Verständnisfragen "Ein neuer Anfang"

Die Lehren Abrahams gechannelt von Esther Hicks

Verständnisfragen "Ein neuer Anfang"

Beitragvon trixi » 23. Jun 2012, 20:23

Hallo!

Ich bin neu hier und auch recht neu in "der Szene". Heißt ich lese gerade das erste Mal etwas von Jerry Hicks (Ein neuer Anfang) und interessiere mich auch erst seit ein paar Monaten mit der "spirituellen Lehre". Bitte entschuldigt also, wenn ich mich noch etwas holperig ausdrücke oder nicht alle "Fachbegriffe" kenne.

Ich würde hier gerne wenn das möglich ist, einen Thread aufmachen, in dem ich hin und wieder meine Fragen zu dem Buch erörtern kann.
Während des Lesens von "Ein neuer Anfang" sind mir hier und da ein paar Widersrpüche aufgefallen, denen ich aber nicht viel Bedeutung beigemessen habe bzw. oft erklärten sie sich für mich im Nachhinein. Momentan komme ich
aber über eine Stelle nicht hinweg, da ich sie nicht logisch finde...und es wird auch nicht besser...

Es ist auf S. 243, bei den Fragen aus den Sitzungen:
"Die größten Freuden sind ausnahmslos immer in perfekter Harmonie mit den Intentionen Deines inneren Wesens. Deine negativen Gefühle sind Deinen inneren Intentionen immer diametral entgegengesetzt. Du darfst Deinen Gefühlen ruhig vertrauen. Es gibt sonst niemanden, dem Du so sehr vertrauen kannst."

Mein Problem dabei ist gerade: Ich dachte meine Gefühle SIND mein inneres Wesen und somit auch meine innere Intention...Wenn ich nun ein negatives Gefühl habe, so dachte ich spricht die Erfahrung der vielen Leben meines inneren Wesens...also meiner nicht-materiellen-Existenz. Ich hatte es bislang so verstanden, dass ich negative Gefühle nicht ablehnen soll (negative GEDANKEN hingegen durchaus sofort umwandeln sollte), da sie mich ja auch "warnen" könnten, also einen positiven Effekt haben können. Meine Gefühle können mir zeigen, was für mich gut und eben auch nicht gut ist.
Meine Gefühle sind wichtig und richtig. Im Gegensatz zu meinen Gedanken, die mir oft "einen Streich spielen", indem sie deuten, werten, vergleichen etc. In dieser Textpassage oben verstehe ich es nun aber so, dass alle negativen Gefühle NICHT das wiederspiegeln, was mein Inneres Wesen mir mitteilen möchte...

Kann mir da jemand helfen?
trixi
 
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Re: Verständnisfragen "Ein neuer Anfang"

Beitragvon lawofattraction » 24. Jun 2012, 07:05




Guten Morgen, liebe Trixi,

und herzlich Willkommen bei uns. Als "Neueinsteiger" bei Abraham ist es sicher ein grosses, aber auch schönes Unterfangen, Dich hier einzulesen - und natürlich sind wir Dir gerne behilflich bei Verständnisfragen und Unklarheiten.

trixi hat geschrieben:Mein Problem dabei ist gerade: Ich dachte meine Gefühle SIND mein inneres Wesen und somit auch meine innere Intention...Wenn ich nun ein negatives Gefühl habe, so dachte ich spricht die Erfahrung der vielen Leben meines inneren Wesens...also meiner nicht-materiellen-Existenz.


Gefühle sind unser Leitsystem und sagen uns deutlich, auf welchem (Gedanken)-Weg wir uns befinden. Intentionen sind im üblichen Gebrauch die Absichten, die unseren Entscheidungen oder Impulsen und Wünschen unterliegen.

Absichten können bewusst sein, dann wenn Du entscheidest, etwas Bestimmtes zu tun oder auch unbewusst, wie solche Absichten, die von unerkannten Glaubenssätzen initiiert werden. Je mehr wir uns mit der gezielten Erschaffung unserer Realität beschäftigen, je mehr wir im Jetzt leben und je mehr wir uns und unsere Handlungsweisen und Motive und Reaktionen kennen und je mehr wir unsere Gedanken gezielt lenken können, umso bewusster werden wir natürlich auch.

