Erstes Mal ernsthaft am Zweifeln

Die Lehren Abrahams gechannelt von Esther Hicks

Erstes Mal ernsthaft am Zweifeln

Beitragvon Banshee » 29. Mär 2015, 19:11

Guten Abend!
Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich dieses Thema hier ansprechen soll, und ich bin immer noch sehr unsicher, aber ich schreibe nun doch.
Seit dieser Flugzeugkatastrophe ist mein Glaube in die bewusste RG so ins Wanken geraten, wie nie zuvor. Seit Jahren unerschütterliche Abraham-Verfechterin, nun nahe an einer Leere, die mir Angst macht. Dass wir natürlich nicht wissen, was im Leben anderer vor sich geht, auf welchem Schwingungsniveau sie sich befinden u.s.w., ist mir klar, aber, aber, aber...ich höre an dieser Stelle auf.
Ich wünsche nichts mehr, als die Auflösung dieses furchtbaren Gefühls des Zweifelns.
Schönen Sonntagabend
B.
Benutzeravatar
Banshee
 
Beiträge: 87
Registriert: 01.2011
Geschlecht: weiblich

Re: Erstes Mal ernsthaft am Zweifeln

Beitragvon Mina » 29. Mär 2015, 19:47

Ich kann verstehen, dass das Ereignis als Abraham Fan sehr herausfordernd ist.

Was mich an dieser Sache so überrascht ist, dass da z.B. diese Schüler-Lehrer-Gruppe scheinbar alle zur gleichen Zeit die gleiche Entscheidung getroffen hat. So wie ich das verstanden habe, sind diese Schüler auch noch per Los ausgesucht worden.

Ist für mich jedenfalls auch eine sehr herausfordernde Situation das im Rahmen von Law of Attraction zu akzeptieren/verstehen.
Mina
 
Beiträge: 51
Registriert: 02.2015
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Erstes Mal ernsthaft am Zweifeln

Beitragvon Banshee » 29. Mär 2015, 20:04

Ja, genau...
Diese Schülerinnen und Schüler oder zumindest einige von den vielen Passagieren waren sicherlich voller Freude, euphorisch und glücklich über ihre Zeit in Barcelona (eine wunderschöne Stadt) und die bevorstehende Ankunft in der Heimat...
Ich bin zutiefst erschüttert, in jeder Hinsicht. Muss erstmal Abstand gewinnen.
B.
Benutzeravatar
Banshee
 
Beiträge: 87
Registriert: 01.2011
Geschlecht: weiblich

Re: Erstes Mal ernsthaft am Zweifeln

Beitragvon backagain » 29. Mär 2015, 22:19

Hallo Ihr, hallo Banshee

Ich kann das nachvollziehen, aber auch nicht. Denn .... tagtäglich geschehen viel heftigere Dinge überall auf der Welt.

Und sind geschehen - und wir wissen davon.
Wer also jetzt zweifelt hätte schon längst zweifeln müssen.

Ich persönlich habe dafür meine eigene Theorie...eine Adaption sozusagen, die aber macht, dass ich grundlegende Dinge nicht anzweifeln muss.

Übrigens: Ich persönlich zweifle ganz extrem an der "Erklärung", die man uns nun auftischen will. Ich denke, das waren technische Probleme, die jetzt vertuscht werden sollen. Ich bin sogar ganz sicher.

Ja, und sowas passiert eben.....es verunglücken Reisebusse, es fallen Bomben, es verhungern Kinder....aber das wissen wir schon lange. Dennoch geschehen tagtäglich soviele Synchronizitäten, dass sich auch das einfach nicht wegleugnen lässt.

Ich lebe am besten mit dem Gedanken, dass die Abraham- "Theorie" nicht der Weisheit allerletzter Schluss in allen Details ist, aber schon sehr viel Weisheit enthält.

Schönen Abend
Bild: „Sonnenaufgang penon de ifach“. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons
Benutzeravatar
backagain
 
Beiträge: 281
Registriert: 03.2014
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Erstes Mal ernsthaft am Zweifeln

Beitragvon Maddalina » 29. Mär 2015, 22:20

mhmm...

wenn der Tod doch in Wahrheit gar nicht den Schrecken hat, den wir ihm aus Unkenntnis und Furcht heraus geben... wenn der Tod doch nur ein Übergang ins "Non-Physical" ist - und etwas ist, was unbedingt als wunderschön beschrieben wird... Und unsere unreigene Quelle weiss das auch.

Immer wenn wir uns schlecht fühlen, sind wir von unserer Quelle getrennt. Die Quelle denkt anders über diesen Punkt als wir, deshalb fühlen wir uns schlecht.

Wir können uns gerade kaum der Omnipräsenz der Medien entziehen - noch ein Bericht und noch einer, und alles ist furchtbar, schrecklich, grauenvoll... Die Medien leben davon uns das zu bieten - schlechte Nachrichten verkaufen sich nun mal gut... und dann passiert es, wir werden wieder einmal von unserer Quelle getrennt und leiden mit.

Geht mir leider auch so... trenne mich auch mit jeder neuen Nachricht von meiner Quelle. Aber ich mache es mir bewusst... immer und immer wieder. Immerhin weiß ich es im Kopf... aber Du hast natürlich Recht... es ist furchtbar und ich leide genau so mit und ich bin verwirrt... aber auch das ist natürlich völlig in Ordnung.

Maddalina
Benutzeravatar
Maddalina
 
Beiträge: 31
Registriert: 03.2014
Wohnort: Ruhrgebiet
Geschlecht: weiblich

Re: Erstes Mal ernsthaft am Zweifeln

Beitragvon lawofattraction » 30. Mär 2015, 07:32




Hallo Banshee, dear All,

ich verschiebe diesen Thread in die Abraham Hicks-Diskussion, da offensichtlich Bedarf besteht, den Flugzeugabsturz vor dem Hintergrund der Abrahamlehre zu diskutieren. Ich möchte voraus schicken, dass ich die persönliche Tragödie und das Leid, das viele Menschen und Familien dadurch erfahren, keinesfalls schmälern oder ignorieren möchte. Aber trotzdem will ich versuchen, meine Erklärung aufgrund meiner Kenntnisse dessen, was die geistige Welt sagt, weiter zu geben.

