Was andere über Euch denken geht Euch nichts an

Die Lehren Abrahams gechannelt von Esther Hicks

Was andere über Euch denken geht Euch nichts an

Beitragvon lawofattraction » 10. Jan 2015, 10:11




Guten Morgen, Ihr Lieben,

ZaWo und ich haben gestern nach der Anfrage von Maddalina nach einem Danke-Button miteinander gesprochen, um dann festzustellen, dass unsere damalige Meinung zu einer solchen Anerkennung immer noch die gleiche ist wie vor fünf Jahren bei Beginn unseres Forums. Wobei ich das Thema als recht vielschichtig empfinde.

Ich spreche nicht gegen Anerkennung oder Kritik, aber wenn ich schon Feedback bekomme, dann möchte ich auch gerne wissen, warum etwas Resonanz hatte und warum es als unstimmig empfunden wird, was ich schreibe. Anderenfalls könnte ich auch Selbstgespräche führen. Ein Klick lässt so viel Raum für Spekulation und bringt eine Dimension in den Austausch, die der Schnelllebigkeit der heute oft vorherrschenden Kommunikation per SMS via Abkürzungen und Text Speak angepasst ist. Unsere Themen sind nun einmal nicht in Kürzeln auszudrücken.

Es kommt aber eine andere Betrachtung hinzu, aufgrund derer ich die Überschrift eines Workshops gewählt habe. Sicher ist es angenehm, wenn jemand sich anerkennend und positiv zu etwas äussert, was wir sagen und schreiben. Ist man aber diesen Schritt einer durch Klick gegebenen öffentlichen Anerkennung gegangen, ist die logische Schlussfolgerung auch die, dass man das Gegenteil, nämlich Kritik und negatives Urteil an sich heranlässt. Eines ist ohne das andere nicht möglich - auch wenn es keinen "Daumen runter" Button geben würde.

Es wird immer so sein, dass manche Menschen einen mögen und andere nicht. Es wird immer so sein, dass manche sich unseren Gedanken anschliessen und andere sie für nicht richtig oder unangebracht oder verurteilenswert halten. Man stelle sich die Situation vor, dass eine Person oder mehrere dankend einen Post anerkennen, danach aber jemand schreibt, der ganz anderer Meinung ist und seinerseits wieder Zustimmung in Form von Dankeschöns bekommt. Dann spaltet sich möglicherweise ein Forum in zwei Lager, weil auch die, die keine Kritik in offener Form geben, sich dann auf die Möglichkeit verlegen, durch einen solchen Button Meinung auszudrücken. Die Kommunikation verliert an Transparenz und gibt Raum für Vermutungen und Spekulation.

Auf unsere Situation bezogen kann man weiter fragen, was mit denen ist, die keine Zustimmung bekommen? Hören sie auf zu schreiben, weil sie ihre Beiträge für weniger wichtig halten als die von jemandem, der oft "Danke" unter einem Artikel stehen hat? Halten sie ihre Gedanken für weniger wertvoll als die der oft beklatschten Beiträge und hören auf zu schreiben?

Ein Forum lebt von den Beiträgen seiner Mitglieder, und je vielfältiger die Betrachtungsweise ist, um so anregender wird eine Diskussion. Auch offene Kritik und massive Zweifel führen wieder dazu, die eigene Positionierung zu überdenken und nicht sein eigenes Denkprogramm automatisch abzuspulen. Und sind es nicht die Fragen, die zum Nachdenken anregen und Antworten hervorbringen, die dann für einen Lesenden wertvoll und dankenswert sind?

Dieser Themenkomplex hat ganz viel mit Selbstwert zu tun. Im stillen Kämmerlein kann sich ja jede/r einmal fragen, ob er oder sie schreibt, um sich selbst auszudrücken oder nicht doch dann und wann, um eine Anhängerschaft zu schaffen, die die eigenen Gedanken bestätigt.

Kann ich meine Wahrheit vertreten, obwohl sie auf Kritik und Unverständnis stossen kann? Worum geht es eigentlich? Ich finde, eine solche sehr gut gemeinte Anfrage wie die von Maddalina kann ganz viel Anstoss geben, das einmal für sich zu überdenken.

Wir haben einen ganz eindrücklichen Workshop zu diesem Thema. Ich halte ihn für unbedingt wert, in den eigenen Erkenntnisschatz herein genommen zu werden. Darin sagen Abraham folgendes:

Wir wissen, dass Ihr nicht in dieser Welt leben könnt, ohne dass Menschen Euch beobachten, und es ist in der Tat angenehm, wenn das, was sie beobachten, ihnen gute Gefühle in Bezug auf Euch beschert und sie Euch anerkennen. Es ist schön, neue Leitungen zu legen und neue Erfahrungen zu haben. Aber selbst dann seid Ihr in der Tat involviert in die Reaktion der Leute auf Euch. Daher sagen wir, dass Euch das ganz einfach beeinträchtigt und verlangsamt.