Dann gibt es die Absichten in Bezug auf die Erfahrungen, die wir in diesem Leben machen möchten, die uns selten bekannt, also weitgehend unbewusst, sind. Und die allem zugrundeliegende übergreifende Intention unserer Existenz, also unseres Inner Being, von Freiheit, Wachstum und Freude.

trixi hat geschrieben:Ich hatte es bislang so verstanden, dass ich negative Gefühle nicht ablehnen soll (negative GEDANKEN hingegen durchaus sofort umwandeln sollte), da sie mich ja auch "warnen" könnten, also einen positiven Effekt haben können. Meine Gefühle können mir zeigen, was für mich gut und eben auch nicht gut ist.


Das ist genau richtig. Gedanken und Gefühle sind untrennbar miteinander verbunden, sind praktisch eine sich gegenseitige bedingende Endlosschleife. Du hast einen Gedanken, der erzeugt ein Gefühl in Dir, das Gefühl bringt wiederum Gedanken hervor - und so weiter. Daher zeigt Dir das Leitsystem Deiner Gefühle auch an, welche Art Gedanken Du denkst, so dass Du beim Bemerken negativer Gefühle Deine Gedanken lenken kannst und Dich erfreulicheren Themen zuwendest. Wer also in Kontakt ist mit seinen Gefühlen, hat eine wertvolle "Instant-Hilfe", um nicht in einem unbewussten Strudel negativer Gedanken zu versinken.

trixi hat geschrieben:Meine Gefühle sind wichtig und richtig. Im Gegensatz zu meinen Gedanken, die mir oft "einen Streich spielen", indem sie deuten, werten, vergleichen etc. In dieser Textpassage oben verstehe ich es nun aber so, dass alle negativen Gefühle NICHT das wiederspiegeln, was mein Inneres Wesen mir mitteilen möchte...


Auch das ist richtig. Aber - Gefühle sind nicht besser und Gedanken nicht schlechter. Es sind unsere Gedanken, die unsere Realität konstruieren, insofern sind sie für unser Leben von äusserster Wichtigkeit. Auch die "negativen" Gedanken, da sie den Contrast ins Leben ziehen uns es lebendig machen und uns die Vielfalt von unendlich reichhaltigen Erfahrungen bieten. Aber genau deswegen ist es ja so wichtig, zu lernen bewusst zu leben und nicht auf Autopilot, um den Gedanken rechtzeitig eine Richtungskorrektur zu geben, sollten sie mal ausreissen.

Lieben Gruss und schönen Sonntag
Loa



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Re: Verständnisfragen "Ein neuer Anfang"

Beitragvon trixi » 24. Jun 2012, 10:00

Liebe LoA

vielen Dank für Deine Antwort. Ich habe mich gefreut, als ich gesehen habe, dass DU mir geantwortet hast, da ich beim bisherigen wenigen Querlesen hier Deine Antworten oft als sehr aufschlußreich empfand.

Ich möchte ein wenig ins Detail gehen...

Ich wünsche mir sehr stark (es ist fast mein einziger Wunsch, zumindest beschäftigt er mich den ganzen Tag...) eine Beziehung wieder zu bekommen, die ich bereits hatte, die mich wahnsinnig glücklich gemacht und erfüllt hat, die aber zwischenzeitlich in die Brüche gegangen ist.
Inzwischen glaube ich zu wissen, wie ich diesen Bruch mit meinen Gedanken, und den darauf ausgerichteten Worten und Taten, herbeigeführt habe. Aber das ist Vergangenheit, es zeigt mir nur, wie das Gesetz funktioniert.

