fast 4 Jahren quäle ich mich mit dem Thema, habe mein Fernstudium durchlaufen lassen ohne zu lernen, war dann durch Abraham in einer Krise ob es überhaupt Sinn macht - auf körperlicher Ebene zu arbeiten, ... als dann alles "durch" war habe ich aus Vernunftgründen NOCH einen teuren Kurs angefangen, damit das ganze Geld nicht vergeudet war und um eine gute, sichere Existenz aufbauen zu können - und habe vor drei Tagen nach einem Jahr intensivem Lernen und viel Geld den Kurs geschmissen weil ich merke: Ich will einfach nicht mehr SO lernen und schon gar nicht das. Wie ich damals auf die Idee gekommen bin, keine Ahnung. Jetzt fühlte es sich von allen Seiten so schrecklich an, und ich folge meinem Gefühl, obwohl alles dagegen spricht, vor allem weil ich schon so weit bin, und auch gar nicht die schlechteste Schülerin... :kgrhl:

Meine Intuition, mein Gefühl hat mich doll geschubst und ich bin dankbar und fühle eine tiefe Befriedigung ... paradox aber wahr :loveshower: :loveshower:

Einen schönen Start ins Wochenende Euch allen :hug:
Winterbraut
Benutzeravatar
Winterbraut
 
Beiträge: 236
Registriert: 04.2012
Wohnort: im Vortex
Geschlecht: weiblich

Re: Auf dem Weg zur Frau Doktor?

Beitragvon Maike » 2. Nov 2012, 13:16

Hallo Winterbraut,

wie schön, wenn man Menschen begegnet, die einen verstehen können und einem wertvolle Impulse liefern. Ich bin derzeit in mehreren unterschiedlichen Beratungssituationen, wo ich jeweils ganz unterschiedliche Ratschläge und Meinungen serviert bekomme. Das ist einerseits wertvoll, andererseits irritierend. Es ist mein großer Herzenswunsch zu promovieren. Habe ich doch einige - auch von anderen anempfohlene - Vernunftsgründe, die dagegen sprechen auf der Liste, so fühle ich ein Erfüllung, wenn ich an die Dissertation denke. Es ist einfach eine tiefe Liebe.
Und oh ja, ich habe auch aus panischen Schüben heraus massig Geld für Ausbildungen und Fortbildungen ausgegeben. Jetzt nehme ich wieder einmal an Fortbildungen teil, die mich zwar nichts kosten, von denen ich mir aber versprochen habe, neue Impulse zu bekommen, wohin es vernünftigerweise gehen könnte, damit Geld ins Haus kommt. Wirklich herzinspiriertes Interesse habe ich an diesen Thematiken nicht, aber es war/ist auch der Versuch, mich möglichst gut an den Arbeitsmarkt anzupassen. Macht es mich wirklich glücklich? Nein. Aber es lieferte mir bislang ein scheinbares Gefühl von ansteigender Sicherheit. Mein Traum wäre eine Teilzeitstelle und eine Promotion, am besten thematisch deckungsgleich.

Was hast du jetzt vor?

Beste Grüße
Maike
Everything that you are is always easy to find. (Abraham)
Benutzeravatar
Maike
 
Beiträge: 394
Registriert: 10.2012
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Auf dem Weg zur Frau Doktor?

Beitragvon Winterbraut » 2. Nov 2012, 15:50

Liebe Maike,

habe ja auch lange mit mir gehadert und dachte ich müsste einen Weg finden, leichter lernen zu können. Es einfach ganz sein zu lassen, die Idee kam 4 Jahre später... :kgrhl:

Du fragst was ich jetzt mache... also ersteinmal das was ich "neben" dem Lernen "beruflich" sowieso mache, ich bin schon 42 und habe bestimmt 4 Berufe die ich phasenweise ausübe, auch Selbstbeigebrachtes, ich bin halb festangestellt und halb selbständig, der HP wäre richtig gut gewesen um all meine Fähigkeiten zu vereinigen und die Ausübung zu "legalisieren", ...
Jetzt warte ich erstmal in den leeren Raum hinein ab, was ich wirklich möchte und mich erfüllt. :gvibes:
Ich hatte immer schon die Tendenz weiterzugehen und Neues zu machen oder mich fortzubilden, bislang immer mit Freude, ... jetzt mit Kind (oder ist es das Alter, das ich immer noch nicht vernünftig beruflich eingebettet bin wie andere) waren auf einmal diese Nöte und Zwänge da... wo die herkamen?? :tja:
Ich arbeite ja reichlich, und es macht auch Freude, und ich wünsche mir immer noch Weiterentwicklung, aber natürlich als Bereicherung, etwas Kreatives, ... was nicht in erster Linie Menschen hilft (sowie der HP) sondern mich befriedigt.
Vielleicht, so ist mir in den letzten Tagen aufgefallen, habe ich mich nur nicht getraut vor mir selbst zuzugeben dass ich einfach nur Spass :kgrhl: will.... :loveshower:

Alles Liebe :lieb:
Winterbraut
Benutzeravatar
Winterbraut
 
Beiträge: 236
Registriert: 04.2012
Wohnort: im Vortex
Geschlecht: weiblich

Re: Auf dem Weg zur Frau Doktor?

Beitragvon Maike » 2. Nov 2012, 16:19

Liebe Winterbraut,

ich würde mal behaupten, dass Du sowieso erst dann anderen "nützt" und Deine Gaben teilen kannst, wenn Du machst, was Dir Freude macht. Ich liebe es, Menschen zu begegnen, die den Beruf ausüben, der ihnen am Herzen liegt. Das ist eine ganz besondere Ausstrahlung, die dabei rüberkommt. Ich fühle dabei sehr viel Entzückung. Nur so kann man etwas Wertvolles weitergeben.

Mein Promotionswunsch besteht schon länger, aber als er geboren wurde, habe ich sehr stark an meinen Fähigkeiten gezweifelt und manchmal auch an dem Wunsch. Dabei kommen rückwirkend schon mal Gedanken auf, ob ich den Weg ebenerdiger hätte vorbereiten können, wäre ich früh genug klar gewesen in dem, was ich will. Das sind unangenehme Ärgernisse, die trotzdem nicht dazu führen, dass ich die Zeit zurückdrehen und alles besser machen kann.
Das gehört einfach auch ganz schnell überwunden. Es führt zu nichts. Ich bin auch relativ jenseits des gesellschaftlichen Solls.

Maike
Everything that you are is always easy to find. (Abraham)
Benutzeravatar
Maike
 
Beiträge: 394
Registriert: 10.2012
Geschlecht: nicht angegeben


Zurück zu "Erfahrungsaustausch"


 

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

web tracker