Zitat vom 24.5.

Die Lehren Abrahams gechannelt von Esther Hicks

Zitat vom 24.5.

Beitragvon Beautiful Mind » 25. Mai 2013, 22:33

Guten Abend zusammen,

das Zitat von gestern gibt mir zu denken:

Wir würden uns nie in das Handeln begeben, während wir negative Emotionen erleben. Viele Menschen möchten Euch jedoch etwas ganz anderes lehren. Sie sagen, Ihr müsst der Angst ins Gesicht sehen, um sie zu überkommen. Damit de-sensibilisieren sie sich aber in solchem Umfang, dass sie sich in Situationen begeben, in denen sie gar nicht mehr wissen, was eigentlich geschieht - und das Ende kommt dann sehr abrupt. Und dann sagen alle, dass sie tapfer sind.

Als Kind wollte ich vom 3-Meter-Brett ins Schwimmbad springen, aber ich hatte auch Angst davor, aber ich wollte es auch sehr gerne schaffen. Ich bin also mit meinem großen Bruder den Turm hoch gegangen und schaute vorsichtig runter, ich zögerte, ging dann vorsichtig auf das Brett. Mein Bruder stand neben mir und sagte: "Los, spring, es kann nichts passieren, du kannst das!" Und ich sprang runter und war stolz und glücklich. Diese Ausdehnung hätte ich nicht erfahren, wenn ich nicht so mutig gewesen wäre.

Derartige Beispiele gibt es viele im Leben, wo man etwas unbedingt machen möchte, man hat aber auch Angst davor. Wenn man die Angst dann überwindet und handelt, stellt man fest, dass man über sich hinaus gewachsen ist und das erreicht hat, was man sich gewünscht hat.

Deshalb verstehe ich das Zitat von Abraham nicht ganz. :nachdenk: Oder ist die Angst von denen sie sprechen eine andere als die, die ich selbst hatte? Waren die Situationen in meinem Leben eher von Unsicherheiten als von echter Angst geprägt? Wo liegt denn hier die Grenze? Wann ist eine Situation von wirklicher Angst besetzt, sodass ich lieber abwarte?

Wie versteht ihr das Zitat?

Liebe Grüße

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Re: Zitat vom 24.5.

Beitragvon Salome » 26. Mai 2013, 08:27

Liebe Beautiful Mind,

ich denke, dass Du Dir die Frage bereits beantwortest hast.

Was Du hattest, war wohl eher Unsicherheit als Angst. Ein Kind das Angst hat, würde nicht für Geld und gute Worte auch nur vom Beckenrand ins Wasser springen.

Beautiful Mind hat geschrieben:aber ich wollte es auch sehr gerne schaffen.


Hier liegt meiner Auffassung nach der alles entscheidende Unterschied.

Da ist etwas, dass ich noch nie gemacht habe, es reizt mich etwas Neues zu wagen, ich bin noch etwas unsicher, doch der Wunsch das Neue zu wagen ist stärker und so wage ich das Neue. :loveshower:

Beautiful Mind hat geschrieben:Wann ist eine Situation von wirklicher Angst besetzt, sodass ich lieber abwarte?


Ich kann den Unterschied besser fühlen, als dass ich ihn in Worte kleiden kann. Für mich liegt der feine, aber entscheidende Unterschied zwischen mutig und tapfer.

Liebe Grüße und einen schönen Sonntag
Salome
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Re: Zitat vom 24.5.

Beitragvon Maria » 26. Mai 2013, 11:49

Hallo liebe Beautiful Mind,

Salome hat sicher Recht damit, dass es weiter oben auf der emotionalen Leitskala lag, so dass Du so schnell wieder im positiven Bereich landen konntest.

Ich hatte gestern gerade eine Diskussion mit einem Freund über die emotionale Leitskala. Woher weiss man wo man jetzt genau steht? Wo ist der unterschied zwischen Furcht, Sorge, Zweifel, Irritation und Pessimismus? Das habe ich mich gerade zu Beginn oft gefragt.