Mittlerweile findet eine Annäherung statt, die mich sehr erfreut. Aber ich spüre auch, wie ich mich zwar sehr auf den Wunsch konzentriere und ihn mit positivem Gefühl zum Ausdruck bringe, dass ich aber auch so sehr Sehnsucht habe! Da ich die Beziehung ja kenne, habe ich sofort Bilder im Kopf aus schönen Zeiten, die mir auch Schmerz verursachen. Dieser Wunsch entspringt also zweifelsohne meinem Mangel.
Als die Beziehung begann, wünschte ich mir Schritt für Schritt auch Dinge, die ich sofort erfüllt bekam....weil ich nichts erwartete, sondern "nur" hoffte und wünschte. Nun ist mit jedem Wunsch ein Bild, fast eine "Bedingung" verbunden, weil es ja möglichst wieder so intensiv werden möge, wie es mal war....und schon vergleiche ich auch noch!
Ich ertappe mich also immer wieder in der Gefühlsfalle.
Dazu kommt dann sogar noch, dass ich trotz der Annäherung merke, wie meine Gedanken und Gefühle von der anderen Seite abhängig sind! Bekomme ich schöne Mails oder SMS, ist mein Gefühl ganz oben und die Gedanken sagen "Klar wird es wieder so". Sobald ich mal eine Zeit weniger höre, steigen Zweifel auf.... Ich versuche dann, mein positives Gefühl aus dem Moment, als ich eine schöne SMS bekam wieder abzurufen.... Es gibt Tage, da bin ich sowas von sicher, dass es wieder so schön wird und dann die Tage, da bestehe ich nur aus Zweifeln und Schmerz. Und alles in Abhängigkeit von der anderen Seite! Das geht gar nicht!

Ich weiß das alles, und dennoch ertappe ich mich immer wieder dabei. Mein Wunsch ist so sehr stark, er dominiert alles andere....aber dennoch (oder deswegen? aber wie ablenken?) steigen immer diese Gedanken und Gefühle hoch ,die dann die Energie blockieren.
Dann erlebe ich sogar, dass ich BEIM WÜNSCHEN dieses für mich doch positiven Wunsches ein negatives Gefühl habe (zB Schmerz aus Sehnsucht). Würde das dann bedeuten, dass mein inneres Wesen mich warnen möchte, weil dieser Wunsch nicht mit meinem inneren Wesen harmoniert?
Oder ist es so, dass ich negativ fühle, weil ich die falschen Gedanken denke (zB dass die andere Seite mich doch nicht so will wie umgekehrt)?

In den positiven Momenten liebe ich die Welt, könnte alle umarmen, fühle mich so sicher, dass es gut enden wird, dass ich das bekomme, was ich mir wünsche, fühle überhaupt keinen Mangel....aber es hängt einfach zu sehr von der anderen Seite ab!

Ich konzentriere mich auch so sehr auf die Zukunft, kann diese positive Entwicklung in kleinen Schritten kaum genießen, da ich eben das gewünschte "Endresultat" kenne...weiß, was ich vermisse....kann kaum das JETZT genießen, sondern strebe nach einem Ziel. Aber ist das denn nicht immer so, wenn man sich etwas wünscht, dass es sich an die Zukunft richtet?

Wie komme ich da raus?

Ich habe ein Buch der positiven Dinge angelegt, aber manchmal sitze ich nur davor und mir fällt partout nichts ein, weil alles "doof ist". Man soll doch nichts schön reden dabei. Und auch nicht zu lange nachdenken, was man hinein schreiben könnte....

Ich danke Euch für Eure Antworten/Erfahrungen. Ich hoffe, das waren nicht zuviele Fragen/Schwierigkeiten auf ein Mal!
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Re: Verständnisfragen "Ein neuer Anfang"

Beitragvon lawofattraction » 25. Jun 2012, 08:26




Hallo Trixi,

lies mal diesen Workshop und diesen und diesen.

Lieben Gruss
Loa



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Re: Verständnisfragen "Ein neuer Anfang"

Beitragvon trixi » 25. Jun 2012, 09:57

Danke Dir!


Jetzt bin ich gerade aber recht verwirrt....

Das heisst, wenn Ihr sagt „Ich will mehr Geld, ich will mehr Geld, ich will mehr Geld“, so macht dieser Wunsch nach mehr Geld die Abwesenheit von Geld nur noch schmerzhafter.

