Abrahamlehre vs. Psychotherapie

Hier ist Raum für eigene Erfahrungen mit der Abraham-Lehre

Abrahamlehre vs. Psychotherapie

Beitragvon backagain » 30. Aug 2015, 09:34

Liebe Loa und alle anderen

Ich antworte auf Deinen letzten Beitrag im anderen thread mal an dieser Stelle. Konkret auf diesen Ausschnitt:

backagain hat geschrieben: Die Löcher, die zu stopfen sind, sind in mir drin. Es sind zum Glück keine gigantisch großen. Aber sie sind da.


lawofattraction hat geschrieben:Es gibt keine Löcher zu stopfen - Du bist nicht durchlöchert wie ein alter Socken, den man reparieren muss. Das ist die wichtigste Information, die Abraham uns geben konnten. Wir sind gut so, sind in Ordnung und sind heil und wertvoll genau so, wie wir sind. Es sind nur unsere verqueren Gedanken, dass irgend ein Geschehen der Vergangenheit uns so in Mitleidenschaft ziehen könne, dass wir reparaturbedürftig sind.


Ich denke, das ist ein ganz wichtiger Punkt über den es sich zu reden lohnt.

Auch viele Therapeuten vermitteln, dass wir ein unzerstörbares, heiles Wesen haben, tief in uns, von dem wir Kraft bekommen - das wir "sind".

Aber in vielen therapeutischen Ansätzen gibt es auch das "Ich", das mit diesem Wesen verbunden ist, aber etwas anderes darstellt.

Viele psychische Störungen gehen - laut zahlreicher therapeutischer Ansätze - mit einer sogenannten Ich-Schwäche einher. Diese taucht bei Abraham nicht auf.

Ich-Schwäche meint, nicht genau zu wissen, wer man ist. Nicht genau zu wissen, was man will. An sich zu zweifeln. Ein gestörtes Selbstwertgefühl zu haben. Nicht authentisch zu sein. Seine Gefühle nicht zu kennen... Usw. usf . - man kann das ergooglen.

Ich finde dieses Konzept sehr hilfreich. Allerdings bin ich davon nur noch sehr bedingt betroffen und kann damit halbwegs entspannt umgehen. Problematisch finde ich es, wenn Menschen von diesen "Symptomen" - man mag das, was dahinter steckt, nun nennen, wie man will - betroffen sind ohne das klar zu erkennen.

Denn dann kommen sie mit Abraham - behaupte ich - nicht weiter. Sie wissen dann nicht, was ihr eigener Wille ist.
Aufgrund fehlenden Kontaktes zu ihren Gefühlen können sie mit den Abraham-Methoden nicht allzu viel erreichen. Bestenfalls die berühmte rosa Sauce.

Klar - Du kannst nun sagen, dass das auch Glaubenssätze sind. Aber ich habe die Wahrheit dieses Konzepts für mich erlebt. Ich wusste lange nicht, wer ich war. Wohin ich wollte. Was ich wirklich will. Ich grenzte mich nicht klar ab - nur dann in der Explosion. Usw....
(Jetzt finde ich es sehr beschwingend zu sagen: Los, raus ihr tiefsten Wünsche. Ihr dürft. :gvibes: )

Deswegen hilft mir auch der Gedanke von zu stopfenden Löchern. (Der Sockenvergleich allerdings nicht :clown: ).

Aber ich verbessere ihn vielleicht: Es gilt nicht, Löcher zu stopfen, sondern die Verbindung von meinem ich zu meinen unzerstörbaren Wesen zu stärken.

Ich stelle mir das gerade vor wie so ein goldfarbenes Fluidum, das langsam in mich einströmt und da heilt, wo - ja - wo noch Löcher sind. Und zwar so, dass nicht Flicken entstehen, sondern ein wunderbares, aktives, im Hier und Jetzt anwesendes Ganzes, das ICH bin. :gvibes:

Je nach Problemlage kann es aber durchaus hilfreich sein, auch mal zu schauen, wo unsere Ängste, Zweifel usw. herkommen.
Ich für mich habe das schon früher getan und weiß es auswendig. Daher komme ich hier mit Abraham und der Konzentration rein auf mich und meine Schwingung sehr gut weiter.

Aber sofern jemand noch wenig Erfahrung mit "Sich" hat frage ich mich, ob Abrahams Ansatz nicht sogar irreführend sein kann. Weil man sich dann ein Versagen (bei mir klappt das nicht mit dem Manifestieren, mit den guten Gefühlen usw....) noch dazu selbst anlastet...

Das ist nun übrigens ein ganz neutraler Diskussionsthread :clown:
Ich bin auf weitere Meinungen dazu sehr gespannt.

b.
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Re: Abrahamlehre vs. Psychotherapie

Beitragvon lawofattraction » 30. Aug 2015, 10:19




Liebe Backagain, dear All,

das sind interessante Gedanken, und ich schreibe mal, was ich so spontan beim Lesen dachte.

Die Abraham-Lehre ist keine Mainstream-Lehre, ohne mit einer solchen Behauptung nun klassifizieren oder gar diskriminieren zu wollen. Das heisst, die meisten Menschen, die sich dieser Information zuwenden, sind Leute, die sich bereits in Selbstreflexion geübt haben und in einem gewissen Masse auch verstehen, was warum in ihnen vorgeht. Abraham zu verstehen und sich mit der Lehre auseinander zu setzen erfordert eine gewisse Bewusstheit und die Bereitschaft, über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen, um auch ungewohnte Konzepte als möglich in Betracht zu ziehen. Das das nicht für die grosse Masse der Fall sein kann, ist offensichtlich.

backagain hat geschrieben:Ich-Schwäche meint, nicht genau zu wissen, wer man ist. Nicht genau zu wissen, was man will. An sich zu zweifeln. Ein gestörtes Selbstwertgefühl zu haben. Nicht authentisch zu sein. Seine Gefühle nicht zu kennen...


Dies clasht deshalb mit Abraham, da sie uns lehren, dass wir niemals nicht ganz sind, als perfekt geboren werden und auch sterben. Wir, damit meinen sie den physischen Teil von uns plus den nicht-physischen. Der Ansatz ist also ein ganz anderer, da er spirituelle Annahmen beinhaltet, die die Psychologie nicht (zwangsläufig) hat.

Persönlich glaube ich, dass viele psychologischen Ansätze eine grosse Verunsicherung hervorrufen. Wenn wir von unserem Ich sprechen, so ist das unsere Identität und damit etwas, was uns als Mensch ausmacht und dem wir nicht "entrinnen" können. Es ist das Ergebnis kumulativ gelebter Zeit, die uns auf irgend eine Weise geformt hat, ist das, was uns ausmacht. Gibt es irgendwelche Störungen, so greift eine solche Klassifizierung tief in die Identität ein und verunsichert und hinterlässt oft die Angst, dass dieses einmal Geformte sich nicht verändern lässt.

Ich finde Richtungen der Psychologie so viel hilfreicher, die eben nicht auf dieser Ebene operieren, sondern Probleme in die Ecke der Verhaltensweisen stellen, die gewisse Lebensereignisse und vor allem unsere Denkweise hervor gebracht haben. Ich spreche hier explizit nicht von paranoiden oder schizoiden Persönlichkeitsstörungen. Verhalten aber ist etwas, was wir temporär ausüben und daher auch veränderbar. Da setzen ja auch Abraham an. Sie sagen uns ja, dass das Verändern der Gedanken und Gefühle auch ein verändertes Selbstgefühl nach sich zieht und da unser Weg langgehen kann. Ein Psychotherapeut kann also durchaus auf diesem Weg helfen, mit den Gefühlen in Kontakt zu kommen und sie zu verändern helfen.

backagain hat geschrieben:Aber ich verbessere ihn vielleicht: Es gilt nicht, Löcher zu stopfen, sondern die Verbindung von meinem ich zu meinen unzerstörbaren Wesen zu stärken.


Genau da ist ja der Ansatz der Abraham-Lehre, auch wenn sie es anders nennen. Dieses unzerstörbare Wesen, sie nennen es Inner Being, ist Teil unserer Selbst und als ständiger Fixpol unserer Wertigkeit in uns. Ich kann mich erinnern, wie erleichtert und unendlich beeindruckt und befreit ich war, als ich diese Gedanken der Wertigkeit rein durch unser Sein verstanden und verinnerlicht habe. Es war wie ein Öffnen von Schleusen, um überhaupt zu der zu finden, die ich bin.

backagain hat geschrieben:Aber sofern jemand noch wenig Erfahrung mit "Sich" hat frage ich mich, ob Abrahams Ansatz nicht sogar irreführend sein kann. Weil man sich dann ein Versagen (bei mir klappt das nicht mit dem Manifestieren, mit den guten Gefühlen usw....) noch dazu selbst anlastet...


