Bauplan

Die Lehren Abrahams gechannelt von Esther Hicks

Bauplan

Beitragvon Phoenix » 24. Jul 2013, 08:44

Hallo Birdie, Maria, Salome, Tigerdrache, LOA und Alle :huhu2:

die Ausführungen von LOA im vorhergehenden Thread “Die Seele hat es so gewollt“ sind so rund-umfassend, dass ich dort nichts mehr hinzufügen möchte, DANKE Loa :kniefall:

Aber ich möchte nochmal den Gedanken des „Bauplans“ von Maria aufgreifen, dieses Bild hilft mir, die Natur meines Seins besser zu verstehen und widerspricht m. E. nicht abrahamischer Sicht. Wenn ich mich täusche, bitte korrigiert mich!

Maria:
Mich fasziniert im Moment die Frage was denn überhaupt der freie Wille ist. Ist eine Waschmaschine z.B. glücklich wenn sie Wäsche wäscht, weil sie die ihr zugedachte Aufgabe erfüllt - schließlich ist sie aus diesem einzigen Grund gemacht. Und wenn wir davon aus gehen, dass jeder glücklich ist, wenn er tut wofür er konstruiert ist, ist das dann tatsächlich noch freiwillig oder liegt dieses freiwillig Wünschen nicht eher im Bauplan begründet?

Abraham:
Wir kommen mit Intentionen in diese Welt, die aber meist vollkommen allgemein sind. Durch das Aussieben der Einzelheiten der Erfahrungen unseres Lebens sind wir einer Vielfalt ausgesetzt, die uns hilft, weitere Wünsche zu definieren.

Ich denke, dass der Wunsch hinter dem „äußeren“ Wunsch der Schwingung unseres inneren Bauplans entspricht. Der eine Mensch hat in seiner Grundschwingung mehr Freiheit, der andere mehr Sicherheit und wieder ein anderer jede Menge Aufregung und Abenteuer – mal einfach ausgedrückt. Und dementsprechend wünschen wir uns unser tolles Haus mit Garten oder viel Geld oder Weltreisen oder Fallschirmspringen oder, oder, oder ….
Und wenn wir uns dann so ausleben können, wie es unserer Persönlichkeits-Schwingung (Bauplan) entspricht, fühlen wir uns ganz und rund und glücklich.
Das heißt, vorgegeben ist unser „Persönlichkeits-Grid“, das Schwingungsgerüst unserer Person, aber frei sind wir in dessen Ausformung, quasi im Kulissenbauen hier in der Welt.
Bedeutet das nicht letzten Endes, wir können zwar nicht wollen, was wir SIND, aber wir können wollen, WIE wir unser individuelles SEIN entsprechend erfüllen, d. h. was wir erleben?
Bestimmt sagen Abraham irgendwo noch etwas konkreteres über die Art unserer „individuellen Beschaffenheit“, ich hab es nur grad nicht parat, jemand anderes vielleicht?

Himmelblaue Sommergrüße
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Re: Bauplan

Beitragvon Birdie » 24. Jul 2013, 13:11

hey Phoenix,
schöne Idee, hier weiter zu machen....ich denke immer noch sehr darüber nach...Freier Wille und so...

Mir leuchtet das auch so gut ein....jeder bevorzugt anderes....ich wäre unglücklich mit einer "gesicherten" fast immer gleichen Lebensweise, "beschützt" durch eine Ideologie, die mir genau vorgibt was richtig und falsch ist. Hinterfragen nicht erlaubt.
So lebt eine meiner Schwestern und sie LIEBT es...es gibt ihr genau was sie mag und womit sie sich gut fühlt.

Da ich persönlich ganz anders gestrickt bin habe ich natürlich ganz andere Wünsche für mein Leben und lebe im entsprechenden Contrast und sortiere gewisse Elemente als unerwünscht aus, bevorzuge dafür andere.

Ich habe mich eben entschlossen mehr "die andere Geschichte erzählen" zu üben.
Das Zitat von gestern, 23.7. - da hänge ich immer wieder fest und merke, dass es mir unendlich schwer fällt die alte Geschichte loszulassen. - Was mich (unter anderem) daran hindert nach meinem Bauplan zu leben.

