Manifestationsfrage

Die Lehren Abrahams gechannelt von Esther Hicks

Manifestationsfrage

Beitragvon butea » 8. Aug 2010, 09:40

Ich bitte um Nachhilfe bei einem profunden Verständnisproblem, das ich habe.
Es geht um das Thema "Manifestationen".

Ich zitiere aus dem Buch "Wie unsere Gefühle die Realität erschaffen", Seite 56:

Macht ihr euch aber einmal mit dem Konzept vertraut, daß alles, was ihr in manifestierter Gestalt in eurer physischen Umwelt wahrnehmt, zunächst als Gedankenform existiert hat, werdet ihr das größere Bild der Schöpfung begreifen. Dann werdet ihr nicht nur eine klarere Vorstellung davon haben, wie das, was ihr "das wirkliche Leben" nennt, ins Dasein gerufen wird, sondern ihr werdet außerdem den Strom des Lebens spüren, aus dem alle Dinge hervorgehen und der sie in nie endender Evolution vorwärts trägt.
Wenn wir sagen, daß stromaufwärts nichts Wünschenswertes auf dich wartet, meinen wir damit, daß deine Wünsche - weil du bereits über sie nachgedacht und um ihre Erfüllung gebeten hast - schon im Werden sind. Sie werden bereits erschaffen. So, wie ein runder Gegenstand einen Berg hinabrollt, ohne dafür einen Motor oder zusätzlichen Krafteinsatz zu benötigen, rollen auch deine Wünsche sozusagen mühelos und natürlich ihrer Verwirklichung entgegen. Sobald dein Leben dich veranlaßt hat, eine Wunschrakete zu starten, ist damit deine Arbeit erledigt. Den Rest besorgen die Kräfte und Gesetze der Natur.
Unsere Analogie des Flusses eignet sich am besten, um dieses Muster der natürlichen Evolution zu veranschaulichen: Jeder deiner Wünsche, ob groß oder klein, trägt zur Strömung dieses Flusses bei. Und alles, was du dir jemals gewünscht hast, befindet sich stromabwärts, wo es von dir leicht erreicht, in Besitz genommen und gelebt werden kann.


Also, ich scheine das so zu verstehen, daß Manifestationen "normal" sind und erwünscht. Abraham sagen hier ja, daß ein Wunsch physisch werden kann, ja sogar "von selbst" physisch wird, wenn man sich nicht gegen den Strom stellt.
Ob es jetzt darum geht, sich einen Wunschpartner zu manifestieren, oder um mehr Geld auf dem Konto, einen schöneren Körper etc. ... der Prozeß ist immer der gleiche. Wir wünschen, lassen dann das Paddel los, lassen uns mit dem Strom treiben, "allowen" sozusagen und das Erwünschte wird sich einstellen.
Habe ich das richtig verstanden?

Jetzt steht in dem Workshop 61 Folgendes:
Ich erkenne nun, dass ich immer falsch lag, wenn ich mir etwas Neues vorstellte und dann erwartete, dass die Realität sich dem anpassen würde, was immer schon war und das dann geschehen solle. Ich habe von der Realität viel zu viel verlangt und werde das nun nicht mehr tun. Die Realität wird mich nie wieder enttäuschen. Meine Regierung wird mich nie wieder enttäuschen, weil ich meine Aufmerksamkeit auf die Version meiner Regierung richten werde, die in meinem Vortex vorhanden ist. Es war falsch von mir, von meiner Regierung zu verlangen, diese neue und verbesserte Version zu sein, die nur in meinem Vortex existiert. Ich muss in meinen Vortex gehen, wo diese neue und verbesserte Version existiert, um Ansprüche an die Regierung zu stellen, so wie ich sie haben möchte.

Bedeutet das jetzt, daß die Manifestationen nun doch nicht wichtig sind, daß wir nicht darauf warten sollen, daß sich etwas manifestiert? Sondern daß es genügt, wenn wir den Wunsch imaginieren und sozusagen mit der Imagination des Wunsches leben, ohne daß er physisch in Erscheinung tritt?

Wieso kann ich das nicht mit dem obigen in Übereinstimmung bringen?
Wer hilft mir auf die Sprünge, bitte? :102: Ich stehe total auf dem Schlauch. Das Ganze ist zu hoch für mich.

Vielen Dank!
butea
butea
 

Re: Manifestationsfrage

Beitragvon lawofattraction » 8. Aug 2010, 10:10

butea hat geschrieben:Ob es jetzt darum geht, sich einen Wunschpartner zu manifestieren, oder um mehr Geld auf dem Konto, einen schöneren Körper etc. ... der Prozeß ist immer der gleiche.