"You never get it done und you never get it wrong" ist eine weitere Grundfeste der Lehre. Wir dürfen Fehler machen - es ist sogar unvermeidbar -, wobei nach ihren Erklärungen Fehler als solche nicht einmal existieren, sondern ganz einfach Entscheidungen sind, die in dem Moment nicht zu einem erwünschten Ergebnis geführt haben. Und es gibt unzählige neue Versuche, die ein erwünschtes Ergebnis im Verlauf immer weiter verfeinern. Selbst also diese Zeiten von Nicht-Erfolg tragen etwas Positives in sich.

Abraham sagen auch, dass niemand uns so hart kritisiert wie wir selbst. Und betonen daher auch immer wieder, dass es diesen unseren Teil des nicht-physischen Inner Being gibt, der an uns glaubt, uns liebt und immer und ewig liebevoll auf uns schaut, ohne jemals von dieser Linie abzuweichen.

Es gäbe noch viel zu sagen, und ich bin gespannt auf weitere Meinungen.

Lieben Gruss - und danke für das spannende Thema
Loa


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Re: Abrahamlehre vs. Psychotherapie

Beitragvon Klara » 30. Aug 2015, 10:23

Hi Backagain,
wieso eigentlich Abraham VS. Psychotherapie?

Ich persönlich habe im Lauf meines Studiums, bei Praktika usw. viele, viele Parallelen zur Abrahamlehre erkennen können.
Geh in eine Depressionsgruppentherapie in der Psychiatrie, wo die Patienten lernen, ihren Fokus auf die guten Dinge zu lernen. Üben, üben, üben bis zum umfallen: in der Runde überlegen und erklären, was heute gut gelaufen ist, welches Essen besonders gut geschmeckt hat, was einem selbst gut gelungen ist, wer freundlich zu einem war usw.usf.
Depressionen gehen ja oft einher mit "Persönlichkeitsstörungen" wie Du sie ansprichst, wenn man es denn so nennen will....Übersetzt in die Abe Lehre würde ich diese "ich - Schwäche" von der Du sprichst, sagen, dass diese Menschen es nicht gelernt haben, auf ihre Gefühle zu hören, ihnen nicht zu vertrauen, vielen ist die Wahrnehmung abgesprochen worden (dem Alkoholiker Kind, das genau spürt, dass was schief läuft, wird eingeredet, dass doch alles i.O. ist usw. usf.).
Dann kann man, wie es Abe ja auch sagen, üben üben und nochmals üben an Kleinigkeiten: schmeckt mir heute Tee besser oder Kaffee z.B.
Ich sehe wenn dann, eher das Problem in der Selbstwirksamkeitserwartung. Und auch da kann man in einer Therapie gute Fortschritte erzielen. Abe sagen ja auch, dass eine bewusste Realitätsgestaltung nicht möglich ist, wenn man gar nicht daran glaubt, dass man gutes verdient hat, dass man etwas schaffen kann usw. !!!! (Also, ist Glaubenssatzarbeit angesagt).
Wenn sich also jmd., wie von Dir angenommen, mit Abe beschäftigt, der eine "Ich-Schwäche" hat, dann muss der ja nicht im stillen Kämmerlein sitzen und vor sich hin manifestieren, sondern ein erster Schritt könnte bspw, absolut Loa-konform, die erste Manifestation eine Idee sein, eine Therapie zu machen, wo man genau diese Basics lernt: mit seinen Gefühlen umzugehen, Wertschätzung lernen usw.
Einzig die Psychoanalyse finde ich nicht unbedingt loa-konform...aber auch da kommt es schlicht und einfach drauf an, zu welchem Therapeuten man geht.
Also, was ich sagen will: Auch jmd. mit einer "ich-Schwäche" kann lernen, hier und jetzt, sich gutes zu tun: ein Bad nehmen, Spaziergang machen usw. usf.
Außerdem ist es ja nicht so, dass die einzig wahren Manifestationen das Auto, das Haus, das Boot usw. sind, sondern eben auch bspw. einen therapeuten zu finden, der einem hilft, ein besseres Glücks-Zufriedensheits-Niveau zu erreichen. In Verbindung mit der Abe Lehre, dürfte das Leben dann schon um einiges angenehmer laufen.
Ich glaube, wir können das so gar nicht diskutieren, weil ich es erstens nicht gut finde, das stört mich schon immer an der Psychologie, in Kategorien aufzuteilen und weil jeder, der viell. in dieses Raster fällt, ganz individuell damit umgeht.
Es ist ja auch eine Manifestation, wenn jmd. überhaupt mit der Abe Lehre in Kontakt kommt. Also gehe ich davon aus, dass derjenige auch bereit dafür sein wird, in irgendeiner Form damit umzugehen, bzw. lernen wird damit umzugehen.

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Re: Abrahamlehre vs. Psychotherapie

Beitragvon Maike » 30. Aug 2015, 12:30

Hallo Backagain,

backagain hat geschrieben:
Klar - Du kannst nun sagen, dass das auch Glaubenssätze sind. Aber ich habe die Wahrheit dieses Konzepts für mich erlebt. Ich wusste lange nicht, wer ich war. Wohin ich wollte. Was ich wirklich will. Ich grenzte mich nicht klar ab - nur dann in der Explosion. Usw....


Es sind auch Glaubenssätze aufgrund derer du erfahren hast, was du geglaubt hast. Die Basis aller unserer Erfahrungen, die wir machen, sind unsere Glaubenssätze. Es läuft nicht andersherum. In Bezug auf Therapien und deren Grundannahmen bedeutet dies auch, dass mir meine Glaubenssätze die therapeutischen Ansätze bringen, die mit meinen GS kohärent sind. Oder auch anders gesagt: wir finden das Ei, welches wir selber versteckt haben.

Wenn ich glaube, dass etwas an mir repariert werden muss, werde ich auch entsprechende Ansätze und Menschen finden, die mir das bestätigen. Dass jemand, der solche GS beherbergt, dann trotzdem auf Abraham oder andere Lehren stößt, die diese Grundannahme, dass jemand repariert werden muss, nicht teilen, zeigt, dass wir nicht nur einen einzigen GS haben, sondern sehr viele, die möglicherweise auf den ersten Blick sogar konfligieren.

Ein kleiner Schlenker: Ich habe sehr gute Erfahrungen mit systemischer Aufstellungsarbeit gemacht. Das Wichtigste bei allen Ansätzen, Verfahren und Methoden erscheint mir dennoch, dass wir an deren Wirkung und Erfolg glauben oder zumindest auf Lösung ausgerichtet sind.
Das bedeutet, dass wir innerhalb unseres Glaubenssatzsystems auf das treffen werden, das unsere GS bestätigt. Insofern findet auch jede Therapierichtung (etc.) ihre Abnehmer und Befürworter.
Ich glaube, dass selbst eine Aufstellung von den GS des Aufstellenden und des Aufstellungsleiter geformt wird. Auch hier ist nichts außerhalb von uns.

Für mich ist wichtig, dass ich mich - und das bedeutet meine GS - so gut kennenlerne, dass ich meine Erfahrungen als meine eigenen Schöpfungen begreifen kann und ich fühlen kann, was für mich in diesem Augenblick das richtige ist und ggf. mich neu ausrichte.

Liebe Grüße
Maike
Zuletzt geändert von Maike am 30. Aug 2015, 12:55, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Abrahamlehre vs. Psychotherapie

Beitragvon lawofattraction » 30. Aug 2015, 12:36




Sehr schöner Beitrag, liebe Maike. :five:



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Re: Abrahamlehre vs. Psychotherapie

Beitragvon backagain » 30. Aug 2015, 12:44

Hallo Klara (und alle anderen natürlich!)

Erstmal Glückwunsch zur Segelmanifestation!!!! Tolle Geschichte! :stimmt:

...

Über das "vs." bin ich hinterher auch gestolpert. Ich finde natürlich, dass hier eine Ergänzung am Sinnvollsten ist. Das ist ja genau meine Meinung.

Andererseits sehe ich in genau dem Punkt "Ich-Schwäche" doch einen Gegensatz.
Denn der eine Ansatz sagt - mehr oder weniger: Sowas gibt's nicht.
Der anderen sagt: Das gibt's und genau da muss man als allererstes ansetzen.