Wie auch bereits angesprochen hatte ich beim Lesen den Gedanken, dass in jeder Sekunde auf der ganzen Welt Menschen sterben - Menschen, von denen manche einen schrecklichen, durch Gewalt und Greuel verursachten Tod sterben. Kinder verhungern oder sterben aufgrund unzureichender Hygienebedingungen; es sterben Mütter und Väter, Babies und Alte - ohne Unterlass geschieht das in jeder Sekunde. Kaum jemand kann und wird das anerkennen, wenn er nicht den ganzen Tag in Trauer und Mitgefühl versinken möchte.

Warum also macht das einen so geringeren Eindruck als ein Flugzeug, das zerschellt und der Grund für den Tod von 149 Menschen ist? Einmal ist es die räumliche Nähe, es handelt sich zum Teil um Landsleute, war ein deutsches Flugzeug, oder man kennt gar jemanden, der irgendeine Verbindung zu dem Unglück hat. Viele waren selbst einmal in Barcelona oder sind oft aus Düsseldorf geflogen oder waren an Bord eines Flugzeuges der Germanwings. Es berührt, weil es so nahe ist. Dagegen sind die sterbenden Kinder in Afrika oder Indien weit weg.

Jedes Ereignis eines Massensterbens von grossem Umfang - ich denke da spontan an 9/11, den Tsunami in 2004 in Thailand, an Erdbeben und Überschwemmungen, die ob ihres Ausmasses kaum unsere Vorstellungskraft erreichen - hinterlassen ob ihres immensen Umfangs einen starken Eindruck. Aber auch diese Geschehnisse sind genau betrachtet immer der Übergang Einzelner ins Nicht-Physische. Der Unterschied ist der, dass sie alle zusammen einen gleichen Zeitpunkt gewählt haben und das Ereignis dadurch so viel dramatischer scheint.

Denn das ist es, was die geistige Welt uns sagen: Jeder Tod ist ein "Selbstmord", jeder Todeszeitpunkt ist vom Individuum gewählt. Nicht von der physischen Person und ohne direkte Kenntnis durch ihren Verstand, aber der viel grössere nicht-physische Teil von uns wählt. Dieser Teil weiss auch um den Übergang, weiss, dass der physische Tod nichts von den Schrecken hat, die wir Menschen ihm zuschreiben und der Grund sind, warum wir es als so schrecklich empfinden, wenn etwas Ähnliches wie der Absturz geschieht.

Jedes dieser Massen-Ereignisse in den vergangenen Dekaden hat einen grossen Eindruck weltweit hinterlassen, Die Medien haben dazu beigetragen, dass jeder an seinem TV sitzen und alles minutiös nachverfolgen konnte. Man mag das als makaber empfinden, aber es hat auch eine andere Seite: Diese Katastrophen, um den Ausdruck zu verwenden, haben weltweit auch ein unwahrscheinliches Mitgefühl, eine Anteilnahme an den vielen persönlichen Schicksalen, die auch im Rahmen der Berichterstattung erfahren werden konnten, aufleben lassen.

Ob es nun "nur" das Mitgefühl, das Nachvollziehen des Schmerzes eines menschlichen Erlebens, war oder aber eine Welle von praktischer Hilfeleistung für solche Gebiete, die finanzielle Hilfe oder Sachspenden brauchten - die Menschheit als Ganzes hat in grosser Zahl reagiert. Diese Ereignisse haben kaum jemanden kalt gelassen, sie haben global eine menschliche Verbundenheit empfinden lassen, die bisher in der Art noch nicht erfahren wurde.

Und alle, die als "Opfer" solcher Katastrophen dabei gestorben sind, haben willentlich (durch ihren nicht-physischen Teil) durch ihre Entscheidung zum Tod beigetragen. Sie sind beispielhaft in ihrer Absicht, durch den eigenen Tod das Thema der Liebe und Menschlichkeit weltweit auszubreiten. Möglicherweise auch durch eine vorgeburtliche Absicht, die eine solche globale Öffnung des Mitgefühls für fremde Menschen möglich macht. Denn massives kollektives Mitgefühl hat sich immer wieder gezeigt und zeigt sich auch bei dem kürzlichen Flugzeugabsturz. Solche Ereignisse lassen niemanden kalt. Die Welt ist im Umbruch zu mehr Menschlichkeit und Liebe über die persönlichen Grenzen hinaus, und allen, die bereit sind, als Katalysator dazu beizutragen, gebührt unser Dank und unsere Hochachtung.

Ich würde natürlich eine solche Erklärung niemals einer betroffenen Familie oder Person anbieten, selbst dann nicht, wenn ich wüsste, dass sie in diese Richtung oder eine ähnliche denken. Direkte Beteiligung an persönlichen Tragödien sind Zeiten, in denen niemand ein solches Wissen kennerlernen oder sich darauf stützen möchte. Dazu ist der persönliche Schmerz des Verlustes meist viel zu gross. Erst vergangene Zeit mag auch da Wunden heilen und ein umfassenderes Verständnis hervorbringen.

Ich habe am Freitag Abend die Talkshow "Nachtcafe" angeschaut, die aufgrund der kürzlichen Ereignisse das Thema "Verlust" als Diskussionsgrundlage hatte. Die Unterhaltung zeigte ganz unterschiedliche persönliche Verarbeitungsstrategien jedes einzelnen Schicksals und auch unterschiedliche Ebenen der Akzeptanz. Besonders beeindruckt hat mich die Erzählung einer Frau, die im vergangenen Jahr durch den Aufprall eines LKW ihren Mann und drei Kinder verloren hat. Ohne einen für mich erkennbaren Hintergrund von Erklärungen, wie wir sie hier als richtig annehmen, hatte diese Frau eine solch umfassende Akzeptanz, ein solches Verständnis auch für den beteiligten verursachenden Fahrer und strahlte eine solche Ruhe und Liebe aus, dass es mir den Atem verschlug.

Abschliessend möchte ich darum bitten, dass innerhalb dieser Diskussion darauf verzichtet wird, irgendwelche Spekulationen über einen möglichen Unfallhergang oder seine Ursachen anzustellen. Das soll nicht Gegenstand unserer Betrachtungen sein, und davon schwirrt leider als andere Seite der Medaille bereits viel zu viel im Äther. Alles ist Spekulation, und ob "zuverlässige Informationen" jemals das mitteilen, was wirklich geschehen ist, sei dahin gestellt. Für unsere Betrachtung ist das auch vollkommen überflüssig und nicht nur das - es ist störend.