Ich mache es mittlerweile daran fest wie stark sich das Gefühl im Körper anfühlt, wie schnell ich wieder im Positiven bin, wieviel Energie es mir raubt und ob ich mich zu sehr ins Detail verliere oder doch mehr im Allgemeinen bleibe.

Ich finde es bedarf einiger Übung sich innerlich zu orientieren. Ich hatte es im Lauf meines Lebens verlernt die Feinheiten in mir wahr zu nehmen oder auch nie gewusst welche Worte ich genau diesem Gefühl korrekt zuordnen sollte. Mittlerweise ist es schon viel besser, aber es tut mir gut das Thema von Zeit zu Zeit wieder auf zu nehmen und im Verlauf des Tages immer wieder eine Notiz darüber zu schreiben.

Herzliche Grüße

Maria
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Re: Zitat vom 24.5.

Beitragvon Salome » 26. Mai 2013, 12:42

Hallo Ihr Lieben,

ich glaube hierbei geht es darum, wie wir mit unserer Wahrnehmung umgehen und uns trauen dazu zu stehen.

Da ist jemand der Angst vor etwas hat, dem wird von allen Seiten geraten sich seiner Angst zu stellen und sich zu de – sensibilisieren, was er auch tut und am Ende eine glatte Bruchlandung hinlegt, wobei er dafür das „Lob“, tapfer gewesen zu sein, erntet.

Was wir machen, ist sensibler auf unsere Körpersprache zu achten und nicht uns zu auf Teufel komm raus zu de-sensibilisieren, unsere ureigenste Sensibilität mit blindem Aktionismus zu übertünchen.


Liebe Grüße
Salome
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Re: Zitat vom 24.5.

Beitragvon lawofattraction » 27. Mai 2013, 07:55




Wir würden uns nie in das Handeln begeben, während wir negative Emotionen erleben. Viele Menschen möchten Euch jedoch etwas ganz anderes lehren. Sie sagen, Ihr müsst der Angst ins Gesicht sehen, um sie zu überkommen. Damit de-sensibilisieren sie sich aber in solchem Umfang, dass sie sich in Situationen begeben, in denen sie gar nicht mehr wissen, was eigentlich geschieht - und das Ende kommt dann sehr abrupt. Und dann sagen alle, dass sie tapfer sind.

Guten Morgen, Ihr Lieben,

unter dem, was wir Angst nennen, fassen wir ja eine ganze Bandbreite unangenehmer Emotionen zusammen, die von Bedenken in Bezug auf den Ausgang einer Situation bis hin zu Empfindungen der Bedrohung des eigenen Lebens gehen können.

In Deinem Beispiel, liebe BM, denke ich, ist es ein wenig der Thrill "soll ich oder nicht?", ein Gefühl der Herausforderung und andererseits etwas Klammheit ob dessen, was da kommt und bisher ja weitgehend unbekannt ist. Es war ja auch ein Uplifter zur Seite, der vielleicht für Dich zuverlässig in Bezug auf seine Auskunft und eigene Erfahrung war und dem Du also trauen konntest. Der Schritt ins Ungewisse ist dann nur eine letzte kleine Hürde.

Ich vermute, dass das Zitat aus einem Kriegs-Kontext kommt. Dann wird die echte Angst um die eigene Existenz gerne verdrängt mit Argumenten wie Tapferkeit, Heldentum, Mut, Aktionismus - und auch blindem Gehorsam.

Abraham sprechen ja oft davon, dass wir uns so weit von unseren Gefühlen entfernt haben, dass wir sie gar nicht mehr differenziert wahrnehmen können. Dabei ist unser Leitsystem der Emotionen so einfach, einfacher gehts nicht: gut oder schlecht - angenehm oder unangenehm - Wohlgefühl oder Unwohlgefühl?

Liebe Grüsse
Loa



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Re: Zitat vom 24.5.