Für mich bedeutet eine solche Betrachtungsweise auch Freiheit. Freiheit des eigenen Ausdrucks, ohne etwas auf die Goldwaage legen zu müssen, was vielleicht nicht in das Mainstream-Denken hineinpasst. Es hat damit zu tun, ob ich mich anpasse, um anerkannt und geliebt zu werden oder ob ich hinter dem stehe, was ich denke und das auch nach aussen vertrete - selbst wenn es auf Gegenwind oder Unverständnis stösst.

Nicht zuletzt – ist es denn nicht so, dass wir als Schwingungswesen alles, was wir denken und fühlen, ausstrahlen und das für andere auf diese Art und Weise erfahren werden kann?

Ich wünsche Euch allen ein wunderschönes Wochenende
Loa




*Resistance means feeling Singular instead of Plural* Abraham


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Re: Was andere über Euch denken geht Euch nichts an

Beitragvon Winner » 10. Jan 2015, 12:08

Vielen Dank liebe Loa, für diesen wertvollen Beitrag! Und ich kann die Entscheidung perfekt nachvollziehen :stimmt:

Erst Abraham haben mich an mein Inner Being bzw. die Beziehung zu ihm herangeführt. Und je besser ich mich mit ihm verbunden fühle, desto weniger schiele ich auf die Bestätigung von außen. Das ist natürlich etwas, was ich noch lernen muss.

Liebe Grüße
Winner :lieb:
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Re: Was andere über Euch denken geht Euch nichts an

Beitragvon Maddalina » 10. Jan 2015, 13:18

Klasse, Loa!

UND: Ich habe dieses Thema auch öfter, auch einfach weil ich einen Job habe, in dem es eigentlich total wichtig ist, dass ich bzw. meine Leistung bei anderen ankommt.

Inzwischen gehe ich dazu über, wenn ich ein blödes Gefühl habe, und mich frage, wie andere Menschen mich bewerten, mir zu sagen, dass das irrelevant ist, und dass mich sowieso nicht alle mögen können. Das einzige was wichtig ist, dass ich in Alignment bin.

Deshalb habe ich übrigens gestern auch nicht gleich auf ZaWo geantwortet - ich ertappte mich dabei zurückgesetzt zu fühlen, musste zwar gleichzeitig über mich lachen, und wusste sofort, dass es keine Zurücksetzung meiner Person, sondern einfach eine klare Aussage über ihre eigene Intention war... dennoch brauchte ich bis heute um unverkrampft antworten zu können.

Gar nicht mal so einfach den "Hab mich lieb Modus" unserer Erziehung zu transformieren... :nachdenk:

Liebe Grüße,

Maddalina
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Re: Was andere über Euch denken geht Euch nichts an

Beitragvon achim-martin » 12. Jan 2015, 16:01

Hallo,

bei den Überlegungen zu äußerer Zustimmung oder Ablehnung ist bei mir noch immer mein aktueller Gemütszustand wichtig. Manches Mal in guter Stimmung prallt selbst verletzende Kritik an mir ab, genauso trifft sie mich aber in schwächeren Zeiten durchaus auch emotional, wenn sie persönlich angreifend formuliert ist. Dann hilft nur Meditation oder der Faktor Zeit.
Etwas anderes ist sachlich vorgetragene und argumentative Kritik mit untermauernden Fakten, Zahlen - da bin ich regelrecht süchtig nach und das nehme ich auch nicht als irgendetwas negatives gerne an.

Manchmal wünschte ich mir, man wäre mal eine größere Zeit lang ohne Meditation in diesem Allignment mit dem höheren Selbst, so schön auch die Erfahrung der Meditation ist...

Gleiche Schwingungen ziehen einander an, so ist das auch bei Meinungen. Dabei geht es aber gleichzeitig auch um den jeweils aktuellen Gemütszustand der Beteiligten, denn Meinungen sind so wankelmütig wie das Wetter.
Also nun haben wir einmal das LoA und so ist es nicht verwunderlich, dass wir gleiche, bestätigende Meinungen als wohltuend empfinden, uns also von diesen angezogen fühlen. Auch wenn die gegensetzlichen Meinungen uns bewusstseinsmäßig womöglich weiter bringen, so sind die zustimmenden logischerweise angenehmer, weil widerstandsloser.

Es spielen m.E. auch festsitzende Nervenverbindungen eine Rolle. Wer schon während der Schwangerschaft unter verzweifelten Gedanken und damit Hormonschüben seiner Mutter gelitten hat, der hat auch im Leben mit mehr Problemen zu kämpfen, als ein Kind, welches harmonisch und gesund aufwuchs. Das bestätigen einige Studien in dieser Richtung, wo Immunkrankheiten, Aufmerksamkeitssymptome etc. davon abhingen.
Vielleicht hängen diese Faktoren aber auch mit ganz absichtlich vom höheren Selbst herbei geführten Umständen zusammen, damit wir einen bestimmten Lebensweg einschlagen werden, also bestimmte Aspekte des Menschseins erfahren sollen.

Während solcher Überlegungen erfahre ich aber stets positive Emotionen, wenn ich mir bewusst mache, dass ich selbst es bin, der mitbestimmt ob ich verletzt reagiere, oder ob es mir emotional egal ist. Also wähle ich dann bewusst den Weg der distanzierten Perspektive, um meinen emotionalen Lebel anzuheben.

lg Achim :ros:
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