Liebe Grüsse
Loa



*Resistance means feeling Singular instead of Plural* Abraham


Benutzeravatar
lawofattraction
 
Beiträge: 8976
Registriert: 09.2009
Wohnort: Im Hohen Norden
Geschlecht: weiblich

Re: Erstes Mal ernsthaft am Zweifeln

Beitragvon Banshee » 30. Mär 2015, 08:53

Vielen Dank, Loa!
Ja, in der Tat, es ist die Nähe zu dem Unglück, den Beteiligten. Es handelt sich nicht um ein Krisengebiet, in dem Krieg, Hunger und Massensterben herrschen. Bis vor einigen Jahren, bevor ich auf Abraham traf, haben mich diese Schreckensberichte sterbender Kinder auf der ganzen Welt in tiefe Trauer gestürzt. Allerdings konnte ich so nicht weiterleben, ich wäre irgendwann verrückt geworden. Vor dem Hintergrund des LoA kann ich mittlerweile mit diesen schrecklichen Ereignissen besser umgehen. Die erwähnte Nähe des Unglücks brachte das nun wieder zum Wanken.
Wenn der nicht -physische Teil solch einen Übergang wählt, vielleicht schon vor der Geburt beschlossen hat, was nützt es dann, unserem Wohlgefühl und der Freude zu folgen? Denn ich kann mir kaum vorstellen, dass viele dieser Menschen an Bord nicht erfüllt waren von schönen Gedanken und Gefühlen, wie Erinnerungen, Vorfreude auf das Wiedersehen mit der Familie, auf die Ferien.
Es fühlt sich fremdbestimmt an, egal wie ich es in diesen Tagen drehe und wende.
Liebe Grüße
B.
Benutzeravatar
Banshee
 
Beiträge: 87
Registriert: 01.2011
Geschlecht: weiblich

Re: Erstes Mal ernsthaft am Zweifeln

Beitragvon Banshee » 30. Mär 2015, 09:07

Du kannst alles erreichen, wenn Du Deinem Wohlgefühl, Deiner inneren Quelle folgst... Oh, die hat etwas anderes beschlossen, großes Sorry!
Benutzeravatar
Banshee
 
Beiträge: 87
Registriert: 01.2011
Geschlecht: weiblich

Re: Erstes Mal ernsthaft am Zweifeln

Beitragvon Maddalina » 30. Mär 2015, 09:17

Banshee hat geschrieben:Du kannst alles erreichen, wenn Du Deinem Wohlgefühl, Deiner inneren Quelle folgst... Oh, die hat etwas anderes beschlossen, großes Sorry!


Liebe Banshee,

ich glaube, dass die Innere Quelle der meisten Menschen in der Maschine genau das beschlossen hat - bis zum allerletzten Moment dem Wohlgefühl zu folgen. Denn soweit es bisher klar ist, haben die Passagiere an Bord erst in allerletzter Sekunde mitbekommen, was passiert.

Wir ALLE werden sterben. Vielleicht in 40 Jahren, vielleicht morgen. Das ist so... ich halte es dabei für sehr schön und erstrebenswert, wenn ich dabei bis zum letzten Moment meinem Wohlgefühl folgen kann.

Liebe Grüße,

Maddalina
Benutzeravatar
Maddalina
 
Beiträge: 31
Registriert: 03.2014
Wohnort: Ruhrgebiet
Geschlecht: weiblich

Re: Erstes Mal ernsthaft am Zweifeln

Beitragvon Mina » 30. Mär 2015, 09:29

Banshee hat geschrieben:Du kannst alles erreichen, wenn Du Deinem Wohlgefühl, Deiner inneren Quelle folgst... Oh, die hat etwas anderes beschlossen, großes Sorry!


Wie ich schon in meinem anderen post sagte, das ist für mich eine extrem herausfordernde Sache. Nicht nur im Zusammenhang mit dem Flugzeugcrash. Generell mit schrecklichen Ereignissen, die meine Vorstellungskraft übersteigen. Ich blende das meistens aus und sage (und hoffe), dass wir wirklich selbst die Verantwortung für unser Erleben haben und dies durch unsere Glaubenssätze und Verhalten wirklich beeinflussen können.

Auf der einen Seite 'follow your bliss' und du bist auf der 'sicheren Seite' und ziehst nur gleiches an. Aber ich bin mir sicher, dass viele im Fliefer sehr stark im bliss-feeling waren, wie z.B. diese Schülergruppe, inklusive der Lehrerin, die gerade frisch verheiratet war.

Die Vorstellung, dass ich unabhänig von meinen Glaubenssätzen auch einer größeren evt. Vorgeburtslichen kollektiven Abmachung folge, deren ich mir mit meinem jetzigen Bewusstsein nicht gewahr bin, egal wie blissful mein Erleben ist, ist für mich keine sehr angenehme Vorstellung.
Mina
 
Beiträge: 51
Registriert: 02.2015
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Erstes Mal ernsthaft am Zweifeln

Beitragvon lawofattraction » 30. Mär 2015, 09:36



Ihr Lieben,

ich denke, wir kommen nur zu einem Verständnis, wenn wir bereit sind, von unseren Gedanken-Trampelpfaden abzuweichen. Mein Gefühl weigert sich, alle die vordergründigen Zweifel und Überlegungen zum Tod als Ende unserer Existenz als wahr zu akzeptieren, und mein Verstand kann dem folgen.

Warum denken wir denn, dass nur ein langes Leben ein Leben ist, das ein Ende finden soll? Wer sagt denn, dass ein 16-Jähriger nicht ein erfülltes Leben geführt hat und möglicherweise menschlich einen grösseren Eindruck hinterlässt als ein 80-Jähriger, der sein Leben lang misanthropisch gelebt hat und ohne jemanden stirbt, für den sein Gehen eine schmerzlich empfundene Lücke hinterlässt?

Ist das Leben eines 16-Jährigen weniger - oder mehr, je nach Blickpunkt - "wert" als ein 80-jähriges? Was, wenn eine vorgeburtliche Absicht bereits erreicht ist und der hinterlassene Eindruck das Lebensziel war? Es gibt immerhin heute viele junge Menschen, die ein ganz erstaunliches Verständnis und eine Lebensweisheit haben, die ich nur durch fortschreitende globale spirituelle Bewusstheit erklären kann.