Hallo Butea,

ich will mich mal an einer Erklärung versuchen: Im Prinzip ist es kein Prozess. Unsere Wünsche geschehen ja meist auf einer unbewussten Ebene und sind keine bewusst getätigten überdachten und dann als Wunsch erkannten Gedanken.

Man kann das auch als "automatisches Wünschen" anschauen. Jedesmal, wenn Dir etwas begegnet, was Du nicht magst, ist auch sofort das Wollen vorhanden, dass es anders sei. Die unfreundlichen Worte von jemandem haben als Reaktion sofort den Wunsch nach Freundlichkeit. Das geschieht, ohne dass dazu die Entscheidung getroffen wird, das Gefühl bringt den Wunsch hervor, der dann auch schon in diesem Moment im Vortex erfüllt, vorhanden ist.

Das Wünschen ist also nicht das Überlegen "ich möchte einen Partner, der so und so ist und die und die Eigenschaften hat" - der Partner wird jedes Mal in verfeinerter und erweiterter Form in den Vortex gelegt, wenn man mit dem Nicht-Vorhandensein konfrontiert wird - wenn man ein liebevolles Paar sieht, alleine des nachts im Bett liegt, seine Zeit gerne mit jemandem verbringen möchte - jedesmal, wenn (schmerzvoll) das Nichtvorhandensein gewahr wird. Und das geschieht nicht unbedingt auf der Verstandesebene, sondern viel öfter auf der Gefühlsebene.

Die Wünsche-Literatur, die sagt "stell Dir vor, was Du willst und dann schiess Deinen Wunsch ab und das Universum antwortet" ist schlichtweg verkehrt. Sie erweckt den Eindruck, dass alles Wünschen bewusst getan wird. Aber - Wunsch geschieht bewusst oder unbewusst, das Universum antwortet, wir gehen in Bereitschaft und erhalten Manifestation. Die Methoden und Hilfestellungen dienen lediglich dazu, in die Schwingung des Zulassens zu kommen, sie sind kein Prozess der Manifestation, sondern dienen dazu, Widerstand abzubauen.


butea hat geschrieben:Jetzt steht in dem Workshop 61 Folgendes:

Ich erkenne nun, dass ich immer falsch lag, wenn ich mir etwas Neues vorstellte und dann erwartete, dass die Realität sich dem anpassen würde, was immer schon war und das dann geschehen solle. Ich habe von der Realität viel zu viel verlangt und werde das nun nicht mehr tun. Die Realität wird mich nie wieder enttäuschen. Meine Regierung wird mich nie wieder enttäuschen, weil ich meine Aufmerksamkeit auf die Version meiner Regierung richten werde, die in meinem Vortex vorhanden ist. Es war falsch von mir, von meiner Regierung zu verlangen, diese neue und verbesserte Version zu sein, die nur in meinem Vortex existiert. Ich muss in meinen Vortex gehen, wo diese neue und verbesserte Version existiert, um Ansprüche an die Regierung zu stellen, so wie ich sie haben möchte.


Bedeutet das jetzt, daß die Manifestationen nun doch nicht wichtig sind, daß wir nicht darauf warten sollen, daß sich etwas manifestiert? Wieso kann ich das nicht mit dem obigen in Übereinstimmung bringen?
Wer hilft mir auf die Sprünge, bitte? :102: Ich stehe total auf dem Schlauch. Das Ganze ist zu hoch für mich.


Hier ist die Rede davon, dass wir der beobachtbaren Realität, also dem, was wir mit den Sinnen erfahren, viel zu viel Wichtigkeit geben. Also raten sie, dass wir die Aufmerksamkeit auf die Realität lenken, die wir in unserer Imagination schaffen. Und aus dem Vortex heraus, mit diesem neuen Bild, das wir nun in uns haben, sind wir auch in der Lage, Änderungen zu erwirken. Nicht aber, wenn wir eine ungeliebte Realität anschauen und versuchen, das aus dieser Schwingung heraus zu ändern. Das bringt nur mehr davon.

Natürlich sind Manifestationen wichtig. Sie sind auch wichtig, damit sich das Grosse Ganze ausdehnen kann. Denn Manifestation geht immer Contrast voraus, der dann einen Wunsch gebiert. Der grosse Schock im Geld-Erfahrungs-Thread scheint mir gewesen sein, dass die Idee aufkam, dass wir dann, wenn wir im Vortex sind, keine Wünsche mehr haben, nix mehr bekommen. Zuerst einmal - wir werden immer Contrast erleben, da das das Funktionieren dieses Spiels ist. Niemand, der nicht tot ist, wird sich immer im Vortex aufhalten.