Das hat ganz unterschiedliche Konsequenzen. (Auch wenn das teilweise verwischt, weil Abraham auf akute Probleme schon auch eingehen und andererseits ein verhaltenstherapeutischer Ansatz auch nicht unbedingt in der Vergangenheit rumwühlt.)

Aber es hat zum Beispiel die Konsequenz, dass Abraham einem die volle Verantwortung von Anfang an übertragen.
Wohingegen man, sobald man ein schwächelndes Ich erkennt, auch erstmal sagen kann: Ok, das und das geht grad überhaupt nicht. (Kann man bei Abraham auch - Fall aus dem Flugzeug beispielsweise...aber der Grundtenor ist ein anderer.)

Klara hat geschrieben:Dann kann man, wie es Abe ja auch sagen, üben üben und nochmals üben an Kleinigkeiten: schmeckt mir heute Tee besser oder Kaffee z.B.


Das sind genau die Übungen, die für mich vom Wesentlichen ablenken und das sogar zudecken - können.
Es ist für mich die Wiederholung dessen, dass dir andere vorschreiben, wie du zu fühlen hast.( Für mich wohlgemerkt! Meine Brille, meine Interpretation.)

Und das hat auch mit eigener Erfahrung zu tun. Ich litt von etwa 1989 bis 1996 an Depressionen und fühlte mich oft hundeelend. Aber, als halbwegs disziplinierter Mensch, hatte ich deswegen auch noch ein schlechtes Gewissen und dachte ständig: Aber schaumal...dein Kaffe schmeckt doch so lecker, das Wetter ist doch so schön, dies und das ist doch toll - du darfst gar nicht deprimiert sein.

Die letzte Tage haben mich an diese depressive Zeit erinnert - deswegen wohl auch dieses Thema. Aber zum Glück aus einer Perspektive heraus, in der ich schon viele viele Male die Erfahrung auch von Alignment gemacht hatte. Und mit einem großen Wissen um Zusammenhänge, das ich damals nicht hatte. Also konnte ich mir diesmal quasi von außen zusehen.

Und als ich damals verstanden hatte, woher diese Leere und dieses Gefühl von Sinnlosigkeit kamen, war für mich genau das die große Befreiung. Plötzlich wurde mir klar: Die Welt ist nicht leer und sinnlos. Sondern in Dir drin sieht es so aus. Und: Das darf es!!! Dafür kannst du nix. Dat is normal!

Du darfst Dir eine Pause gönnen. Und dann kannst du es langsam anfüllen - langsam du selbst werden...

Das war, nach dem ständigen Gelaber des inneren Kritikers, für mich eine ganz große Erleichterung.

Aber wenn nun jemand noch nicht in der Lage ist, Zusammenhänge zu verstehen....dann kann Abraham leicht selbst zur kritischen Stimme mutieren. Auf eine ziemlich subtile Weise. Oder so bei einem ankommen.

Du sagst, wer bei Abraham landet, wird für Abraham auch offen sein. Und so ist es ja auch.
Aber die Verantwortung kann auch als große Bürde empfunden werden. (Wobei ich sie nie so empfunden habe - ich frage mich, warum das jetzt gerade mein Problem ist. :oops: )

Klara hat geschrieben:Auch jmd. mit einer "ich-Schwäche" kann lernen, hier und jetzt, sich gutes zu tun: ein Bad nehmen, Spaziergang machen usw. usf.


Das ist Rosa Sauce. Und berührt mich deswegen so sehr, weil ich selbst so oft versucht habe, existenzielle Gefühle mit einem schönen Bad zu klären. Das geht gar nicht... (bei mir! :clown: )

Klara hat geschrieben:Außerdem ist es ja nicht so, dass die einzig wahren Manifestationen das Auto, das Haus, das Boot usw. sind, sondern eben auch bspw. einen therapeuten zu finden, der einem hilft, ein besseres Glücks-Zufriedensheits-Niveau zu erreichen. In Verbindung mit der Abe Lehre, dürfte das Leben dann schon um einiges angenehmer laufen.
.

Genau. Das finde ich auch!!!

Und noch zu Loas Beitrag:

Interessant finde ich, dass genau das, was für Dich, Loa, die große Befreiung dargestellt hat:

lawofattraction hat geschrieben:Ich kann mich erinnern, wie erleichtert und unendlich beeindruckt und befreit ich war, als ich diese Gedanken der Wertigkeit rein durch unser Sein verstanden und verinnerlicht habe. Es war wie ein Öffnen von Schleusen, um überhaupt zu der zu finden, die ich bin.


...genau das hat für mich eher Druck ausgeübt, als Erleichterung darzustellen. Weil - ich es nicht fühlen konnte. Und immer noch nicht so ganz fühlen kann - aber ich bin dabei. :-)
(Nein, Tatsache ist, das ist gar nicht mein eigentliches Ziel. Mein Ziel ist, meine eigenen Wünsche ganz klar zu fühlen und zu verwirklichen. Die berühmte Selbstwirksamkeit zu fühlen. Nicht nur Wertigkeit aus dem Sein heraus - das klappt bei mir nicht.)


Und im Gegensatz dazu hat mich das, was du, Loa, als oft beängstigend beschreibt, erleichtert:

lawofattraction hat geschrieben: Gibt es irgendwelche Störungen, so greift eine solche Klassifizierung tief in die Identität ein und verunsichert und hinterlässt oft die Angst, dass dieses einmal Geformte sich nicht verändern lässt.


Die Klassifikationen haben mich gerade erleichtert. Plötzlich ergab das Verhalten meiner Umgebung einen Sinn, plötzlich waren mir meine eigenen Gefühle klar, und plötzlich wusste ich: Hey - das MUSS nicht so sein. Ich kann da ja etwas verändern. Weil ich jetzt endlich weiß, wo ich ansetzen muss.

Und das kann ich mit Abrahams Methoden. Also: Mir lieferte die Psychologie die nötigen Erklärungen, und Abraham liefern die weitere Perspektive.

Soviel für jetzt....

Lieben Gruß und danke für die anregende Unterhaltung.
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Re: Abrahamlehre vs. Psychotherapie

Beitragvon backagain » 30. Aug 2015, 12:51

Oh Maike, gerade eben erst gesehen.
Aber jetzt bin ich leergeschrieben :-)

Bis später,

b.
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Re: Abrahamlehre vs. Psychotherapie

Beitragvon Klara » 30. Aug 2015, 14:00

backagain hat geschrieben:
Klara hat geschrieben:Dann kann man, wie es Abe ja auch sagen, üben üben und nochmals üben an Kleinigkeiten: schmeckt mir heute Tee besser oder Kaffee z.B.


Das sind genau die Übungen, die für mich vom Wesentlichen ablenken und das sogar zudecken - können.
Es ist für mich die Wiederholung dessen, dass dir andere vorschreiben, wie du zu fühlen hast.( Für mich wohlgemerkt! Meine Brille, meine Interpretation.)

Klara hat geschrieben:Auch jmd. mit einer "ich-Schwäche" kann lernen, hier und jetzt, sich gutes zu tun: ein Bad nehmen, Spaziergang machen usw. usf.


Das ist Rosa Sauce. Und berührt mich deswegen so sehr, weil ich selbst so oft versucht habe, existenzielle Gefühle mit einem schönen Bad zu klären. Das geht gar nicht... (bei mir! :clown: )