Banshee hat geschrieben:Wenn der nicht -physische Teil solch einen Übergang wählt, vielleicht schon vor der Geburt beschlossen hat, was nützt es dann, unserem Wohlgefühl und der Freude zu folgen? Denn ich kann mir kaum vorstellen, dass viele dieser Menschen an Bord nicht erfüllt waren von schönen Gedanken und Gefühlen, wie Erinnerungen, Vorfreude auf das Wiedersehen mit der Familie, auf die Ferien.


Diese Frage und diese Überlegung impliziert ja, dass nur ein solches Leben ein Ende durch Tod finden soll, das traurig und freudlos ist. Warum kann jemand denn nicht auf dem Zenith seiner Freude und Zufriedenheit gehen, selbst wenn das chronologisch von der Aussenwelt als "zu früh" erfahren wird oder gerade wegen dieser Momente des glücklichen Erreichens nicht verstanden werden kann. Ich persönlich kenne bzw. kannte Menschen, die um ihren bevorstehenden Tod wussten und in Einklang damit waren und ganz bewusst einen ruhigen, friedlichen und liebe-erfüllten Abschied mit ihren lieben Menschen zelebriert haben. Vielleicht hat man an der Schwelle zum Tod bereits eine Einsicht, die uns noch verwehrt ist.

Wenn es denn wirklich so ist, dass unser Inner Being ein umfassendes Verständnis um unseren wahren Ursprung hat, und wenn es weiss, dass der Tod nicht das gefürchtete Ende ist, sondern vielmehr in dieser Form garnicht existiert, dann steht er auch nicht als Schreckgespenst im Raum.

Klar machen sollten wir uns auch, dass mit solchen Gedanken die Gefühle der lebend Hinterbliebenen auf die projiziert werden, die gegangen sind. Es ist der Verlust, der trauern und weinen lässt. Es ist die Leere, den geliebten oder geschätzten Menschen nicht mehr physisch anfassbar bei sich zu haben. Ob die, die gegangen sind, auch so empfinden, bleibt als Frage im Raum stehen.

Zumindest macht die Erklärung, die uns Abraham und andere Quellen geistigen Ursprungs geben, Zusammenhänge klar und hinterlässt das Gefühl eines unterliegenden Sinnes. Weltliche Erklärungen stürzen in Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung und die Angst, Spielball eines willkürlichen Schicksals zu sein. Selbst wenn es nicht so wäre, welche Sichtweise ist die, die uns friedlicher und freudvoller leben lässt?

Ich wähle bewusst die, die mir meinen inneren Frieden im Einklang mit meiner Umwelt und ihren Entscheidungen am ehesten gewähren kann.

Lieben Gruss
Loa




*Resistance means feeling Singular instead of Plural* Abraham


Benutzeravatar
lawofattraction
 
Beiträge: 8976
Registriert: 09.2009
Wohnort: Im Hohen Norden
Geschlecht: weiblich

Re: Erstes Mal ernsthaft am Zweifeln

Beitragvon Mina » 30. Mär 2015, 09:47

Hallo Loa

lawofattraction hat geschrieben:
Wenn es denn wirklich so ist, dass unser Inner Being ein umfassendes Verständnis um unseren wahren Ursprung hat, und wenn es weiss, dass der Tod nicht das gefürchtete Ende ist, sondern vielmehr in dieser Form garnicht existiert, dann steht er auch nicht als Schreckgespenst im Raum.


Das mag ja alles so sein, aber wir geben dann dem Kind 'Schicksal' oder 'Dinge liegen in Gottes Hand' einfach einen anderen Namen; nämlich unserem Inner Being.

Eine der wichtigsten Punkte an Abrahams Lehre ist für mich der Aspekt Selfempowerment. Die bewusste Wahl meiner Gedanken, meines Verhaltens u.s.w. ist für mein Erleben verantwortlich. Ich bin kein Opfer von Dingen 'da draußen'. Außer von meinem Inner Being?

Weltliche Erklärungen stürzen in Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung und die Angst, Spielball eines willkürlichen Schicksals zu sein. Selbst wenn es nicht so wäre, welche Sichtweise ist die, die uns friedlicher und freudvoller leben lässt?

Ich wähle bewusst die, die mir meinen inneren Frieden im Einklang mit meiner Umwelt und ihren Entscheidungen am ehesten gewähren kann.


Da gebe ich dir recht. Die Sichtweise, dass mein Inner Being Regie führt und nicht ein blindes Schicksal fühlt sich besser an.

LG
Mina
Mina
 
Beiträge: 51
Registriert: 02.2015
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Erstes Mal ernsthaft am Zweifeln

Beitragvon lawofattraction » 30. Mär 2015, 09:57

Mina hat geschrieben:Das mag ja alles so sein, aber wir geben dann dem Kind 'Schicksal' oder 'Dinge liegen in Gottes Hand' einfach einen anderen Namen; nämlich unserem Inner Being.


Hallo Mina,

das sehe ich ganz anders. Das Inner Being ist ein Teil von mir bzw. ich bin ein Teil meines Inner Beings - je nachdem, welche Betrachtungsweise man einnehmen möchte.

Wir sind die physische Ausformung eines viel grösseren nicht-physischen "Teils" und damit wiederum Teil des Grossen Ganzen. Wir haben als Menschen göttliche Anteile.

Nur dann, wenn man Gott - oder das Grosse Ganze oder Alles-Was-Ist, je nachdem welchen Namen man als für das eigene Verständnis zutreffend wählt - als von uns getrennt empfindet, wird man auch an so etwas wie Schicksal glauben oder an einen Gott, der für uns Entscheidungen zum Wohl oder Wehe trifft. Die Annahme der eigenen göttlichen Anteile macht eine solche Betrachtungsweise obsolet.

Lieben Gruss
Loa




*Resistance means feeling Singular instead of Plural* Abraham


Benutzeravatar
lawofattraction
 
Beiträge: 8976
Registriert: 09.2009
Wohnort: Im Hohen Norden
Geschlecht: weiblich

Re: Erstes Mal ernsthaft am Zweifeln

Beitragvon lawofattraction » 30. Mär 2015, 10:03

Mina hat geschrieben: Ich bin kein Opfer von Dingen 'da draußen'. Außer von meinem Inner Being?


