Verdrängung = Fokusierung ?

Die Lehren Abrahams gechannelt von Esther Hicks

Verdrängung = Fokusierung ?

Beitragvon zimtstern » 12. Feb 2011, 18:53

Hallo,

ich hatte heute Nacht, wie so oft, wieder einige (gefühlsmäßig) gruselige Träume,
beim aufwachen war ich ganz aufgewühlt und konnte gar nicht glauben was sich da in meinem Unterbewußten scheinbar so abspielt.

Früher habe ich mich viel mit Verdrängung beschäftigt, also möglichen schlechten Erlebnissen, unterdrückten Gefühlen (Sehnsüchte, Ängste,...), doch im Zuge der Beschäftigung mit dem LOA dachte ich dann, es wäre besser nicht mehr in der "Mottenkiste" zu wühlen und mich mehr auf die schönen Dinge (Wohlfühlen, bewußte Realitätsgestaltung) zu konzentrieren, oder besser gesagt zu fokusieren.

"Wahr" wird, was man nur lange genug fokusiert, so ist es doch gemäß dem LOA, oder?

Doch wie ist es mit den Dingen die man verdrängt? Man sagt ja, dass Verdrängung schon alleine deshalb nicht gut ist, weil sie sehr viel Energie braucht, die einem dann für ander Dinge fehlt.
Man könnte Energie auch durch Aufmerksamkeit ersetzen.
Das Unbewußte (oder wie man es auch nennen will) ist die ganze Zeit damit beschäftigt dass diese Dinge nicht an die Oberfläche kommen.

Das brachte mich zu der Frage, ob es beim LOA eigentlich nur darum geht was wir bewußt fokusieren (uns bewußt beschäftigen) oder ob es nicht vielleicht sogar viel wichtiger ist womit sich das Unbewußte die ganze Zeit beschäftigt?

Ich habe immer noch Gänsehaut, wenn ich an die Gefühle aus dem Traum denke,
sie passen so gar nicht mit dem, womit ich mich aktuell so beschäftige, zusammen... als wären es zwei Welten die ganz weit auseinanderklaffen... oder zwei Filme die parallel laufen.

Was meint ihr?

Ganz liebe Grüße,

Zimtstern
Benutzeravatar
zimtstern
 
Beiträge: 325
Registriert: 12.2010
Geschlecht: weiblich

Re: Verdrängung = Fokusierung ?

Beitragvon Sonrisa » 12. Feb 2011, 19:24

Hallo Zimtstern,

hach ja, ist das schön, wie das Loa mir gerade genau die Threads bringt, deren Inhalte mich mehr oder weniger beschäftigen. :gvibes: Ich bin mit dem Verdrängungsding auch noch nicht ganz klar. Bis jetzt bin ich so weit gekommen, dass ich glaube, dass wenn man an die Macht verdrängter Dinge glaubt, sie auch tatsächlich vorhanden ist. Ich selbst habe jahrelang verschiedenste Therapie unternommen, um ja zu verhindern, etwas übersehen zu haben, das mir im Leben ein Bein stellen und meinem Glück im Wege stehen könnte. So fanden sich immer wieder neue Baustellen und Themen, die noch zu bearbeiten waren, bevor mein Glück endlich eintreten konnte. :teuflischgut:

Ich halte es mitterlweile so als Übergangslösung: wird ein Thema angetickt durch etwas, das im Außen geschieht, ich also mit etwas Geschehenem oder Gesagtem in Resonanz gehe, weiß ich, dass da wieder etwas aktiviert wurde, was Entsprechendes angezogen hat. Dann kann ich es bereinigen. Aber so lange es schlummert, ist es mir egal. Schlafende Hunde soll man nicht wecken. You can never get it done. Meine Contrasterfahrungen zeigen mir, wo ich gerade stehe, da brauche ich keine Sucharbeit zu machen, um eventuell Verdrängtes an die Oberfläche zu bringen. Genau diese Einstellung wird mir nämlich viel angeblich Verdrängtes bescheren.