Hi Backagain,
da verstehe ich dich nicht ganz....das eine schließt doch das andere nicht aus?! Zumindest ich habe Menschen gesehen, die sowas eben gar nicht mehr genießen konnten, weil sie viel zu viel damit beschäfigt waren, an die großen Klumpen ihrer Vergangenheit heranzukommen und dadurch vergaßen, sich an Kleinigkeiten zu erfreuen. Sprich...du hinderst dich doch nicht daran, an die existenziellen Gefühle zu kommen, indem du dir den Rest der Zeit auf die Schliche kommst, welche Vorlieben du eigentlich hast, welches Essen Dir heute ganz besonders gut schmeckt etc. Oder hast du doch die Erfahrung so gemacht? Ab gesehen davon...sind das keine existenziellen Gefühle? Sich zu freuen, wenn der Kaffee (oder iiiiirgendwas anderes halt) heute besonders gut schmeckt?
Ich musste bei deinem ersten Post an den Film "Die Braut die sich nicht traut" denken...Wenn ich mich recht erinnere, passt sie ihren Frühstückseiergeschmack immer an die jeweilis aktuellen Partner an. Bis sie irgendwann mal ganz allein in der Küche steht und sich jede erdenkliche Frühstückseikombination zukommen lässt um erstmal herauszufinden, welches eigentlich *ihr* ureigener Geschmack ist.
Und teils stimme ich Dir zu, da ich ja auch (sh. mein Berufskrisenthread) bei ganz "schweren" Themen die Erfahrung gemacht habe, dass noch soviel Ablenkung und Hundestreicheln nichts hilft um bei einem gewissen Thema weiter zu kommen. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass, je mehr ich mich gut um mich selbst kümmere, also sprich, diese Sachen mache bzw. herausfinde, dir mir guttun, ich tatsächlich andere Gedanken zu einem besonders schweren Brockenthema erhalte. Also mir zuträglichere, positivere Gedanken. (übrigens hab ich da heute ein Zitat gelesen, soll wohl aus einer Autowerbung stammen: "Lebensfreude stärkt unsere Stärken und
schwächt unsere Schwächen." Ja, ich weiß, jetzt schreibst Du mir dann bestimmt, ja, aber wenn man depressiv ist, hat man keine Lebensfreue :clown: )
Aber das Thema hier ist ja Abe/Psychotherapie...und da ist meine Meinung nach wie vor, dass viele Richtungen meiner Meinung nach durchaus mit Abe stimmig sind. Unser Supervisor hat seine Patienten ständig in die Eigenverantwortung genommen (ja, wenn du dich beklagst, dass man nicht liebevoll genug in der Kindheit mit dir umgegangen ist, dann ist es nun umso mehr deine Aufgabe dir zu sagen: dann gehe ich selbst jetzt ganz besonders liebevoll mit mir um, koche mir das Schönste essen usw. Und wenn dann wieder jemand mit "Ja, aber...." kam, immer wieder die Erklärung, dass dieses immer wieder geübte Denken nicht zuträglich ist. Dass man neue "Gehirnstraßen" bilden muss und diese einüben, bis man auf diesen neu gebildeten Gehirnautobahnen recht störungsfrei fahren kann. Dass das anstrengend ist, jawoll. Is so.
Ich glaube, es ist vieles so viel einfacher als man denkt. Die Erfahrung die ich gemacht habe beim zuguggen und mitarbeiten, war, dass die Menschen, denen es wirklich äußerst schlecht ging, wahninnig komplizierte Gedankenkonstruktionen hatten und es oft gar nicht glauben konnten, was ihnen da gesagt wird. (was es übrigens ganz besonders anstrengend macht mit diesen Menschen zu arbeiten). Und auch der Widerstand, aus dem Opfersein rauszukommen. Einer sagte mal total wütend: "Ich muss jetzt die Suppe auslöffeln, die ich mir gar nicht selbst eingebrockt habe"...Und ich glaube, er traf damit einen Punkt, da viele so fühlen...Das Gefühl zu haben, was reparieren zu müssen, was einem die Eltern oder sonstwer angetan zu haben, obwohl es so gesehen gar nichts zu reparieren gibt.
Klara


p.s: was ich noch vergessen habe zu schreiben: ich stimme Dir, Loa, aber durchaus zu, dass die Psychologie viele verunsichert. Teil hat mir das Abe Wissen während des Studiums unglaublich geholfen und ich war immer sehr erfreut, wenn ich vieles entdeckt habe, was meiner Meinung nach total stimmig war. Dann wieder gab und gibt es Theorien bzw. Einstellungen der Psychologie mit denen ich schon während des Studiums mit Hintergrund des Abe Wissens die schlimmsten Konflikte durchlitten habe...Weil für mich Abe das nonplusultra darstellen und ich dann Sachen lernen musste, denen ich nicht zustimmen konnte im Hinblick auf Abe.
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Re: Abrahamlehre vs. Psychotherapie

Beitragvon shaoli » 30. Aug 2015, 15:01

Hallo liebe backagain,


backagain hat geschrieben:Interessant finde ich, dass genau das, was für Dich, Loa, die große Befreiung dargestellt hat:

lawofattraction hat geschrieben:
Ich kann mich erinnern, wie erleichtert und unendlich beeindruckt und befreit ich war, als ich diese Gedanken der Wertigkeit rein durch unser Sein verstanden und verinnerlicht habe. Es war wie ein Öffnen von Schleusen, um überhaupt zu der zu finden, die ich bin.



...genau das hat für mich eher Druck ausgeübt, als Erleichterung darzustellen. Weil - ich es nicht fühlen konnte. Und immer noch nicht so ganz fühlen kann - aber ich bin dabei. :-)
(Nein, Tatsache ist, das ist gar nicht mein eigentliches Ziel. Mein Ziel ist, meine eigenen Wünsche ganz klar zu fühlen und zu verwirklichen. Die berühmte Selbstwirksamkeit zu fühlen. Nicht nur Wertigkeit aus dem Sein heraus - das klappt bei mir nicht.)


Siehst du da keinen Zusammenhang zwischen dem, was du im anderen Thread darüber geschrieben
hast, dass deine Mutter Menschen nur aufgrund ihrer Leistungen anerkennt, bzw. sie über deine
ihr Selbstwertgefühl poliert hat ?

backagain hat geschrieben:Die Klassifikationen haben mich gerade erleichtert. Plötzlich ergab das Verhalten meiner Umgebung einen Sinn, plötzlich waren mir meine eigenen Gefühle klar, und plötzlich wusste ich: Hey - das MUSS nicht so sein. Ich kann da ja etwas verändern. Weil ich jetzt endlich weiß, wo ich ansetzen muss.


Meine Brille ist, ich finde es immer ein bißchen kritisch, fremde Erfahrungswerte, und das
sind auch die eines Therapeuten, auf mein Empfinden zu übertragen, besonders in den
Punkten, in denen ich nicht weiß, wer ich bin oder was ich will. Ich finde mich in vielen
psychologischen Ansätzen zwar durchaus wieder, aber damit ist es (für mich) nie getan
gewesen, zum einen, weil kein psychologischer Ansatz alle Facetten meiner meiner Gefühle (
aus der Vergangenheit), meiner Erfahrung und meiner Persönlichkeit umfasst. Die
Persönlichkeit ist für mich das, was aufgrund einer Fantastillion Glaubenssätze, die
oft in der Kindheit wurzeln, Gedanken an alles, was sie nicht beweisen kann, über Bord
wirft, weil ohne Beweis nicht schlüssig ist, ob ein Gedanke "richtig" oder "falsch" ist.
Dazu gehört auch die Anerkennung einer nicht-physischen Ebene, einer nicht-physischen
Verbindung zu einem nicht-physischen Teil meines Ichs.

Zum anderen, weil der Blick auf das Verhalten meiner Umgebung zwar oft Erkennen
brachte, wie alles zusammenhängt, aber das hat mir langfristig nichts genützt, denn
eigentlich fühlt sich jeder Gedanke an andere trennend an, oder anders ausgedrückt,
er zieht weitere Gedanken an andere an, wo es eigentlich um die Erlangung von
Selbstkenntnis gehen sollte.

backagain hat geschrieben:Und als ich damals verstanden hatte, woher diese Leere und dieses Gefühl von Sinnlosigkeit kamen, war für mich genau das die große Befreiung. Plötzlich wurde mir klar: Die Welt ist nicht leer und sinnlos. Sondern in Dir drin sieht es so aus. Und: Das darf es!!! Dafür kannst du nix. Dat is normal!

Du darfst Dir eine Pause gönnen. Und dann kannst du es langsam anfüllen - langsam du selbst werden...

Das war, nach dem ständigen Gelaber des inneren Kritikers, für mich eine ganz große Erleichterung.


Das verstehe ich aus eigener Erfahrung heraus, würde heute aber sagen, dass dieser Weg ein
Umweg war, nämlich mal wieder der über die Vergangenheit und dem (früherem) Verhalten anderer als
Erklärung und Rechtfertigung für mein nicht-wohlfühlen.

backagain hat geschrieben:Auch viele Therapeuten vermitteln, dass wir ein unzerstörbares, heiles Wesen haben, tief in uns, von dem wir Kraft bekommen - das wir "sind".

Aber in vielen therapeutischen Ansätzen gibt es auch das "Ich", das mit diesem Wesen verbunden ist, aber etwas anderes darstellt.

Viele psychische Störungen gehen - laut zahlreicher therapeutischer Ansätze - mit einer sogenannten Ich-Schwäche einher. Diese taucht bei Abraham nicht auf.