Beitragvon Beautiful Mind » 27. Mai 2013, 22:07

Hallo Salome, Maria und Loa,

vielen Dank für eure Antworten. :danke:

Ja, es geht wahrscheinlich wirklich darum, unserem inneren Leitsystem zu vertrauen. Aber dieses richtig wahrzunehmen finde ich manchmal gar nicht so einfach.

Es gibt ja wirklich Ängste, die halten uns in unserer "Komfortzone". Diese Ängste nicht zu überwinden bedeutet, dass uns nichts passieren kann, auf der anderen Seite halten sie aber auch von Ausdehnung fern. Ich meine, es ist doch wichtig, Ängste zu überwinden, sonst beherrschen sie uns.

Also, angenommen, ich möchte eine Rede vor 500 Menschen halten, ich habe das aber noch nie gemacht und ich weiß, dass ich beim Sprechen vor kleinen Gruppen schon kaum Luft bekomme vor Nervosität. :nachdenk: Vielleicht muss ich hier noch die Vision mit in meine Überlegungen einbeziehen... Ja, vielleicht wären die Vision und der Wille das zu schaffen die Uplifter, wie damals mein Bruder. Das sind womöglich die Komponenten, die das Wohlgefühl erzeugen und damit die Gefühle auf der Leitskala empor bringen, sodass die Angst keine Chance mehr hat.

Wenn ich mir allerdings vorstelle, dass die Regierung mich dazu zwingen wollte, als Soldat in einen Krieg zu ziehen - nein, diese Angst würde ich gar nicht überwinden wollen, diese Angst wäre meine Lebensrettung, mein untrügliches Leitsystem, das mir ganz klar zu ruft: "Halt, mach das nicht, das willst du nicht und das musst du nicht tun, lass das sein.!"

Oh ja, es gibt viele Nuancen der Angst. Meine Ängste sind eher Versagensängste, die ich unbedingt los werden möchte, denn sie sind irrational.

Dennoch glaube ich - und hier passt doch auch Abrahams Aussage wieder - dass auch solche Ängste nur langsam überwunden werden können. Um bei obigem Beispiel zu bleiben: wenn ich mich nun von heut auf morgen auf eine Bühne stellen würde, um vor 500 Menschen eine Rede halten zu wollen, in dem Glauben, mal eben so diese Ängste zu überwinden, wäre ich vermutlich wahnsinnig tapfer - aber auch ziemlich blamiert, weil ich kein Wort raus kriegen würde.

Also, sich den Ängsten zu stellen ist wichtig und richtig, wenn man dabei auf seine Emotionen achtet, die einem genau sagen, wie wohl oder unwohl die Sache sich anfühlt.

Herzlichen Dank nochmal für eure Anregungen, die mir sehr geholfen haben. Ich hatte nämlich beim Lesen des Zitats das Gefühl, Abraham meinen, dass man seine Ängste so lassen soll wie sie sind und sie nicht überwinden soll. Das hatte mich ziemlich verunsichert, aber nun weiß ich, wie es gemeint war.

Liebe Grüße

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Re: Zitat vom 24.5.

Beitragvon lawofattraction » 28. Mai 2013, 07:53

Beautiful Mind hat geschrieben:Ich hatte nämlich beim Lesen des Zitats das Gefühl, Abraham meinen, dass man seine Ängste so lassen soll wie sie sind und sie nicht überwinden soll. Das hatte mich ziemlich verunsichert, aber nun weiß ich, wie es gemeint war.


Hallo liebe BM,

Abraham geben so gut wie nie konkrete Ratschläge, welche Richtung wir einschlagen sollen und welche Entscheidungen wir treffen sollen.

Daher spricht dieses Zitat auch nur darüber, dass viele Menschen es verlernt haben, ihre Emotionen und Gefühle zu erkennen, da man ihnen das Unterdrücken der Angst mit den unterschiedlichsten Wert-Attributen schmackhaft gemacht hat, um zu rechtfertigen, dass es von Nutzen ist, nicht auf die Angst zu hören.