Ich bin gespannt auf weitere Ansichten zum Thema. :danke:
Sonrisa
 

Re: Verdrängung = Fokusierung ?

Beitragvon zimtstern » 12. Feb 2011, 19:41

Hallo Pamelina,

Pamelina hat geschrieben:Ich halte es mitterlweile so als Übergangslösung: wird ein Thema angetickt durch etwas, das im Außen geschieht, ich also mit etwas Geschehenem oder Gesagtem in Resonanz gehe, weiß ich, dass da wieder etwas aktiviert wurde, was Entsprechendes angezogen hat. Dann kann ich es bereinigen. Aber so lange es schlummert, ist es mir egal. Schlafende Hunde soll man nicht wecken. You can never get it done. Meine Contrasterfahrungen zeigen mir, wo ich gerade stehe, da brauche ich keine Sucharbeit zu machen, um eventuell Verdrängtes an die Oberfläche zu bringen. Genau diese Einstellung wird mir nämlich viel angeblich Verdrängtes bescheren.


So habe ich das bisher eigentlich auch gesehen,
und ich glaube ich werde auch weiterhin so verfahren... Ich bin nur irgendwie total irritiert durch den Traum letzter Nacht, eben weil ich eigentlich glaubte, durch die Contrasterfahrungen zu wissen, wo ich stehe, und dass mich diese Erfahrungen und mein Empfinden dabei, schon zur richtigen Zeit auf die richtigen Themen stößt.
Aber warum dann so ein "Schwall" an verdrängten Gefühlen in einer Nacht? Ist das nicht ein Zeichen dass sich da einiges aufgestaut hat, was im Alltag verdrängt wurde?
In unseren Träumen haben wir ja keinen (oder weniger) Widerstand.. Hm, jetzt wo ich das schreibe - genau das wird es wohl sein, - zu viel Widerstand, zu wenig Zulassen, im bewußten Alltag, oder?
Benutzeravatar
zimtstern
 
Beiträge: 325
Registriert: 12.2010
Geschlecht: weiblich

Re: Verdrängung = Fokusierung ?

Beitragvon Sonrisa » 12. Feb 2011, 19:47

Ich muss gestehen, dass ich mich weitergehend noch nicht mit Träumen beschäftigt habe. Für mich sind Träume einfach ein Ventil für die Psyche, um sich Luft zu machen über Erlebtes oder emotional stark Besetztes, z.B. Angst. Ich habe noch nicht darüber nachgedacht, dass schlechte Träume ein Hinweis darauf sein könnten, dass ich im Alltag etwas verdrängt habe. Ich habe da gerade zu viele Hirnwindungen, um da was Klares sagen zu können.
:102: Dazu können andere bestimmt mehr sagen.

Zawo hat mir mal diesen Link geschickt. Ist interessant abraham-hicks/die-rolle-von-innerem-wesen-und-unterbewusstsein-t384.html?hilit=unterbewusstsein

Liebe Grüße!! :lieb:

p.s.


Sonrisa
 

Re: Verdrängung = Fokusierung ?

Beitragvon Swan » 13. Feb 2011, 13:08

zimtstern hat geschrieben:Doch wie ist es mit den Dingen die man verdrängt? Man sagt ja, dass Verdrängung schon alleine deshalb nicht gut ist, weil sie sehr viel Energie braucht, die einem dann für ander Dinge fehlt.
Man könnte Energie auch durch Aufmerksamkeit ersetzen.
Das Unbewußte (oder wie man es auch nennen will) ist die ganze Zeit damit beschäftigt dass diese Dinge nicht an die Oberfläche kommen.


Hallo Zimtstern,

mir fiel Folgendes dazu ein (mache mich hier an Fred Dodson fest)...
Wenn wir unangenehme Emotion fühlen, reagieren wir oft indem wir sie entweder
a.) ausdrücken (express)
oder
b.) unterdrücken (supress)
Beides mehr schlecht als recht... :verdammt:
Merksatz: Alles was Du abwehrst, nicht-willst, dagegen kämpfst, wegschiebst ------- wird stärker!.