Ich-Schwäche meint, nicht genau zu wissen, wer man ist. Nicht genau zu wissen, was man will. An sich zu zweifeln. Ein gestörtes Selbstwertgefühl zu haben. Nicht authentisch zu sein. Seine Gefühle nicht zu kennen... Usw. usf . - man kann das ergooglen.

Ich finde dieses Konzept sehr hilfreich. Allerdings bin ich davon nur noch sehr bedingt betroffen und kann damit halbwegs entspannt umgehen. Problematisch finde ich es, wenn Menschen von diesen "Symptomen" - man mag das, was dahinter steckt, nun nennen, wie man will - betroffen sind ohne das klar zu erkennen.

Denn dann kommen sie mit Abraham - behaupte ich - nicht weiter. Sie wissen dann nicht, was ihr eigener Wille ist.
Aufgrund fehlenden Kontaktes zu ihren Gefühlen können sie mit den Abraham-Methoden nicht allzu viel erreichen. Bestenfalls die berühmte rosa Sauce.


Wenn jemand es nicht erkennt, dann fühlt er sich im Recht mit seiner inneren Haltung, die
Verantwortung für seine innere und äußere Realität nach Außen abzuwälzen und wird gar nicht
den Wunsch haben, etwas ändern zu wollen und/oder mit keiner Methode weiterkommen.


Mit dieser "Störung" geht oft ein gewisser Opportunismus einher, also die Angewohnheit,
immer der Meinung/der Person zuzustimmen, die einem gerade die größte Zustimmung/den
größten Vorteil sichert. Umso weniger bereit man ist, zuzulassen, dass andere Menschen einem
die Zustimmung verweigern, desto weniger nimmt man sich wahr. Und hält damit eine
Schwingung aufrecht, die anderen erlaubt, auf einem herumzutrampeln. Oft stimmen wir ja
den Menschen zu, von denen wir uns als Belohnung etwas wünschen, nämlich verändertes Verhalten.
Wenn wir ihnen aber zustimmen, warum sollten sie sich dann ändern ?

Ich würde sagen, wenn jemand seine Gefühle nicht erkennt, dann hat er sich abhängig von
Gefühlen gemacht, die in der Vergangenheit entstanden sind, denn wir fühlen immer
etwas. Eine Therapie, aber auch jede andere Heilmethode, kann eine gute Möglichkeit
sein, diese Gefühle "herauszuziehen", ich habe es tatsächlich allein mit Abraham und
einigen anderen Lehrern "gemacht " , weil ich das Gefühl hatte, es ist besser, wenn ich alle
anderen draußen lasse. Ich werde argwöhnisch, wenn jemand meint, er wisse, was gut für
mich ist, denn das Vertrauen darauf, dass andere (meine Eltern) wissen, was gut für
mich ist, wie ich bin, was ich zu tun habe ... hat mich ja von meinen eigenen
Gefühlen getrennt. Deshalb kann ich Abraham als nicht-physische Lehrer besser
annehmen, wohingegen andere Menschen das Gefühl haben, mit einem Therapeuten,
der auch ein Mensch ist und auf Bewährtes zurückgreift, weit bessere Ergebnisse
erzielen zu können.

Zu sagen, dass man/gewisse Personengruppen allein mit Abraham nicht weiterkommen
oder bestenfalls nur rosa Sauce produzieren können, halte ich, wie in der Diskussion mit
Viereichen für daneben.

Liebe Grüße
shaoli
Wo der Gedanke ist, da ist der Denkende.
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Re: Abrahamlehre vs. Psychotherapie

Beitragvon Maike » 30. Aug 2015, 15:09

Hallo Klara,

Klara hat geschrieben:Und teils stimme ich Dir zu, da ich ja auch (sh. mein Berufskrisenthread) bei ganz "schweren" Themen die Erfahrung gemacht habe, dass noch soviel Ablenkung und Hundestreicheln nichts hilft um bei einem gewissen Thema weiter zu kommen. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass, je mehr ich mich gut um mich selbst kümmere, also sprich, diese Sachen mache bzw. herausfinde, dir mir guttun, ich tatsächlich andere Gedanken zu einem besonders schweren Brockenthema erhalte. Also mir zuträglichere, positivere Gedanken


Der Sinn der Ablenkungen durch das Streicheln eines Tieres, durch Schlafen, Essen kochen oder was auch immer, ist - so verstehe ich es - all die positiven Gedanken und GS zu entdecken, die wir auch haben. Seth empfiehlt, dass wenn wir schon die Vergangenheit abgrasen, doch wenigstens nach Erfahrungen Ausschau zu halten, die positiv waren. Wer sich beispielsweise ungeliebt fühlt, wird trotzdem Erfahrungen finden können, die mit Zuneigung und Zuwendung verbunden waren. Dies zeigt uns auch die Mannigfaltigkeit unseres Wesen und dass wir keineswegs selber eine Einbahnstraße sind. Seit ich Seth lese, ist mir übrigens auch noch sehr viel klarer geworden, wie essentiell es ist, aufkommende Gefühle zu fühlen, weil uns das ermöglicht, die dahinterliegenden, auslösenden GS aufzudecken. Und manche Gefühle mögen einen im ersten Augenblick derart überrollen, dass es durchaus Sinn macht, sich durch Ablenkung an die eigene Vielfalt zu erinnern.

Klara hat geschrieben:Das Gefühl zu haben, was reparieren zu müssen, was einem die Eltern oder sonstwer angetan zu haben, obwohl es so gesehen gar nichts zu reparieren gibt.


Genau. Mir immer wieder klarzumachen, dass ich wirklich ausnahmslos (!) alles erschaffe, erfüllt mich in letzter Zeit mit Faszination und Staunen. Und in manchen Momenten, in denen nicht so erfreuliche Dinge passieren, fällt es mir ungleich schwerer, mein Schöpfertum anzuerkennen. :clown: Da will ich einfach nur wüten und Schuld zuweisen.
Aber allgemein erfahre ich es so, dass ich viel schneller in meine eigene Kraft zurückfinde, seit ich zunehmend mehr anerkenne, dass ich ohne Ausnahme Schöpfer meiner Umstände bin - inklusive ungeliebter Mitmenschen.

Der medizinische und therapeutische Bereich ist, wie alles, von unzähligen Glaubenssätzen durchdrungen und wird erst dadurch überhaupt erschaffen und aufrechterhalten. Darunter sind viele Glaubenssätze, die als solche gar nicht erst enttarnt, sondern als naturgegeben hingenommen werden.

Liebe Grüße
Maike
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Re: Abrahamlehre vs. Psychotherapie

Beitragvon Klara » 30. Aug 2015, 17:51

Maike hat geschrieben:Hallo Maike,

Klara hat geschrieben:Und teils stimme ich Dir zu, da ich ja auch (sh. mein Berufskrisenthread) bei ganz "schweren" Themen die Erfahrung gemacht habe, dass noch soviel Ablenkung und Hundestreicheln nichts hilft um bei einem gewissen Thema weiter zu kommen. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass, je mehr ich mich gut um mich selbst kümmere, also sprich, diese Sachen mache bzw. herausfinde, dir mir guttun, ich tatsächlich andere Gedanken zu einem besonders schweren Brockenthema erhalte. Also mir zuträglichere, positivere Gedanken


Der Sinn der Ablenkungen durch das Streicheln eines Tieres, durch Schlafen, Essen kochen oder was auch immer, ist - so verstehe ich es - all die positiven Gedanken und GS zu entdecken, die wir auch haben. Seth empfiehlt, dass wenn wir schon die Vergangenheit abgrasen, doch wenigstens nach Erfahrungen Ausschau zu halten, die positiv waren. Wer sich beispielsweise ungeliebt fühlt, wird trotzdem Erfahrungen finden können, die mit Zuneigung und Zuwendung verbunden waren.