Das sehe ich gerade erst, ist mir eben entgangen. In diesem Punkt bin ich sehr konsequent im Denken und habe das bei Abraham immer wieder bestätigt gehört: Das Inner Being trifft für uns keine Entscheidungen, weil es keine von uns (physischer Mensch) getrennte Instanz ist. Es greift nicht bevormundend oder bestimmend in unser Leben ein.

Das Problem dabei ist unser 3-D-Denken. Wir müssen lernen, quantenhaft zu denken, um eine solche Verbindung, die wir ja nicht wirklich greifbar erkennen, zu verstehen.

Ja, es "schickt" nicht einmal schlechte oder gute Gefühle, wie mancher aufgrund der immer wieder betonten Emotional Guidance annehmen mag. Schlechte Gefühle sind lediglich das Anzeichen dafür, dass unsere Betrachtungsweise von etwas nicht dem entspricht, wie das IB diese gleiche Sache betrachtet.

Das IB ist unsere Guidance, aber auch eine passive Guidance, deren wertvolle Information wir nur durch aufmerksames Beobachten unserer Gefühle erkennen.



*Resistance means feeling Singular instead of Plural* Abraham


Benutzeravatar
lawofattraction
 
Beiträge: 8976
Registriert: 09.2009
Wohnort: Im Hohen Norden
Geschlecht: weiblich

Re: Erstes Mal ernsthaft am Zweifeln

Beitragvon backagain » 30. Mär 2015, 11:19

Hallo Loa

Um der Klarheit Willen: Was genau bedeutet denn: "quantenhaft denken"?

Ich kann mir da gerade gar nichts drunter vorstellen.... :cry:

Und genauso fällt es mir schwer zu verstehen, dass ich eine Entscheidung getroffen haben soll, an die ich mich aber nicht erinnern kann, der ich aber auch nicht hilflos ausgesetzt sein soll, da ich sie ja schließlich selbst getroffen habe.

Ich, oder ein Teil von mir...
Bzw. bin ich Teil von etwas Größerem, und dieses Größere hat die Entscheidung getroffen, ist aber mit mir identisch.... :hä:

Danke für die Erklärung,

b.
Bild: „Sonnenaufgang penon de ifach“. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons
Benutzeravatar
backagain
 
Beiträge: 281
Registriert: 03.2014
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Erstes Mal ernsthaft am Zweifeln

Beitragvon lawofattraction » 30. Mär 2015, 12:07




Hallo Backagain,


wir sind Bewusstsein, und dieses Bewusstsein umfasst viel mehr als das, was wir durch unseren Verstand als gültig erkennen. Um uns in der Physis zu bewegen, brauchen wir aber das Konstrukt von Zeit und Raum.

Unter quantenhaft Denken verstehe ich das Denken über den Verstand und die Begrenzung durch Zeit und Raum hinaus. Das Denken entbehrt in diesem Zustand der Struktur, die für uns Sinn stiftet. Alles findet gleichzeitig statt und befindet sich ausserhalb der Linearität. Die Quantenmechanik beschreibt eine Realität, die von uns nicht unmittelbar erkannt werden kann und deshalb wenig Verbindung zum Verstandesdenken hat.

Der Traum ist dafür das beste Beispiel, in dem wir ausserhalb von Zeit und Raum existieren und an verschieden Plätzen in schnellster Abfolge sein können. Wir können in alle Richtungen gehen, in die Vergangenheit, in die Zukunft und in andere Existenzen und sogar an zwei Orten zur gleichen Zeit sein – lauter Dinge, die für unseren Wachverstand undenkbar sind und keinen Sinn machen. Das Gehirn befindet sich in einem Zustand, in dem es außerhalb der Kontrolle des Verstandes ist und über dessen Begrenzung in andere Dimensionen "hinaus denkt".

In dieses Denken ist auch diese Beziehung des Inner Being mit uns physischen Menschen als dessen "Teil" einzuordnen. Oder das, was ich Moment bei Kryon als Information über die DNA lese, deren grösster Teil von der Wissenschaft als Junk-DNA deklariert wird, da nicht heraus gefunden werden konnte, was ihr Sinn und Zweck ist, aber im Quantenbewusstsein durchaus einen Sinn macht. Quantendenken bedeutet für mich: Verbindungen und Information über Dinge und auf Wegen, die anzuerkennen sich unser Verstand oft noch weigert.

Lieben Gruss
Loa



*Resistance means feeling Singular instead of Plural* Abraham


Benutzeravatar
lawofattraction
 
Beiträge: 8976
Registriert: 09.2009
Wohnort: Im Hohen Norden
Geschlecht: weiblich

Re: Erstes Mal ernsthaft am Zweifeln

Beitragvon zimtstern » 30. Mär 2015, 13:19

Hallo ihr Lieben,

ein Thema das mir bei der ganzen Sache am stärksten durch den Kopf geistert ist "Kontrolle".

Wenn man mich vor ein paar Jahren gefragt hätte warum ich mich mit dem LOA beschäftige, dann hätte ich wahrscheinlich geantwortet dass ich mir mehr Kontrolle über mein Leben wünsche.
Ich möchte bewußt bestimmen was passiert, ich will meinem Schicksal und dem anderer nicht hilflos ausgeliefert sein.

Aber eigentlich wissen wir inzwischen ja dass es um den Wunsch hinter dem Wunsch geht, um das Wohlfühlen, dem Weg der Freude.


Wir wissen dass der Übertritt ins Nicht-Physische ein Übertritt ins "absolut Widerstandslose" ist, er kann ein Weg sein um sich große Erleichterung zu verschaffen, oder auch ein Sprung aus Freude in noch mehr Freude.
(Ich glaube so etwas erwähnten Abraham in den Diskussionen um Jerrys Tod).

Wir, unser kleines Ich und das große Ich, das IB sind eins. Als wir uns entschlossen haben diese Erfahrung hier im Phsysischen zu machen, wußten wir dass uns dieses Bewußtsein teilweise oder gänzlich verloren gehen würde, und wir waren somit auch mit einem gewissen "Kontrollverlust" einverstanden.

Wenn wir uns heute also fragen warum wir scheinbar unserem IB ausgeliefert sind, dann ist die eigentliche Frage ja, warum wir überhaupt "hier her" gekommen sind. Warum ist ein Teil von uns, das was uns als "kleines Ich" bewußt ist, vom Nicht-Physischen ins Physische übergetreten?