Der Sinn unseres Lebens aber ist Freiheit, Freude und Ausweitung zu leben. Das Leben muss nicht mühevoll sein, nicht alles muss aus dem Contrast geboren werden. Wenn wir im Vortex sind, haben wir direkten Zugriff auf unsere dort seit langem "deponierten" Wünsche. Ohne Schmerz, ohne Entbehrung. Das Leben gestaltet sich leicht und einfach, wenn wir immer mehr unsere wirkliche Bestimmung der Freude und des Wohlergehens leben. Und uns fliesst dann alles wie magisch und anstrengungslos zu und das Universum öffnet alle Wege, die wir begehen möchten.

Das sind meine ersten Gedanken dazu, ich hoffe, ich hab den Kern getroffen.

Lieben Gruss
Loa



*Resistance means feeling Singular instead of Plural* Abraham


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Re: Manifestationsfrage

Beitragvon butea » 8. Aug 2010, 11:23

Liebe Loa :loveshower:
danke herzlichst.
Dann habe ich ja doch alles richtig verstanden. Das sind genau meine Gedanken - das, was Du so schön aufgeschrieben hast. Genau das habe ich aus den Büchern und Workshops rausgelesen ... und genau so mache ich es (mit dem so viel wie möglich bewußt im-Vortex-Verweilen). Und einfach-Wohlfühlen.
Yay :loveshower:
Da habe ich mir offenbar ein Mißverständnis oder eine Verwirrung eingeredet oder einreden lassen, die gar nicht vorhanden war. Wie schön, daß ich mich getraut habe zu fragen. Wie schön, daß ich Aufklärung erfahren habe. :gvibes:
butea
 

Re: Manifestationsfrage

Beitragvon LillyB » 8. Aug 2010, 11:54

Hallo butea,

das hat Loa super erklärt. Für mich war der absolute Knack- und Klarpunkt bei dem neuen Workshop, meine Aufmerksamkeit vom Beobachten der jetzigen (ja auch vergangenen) Realität, also alte Gedanken abzuziehen. Das war es für mich. Und nach dem Vortex-Balance-Üben und den Sprung hinein - das fühlt sich übrigens schon dermaßen irre toll an - sah ich, sehe ich was dort liegt.

Dort im Vortex der völlig verbesserte Wunsch, manifestierte und das volle Vertrauen darin. Ein völlig inspirierter Zustand, in dem die Manifestation in ihrer vollen Größe zeigt und der Hammer kam für mich dann: Diese Manifestationen entwickeln sich dort in rasender Geschwindigkeit und Du fühlst und bist der Wunsch hinter dem Wunsch! Z.B. ist dann Reichtum gleichzeitig das gewünschte Auto und Du weißt es ist MEINS. Alles meins! Und die volle Größe des inneren Reichtums :loveshower: Gleichzeitig siehst Du dort Deine eigene Großartigkeit und einen ganzen Autopark an, wenn Du willst. Und Du weißt: Alles gehört Dir.

Und dann fängst Du an, dies auch im Außen zu LEBEN. Es manifestiert sich eine NEUE Butea. Sie schält sich heraus, sie manifestiert sich neu.

Boah, jetzt hast Du mich aber in den Vortex gestrudelt mit Deiner Frage :vortex: ALOHA, hoffe es ist ein Stück Deines Puzzles

Lilly, und vielleicht sehen wir auch, wie wichtig jeder ist, der den Mut hat weiter zu gehen - weil jeder es individuell erlebt und individuell erklärt (liebe Abrakadabra :bussi: )
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Re: Manifestationsfrage

Beitragvon butea » 8. Aug 2010, 16:52

Liebe Lilly,

danke auch Dir für Deine inspirierenden Worte :hug:

LillyB hat geschrieben:das hat Loa super erklärt. Für mich war der absolute Knack- und Klarpunkt bei dem neuen Workshop, meine Aufmerksamkeit vom Beobachten der jetzigen (ja auch vergangenen) Realität, also alte Gedanken abzuziehen. Das war es für mich. Und nach dem Vortex-Balance-Üben und den Sprung hinein - das fühlt sich übrigens schon dermaßen irre toll an - sah ich, sehe ich was dort liegt.

jo, und genau das finde ich gar nicht einfach. Es sind uralte eingefahrene *Gewohnheiten*, also auch gewohnheitsmäßiges Denken. Denken an das Unerwünschte. Ich weiß noch nicht, wie ich das bleibenlassen kann. Es passiert irgendwie "automatisch", ohne daß ich es beabsichtige. Ich kann dann nur in dem Moment meine Aufmerksamkeit von dort abziehen, ablenken. In dem Moment schaffe ich es z. B. auch noch nicht, einen Menschen aufrichtig wertzuschätzen, der mir gerade etwas sehr Unerwünschtes "getan" hat.
Ich möchte ein Beispiel bringen, um es anschaulicher zu machen.

