Abschieds-Liebes-Brief

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Abschieds-Liebes-Brief

Beitragvon Saskaya » 25. Mär 2011, 00:40

Ihr lieben Alle,
ich habe in den letzten drei Stunden einen letzten Brief an meine Freundin geschrieben. Ich werde ihn ihr auf den Tisch legen, während sie nicht da ist und die Schlüssel dort lassen.

Der Schreibprozess war sehr langsam...es ging tief und ich hatte ein ganz intensives Gefühl des Schwingungen-loslassens. Ich bin ganz erfüllt davon und ich würde diese Erfahrung gern mit euch teilen.

ich wurde stark von diesem Abraham-Audiomitschnitt inspriert she left her husband

Wer also meinen Abschiedsbrief (mein Gefühl sagt mir: aus Source-Energy-Sicht) lesen möchte:
(in Klammern habe ich kurz kommentiert, was in mir geschah)



Meine Liebste,

du liest nun diesen Brief, den ich schrieb, weil ich nicht mehr ertrage wie wir miteinander umgehen. Ich befürchtete, wenn wir nun hier voreinander stünden, wir würden uns nur noch mehr hinein manövrieren in dieses große, erschreckende, schmerzende Ding, das wir geschaffen haben.
Vielleicht interessiert es dich nicht, was ich dir von Herzen noch sagen möchte…vielleicht doch…ich weiß jetzt, ich darf es nicht versuchen zu beeinflussen. So bitte nimm dir aus diesen Zeilen, was immer du möchtest und sei dir bewusst, es kommt aus meinem tiefsten Inneren.
((immer wieder Tränenfälle….ich nicke liebend und beruhigend in mich hinein…ich weiß alles darf sein…irgendwann spüre ich: ja, ich lasse hiermit meinen Schmerz los))

Ich will dort sein, wo mein Wohlgefühl wirbelt. Und ich hatte nicht die Selbstdisziplin dorthin zu gelangen, während ich mit dir zusammen war.
Ich weiß jetzt, dass ich in mein Wohlgefühl…mein „ich“…mein „sein“ nur kommen kann, wenn ich meine Aufmerksamkeit trainiere mich nach innen zu richten… auch während ich mit anderen zusammen bin. Der Gegenstand meiner Aufmerksamkeit, egal was es ist, bestimmt mein Gefühl…und somit eben auch, ob ich in meinem Wohlgefühl sein kann.

Du bist so groß und wichtig für mich, dass ich dir mehr Anteile meiner Aufmerksamkeit schenkte, als mir selbst. Und während ich das tat, hast du mich, ohne es zu wollen, in eine Schwingung trainiert, die mich von mir selbst trennte. Und ich liebe dich sehr.
Ich habe mir viel Zeit für Versuche genommen, mich trotz allem selbst zu finden, dachte, ich müsste es nur weiter und intensiver versuchen.
Aber ich war quasi aus mir selbst herausgefallen. Wenn ich ein paar Tage zu Hause war, schaffte ich es wieder, die zu sein, die ich bin. Die zu fühlen, die ich bin.
Kam ich dann zurück zu dir, purzelte ich wieder aus mir heraus, weil ich meine Aufmerksamkeit zu sehr auf dich richtete. Ich kann nicht „ich“ und gleichzeitig „nicht ich“ sein.

Nun verstehe ich, dass ich Raum zwischen uns schaffen muss. Mehr wegen meines Selbstdisziplin Problems, als wegen irgendwas anderem. Ich muss Raum zwischen uns schaffen, sodass ich mich wieder zurücktrainieren kann, mit der in Einklang zu kommen, die ich bin.
Ich möchte dir erzählen, wer ich mich erinnere zu „sein“ und wer ich denke, dass ich bin und wer ich sein will.
Ich liebe leben und ich fühle mich gut mit mir und ich wache morgens auf und ich liebe es am leben und wach zu sein. Und ich möchte über erfreuliche Dinge sprechen und ich möchte das Beste in anderen sehen und ich möchte mich mit allem wohlfühlen, egal was oder wem auch immer ich meine Aufmerksamkeit schenke. Natürlich ist nicht alles auf den ersten Blick wundervoll, aber es gibt immer eine schönere Sicht auf die Dinge, als man manchmal denkt. Und es fällt mir leicht, Aspekte zu finden, die schöner und positiver sind.

So möchte ich mich fühlen…jeden Tag… und inzwischen kann ich es wieder besser. Doch je länger wir zusammen waren, desto weniger schaffte ich es mit mir selbst verbunden zu sein, um all die schönen Dinge zu sehen und zu erleben.
Irgendwann wurde es zum Kampf für mich und dieser Kampf hat alles Leben einfach aus mir heraus gesaugt.
Letztendlich war es für mich – und das wird sich jetzt sicher für dich dramatisch anhören, aber letztlich war es wie mich für „Leben“ oder "dich" zu entscheiden…..und es tut mir so Leid für dieses „uns“……… aber ich will lebendig sein und ich will mich großartig fühlen.

Und so stehe ich hier…allein in deiner Küche, sehe mich um und weiß, du wirst deinen Weg gehen. Ich kann spüren, wie sich hier bald alles verändert und wie der frische Wind weht. Aus tiefster Seele wünsche ich dir das Allerbeste, du hast es so sehr verdient. In meinem Herz wird immer Liebe für dich sein.

((Lautes schluchzen dringt aus meiner Kehle. Das Herz schlägt mir bis zum Hals…
Ja ich lasse sie gehen………ich lasse sie ziehen und den für sie richtigen Weg finden zu all der Freude, die sie ist. Und ich nehme die Verantwortung für mich zurück. Ich finde den Weg, der richtig ist für mich))





ich fühle mich ganz erfüllt und ruhig und werde dem noch ein bischen nachsinnen. Seid herzlich gegrüßt.

Saskaya
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Re: Abschieds-Liebes-Brief

Beitragvon Sonrisa » 25. Mär 2011, 14:09

Hallo Saskaya,

das ist was sehr Privates und Intimes, das du hier preisgibst. Das will ich nicht stören. Ich glaube, du hast den Brief eigentlich an dich selbst adressiert ... :ros:

Liebe Grüße,
Pamelina
Sonrisa
 

Re: Abschieds-Liebes-Brief

Beitragvon Salome » 26. Mär 2011, 21:45

Liebe Saskaya,

Du hast Dir und Deiner Freundin einen liebevoll, befreienden Brief geschrieben.
Danke, dass ich ihn hier lesen durfte.

Wenn es mir am Ende eines gemeinsamen Weges gelingt, dem scheidenden Partner einen guten Platz in
meinem Herzen zu geben, kann ich mich, nach einer kleinen Weile, wieder mit Freude an das Schöne das war erinnern.

Sei jetzt besonders liebevoll mit Dir selbst, und hab bald wieder Freude an dem Schönen das war und noch auf Dich wartet.

Herzliche Grüße

Salome :lieb:
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