(Contrast, "Wunschentwicklung", Ausdehnung, Freude am Erschaffen..)


Trotzdem fühlen sich solche Ereignisse häufig wie ein Schlag ins Gesicht an, das zeigt wohl wie sehr unser kleines Ich in dieser Realität "verwurzelt" ist... Und solche Ereignisse sind natürlich auch erlebter Contrast, der wiederrum den Wunsch in uns, nach mehr Bewußtheit wecken kann...

Lieben Gruß,
Zimtstern
Benutzeravatar
zimtstern
 
Beiträge: 325
Registriert: 12.2010
Geschlecht: weiblich

Re: Erstes Mal ernsthaft am Zweifeln

Beitragvon Kein_Schnee » 30. Mär 2015, 13:52

backagain hat geschrieben:Und genauso fällt es mir schwer zu verstehen, dass ich eine Entscheidung getroffen haben soll, an die ich mich aber nicht erinnern kann, der ich aber auch nicht hilflos ausgesetzt sein soll, da ich sie ja schließlich selbst getroffen habe.


Ich glaube nicht, dass man vorgeburtlich eine Entscheidung getroffen hat, die dann eingelöst wird, ungeachtet der Schwingung auf der man sich befindet.
Um tiefgreifende Änderungen anzuziehen, sind konstante, zweifelsfreie Gefühle und Gedanken notwendig.
Wie immer die dann aussehen mögen, die Gelegenheit eines Flugzeugabsturzes zu nutzen, um ins Nicht-physische zu wechseln.

Ich denke, wir dürfen nicht vergessen, dass jedes Leben höchst individuell ist und wir, die wir alle gerne noch in unseren Körpern verweilen (das unterstelle ich jetzt einfach mal), können uns nicht in jene hinein versetzen, die aus Gründen, die nur sie selbst kennen, gerne ins Nicht- physische wechseln, bzw. eine Schwingung hatten, deren Entsprechung der körperliche Tod war.
Alle Vorstellungen, welche wir von den Menschen in diesem Flugzeug haben, können nur falsch sein, weil wir sie nicht kannten und selbst dann, könnten wir nicht wirklich in sie hinein schauen.

Liebe Grüsse,

KeinSchnee
- no limits -
Benutzeravatar
Kein_Schnee
 
Beiträge: 619
Registriert: 02.2014
Geschlecht: weiblich

Re: Erstes Mal ernsthaft am Zweifeln

Beitragvon Hamfor » 30. Mär 2015, 14:18

Diese Art Ereignisse werden vom Mangelverstand fehlinerpretiert, um zu erniedrigen. Allgemein betrachtet ist dieses Ereignis die Möglichkeit der erneuten, immer wieder gleichen Wahl. Leid oder Freude. Und jeder Mangelverstand wird diese Worte als kalt und unmenschlich abtun. Und letztlich ist es noch nicht mal eine Wahl, denn die Freude ist immerwährende Realität. Leid ist ein künstliches Konstrukt, das brüchig ist, und das dem Mangelverstand dient, dessen Nahrung Leid ist und deshalb Ereignisse wie diese kreiiert, um den Zweifel zu nähren, um sich als Realität darzustellen, die sie nicht ist, denn momentan ist da kein Flugzeugabsturz, es sei denn, ich steige ein ins künstliche Martyrium.
w i n - w i n
Hamfor
 
Beiträge: 369
Registriert: 04.2014
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Erstes Mal ernsthaft am Zweifeln

Beitragvon Maike » 30. Mär 2015, 15:04

Hallo zusammen,

ich habe für mich zu solchen Themen auch noch lange keine befriedigende Antwort gefunden. Ich denke, das braucht auch Zeit und Entwicklung. Ich sehe da vor allem zwei verschiedene Perspektiven. Nämlich jemand, der nicht betroffen ist, kann leichter darüber philosophieren als jemand, der gerade in Schmerz und Trauer eingehüllt ist. Darum fühle ich bei mir auch gewisse Hemmungen, mir mithilfe des LoA Erklärungen zu suchen, denn ich habe nun mal leicht reden und habe auch den Wunsch, die Gefühle der Betroffenen zu achten und zu respektieren. Was nicht heißen soll, dass ich eine Unterhaltung darüber als respektlos empfinde. Aber ich denke, in einer solchen Situation würde ich von einer Erklärung seitens des LoA nichts wissen wollen.

backagain hat geschrieben:Und genauso fällt es mir schwer zu verstehen, dass ich eine Entscheidung getroffen haben soll, an die ich mich aber nicht erinnern kann, der ich aber auch nicht hilflos ausgesetzt sein soll, da ich sie ja schließlich selbst getroffen habe.


So wie ich Abraham dahingehend verstanden habe, ist es wohl auch nicht so, dass das IB vor der Geburt z.B. die Teilnahme an einem Flugzeugabsturz geplant hat. Vielmehr sind solche Vorhaben allgemeiner gefasst, z.B. Mitgefühl in die Welt zu tragen, aber niemand ist an diese Vorhaben gebunden, soll heißen, sie können auch wieder verworfen werden.

Aus Sicht der Quelle sind Situationen wie Flugzeugabstürze, Naturkatastrophen, Kriege usw. nicht schrecklich, weil aus Quellenperspektive der physische Tod keine Begrenzung darstellt, wie wir es aus unserer 3-D Perspektive wahrnehmen.

Im englischen Forum habe ich nach Diskussion zum Thema 9/11 gestöbert und fand dieses Zitat:

I once heard someone say that on 9/11, God smiled. That might confuse some, but on that day in New York City everything STOPPED! There was no crime...No one was yelling or beeping their horns at each other...All those negative petty thoughts STOPPED. Everyone just looked up and couldn't focus on anything else! There was peace amongst the carnage.
(nachzulesen hier)

Das passt auch zu dem, was Loa oben schrieb, dass ein solche Katastrophe kollektives Mitgefühl, Hilfsangebote, Spenden, offene Ohren usw. hervorrufen.

Das ist einerseits eine schöne, friedliche, beruhigende Perspektive, aber andererseits finde ich es auch traurig, dass es überhaupt solche Tragödien braucht, um Menschen zu Mitgefühl und Füreinanderdasein zu bewegen.