Manchmal komme ich mir vor wie die Rotkehlchen oder Meisen, die wie wild ihr eigenes Spiegelbild attackieren, um endlich den "Feind" zu vertreiben... :rleye:

Hitzige Sommergrüße.
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Re: Bauplan

Beitragvon lawofattraction » 25. Jul 2013, 07:50




Guten Morgen, Ihr Lieben,

wenn ich die Analogie eines Bauplanes - zum Beispiel für ein Haus oder einen Garten oder ein Gerät oder ein Auto oder Flugzeug - herbeiziehe, dann habe ich damit ja eine Art Vorgabe für etwas, was in einer genau geplanten Art und Weise - vom Zeitablauf, vom benötigten Material, den Arbeitsschritten und den involvierten Mitwirkenden her - geschehen soll, um einen solchen Plan zu erfüllen.

Und eben das ist unser Leben nicht. Es ist das genaue Gegenteil. Ein Bauplan enthält spezielle Angaben und Vorgaben, die genau zu befolgen sind, um ein fertiges funktionierendes Ergebnis zu erhalten. Wenn jemand beim Bau eines Flugzeuges oder eines Autos "kreativ" ein paar Schräubchen weg lässt oder Teile verändert, dann könnte das katastrophale Auswirkungen haben.

Für unsere physische Existenz gibt es aber keine Vorgaben, wann etwas zu geschehen hat, keine Vorgaben, wie etwas zu geschehen hat, keine Vorgaben, mit wem etwas geschehen sollte, keine, wann eine Fertigstellung erreicht werden sollte. Vielmehr haben wir die Freiheit kreativer inspirierter Moment-zu-Moment Entscheidungen und dadurch einen vollkommen offenen Ausgang unserer Angelegenheiten. In jedem Moment kann das Drehbuch umgeschrieben, neu geschrieben, können die Mitspieler ausgetauscht werden - ganz nach unserer Laune und unserem Willen.

Wir treten ins Leben ein und haben die freie Wahl der Gestaltung. Die einzige "Hürde" ist dabei das Gesetz der Anziehung. Wünsche, Pläne und Absichten manifestieren sich nicht dann automatisch, wenn wir das so wollen, sondern erst nach einer Einstimmung darauf, die ihnen in keiner Weise widerspricht. Vor der Erfüllung der Wünsche steht also eine Bedingung, die es zu erfüllen gilt, nämlich in Schwingungs-Übereinstimmung mit unserem Wunsch zu sein. Das heisst nicht unbedingt, dass die Erfüllung nur bewusst geschehen kann, aber bei Unbewusstheit kreieren wir nach dem gleichen Prinzip des LoA auch Dinge, die das Gegenteil des Erwünschten sind.

Phoenix hat geschrieben:Das heißt, vorgegeben ist unser „Persönlichkeits-Grid“, das Schwingungsgerüst unserer Person, aber frei sind wir in dessen Ausformung, quasi im Kulissenbauen hier in der Welt.
Bedeutet das nicht letzten Endes, wir können zwar nicht wollen, was wir SIND, aber wir können wollen, WIE wir unser individuelles SEIN entsprechend erfüllen, d. h. was wir erleben?


Nicht, wenn man Abraham glaubt, die sagen, dass wir sein, haben und tun können, was immer wir uns wünschen und dass jeder Wunsch, den diese Zeit-Raum-Realität inspiriert, auch erfüllt werden kann. Wobei ich "sein" im Konkreten wie z.B. Beruf, Fähigkeiten und Kenntnisse etc. als auch als Ausdruck der Verbindung physischer und nicht-physischer Energie interpretiere.

Die Annahme, dass wir eine Persönlichkeit haben oder sind, die als Grundlage festgeschrieben ist, kann daher keinen Bestand haben. Per Definition ist unsere Persönlichkeit der individuelle Ausdruck eines jeden Menschen. Persönlichkeitsmerkmale entstehen bereits vorgeburtlich und natürlich verstärkt mit Eintritt ins physische Leben, und zwar immer beeinflusst durch das Umfeld.

Es gibt keine starren unveränderlichen Charakterzüge, die auf der ganzen Lebenslinie konstant beibehalten werden. Persönlichkeit setzt sich überwiegend zusammen aus Verhaltenstendenzen, die jederzeit verändert werden können und das definitiv auch im Laufe der Entwicklung tun. Ein Baby schreit, wenn es Hunger hat oder eine volle Windel, Erwachsene finden zur Befriedigung ihrer Bedürfnisse einen anderen Zugang.