Ja, ich persönlich halte ja auch Ablenkung und der Blick auf das was mir guttut, auch wenn es nichts mit dem Thema zu tun hat, *nicht* für rosa Sauce, das wollte ich ja deutlich machen, als backagain schrieb, für sie sei das rosa Sauce!
Ich habe es lediglich dadurch ergänzt, eben ohne zu wissen, was backagain jetzt genau damit meint (weshalb das für sie rosa Sauce ist), dass es ihr vielleicht um die Glaubenssätze/Einstellungen/Gefühle zu einem speziellen Thema geht...Deshalb fügte ich hinzu, dass ich eben denke, dass zu einem bestimmten Thema durchaus Glaubenssatzarbeit/Gefühlsarbeit notwendig ist. Wie das bei mir eben war/ist bei meiner beruflichen Situation.
Wie gesagt, bin ich der Meinung, dass sich Ablenkung, der Blick aufs Gutes, Wohltuendes und dann der Blick auf schwere Themen sich in keinster Weise ausschließen. Im Gegenteil: das schwere Thema kann ja bereichert werden durch Dinge die ich tue und genieße, dir mir Wohlgefühl verschaffen und sei's der Kaffee...weil ich dann ja Zugang zu besseren Gedanken zum Thema habe. Dass das vielleicht nicht bei jedem Thema ausreichen mag...okay (ich glaube, das meint backagain?) Und wenn's halt nicht der Kaffee ist, dann ist eben was anderes. DAs ist ja unsere Aufgabe, dies herauszufinden...Was tut mir gut? Womit fühl ich mich wohl?
Beim Thema Familie/Kindheit meine ich manchmal festzustellen, dass viele Menschen eben glauben, dass da herumgerührt werden muss, bis ins Kleinste nachgedacht und zu den Wurzeln seiner Kindheit gehen zu müssen um dann endlich....?! ja, was? gut leben zukönnen? frei zu sein? Aber das ist ja ein Trugschluß. Die Fähigkeit, den Blick da komplett auch abwenden zu können und sich um mich selbst zu kümmern und mein Wohlgefühl mit KLeinigkeiten bestimmen zu können, gehört für mich zum Freiwerden unabdingbar dazu.

So, ich bin jetzt erstmal raus aus dem Thema :lieb:
Viele Grüße, Klara

Klara
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Re: Abrahamlehre vs. Psychotherapie

Beitragvon Maike » 30. Aug 2015, 18:04

Hallo Klara,

mein Beitrag war als Ergänzung gedacht, nicht als Korrektur deines Beitrages.

Liebe Grüße
Maike
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Re: Abrahamlehre vs. Psychotherapie

Beitragvon backagain » 30. Aug 2015, 18:12

Hui - so viele Beiträge...

Klara hat geschrieben:da verstehe ich dich nicht ganz....das eine schließt doch das andere nicht aus?! Zumindest ich habe Menschen gesehen, die sowas eben gar nicht mehr genießen konnten, weil sie viel zu viel damit beschäfigt waren, an die großen Klumpen ihrer Vergangenheit heranzukommen und dadurch vergaßen, sich an Kleinigkeiten zu erfreuen. Sprich...du hinderst dich doch nicht daran, an die existenziellen Gefühle zu kommen, indem du dir den Rest der Zeit auf die Schliche kommst, welche Vorlieben du eigentlich hast, welches Essen Dir heute ganz besonders gut schmeckt etc. Oder hast du doch die Erfahrung so gemacht? Ab gesehen davon...sind das keine existenziellen Gefühle? Sich zu freuen, wenn der Kaffee (oder iiiiirgendwas anderes halt) heute besonders gut schmeckt?


Klar, Klara, du hast recht, dass das eine das andere überhaupt nicht ausschließt. Was ich meine ist ja auch nicht, dass man sich nichts Gutes tun sollte. Ganz im Gegenteil! (Gerade trinke ich leckeren Tee :clown: )
Ich finde es nur irreführend zu vermitteln: Du musst nur immer gut zu Dir sein - dann geht alles andere ganz leicht.

Klara hat geschrieben:"Lebensfreude stärkt unsere Stärken und
schwächt unsere Schwächen." Ja, ich weiß, jetzt schreibst Du mir dann bestimmt, ja, aber wenn man depressiv ist, hat man keine Lebensfreue :clown:


Kann ich jetzt ja nicht mehr schreiben, wo du's schon geschrieben hast. :mrgreen: Aber nein - ich habe das auch damals erlebt. Ich erinnere mich noch an einen Discoabend (schonmal völlig absurd - ich ging nie in die Disco, aber da schleppte mich eine Freundin mit) , und ich vergaß alles und kam tierisch gut drauf. Wie gesagt: Natürlich haben wir auch einen Spielraum. Und manchmal sind es ganze Lebensabschnitte, in denen alles soweit gut läuft, weil genügend Ablenkung da ist. Aber (da isses wieder, das kleine aber...)...aber.

Klara hat geschrieben: Dass man neue "Gehirnstraßen" bilden muss und diese einüben, bis man auf diesen neu gebildeten Gehirnautobahnen recht störungsfrei fahren kann. Dass das anstrengend ist, jawoll. Is so.


Schöner Vergleich. Und ja. Is so. Und ich setze noch einen oben drauf - als Musikerin.
Da ist man ja das Üben sowas von gewöhnt. Aber - man muss auch richtig üben. Es gibt sehr zwanghaftes Üben. (Boah, jetzt echt, 10 Stunden und egal, ob die Sehnen schmerzen, und morgen wieder, Und ich zwinge mich dazu. ... Nur leider hat mir keiner gesagt, dass ich dabei so verkrampft am Instrument sitze - weil die Grundhaltung nicht stimmt - dass dat alles nix bringt. Also nicht wirklich was.)

So - aber das tun ja Abraham auch wirklich nicht. Ganz ganz im Gegenteil - man wird hier zum inspirierten Handeln animiert. Ja - aber das ist dann auch schon wieder so ein Punkt, der tückischer ist als er klingt. Hab ich nämlich die Verbindung zu meinem IB nicht gut ausgebaut - fehlt die Inspiration. Nicht immer und überall - aber an manchen Stellen halt doch.

Und da helfen dann meineserachtens psychotherapeutische Ansätze. (Ich hab nicht unbedingt von Therapie gesprochen, Shaoli. Ich hab auch noch nie eine gemacht. :clown: )
Also - mir helfen sie. Mehr sage ich ja gar nicht.


Klara hat geschrieben:Und auch der Widerstand, aus dem Opfersein rauszukommen. Einer sagte mal total wütend: "Ich muss jetzt die Suppe auslöffeln, die ich mir gar nicht selbst eingebrockt habe"...Und ich glaube, er traf damit einen Punkt, da viele so fühlen...Das Gefühl zu haben, was reparieren zu müssen, was einem die Eltern oder sonstwer angetan zu haben, obwohl es so gesehen gar nichts zu reparieren gibt.


Jetzt verstehe ich Dein Problem mit Deinem Studium. :clown: Aber ich schweife jetzt nicht ab.

Ja, klar, auch das kenne ich. Und ich finde es auch sehr anstrengend.
Ich meinte ja etwas anderes: Die Erkenntnis und Einsicht nutzen. Nicht, um eine Suppe auszulöffeln, sondern um .... ....und an dieser Stelle stockte ihr der Schreibfluss.

Ach ja, genau...jetzt habe ich meinen Punkt wieder.

...um Druck rauszunehmen. Um mit sich selbst und anderen freundlich und geduldig umzugehen.

Also, ich habe festgestellt, dass Menschen aus der "Es-gibt-nichts-zu-reparieren"-Haltung heraus manchmal nach meinem Empfinden sehr daran arbeiten, sich das immer wieder zu beweisen. Und sie können zum Beispiel Kritik nur schwer aushalten oder vertragen es nicht, dass andere eine andere Meinung vertreten.
Sie verteidigen ihren Standpunkt sehr vehement....

Ich fahre mit meiner "Ich -hab-ein-bisschen-einen-an-der-Waffel" - Haltung eigentlich sehr gut. Weil ich mir damit jeglichen "Fehler" freundlich verzeihe.

Nach Abraham gibt's keine Fehler, die zu verzeihen wären. Ist auch schön - aber ich erlebe es halt anders.
Ich erlebe es so, dass Handlungen, die aus dem Alignment erfolgen, fehlerlos sind. Aber dass kompensatorische Handlungen durchaus - fehlerhaft - sein können. Fehlerhaft im Sinne: Es gäbe auch die alignte Variante, und mit der könnten alle besser leben.

Aber das führt jetzt wirklich in eine andere Diskussion, die wir (also loa und ich...) hier auch schonmal vor ein paar Jahren hatten...ich hör damit mal lieber auf.

Schönen Abend! :ros:

b.
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Re: Abrahamlehre vs. Psychotherapie

Beitragvon Klara » 30. Aug 2015, 18:15

Über das unten (sh. Zitat) bin ich jetzt gerade noch gestolpert, das hatte ich vorhin irgendwie überlesen :shock:


backagain hat geschrieben:Aber, als halbwegs disziplinierter Mensch, hatte ich deswegen auch noch ein schlechtes Gewissen und dachte ständig: Aber schaumal...dein Kaffe schmeckt doch so lecker, das Wetter ist doch so schön, dies und das ist doch toll - du darfst gar nicht deprimiert sein.