Das Ausdrücken schlechter Gefühle ist zumindest besser als das Unterdrücken, führt aber längerfristig gesehen nicht zur Auflösung dieser, sondern verstärkt es.
Das Unterdrücken schlechter Gefühle ist so, als würdest Duversuchen ein Müllsack unter den Teppich oder das Sofa verstauen wollen - funktioniert nicht, oder?!. :P

Dodson rät, sch zu trauen das Gefühl 10-30 Sekunden zuzulassen. Entspann dich in die Emotion hinein. Und bemerkst Du, dass Du das Gefhl unterdrücken willst?. Lass los davon. Aufmerksamkeit wieder vom Thema abziehen!. Schau mal, was jetzt noch von der emotionalen Ladung da ist, wenn Du wieder ins Thema zurück gehst.
Und wieder abziehen...
Nur das Unterdrücken, Ausdrücken und das Problem lösen wollen lässt die Aufmerksamkeit weiter dort.

Nun gehe zurück in das Problem. :cry:
Dann wieder zurück zu was Schönem oder Neutralem. :loveshower:
Dann wieder zurück (10-30 Sekunden) :cry:
Und wieder zurück in die schöne Situation. :loveshower:
Noch mal ins Problem. :cry:
Und back ins Paradies :loveshower:

Das Hin- und Herwechseln ist eine zweite Art von einem Thema loszulassen - Du übst quasi das Schwingen in den Vortex und wieder zurück und wieder hin. Durch das Springen verliert das Thema die Fixierung und taucht nicht mehr so oft auf. Wenn es dann letzlich geheilt ist, verschwindet es gänzlich.
Diese Methode hat mir geholfen, besser als jedwedes Unterdrücken oder rosa Soße drüber kleistern.
Probiers mal aus...

Liebe Grüße,
Swan
Swan
 
Beiträge: 28
Registriert: 01.2011
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Verdrängung = Fokusierung ?

Beitragvon Maria » 13. Feb 2011, 13:54

Liebe Zimtstern,

vor sechs Wochen war ein „schlechter Traum“ für mich Anlass noch einmal meinen Umgang mit den Lehren Abrahams genauer zu betrachten. :five:

Ich hatte bis dahin meine Träume aufgeschrieben (Traumdeutung ist schon seit vielen Jahren ein mehr oder weniger aktives Hobby von mir). Ich habe meine Kenntnisse der emotionalen Leitskala damit erweitern wollen. Also versuchte ich am Ende meiner Traumtexte immer zu erkennen wo ich mich wohl emotional überwiegend befunden habe. Das war nicht so einfach, weil Gefühle während des Traumes hatte ich gar keine, aber anhand der mich bedrängenden Situationen konnte ich schon feststellen auf welchem Abschnitt ich mich wohl im Moment befand. :nachdenk:

Dann fühlte ich mich tagsüber immer besser – weil ich öfter im Vortex war – aber nichts wesentliches passierte in meinen Träumen – sie waren immer noch unangenehm. Ich war ehrgeizig und enttäuscht – warum nur träume ich nicht auch schöne Dinge? :hä:

Ich dachte nach und kam darauf, dass meine Träume mir meine überwiegende Schwingung anzeigen und mein Verhältnis zu meinen Gefühlen allgemein. In einem Abraham-Video hatte ich gehört (wenn ich das Englisch richtig gedeutet hatte), dass Erwachsene oft dazu neigen gefühlsmäßig abzustumpfen – was dazu führt, dass Manifestationen zwar nicht mehr so heftig sind, aber die „Lebendigkeit“ bleibt eben auf der Strecke. Das also war die Erklärung für das eine Phänomen: Keine erkennbaren Gefühle während des Traums! :rleye:

Das andere Phänomen: „Nachts schlechter als Tagsüber“, habe ich mir folgendermaßen erklärt: Ich war vor ein paar Wochen vorwiegen mit Frustration und Pessimismus unterwegs. Ich würde schätzen zu 70% hatte ich mich tagsüber mit irgendwelchen frustrierenden Themen beschäftigt. :tja:

Andererseits war ich vor meinen Umsetzungsimpulsen von Abraham so ca. zu 3 % im Vortex. Nun hatte ich meine Anstrengungen für Vortexzeit erhöht und war ca. 5-7% im Vortex, aber immernoch die meiste Zeit bei Frustration. Das spiegelten meine Träume wieder. Sie waren immer noch von Frust oder Irritation geprägt. Tagsüber fühlte ich mich aber erheblich besser – nur wenige Prozentpunkte mehr im Vortex hatten mir schon ein ganz anderes Lebensgefühl verschafft und meine Illusion genähert ich würde jetzt, von rechts wegen, Nachts die wunderbarsten Träume haben müssen... :roll:

Ich beschloss mich also weniger ehrgeizigen Zielen hinzugeben und ließ das angestrengte beobachten meiner Träume sein. Statt dessen unterteilte ich meinen Tag in mehrere Abschnitte und führe jeden Abend Bilanz über meine Gefühle (in verschiedenen Bereichen). Ich spüre tagsüber öfter hin, widme den Gefühlen mehr Aufmerksamkeit und freute mich zu Beginn jedes neuen Tagesabschnittes auf die kommende Aktion bzw. Interaktion mit Menschen. :hug:

Langsam kletterte ich nach oben und nun bin ich tagsüber die meiste Zeit zufrieden, manchmal noch pessimistisch, aber ich habe ca. 10-15% Vortex-Time, Tendenz steigend und ich weiß nun viel besser was mich in den Vortex bringt und hält. :loveshower:

Also für mich ist das keine Frage der Verdrängung, sondern der Geduld und Achtsamkeit mit mir selbst. Ich bin im Nachhinein überrascht wie schnell ich mich (etwas) nach oben geschwungen habe und vor allem wieviel mehr an Lebensqualität das für mich bedeutet. :gvibes:

Dir viel Spaß in diesem dynamischen Prozess. Und soviel ich weiß sagen Abraham (singemäß): Die meiste Zeit verbringen wir auf dem Weg zu unseren Zielen – die Zeit in der wir am Ziel ankommen ist recht gering und dann befinden wir uns ja schupps wieder von neuem auf dem Weg zum nächsten Ziel – also genieße die Reise (nicht nur das Ankommen)! :stimmt:

Herzliche Grüße

:heartsmiel: Maria
Maria
 

Re: Verdrängung = Fokusierung ?

Beitragvon Margalit » 13. Feb 2011, 18:37

Liebe Zimtstern!
Abraham hat mir geholfen, mich immer weiter von Glaubensgrundsätzen zu entfernen, die mir das Leben erschweren. Wozu in der Ursuppe rühren und den Schlamm und Dreck, der dann an der Oberfläche stinkt, wieder hochkommen zu lassen. Für mich ist die Zeit der schmerzlichen Psychotherapien und Horror-Familienaufstellungen im Auslaufen.
Es gibt schöne und leicht auszuführende Anleitungen aller Art bei Abraham, auch was Träumen betrifft.
Denise Linn hat ein Traumbuch geschrieben, wo auch das luzide Träumen erlernbar ist. Da bin ich mir bewusst, dass ich träume und kann in das Traumgeschehen eingreifen. Vielleicht ist das ein Lösung für Dich?
Liebe Grüße
Margalilith
Zufrieden, mit dem was ist - und begierig nach mehr
Margalit
 
Beiträge: 33
Registriert: 09.2010
Wohnort: Wien
Geschlecht: weiblich


Zurück zu "Abraham-Hicks - Diskussion"


 

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

web tracker