Ich will noch einiges aufgreifen aus meinem Post zu den sehr tiefgehenden Erklärungen Abrahams, das vielleicht nicht ganz klar rüber gekommen ist.

Abraham sagen ganz klar, dass wir die Umstände unseres Lebens nicht aus dem Nicht-Physischen bestimmen. Eine übergeordnete nicht-physische Instanz gibt es ohnehin nicht, wohl aber sind wir physisch und nicht-physisch zu gleicher Zeit, wobei die Betonung je nach Seins-Zustand mal in die eine, mal in die andere Richtung geht. Es gibt keine nicht-physische Instanz, die uns einen bestimmten Lebensweg vorschreibt. Das ist schon deshalb gar nicht möglich ist, weil aus dem Nicht-Physischen der Fokus nur auf Schwingung liegen kann, auf dem Immateriellen. Was wir physisch erfahren, ist immer eine Interpretation von Schwingung. Diese Schwingung drücken wir im Physischen durch Emotionen aus, die die Basis unserer Existenz sind. Emotionen sind die reinste Komponente von Schwingung, und das, was sich aufgrund unserer Schwingung manifestiert, ist eine Manifestation als Ergebnis einer Emotion, die entstanden ist aus Gedanken.

Das führt zu der zwingenden Schlussfolgerung, dass es keinen Plan geben kann ausser dem, aufgrund der immer vorhandenen Vielfalt, des Contrast, Emotionen zu erfahren, die unsere Entscheidungen inspirieren und beeinflussen und den Lebensweg gestalten. Auf welcher Bühne, welchem Spielfeld wir das tun und mit welchen Mitspielern ist unserer freien Wahl überlassen. Es ist auch keine Vorgabe vorhanden in Bezug auf einen zeitlichen Ablauf, erst recht gibt es keine Deadline, die zu erfüllen ist und nicht einmal die Forderung, dass etwas überhaupt geschehen sollte.

Es ist lediglich ein Umfeld für den Eintritt ins Leben gegeben, also Eltern, die das Kind zeugen und ihm gewisse Merkmale mit auf den Weg geben, da wir zu Beginn unseres Lebens zu einer physischen Manifestation werden. Von dieser Plattform aus sind wir die freien Gestalter unseres physischen Lebens, auch dessen Beendigung zu einem Zeitpunkt, den wir selbst wählen. Eigentlich ist diese Plattform nichts anderes als ein Spiele-Brett, auf dem Spielsteine auf eine gewisse Art und Weise verteilt sind, um das Spiel beginnen zu können.

Es gibt als "Spielregeln" gewisse Unveränderlichkeiten wie das universelle Gesetz der Anziehung und seine Wirkweise sowie den unvermeidlichen Contrast, der eine erwünschte Ausdehnung ermöglicht, ebenso die Bedingung, dass niemals eine Beendigung des Spiels erfahren werden wird. Der Verlauf des Spiels und seine einzelnen Elemente sind vollkommen offen und uns als Hauptspieler für unsere freie Auswahl überlassen. Unsere Bestimmung ist Freiheit, Freude und Ausdehnung zu erfahren.

Im Sinne des Spiels ist also die Ausdehnung angestrebt, wobei wir durch unsere emotionale Natur immer wieder neue Bedingungen schaffen. Unsere Emotionen sind in ständiger Bewegung, und der Vorgang des Contrast, des Sichtens der Vielfalt und ihr Sortieren und letztendlich die Wahl sind überhaupt erst Voraussetzung für physische Manifestation.

Aus dem Nicht-Physischen kann also gar nicht vorgegriffen werden, das Nicht-Physische beschränkt in keiner Weise diese freie Wahl aus dem Contrast, da sie die physischen Bedingungen aufgrund dieser sich ständig bewegenden Emotionen zwar als Wahrscheinlichkeit, nicht aber als Absolutum kennt. Die Wahl wird also immer im Physischen getroffen, kann nur im Physischen getroffen werden, und kann in jedem Moment in eine andere Richtung geführt werden.

Ich hoffe, dass das nun etwas klarer ist.

Lieben Gruss
Loa



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Re: Bauplan

Beitragvon Phoenix » 25. Jul 2013, 10:33

Hey, guten Morgen LOA,

vielen Dank für deine ausführliche Erläuterung!
Der Ausdruck Bauplan ist wohl ein bißchen missverständlich. Ich meine ja nicht einen Plan, der einen Lebensweg vorgibt, das wäre ja garnicht abrahamisch, sondern eine persönliche Struktur, die die Art und Weise meines Wünschens und Handelns prägt. Mir fällt jetzt leider kein passenderer Ausdruck ein für das was ich meine.