(Nein, Tatsache ist, das ist gar nicht mein eigentliches Ziel. Mein Ziel ist, meine eigenen Wünsche ganz klar zu fühlen und zu verwirklichen. Die berühmte Selbstwirksamkeit zu fühlen. Nicht nur Wertigkeit aus dem Sein heraus - das klappt bei mir nicht.)



Zu dem mit dem Kaffee fällt mir noch ein: so wie du das oben schreibst, ist das in der Tat rosa Sauce :mrgreen: das klingt nicht so, als hättest du das von deinem Empfinden, Geschmackssinn usw. wirklich so empfunden und bist wertfrei in das Geschmackserlebnis eingetaucht, sondern als wäre da der innere Kritiker angesprungen. Und das wiederum ist ja gar nicht Abe-konform. Sich zu kritisieren, dass du dich doch jetzt wohlfühlen müsstest, weil der Kaffee schmeckt, obwohl du momentan auf den verdammten Kaffee sch***** :P

Und zum Ziele verwirklichen...DAS ist doch total Abe...und absolut verständlich! Deshalb bist du, ich und alle anderen Menschen hier auf der Welt: um unsere Ziele hörbar, erfahrbar, ertastbar und erfühlbar hier in diesem Leben zu manifestieren!!!!

Vielleicht kommen die Verwirrungen auf, weil die Abe Lehre nicht wirklich verstanden wurde? Das ist ja schon ein längerer Prozess das alles zu verstehen, ein lebenslanger..nicht nur theoretisch, sondern wirklich angewandt an sein eigenes Leben. Viell. deshalb diese Irritationen und die Überlegung, dass Menschen mit "Ich-Schwäche" :mrgreen: verunsichert sein könnten durch Abe?

:pfeif: so, aber jetzt ..... :five:
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Re: Abrahamlehre vs. Psychotherapie

Beitragvon Klara » 30. Aug 2015, 18:19

Maike hat geschrieben:Hallo Klara,

mein Beitrag war als Ergänzung gedacht, nicht als Korrektur deines Beitrages.

Liebe Grüße
Maike


:five: :hug:

Das war jetzt auch wieder das Loa...ich verrate euch mal ein Geheimnis :mrgreen: Ich mag überhaupt keine Diskussionen, weil ich da die Missverständnis Gefahr immer so hoch einschätze (im Geschriebenen). Und ich dachte erst, dass ich mich missverständlich ausgedrückt habe..so hab ich deinen Beitrag interpretiert. Heieiei!!!! Sorry! :stimmt:
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Re: Abrahamlehre vs. Psychotherapie

Beitragvon backagain » 30. Aug 2015, 18:49

shaoli hat geschrieben:Hallo liebe backagain,

backagain hat geschrieben:Interessant finde ich, dass genau das, was für Dich, Loa, die große Befreiung dargestellt hat:

lawofattraction hat geschrieben:
Ich kann mich erinnern, wie erleichtert und unendlich beeindruckt und befreit ich war, als ich diese Gedanken der Wertigkeit rein durch unser Sein verstanden und verinnerlicht habe. Es war wie ein Öffnen von Schleusen, um überhaupt zu der zu finden, die ich bin.


...genau das hat für mich eher Druck ausgeübt, als Erleichterung darzustellen. Weil - ich es nicht fühlen konnte. Und immer noch nicht so ganz fühlen kann - aber ich bin dabei. :-)
(Nein, Tatsache ist, das ist gar nicht mein eigentliches Ziel. Mein Ziel ist, meine eigenen Wünsche ganz klar zu fühlen und zu verwirklichen. Die berühmte Selbstwirksamkeit zu fühlen. Nicht nur Wertigkeit aus dem Sein heraus - das klappt bei mir nicht.)


Siehst du da keinen Zusammenhang zwischen dem, was du im anderen Thread darüber geschrieben
hast, dass deine Mutter Menschen nur aufgrund ihrer Leistungen anerkennt, bzw. sie über deine
ihr Selbstwertgefühl poliert hat ?


Ja, klingt so, ne? Aber nein, ich meine mit Selbstwirksamkeit etwas anderes.
Wenn ich meine Gefühle betrachte, dann fühle ich mich mal klein, mal groß. Mal in die Ecke gedrängt, mal frei. Mal merke ich, ich werde gesehen, ich kann meine Umwelt gestalten - mal habe ich den Eindruck, ich werde gestaltet.

Es ist dieses Gefühl - die Gewissheit - gestalten zu können. Gestalten zu können ohne dabei andere einzuschränken. Etwas bewirken zu können. Nicht ausgeliefert zu sein.

Manifestationen gehören auch dazu. Aber letztlich ist das Ergebnis wurscht. Es ist das Gefühl, das ich meine. Maike nannte es "meine Stärke".....das bedeutet, glaub ich, das Gleiche.

Und "Wertigkeit" bedeutet für loa vermutlich auch genau das gleiche - dämmert mir jetzt. Aber "Wert" ist für mich weniger dynamisch. Und etwas, das den Vergleich braucht oder irgendwie impliziert. "Wert" gibt es nur vor dem Hintergrund von weniger Wert - in unserem üblichen Sprachgebrauch. Aber vor allem ist es das Dynamische, das mir an der Wirksamkeit gefällt. "Antrieb" wäre auch noch ein Wort...oder auch "Lebensfreude". :-)


.
shaoli hat geschrieben:Zum anderen, weil der Blick auf das Verhalten meiner Umgebung zwar oft Erkennen
brachte, wie alles zusammenhängt, aber das hat mir langfristig nichts genützt, denn
eigentlich fühlt sich jeder Gedanke an andere trennend an, oder anders ausgedrückt,
er zieht weitere Gedanken an andere an, wo es eigentlich um die Erlangung von
Selbstkenntnis gehen sollte.


Klar. Unter anderem deswegen hatte ich im anderen thread ja keine Lust mehr, nach Außen zu gucken. Sondern auf mich. Aber ich kann da gar nicht so arg trennen.

Für mich wirken ähnliche Mechanismen überall in der Welt. Verstehe ich die anderen, verstehe ich auch mich (in Teilen natürlich nur....und nur kleine Teilaspekte ihres oder meines Verhaltens...)

An dieser Stelle mache ich Schluss - ich muss jetzt los.

Lieben Gruß,

b.
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Re: Abrahamlehre vs. Psychotherapie

Beitragvon backagain » 30. Aug 2015, 18:52

Klara hat geschrieben:Über das unten (sh. Zitat) bin ich jetzt gerade noch gestolpert, das hatte ich vorhin irgendwie überlesen :shock:


backagain: (Nein, Tatsache ist, das ist gar nicht mein eigentliches Ziel. Mein Ziel ist, meine eigenen Wünsche ganz klar zu fühlen und zu verwirklichen. Die berühmte Selbstwirksamkeit zu fühlen. Nicht nur Wertigkeit aus dem Sein heraus - das klappt bei mir nicht.)



Klara hat geschrieben: Und zum Ziele verwirklichen...DAS ist doch total Abe...und absolut verständlich! Deshalb bist du, ich und alle anderen Menschen hier auf der Welt: um unsere Ziele hörbar, erfahrbar, ertastbar und erfühlbar hier in diesem Leben zu manifestieren!!!!


Ich sag ja auch nicht, dass das nicht Abe wäre. :mrgreen: Ich mag die ja auch, sonst wär ich ja nicht hier.
Das war nur ein kleiner Schlenker.
Aber vielleicht gibts doch einen Unterschied zwischen Wertigkeit (was auch Abe ist) und Selbstwirksamkeit....
Vielleicht ist er aber auch unwichtig.

Schönen Abend!

b.
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Re: Abrahamlehre vs. Psychotherapie

Beitragvon shaoli » 30. Aug 2015, 20:09

Hallo noch einmal,

backagain hat geschrieben:Ich finde es nur irreführend zu vermitteln: Du musst nur immer gut zu Dir sein - dann geht alles andere ganz leicht.


Möglicherweise stehe ich etwas auf dem Schlauch, aber was soll denn leichter gegen, wenn man nicht gut zu
sich selber ist ?

backagain hat geschrieben:Und da helfen dann meineserachtens psychotherapeutische Ansätze. (Ich hab nicht unbedingt von Therapie gesprochen, Shaoli. Ich hab auch noch nie eine gemacht. :clown: )
Also - mir helfen sie. Mehr sage ich ja gar nicht.