Ein weitere Punkt für mich ist, dass durch die Berichterstattungen auch Mitgefühl provoziert wird in einer Weise, die sich für mich nicht mehr authentisch anfühlt. In einigen Tagen oder Wochen wird das Geschehene für die meisten vergessen sein, der Alltag kehrt wieder ein, Trauernde berichten nicht allzu selten, dass sie nach der ersten Zeit dann doch ziemlich alleine dagestanden hätten. Man würde auch wahrscheinlich durchdrehen, wäre man sich in jeder Minute der Tragödien in der Welt gewahr, insofern ist das sicherlich auch eine gesunde Reaktion, sich nach einer Weile wieder dem Alltag zuzuwenden.

Mir persönlich ist am Tag nach dem Flugzeugabsturz übel gewesen und ich hatte Mühe, mich wieder in meine Mitte zu bringen. Geholfen hat mir dabei, die Angehörigen und anderen Trauernden in ihrer Kraft zu sehen und darauf zu vertrauen, dass sie imstande sind, dieses Erlebnis zu verarbeiten und damit leben zu lernen.
Und ich wünschte mir auch, mein ganz persönliches Mitgefühl zu fühlen und keines, welches von Berichterstattungen provoziert und gelenkt wird.

Ich gestatte mir einfach, die Dinge so zu sehen, wie ich gerade aufgrund meines Wissens und meiner Erfahrungen imstande bin, sie zu sehen. Solche Sichtweisen und Empfindungen verändern sich und entwickeln sich.

Liebe Grüße
Maike
Everything that you are is always easy to find. (Abraham)
Benutzeravatar
Maike
 
Beiträge: 394
Registriert: 10.2012
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Erstes Mal ernsthaft am Zweifeln

Beitragvon ZaWo » 30. Mär 2015, 15:32

Maike schrieb
Das passt auch zu dem, was Loa oben schrieb, dass ein solche Katastrophe kollektives Mitgefühl, Hilfsangebote, Spenden, offene Ohren usw. hervorrufen.

Das ist einerseits eine schöne, friedliche, beruhigende Perspektive, aber andererseits finde ich es auch traurig, dass es überhaupt solche Tragödien braucht, um Menschen zu Mitgefühl und Füreinanderdasein zu bewegen.
(Hervorhebung von mir.)

Ich überlege gerade, ob solche "Wünsche" nicht auch Realisierungspotential haben. (Klar haben sie.) Was ist denn überhaupt so toll an Mitgefühl, wenn es nur in Zusammenhang mit Leiden entstehen kann? Und dass die Menschen zu Mitgefühl fähig und hilfsbereit sind, ist durch zahlreiche Vorfälle hinreichend bewiesen.

Auf sich selbst bezogen, heißt das doch, dass man sich selbst jetzt (?) oder im Bedarfsfall, Mitgefühl und Hilfe wünscht. Die Erfüllung dieses Wunsches hängt aber nicht von der charakterlichen Struktur der lieben Mitmenschen und auch nicht von dem Grad des Leidens ab, sondern von der eigenen Fähigkeit zuzulassen.

......und vielleicht auch, keine Beweise für das Mitgefühl in der Welt zu brauchen. :102: ES braucht nämlich nichts, wir gestalten unsere gesamte Realität.
ZaWo
 

Re: Erstes Mal ernsthaft am Zweifeln

Beitragvon Kein_Schnee » 30. Mär 2015, 16:03

Liebe Maike,

Maike hat geschrieben:Mir persönlich ist am Tag nach dem Flugzeugabsturz übel gewesen und ich hatte Mühe, mich wieder in meine Mitte zu bringen. Geholfen hat mir dabei, die Angehörigen und anderen Trauernden in ihrer Kraft zu sehen und darauf zu vertrauen, dass sie imstande sind, dieses Erlebnis zu verarbeiten und damit leben zu lernen.


Die Angehörigen sind ebenso wie die Betroffenen durch ihre Schwingung am Erschaffen dieses Ereignisses beteiligt.
Es ist ihr Weg und das Ergebnis ihrer persönlichen Anziehungspunkte.


Liebe ZaWo,

ZaWo hat geschrieben:Was ist denn überhaupt so toll an Mitgefühl, wenn es nur in Zusammenhang mit Leiden entstehen kann?

Mitgefühl ist ja durchaus auch im Bezug auf Freude möglich.
Was ich jedoch in den meisten Reaktionen erlebe, ist Mitleid.
Man leidet mit, ist plötzlich stimmungsmäßig im Keller, was nur mit eigenen Projektionen zu tun hat.
Und vielleicht mit dem Bedürfnis nach Drama.
Ich persönlich kann das nicht nachvollziehen, nicht nur, weil es dem LOA komplett widerspricht, sondern weil ich einfach keine Lust (mehr) habe, zu leiden.

ZaWo hat geschrieben:Auf sich selbst bezogen, heißt das doch, dass man sich selbst jetzt (?) oder im Bedarfsfall, Mitgefühl und Hilfe wünscht.

Ich glaube, dass dieser Aspekt auch eine große Rolle spielt.

Lieben Gruß,

KeinSchnee
- no limits -
Benutzeravatar
Kein_Schnee
 
Beiträge: 619
Registriert: 02.2014
Geschlecht: weiblich

Re: Erstes Mal ernsthaft am Zweifeln

Beitragvon lawofattraction » 30. Mär 2015, 17:39




Ich habe diesen Passus bei Kryon gefunden in Referenz zum 9/11:

Let me close with this. On the morning of September 11, 2001, ordinary Human Beings reporting to work in several buildings around your country. At some level, there was cellular information that they would be in the right place at the right time, and they all had free choice to be where they chose. Naturally, none of them, with information from their four-dimensional reality, would have knowingly gone. But in a spiritual way, they made an appointment and were there, as planned.

Wenn wir annehmen, dass wir unseren Körperzellen Information zur Heilung und Umstrukturierung geben können (Altersverzögerung, Heilung, Information an unsere DNA, neue Codierung der DNA, Informationsmedizin wie Homöopathie etc. und nicht zuletzt Affirmationen und generell Gedankenenergie) müssen wir dann nicht auch akzeptieren, dass auf genau dieser Zell-Ebene eine Kommunikation mit dem Inner Being stattfindet? Und zwar eine Kommunikation, die kein Oktroyieren eines festgeschriebenen Geschehens oder Fremdbestimmung bedeutet, sondern - wie oben beschrieben - eine Kommunikation auf Zellebene ist, die durchaus Raum für Zustimmung ebenso wie Ablehnung lässt.