Die Annahme, dass wir eine Persönlichkeit haben oder sind, die als Grundlage festgeschrieben ist, kann daher keinen Bestand haben. Per Definition ist unsere Persönlichkeit der individuelle Ausdruck eines jeden Menschen. Persönlichkeitsmerkmale entstehen bereits vorgeburtlich und natürlich verstärkt mit Eintritt ins physische Leben, und zwar immer beeinflusst durch das Umfeld.

Es gibt keine starren unveränderlichen Charakterzüge, die auf der ganzen Lebenslinie konstant beibehalten werden. Persönlichkeit setzt sich überwiegend zusammen aus Verhaltenstendenzen, die jederzeit verändert werden können und das definitiv auch im Laufe der Entwicklung tun.

Mit dem ersten Satz deines Zitats bin ich noch nicht klar. Ich hatte und habe für mich immer das Gefühl, eine bestimmte Persönlichkeitsstruktur, ein bestimmtes Temperament zu haben, wie die Grundmelodie eines Musikstücks, das ich zwar in verschiedenen Tonarten spielen kann, oder langsamer-schneller, lauter-leiser, aber die Melodie ist immer erkennbar, schimmert immer durch. Weiß du, was ich meine?
Und diese Melodie - um mal bei dem Beispiel zu bleiben . kann ich rockig spielen, oder jazzig oder klassisch oder wie ich will. Aber es ist immer meine Grundmelodie.

Abraham sagen ganz klar, dass wir die Umstände unseres Lebens nicht aus dem Nicht-Physischen bestimmen. Dass es keine nicht-physische Instanz gibt, die uns einen bestimmten Lebensweg vorschreibt.

Das ist total klar, d'accord!
Aber wie widerspricht das denn dem Gedanken einer vorgegebenen Persönlichkeitsstruktur ?
Diese erlaubt mir doch auch, zu tun und zu haben und mir zu erfüllen, was ich will!
Nur, WAS und WIE ich mir alles erfülle ist im Einklang mit und eingegossen in diese Struktur.
So wie ich im äußeren ja auch in der Struktur meines weiblichen, kurzen, dünnhaarigen Körpers stecke ;-)

Würde mich freuen, wenn du nochmal darauf eingehst und dank dir schon mal jetzt für deine Geduld :danke:

Liebe Grüße
Phoenix
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Re: Bauplan

Beitragvon Birdie » 25. Jul 2013, 11:36

lawofattraction hat geschrieben:



Ich hoffe, dass das nun etwas klarer ist.



Ja! :ros:
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Re: Bauplan

Beitragvon lawofattraction » 25. Jul 2013, 12:15

Phoenix hat geschrieben:Die Annahme, dass wir eine Persönlichkeit haben oder sind, die als Grundlage festgeschrieben ist, kann daher keinen Bestand haben. Per Definition ist unsere Persönlichkeit der individuelle Ausdruck eines jeden Menschen. Persönlichkeitsmerkmale entstehen bereits vorgeburtlich und natürlich verstärkt mit Eintritt ins physische Leben, und zwar immer beeinflusst durch das Umfeld.


Hallo Phoenix,

der von mir gekennzeichnete Part ist der, den ich betonen möchte. Sicherlich, wir sind unterschiedlich in der Art und Weise, wie wir das Leben angehen, wie wir uns in bestimmten Situationen verhalten, welche Vorlieben und Abneigungen wir haben, wodurch und wie wir uns ausdrücken und auch, ob wir eine emotionale Grundtendenz haben. Aber das alles ist variabel im dem Sinne, dass wir sie nicht ein Leben lang aufrecht erhalten müssen, da sie erlernt sind.

Die meisten unserer Grundzüge, Persönlichkeitszüge sind anerlernte Verhaltensweisen. Mit diesen Verhaltensweisen empfinden wir uns als "Ich" und fühlen uns so wohl und sicher, dass wir sie als fest zu uns gehörend und nicht veränderlich betrachten und Persönlichkeit nennen - das, was uns von anderen unterscheidet und uns Individualität gibt.

Phoenix hat geschrieben:Aber wie widerspricht das denn dem Gedanken einer vorgegebenen Persönlichkeitsstruktur ?