Und je spezifischer Ihr aufführt, warum Ihr das Geld haben wollt, wenn Ihr also richtig seine Abwesenheit fühlen könnt, so bringt Euch das nur dahin, Euch weiter in dieses Thema zu vertiefen – und das ist etwas, was Ihr sicherlich nicht tun möchtet. Wenn Ihr aber viel allgemeiner werden könnt, dann wird Euch das helfen, den Klammergriff ein wenig zu lösen, versteht Ihr?


Ich hatte es im Buch so verstanden, dass ich möglichst ganz genau meine Wünsche fomruliere...also je genauer desto wirkungsvoller....?! Und darauf habe ich mich zuletzt sehr konzentriert...also dass das JETZT zwar eine schöne Entwicklung ist, ich aber auch jeden Moment dieses Bild in mir trage - bewusst - was ich mir im Detail wünsche.
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Re: Verständnisfragen "Ein neuer Anfang"

Beitragvon trixi » 25. Jun 2012, 11:36

Puhhhh, ich habe jetzt alles gelesen und muss feststellen, dass das für den Anfang wohl doch etwas zu viel war. Ich verstehe Abrahams Sprache noch nicht so gut...

Wärst Du so lieb, LoA und würdest in etwas kürzerer Form versuchen, mir den Inhalt der Workshops zu erläutern? :ros:
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Re: Verständnisfragen "Ein neuer Anfang"

Beitragvon lawofattraction » 25. Jun 2012, 20:21




Hallo Trixi,

lies erst einmal im Glossar hier zum Schöpfungsprozess. Dann wird Dir klar, dass die Formulierungen nicht der Ausdruck der Wünsche bzw. deren Initiation sind, sondern lediglich die Art und Weise, den Schritt drei des Zulassens zu ermöglichen.

Wenn Du an Deine Themen im Detail denken kannst, ohne auch nur einen negativen Gedanken zu denken - nur zu, dann ist das eine wundervolle Manifestations-Autobahn. Leider ist das aber meist nicht der Fall, daher das Ausweichen auf Generalisierung bzw. das Erkennen des "Wunsch hinter dem Wunsch", welche Gefühle Du denkst, mit der Erfüllung des Wunsches zu erreichen. Denkst Du detailliert an Wünsche und hast immer einen Störsender dazwischen "das geht doch nicht, hat noch nie geklappt, ich glaube, das kann ich nicht ....", dann tust Du Dir mit den Methoden, die ins Detail gehen, keinen Gefallen.

Lies einfach mal im Forum in den verschiedenen Threads und den Workshops, auch im Erfahrungsaustausch. Dort findest Du gute Diskussionen, die ja fast immer mit einer Frage eines Users beginnen, und viele Erklärungen und Antworten. Im Schnelldurchlauf kann man Abraham leider nicht erklären, und wir "alte Hasen" haben Jahre der konstanten Beschäftigung mit der Materie im Gepäck.

Lieben Gruss
Loa



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Re: Verständnisfragen "Ein neuer Anfang"

Beitragvon Andreas Boskugel » 27. Okt 2012, 13:48

Hi Trixi

"Das heisst, wenn Ihr sagt „Ich will mehr Geld, ich will mehr Geld, ich will mehr Geld“, so macht dieser Wunsch nach mehr Geld die Abwesenheit von Geld nur noch schmerzhafter."

Ganz einfach ausgedrückt:
Du darfst Dich nicht in Deinem Wunsch verlieren "ICH WILL" sondern:
Schließe täglich die Augen und stelle dir entspannt vor, DAS DU ES BEREITS HAST! Genieße das! Es ist sehr schön und fühlt sich sehr gut an, einfach zu Visualisieren, dass man bereits am Ziel ist.
Wenn Du das 2x TÄGLICH machst, JEDEN TAG, dann wirst Du es eines Tages haben. Das ist Gesetz!

Viel Freude beim Erschaffen!

Herzlichst Andreas Boskugel

www.andreas-boskugel.de
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