Meine Vorgesetzte hat grad totalen Stress mit schwierigen Aufgaben, die sie offenbar gar nicht mag. Sie läßt ihre schlechte Laune an meiner Kollegin und mir aus. Ich weiß, daß es nicht persönlich gemeint ist, denn an sich ist sie ganz genießbar, hat ihre netten Seiten und ich mag sie auch ganz gern. Nur in dem Moment, wo sie ihren Brass an uns abläßt, finde ich sie so unausstehlich und ich kann in dem Moment auch nicht "flüchten", kann ja nicht einfach das Büro fluchtartig verlassen. Zum Glück habe ich die Fähigkeit inzwischen, daß mir das nicht mehr so zu Herzen geht, ich weiß, daß es ihr Problem ist und nicht meins -- und ich nach einer Viertelstunde wieder gute Laune habe. Dennoch bleiben die Gedanken an dieses unerwünschte Verhalten bei mir vorhanden, ich kann das nicht einfach "vergessen" oder auslöschen. Ich hänge da momentan wirklich grade total drin, und schaffe es nicht heraus. Mir graut es direkt schon vor Montag :-(( Und ich weiß genau, daß ich mir genau damit neues Unbehagen manifestiere. Neue Anmachen von meiner Vorgesetzten anziehe.
Ich kann mich zwar ablenken und an was *anderes* Nettes denken, aber ich schaffe es grade nicht, etwas Nettes über meine Vorgesetzte zu denken. Im allerbesten Fall schaffe ich es, *neutral* von ihr zu denken (daß sie es halt nicht böse meint, nicht persönlich meint, unter Stress steht ...)

Kannst Du mir einen Tip geben, liebe Lilly? Wie könnte ich das besser händeln?

Dort im Vortex der völlig verbesserte Wunsch, manifestierte und das volle Vertrauen darin. Ein völlig inspirierter Zustand, in dem die Manifestation in ihrer vollen Größe zeigt und der Hammer kam für mich dann: Diese Manifestationen entwickeln sich dort in rasender Geschwindigkeit und Du fühlst und bist der Wunsch hinter dem Wunsch! Z.B. ist dann Reichtum gleichzeitig das gewünschte Auto und Du weißt es ist MEINS. Alles meins! Und die volle Größe des inneren Reichtums :loveshower: Gleichzeitig siehst Du dort Deine eigene Großartigkeit und einen ganzen Autopark an, wenn Du willst. Und Du weißt: Alles gehört Dir.
Und dann fängst Du an, dies auch im Außen zu LEBEN. Es manifestiert sich eine NEUE Butea. Sie schält sich heraus, sie manifestiert sich neu.

Ui, das klingt ja super. Sehr wünschenswert! Mensch, das möchte ich auch können! :-))

Schon sagen mir die Leute, daß ich mich "verändert" hätte (zum Vorteil, sagen sie) ... daß ich ausgeglichener wirke, irgendwie *anders*. Netter. Umgänglicher. Weniger dauergestreßt. Daß ich *strahle*, sagen mir oft Leute. "Sie strahlen ja so!" :-))
Das ist vielleicht der Vorgeschmack auf die neue butea, von der Du da gesprochen hast. :-)))

(Ich glaube übrigens, es ist genau das, was meine Vorgesetzte so reizt ... sie ärgert sich, daß es mir gut geht und ihr nicht :roll: :lol: )

Liebe Grüße und namaste
von der Bussardfrau :ros:
butea
 

Re: Manifestationsfrage

Beitragvon butea » 8. Aug 2010, 17:14

P.S. Nachsatz: Frage bereits beantwortet im Thread von Thriver (neuer Abe-Prozess) :danke:
butea
 

Re: Manifestationsfrage

Beitragvon LillyB » 8. Aug 2010, 17:23

Hallo Bussardfrau,

:gvibes: Das ist der Weg, die Kunst ist das - nur nicht nachlassen. :pfeil:

ALOHA
Lilly
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