Eigentlich müsste man erst einmal zu einem Konsens kommen, was denn die Persönlichkeit überhaupt ausmacht, um ein gleiches Verständnis zu haben. Ich möchte aber auch nicht zu weit vom Thema abkommen bzw. von der Abraham-Lehre.

Gäbe es diese nicht-veränderliche Persönlichkeitsstruktur, hätte jemand, der pessimistische oder depressive Tendenzen hat oder schüchtern oder zurückhaltend, draufgängerisch oder cholerisch ist oder auch stark empathisch und mitfühlend, keinen Einfluss darauf, das zu ändern, muss er also sein Leben lang in diesem Kostüm rumlaufen. Für mein Empfinden schränkt das eine Freiheit der persönlichen Ausdehnung stark ein.

Wenn man ein wenig weiter denkt und überlegt, wie solche Eigenschaften entstanden sind, dann kommt man immer wieder auf die Einflüsse des Umfelds und anerlernte Verhaltensweisen zurück, die zu irgendeinem Zeitpunkt für das Individuum Sinn gemacht haben, aber nicht zwangsläufig heute noch sinnvoll sind - oder es jemals waren. Unsere freie Wahl ist es, die Realität als veränderbar oder nicht veränderbar anzuschauen, und für mein Verständnis gibt es da keinen Ausschluss.

Vielleicht verstehe ich Dich aber auch falsch, und daher wäre es vielleicht gut, wenn Du mir mal ganz konkret aufzeigst, welche Persönlichkeitsmerkmale Deiner Meinung nach nicht durch Bewusstsein verändert werden können. Ich mag diesbezüglich ja auf dem Holzweg sein. :clown:

Lieben Gruss
Loa




P.S.: Im NLP gibt es die Neurologischen Niveaus, die mir sehr sinnvoll erscheinen und geeignet sind für eine Prüfung, welches dieser Niveaus dergestalt ist, dass es nicht veränderbar ist.

Umgebung - das Umfeld, in dem wir leben, beschreibt den Kontext der Ereignisse unseres Lebens

Verhalten - Unter Verhalten versteht man Aktionen und Reaktionen einer Person wie Tun, Handeln, Mimik, Stimme, Gestik, Motorik etc.

Fähigkeiten - Unter Fähigkeiten versteht man die kognitiven und emotionalen Prozesse, die eine Person
bei einem bestimmten Verhalten durchläuft - Können, Denken, Fühlen und das Bewusstsein, solche Fähigkeiten zu haben.

Glaubenssätze und Werte - Glaubenssätze, Überzeugungen, die Werte, die inneren Kriterien wie Ethik und Moral, die das Verhalten und die Fähigkeiten des Menschen bestimmen.

Identität - Die Ebene der Identität beschreibt das Selbst-Verständnis, das Selbst-Bild. Die Identität beinhaltet
die Vorstellung, die Menschen von sich selbst haben.

Transpersonelle Ebene - Die Ebene, die über eine individuelle hinausgeht bezieht sich auf die Vorstellungen, Gedanken, Glaubenssätze von Menschen über etwas, das über sie als Person hinausgeht. Hier geht es um die Zugehörigkeit zu etwas Größerem oder Höherem, über den Sinn des Lebens, Gottesbild, Universum.




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Re: Bauplan

Beitragvon Liebeszauber » 25. Jul 2013, 15:36

Ich hatte und habe für mich immer das Gefühl, eine bestimmte Persönlichkeitsstruktur, ein bestimmtes Temperament zu haben, wie die Grundmelodie eines Musikstücks, das ich zwar in verschiedenen Tonarten spielen kann, oder langsamer-schneller, lauter-leiser, aber die Melodie ist immer erkennbar, schimmert immer durch. Weiß du, was ich meine?

Liebe Phoenix,

deine Annahme lässt sich durch die Veränderungen in mir, -nachdem ich mich 2 1/2 Jahre intensiv mit Abraham beschäftige- die seitdem vonstatten gegangen sind, widerlegen.
Manchmal könnte man meinen.. ich erkenne mich selbst nicht wieder. :mrgreen:

Doch ich bleibe am Ball... und staune nicht schlecht über so manche niedere Schwingung, in der ich mich bezüglich so einiger Lebensthemen befunden habe, die ich hochfahren konnte,- und, wie es jetzt hier heißt, sich einige Wesenszüge (mich bis dahin bestimmende Charakteristika) erheblich veränderten. Natürlich geschah/geschieht alles fließend, doch für die Erfüllung meiner Wünsche waren Veränderungen diesbezüglich dringend nötig!