Dachte ich auch nicht. Ich bezog mich hierauf:

backagain hat geschrieben:Aber sofern jemand noch wenig Erfahrung mit "Sich" hat frage ich mich, ob Abrahams Ansatz nicht sogar irreführend sein kann. Weil man sich dann ein Versagen (bei mir klappt das nicht mit dem Manifestieren, mit den guten Gefühlen usw....) noch dazu selbst anlastet...


backagain hat geschrieben:Denn dann kommen sie mit Abraham - behaupte ich - nicht weiter. Sie wissen dann nicht, was ihr eigener Wille ist.
Aufgrund fehlenden Kontaktes zu ihren Gefühlen können sie mit den Abraham-Methoden nicht allzu viel erreichen. Bestenfalls die berühmte rosa Sauce.


Ich habe Abraham immer als einen Weg gesehen, in Kontakt zu meinen Gefühlen zu kommen. Ich lese gar nichts
anderes heraus als "komm in Kontakt mit deinen Gefühlen und verstehe, wie du deine Realität erschaffst ".
Wobei ich da auch meine Widerstände hatte, speziell beim Elternthema.

backagain hat geschrieben:Also, ich habe festgestellt, dass Menschen aus der "Es-gibt-nichts-zu-reparieren"-Haltung heraus manchmal nach meinem Empfinden sehr daran arbeiten, sich das immer wieder zu beweisen. Und sie können zum Beispiel Kritik nur schwer aushalten oder vertragen es nicht, dass andere eine andere Meinung vertreten.
Sie verteidigen ihren Standpunkt sehr vehement....


Für mein Empfinden sind es oft Menschen, die viele Jahre mit vielen Ansätzen versucht haben,
sich, ihre Gefühle, ihr Leben... zu reparieren und auch Abraham nicht sofort geglaubt haben,
dass es nichts zu reparieren gibt. Für die meisten, die diese Meinung vertreten, war es wahrscheinlich
ein Prozeß in vielen kleinen Schritten, der mit dem Gefühl, dass es nichts zu reparieren gibt,
noch nicht abgeschlossen ist. Ich bin wirklich froh und dankbar, hier Menschen getroffen zu
haben, die das immer wieder mit ihren eigenen Worten und Erfahrungen beschrieben haben,
das hat mich bei der Stange gehalten.

backagain hat geschrieben:Ich fahre mit meiner "Ich -hab-ein-bisschen-einen-an-der-Waffel" - Haltung eigentlich sehr gut. Weil ich mir damit jeglichen "Fehler" freundlich verzeihe.


Den Eindruck habe ich auch :clown: .



backagain hat geschrieben:Für mich wirken ähnliche Mechanismen überall in der Welt. Verstehe ich die anderen, verstehe ich auch mich (in Teilen natürlich nur....und nur kleine Teilaspekte ihres oder meines Verhaltens...)



Ich sehe es umgekehrt - verstehe ich mich, welche Gedanken und Gefühle ich in Schwingung umwandele,
verstehe ich, warum die anderen mir so begegnen, wie sie mir begegnen, das wollte ich mit dem
Absatz ausdrücken. Wenn ich über andere nachdenke, bin ich (oft) nicht mit mir verbunden.

Dir auch einen schönen Abend,
shaoli
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Re: Abrahamlehre vs. Psychotherapie

Beitragvon lawofattraction » 31. Aug 2015, 07:48





Guten Morgen, Ihr Lieben, liebe Backagain,

nach dieser langen höchst interessanten Diskussion stelle ich fest, dass es ausgesprochen schwer ist über etwas zu sprechen, wenn manche Punkte der Abraham-Lehre nur unvollständig abgespeichert sind. Das fordert dann natürlich zu Zweifeln und der Suche nach alternativen Wegen heraus, um für sich Lösungen zu finden. Wobei ich durchaus der Abraham-Lehre keinen Ausschliesslichkeitsanspruch für Lösungen unterstelle. Um aber für etwas zu sein, muss man sich nicht gegen etwas anderes stellen.

Ich will darauf aber nicht weiter eingehen, lediglich noch diesen Gedankenanstoss geben: Wir können nichts lernen, gegen das wir Widerstand haben, auch wenn es nur gegen einen Teil des Prinzips ist. Ich kenne das von mir selbst, dass ich einfach nicht das verstehen kann, wogegen ich einen Vorbehalt habe.

Die Abrahamlehre ist so ein Rundumpaket - wenn Du einen Bestandteil davon ablehnst, schwächst Du die Basis für weiteres Verständnis, da alle Punkte ineinandergreifen. Ich habe schon oft betont, dass ohne das Akzeptieren der spirituellen Komponente die Lehre nur einfach in die der Wünsche-Literatur eingeordnet werden muss. Zwar kann auch die Manifestationserfolge bescheren, die dann aber eher auf dem Default-Prinzip beruhen und darüberhinaus kein umfassendes Verständnis unserer wahren Existenz als Ausdehnung des Nicht-Physischen bescheren.

Als einzigen Punkt möchte ich noch den der Wertigkeit aufgreifen: Wertigkeit ist etwas, was wir vom Moment der Geburt haben, mitgebracht aus dem Nicht-Physischen auf die Erde als integralen Teil dieses Menschenspiels. Ein Neugeborenes hat Wertigkeit dadurch, dass es nun auch in der Physis existiert. Seine Wertigkeit besteht also rein in seinem Sein, ohne dass es einen anderen Eindruck als sein Erscheinen gemacht hat und wird sie, egal was im Leben geschieht, auch niemals verlieren.

Dieser Wertigkeit durch Existenz stellst Du eine "Wertigkeit", eine Selbstwirksamkeit entgegen, die erst langsam im Laufe des Lebens aufgebaut wird und gelebtes Leben und Erfahrungen fordert, um als solche zufriedenstellend zu sein. Das ist ein ganz erheblicher Unterschied.

Ich stelle wieder einmal fest, dass eine Abraham-Lehre ohne den Glauben an sie als Lebens-Philosophie einfach keinen Bestand hat. Denn auf ihrer Gesamtheit, bei der ein Rädchen in das andere greift, was überhaupt erst Verständnis ermöglicht, fusst die ganze Lehre. Denn die Stärke dieser Lehre - angefangen bei der Geburt und aufgehört beim Sterben - und allem vor und nach und zwischen diesen beiden Ereignissen - ist das Wissen, wer wir als physisch/nicht-physische Wesen wirklich sind.

Lieben Gruss
Loa



*Resistance means feeling Singular instead of Plural* Abraham


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Re: Abrahamlehre vs. Psychotherapie

Beitragvon Molly » 12. Nov 2015, 21:49

backagain hat geschrieben:
shaoli hat geschrieben:Wenn ich meine Gefühle betrachte, dann fühle ich mich mal klein, mal groß. Mal in die Ecke gedrängt, mal frei.


Hallo backagain,

ich habe diesen Satz mal stellvertretend zitiert für einen Punkt, der mir in deinen Beiträgen in diesem Thread aufgefallen ist.
Ich glaube es ist wichtig zu verstehen, dass du nicht dein Gefühl bist. Und nicht dein Gedanke. Du bist mehr als Gefühle und Gedanken. Es geht bei Abraham ja auch darum, wie man seine Gefühle und Gedanken gestalten und lenken kann. Das Ziel in dem Bereich ist nicht Gefühle zu haben - sondern sich besser zu fühlen. Positive Gefühle zu erleben.
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Re: Abrahamlehre vs. Psychotherapie

Beitragvon backagain » 13. Nov 2015, 11:29

Hallo Molly

Danke für Deine Antwort.

Aber weißt du....ich habe in den letzten Wochen wirklich festgestellt, dass Abraham nicht mein Weg ist.
Es gibt Vieles, was mir gefällt. Aber im Endeffekt ist es nicht meins. Ich müsste dafür zu Vieles uminterpretieren. Und dann brauch ich's auch nicht mehr so zu nennen.

Ich lese hier aus guter alter Gewohnheit noch mit. Aber abgesehen davon bin ich mal weg. Und gehe andere Wege.
Hauptsächlich geht's darum, dass für mich viel mehr Sinn im Miteinander - im Fokus aufs Miteinander - liegt.
Ich bin müde, alleine meine Gefühle hochzuhalten. Ich bin glücklich, wenn ich mich als Teil einer Gemeinschaft erlebe und fühle.
Und wenn ich darauf fokussiere.

Lieben Gruß,

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