Mehr sagt das Zitat nicht; es gibt keine andere Empfehlung als die, auf die Gefühle zu achten und sie überhaupt erst einmal erkennen, statt uns zu de-sensibilisieren und den Kontakt mit unseren Emotionen zu verlieren. Das Erkennen der Gefühle ist überhaupt erst die Voraussetzung zu wissen, ob wir eine Vortex-Entscheidung treffen oder nicht.

Was wir nach dem Registrieren von Angst oder anderen unangenehmen Gefühlen zu tun beschliessen, ist eine reine Entscheidung unseres freien Willens und unbeeinflusst von jeglicher Wunschrichtung oder Empfehlung des Grossen Ganzen.

Lieben Gruss
Loa



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Re: Zitat vom 24.5.

Beitragvon lawofattraction » 28. Mai 2013, 08:03

Beautiful Mind hat geschrieben:Also, sich den Ängsten zu stellen ist wichtig und richtig, wenn man dabei auf seine Emotionen achtet, die einem genau sagen, wie wohl oder unwohl die Sache sich anfühlt.


"Sich seinen Ängsten stellen" fühlt sich für mich wie eine Out-of-Vortex-Entscheidung an. Da würden Abraham sicherlich raten, erst einmal die EGS raufzuklettern auf einen positiv empfundenen Fühlplatz, um dann zu überlegen, was man als Massnahme tun könnte, um in der Zukunft mit solchen Ängsten anders umzugehen.

Es geht im Prinzip ja immer darum, etwas nicht abzulehnen, da wir es dadurch nur noch stärker machen. Im Falle von Angst ist das Vorgehen also ihr Erkennen "da ist diese Angst" und das Generalisieren oder anderweitiges "Beschwichtigen", um später mit Abstand von der Situation und aus einem positiven Gefühlszustand heraus zu entscheiden, was getan werden kann, um Situationen solcher Art zu verändern und positiv zu erleben.

In der letzten Zeit hören wir ja immer mehr den Ausdruck Momentum. Von einem fahrenden Karren springt man besser nicht ab - und das Aufspringen in voller Fahrt ist meist auch nicht von Erfolg gekrönt. Daher erst einmal die Situationen abebben lassen und von einer positiven Fühlebene betrachten und dann mögliche Korrekturen vornehmen.



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Re: Zitat vom 24.5.

Beitragvon Beautiful Mind » 28. Mai 2013, 21:38

Danke, liebe Loa, auch für den neuen Workshop, den ich sehr tief gehend finde.

Ich bin leider so ein "Rezept-Typ", der genau wissen muss, wie das Gericht zu kochen ist, bzw. der eine genaue Anleitung fürs Leben haben will. Das Zitat hat mir wieder gezeigt, wie leicht ich mich verunsichern lasse, dabei bin doch schon auf einem sehr guten Weg, ich brauche nur weiterhin immer auf mein emotionales Leitsystem zu achten, das die Nabelschnur zu meinem Inner Being ist.

Liebe Grüße

Beautiful Mind :gvibes:
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Re: Zitat vom 24.5.

Beitragvon lawofattraction » 29. Mai 2013, 07:51




Guten Morgen, liebe BM,

ich finde es gut, dass Du - oder jeder andere - nachfragt, wenn etwas nicht klar ist. Denn viel zu oft denkt man, etwas verstanden zu haben und rauscht durch die Themen oder Zitate und Workshops, um dann in eine Situation zu kommen und festzustellen, dass doch kein echtes Verständnis besteht.

Je mehr ich mich in die Abraham-Lehre hinein begebe, um so mehr erkenne ich die vielen Nuancen. Was auf den ersten Blick nur einige leicht zu merkende Richtlinien zu sein scheinen, offenbart sich beim näheren Hinschauen als ein ganz komplexes Gebilde mit vielen Feinheiten, die aber eine äusserste Wichtigkeit haben.

:danke: für Deinen Denkanstoss, der uns alle wieder ein Stückchen weiter gebracht hat.

Lieben Gruss
Loa



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