Ich genieße meine Kraft, mein Zutrauen, mein Verständnis des LoA unendlich, und -dank veränderten Fühlens - fühle ich mich auf dem richtigen Dampfer ....Richtung Weltmeer.
Lz
Erinnere dich daran, dass Lachen der schnellste Weg ist, deine Seele zu fühlen
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Re: Bauplan

Beitragvon Maria » 25. Jul 2013, 19:55

Hallo Ihr Lieben,

Worte haben immer einen bestimmten Bedeutungshof, weshalb es manchmal schwierig wird sich richtig zu verstehen ohne zu sehr ins wissenschaftliche Theoretisieren zu kommen.

"Bauplan" war von mir sehr allgemein gedacht. Schließlich gibt es ganz verschiedene Waschmaschinen und sie alle leben ein Leben - so wie wir Menschen auch - das sehr unterschiedlich ist... Ausgerechnet eine Waschmaschine als Beispiel zu nutzen war eigentlich als Verfremdung gedacht, um mal aus dem üblichen Denkschema aus zu steigen.

Ich denke das Wort Individualität wäre noch wichtig in diesem Zusammenhang, denn das erwähnen Abraham des öfteren, das gerade unsere individuellen Vorlieben so wichtig sind für die Schöpfung. Ausserdem erwähnen sie, dass wir schon sehr alt sind - älter als wir denken und also eine gewisse Wegstrecke (vielleicht auch Vorprägung im Sinne einer Charakterprägung) hinter uns gebracht haben, bevor wir in dieses Leben kommen.

Der Vergleich mit den Tieren ist ebenfalls passend zu dem Thema - wir sind anders als Tiere, gehen anders an das Leben heran. So hat uns die Quelle anders konstruiert - es ist etwas anderes vorgegeben im Sinne eines anderen, ganz allgemeinen, Plan für die Menschheit, als der Plan, der für Tiere da ist.

Ich finde die Diskussion sehr spannend und genau das was ich mir schon seit Wochen wünsche. Vielen Dank dafür :danke:

Herzliche Grüße

Maria
Maria
 

Re: Bauplan

Beitragvon Phoenix » 26. Jul 2013, 09:01

Guten Morgen,

liebe Loa, ich brauch noch ein bißchen für eine Antwort. Bin noch am auseinanderpuzzeln.
Beim bisherigen drüber Nachdenken ist mir klar geworden, dass es nicht einfach ist zu unterscheiden zwischen angelerntem Verhalten und nach meiner Erfahrung nicht veränderbaren Eigenschaften. Diese werden aber schon weniger ;-) Danke :ros:
Also z. B. pessimistische oder depressive Reaktionen, überhaupt alles, was Re-Aktion ist, ist für mich keine feste Eigenschaft, sondern umlernbares Verhalten.
Wo ich mir nicht sicher bin, ist z. B. wenn jemand sprachbegabt ist, das ist doch m. E. eine Eigenschaft, die er einfach hat, oder der eine ist in seinem Wesen langsam, bedächtig und vorsichtig und der andere schnell und quecksilbrig. Aber wie gesagt, bin noch am Sortieren.

@ Liebeszauber
Liebe LZ, Danke auch für deine Antwort. Ja, solche Schwingungsänderungen kenne ich natürlich auch. Hab in mir auch schon so etliches gedreht und umgeformt und weiß wirklich aus Erfahrung, dass wir alles, alles tun und erreichen und erfüllen können. Darum geht es mir auch nicht und das "Alles-ist-möglich" möchte ich auch nicht infrage stellen.
Ausgangspunkt der Diskussion war ja die uneingeschränkte Willensfreiheit, nicht "ob" wir alles erreichen können, sondern inwiefern wir frei sind, "was" wir wünschen. Und meine Ansicht ist bisher, dass die Art unserer Wünsche und deren Erfüllung von unserer (noch zu definierenden, bin noch nicht fertig mit Nachdenken ;-) Persönlichkeitsstruktur mitgeprägt wird.