Die Tatsache, dass wir das mit den physischen Sinnen nicht erfassen bedeutet ja nicht zwangsläufig, dass etwas nicht existiert.



*Resistance means feeling Singular instead of Plural* Abraham


Benutzeravatar
lawofattraction
 
Beiträge: 8976
Registriert: 09.2009
Wohnort: Im Hohen Norden
Geschlecht: weiblich

Re: Erstes Mal ernsthaft am Zweifeln

Beitragvon Beautiful Mind » 30. Mär 2015, 22:26

Ihr Lieben alle, liebe Loa,

ich ziehe in diesem Thread mal wieder den Hut vor deinen Beiträgen.

Ich glaube auch, dass wir bis "zum Schluss" und darüber hinaus unser Leben selbst kreieren. Aber ich könnte es nicht so gut erklären wie du. :danke: :ros:

Was die Angehörigen der Opfer im Moment durchmachen müssen ist furchtbar, aber auch diese Erfahrungen gehören vermutlich zu ihren seelischen Vereinbarungen. Ich selbst könnte dies mit meinem Abraham-Verständnis in so einer Situation allerdings sicher auch nicht so sehen. Aber als Außenstehender und objektiv gesehen weiß ich, dass dies so ist.

Ich erwähnte vor einiger Zeit schon mal das Buch: "Das zweite Leben des Billy Fingers". Dieses Buch ist geschrieben von einer Frau, die einen sehr außergewöhnlichen Kontakt zu ihrem verstorbenen Bruder hat. Dieser Bruder, Billy, hat ein Leben geführt, das wir mit unserem menschlichen Verstand ganz sicher nicht als spirituell bezeichnen würden. Dennoch war er in seinem Innersten immer auf der Suche nach Gott. Aus seiner jetzigen Perspektive erklärt er seiner Schwester, wie das alles zusammen gepasst hat und das auch sein Tod perfekt war (er ist aus einer Klinik raus gerannt direkt auf die Straße vor ein fahrendes Auto, welches nicht mehr rechtzeitig bremsen konnte. Es handelte sich aber nicht um einen bewussten Selbstmord)). Er ist "da drüben" voller Dankbarkeit für den Autofahrer, dessen Seele sich dazu bereit erklärt hatte, ihm durch den Unfall ins Jenseits zu verhelfen. Billy erklärt, dass wir uns vor der Geburt dazu bereit erklären, all diese Gefühle zu erleben, die wir als Mensch empfinden.

lawofattraction hat geschrieben:Das Inner Being trifft für uns keine Entscheidungen, weil es keine von uns (physischer Mensch) getrennte Instanz ist. Es greift nicht bevormundend oder bestimmend in unser Leben ein.


Das Inner Being/der göttliche Teil in uns sieht immer alles was wir erleben aus der höchsten, besten, schönsten und liebevollsten Perspektive. Ja, es entscheidet nicht und greift nicht ein, es liebt einfach nur. Nun habe ich hier ein kleines Verständnisproblem was vorgeburtliche Absichten angeht. WER trifft denn diese Absichten/Entscheidungen vor der Inkarnation? Und wenn der göttliche Teil das vor der Geburt entscheidet, warum entscheidet es danach nicht mehr? Oder sind Absichten etwas ganz anderes als Entscheidungen?

Oh, ich habe das Zitat noch mal gelesen, ich glaube, ich habe die Antwort schon gefunden. Ich versuche es mal zu erklären. Alles was wir als Mensch entscheiden ist gleichzeitig (weil keine Trennung) auch vom Inner Being entschieden/befürwortet. Wenn wir glauben, zu einem bestimmten Zeitpunkt in ein Flugzeug zu steigen zu müssen, dann ist das aus Sicht der höchsten Ebene richtig, egal was dabei passiert. Wenn wir das Gefühl haben, ich steige da heute lieber nicht ein, dann ist das auch richtig. Wenn ein dummer Zufall (Stau auf dem Weg zum Flughafen) dafür sorgt, dass ich den Flieger verpasse, lohnt sich der Ärger nicht, denn das ist auch richtig. Wenn ich glaube, dass ich heute besser nicht fliegen sollte, aber ich tue es trotzdem und sterbe dabei, dann ist das garantiert auch richtig, denn wir können nichts falsch machen.

:nachdenk: Bleibt jetzt nur noch die Frage: wer entscheidet über meine vorgeburtlichen Absichten, wer entscheidet, dass ich in diesen Körper inkarniere, wenn ich zu dem Zeitpunkt noch kein Mensch bin?

Ich glaube, auch mit Abrahams Lehren kommt man manchmal an Punkte, wo es für uns nicht weiter geht, weil wir diese Multi-Dimensionen der geistigen Welt mit dem menschlichen Verstand nicht erfassen können.

Liebe Grüße

Beautiful Mind
“Gute Gedanken sind die beste Investition in die Zukunft!” (B.J.W.)
Benutzeravatar
Beautiful Mind
 
Beiträge: 510
Registriert: 07.2011
Geschlecht: weiblich

Re: Erstes Mal ernsthaft am Zweifeln

Beitragvon Kein_Schnee » 31. Mär 2015, 07:17

Liebe Beautiful Mind,

Beautiful Mind hat geschrieben: Bleibt jetzt nur noch die Frage: wer entscheidet über meine vorgeburtlichen Absichten, wer entscheidet, dass ich in diesen Körper inkarniere, wenn ich zu dem Zeitpunkt noch kein Mensch bin?


Das haben Abe beantwortet. Wir wählen immer selbst, auch wenn wir noch nicht inkarniert sind.
Hier ein Video dazu:https://www.youtube.com/watch?v=ulzXaqmSpSs

Ich finde das sehr wichtig, da sonst unser physisches Leben den übergeordneten Sinn einer Aufgabe bekommen würde, die wir zu lösen haben.
Doch wir sind ja mit Freude gekommen und wußten auch um den Kontrast, der uns helfen würde, zu expandieren.

Liebe Grüsse,

KeinSchnee
- no limits -
Benutzeravatar
Kein_Schnee
 
Beiträge: 619
Registriert: 02.2014
Geschlecht: weiblich

Nächste

Zurück zu "Abraham-Hicks - Diskussion"


 

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

web tracker