@ Maria
Ja, ich such noch nach Aussagen über "Individualität" bei Abraham .... vielleicht findest du ja noch etwas, ich geh gleich weg und hab dann heute nicht mehr so viel Zeit, danach zu suchen.
Danke überhaupt für deinen "Bauplan"-Anschubser :fh:

Vielleicht kommen ja noch weitere An- und Einsichten :pfeif:

Bis später
und einen schönen Tag
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Re: Bauplan

Beitragvon tigerdrache » 26. Jul 2013, 12:09

Hallo und einen schönen Tag an alle!

Phoenix hat geschrieben:Wo ich mir nicht sicher bin, ist z. B. wenn jemand sprachbegabt ist, das ist doch m. E. eine Eigenschaft, die er einfach hat, oder der eine ist in seinem Wesen langsam, bedächtig und vorsichtig und der andere schnell und quecksilbrig. Aber wie gesagt, bin noch am Sortieren.


Hier kann ich dir sagen, das es lediglich die Entscheidung bedarf, Sprachgewand sein zu wollen. Danach braucht es nur eine Weile Aufmerksamkeit, deine Gedanken mit Hilfe deiner Gefühle zu diesen neu auszurichten. Und du wirst sein was du neu gewählt hast, denn auf dem Weg begegnet dir alles passende um es zu sein.

Es ist wie mit allem. Nimm einen kleine Faden von etwas auf und zieh langsam das dicker werdende Tau zu dir, bis das was du wolltest und anfangs nicht erreichbar schien direkt vor dir steht.

Ich hab es mit anderen Dingen ausprobiert und es funktioniert und liegt nicht an einem Grundtalent sondern nur daran ein neues Talent entwickeln zu wollen. Und natürlich von dem Abzulassen was dir mal sagte, du seist nicht so.

Ob das nun ein Talent oder eine Eigenschaft oder eine körperliche Verfassung ist ist egal.



Nun zum Bauplan und der Prägung

Den einzigen Bauplan den ich sehe oder an den ich Glaube, ist der Grundstein der vor Geburt in meiner eigenen Freude geschaffen ist, um eine Basis zu bieten von der aus ich mich als Individuum "frei weiter forme/entfalte".

Und alles was dazu Orchestriert wurde, kann sich meiner Meinung nach nur aus der physischen Perspective unfrei sehen, da wir uns noch für begrenzt halten. Somit auch in unseren Augen, die in Anschein nach geprägte Persönlichkeitsstruktur.

Solange ich der Ansicht bin, Glaube ich auch so zu sein - und das LoA zeigt mir das.



Bauplan Verfeinerung

Erst kommt der Gedanke! Ich möchte eine Waschmaschine sein :) Ich möchte eine Firma haben…

Viele kleine Teile kommen dazu und sind dennoch frei zu kommen oder zu gehen. Lediglich mein eigener Fokus hält alles zusammen. So geht ein Mitarbeiter und ein neuer kommt. So kommt ein neuer Kunde und ein anderer geht. Beginne ich nun aber die Firma in frage zu stellen, so wandelt sich auch jeder Teil dieser Firma und zwar frei. Manche glauben es wird schon alles klappen, andere verlassen das sinkende Schiff. Doch ich alleine entschied das Schiff untergehen zu lassen und jedes Teil für sich wie es damit umgeht. Ein Teil in der Entscheidung etwas anderes sicheres zu finden und ein Teil das unsichere nicht zu verlassen. Doch jeder ist frei in seiner Entscheidung und seines Erlebens. Der eine wählte die Sicherheit der andere die Unsicherheit. Und wir alle hier begreifen das wenn wir die Unsicherheit nicht mehr erleben wollen, wir das können, wenn wir aufhören diese Gedanken zu nähren und uns zum anderen wenden. Oder auch umgekehrt. So frei sind wir.

Die Schwierigkeit liegt für die meisten von uns wohl eher im Bereich Gesundheit oder Unmöglichem und daher der verdacht des Bauplans einen bestimmten Weg durchs leben vordefiniert bekommen zu haben. Wir vergleichen einfach zu oft aus der eingeschränkten Wahrnehmung heraus, das dies Groß sei und jenes Klein. Und solange wir aus Einschränkung bewerten, existieren einfach auch Einschränkungen und Schwierigkeitsunterschiede durch die Sicht von Groß und Klein.


Da wir hier in der Diskussions-/ Austauschrunde sind schließe ich damit erstmal ab :lieb: und wünsche allen noch ein schönes Wochenende.

LG Tigerdrache
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Re: Bauplan

Beitragvon Phoenix » 28. Jul 2013, 09:08

Guten Morgen Loa,

vielleicht kann ich das, was ich mit nicht veränderlichen Persönlichkeitsmerkmalen meine, ein angeborenes „Temperament“ nennen., was du meintest mit:
Sicherlich, wir sind unterschiedlich in der Art und Weise, wie wir das Leben angehen, wie wir uns in bestimmten Situationen verhalten, welche Vorlieben und Abneigungen wir haben, wodurch und wie wir uns ausdrücken und auch, ob wir eine emotionale Grundtendenz haben. Aber das alles ist variabel im dem Sinne, dass wir sie nicht ein Leben lang aufrecht erhalten müssen, da sie erlernt sind.
In meinem Empfinden gehört mein ureigenes Temperament zu mir als eine Grundausstattung, mit der ich dieses Spiel hier spiele. Und dieses wie auch immer geartete Temperament ist völlig o.k., einzigartig und ein prima Rahmen und braucht auch gar nicht geändert werden, da ist ja nix kaputt dran (ich brauch ja auch keine blauen Augen, wenn ich schon schöne braune hab).

Aber meine Frage ist ja auch nicht, ob ich mein Grund-Temperament ändern kann, sondern inwiefern dieses beeinflusst, was ich will.
Bei den aufgeführten NLP-Niveaus entsprächen dann „Fähigkeiten“ und „Identität“ am ehesten dem Kern, den ich meine.
Liebe LOA, ich möchte dir nochmals für deine so differenzierten und scharfsinnigen Erläuterungen danken, sie haben mich gezwungen, näher hinzuschauen und meinen Blick geschärft :danke:

@ Tigerdrache
Lieber Tigerdrache, auch Dir ein dickes DANKESCHÖN für das Teilen deiner Gedanken.
Leider geht deine Antwort an meiner Frage vorbei. Ich weiß ja, dass ich alles erreichen kann und dass es nur meiner Entscheidung bedarf. Davon muss ich nicht mehr überzeugt werden.
Und ich weiß auch, dass ich ohne Sprachtalent Sprachen lernen kann, natürlich, aber würde ich das dann auch wollen?

Meine Frage ist: Bin ich (ICH) frei in meinem Willen zu wollen?

Aber vielleicht ist das ja auch alles zu theoretisch und letztlich nicht so wichtig.

Carpe diem!

Allen einen schönen Sonntag
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Re: Bauplan

Beitragvon Beautiful Mind » 28. Jul 2013, 19:05

Hallo Phönix,

das ist ein interessantes Thema. Ich denke immer, unsere Persönlichkeit ist physikalisch gesehen das Ergebnis eines chemischen Cocktails in unserem Körper. Wenn man bedenkt, dass Drogen die Persönlichkeit komplett verändern können, oder eine psychische Störung einen Menschen so wandeln kann, dass er wie ein Fremder ist und eine Medikamenteneinnahme die Störung wieder rückgängig machen kann - dann scheint da nichts von dem was wir für unsere eigenen Person halten, für ewig in Stein gemeißelt zu sein. Das Thema finde ich ziemlich faszinierend.

Und letztendlich wird ja doch alles wiederum durch Gedanken gesteuert. Ob ich Drogen zu mir nehme, ob ich an einer psychischen Störung oder unter Hormonschwankungen leide - das alles ist das Ergebnis meiner Schwingung, die durch meine Gedanken produziert wird.

Liebe Grüße

Beautiful Mind :gvibes:
“Gute Gedanken sind die beste Investition in die Zukunft!” (B.J.W.)
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Re: Bauplan

Beitragvon Phoenix » 29. Jul 2013, 08:20

Hallo Beautiful Mind :huhu:

immer wieder JA - alles ist Ergebnis meiner Schwingung !
Aber wer/was denkt "MEINE" Gedanken? Wir reden hier immer so selbstverständlich von ICH und MEIN ....
Selbst ein durch Drogen o. a. sehr weit von sich entfernter Mensch macht vielleicht mal einen Entzug oder eine Therapie und kommt wieder "zu SICH", wer/was hat ihn denn dazu bewegt?
Das ist für mich der unwandelbare Kern tief drinnen, den ich meine.
Wir müssen ja hier nichts beweisen, ich schaue nur gerne hinter alles.

EInen schönen Tag und herzliche Grüße
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